Pro:
schöne Landschaft
sauberes Wasser
Kontra:
keins
Empfehlung:
Ja
Liebe Leser,
heute möchte ich Euch mit auf die Reise nehmen...fahrt mit mir zur Ostseeküste.
Bis vor 2 Jahren kannte ich nur die „westliche“Ostseeküste von Kiel bis Lübeck.
Aber seit meinem Umzug nach Neuruppin in Brandenburg ist mir ein anderes Stück der Küste ans Herz gewachsen...nämlich die „östliche“Ostseeküste.
Von Wismar bis Rostock, von Stralsund nach Rügen, die Inseln Fischland und Usedom...es gefällt mir überall. Da aber das ganze Gebiet für einen Bericht zu groß ist, beschränke ich mich heute auf das Teilstück von Rerik bis nach Heiligendamm.
Rerik
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Beginnen wir unsere Reise in Rerik. Wir erreichen den kleinen Ort aus Richtung Berlin kommend über die A19 bis Kreuz Rostock, danach weiter auf der A20 bis Abfahrt Kröpelin und folgen dann den Schildern Richtung Rerik.
Wer aus Richtung Westen kommt, befährt die A1 bis Autobahndreieck Bad Schwartau, weiter auf der B104 Richtung Schönberg, danach geht es auf die A20 bis Wismar, B105 Richtung Rostock und ab Neubukow fährt man Richtung Rerik....alle anderen können jetzt selbst ihren Atlas rauskramen.....
Bei 30 Grad interessieren wir uns zunächst einmal für das Wasser und die Möglichkeiten, die wir in Rerik diesbezüglich haben...und hier hat der 2000-Einwohner zählende Ort eine Menge zu bieten.
Durch die hervorragende Lage zwischen Salzhaff und Ostsee bleiben dem Wassersportler (fast) keine Wünsche unerfüllt. Von Surfen über Segeln und Tauchen ist hier alles möglich. Entsprechende Kurse werden angeboten. Wer allerdings auf 20m hohe Wellen wartet, sollte das nächste Flugzeug nach Hawaii besteigen.
Auch für die Angelsportler unter uns wird es sicherlich ein erfolgreicher Urlaub.
Wer eine eigene Yacht besitzt, liest bei diesen Temperaturen sicherlich keine Berichte bei CIAO, sondern kreuzt mit ihr über die Meere. Alle anderen können sich vom Tretboot bis hin zum Motorboot das entsprechende Gefährt vor Ort ausleihen.
Wer einfach nur schwimmen oder faul am Strand liegen möchte, kann dieses natürlich auch. Der schöne lange Sandstrand lädt dazu ein.
Viele schöne Rad-und Wanderwege laden den aktiven Urlauber ein, die Umgebung Reriks zu erkunden.
Auch ein Rundgang durch den kleinen Ort ist empfehlenswert.
Die frühgotische St.Johannes Kirche wurde im Jahre 1250 erbaut. Wegen ihrer beeindruckenden Akustik ist sie bei Konzerten immer gut besucht. Wir hatten das Glück, dass während der Besichtigung eine Chorprobe stattfand und waren begeistert vom Klang.
Im Heimatmuseum des Ortes wurden viele Utensilien vergangener Zeiten zusammengetragen. Zu sehen gibt es alte Möbelstücke, Trachten und Handwerkszeug der Seefahrt und aus der Landwirtschaft. Die Geschichte Reriks kann hier nachgelesen werden. Ständig wechselnde Ausstellungen sind einen Besuch wert.
Der Haffplatz ist der neu entstandene Ortsmittelpunkt. Restaurants, Cafes, Souvenirläden, ein Kerzenstudio, in dem man beim Kerzenziehen zuschauen oder auch selbst aktiv werden kann, ist dort zu finden. Außerdem entstanden hier Ferienwohnungen. Sitzt man in einem der Cafes, hat man einen schönen Blick auf das Salzhaff...während auf der Rückseite, nur durch den Parkplatz getrennt, die Ostsee ihre kleinen Wellen schlägt. Der Platz wirkt etwas kahl, etwas mehr grün wäre hier sehr schön.
Am Ende der Seebrücke, die 170 m in die Ostsee ragt, befindet sich der Schiffsanleger.
Auf einer geführten Wanderung zu den Megalith-Gräbern erfährt man vom Leben aus früheren Zeiten.
Ein Ausflug zur Halbinsel Wustrow ist lohnenswert. Das ehemalige Rittergut, von 1933 bis 1993 militärisch genutzt, kann nur mit geführten Wanderungen besichtigt werden. Wegen der vielen Gärten aus früheren Zeiten wird Wustrow auch die Gartenstadt genannt. Ein touristisches Zentrum mit Yachthafen und Hotels soll hier entstehen.
Für die kleinen Urlauber bietet Rerik außer Salzhaff, Ostsee und Strand viel Platz zum Toben, Abenteuerspielplätze und Veranstaltungen verschiedener Art.
Für die Großen gibt es die Haff-Festtage, das Lichterfest, ein Fußballturnier, historische Markttage und verschiedene Musikveranstaltungen.
Pensionen, Ferienwohnungen und Ferienhäuser sind reichlich vorhanden.
Im Ortsteil Meschendorf befindet sich der Campingplatz“Seeblick“.
Kühlungsborn
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Um von Rerik zu unserem nächsten Ziel, Kühlungsborn, zu gelangen, verlassen wir den Ort und fahren auf der Landstraße Richtung Kröpelin und folgen den Wegweisern nach Kühlungsborn, welches nur ca. 15 km von Rerik entfernt liegt.
Kühlungsborn ist das größte Seebad in Mecklenburg-Vorpommern. Der vom Jugendstil geprägte Ort erstreckt sich malerisch an der Ostseeküste und die lange Strandpromenade verbindet die beiden Ortsteile Ost und West miteinander.
Als erste Attraktion begegnet uns „Molli“, die schnaufende Schmalspurbahn, die bereits seit 1886 die Strecke zwischen Kühlungsborn und Bad Doberan zurücklegt. Im Bahnhof ist das „Molli-Museum“untergebracht und verschiedene Sonderveranstaltungen ehren die alte Dame, so z.B. die Feiern zu ihrem 117. Geburtstag oder das Molli-Bahnhofsfest. Eine Fahrstrecke ist 15,4 km lang und man sollte nicht versäumen, einmal mitzufahren.
Kühlungsborn-West ist ein turbulenter Badeort mit vielen Geschäften, Restaurants, Hotels und Pensionen. Der weiße Sandstrand ist während der Hauptsaison recht voll, aber wer es lieber ruhiger mag, muß nur etwas nach links oder rechts ausweichen.
Der breite Strand, der zum Wasser hin flach abfällt, ist auch für die Kleinen bestens geeignet.
Im angemieteten Strandkorb lässt es sich hier gut aushalten.
Die Wassersportangebote sind vielfältig...egal ob Segeln, Tauchen oder Surfen, Beachvolleyball oder Angeln...alles ist möglich. Für Radfahrer, Inlinescater und Wanderer bietet Kühlungsborn die besten Voraussetzungen.
Ein Minigolfplatz, Bowling-und Kegelbahn, ein Fitness-Center, Tennisplätze und eine Golfschule runden das Sportangebot ab.
Zwischen Kühlungsborn-Ost und Heiligendamm befindet sich der lange FKK-Strand.
Damit die Füße sauber bleiben und die Kleinen beim Buddeln im Sand auch wirklich nur im Sand spielen, gibt es 2 Hundestrandabschnitte.
In Kühlungsborn-West geht es etwas ruhiger zu. Hier findet man das 1972 erbaute Meerwasser-
Schwimmbad, das Kurhaus und im Konzertgarten-Ost finden Kurkonzerte und Veranstaltungen aller Art statt.
Seit 1996 trägt Kühlungsborn den schönen Beinamen „Seebad“ und wer etwas für seine Gesundheit tun will, ist hier richtig. Kneippsche Anwendungen, Sauerstoff-und Neuraltherapien, warme Meerwasserbäder, Akupunktur und Bewegungsbäder...alles für den geschundenen Körper.
Bei Erkrankungen der Atemwege und bei Haut-,Herz-und Kreislauferkrankungen ist Kühlungsborn besonders geeignet.
Die kilometerlange neue Promenade lädt zu einem ausgiebigen Spaziergang ein...und auch wenn ein laues Windchen weht, sollte man die Kraft der Sonne nicht unterschätzen. Wir hatten nach Ende des Spaziergangs einen schönen Sonnenbrand. Unterwegs sieht man viele prachtvoll restaurierte Gebäude im Stil der Bäderarchitektur, die zum großen Teil zu Hotels und Ferienwohnungen umgebaut wurden.
Wie viele Orte an der Ostsee besitzt auch Kühlungsborn eine Seebrücke. Sie ist 240 m lang und wurde 1991 eingeweiht.
1995 wurde in Kühlungsborn ca. 432000 Übernachtungen gezählt, im Jahr 2000 waren es bereits ca.962000..und die Zahl steigt ständig weiter.
Seit 1996 bekommt der Ort jährlich die "Blaue Europa-Flagge" verliehen, das Symbol für ausgezeichnete Wasserqualität.
Heiligendamm
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Nun zum dritten und letzten Ort unserer Ostseereise.
Von Kühlungsborn geht es mit dem Auto oder auch direkt mit der „Molli“nach Heiligendamm, der „Weißen Stadt am Meer“. Heiligendamm ist das älteste deutsche Seebad und ist heute ein Stadtteil von Bad Doberan.
Hier findet man einen Kurpark, eine Strandpromenade und die Ostseeklinik Heiligendamm.
Für Pferdeliebhaber und Wettfreunde befindet sich hier die älteste Galopprennbahn Deutschlands, die 1993 nach 32 Jahren wieder ihren Betrieb aufnahm.
Das Beeindruckenste ist allerdings das am 1.6.2003 eröffnete Kempinski-Grand Hotel Heiligendamm. Die aus dem Jahre 1793 stammenden 6 Gebäude wurden nach altem Vorbild restauriert und zu einem Luxushotel mit 225 Zimmern und Suiten umgebaut. Übernachten werde ich dort sicherlich nie...dafür ist das Honorar bei CIAO einfach zu gering...aber sich alles anzusehen und eine Milchkaffee zu genießen, war schon ein Erlebnis.
Fazit
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Ich kann dieses Stück Ostseeküste jedem empfehlen.
Rerik...der kleine Ort für erholsame Urlaubstage.
Kühlungsborn...für alle, die es gerne etwas turbulenter mögen
Heiligendamm...traumhaft schön, aber nicht zu bezahlen
Eine angenehme Zeit wünscht Euch die Sonne, die auch nachts scheint...
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