Mehr zu AutorInnen mit E Testberichte

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Tests und Erfahrungsberichte

  • Erleben Sie die Bergpredigt!

    Pro:

    -

    Kontra:

    -

    Empfehlung:

    Ja

    ... könnte der Werbeslogan eines Reisebüros lauten, denkt man die Idee des Buches "Das Jesus-Video" von Andreas Eschbach konsequent zu Ende. Doch dazu später. Beginnen will ich mit einer Kurzbeschreibung der Story.

    "Die Geschichte beginnt" - mit diesen Worten endet das Buch. Nun, daß am Ende eines Romans die Geschichte beginnt, ist sicher eher ungewöhnlich. Andererseits haben wir es mit Literatur zu tun - da ist vieles von dem möglich, was im realen Leben im Bereich des Unwahrscheinlichen bis Unmöglichen anzusiedeln wäre. Daß eine Geschichte am Ende der Geschichte beginnt, kann Bestandteil des Plots sein, den sich der Autor ausgedacht hat: Konsequenz von zeitlichen Rückblenden.

    Kommentare & Bewertungen

    • rosebud-riddle

      rosebud-riddle, 12.02.2003, 11:56 Uhr

      Bewertung: sehr hilfreich

      Den Film habe ich gesehen, und den fand ich nicht so besonders.

    • ET2000

      ET2000, 05.02.2003, 12:14 Uhr

      Bewertung: sehr hilfreich

      Also Deine Kritik kann ich nicht teilen. Ist aber Geschmackssache.

    • DrDuke

      DrDuke, 09.04.2002, 20:30 Uhr

      Bewertung: sehr hilfreich

      Sehr schön Ausführlich, da kann ich mich den anderen Problemlos anschliessen

  • American Psycho - Pervers oder genial?

    Pro:

    -

    Kontra:

    -

    Empfehlung:

    Nein

    Zeug liegt in der Ecke meines Schlafzimmers: ein Paar Damenschuhe von Edward Susan Bennis Allen, eine Hand, an der Daumen und Mittelfinger fehlen, die neue Ausgabe von Vanity Fair, mit irgend jemandens Blut bespritzt, ein Kummerbund, steif von geronnenem Blut, aus der Küche weht der Geruch von kochendem frischem Blut ins Schlafzimmer...

    Ich habe vor wenigen Tagen ein Buch gelesen, besser gesagt verschlungen, das einen wirklich bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen hat. Ein Freund hatte es mir in die Hand gedrückt mit den Worten: "Lies das unbedingt! Das ist total krank!"
    Es handelt sich um den umstrittenen Roman American Psycho von Bret Easton.

    Story:

    Der Roman spielt Ende der Achziger Jahre in New York. Hauptperson ist Patrick Bateman - jung, erfolgreich, wohlhabend, gutaussehend, wohl erzogen, intelligent und beliebt. Ein Vorzeigeamerikaner der neuen Generation. Tagsüber schefelt er Kohle in seinem Büro an der Wall Street, trifft sich mit Kollegen oder diversen Frauen in teuren Restaurants, geht ins Fitnessstudio, zur Massage, Pediküre. Abends in die best angesehenen Clubs von Manhattan.
    Doch nachts ist Patrick ein brutaler und eiskalter Serienmörder, der mit kalter Grausamkeit und geradezu makabrer Kreativität bevorzugt junge Frauen quält und tötet...

    Der Roman:

    Das besondere ist, dass der Roman in der Ich-Form geschrieben ist. Patrick Bateman erzählt selbst die Geschichte seines Lebens, meist in einer Art Tagebuchform, später in zunehmendem Zeitraffer. Dabei scheint die Geschichte harmlos anzufangen. Man kennt und bezeichnet Patrick als "den Jungen von nebenan". Er hat eine Freundin und diverse Bekannte der gleichen Gesellschaftsgruppe. Was sehr auffällt ist die Oberflächlichkeit der geführten Gespräche, die selbst schon krankhaft erscheint und die ständige, peinlich genaue Aufzählung von Designerkleidung und Markenwaren, die für die handelnden Personen, die dadurch allesamt farblos und charakterlos bleiben, eine zentrale Rolle spielen.

    Leseprobe 1:

    ...zudem sind da vier Frauen am Tisch uns gegenüber - alle höchst attraktiv, blond, vollbusig: eine trägt ein Schürzenkleid aus doppelseitiger Wolle von Calvin Klein, eine andere ein Strickkleid und eine mit Seidenfaille abgefütterte Jacke von Geoffrey Beene, die nächste einen Faltenrock aus Tüll mit passendem besticktem Samtbustier von Christian Lacroix, dazu Stöckelschuhe von Sidonie Larizzi, und die letzte ein trägerloses Pailetten-Abendkleid unter einem körperbetonten Jackett aus Wollcrêpe von Bill Blass...


    Alle Figuren, auch Patrick selbst, sind mehr oder weniger abhängig von Kokain und diversen Beruhigungspillen, Aufputschmitteln und Antidepressiva.
    Was weiterhin eine große Rolle im Leben dieser "Yuppies" spielt, sind gute Restaurants mit exklusiven Speisen und gutaussehende Frauen ohne ernsthafte Beziehungswünsche und besondere Intelligenz. Auch Patricks Freundin Evelyn, die er regelmäßig betrügt (und sie ihn ebenfalls) gehört in diese Kategorie.
    Von Patricks Doppelleben ahnt sie ebenso wenig wie alle anderen.

    Der Autor zeichnet so nach und nach ein sehr gut vorstellbares, deutliches, klares Bild vom Lebensumfeld Patrick Batemans. Es wirkt kalt und oberflächlich. Im Verlauf des Buches kommt dadurch Patricks kranker Geist immer mehr zum Vorschein. Zunächst gibt es nur Andeutungen, bis Patrick plötzlich aus heiterem Himmer das erste mal beschreibt was er mit seinem Klappmesser so alles anstellt. Ein alter Penner ist das erste Opfer, das den Leser mit der Brutalität und Grausamkeit Patricks konfrontiert. Weitere folgen, vor allem junge Mädchen - Hostessen - und einer seiner jungen Kollegen.

    Leseprobe2:

    ...sie versucht vorwärts zu laufen, aber ich habe ihre Pulsader getroffen, und es spritzt überall hin, nimmt uns beiden einen Moment lang die Sicht, und ich stürze mich ein letztes mal auf sie, um ihr den Gnadenstoß zu geben. Sie dreht sich zu mir um, ihr Gesicht angstverzerrt, und ihre Beine geben nach, als ich sie in den Magen schlage, sie kippt zu Boden, und ich falle neben sie. Nachdem ich fünf- oder sechsmal auf sie eingestochen habe - das Blut schießt in Fontänen hoch; ich beuge mich vor, um seinen Duft zu atmen -, werden ihre Muskeln steif, starr, und sie fällt in Todeszuckungen; dunkelrotes Blut überflutet ihre Kehle...


    Eindruck:

    Dieser Auszug ist vergleichsweise harmlos. Die Grausamkeit steigert sich im Verlauf des Buches und ist manchmal so abartig, dass ich das Buch zeitweise weglegen musste. Doch es fesselt einen. Man liest doch weiter. Es ist kein Wunder, dass es Kritik hagelte auf die blutigen Beschreibungen, die teilweise einfach total krank erscheinen. Doch hinter alldem steht eine geniale Seriösität mit viel Aussagekraft und Gesellschaftskritik.
    Es gibt einen Showdown, in dem Patrick schließlich von der Polizei gejagt wird und in seiner Verzweiflung seinem Anwalt ein Geständnis auf den Anrufbeantworter spricht, als sein Blutdurst überhand genommen hat. Er ist verzweifelt, am Abgrund, krank... und plötzlich erscheint er menschlich. Dem Autor gelingt es in diesem Kapitel Patrick als Opfer erscheinen zu lassen, ein totaler Wandel. Opfer der Gesellschaft und der Zeit in der er lebt. Ohne Liebe und Vertrauen. Der Autor wechselt die Erzählform, nicht mehr Patrick ist in der Lage zu berichten, sondern wir sehen auf ihn hinunter.
    Am Ende ist seine Sekretärin Jean die einzige, die irgendwo in ihm etwas bewegen kann, zuhört. Doch seine Verunmenschlichung ist bereits zu schlimm, um Gefühle erwidern zu können.

    Leseprobe3:

    ...mein Ich ist künstlich, eine Anomalie. Ich bin ein unkontingentes menschliches Wesen. Meine Persönlichkeit ist rudimentär und ungeformt, meine Herzlosigkeit geht tief und ist gefestigt. Mein Bewußtsein, mein Mitgefühl, meine Hoffnungen, sind schon lange verschwunden, als hätten sie nie existiert. Es gibt keine Grenzen mehr zu überschreiten. Alles, was mich gemein macht mit den Unkontrollierten und Wahnsinnigen, den Grausamen und Bösen, all die Blutbäder, die ich verursacht habe, und meine völlige Gleichgültigkeit darüber, habe ich jetzt selbst übertroffen...


    Das nachdenkliche Ende werde ich natürlich nicht verraten. Doch meine Frage aus der Überschrift sollte noch beantwortet werden. Bret Easton Ellis hat mit "American Psycho" ein ausgesprochen gewagtes Werk auf den Markt gebracht. Die Grausamkeit einiger Szenen, die Herzlosigkeit und Oberflächlichkeit der restlichen, beschriebenen Welt, hätte nicht die Wirkung, die sie hat, wenn er alles harmloser dargestellt hätte. Im Ganzen ist das Buch genial, trifft ganz genau ins Herz und hinterlässt den Leser geschockt und nachdenklich.

    Kommentare & Bewertungen

    • Striker1981

      Striker1981, 14.11.2008, 19:04 Uhr

      Bewertung: sehr hilfreich

      SH und Liebe Grüße vom STRIKER

  • Andreas Eschbach: *Perfect Copy. Die zweite Schöpfung*: Doch kein Spider-Man!

    Pro:

    schön erzählt und interessantes Thema, zuweilen spannend

    Kontra:

    könnte spannender, kaum Äkschn

    Empfehlung:

    Nein

    Sind menschliche Klone irgendwelche Monster, die zu Spezialzwecken gezüchtet werden? Dass Klone auch Menschen wie du und ich sein können, macht Eschbach in diesem Jugendroman deutlich. In einer fesselnden, humorvollen und anrührenden Geschichte berührt er Fragen, die nach dem fragen, was uns zu Menschen macht und worin eigentlich das Verbrechen des Klonens bestehen soll.

    Der Autor
    °°°°°°°°°

    Andreas Eschbach, Jahrgang 1959, kennt man hierzulande besonders wegen seines Thrillers "Das Jesus-Video". Seine Jugendbücher wie "Kelwitts Stern" oder "Das Marsprojekt" gilt es noch zu entdecken. Auch "Perfect Copy. Die zweite Schöpfung" richtet sich an ein junges Publikum ab
  • Eugen Egner - Aus dem Tagebuch eines Trinkers

    Pro:

    witzig, amüsant, kurzweilig, intelligent, zum verschenken, zum lachen, zum weinen, zum bauchhalten, zum telefonieren, zum erzählen, zum kucken

    Kontra:

    Bald vergriffen

    Empfehlung:

    Nein

    Der Arzt macht mir Hoffnungen...

    '
    Möglicherweise habe ich eines der letzten Exemplare gekauft, mir sozusagen gesichert. Und ich ärgere mich über mich selber, weil ich mich nicht gleich mit mindestens einem halben Dutzend eingedeckt habe, es wäre ein witziges Geschenk gewesen, zumindestens für solche, die mit Satire unverkrampft umgehen können. Für Menschen die herzhaft lachen können über etwas, dass eigentlich zum Heulen ist. Das ist die Kunst der Satire und ihre heilsame Wirkung. Ich habe es meiner Freundin vorgelesen am Telefon, sie hat herzhaft gelacht.



    Sogar A., ein Freund der seit einigen Jahren testet, wieviel Bier maximal pro Tag durch den
  • Ende Michael - Momo

    Pro:

    Alles

    Kontra:

    Nichts

    Empfehlung:

    Nein

    Ich habe dieses Buch schon vor 25 Jahren gelesen, als Kind, damals hat es schon einen nachhaltigen Eindruck bei mir hinterlassen. Auch als Erwachsener lese ich das Buch immer wieder gerne und es hat bis heute nichts von seiner Magie verloren.

    1.) Handlung
    2.) Gedanken und Bemerkungen zum Buch
    3.) Der Autor
    4.) Michael Ende im I-Net
    5.) Das Buch
    6.) Fazit

    1.) Handlung
    ==========
    In alten, alten Zeiten als die Menschen noch in anderen Sprachen redeten, da lebte das Mädchen Momo. Eines Tages taucht dieses Mädchen am südlichen Rande der Stadt auf und richtete sich häuslich unter der grasbewachsenen Bühne einer alten Theaterruine ein.
  • Wer sich nicht wehrt..

    Pro:

    aktuelle Problematik

    Kontra:

    -

    Empfehlung:

    Nein

    Wer sich nicht wehrt von Michael Wildenhain. Hierbei Handelt es sich um eine Buchbeschreibung, die ich vor langem mal geschrieben habe, und weniger über den Autor selbst! Vielleicht findet ihr ja trotztem gefallen an dem Buch/Autor.


    Inhaltsverzeichnis


    1. Hauptpersonen

    2. Zum Autor

    3. Inhaltsangabe

    4. Problematik

    5. Aufbau

    6. Sprache

    7. Persönliche Stellungnahme


    1. Hauptpersonen

    Erzähler:
    - Vater ist Psychiater
    - zurückhaltend, sagt selten etwas
    - verehrt Ayfer

    Ayfer :
    - türkisches Mädchen
    - ist die geheime Chefin der
  • Das Jesus Video - Andreas Eschbach

    Pro:

    unendlich spannend, beste Popcornliteratur, gute Idee

    Kontra:

    billige Effekte

    Empfehlung:

    Nein

    Bei Ausgrabungen in Israel wird das Skelett eines Mannes gefunden. Nichts Besonderes an sich, hätte er nicht die Anleitung eines Sony Camcorders, der noch gar nicht auf dem Markt ist, bei sich. Die Analyse des Skeletts ergibt, dass es ca. 2000 Jahre alt ist. Das lässt also nur einen Schluss zu: Der Mann war ein Zeitreisender aus der Zukunft, der mit seiner Kamera womöglich Jesus gefilmt hat. Wie nicht anders zu erwarten beginnt eine wilde Hatz nach Kamera und Kassette.

    Es jagen: Ein aus Wissenschaftlern und ehemaligen Soldaten bestehendes Team des Medientycoon Kaun, der von einer Einschaltquote von 100% träumt. Der ehrgeizige Jungmillionär Stephen Foxx, der den seltsamen Fund
  • Eschbach, Andreas: Die Haarteppichknüpfer

    Pro:

    -

    Kontra:

    -

    Empfehlung:

    Nein

    1. Einleitung
    ===============

    Nachdem ich zugeben muss bekennender Eschbach-Fan zu sein und so gut wie alle Bücher von ihm zu kennen (darüber wirds in den nächsten Tagen mehr Berichte geben) stelle ich heute das erste Buch meiner kleinen Eschbach-Serie vor. Es heißt "Die Haarteppichknüpfer" und ist ein Science-Fiction-Roman, wie die meisten Eschbach-Bücher. Es ist 1995 im Schneekluth-Verlag erschienen und kostet in der Auflage von 1998 des Heyne-Verlags derzeit 6,95 €.

    2. Autor
    ===============

    Andreas Eschbach ist 1959 in Ulm geboren, ist verheiratet und hat einen Sohn. Er studierte Luft.- und Raumfahrttechnik in Stuttgart, wurde nach Abschluss
  • Egginton, Joyce: Es geschah im Kinderzimmer - Heimweh und Verbrechen

    Pro:

    spannend, sachlich und detailliert, gut recherchiert

    Kontra:

    --

    Empfehlung:

    Nein

    Heimweh und Verbrechen

    In regelmäßigen Abständen gibt meine Mutter eine Kiste Bücher bei mir ab, die sie ausgelesen hat. Sie hat kein solches Sammelverhalten wie ich. Ich schau mir dann meist die Bücher an und entscheide, welche ich noch lesen möchte und was für den Flohmarkt bestimmt ist.

    In der letzten dieser Kisten lag das Buch „Es geschah im Kinderzimmer“ von Joyce Egginton. Bei diesem Buch handelt es sich nicht um Belletristik oder gar einen Krimi, sondern um die Fall-Dokumentation eines spektakulären Verbrechens, welches Anfang der 90er Jahre verübt wurde.

    Als ich den Klappentext las, kam mir die Geschichte wieder in Erinnerung, da sie damals auch in
  • Wenn Manu die Haare zu Berge stehen...

    Pro:

    spannend, gruselig, sehr gut geschrieben,

    Kontra:

    nix

    Empfehlung:

    Nein

    dann ist das kein mißlungener Frisierversuch, sondern das Ergebnis einer durchlesener Nacht mit einem Barbara Erskine Buch:o)))


    Ich bin wirklich kein Fan von Grusel- oder Horrorfilmen oder Büchern, aber gegen ein wenig Spannung habe ich natürlich auch nichts einzuwenden. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, das es viel unheimlicher ist, wenn unheimliche Begebenheiten nur angedeutet werden, weil dann meine Fantasie den Rest erledigt und mir dann wirklich die Haare zu Berge stehen.


    Als begeisterte Leserin aller Bücher von Barbara Erskine standen mir so manches mal vor Spannung und Angst die Haare zu Bergen, obwohl diese Autorin ganz bestimmt keine