Mehr zu AutorInnen mit E Testberichte

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Pro & Kontra

Vorteile

  • völig neues Ambiente
  • einfache Erklärungen
  • Alles
  • leicht verständlich

Nachteile / Kritik

  • keines
  • zu oberflächlich
  • Nichts
  • kein großen Anspruch

Tests und Erfahrungsberichte

  • Eterovic, Ramon Diaz - Engel und Einsame

    Pro:

    völig neues Ambiente

    Kontra:

    keines

    Empfehlung:

    Ja

    Santiago de Chile.

    Gelegentlich kommt der heruntergekommene Privatdetektiv Heredia aus seinem selbst auferlegtem Umfeld aus Stolichnaya und Mief, aufgefangen in den zahlreichen Kaschemmen der chilenischen Hauptstadt. Seine Wohnung spiegelt die tristen Verhältnisse wieder, die in dem Land seit Beendigung der Militärjunta unter General Pinochet für die Durchschnittsbevölkerung zum Alltag geworden ist.

    In einem lichten Moment der Nüchternheit liest Heredia nach einer seiner gewohnten Diskussionen mit dem zugelaufenen Hauskater die Post in seiner Tasche. Darunter ist auch eine Karte seiner früheren Geliebte Fernanda, die darauf ihr Kommen ankündigt. Allerdings ist die
  • Janet Evanovich: Einmal ist keinmal -Spannender Krimi

    Pro:

    -

    Kontra:

    -

    Empfehlung:

    Ja

    Einmal ist keinmal von Janet Evanovich ist die erste Geschichte über die Kopfgeldjägerin Stephanie Plum aus Trenton, New Jersey.

    Zu diesem Job kommt sie über ihren Vetter Vinnie, Besitzer eines Kautionsbüros, da sie arbeitslos ist ( sie war Dessousverkäuferin) und dringend Geld braucht. Sie ist also absolute Anfängerin, kann nicht Schießen, beherrscht keine Selbstverteidigung und hat nichtmal ein anständiges Auto.
    Dafür bekommt sie gleich einen schweren Fall: Joe Morelli, wegen Mordes verdächtiger Cop, mit dem Stephanie seit Kindertagen eine besondere Haß-Liebe verbindet. Mehr durch Zufall stolpert sie über ihn. Es stellt sich dabei die Frage, wer wen jagt/sucht/braucht.

    Kommentare & Bewertungen

    • iii

      iii, 19.05.2006, 22:27 Uhr

      Bewertung: sehr hilfreich

      +++ sehr hilfreich +++

    • _knuddelmonster88_

      _knuddelmonster88_, 23.04.2006, 19:39 Uhr

      Bewertung: sehr hilfreich

      >>> sehr hilfreich <<<

    • sascha6525

      sascha6525, 20.03.2006, 13:15 Uhr

      Bewertung: sehr hilfreich

      lg, Sascha6525

    • bubbelchen05

      bubbelchen05, 02.03.2006, 14:05 Uhr

      Bewertung: sehr hilfreich

      Sh <br/>Liebe Grüße <br/>Marina

  • Umberto Eco: Baudolino - (weiter) lesen lohnt sich!

    Pro:

    -

    Kontra:

    -

    Empfehlung:

    Ja

    Wer kennt ihn nicht, den Name der Rose. Dieser Film ist fast schon ein Klassiker und letztes Jahr hat Umberto Eco Autor des gleichnamigen Buches ein neues Meisterwerk herausgebracht: Baudolino.

    Die Handlung des Buches ist im Mittelatler zu Zeit Friedrich des Großen angesiedelt. Eco erzählt die Geschichte von Baudolino, einen kleinen italienischen Bauernjungen der zu Friedrichs engsten Vertrauten wird und zahlreiche Abenteuer zu bestehen hat, u.a. die Suche nach dem geheimnisvollen Reiches des Priester Johannes.

    Zwar ist der Einstieg in das Buch (ca. die ersten 50-80) Seiten etwas zäh, aber dann entfaltet sich eine wunderschöne und phantasievolle Geschichte, die sowohl
  • Ellis, Bret Easton \

    Pro:

    -

    Kontra:

    -

    Empfehlung:

    Ja

    Meine sehr verehrten Leser,

    Dieses Buch zeigt das Böse, das in jedem Menschen schlummert so deutlich, wie kein anderes und stellt die Oberflächlichkeit unserer Gesellschaft dar, wie kein anderes.
    Viele bezeichnen dieses Buch als grausam und brutal, aber ist es nicht stets so, dass uns die Wahrheit stets wie ein Schlag ins Gesicht trifft? Dieses Buch zwingt den Leser zu einer Konfrontation mit seinem eigenen Ich, deshalb ist meiner Meinung nach einer der besten Romane der Neuzeit, der Zeit, in der wir alle Leben. Deshalb betrifft es jeden von uns...

    Zum Buch:
    Patrick Bateman ist ein gutaussehender Mann von 27 Jahren, der einen wundervollen Job an der Wall
  • Elliot, J.-Cold,cold heart: Auch unbekannte Autoren können schreiben

    Pro:

    -

    Kontra:

    -

    Empfehlung:

    Ja

    Sehr häufig sucht man sich seinen Lesestoff doch nach Empfehlungen, Kritiken oder anderer Berichterstattung aus. Das dabei Meinungsforen wichtigste Informationsquellen sind, versteht sich von selbst.

    Dieses hat viele Vorteile: Man bekommt schon vorab ein Bild darüber, worum es in dem Buch geht und kann aufgrund anderer Urteile des Beschreibers, der Kritiken in der Presse oder TV schon abschätzen, ob eventuell der eigenen Geschmack getroffen wird.

    Aber es hat auch große Nachteile: Das Überraschungsmoment wird teilweise ausgehebelt. Dadurch das man vor dem Lesen schon etwas tiefere Detailkenntnisse hat, verpufft so mache Überraschung im Buch. Auch die Gefahr der
  • Verbotene Ägyptologie / Ercivan, Erdogan

    Pro:

    -

    Kontra:

    -

    Empfehlung:

    Ja

    Ich war schon immer ein neu- und wissbegieriger Querdenker und Rätseln nie abgeneigt, da das für mich so etwas wie Gehirn-Jogging darstellt, die Wurzel dieser manchmal verschrobene Blüten treibenden „Unart“ stets alles zu hinterfragen und möglichst viel Backgroundwissen zu sammeln liegt weit in meiner Kindheit. Schon damals habe ich mich beispielsweise gefragt, wie die ollen Ägypter es gedeichselt haben diese ganzen Monumentalbauten so exakt zu basteln und welchen Aufwand ein solches Unterfangen mit sich bringt. Ganz abgesehen vom SINN dies zu tun, denn als reine Königsgräber hab ich die Pyramiden nie betrachtet. Die Erklärungen der Gelehrtenschaft waren mir stets ein wenig zu komisch, denn
  • Die Weisheit der Alten
    Das erste „richtige“ Kapitel, nach dem Vorwort behandelt die Geschichte der Altertumsforschung und Ägyptologie generell und wo es dort hapert. So holt Ercivan erstmal ein paar beliebte Irrtümer aus der Klamottenkiste und führt uns zunächst - back to the roots – weit zurück in die Entwicklungsgeschichte der ersten Primaten und des Erscheinens des vernunftbegabten Homo Sapiens Sapiens. Interessant ist die Sichtweise, dass der „Mensch“ tatsächlich einzigartig unter den Landsäugern bzw. Primaten ist, denn von einigen wichtigen Punkten in Anatomie und der Körperchemie her sind wir enger mit Meeressäugern verwandt, denn mit den Menschenaffen. Das ist eigentlich nichts Neues, doch die angebotene Erklärung ist faszinierend. Im ersten Kapitel gibt's immer wieder schon Querverweise auf Ägypten und Sumer und welchen Wissensstand man dort bereits hatte, ja haben musste, und woher man ein solches Wissen hat beziehen können – immerhin waren beide Kulturen „PLOPP“ einfach da...hatten eine voll entwickelte Schrift und waren in der Lage Monumentalbauten so perfekt zu basteln, dass selbst heutige Ingenieure vor Neid erblassen...Nicht schlecht für Stämme, die laut Lehrmeinung grade erst der Steinzeit entwachsen waren, oder ? ;-)

  • Das Erste Zeitalter
    Die Ägypter nennen diese Zeit „Zep Tepi“, die Zeit, wo die Götter laut ihrem Glauben noch auf Erden herrschten – erst später wurden Pharaonen sozusagen als deren Statthalter auf den Thron gesetzt. Ercivan beleuchtet das ganze von der anderen Seite und stellt die These auf, dass diese Zeit mitnichten nur mythologisch zu sehen sein könnte, sondern dass die Überlieferungen von real existenten Personen sprechen. Dieses impliziert das Vorhandensein einer bereits hochentwickelten weiteren Macht, die als „Kulturbringer“ fungiert haben muss. Hier schildert Ercivan die gängigen Theorien von Atlantis bis Ausserirdische, mit allen Für's und Wider's, sachlich auf deren Logikgehalt hin, ohne sich dabei festzulegen – vollkommen neutral. Auch hier wird wieder der so genannte „Missing Link“ und die Entstehungsgeschichte der Erde herangezogen, garniert mit dem Vergleich zwischen den unterschiedlichen Mythologien der einzelnen Völker, ob Maya, Sumerer, Ägypter, Asiaten oder auch die Normannen-Völker (zu denen wir weitgehend gehören), alle haben in etwa die gleichen Fabeln über die Entstehung der Welt – was wenn dies keine Fabeln sind, sondern eine Art Common-Sense, also eine Menschheitserinnerung, die vielleicht sogar genetisch festgelegt ist?

  • Verschlüsselte Botschaften
    Sind die Pyramiden das Vermächtnis einer unbekannten Kultur und die Ägypter zwar diejenigen, die sie instand gehalten und teilweise zweckentfremdet benutzt haben, doch eigentlich stellen sie so etwas, wie eine Sternenkarte dar? Auch diesem Punkt widmet der Autor sich unter Zuhilfenahme des Verstandes und stellt fest, dass wir eigentlich nichts so richtig wissen und schon gar nichts ausschliessen können. Als Beispiel führt er „Cargo“ Kulturen an, das bedeutet, dass ein primitives Volk ein höher entwickeltes nachäfft, ohne wirklich zu wissen, wofür manche Handlungsweise oder Gerätschaft gut ist – solcherlei konnte man auch in unserem Jahrhundert beobachten: Während des zweiten Weltkriegs nahmen die Amerikaner eine Inselgruppe in Beschlag, die dort ansässigen Ureinwohner konnten mit der modernen Technik von Flugzeugen und -Trägern technisch nichts anfangen, dennoch betrachten sie die amerikanischen Soldaten auch heute noch als „Heilsbringer“ und bauen als Heiligtümer immer noch unzählige Landepisten, in der Hoffnung, dass die vermeintlichen „Götter“ wiederkehren. Sind der ganze Totenkult und auch die übrigen Rituale der Ägypter ebenfalls technisch missinterpretierte Dinge, die im Laufe der Zeit immer mehr ins Abstrakte abglitten und verfälscht wurden ? Seltsamerweise wurden die nachweislich jüngsten Pyramiden – sowie Mumien - auch immer SCHLECHTER statt besser, obwohl man annehmen kann, dass es eigentlich aufgrund der besseren Erfahrung genau andersherum sein müsste...

    Was halte ich davon?
    ---------------------------
    Mittlerweile habe ich das Buch schon zum zweiten Mal gelesen, das erste Mal vor etwa einem Jahr, als es rauskam und kürzlich wieder, als ich zwischenzeitlich andere Quell-Literatur für Vergleichszwecke hinzuzog, um so manchem Denkanstoss, welchen mir Erdogan Ercivan geliefert hat nachzugehen. Der weithin vorherrschende Frage-Anwort-Stil gefällt mir insofern, dass er Platz und Zeit für eigene Gedanken lässt, bevor man seinen Thesen folgt, die übrigens – auch wenn man sich anfangs doch dagegen sträubt, sein gepflegtes Weltbild zu behalten – überaus nachvollziehbar sind. Hochtechnologie im alten Ägypten, vermutlich sogar Raumfahrt und der Mensch als genetisches Produkt einer anderen hochentwickelten Kultur? Warum eigentlich nicht? Immerhin sind auch die Vertreter der Lehrmeinung auf pure Interpretationen angewiesen, sie waren genauso wenig damals anwesend, wie der Autor. Schlimmer noch, dass tatsächlich Fakten vertuscht und wissentlich umgebogen werden ist nichts bahnbrechend Neues, man denke nur daran, wie sich der Klerus in Form des Vatikans oftmals sträubt moderne Ansichten zu akzeptieren und gar geschichtliche Artefakte / Dokumente unter Verschluss hält - beispielsweise einen grossen Teil der Qumran-Rollen, die der Öffentlichkeit nur durch Zufall und Bruchstückhaft zugänglich wurden. Wer Macht hat will diese auch behalten und Wissen ist bekanntlich Macht, in meinen Augen sind diejenigen, die vertuschen und der Heimlichtuerei frönen von vorneherein suspekt und müssen zwangsweise irgendetwas zu verbergen haben - nur was genau, bleibt die alles entscheidende Frage...Nachdenken und auch das Heranziehen vielleicht – nur auf den ersten Blick - absurd erscheinender Spekulationen ist nicht nur erlaubt, sondern hat schon oft in der Geschichte, den entscheidenden Hinweis auf die Wahrheit geliefert...

    Fazit
    ------
    Ercivan liefert die Hintergrundinformation und moderiert eher, als das er einfach nur pure Behauptungen aufstellt und das in einer schön sachlichen, nachvollziehbaren Form. Ob der geneigte Leser alles für Humbug hält, sich als Nachfahre von Atlantern oder Aliens sieht, bleibt ihm selbst überlassen – Ercivan präsentiert die Facts, denken muss man schon selbst, auch wenn er oftmals (s)einen Lösungsvorschlag anbietet, so behauptet er nicht das Ei des Kolumbus gefunden oder die Weisheit gepachtet zu haben. Tatsache ist, dass es in der Geschichte unserer Rasse und unseres Planeten so einige Ungereimtheiten gibt, die sehr häufig geflissentlich ignoriert und gar als Phantastereien beiseite geschoben werden, darauf macht er in erster Linie aufmerksam. Selbst wenn Ercivan (und all die anderen Autoren) komplett falsch liegen sollte(n) – was ich ehrlich gesagt nicht glaube – so ist dieses Buch immer noch lesenswert, alleine weil's mal eine andere Sicht der Dinge darstellt und für Sichtweisen aus einem anderen Winkel sollte man ja stets offen sein, auch wenn man nicht der gleichen Meinung ist. Ihr denkt gerne und viel? Ihr seit notorische Skeptiker? Dann ist mein Tipp klar: unbedingt lesen! ;-)

    In diesem Sinne:
    „Die Wahrheit ist irgendwo da draussen“
    (Leitsatz der Akte X TV-Serie)

    So Long
    Jürgen

    sometimes aka I-Want-To-Believe-Amun
  • American Psycho - Pervers oder genial?

    Pro:

    -

    Kontra:

    -

    Empfehlung:

    Nein

    Zeug liegt in der Ecke meines Schlafzimmers: ein Paar Damenschuhe von Edward Susan Bennis Allen, eine Hand, an der Daumen und Mittelfinger fehlen, die neue Ausgabe von Vanity Fair, mit irgend jemandens Blut bespritzt, ein Kummerbund, steif von geronnenem Blut, aus der Küche weht der Geruch von kochendem frischem Blut ins Schlafzimmer...

    Ich habe vor wenigen Tagen ein Buch gelesen, besser gesagt verschlungen, das einen wirklich bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen hat. Ein Freund hatte es mir in die Hand gedrückt mit den Worten: "Lies das unbedingt! Das ist total krank!"
    Es handelt sich um den umstrittenen Roman American Psycho von Bret Easton.

    Story:

    Der Roman spielt Ende der Achziger Jahre in New York. Hauptperson ist Patrick Bateman - jung, erfolgreich, wohlhabend, gutaussehend, wohl erzogen, intelligent und beliebt. Ein Vorzeigeamerikaner der neuen Generation. Tagsüber schefelt er Kohle in seinem Büro an der Wall Street, trifft sich mit Kollegen oder diversen Frauen in teuren Restaurants, geht ins Fitnessstudio, zur Massage, Pediküre. Abends in die best angesehenen Clubs von Manhattan.
    Doch nachts ist Patrick ein brutaler und eiskalter Serienmörder, der mit kalter Grausamkeit und geradezu makabrer Kreativität bevorzugt junge Frauen quält und tötet...

    Der Roman:

    Das besondere ist, dass der Roman in der Ich-Form geschrieben ist. Patrick Bateman erzählt selbst die Geschichte seines Lebens, meist in einer Art Tagebuchform, später in zunehmendem Zeitraffer. Dabei scheint die Geschichte harmlos anzufangen. Man kennt und bezeichnet Patrick als "den Jungen von nebenan". Er hat eine Freundin und diverse Bekannte der gleichen Gesellschaftsgruppe. Was sehr auffällt ist die Oberflächlichkeit der geführten Gespräche, die selbst schon krankhaft erscheint und die ständige, peinlich genaue Aufzählung von Designerkleidung und Markenwaren, die für die handelnden Personen, die dadurch allesamt farblos und charakterlos bleiben, eine zentrale Rolle spielen.

    Leseprobe 1:

    ...zudem sind da vier Frauen am Tisch uns gegenüber - alle höchst attraktiv, blond, vollbusig: eine trägt ein Schürzenkleid aus doppelseitiger Wolle von Calvin Klein, eine andere ein Strickkleid und eine mit Seidenfaille abgefütterte Jacke von Geoffrey Beene, die nächste einen Faltenrock aus Tüll mit passendem besticktem Samtbustier von Christian Lacroix, dazu Stöckelschuhe von Sidonie Larizzi, und die letzte ein trägerloses Pailetten-Abendkleid unter einem körperbetonten Jackett aus Wollcrêpe von Bill Blass...


    Alle Figuren, auch Patrick selbst, sind mehr oder weniger abhängig von Kokain und diversen Beruhigungspillen, Aufputschmitteln und Antidepressiva.
    Was weiterhin eine große Rolle im Leben dieser "Yuppies" spielt, sind gute Restaurants mit exklusiven Speisen und gutaussehende Frauen ohne ernsthafte Beziehungswünsche und besondere Intelligenz. Auch Patricks Freundin Evelyn, die er regelmäßig betrügt (und sie ihn ebenfalls) gehört in diese Kategorie.
    Von Patricks Doppelleben ahnt sie ebenso wenig wie alle anderen.

    Der Autor zeichnet so nach und nach ein sehr gut vorstellbares, deutliches, klares Bild vom Lebensumfeld Patrick Batemans. Es wirkt kalt und oberflächlich. Im Verlauf des Buches kommt dadurch Patricks kranker Geist immer mehr zum Vorschein. Zunächst gibt es nur Andeutungen, bis Patrick plötzlich aus heiterem Himmer das erste mal beschreibt was er mit seinem Klappmesser so alles anstellt. Ein alter Penner ist das erste Opfer, das den Leser mit der Brutalität und Grausamkeit Patricks konfrontiert. Weitere folgen, vor allem junge Mädchen - Hostessen - und einer seiner jungen Kollegen.

    Leseprobe2:

    ...sie versucht vorwärts zu laufen, aber ich habe ihre Pulsader getroffen, und es spritzt überall hin, nimmt uns beiden einen Moment lang die Sicht, und ich stürze mich ein letztes mal auf sie, um ihr den Gnadenstoß zu geben. Sie dreht sich zu mir um, ihr Gesicht angstverzerrt, und ihre Beine geben nach, als ich sie in den Magen schlage, sie kippt zu Boden, und ich falle neben sie. Nachdem ich fünf- oder sechsmal auf sie eingestochen habe - das Blut schießt in Fontänen hoch; ich beuge mich vor, um seinen Duft zu atmen -, werden ihre Muskeln steif, starr, und sie fällt in Todeszuckungen; dunkelrotes Blut überflutet ihre Kehle...


    Eindruck:

    Dieser Auszug ist vergleichsweise harmlos. Die Grausamkeit steigert sich im Verlauf des Buches und ist manchmal so abartig, dass ich das Buch zeitweise weglegen musste. Doch es fesselt einen. Man liest doch weiter. Es ist kein Wunder, dass es Kritik hagelte auf die blutigen Beschreibungen, die teilweise einfach total krank erscheinen. Doch hinter alldem steht eine geniale Seriösität mit viel Aussagekraft und Gesellschaftskritik.
    Es gibt einen Showdown, in dem Patrick schließlich von der Polizei gejagt wird und in seiner Verzweiflung seinem Anwalt ein Geständnis auf den Anrufbeantworter spricht, als sein Blutdurst überhand genommen hat. Er ist verzweifelt, am Abgrund, krank... und plötzlich erscheint er menschlich. Dem Autor gelingt es in diesem Kapitel Patrick als Opfer erscheinen zu lassen, ein totaler Wandel. Opfer der Gesellschaft und der Zeit in der er lebt. Ohne Liebe und Vertrauen. Der Autor wechselt die Erzählform, nicht mehr Patrick ist in der Lage zu berichten, sondern wir sehen auf ihn hinunter.
    Am Ende ist seine Sekretärin Jean die einzige, die irgendwo in ihm etwas bewegen kann, zuhört. Doch seine Verunmenschlichung ist bereits zu schlimm, um Gefühle erwidern zu können.

    Leseprobe3:

    ...mein Ich ist künstlich, eine Anomalie. Ich bin ein unkontingentes menschliches Wesen. Meine Persönlichkeit ist rudimentär und ungeformt, meine Herzlosigkeit geht tief und ist gefestigt. Mein Bewußtsein, mein Mitgefühl, meine Hoffnungen, sind schon lange verschwunden, als hätten sie nie existiert. Es gibt keine Grenzen mehr zu überschreiten. Alles, was mich gemein macht mit den Unkontrollierten und Wahnsinnigen, den Grausamen und Bösen, all die Blutbäder, die ich verursacht habe, und meine völlige Gleichgültigkeit darüber, habe ich jetzt selbst übertroffen...


    Das nachdenkliche Ende werde ich natürlich nicht verraten. Doch meine Frage aus der Überschrift sollte noch beantwortet werden. Bret Easton Ellis hat mit "American Psycho" ein ausgesprochen gewagtes Werk auf den Markt gebracht. Die Grausamkeit einiger Szenen, die Herzlosigkeit und Oberflächlichkeit der restlichen, beschriebenen Welt, hätte nicht die Wirkung, die sie hat, wenn er alles harmloser dargestellt hätte. Im Ganzen ist das Buch genial, trifft ganz genau ins Herz und hinterlässt den Leser geschockt und nachdenklich.

    Kommentare & Bewertungen

    • Striker1981

      Striker1981, 14.11.2008, 19:04 Uhr

      Bewertung: sehr hilfreich

      SH und Liebe Grüße vom STRIKER

  • Andreas Eschbach: *Perfect Copy. Die zweite Schöpfung*: Doch kein Spider-Man!

    Pro:

    schön erzählt und interessantes Thema, zuweilen spannend

    Kontra:

    könnte spannender, kaum Äkschn

    Empfehlung:

    Nein

    Sind menschliche Klone irgendwelche Monster, die zu Spezialzwecken gezüchtet werden? Dass Klone auch Menschen wie du und ich sein können, macht Eschbach in diesem Jugendroman deutlich. In einer fesselnden, humorvollen und anrührenden Geschichte berührt er Fragen, die nach dem fragen, was uns zu Menschen macht und worin eigentlich das Verbrechen des Klonens bestehen soll.

    Der Autor
    °°°°°°°°°

    Andreas Eschbach, Jahrgang 1959, kennt man hierzulande besonders wegen seines Thrillers "Das Jesus-Video". Seine Jugendbücher wie "Kelwitts Stern" oder "Das Marsprojekt" gilt es noch zu entdecken. Auch "Perfect Copy. Die zweite Schöpfung" richtet sich an ein junges Publikum ab
  • Eugen Egner - Aus dem Tagebuch eines Trinkers

    Pro:

    witzig, amüsant, kurzweilig, intelligent, zum verschenken, zum lachen, zum weinen, zum bauchhalten, zum telefonieren, zum erzählen, zum kucken

    Kontra:

    Bald vergriffen

    Empfehlung:

    Nein

    Der Arzt macht mir Hoffnungen...

    '
    Möglicherweise habe ich eines der letzten Exemplare gekauft, mir sozusagen gesichert. Und ich ärgere mich über mich selber, weil ich mich nicht gleich mit mindestens einem halben Dutzend eingedeckt habe, es wäre ein witziges Geschenk gewesen, zumindestens für solche, die mit Satire unverkrampft umgehen können. Für Menschen die herzhaft lachen können über etwas, dass eigentlich zum Heulen ist. Das ist die Kunst der Satire und ihre heilsame Wirkung. Ich habe es meiner Freundin vorgelesen am Telefon, sie hat herzhaft gelacht.



    Sogar A., ein Freund der seit einigen Jahren testet, wieviel Bier maximal pro Tag durch den
  • Ende Michael - Momo

    Pro:

    Alles

    Kontra:

    Nichts

    Empfehlung:

    Nein

    Ich habe dieses Buch schon vor 25 Jahren gelesen, als Kind, damals hat es schon einen nachhaltigen Eindruck bei mir hinterlassen. Auch als Erwachsener lese ich das Buch immer wieder gerne und es hat bis heute nichts von seiner Magie verloren.

    1.) Handlung
    2.) Gedanken und Bemerkungen zum Buch
    3.) Der Autor
    4.) Michael Ende im I-Net
    5.) Das Buch
    6.) Fazit

    1.) Handlung
    ==========
    In alten, alten Zeiten als die Menschen noch in anderen Sprachen redeten, da lebte das Mädchen Momo. Eines Tages taucht dieses Mädchen am südlichen Rande der Stadt auf und richtete sich häuslich unter der grasbewachsenen Bühne einer alten Theaterruine ein.