Pro:
viele Sehenswürdigkeiten, das Essen, die Landschaft
Kontra:
viele Touristen
Empfehlung:
Ja
Hallo liebe Leser,
Jetzt wo ich gerade so im Italien-Fieber bin, habe ich mir gedacht, ich kann noch einen Reisebericht schreiben. Doch diesmal nicht über den Gardasee, sondern über die Toskana. Und speziell über ein Paar der schönsten Städte der Toskana. Ich spreche von Florenz und Pisa. Es ist jetzt etwa ein Jahr her, dass ich zusammen mit meinem damaligen Bio-Leistungskurs auf Abschlussfahrt gefahren bin. Unser Tutor stellte, uns damals vor die Wahl: Entweder Nordsee oder Toskana… Bei der Auswahl hatte der Kurs eindeutig abgestimmt. Es ging also, im April, für 7 Tage nach Italien. Angekommen sind wir in Massa einer kleinen Stadt in der Toskana, wo sich unser 2 Sterne Hotel befand. Das Hotel war nur etwa 100 Meter vom Strand entfernt, allerdings war es noch etwas zu kühl um baden zu gehen. Für die 7 Tage „Urlaub“ haben die beiden Lehrkräfte ein schönes Kulturprogramm für uns zusammengestellt. Wir besuchten die Städte Pisa, Lucca, Florenz, Siena, Livorno, Volterra und Carrara. Ich möchte heute allerdings nur über 2 dieser Städte berichten, da man dazu schon so einiges schreiben kann. Ich beginne nun zuerst mit ein Paar allgemeinen Daten zu der Toskana.
TOSKANA
Die Toskana wird nicht umsonst, „das Land wo die Zitronen blühn“ genannt. Es ist klein üppig grün blühendes Land, sonders eher eine herbe Gegend, die durch Jahrtausende von den wortkargen und stolzen Menschen, die sie bewohnen, geformt und kultiviert wurde. Die Toskana ist das waldreichste Gebiet in Italien. Es gibt dort Mischwälder aus Buchen, Eichen, Esskastanien und Tannen. Aber ganz typisch für die Toskana sind die großen Pinienwälder an der langen Ostküste. Außerdem gibt es weltbekannte Thermalbäder rund um Lucca. Nur etwa ein Zehntel der Toskana besteht aus ebenen Flächen. Damals im 6. oder 7. Jh. führten die Griechen den Anbau von Weintrauben und Oliven ein. Heute sind die Olivenbäume und die Weinberge sehr bekannt für die Toskana. Das ist auch der Grund warum es so guten Wein in dieser Region gibt.
In der ganzen Toskana herrscht Mittelmeerklima und im Winter scheint häufig die Sonne. Allerdings gibt es auch Tage, an denen ein heftiger Wind wehen kann, und es Temperaturen unter 0 °C geben kann. Schnee da geben gibt es eigentlich eher selten. Ideal ist es auch im Frühling oder im Herbst in die Toskana zu fahren, da dann ein optimal, angenehmes Klima herrscht. An der Küste bläst ein starker Südwestwind, der Libeccio und im August gibt es häufig starke Gewitter. Der heißeste Monat ist der Juli, mit Temperaturen bis 35 °C. Die Toskana hütet außerdem vier Fünftel der Kunstschätze in Italien. Basiliken, Kirchen und andere Gebäude sind im romantischen oder gotischen Stil gebaut. Ein weiterer Begriff, der einem in der Toskana so ziemlich überall begegnet, ist die Renaissance. Entstanden im 15. Jahrhundert, bedeutet es soviel wie die Wiedergeburt. Der Mensch wird das Maß aller Dinge. Das Edle, Wahre und Schöne tritt nach vorne und Florenz wird zum Mittelpunkt dieser Bewegung.
So nun erzähle ich euch etwas von den Sehenswürdigkeiten in Florenz, einer der schönsten Städte der Toskana.
<<< FLORENZ >>>
ALLGEMEINES:
Florenz ist die Hauptstadt der Toskana und hat ungefähr 380 000 Einwohner. Keine andere Stadt hat so viele bedeutende Künstler hervorgebracht. Es gibt eine große Fülle von Kunstwerken, Palästen, Klöstern, Museen und Kirchen in Florenz. Am Besten gelangt man mit der Bahn oder dem Bus in die Innenstadt, da das gesamte Zentrum verkehrsberuhigt ist.
SEHENSWÜRDIGKEITEN:
Einen schönen Blick über die Stadt hat man vom „Piazzale Michelangelo“ und vom „Forte di Belvedere“. Das sind tolle Aussichtspunkte, wir waren damals auch auf einem dieser Plätze. Man hat ein tolles Panorama, über die roten Dächer der Stadt Florenz. Außerdem sollte man sich in Florenz das Baptisterium San Giovanni anschauen. Es besteht aus weißem und grünem Marmor und einem überlebensgroßen Christus-Mosaik. Der Boden des Baptisteriums besteht ebenfalls aus Marmor. Nebenbei bemerkt, ist die toskanische Stadt Carrara für sehr guten Marmorstein bekannt. Eine weitere Sehenswürdigkeit, ist der Dom „Santa Maria del Fiore“. Er wurde 1296-1368 erbaut und seine schwere Kuppel kann man deutlich über der Stadt erkennen. Wenn man mal nach Florenz kommt sollte man auch zu einem sehr belebten Piazza gehen, dem „Piazza della Signoria“. Auf einem weiteren Piazza, steht ein 94 Meter hoher Turm, den man besteigen kann. Allerdings sind das ziemlich viele Treppen, doch die Aussicht lohnt sich. Ponte Vecchio, eine Brücke aus dem 14. Jh. ist auch eines der Wahrzeichen in Florenz, auf ihr befinden sich zahlreiche kleine Läden und Werkstätte. Auf ihr dürfen lediglich Touristen und Einwohner laufen, da sie autofrei ist. Sie ist ideal für einen kleinen Bummel. Zu dem gibt es noch weitere Kirchen und Museen in Florenz. Aber zunächst noch ein Paar Tipps zum Thema Essen & Trinken in der toskanischen Hauptstadt.
ESSEN & TRINKEN:
Sehr empfehlen kann ich folgende Restaurants. Ich habe zwar nicht alle probiert, aber von Freunden wurden sie schon getestet.
“Cantinetta Antinori“ am Piazza Antinori, Tel. 055 29 22 34
“Trattoria Il Cibreo” am Via dei Macci
“Coco Lezzone” am Via del Parioncino, Tel. 055 28 71 78
“Mario” am Via della Rosina, Tel. 055 21 85 50
Zu den Hotels kann ich hier relativ wenig berichten, da wir nicht in Florenz übernachteten, sondern in Massa, also wäre es besser, sich an der Stelle Rat aus dem Internet zu holen.
Das war dann erstmal alles zu Florenz, dann kommen wir jetzt zu der zweiten Stadt, die Stadt mit dem berühmen schiefen Turm, Pisa.
<<< PISA >>>
ALLGEMEINES:
Pisa hat insgesamt 92 000 Einwohner und der Fluss Arno durchquert die Stadt. Pisa wurde schon zu Zeiten der Ligurer (5. Jh.) besiedelt. Große Macht und ungeheurer Reichtum erlangte die Stadt als Seerepublik im Mittelalter. Das moderne Pisa ist ein wichtiges Landwirtschaftszentrum und hat bedeutende pharmazeutische Betriebe. Ein Drittel der Einwohner sind Studenten, da die Stadt bedeutende Universitäten enthält. Heute sind 30 000 Studenten, an 11 Fakultäten eingeschrieben. Diese Konzentration auf das junge Publikum macht Pisa zu einer sehr belebten Stadt. Außerdem ist Pisa eine der berühmtesten Touristenstädte der Welt, nicht zu letzt wegen dem Schiefen Turm. Die Stadt an sich ist im Kern klein, und durch den Fluss kann man sich gut orientieren. Nun zu dem Sehenswerten in Pisa:
SEHENSWÜRDIGKEITEN:
Auch in Pisa befindet sich ein sehr schönes Baptisterium. Es hat einen runden Grundriss und besteht aus Marmor. Die Pläne stammen von Diotisalvi. Der Schöpfer von der eigenartigen Kuppel, in der sich außergewöhnliche akustische Effekte erreichen lassen, ist leider unbekannt. Es steht auf demselben Platz, wie der Schiefe Turm. Der Schiefe Turm oder auch Campanile genannt, ist das Wahrzeichen von Pisa. An jedem Souvenirstand kann man ein Andenken kaufen. 1173 wurde mit dem Bau, des 55 Meter hohen Glockenturm begonnen. Nach Fertigstellung der 4. Säulengalerie musste mit dem Bau unterbrochen werden, weil der Turm auf dem sandigen Untergrund, gefährlich nach Süden neigte. Erst Mitte des 14. Jh. setzte man den Glockenstuhl auf und beendete den Bau. 11 Jahre lang arbeitete man an der Fertigstellung des Turms und man konnte immerhin eine Neigung von rund 40 cm verringern. Mittlerweile ist der Turm wieder für die Menschen zugänglich, allerdings nur nach Voranmeldung. Hier noch einige weitere Sehenswürdigkeiten, die wir damals nicht betrachtet hatten.
- Camposanto = Ein Friedhof, der aus einer Wand aus weißem Kalkstein begrenzt wird. Viele Sarkophage und Grabdenkmäler
- Dom = größte romanische Bauwerk, Fassade der Kirche in Form eines lateinischen Kreuzes
- Piazza die Cavalieri = in der Platzmitte befindet sich ein großen Graffiti, auf ihm befindet sich eine Eliteuniversität
- Ponte di Mezzo = älteste Brücke über den Arno.
ESSEN & TRINKEN:
Selbst habe ich leider kein Restaurant in Pisa probiert, da wir nur für ein Paar Stunden in der Stadt waren, aber ich habe einige Restaurants gefunden, die wohl recht gut sein sollen.
“Antica Trattoria da Bruno“ am Via Bianchi, Tel. 050 56 08 18
“Banco della Berlina” am Piazza dei Facchini, Tel. 05 02 84 61
“Osteria dei Cavalieri” am Via San Frediano, Tel. 050 58 08 58
“Al Ristoro dei Vecchi Macelli” am Via Volturno, Tel. 05 02 04 24
Zusätzlich gibt es an den vielen berühmten Plätzen in Pisa, nette kleine Cafes, wo man einen Cappucchino trinken kann. Man muss in Italien allerdings etwas aufpassen, da man in manchen Restaurants extra Geld für das Besteck bezahlen muss.
<<< MEINE ERFAHRUNG >>>
Mir hat die Reise in die Toskana sehr gut gefallen. Die Städte Florenz und Pisa, waren auch sehr schön. Besonders gut gefiel mir, dass auf dem Platz wo der Schiefe Turm steht, Pfosten befestigt waren. Auf diese kann man draufklettern und mit der richtigen Kameraperspektive, sieht es so aus, als ob man den Schiefen Turm umkippen wollte. Natürlich musste ich auch mal das leckere Eis in Florenz probieren. Hm ein Traum… Was ich allerdings etwas nervig fand, sind die Ausländer, die man bei jeder Sehenswürdigkeit antrifft, die einem unbedingt etwas zum Kaufen anschwätzen wollen. Aber das ist in Italien normal. Zu dem Essen kann ich sagen, dass es in Italien wirklich gut schmeckt. Das könnte vielleicht auch daran liegen, dass ich Pasta über alles liebe *g*. Ich würde außerdem nicht noch mal in dasselbe Hotel gehen, da der Strand, der in der Nähe liegt, so mit Müll verschmutzt wurde, dass es nicht schön ist ans Meer zu gehen. Letztlich würde ich, wenn ich die Gelegenheit hätte, gerne noch mal in die Toskana fahren. Und dann würde ich auf jeden Fall wieder ein halbes Kilo Pinienkerne, eine gute Flasche Rotwein und Olivenöl mit nach Hause nehmen.
<<< FAZIT >>>
Ich hoffe euch hat der Reisebericht gefallen, und vielleicht konnte ich ja den ein oder anderen davon überzeugen, eine Reise in die Toskana zu machen. weiterlesen schließen
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