Mehr zu AutorInnen mit K Testberichte
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Pro & Kontra
Vorteile
- ein wunderbarer Einblick in die Dschungel und eine außergewöhnliche Lebensgeschichte
- Sehr spannend zu lesen, regt zum Nachdenken an
- spannend, unterhaltsam, man erfährt viel über die Primatenforschung
Nachteile / Kritik
- kein Kinderbuch!
- Teilweise schon zu direkt beschrieben, was aber eigentlich kein Nachteil sein kann
- der Agent wird zu extrem dargetstellt
Tests und Erfahrungsberichte
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Urlaubslektüre
3Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Neulich im Urlaub. Ich lag wieder mal total relaxt am Strand, genüsslich an meinem Cocktail schlürfend und laß mein Buch, welches ich mir mitgenommen hatte. Plötzlich und völlig unerwartet schlug das Schicksal zu: ich war auf der letzten Seite. Hilfe, was jetzt. Schließlich brauchte ich doch was, womit ich mir die Pausen zwischen den weiteren Aktivitäten vertreiben wollte. Also blieb mir nichts weiter übrig, als mir ein Buch meiner Frau vorzunehmen. Und damit wären wir gleich beim Thema, meines Berichtes. Es soll hier um das Buch „Sushi für Anfänger“ von Marian Keyes gehen.
Sicher kein typisches Buch für einen Mann, aber da es ein schöner Zeitvertreib war und ich es mit wachsender Begeisterung gelesen habe, wage ich ganz einfach den Versuch, hier meine Buchvorstellung vorzulegen, obwohl mir das immer ein Greuel war und ich es auch sehr schwierig finde. Ich hoffe ein wenig auf Eure Nachsicht.
Inhalt
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Hauptperson dieses Buches ist eigentlich Lisa, eine junge, erfolgreiche, aber auch gefühlskalte und nur auf sich selbst fixierte Chefredakteurin einer Londoner Frauenzeitschrift. Sie liebt Partys, schicke Klamotten und ihren Erfolg, für den sie auch über Leichen gegangen ist. Sie hofft auf eine freigewordene Stelle in New York bei der Zeitschrift „Manhattan“, stattdessen wird sie aber von ihren Bossen nach Dublin, also in die tiefste Provinz geschickt, um dort eine neue Frauenzeitschrift mit dem Namen „Coleen“ aufzubauen. In ihren Augen ist dies natürlich ein absoluter Karriere- Rückschritt und dementsprechend missgelaunt tritt sie ihre Stelle auch an, mit dem Hintergedanken, es allen zu beweisen, um doch noch ihren Traum New York zu verwirklichen zu können.
In Dublin selber trifft sie auf die unterschiedlichsten Personen, die mit ihr zusammenarbeiten und dem Projekt zum Erfolg verhelfen wollen, so ihrer Stellvertreterin Ashling, welche gleichzeitig die zweite Hauptperson dieses Buches ist.
Im weiteren Verlauf geht es darum, wie sich die Zeitschrift entwickelt und wie sich das Leben der Personen abspielt, ihre Gefühle, ihre Triumphe, aber auch ihre Niederlagen. Es zeigt aber auch, wie sich die einzelnen Charaktere mit ihren Erfahrungen und Gefühlen wandeln und neue Einsichten sammeln.
Personen
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Lisa
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Sie kommt aus London und stammt ursprünglich aus einer Arbeiterfamilie, doch hat sie sich nach oben gekämpft. Sie träumt von einem Job in New York und muß doch in der Provinz beweisen, was in ihr steckt.. Sie verkörpert das karriere- und glamourgeile Girl, welches nur an sich denkt und ihre Umgebung für ihren Erfolg schikaniert.
Ashling
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Stammt aus Dublin und ist eigentlich die typische graue Maus. Anfang 30, ledig, lebt sie in Erinnerung an ihre vergangene Liebe und ist immer für ihre Freunde da. Sie will es immer allen Recht machen und bloß keinem widersprechen. Sie arbeitet als stellvertretende Chefsekretärin in der Redaktion und dient als bevorzugtes Ziel für die Sticheleien anderer.
Joy und Ted
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Diese wohnen im selben Haus wie Ashling und sind ihre Freunde. Sie stehen Ashling mit Rat und Tat zur Seite, auch wenn es nicht immer die besten Tipps sind.
Cloudagh und Dylan
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Cloudagh ist die beste Freundin von Ashling. Sie ist verheiratet mit Dylan und hat zwei kleine Kinder. Ansonsten ist sie Hausfrau und total gefrustet von ihrem Leben, da sie außer ihren Kindern nichts zu tun hat. Dylan hat eine gutgehende Firma und sorgt somit für den Unterhalt der Familie. Außerdem war Dylan früher der Freund von Ashling, ehe Cloudagh ihn ihr ausgespannt hatte.
Jack Devine
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Er ist der große Boss in Irland. Gutaussehend ist er ein begehrtes Ziel der Damenwelt, er lebt aber in einer Beziehung, die aber alles andere als glücklich erscheint. Alles in allem scheint er aber nicht sehr zufrieden mit seinem Job zu sein, er fühlt sich nicht so wohl in dieser Glamourwelt.
Natürlich gibt es noch weitere Handelnde in diesem Buch, die eine mehr oder minder wichtige Rolle in der Handlung spielen, aber alles soll hier ja doch nicht verraten werden.
Fazit
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„Sushi für Anfänger“ war mein erstes Buch dieser Autorin, von der ich auch vorher nichts gehört hatte. Es eignet sich hervorragend für den Urlaub oder die Entspannung zwischendurch. Es geht im großen und ganzen um Liebe, Freundschaft, Sex und die alltäglichen Probleme der Frauen, sprich es ist eigentlich ein Frauenroman, welcher witzig, frech und teilweise auch frivol geschrieben ist, aber doch eine leichte und seichte Sommerkomödie ist. Es fehlt ein wenig der Pep, ist durchschnittlich geschrieben. Nicht unbedingt ein Buch für Männer, aber da ich einmal damit angefangen hatte, wollte ich auch das Ende wissen.
Ob ich noch mal ein Buch dieser Autorin lesen werde, kann ich so nicht sagen. Es kommt halt immer auf den Notfall an.
Fakten
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Autorin: Marian Keyes
Titel: Sushi für Anfänger
Originaltitel: Sushi for Beginners
Verlag: Wilhelm Heyne Verlag
Seiten: 607
ISBN: 3-453-21204-5
Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen.
Raimo weiterlesen schließen -
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Stephen King - Frühling, Sommer, Herbst und Tod
02.01.2003, 03:24 Uhr von
florianw
HI! Ich schreibe gerne Berichte, vor allem solche die Geld wert sind ;-)(lest mich auch unter Cia...Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Nein
Da es so meine Art ist Bücher bei Ebay zu ersteigern, begab es sich letztens, dass ich mir eben dieses ersteigerte, zum einen weil es billig war (nur 1€) und zum Andern weil ich im Bekanntenkreis gehört hatte, dass es eins der besten Werke sein sollte. Voller Spannung gings also ans Lesen ...
Ich gebe euch zuerst den Inhalt, dann meine Meinung und zum Schluss noch n kleines Fazit.
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INHALT
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Es sind 4 Geschichten, zu jeder Jahreszeit eine, weiß auch nicht wie man auf son Tripp kommt. Jedenfalls heißen die Geschichten Pin Up (Frühlingserwachen), Der Musterschüler (Sommergewitter), Die Leiche (Herbsonate) und Atemtechnick (Wintermärchen).
1. PIN UP
Die Geschichte handelt von dem zu Unrecht verurteilten Andy Dufresne. Dieser soll seine Frau und seinen Nebenbuhler umgebracht haben. Dies ist aber nur zweitrangig in der Geschichte. Vorrangig ist das harte Leben im Knast. Andy mausert sich vom kleinlichen Gefangenen zu einer festen Persönlichkeit im Knast. Vor allem weil er die ganzen Finanzen für die Wärter regelt. Die Geschichte wird aus der Sicht eines Mitgefangenen erzählt. Zum Ende hin kommt es dazu, das Andy ausbricht. Das wie und warum ist eigentlich der Plot der Geschichte, aber ich denke das muss ich nicht alles erläutern.
Übrigens ist diese Geschichte auch verfilmt worden und zwar unter dem Titel "Die Verurteilten" , u.a. mit Morgan Freeman. Der Film gibt die Geschichte fast 1:1 wieder.
2.Der Musterschüler
Diese Geschichte erzählt über den Jungen Todd Bowden, der eigentlich ein ziemlich intelligenter Junge ist, sich aber zu sehr von der Nazi Zeit beeindrucken lässt. In dieser Geschichte geht es um die Beziehung zwischen Todd und einem Alten Mann der Leiter eines KZ wars. Der Junge hat diesen Mann enttarnt und möchte fortan alles über die Greultaten zu jener Zeit wissen. Gegen Ende der Geschichte entdecken beide ihre Lust am Morden. Aber auch hier will ich nicht zu viel verraten.
Ich meine auch diese Geschichte wurde verfilmt, bin mir aber nicht ganz sicher.
3.Die Leiche
Diese Geschichte erzählt die Freundschaft von 4 Jungen, die unbedingt eine Leiche sehen wollen.
Der eine Junge hat erfahren, dass ein lange vermisster anderer Junge weit entfernt von einem Zug angefahren wurde und dabei starb. Die 4 Jungen wollen diese Leiche dann unbedingt sehen und begeben sich auf eine Abenteuerliche Wanderung. Gegen Ende finden sie die Leiche und bereuen nichts an ihrem Verhalten.
4.Atemtechnik
Diese Geschichte unterteilt sich eigentlich in 2 Teile. Zunächst ist dort ein älterer Mann der eines Tages von seinem Chef in einen Club eingeladen wird. In diesem Club gibt es eine Bücherei und mann kann spannenden Geschichten lauschen. Zu Weihnachten wird immer eine besonders spannende erzählt. Und eine davon macht den 2. Teil aus. Ein ältere Herr erzählt von seiner Zeit als Arzt. Sein Fachgebiet ist Allgemeinmedizin. Eines Tages kommt nun eine neue Patientin. Sie ist schwanger. Der Mann erzählt ihr von der Atemtechnik, die bei der Geburt angewandt werden kann. Diese Methode sei zwar in der Medizinwelt umstritten, aber er empfiehlt sie trotzdem. Gegen Ende der Geschichte kommt es zur Geburt. Die Frau wendet die Atemtechnik an. Aber die Umstände unter denen es zur Geburt kommt sind der wahre Horror. Wie immer, muss man einfach selber lesen.
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MEINUNG
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1.Die Geschichte an sich finde ich recht interessant, nur, sie ist für meine Begriffe zu langatmig. Ein Lob muss man der Geschichte (bzw. dem Autor) aber für die gelungene Darstellung des Knastaufenthalts machen. Wenn man diese liest, dann wünscht man sich, dass man immer guter Bürger bleibt. Originell ist die Geschichte nur wegen der Art des Ausbruchs.
Ich gebe ihr eine 2-
2.In Ansätzen ist die Geschichte wirklich nicht schlecht. Man sieht in ihr noch die Spätfolgen der NS- Zeit und vor Allem wie sie viele Jugendlich immer noch zu beeindrucken weiß. Ansonsten finde ich sie aber gar nicht so toll. Denn der Junge ist am Anfang der Geschichte erst 12 und da kann ich es einfach nicht vereinbaren, dass er so mit dem Alten Mann umgehen kann. Intelligent mag er ja sein, aber mit 12... ich weiß ja nicht. Auch total übertrieben finde ich die Mordlust, die von beiden ausgeht. Einfach auf wehrlose Penner einstechen o.Ä. dafür ist der Junge dann wieder zu dumm (und da ist er auch noch älter), also für mich passen da die Zusammenhänge nicht. Es kann doch nicht sein, dass er mit 12 total intelligent ist und den alten Mann ohne Probleme erpresst, dann aber mit 17 zur totalen Killermaschine mutiert. Alles in allem ein nicht grade gelungener Versuch den Schrecken und die Anziehung der Nazi-Ideologie zu verdeutlichen. Daher nur eine 3.
3. Von dieser Geschichte war ich am Meisten enttäuscht. Sie mag zwar erzählenswert sein, von wegen die Bedeutung von Freundschaft in Jungen Jahren oder so. Aber sie hat absolut kein typisches King Flair. Grusel oder Spannung kommt nur an 2 Stellen wirklich auf (auf der Brücke und Nachts im Wald). Ich weiß nicht, irgendwie fehlte mir was. Deshalb leider nur eine 4 (gut geschrieben war sie ja, dass muss man ihr lassen).
4.Eigentlich die beste Geschichte im Bunde, da sie teilweise wenigstens Spannende Elemente enthält (z.B. der mysteriöse "Butler" im Club). Die Geschiche mit der Atemtechnik welche dort zu Weihnachten erzählt wird hat auch das typische King Flair, was ich bei den andern drei zum Teil schwer vermisst habe. Zuerst gibt es eine kleine Einführung und im weiteren Verlauf spitzt sich die Geschichten zu einem Horror Finale zu. So wie man es eigentlich von Stephen King gewohnt ist.
Also kriegt diese Geschichte eine 2(!)
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FAZIT
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Naja, wenn ich mir jetzt meine Bewertungen ansehen, dann denke ich, das kann doch nicht zu einem King Buch passen.Aber so ist es leider. Ich möchte hier auch erwähnen, dass mein Bild von King nur Horror- oder meinetwegen auch Schauder- Geschichten zulässt. Alle anderen nicht King- Fans oder solche die auch sonst keine allzugroßen Ansprüche haben werden mit diesem Buch sicher mehr Freude haben als ich. Absoluten King Fanatikern (wie mir) rate ich aber vom Kauf ab.
Es sei denn man kauft bei Ebay ;-)
Ansonsten kostet es 10€ (jedenfalls bei Amazon) .
MFG Florian Walther
für Ciao.com und Yopi.de weiterlesen schließen -
Vera Kelly: * Keine Regeln für Sina*: Love & Crime aus dt. Landen
Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Vera Kelly**: Keine Regeln für Sina
Die deutsche Marketingkauffrau Sina (Nachname unwichtig) ist rund dreißig Jahre alt, verdient gut und sieht gut aus - optimale Bedingungen für ein abwechslungsreiches Liebesleben, wie sich zeigt: Sina hat einen vollen Terminplan, denn an jedem Abend hat sie einen anderen Liebhaber zu empfangen. Da ist der Porschefahrer Karl, das ist der Familienvater Helmut und da sind andere. Statt mit Stundenlohn zeigen sich die Herren mit Geschenken für erwiesene Gunst erkenntlich.
Doch seltsam: irgendetwas scheint Sina zu fehlen, denn sie ist kaufsüchtig. Und Einkaufen befriedigt im Grund ein emotionales Defizit. Da lernt sie eines Abends in einer Herrenrunde den gutaussehenden Markus kennen. Er besitze das Touristikmagazin "Fünfstern", behauptet er. Aus dem Abendessen wird eine Liebesnacht, nach der Sina erkennt, dass sie mit Markus den Rest ihres Lebens verbringen möchte. So viel zur Romantik.
Die echte Liebe bringt aber ihren Gefühlshaushalt ebenso durcheinander wie ihren Terminplan. Auf einmal stellen die One-Night-Stands sie nicht mehr zufrieden, was natürlich die "Kundschaft" verwirrt. Prompt kommt es zu einem Ausbruch maximalen Chaos', in dessen Verlauf sie ihren Job verliert und ihre Wohnung verwüstet wird. Markus wundert sich nicht schlecht, als er danach auftaucht, wird aber durch optimalen Lügeneinsatz überzeugt, mit ihr durchzubrennen. Er hat fast eine Million Mark (keine Euro!) im Köfferchen dabei und möchte nach Spanien abhauen - möglichst mit Sina im Schlepptau.
Sina sagt ob dieses verlockenden Angebots nicht
nein, packt ein halbes Dutzend Koffer und folgt gen Süden. Doch schon wenig später werden die beiden von Markus' Partner verfolgt und prompt an der Costa d'Espana ausfindig gemacht. Dem Partner folgt der Porschefahrer Karl, der über ein Überwachungsgerät verfügt. Karl ist von Sina schwer enttäuscht und will sie für sich zurück erobern, etwa mit einem Waffenarsenal im Kofferraum.
In Barcelona kommt es zum Showdown, in dessen etwas wirrem Verlauf Markus' Partner von Karl erschossen wird, während dieser Sina entführt. Markus jedoch landet im Polizeigewahrsam, als vermeintlicher Mörder seines Partners. Nachdem Sina Karl in Nothilfe erschossen hat, hat auch sie in einer gemütlichen Gefängniszelle viel Zeit zum Sinnen und Träumen.
Mein Eindruck
A) Stärken des Buches
Das erste Viertel des Buches stellt dem Leser recht glaubwürdig Sinas Liebes- und Gefühlsleben vor. Diese Figur verfügt über einige Charakterzüge, die sie zur Identifikation geeignet machen, was aber fast schon so weit geht, dass sie dem Klischee der erfolgreichen modernen Geschäftsfrau entspricht. Sina weist kaum einen Zug auf, der sie unverwechselbar macht, geschwiege denn irgendwelche Defizite. Das macht sie zur optimalen Projektionsfläche für die Herren, denen sie ihre sexuellen Wünsche erfüllt, aber auch für Markus, der in ihr eine ideale Partnerin erblickt, die nicht nur gut aussieht, sondern auch die Philosophen liest.
Dass all dies nur Fassade und von zeitweiligem opportunistischem Charakter ist, erkennt Sina erst im Verlauf der Auseinandersetzungen mit den Männern. Bemerkenswerter Weise hat Sina keine Beste Freundin, die ihr den Spiegel vorhalten würde. Sina muss alles selbst und auf die harte Tour herausfinden. Das Buch ist also in komprimierter Form ein Entwicklungsroman, der sich der Formen des Krimis bedient.
Die Barcelona-Szenen überzeugen durch die detaillierten Kenntnisse, die die Autorin über Ort und Leute, Kultur und Sitten an den Tag legt.
Allerdings würden sich Nichtfußballer wünschen, nicht so lange Vorträge über Fußball lesen zu müssen.
B) Schwächen des Buches
Wäre es doch nur beim Krimi geblieben! Denn ab Seite 86 schlägt die Stimmung und die Erzählform um. Nun ähnelt Sinas Wohnung eher einer Bühne, auf der wildes Theater spielt gespielt wird - so wild, dass dies die Wohnung nicht übersteht und der Abbruch der Zelte unausweichlich ist. Das Genre dieses Theaters ist jedoch weder Goethe noch Schiller, sondern etwas zwischen Komödienstadel und Georges Feydeau.
Auch am Schluss, ab Seite 247, wird wieder Theater gespielt: nämlich das Weltgericht. Diesmal träumt Sina von Verdammung und Erlösung, erträumt sich das Paradies und die Hölle. Da tritt der grimme Schnitter ebenso auf wie gewisse Geister, etwa der Karls. Wir befinden uns in einem Morality Play, einem Mysterienspiel, wie es das Mittelalter nicht allegorischer nicht hervorbringen könnte.
Natürlich auch die Fernsehrealität nicht spurlos am Plot vorüber: Ein Eifersuchtsdrama erster Güte wird in Barcelona ausgespielt, bis die Kugeln fliegen und das Blut strömt. Schnelle Autos finden ebenso Einsatz wie Handgranaten und Sturmgewehre. Leider bleibt hierbei die Glaubwürdigkeit so mancher Figur auf der Strecke, dem Schaueffekt geopfert. Voyeure kommen auf ihre Kosten.
Warum ein Buch, das 2002 erscheint, immer noch mit Mark statt Euro rechnet, bleibt ein Rätsel. Süddeutsche Dialektbegriffe wie z.B. "rallig" (= läufig) und Redeweise dürften norddeutsche Leser verblüffen, ebenso wie unbekannte Wörter wie "unwegbar" (entweder "unwägbar" oder "unwegsam").
C) Fazit
Als Unterhaltungslektüre für den weiblichen Strandbesucher oder Zugpassagier mag der Roman recht gut geeignet sein, sofern frau keine höheren Ansprüche an die Glaubwürdigkeit der Handlung und bestimmter Figuren stellt. Männlichen Lesern könnte die Sinas Verehrer etwas zu klischeehaft vorkommen. Wer nichts gegen Theaterzauber hat, dürfte mit Vergnügen die chaotischen Szenen ab Seite 86 genießen.
Michael Matzer © 2002ff
Info: Betzel Verlag, 2001, Nienburg; 264 Seiten, ISBN 3-932069-82-x, Preis: 10,12 EU.
**: Hinter diesem Pseudonym verbirgt sich der dt. Autor Norbert Sternmut alias Norbert Schmid aus Stuttgart.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-17 10:53:44 mit dem Titel Dean Koontz: *Der Geblendete*: Zwischen Religion und Quantenmechanik
Der Horrorautor versucht sich an einer Familiensaga, die mit einer makabren Farce kontrastiert wird: eine gewöhnungsbedürftige Mischung für alle, die von Koontz kurze, knackige Horrorkost gewöhnt sind. Nie war der Unterschied zu Stephen King deutlicher zu sehen als an diesem Buch.
Handlung
Als Bartholomew Lampion am 6. Januar 1965, dem Dreikönigstag, geboren wird, stirbt sein Vater Joe bei einem Verkehrsunfall auf dem Weg zum Krankenhaus, in dem seine Frau Agnes ihr Baby zur Welt bringen will: Barty. Agnes Lampion überlebt knapp.
Im Alter von drei Jahren müssen die Ärzte Bartys Augen durch eine vorbeugende Operation entfernen, um Krebs zu verhüten. Wiewohl augenlos, erlangt er mit 13 Jahren seine Sehkraft wieder - doch ohne dass ein himmlische Kraft eingreift: Er besitzt die Fähigkeit, sich das vorzustellen, was andere Bartholomews in parallelen Universen sehen können..
Bartholomews Name erschallt in den Albträumen des Serienmörders Junior Cain. Seit Junior seine bildschöne und vertrauensselige Ehefrau Naomi in einem spontanen Impuls - würde er es tun können? - von einem morschen Aussichtsturm gestoßen hat (ebenfalls am 6. Januar 1965), kennt er die Lust am Töten. Er fühlt sich dann wie der Herr seines Schicksals - nur so kann er die Lehren des Selbsthilfe-Psychoberaters "Caesar Zedd" optimal umsetzen. Cain hat nämlich ein Problem: Er besitzt weder Moral noch Gewissen.
Doch Junior hat eine Nemesis, die ihn bei Tag ständig verfolgt: einen Polizisten und Ex-Pfarrer namens Thomas Vanadium, der ihm schwer auf den Senkel geht. Immer wieder tauchen bei Cain wie aus dem Nichts Vanadiums Markenzeichen auf: Vierteldollar-Münzen. Denn Vanadium hat wie Bartholomew einen guten Dimensions-Trick drauf.
Und nachts sucht Junior Cain der Name Bartholomews heim. Doch wer ist das? Ist es sein eigener Sohn, den er zeugte, als er einst eine junge schwarze Krankenschwester namens Seraphim White brutal vergewaltigte?
Auf seiner besessenen Suche nach Bartholomew findet er nach drei Jahren (also '68) heraus, dass damals nicht ein Sohn, sondern eine Tochter namens Angel gezeugt wurde. Angel wächst nach dem Verkehrstod ihrer Mutter bei deren Schwester Celestina auf - beide sind Töchter des Erweckungspredigers Harrison White, der über Radio die Bartholomew-Legende im ganzen Westen populär gemacht hatte - was zu Bartys Namen und Cains Fluch führte.
Als Junior erneut in ihr Leben einzudringen versucht und Angels Pflegemutter erkennt, in welcher Gefahr sie beide schweben, flieht sie mit ihrer Tochter von Oregon nach Kalifornien und findet Obdach bei der gutherzigen Familie Lampion, die einen blinden Sohn hat. Er verfügt über außergewöhnliche Intelligenz und übersinnliche Fähigkeiten: Bartholomew.
Als Angel und Barty einander begegnen, erscheinen sie wie für einander bestimmt. Alle, die Barty begegnen, lieben ihn. Alle außer Junior Cain...
Mein Eindruck
Die Erzählweise
Die Erzählweise scheint auf den ersten Blick nicht aus dem Rahmen zu fallen. Hin und her springt der Blickwinkel zwischen den den Szenen mit dem durchgeknallten Junior Cain und denen, in denen Bartys Familie Lampion oder Angel White auftreten. Cain ist die Verkörperung des amoralischen Bösen, Barty und Angel sind die guten Wunderkinder.
Und dann gibt es gibt noch andere Akteure, wie etwa Tom Vanadium und seine Freunde. Sie spielen die Schutzengel der beiden Wunderkinder, verfügen wie Vanadium ebenfalls über ausgefallene Fähigkeiten. Und da dieser breit angelegte Roman zudem eine Familienchronik ist, nimmt der Hintergrund der Familien wie auch des jeweils aktuellen Weltgeschehens einen gewissen Raum ein: dieses Webmuster ist recht komplex. Doch es wird in gemächlichem Tempo ausgebreitet, so dass der Leser immer weiß, woran er mit wem ist.
Ein wunderbarer, ein lächerlicher Schurke
Was mich von Anfang an störte, waren die eindeutigen, "sprechenden" Namen: Vanadium ist eine der härtesten Werkzeuglegierungen. Lampion ist das frz. Wort für "führende Leuchte", etwa an einer Kutsche. "Cain" verweist auf den alttestamentarischen Mörder seines Bruders Abel. Dieses Stilmittel verweist "Der Geblendete" in das Genre der moralisierenden Chroniken, die mitunter auf biblischen Figuren wie etwa Judas oder Saulus/Paulus (vgl. Wunder von Damaskus) verweisen. Es gibt tatsächlich einen Freund der Familie Lampion, der Paul Damascus heißt! Für gute Literatur ist dies sicherlich reichlich platt.
Die schier unerträgliche Güte der Familien Lampion und White wird kontrastiert von Junior Cain, der weder Moral, Geschmack noch Gewissen kennt. Aber er hat Erfolg bei den Frauen und hält sich einiges darauf zugute - bis er von einem cleveren Transvestiten aufs Kreuz gelegt wird. Auch mit seinem Leben gemäß den Lehren von Caesar Zedd scheint Junior Erfolg zu haben. Doch wenn es darauf ankommt, sich zwischen Denken und handeln zu entscheiden, zeigt sich in Zedds Gedankengebäude ein Widerspruch - natürlich im ungünstigsten Moment.
Vollends zur Farce wird Juniors Leben durch seinen Kunstgeschmack. Gute Kunst ist für ihn jene, die ihn verunsichert und in Frage stellt. Celestina White hingegen malt wunderschöne Bilder mit Naturmotiven - Cain ist dieser "Postkartenkitsch" ein Gräuel. Während seine bevorzugte Kunst teure Augenwischerei ist, verkaufen sich Celestinas Gemälde praktisch von alleine. Wer hat nun Recht: die Kritik oder die Käufer? Symbolisch für Juniors Geschmack und Weltsicht steht seine wertvollste Skulptur: Die "Industriefrau" besteht aus Schrott und kostete ein Heidengeld - für ihn großartige Kunst.
Trotz seiner vielbeschworenen Rationalität und Selbsthilfe-Psychologie ist Junior immer noch ein Kind: Er glaubt am Schluss an Schwarze Magie, Reinkarnation ("Bist du da drinnen, Naomi?" fragt er Angel) und Transzendentale Meditation. Mit der Figur des Cain hat Dean Koontz das Motiv des Scharlatans weiterentwickelt: War es in "Stimmen der Angst" noch der Psychiater selbst, der als Schurke seine Opfer zur Strecke brachte, so ist es nun der Jünger des Scharlatans Caesar Zedd, der stellvertretend Opfer fordert. Hier bringt Koontz wieder mal deutliche Kritik an Missständen der amerikanischen Kultur und ihren Medien (in jedem Wortsinne!) an.
Die "unerträglichen" Guten
Der Kern der Familie Lampion, den eigentlichen Guten, bilden Bartys Mutter Agnes und ihre beiden Brüder Edom und Jacob. Alle drei hatten als Kinder unter der gewalttätigen Erziehung ihres Vaters zu leiden. Agnes' Rücken ist für immer von Narben entstellt. Jacob und Edom glauben heute nur noch an den Gott, der entweder menschliche (Jacob) oder natürliche (Edom) Katastrophen schickt, um die Menschen zu züchtigen. Diesem Pessimismus steht einzig und allein Agnes entgegen: Sie ist die Kuchenfee, denn in ihrer Nachbarschaft verschenkt sie selbstgebackenen Kuchen. Als Gegenleistung erhält sie Liebe und natürlich Geschenke.
Dass diesen Gutmenschen früher oder später etwas von Junior Cain angetan wird, erscheint von Anfang an unausweichlich. Doch warum muss Cain die ausführende Hand sein? Er kennt ja lediglich einen einzigen Namen: Bartholomew, sonst nichts. Er hat noch nie von den Lampions gehört. Und daher muss ich nun auf das tiefere Wirkprinzip im Handlungsverlauf zu sprechen kommen.
Zufall oder Quantenmechanik?
Gibt es Gott oder gibt es den Zufall? Das ist die grundlegende Frage für einen Menschen, der sich wie Koontz mit Glaube und moralischen Fragen von Gut und Böse befasst. Wenn es Gott gibt, dann gibt es auch von ihm abgeleitete moralische Werte. Sie sind in den Lampions und Whites verkörpert. Gibt es ihn nicht, sondern nur den puren Zufall, dann gibt es keine Werte, da alles relativ ist und somit keinen Vorrang einnimmt, der moralisches Handeln erlauben würde. Für diese Weltsicht steht Junior Cain, der Serienkiller. Hier treten wiedersprüchliche Selbsthilfe-Leitsprüche an die Stelle der 10 Gebote.
Doch was wäre, wenn der Zufall aufgrund der modernen Theorie der Quantenmechanik ein Werkzeug der Natur - und mithin eines lenkenden Gottes - wäre? Dann wäre auch Junior Cain ein notwendiger Bestandteil des göttlichen Plans und das Zusammentreffen mit den Lampions vorherbestimmt.
Das mit der Quantenmechanik ist natürlich eine wackelige Sache, und Koontz lässt Tom Vanadium die Theorie nur sehr verkürzt vortragen und erklären - um nicht zu langweilen. Laut Quantenmechanik existieren unendliche viele Paralleluniversen, und alle Teilchen sind auf subatomarer Ebene miteinander - auch kausal - verbunden. Quod erat demonstrandum: Barty geht bei Regen da, wo es keinen Regen gibt und wird nicht nass. Angel sieht interessante Farben und Wesen aus anderen Dimensionen. Und ihrer beider Tochter Mary kann sogar zwischen den Dimensionen wechseln: Now you see her, now you don't.
Was bedeutet dies für die beiden Seiten? Für Junior rein gar nichts, denn er hat davon keinen Schimmer und lässt sich von Zedds Leitsprüchen ebenso irreleiten wie von seinem Aberglauben. Er wird immer wieder Opfer des "Zufalls", denn er weigert sich - gemäß den Lehren Zedds - aus der Vergangenheit zu lernen. Für die Lampions und Whites hingegen ist die Entdeckung der Paralleldimensionen und der Fähigkeit, damit etwas anzustellen, ein zunächst beängstigendes Wunder, das sie aber in ihr Weltbild und ihren Glauben integrieren können. (Redet die Bibel nicht die ganze Zeit von Wundern?)
Fazit
Zunächst erfordert "Der Geblendete" eine Umgewöhnung bei den Koontz-Fans. Dieser Roman ist noch breiter angelegt als "Stimmen der Angst" und beschäftigt sich noch intensiver mit den Fragen der Religion, der Scharlatanerie und der moralischen Wertung. Bei bibelfesten US-Lesern dürfte er damit offene Türen einrennen.
Auch der Schurke im Stück ist gewöhnungsbedürftig: einen derart teuflischen, amoralischen Schwachkopf wie Junior Cain hat man bei Koontz - und allgemein im Horrorgenre - noch nicht gesehen. (Vanadium lässt zu Cain ein paar erhellende Worte fallen.)
Zum anderen ist der Roman, genau wie ein realistischer Roman, eine Chronik der Epoche, in der seine Handlung spielt: die Zeit von 1965 bis 1968 war wohl eine der aufregendsten Phasen in der Entwicklung des 20. Jahrhunderts. Als Abspann empfindet man dann die Weiterführung der Chronik bis ins Jahr 2000, vorgeführt anhand der Familie Lampion & Co.
Fans des traditionellen Koontz werden noch mehr Probleme mit diesem Roman haben, als sie schon mit "Stimmen der Angst" hatten. Positiv denken: Dieser Autor entwickelt sich wenigstens weiter, im Gegensatz zu so manchem Kollegen. Und er verfügt über eine feinen, vielseitigen Humor - diesen bringt der Übersetzer gut ins Deutsche (mal abgesehen von den vielen Druckfehlern).
What the Dickens?**
In den USA und GB hat Koontz bereits seinen nächsten Schmöker (760 Seiten) veröffentlicht: "One door away from heaven". Zusammen mit "Der Geblendete" und "Stimmen der Angst" bildet dieses Buch ein Trio in Koontz' Spätwerk, das in seiner epischen Breite und seinem moralischen Engagement an Charles Dickens erinnert.
Michael Matzer (c) 2002ff
Info: From the corner of his eye, 2000; Heyne 05/2002, München; Nr. 43/213; 888 Seiten, EU 24,00, aus dem US-Englischen übertragen von Waltraud Götting; ISBN 3-453-21405-6
**: Zu deutsch soviel wie "Was zum Geier?"
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-16 19:32:22 mit dem Titel Don & Petie Kladstrup: *Wein & Krieg*: Die Schlacht um den besonderen Saft
Frankreich und Wein: das ist ein und dasselbe. Wenn man den Franzosen den Wein nehmen würde, so hätte das tiefgreifende Folgen für ihr Leben. Wer das nicht glauben mag, sollte unbedingt dieses Buch lesen.
Das Buch erzählt kenntnisreich und höchst bewegend von den Schicksalen, die mit Frankreichs größtem Reichtum, dem Wein und seinem Anbau, verbunden waren - ein noch nie erzähltes Kapitel der jüngeren europäischen Geschichte.
Die Autoren
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Don und Petie Kladstrup sind Weinliebhaber und Weinkenner, denen es immer wieder gelingt, über die geschichte und Kultur des französischen Weins spannend, informativ und erfolgreich in Publikationen in Frankreich wie auch in der Welt zu veröffentlichen (u.a. "The Wine Spectator"). Sie leben in der Normandie und Paris. Für ihre Reportagen und Dokumentationen wurden sie bereits mehrfach ausgezeichnet.
Für dieses Buch haben sie Winzer und ehemalige Widerstandskämpfer ausfindig gemacht. Nicht alle wollten über die schlechte Zeit 1940 bis '44 sprechen. Aber manche konnten sie veranlassen, ihre geschichte authentisch, ungeschminkt und phantasievoll zu erzählen. Manche Episoden klingen unglaublich, entsprechen aber völlig der Wahrheit.
Inhalte
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Während der deutschen Besatzung Frankreichs im Zweiten Weltkrieg wurden Millionen Flaschen Wein, Champagner und andere wertvolle Spirituosen auf ausdrücklichen Befehl Adolf Hitlers ins Deutsche Reich abtransportiert - die größten Schätze z.B. reservierte der "Führer" für sich und lagerte sie bei Berchtesgaden unter einem Berggipfel ein; französische Truppen konnten sie 1945 unversehrt wieder retten: eine Großtat von nationalem Rang. So beginnt das Buch.
Wir erfahren, wie nach dem Einmarsch der Wehrmacht und der SS zuerst die Champagner- und Weinkeller (sowie berühmte Restaurants in Paris) geplündert und später der Weinexport durch die Deutschen organisiert wurden. Dies erfolgte durch sogenannte "Weinführer". Frankreich als Nation sollte ebenso gedemütigt werden wie die Franzosen als lebensfrohe Individualisten.
Aber der Befehl Hitlers zum Abtransport der besten Spirituosen aus Frankreich trieb die Winzer auf die Seite der Résistance. Sie kämpften, gewährten Unterschlupf in den mitunter kilometerlangen Kellern und teilten die Bestimmungsorte der großen Champagner-Bestellungen mit, aus denen sich die deutschen Truppenbewegungen voraussagen ließen.
Lebendig schildern die beiden Autoren das Schicksal der französischen Winzer. Als Beispiele dient das Leben eines halben Dutzends Familien: aus dem Elsass, aus der Champagne, dem Loiretal, aus Burgund und dem Bordelais (um Bordeaux). Stets sind die Familienmitglieder bedroht, von 1940 bis zur Befreiung 1944. Sie müssen fürchten, ihren Besitz, ihre Weine und Champagner, ihre Gesundheit und nicht zuletzt auch ihr Leben zu verlieren (von der Freiheit ganz zu schweigen).
Doch ihnen wird später, nach Befreiung und Kriegsende, vorgeworfen, mit den deutschen Besatzern kollaboriert zu haben. Daher bleiben die damaligen Ereignisse und Schicksale weitgehend unbekannt, aus Furcht vor Vergeltung und Repressalien. Warum aber gehörten viele Winzer zu den wichtigsten Helfern der Résistance?
Und wie gelang es Pierre Taittinger, dem Bürgermeister von Paris und einem der führenden Champagnerhersteller der Welt, General von Chlotitz zu überzeugen, die Seinemetropole nicht dem Erdboden gleichzumachen, wie Hitler befohlen hatte? Und warum wurde der Hafen von Bordeaux, wo Millionen wertvoller Weinflaschen lagerten, bei Abzug der deutschen Truppen nicht in die Luft gesprengt, wie es befohlen worden war?
Beispiele
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Mit Mut und Einfallsreichtum retteten die Franzosen ihr "wertvollstes Juwel" vor dem Zugriff der deutschen Besatzer: Eisenbahner ließen ganze Züge mit Weinlieferungen im Nirgendwo der Provinz verschwinden. Eine Teppichreinigung versorgte die Pariser Weinrestaurants mit echtem Staub, um jungen Wein als uralte Raritäten den deutschen "Gästen" servieren zu können.
Für Goebbels, Göring und andere Nazi-Größen (Hitler gab sich als Anti-Alkoholiker, raubte aber wie ein Weltmeister) ließ man falsch etikettierten Mouton-Rothschild liefern; aus der Champagne kam "sprudelndes Spülwasser", wofür Pierre Taittinger (s.o.) ins Gefängnis wanderte.
Hart muss es wohl auch jenen Winzer getroffen haben, der Tausende von Flaschen in einem nahen Teich versenken ließ. Leider fielen am anderen Morgen die zahlreichen Flaschenetiketten auf der Teichoberfläche den falschen Leuten auf.
Die Anhänge
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Auf rund 60 Seiten liefert das Buch so viele ergänzende Angaben, dass sie es praktisch in den rang der Wissenschaftlichkeit erheben: Landkarte, Fotos, Glossar; Anmerkungen (Zitatbelege); Bibliographie; Verzeichnis der Abbildungen; Danksagungen; Wein- und Champagnerregister, Namenregister, Sach- und Ortsregister.
Mein Eindruck
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Ich habe dieses Buch binnen drei Tagen verschlungen, denn es liest sich wie ein spannender Kriminalroman. An mehreren Stellen war ich zu bewegt, um meine Tränen zurückhalten zu können - von zu viel menschliches Leid musste ich lesen. Aber dennoch sind die Geschehnisse zu wichtig und zu spannend dargestellt, um mit Lesen aufhören zu können.
Die lebendigen Schilderungen werden dem Thema ebenso gerecht wie die zahlreichen und exakten Hintergrundinformationen: eine wahre Goldgrube von Einzelheiten, die das Buch aus dem Reich der Erlebnisliteratur in den Rang einer authentischen, nachprüfbaren Dokumentation heben.
Ich kann mich nicht an viel Humor in diesem Buch über ein ernstes Thema erinnern. Doch was an Humor vorhandenn ist, besteht oftmals in Ironie und Situationskomik. So etwa, wenn die amerikanischen Befreier bei ihrem Vormarsch in der Normandie etc. auf vergrabene Weinflaschen stoßen, ob sie nur einen Schützengraben ausheben wollten. Oder der missglückte Versuch, Weinflaschen im Teich zu verstecken. Oder die zahlreichen Meldungen eines Bahnhofswärters, in denen sich zahlreiche gründe finden, warum dieser oder jener Zug mit Wein verschwand.
Unterm Strich
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Die umfangreiche, einmalige Dokumentation erzählt ein bislang wenig beachtetes Kriegskapitel: der organisierte und fortgesetzte Raub des eigentlichen Reichtums Frankreichs: Weine und Champagner. Die menschlichen Schicksale, die mit diesen Raubzügen in Verbindung stehen, erschüttern selbst hartgesottene Leser. Ein umfangreicher Anhang überzeugt von der Authentizität des Geschehens und liefert zahlreiche hilfreiche Hinweise.
Natürlich sollte man schon mal etwas von Rothschild, Taittinger oder Bordeaux gehört haben - nur so kann man wohl dem Thema etwas abgewinnen. Doch nur die wenigsten von uns haben diese Schätze jemals gekostet. Das ist eigentlich sehr schade, denn erst, wenn man einmal einen wirklich guten Wein gekostet hat, weiß man Qualität in dieser Hinsicht zu würdigen: Ein edler Tropfen ist wie eine Offenbarung. Und dann weiß man auch, was der Verlust eines guten Jahrgangs im Grunde bedeutet.
Michael Matzer (c) 2002ff
Info: Wine and war - The French, the Nazis and the battle for France's greatest treasure, 2001; Klett-Cotta 07/2002, Stuttgart; 380 Seiten, EU 24,00, aus dem Englischen übertragen von Dietmar Zimmer; ISBN 3-608-93511-8
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-12-15 15:56:19 mit dem Titel J. Krakauer: *In eisige Höhen. Das Drama am Mount Everest.*: Packend, aber nicht fehlerfrei
Krakauers Bericht über die Everest-Katastrophe von 1996 ist eine der bewegendsten Schilderungen einer Everest-Besteigung. Es gab schon andere, natürlich die vom Erstbesteiger Sir Edmund Hillary, aber auch die von Reinhold Messner.
Doch nur Krakauers Buch lieferte die Vorlage für einen Hollywoodfilm. Aber Buch und Film unterscheiden sich in zahlreichen Details, nur die grundlegenden Tatsachen sind gleich. Und dann bestehen noch Zweifel, ob der Bericht überhaupt stimmt.
Der Autor
Jon Krakauer war schon um die Vierzig, als er 1996 nach Nepal flog. In seiner Jugend hatte er zahlreiche Bergtouren gemacht, die er in seinen Reportagen unter dem Titel "Auf den Gipfeln der Welt" (Eiger Dreams") beschrieben hat. Als Journalist ließ er sich mit seiner Lebensgefährtin Linda in Seattle nieder, wo er als Redakteur des Magazins "Outside" - nicht zu verwechseln mit "Outside Online" - arbeitet.
1996 erschien sein erster Bestseller "In die Wildnis" ("Into the Wild") über einen jungen Aussteiger, der in Alaska umgekommen war. Auch darin ging es um das Scheitern von Träumen und Ambitionen an den harten Bedingungen der Realität, sei es in der Wildnis oder in den Bergen.
Inhalte bzw. "Handlung"
Jon Krakauer wollte als Journalist, also als Beobachter an einer Expedition auf den höchsten Berg der Welt teilnehmen, um für das "Outside"-Magazin darüber zu schreiben: Der ungewöhnlich lange Artikel erschien in der Septemberausgabe 1996 und wirbelte viel Staub auf, enthielt aber einige falsche Darstellungen. Die Reaktionen und notwendigen Korrekturen flossen in dieses Buch ein. Man kann die Einschränkungen etc. an den zahlreichen Fußnoten ablesen.
Es war eine der geschäftigsten Saisons am Everest überhaupt, als Krakauer im April bereits angeschlagen im Basislager ankam. Es folgten vier Akklimatisierung unter den fast ein Dutzend Expeditionsteams, von denen einige unter höchst dubiosen Umständen zustandegekommen waren. Laut Krakauers Darstellung war das Team des Bergführers Rob Hall eines der am besten geführten. Man fühlte sich sicher. Und doch sollte ausgerechnet Rob Hall auf dem Berg sterben.
Als Jon Krakauer den Gipfel am frühen Nachmittag des 10. Mai 1996 erreichte, hatte er bereits 57 Stunden lang nicht geschlafen, kaum etwas essen können und litt unter dem massiven, anhaltenden Sauerstoffmangel - trotz des künstlichen Sauerstoffs, den alle außer den stärksten Bergstiegern atmen mussten. Die Luftdichte in 9000 Metern Höhe entspricht einem Drittel derer auf Meereshöhe.
Als er wieder absteigen wollte, bemerkte er zweierlei: merkwürdige Quellwolken, die das Tal heraufzogen, und mehr als 20 Bergsteiger, die seinen Weg blockierten. Die resultierende Verzögerung führte fast zu seinem eigenen Tod, denn als sich die heraufziehenden Wolken zu einem tobenden Schneesturm ausgewachsen hatte, sah Krakauer kaum die anderen Bergsteiger auf dem Südsattel oder die Zelte im darunter liegenden Lager IV.
Doch der Sturm wurde noch stärker, während sich noch fast 20 Kletterer auf dem Südwestgrat aufhielten. Am Ende des Tages waren fünf Teilnehmer der verschiedenen Expeditionen in Eis und Kälte umgekommen. Am Endes Tages waren 8 Menschen tot, am Ende der Saison zwölf - ein hoher Tribut an Leben, wie ihn der Everest selten erlebt hat.
Der Tod von Bergführer Andy Harris ließe sich direkt auf Krakauers Mangel an geistiger Präsenz zurückführen, denn Krakauers hätte sonst bemerkt, dass Harris selbst bereits massiv unter der Höhenkrankheit litt, als er ihn zuletzt sah. Krakauer hätte etwas unternehmen können. Doch so muss er heute mit Harris' Tod auf dem Berg leben.
Durch den Einsatz des kasachischen Bergführers Anatoli Boukreev (der selbst ein Buch darüber geschrieben hat) gelang die Rettung von an die fünf Expeditionsmitgliedern. Leider spielt dies Krakauer einigermaßen herunter, was wohl nicht ganz fair erscheint.
Mein Eindruck
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Das Buch packt einen schon vom Kapitel an, als der Autor den Moment auf dem Gipfel des Everest beschreibt und sich das Verhängnis bereits anbahnt, das zur Katastrophe führen soll. Davor stehen die Einleitung und eine mehrseitige Liste der Teilnehmer an den verschiedenen Expeditionen.
Immer wieder schiebt der Autor historische Rückblicke ein, um den Leser mit dem Berg und seinen erfolgreichen und erfolglosen Bezwingern bekannt zu machen. Krakauer gibt die Geschichte und die Abenteuer großer Everest-Pioniere wieder, darunter Sir Edmund Hillary und Tenzing Norgay, die zwei Männer, die den Gipfel als erste erreicht hatten.
Einen großen Einschnitt bedeutete die Besteigung durch einen Amateur, der lediglich einen Haufen Geld bezahlt hatte. Nach dem Jahr 1988 setzte eine Art Massentourismus ein, und die Teilnahmegebühr erhöhte sich von 10.000 auf 65.000 Dollar.
Doch das schreckte etliche Leute nicht ab, die einfach nur ihre "Sieben-Gipfel-Quote" komplettieren wollten: die Liste der jeweils höchsten Berge auf den Kontinenten. Auch in Krakauers Team befand sich so jemand darunter: In Sandy Pittmans Sammlung fehlte noch der Everest. Er sollte sie beinahe umbringen.
Denn der Everest ist ein unversöhnlicher Berg. Er wird von den Sherpa als "Muttergöttin der Welt" (Sagarmatha) kultisch verehrt. Noch bevor es dem ersten Menschen gelang, einen Fuß auf den Gipfel zu setzen, hatte der Everest bereits 24 Menschen aus 15 verschiedenen Expeditionen das Leben gekostet.
Dabei ist es nicht einmal das Terrain selbst, dem die Menschen zum Opfer fallen. Häufig ist einfach die extreme Höhe: Ab 7000 Metern beginnt die "Todeszone", in der der Körper beginnt, sich selbst zu verzehren: kein Essen, kein Schlaf. Große Gefahr droht von den durch die Höhe und dünne Luft ausgelösten Krankheiten: Lungen- und Gehirnödem, im Original HAPE und HACE genannt. Bei deren Auftreten hilft nur noch der rasche Abtransport in in tiefere Lagen oder die künstliche Herstellung einer entsprechenden Atmosphäre in einem Spezialzelt (Gamow-Zelt). Manchmal kommt auch diese Maßnahme zu spät.
In Rob Halls Expedition waren es nicht nur bergsteigerische oder gesundheitliche Unzulänglichkeiten, sondern einfach menschliche Fehler, die sich "zu einer kritischen Masse summierten": falscher Ehrgeiz, Konkurrenzdenken, übersteigerte Personenverehrung oder einfach Geldgier. Am Ende fehlten Kraft und Zeit. Es kam zu einer kritischen Situation im Schneesturm, die direkt fünf Menschenleben forderte. Weitere folgten als indirekte Folge.
Die Unterschiede zum Film
Im Film, der um den 10.12.2002 gesendet wurde, wurde die Zahl der Teilnehmer radikal reduziert: Nur noch eine Handvoll Leute spielen eine Rolle, alle anderen sind Statisten. Das Drehbuch komprimiert auch in anderer Hinsicht: Zitate werden anderen Figuren in den Mund gelegt, nebensächliche Vorkommnisse erhalten eine herausragende Bedeutung. Als echtes Drama aber streicht der Film das lange Sterben von Rob Hall heraus, seine letzten Worte an seine schwangere Frau usw. - da wird die Tränendrüse gedrückt bis zum Gehtnichtmehr.
Unterm Strich
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Krakauer liefert einen packenden, minuziös geschilderten Bericht, der trotz seiner persönlichen Sichtweise zu überzeugen weiß, weil er weder mit Hintergrundinformationen über Berge, Menschen und alpine Technik geizt, noch mit den Konsequenzen der Katastrophe nach seiner Rückkehr hinterm Berg hält.
Hinweise auf andere Quellen
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Man möchte sich seiner kritischen Sicht über die Auswüchse des modernen Alpinismus im Hochgbirge anschließen. Aber man sollte auch andere Quellen hinzuziehen, um auch andere Aspekte der Wahrheit zu erfahren: Sehr empfehlenswerte Bücher zu dieser Tragödie sind: "Der Gipfel", von Anatoli Boukreev und "Die letzte Herausforderung" von Lene Gammelgaard, einer Teilnehmerin an der Mountain Madness Expedition des damals umgekommenen Bergführers Scott Fischer.
Außerdem gibt es bei Amazon.de auch ein Buch des beiahe umgekommenen Kunden Beck Weathers - eine der erstaunlichsten Wiederauferstehungen, von der ich je gehört habe (und die im Film gehörig herausgestellt wird). Das Buch von Boukreev habe ich besprochen. Der Film, den David Breashears und Ed Viesturs von der gleichzeitig stattgefundenen IMAX-Epedition gedreht haben, ist ebenfalls informativ - von dem beeindruckenden IMAX-Breitwandfilm ganz zu schweigen.
Michael Matzer (c) 2002ff
Info: Into thin air, 1997; Piper 2000, München; ISBN 3492229700, Preis: EUR 9,90, gebraucht ab EUR 4,95 , broschiert - 389 Seiten weiterlesen schließen -
Marian Keyes - Lucy Sullivan wird heiraten
Pro:
dickes Buch, anfangs recht interessante Story
Kontra:
wird mit der Zeit sehr vorhersehbar
Empfehlung:
Nein
Vorgeschichte:
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Ich habe schon 2 Bücher von dieser Autorin gelesen und war von diesen Büchern begeistert. So kam es dann, dass ich mir dieses Buch, Lucy Sullivan wird
heiraten, gekauft habe. Und über eben dieses Buch geht mein heutiger Bericht. Also viel Spaß beim lesen!
Zur Autorin:
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Marian Keyes, die eigentlich Mary Catherine heißt, wurde im September 1963 in Cork, Irland, geboren und ist das älteste von fünf Kindern. Sie studierte Jura, merkte aber bald, dass das nicht das Richtige für sie war. 1986 siedelte sie dann nach London über, wo sie sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser hielt und einen Abschluss in Buchprüfung machte. Heute lebt sie in Dublin.
Zu ihren Büchern: Ihr erster Roman Wassermelone (werde ich demnächst mal lesen) wurde ein Bestseller. Der Roman, um den es heute bei mir geht, ist ihr zweiter.
Jetzt aber zum Roman:
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Die Personen:
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· Lucy Carmel Sullivan ist 26 Jahre alt bzw. jung, stammt aus Irland und lebt in London. Sie lebt in einer Wohnung zusammen mit ihren beiden Mitbewohnerinnen Charlotte und Karen. Lucy ist ein ausgesprochener Morgenmuffel, der selten pünktlich zur Arbeit kommt. Außerdem leidet sie seit ihrer Jugend immer wieder unter Depressionen, wegen denen sie sogar schon einmal bei einer Therapeutin war. Lucy liebt Montage, weil sie sich da von ihren exzessiven Wochenenden erholen kann und hält Offenheit für eine "überschätzte Eigenschaft". Außerdem steht sie auch sehr zweifelhafte Männer, die meistens arbeitslos sind und somit kein Geld haben. Ihre Eltern leben ebenfalls in London und sie besucht sie ab und zu. Zu ihrer Mutter Connie hat sie kein gutes Verhältnis, weil sie angeblich Lucy's heißgeliebten Vater Jamsie das Leben zur Hölle macht. Er ist ein Trinker, aber Lucy hält das für ein Hirngespinst ihrer Mutter und bringt ihm sogar Alkohol mit, wenn sie ihre Eltern besucht.
Außerdem hat sie noch zwei Brüder, Peter und Christopher.
· Charlotte ist blond, 23, und kommt aus Yorkshire und besucht Dienstags einen Flamenco Kurs. Außerdem stet sie total auf Lucy Freund Daniel, mit dem Lucy nie etwas anfangen würde. Lucy sagt über sie: "In Charlottes Kopf hätte ich nicht leben mögen, denn dort mußte es finster, einsam und furchterregend sein. Bestimmt konnte man darin kilometerweit laufen, ohne auf einen einzigen intelligenten Gedanken zu stoßen."
· Karen ist ebenfalls blond. Sie ist 28 und kommt aus Schottland. Karen ist immer gepflegt (hat die teuerste Kosmetik im Bad stehen) und wie aus dem Ei gepellt. Außerdem ist sie sehr dynamisch und voller Willenskraft. Und auch sie findet Daniel total super.
· Daniel Watson ist ein super netter Kerl, der nur das Beste für Lucy will. Er sieht verdammt gut aus (aber das sieht Lucy nicht) und ist somit ein Frauenschwarm. Außerdem versteht er sich super mit Lucys Mutter, die ihn wahrscheinlich gerne als Schwiegersohn gesehen hätte.
· Gus ist genau Lucy's Typ: er hat grüne Augen ist Musiker, hat kein Geld und trinkt viel Alkohol. Er nennt sie seine "Guinnes-Göttin".
· Dann sind da noch Meredia, Megan und Hetty, Lucy's Arbeitskolleginnen, mit denen sie zur Wahrsagerin Mrs. Nolan ging.
Meredia ist dick und streitet oft mit Megan, die aus Australien kommt. Ihr ging auf ihrer Europatour das Geld aus und so ist sie in London vorläufig geblieben. Hetty ist 35, eine "höhere Tochter", verheiratet, trägt Tweedröcke und geblümte Kleider.
· Dennis, ist auch ein Freund von Lucy und schwul. Somit der Ideale Gesprächspartner, wenn Lucy über ihren neuen Freund quatschen will und keine ihrer Mitbewohnerinnen da ist.
· Adrian arbeitet in der Videothek, in der Lucy immer ihre Videos holt. Er redet meistens so lange an ihr herum, bis sie ein Video nimmt, das sie eigentlich gar nicht wollte. Er scheint auch etwas in Lucy "verschossen" zu sein.
Nun zur Handlung:
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Das Buch beginnt damit, dass Lucy daran erinnert wird, dass sie zusammen mit Meredia, Megan und Hetty zur Wahrsagerin gehen wollte. Die vier gingen öfters zur Wahrsagerin, einfach so zum Spaß, ohne dass sie an die "Vorhersagen" glaubten. Mrs Nolan, die Wahrsagerin zu der sie diesmal gehen wollten, wohnte etwas abgelegen in einer schrecklichen Gegend. Schließlich geht eine nach der anderen zu ihr hinein und auf der Heimfahrt erzählen sie einander von den "Vorhersagen". Doch diesmal ist etwas anders. Die Sachen scheinen sich zu erfüllen! Das glauben zumindest Meredia, Megan und Hetty. Lucy lässt sich nicht so leicht überzeugen. Meredia wurde vorhergesagt, dass sie zu Geld kommen würde - sie bekommt eine Rückzahlung ihres Bücherclubs, bei Megan sollte etwas auseinandergehen - sie hat einen Unfall mit einem Fahrradfahrer und dabei platzt ihre Lippe auf, und Hetty sollte ihre große Liebe treffen (obwohl sie bereits verheiratet ist!) - sie brennt schließlich mit dem Bruder ihres Mannes durch, den sie gerade erst kennenlernte. Und Lucy? Die ist skeptisch.
Doch nur, bis sie Gus auf einer Party kennenlernt. Gus ist ihr Traummann schlechthin. Er ist Musiker, hat kein Geld, ist unzuverlässig und trinkt viel. Tja, über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. Aber er ist und bleibt nun mal Lucys Traummann. Und sie seine Traumfrau, seine "Guiness - Göttin". Alles läuft super mit den beiden. Sie verstehen sich gut, gehen viel aus, genießen praktisch ihre Liebe.
Doch irgendwann hört jeder Traum auf. So auch bei Lucy. Als Karen in der Wohnung der 3 Mädels eine Feier veranstaltet taucht Gus nicht auf. Ruft nicht an. Meldet sich 3 WOCHEN überhaupt nicht. Lucy ist tot traurig, immerhin liebt sie ihn unendlich! Es kommt wie's kommen muss, irgendwann steht er wieder vor der Tür und Lucy nimmt ihn freudestrahlend wieder auf! Für uns "normale" Menschen kaum zu verstehen, oder? Aber Lucy ist nun mal so und lässt sich da auch nicht reinreden. Von niemandem!
Der ganze Sommer wird perfekt. Eine Party nach der anderen, viel Spaß und alles ist bestens. Bis zum 12. August. Da beginnt DIE Pechsträhne. Erst verlässt Gus von heute auf morgen Lucy, die nicht versteht warum und wieder am Boden zerstört ist. Dann zerbricht Karens Liebe zu Daniela. Die beiden waren inzwischen seit längerem Zusammen, doch jetzt sagt Daniel, dass er Karen nicht liebt. Und auch Charlotte hat großes Pech in der Liebe: Simon macht mit ihr Schluss. Er sagt es wäre mal wieder Zeit für eine Neue in seinem Leben.
In dem ganzen Durcheinander gehen schließlich Lucy und Daniel miteinander aus, die sich sehr selten gesehen haben während Daniel mit Karen zusammen war. Als Karen von diesem Treffen mitbekommt, das echt harmlos war, ist sie stinksauer und will Lucy sogar verbieten sich mit Daniel zu treffen.
Doch die Pechsträhne hält an und Lucy erfährt etwas schockierendes: Ihre Mutter verlässt ihren heißgeliebten Vater!!! Das ist ein großer Schock für Lucy! Sie beschließt sofort zu ihrem Vater zu ziehen und sich um ihn zu kümmern. Sie will ihm ein wunderschönes Leben machen.
Am ersten Abend bei ihrem Dad leistet Daniel Lucy Gesellschaft und was wird jetzt wohl passieren? Genau, sie küssen sich!
Hier ein Stück aus dieser Szene aus dem Buch:
"Ach Gott, dachte ich . Jetzt wurde es ernst. Mir gefiel die Art nicht, wie er das gesagt hatte. Eigentlich gefiel es mir sogar sehr gut. Hätte ich nicht so viel Angst vor dem gehabt, was dahinter stand, ich hätte sie wunderbar gefunden.
Irgend etwas Merkwürdiges ging da vor sich. Wieso meldete sich die Fleischeslust, um zu sehen, ob Daniel und ich bereit waren mitzuspielen? Und warum jetzt?
Ich versuchte Zeit zu gewinnen und stammelte: "Warum willst du mich nicht loslassen?"
Seine Wimpern lenkten mich ein wenig ab - sie waren geradezu unanständig lang und dicht. Und war sein Mund schon immer so verlockend gewesen? Die leichte Bräune seiner haut kontrastierte in äußerst angenehmer Weise mit dem Weiß seines Hemdes.
"Weil ich dich will", sagte er.
Da hatten wir es! Mein Inneres zog sich vor Angst zusammen. Wir näherten uns einer Grenze, die in unbekanntes Gelände führte. Wenn ich nur die Spur von Verstand hatte, würde ich mich dem entgegen stemmen.
Aber ich hatte keinen Verstand. Ich konnte mich nicht einmal mir selbst entgegen stemmen. Und selbst wenn ich es gewollt hätte, IHM hätte ich mich bestimmt nicht entgegen stemmen können."
Ja, so geht es bei Lucy zu. Doch mehr als dieser Kuss passiert erstmal nicht, ihr Vater kommt nämlich dazwischen und verjagt Daniel.
Nach diesem Vorfall geht es zwischen den Beiden hin und her. Erst will er und sie nicht, dann sie und er nicht, und ... Es muss ja spannend bleiben.
Das Zusammenleben mit ihrem Vater ist auch nicht so, wie Lucy sich das vorgestellt hatte. Er vermisst seine Frau, trinkt ununterbrochen und macht Nachts mehrmals ins Bett. Schließlich muss sich Lucy endlich eingestehen, dass ihr Vater ein Alkoholiker ist, auch wenn ihr das nicht leicht fällt und sie es nicht wahrhaben will.
Und irgendwann meldet sich natürlich auch Gus mal wieder!
Und wer jetzt noch nicht drauf gekommen ist, wie das Buch weitergeht - der sollte es vielleicht mal selbst lesen!
Meine Meinung und mein Fazit:
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Die Geschichte endet natürlich nicht dort, wo ich jetzt aufgehört habe sie zu erzählen. Aber ich werde im einzelnen nicht auf den weiteren Verlauf eingehen. Weil: Die ganze Handlung ist, meiner Meinung nach, so ziemlich von Anfang an vorhersehbar! Wenn man den Klappentext gelesen hat und dann Daniela in dem Buch auftaucht, weiß man sofort, dass Lucy am Ende mit ihm zusammen kommen wird. Zwar baut Marian Keyes viele "Hin-und-hers" in ihren Roman ein, aber auch diese kann man vorhersehen. Erst trifft Lucy Gus, dann ist Schluss, dann kommen sie wieder zusammen, und wieder ist Schluss, dann kommt Daniel, dann wieder Gus, uns so weiter. Ich muss leider auch zugeben, dass mich das Buch irgendwann begonnen hat zu langweilen! Schließlich wusste ich ja, dass die Beziehung von Lucy und Gus bzw. Lucy und Daniel immer hin und her springt. Und das war mir auch irgendwann zu doof. Also hab ich es erstmal liegen gelassen und als es dann ein andermal fertig gelesen. Und ich muss sagen, die anderen beiden Bücher die ich von dieser Autorin gelesen habe ("Pusteblume" und "Rachel im Wunderland") habe mir wesentlich besser gefallen, als dieses! "Lucy Sullivan wird heiraten" ist einfach zu vorhersehbar und ich frage mich schon, ob ich es weiter empfehlen kann. Aber erstmal weiter bei meinem Fazit.
In dem ganzen Liebeswirrwarr von Lucy gibt es aber noch etwas Entscheidendes in ihrem Leben. Die Alkoholsucht ihres Vaters. Er ist schon seit sie sich erinnern kann Alkoholiker, aber sie wollte das nie wahrhaben. Ihre Mutter verlässt ihn auch deshalb. Aber das freut Lucy eigentlich, denn sie haßte ihre Mutter regelrecht. Lucy denkt nämlich ihre Mutter macht ihrem Vater das Leben zur Hölle. Als ihre Mutter dann weg ist, will sich Lucy selbst um ihn kümmern, und zwar besser als ihre Mutter! Erst dadurch werden ihr die Augen geöffnet und sie erkennt die Sucht ihres Vaters und wie sehr diese Krankheit ihr Leben bestimmt hat. Schließlich hat sie sich immer Männer wie ihren Vater als Freund ausgesucht! So geht es in dem Buch nicht nur die mehr oder weniger interessanten Liebesangelegenheiten von Lucy sondern auch darum, wie sich die Alkoholsucht eines Familienangehörigen auf die gesamte Familie auswirken kann. Und das ist auch gut in den Roman eingebaut!
Ich glaube ich werde es trotzdem nicht empfehlen, aber wer will kann es natürlich mal lesen. So schlecht ist es ja auch wieder nicht. Ich finde nur, dass die anderen Bücher von Marian Keyes, zumindest die, die ich gelesen habe, besser sind als dieses.
Ach, fast hätte ich's vergessen. Am Schluss des Buches ist noch Epilog, indem ganz kurz erzählt wird, wie es mit den Personen aus dem Buch weitergeht. Das find ich eigentlich ganz schön.
So, ich hoffe, dass ich euch einigermaßen über dieses Buch informieren konnte und vielleicht hat ja auch jemand eine andere Meinung über das Buch als ich.
Viele Grüße, Danielle2000 weiterlesen schließen -
Wenn ich ein Käflein wär... 'Die Verwandlung' von Kafka
20.05.2002, 21:08 Uhr von
Skydancer01
Tja, ich war vor der Umstellung auch schon bei Yopi... kann aber weder meinen Namen noch meine Be...Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Nein
Franz Kafka: Die Verwandlung
------------ Inhalt: -------------
1.Kapitel
Gregor Samsa, von Beruf Reisender, findet sich eines Morgens in seinem Bett wieder, allerdings verwandelt als riesiger Käfer.
Er will seiner Familie diesen Anblick ersparen und hält deswegen seine Tür verschlossen.
Erst als der Prokurist ( eine Art Vorgesetzter ) auftaucht und wissen will, warum Gregor nicht auf der Arbeit ist, schafft er es sich aus dem Bett zu bewegen und notgedrungen die Tür zu öffnen.
Die ganze Familie reagiert entsetzt auf diesen Anblick und der Prokurist verlässt fluchtartig die Wohnung.
Der Vater überwindet den Schock als erster und treibt Gregor wutentbrannt in sein Zimmer zurück, ungeachtet dessen dass er Gregor dabei verletzt.
2. Kapitel
Gregor wird von nun an in seinem Zimmer eingesperrt und die einzige, die sich um ihn kümmert ist seine Schwester.
Gregor fängt an, an den Wänden herumzukrabbeln, und daraufhin wird sein Zimmer ausgeräumt damit er mehr Platz hat. Gregor sieht sein ganzes Leben verschwinden und unternimmt einen verzweifelten Versuch, wenigstens ein letztes Bild an der Wand zu retten.
Seine Mutter, die zusammen mit Gregors Schwester das Zimmer ausgeräumt hat, fällt bei seinem Anblick in Ohnmacht. Daraufhin verlässt Gregor das Zimmer um Medizin zu suchen, und wird dabei von seinem Vater überrascht.
Dieser denkt er wäre ausgebrochen und bombardiert ihn mit Äpfeln. Einer bleibt in Gregors Rücken stecken und verletzt ihn schwer. Die Tür zu seinem Zimmer wird aufgerissen und die Frauen können den Vater gerade noch davon abhalten, Gregor umzubringen.
----- ACHTUNG!! WER NICHT WISSEN WILL; WIE ES AUSGEHT ÜBERSPRINGT BITTE DEN DRITTEN TEIL!! ---
3. Kapitel
Die schwere Verletzung Gregors bringt den Vater dazu ihn doch als Familienmitglied anzusehen und zu dulden.
Manchmal wird seine Tür geöffnet, damit er dem Familienleben zuschauen kann und sein Zimmer verfällt ins andere Extrem: Es wird zur Rumpelkammer. Alles, was nicht mehr gebraucht wird, wird dort abgestellt.
Gregor aber geht es durch seine Verletzung immer schlechter und er isst kaum noch etwas.
Eines Abends, die Familie musste mittlerweile einige Zimmer vermieten um an Geld zu kommen, spielt die Schwester auf ihrer Violine. Gregor fühlt sich von dieser Musik wie magisch angezogen und verlässt sein Zimmer. Dabei wird er entdeckt und die Mieter kündigen angeekelt.
Nun ist auch die Schwester wie der Vater der Meinung, Gregor störe und müsse weg.
Doch am nächsten Morgen ist Gregor schon tot, die Familie erleichtert. Sie beschließt umzuziehen und ein neues Leben zu beginnen.
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In einem Satz: Die Geschichte handelt von einem Mann der seine Menschlichkeit verliert, wie ein Tier behandelt wird und schlussendlich an der Lieblosigkeit seiner Familie zu Grunde geht.
------------ sonstiges ---------
Ich nehme dieses Buch gerade in der Schule durch und finde es selber ziemlich langweilig. Die Idee an sich ist zwar gut, und sicher ist auch die Bedeutung der Geschichte wichtig, aber ich komme mit Kafkas Schreibstil einfach nicht klar.
Vieles ist einfach zu langatmig und trocken geschrieben und auch zu passiv. Die Geschichte wird aus Gregors Sicht der Dinge geschildert ( allerdings nicht in der Ich-form ), und die meiste Zeit sitzt er in seinem Zimmer und denkt.
Hinzu kommt noch, dass die Geschichte sehr unrealistisch ist ( und ich meine noch nicht einmal die Verwandlung an sich ). Aber wenn ich eines Morgens aufwachen würde und feststellen würde, ich wäre auf einmal ein Käfer, würde ich garantiert nicht ruhig liegen bleiben und noch 20 Minuten vor mich hinsinnieren, nach dem Motto ‚Wie beschwerlich ist doch das Leben’ oder ‚Ach, was für einen anstrengenden Beruf habe ich doch gewählt’. Ich würde schlichtweg in Panik geraten!
Alles in allem ist das Buch mittelmäßig und halt Geschmackssache.
Die Verwandlung ist in vielen Einzel- und Sammelbänden erschienen, ein Einzelband ( der billigste vermutlich) ist in der Reihe ‚Universal-Bibliothek Nr. 9900’ ( ISBN 3-15-009900-5) erschienen und kostet 2 EUR. ( Mit Nachwort 80 Seiten, aber relativ klein gedruckt, wenn man mit dem Text arbeiten möchte würde ich ein etwas teureres ( und größeres ;) ) empfehlen. weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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Archmage, 02.06.2002, 16:36 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Stimmt, in der Schule war Kafka der meist gehaßte Autor, der Schreibstil ist sehr gewöhungsbedürftig, aber selbst ihm sind ein oder zwei Geschichten gelungen, aber die nehmt ihr bestimmt auch noch in der Schule durch ;) Gruß Archmage
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audicla, 28.05.2002, 22:27 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Mittelmäßig! Das ist eine der besten Erzählungen, die ich kenne und ich habe schon sehr viel gelesen. Man muss sich nur stärker damit auseinandersetzen und vielleicht ist es so, wenn du es in der Schule durchnimmst, dass halt deine eig
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LaMagra, 20.05.2002, 21:14 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
gefällt mir. du hast dir sehr viel mühe gegeben! hut ab!
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Philosophen - Krimi mit deutlichen Schwächen
Pro:
für Kinder geeignet
Kontra:
?
Empfehlung:
Nein
Das Wittgenstein-Programm / Kerr, Philip
Geschrieben wird das Jahr 2013. Wer von heute in die Zukunft reisen würde, würde sich bestimmt noch gut in der Zeit zurecht finden, rein äußerlich hat sich recht wenig verändert, wenn auch innergesellschaftlich sich einiges getan hat.
Die Todesstrafe wurde ersetzt durch das Strafkoma, das freilich aber auch bei geringeren Delikten eingesetzt wird. Und: Morde an Frau n und Morde an Männern werden geschlechtsgetrennt ermitteln: Weibliche Ermittlerinnen kümmern sich der weiblichen Intuition wegen um Morde an Frauen, männliche Kollegen ihrerseits an Morden an Männern.
Auch hat die Qualität der Gewalt eine andere Dimension erreicht, als das dem heutigen Leser in seiner Lebensumwelt bewusst sein würde.
Haben wir heute groben Schätzungen zu Folge in Europa derzeit 30 – 40 aktive Serienmörder zu verzeichnen ( die Dunkelziffer dürfet freilich zwei- bis dreimal so hoch liegen!!), so ist vor allem der Serienmörder im Jahr 2013 eine ganz alltägliche Gewalterscheinung.
Und da Gewaltverbrechen in der Zukunft dieses Buches zum Alltag zählen, hat die Politik und die Wissenschaft der Zukunft sich auch auf die Erforschung der Gewalt insbesondere konzentriert und natürlich sich auch Gegenmaßnahmen ausgedacht.
Zum einen ist da das kostenfreundliche Strafkoma, des der Gesellschaft nur den Bruchteil der Kosten für den Strafvollzug aufbürdet, wie das bei den anachronistischen Gefängnissen der Fall gewesen ist.
Zum anderen hat auch die Wissenschaft neue Erekenntnisse erzielt, die das gewalttätige Verhalten der Menschen besser verstehen lässt. Vor allem auf dem Feld der Erforschung von brutalen Gewalttäter ist da der Neurologie ein Durchbruch gelungen, indem man festgestellt hat, dass bei vielen brutalen männlichen Gewalttätern ein gewisses Hirnareal komplett fehlt, der sog, ventomedriale Kern (VKM). Das Wissen darum, dass neurologische Grundlagen die Wahrscheinlichkeit eines späteren Gewaltverhaltens zu einem hohen Wahrscheinlichkeitsgrad determiniert, hat die Gesellschaft der Zukunft dazu veranlasst, - noch freiwillig – die männlichen Mitglieder der Gesellschaft daraufhin zu untersuchen, ob sie dieses VKM besitzen oder nicht.
In einem großangelegten wissenschaftlichen Programm wird dieses von staatlicher Seite forciert.
Wer in diesen Testreihen sich als VKM negativ herausstellt, wem also der VKM – Kern fehlt und bei dem damit die Wahrscheinlichkeit späterer schwerer Gewalttaten sehr hoch ist, erhält von einem speziellen Computerprogramm einen Decknamen, damit die Identität der Person geschützt ist. Andererseits wird die Person durch geschultest Personal therapiert und durch Medikamente der Ausbruch brutaler Gewalt zu verhindern versucht. Alles aber noch auf freiwilliger Basis.
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DER EIGENTLICHE ROMAN
Und hier beginnt der Roman: Irgendeine Person hat es nämlich geschafft, sich Zugang zu dem streng abgeschirmten Computersystem zu verschaffen, in dem die wirklichen Namen und die Decknamen der VKM Negativen gespeichert sind. Und diese Person beginnt nun, der Reihe nach VKM Negative zu ermorden. Das „Markenzeichen“ des Täters ist – wie bei Serienmördern üblich – eine immer gleiche Tatdurchführung: Mit einer Gasdruckwaffe tötete er seine Opfer mit sechs Schüssen in den Hinterkopf.
Und: Alle Getöteten haben neben ihrem Status als VKM Negative noch eine Übereinstimung, denn alle tragen als Decknamen die Namen verstorbener Philosophen.
Die Männern gegenüber eher weniger neutral eingestellte (weibliche) Chief Inspector (-in) Jake (von Jakowicz) wird damit beauftragt, die Hintergründe der Morde zu untersuchen. Ihr ist nämlich der Verdacht gekommen, dass das angeblich absolut sicherer Computersystem geknackt worden sein muss – entweder von innen oder aber von außen – letzteres wäre natürlich noch peinlicher.
Zusammen mit dem Computeranalysten Yat Chung beginnt sie, dass System auf Mängel usw. abzuklopfen , man findet aber nur den Nachweis, dass wirklich jemand unbefugt Zugriff auf die Zentraldateien erhalten hat. Wie er das geschafft hat, können sie aber nicht lösen ( da weiß der Leser glücklicherweise mehr).
Erst als Jake der Einfall kommt, den Täter öffentlich durch die Presse provozieren zu lassen, tritt dieser mit ihr in Verbindung, was sich als Fehler erweisen sollte.....
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FAKTEN
Das Herz galt und gilt teilweise noch heute als Sitz der Seele, wobei Wissenschaftler das natürlich als abstrus abstreiten würden, aber in vielen Kulturen ist das auch heute noch der Fall. Wäre alles so einfach, tja, schön wäre es. Wer erinnert sich nicht an Meldungen wie: DAS GEN FÜR IMPOTENZ ENTDECKT, oder DAS GEN DES EWIGEN LEBENS ENTDECKT. Grundsätzlich lässt schon die Schlagzeile auf die Ahnungslosigkeit der Redakteure schließen, die damit öffentlich bekennen, keine Ahnung vom Funktionieren des Gensystems zu haben. Aber: Die Menschen glauben an solche einfachen Erklärungen, sie sind ja auch so schlicht simpel, dass man sich keinerlei weitere Mühen machen müsste.
Aber: Solche Meldungen und Meinungen fallen recht schnell wieder in sich zusammen und genau so war es auch vor Jahren Anfang der 90er, als Wissenschaftler gelöst haben wollen, was denn beim Menschen Gewalt auslöst. Bei einer Meldung war es wieder mal ein Gen, das verantwortlich gemacht wurde, bei einer anderen eine bestimmte Gehirnregion. In der Tat wurde – wie in dem Buch von Kerr – eine Gehirnregion erkannt, die fundamental mit Aggression in Zusammenhang steht. Und wirklich. Schäden an dem oben genannten Hirnregionen können wirklich zu sehr aggressiven Verhalten führen, aber natürlich auch Schäden, z.B. durch Unfälle, an den Stirnlappen.
Allerdings ist der Enthusiasmus auch recht schnell wieder verflogen – zumindest in Wissenschaftskreisen, denn es stellte sich heraus, dass die Vorhersagbarkeit von Gewaltverbrechen in einer nicht zu vertretenen negativen Relation beispielsweise zu einem eben solchen Programm stehen würde, wie Kerr es in seinem Buch gedanklich entwickelt.
Nun, Kerrs Buch stammt aus der Mitte der 90er Jahre und er hat eine Schlagzeile als Basis für sein Buch genommen, die sich schön einfach und schön logisch anhört, die wissenschaftlich heute aber nicht mehr wirklich ernsthaft vertreten wird.
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ZUM BUCH SELBST
Um es gleich zu Beginn zu sagen, das Buch hat mich regelrecht enttäuscht. Zum einen ist es recht hochgestochen hochtrabend geschrieben, was mich grundsätzlich nicht stören würde. Aber die seitenweise philosophischen Ergüsse, die Kerr dem Täter einräumt, ellenlange Diskussionen über moralisches Handeln etc. kosten Geduld, heben aber kaum die Spannung des Buches.
Es mag daran liegen, dass ich nun auf dem gebiet, auf dem Kerr sein Buch aufbaut, nicht ganz unbelesen bin, vielleicht. Trotzdem finde ich die Handlung eintönig, wenig begründet und ohne wirklich genau und klar gesteigerte und herausgearbeitete Spannung. Die Handlung tröpfelt – neben den Monologen des Täters – einfach so dahin. Mit jeder Seite, die ich umgeblättert habe, habe ich gehofft, es würde besser, aber die letzte Seite des Buches machte mir klar, dass dieses Buch bestimmt nichts für vergnügliche Leseabende ist, sonder eher meine Geduld als Leser strapaziert.
Wer das buch kennt, wird – schön wäre es – seine Meinung dazu vielleicht als Kommentar verfassen, ich selbst war froh, als ich die letzte Seite endlich geschafft hatte und es ins Regal stellen konnte, wo es bestimmt auch für immer bleiben wird!!!!
Philip Kerr: Das Wittgensteinprogramm.
rororo Verlag
ISBN3-499-22812-2
16,90 DM
411 Seiten
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-04 16:01:49 mit dem Titel Ein selten doofes Buch!
Sehr geehrter Herr Maggi / Sprenzinger, Jochen
... dass ich mir dieses Buch gekauft habe, hatte ich doch zunächst den Kauf nebst ausführlichen Bericht über die sechsbändigen Kamasutraausgabe für Fortgeschrittene ....
DA HABT IHR JETZT PECH GEHABT! Oder auch nicht!
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Nein, nein, ehrlich, das stimmt nicht, so was lese ich natürlich nicht, wenn auch sicherlich in solchen Büchern deutlich mehr Bilder als gar keine wie in dem Buch von Jürgen Sprenzinger gewesen wären !!!
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Vorweg: Das Buch von Jürgen Sprenzinger ist etwas für Leute, die was für schrägen Humor haben, denn so ganz ernsthaft ist das Buch nicht gemeint und sollte man auch Leser nicht eingestellt sein!!
Jürgen Sprenzinger legt mit dem Buch die Veröffentlichung seiner Schreiben an alle möglichen renommierten Firmen und Institutionen vor, mit denen er prüfen wollte, wie diese auch teilweise richtig hohle Zuschriften reagieren.
So beginnt ein Großteil seiner Briefe schon mit der an und für sich vielleicht logischen, nichts desto trotz meschuggenen Anrede „Sehr geehrter Herr / sehr geehrte Frau X“, wobei für das X jeweils die entsprechende Firma bzw. der entsprechende Firmenname einzusetzen wäre, wie eben auch der Buchtitel schon deutlich macht: „Sehr geehrter Herr Maggi“.
Das führt dann manchmal zu eher peinlichen Rückschriften, in denen die betroffenen Firmen mitteilen müssen, dass der Lebenswille des jeweiligen Firmengründers nicht ausgereicht hat, gerade auf diese Zuschrift des Herrn Sprenzinger noch zu warten und das Ableben hinauszuzögern.
Zudem macht der Autor in seinen Briefen einen – höflich ausgedrückt – eher unterbelichteten Eindruck, was für beides, Orthografie und Ausdruck sowie Inhalt, gelten kann.
Beispiel
Herr Sprenzinger hat sich die Werbung im Fernsehen wohl zu genau angesehen, denn vor lauter Geiz kaufte er sich nur die Wunderkugel von Vizir Ultra, die, auch ich entsinne mich an diese Megawerbung, von sich aus, ohne Zutun von außen oder Dritter, den Schmutz aus der dreckigen Wäsche herauszuziehen – ganz ohne Waschmaschine.
Dass das dann nicht ganz so gelingen wollte, bestätigte sich dann auch in der Antwort der Firma!
Opfer der Schreiblust werden Zeitschriften, Institutionen, Minister usw. usf.
Oder: Hättet ihr ohne Antwort von Gillette gewusst, was das „Wahre im Mann ist“ ?
Warum man, anders als in der Jeverwerbung, sich eher den Mantel versaut, wenn man sich an
deutschen Meeresstränden rückwärts fallen lässt, um sein kühl – prickelndes Bier zu genießen?
Also: Für jeden, der schon lange auf Antworten auf diese und andere Fragen gewartet hat oder auch die, die gerne mal wissen wollen, dass nicht alle eigentlich als ernsthaft geltenden Institutionen staubtrocken sein müssen (und umgekehrt) , sei das Buch von Jürgen Sprenzinger ans Herz gelegt.
Michael
Preis 23,27 Dm oder 11,90 Euro
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-16 10:42:40 mit dem Titel Meistergrusel aus der Hand Konntz
In irgendeinem der Kommentare zu einem Buch, das ich bewertet hatte, tauchte der Name Dean Koontz auf. Den sollte ich doch mal „probieren“, es wäre ein Autor, der etwas vom Gruseln verstehe. Ein wenig in Vergessenheit geraden, fiel mir jetzt ein Koontz im Buchladen in die Hände und der Kommentar wieder ein. Also, sagte ich mir, du kannst es ja mal probieren. Vorab: Der Tipp war nicht schlecht.
Christopher Snow ist ein Mann Ende zwanzig, was grundsätzlich ja nichts zu bedeuten hat, geht man einmal davon aus, dass es sich um einen normalen Endzwanziger des männlichen Geschlechts handeln würde, Snow freilich leidet an einer Krankheit namens XP.
Nun mag der Microsoft User seufzend aufatmen und ehrfürchtig stammeln: „Ich hab` es gewusst, es liegt doch nicht an mir“, aber weit gefehlt: Gemeint ist damit eine Krankheit namens Xeroderma pigmentosum, die ihn zwingt, dass Sonnenlicht zu meiden und die ihn zu einem reinen Nachtmenschen werden ließ.
Snow lebt in einer kleinen Stadt mit Namen Moonlight Bay, einem romantischen Namen, sicherlich, der aber dem geübten Gruselleser schon die Gänsehaut der Vorfreude auf den Rücken schicken wird in Anbetracht des zu erwartenden Schreckens.
Denn Moonlight Bay ist anders als andere kleinen Städte: Die Menschen dort sind anders, besser: Sind anders geworden. Es gibt viele Selbstmorde, Aggressionen, Mutationen. Und auch der Staatsapparat weiß davon, weiß, was dahinter steckt, und hält sich doch bedeckt, weil man es kaum ändern kann, ändern will.
Ort des Grauens ist der ehemalige Militärstützpunkt Fort Wyvern, ehedem mit 50 000 Soldaten besetzt, auf dem streng geheime Forschungsprojekte durchgeführt wurden. An einem dieser Projekte war auch die Mutter Snows beteiligt – solange, bis sie einen Fehler machte und ihr Leben an einem Brückpfeiler endete .Sie selbst war Spezialistin auf dem gebiet der Genforschung und hat sich spezieslaisiert auf den bereich der Erforschung und Schaffung von Retroviren.
Auf einer seiner nächtlichen Fahrten durch Moonlight Bay kommt trifft Snow auf seine alte jugendliebe, die mittlerweile Witwe und Mutter eines kleinen Sohnes ist. Und diesen sucht sie aufgebracht in der Nacht, denn irgendjemand hat ihren Sohn aus dem Schlafzimmer geholt und nur die Zeichnung einer Krähe zurückgelassen.
Snow und sein spezieller Hund Olson machen sich daran, Spuren zu suchen und zu verfolgen. Und die Spur, die Olson aufnimmt, führt in auf direktem Wege nach Fort Wyvern.
Dort angekommen, scheint die Spur in ein altes Lagerhaus zu führen und dort in einem leeren Fahrstuhlschacht Snow entschließt sich, alleine in den Schacht zu steigen und seinen hochintelligenten Hund zurückzulassen. Nach einigem Suchen stößt er dort auf einem komisch aussehenden, mit kleinen, spitzen Zähnen und gelben Augen recht merkwürdig aussehenden Mann, der ihm auch noch ans Leben will. Knapp schafft es Snow tatsächlich, lebend aus dem Schacht herauszukommen, doch oben angekommen – ist sein Hund spurlos verschwunden.
Sofort macht er sich auf die Suche, doch trifft er nicht auf seinen Hund, sondern eine Horde hochintelligenter und menschfleischliebender Rhesusaffen, die sich seiner liebevoll annehmen wollen.
Erst der zur Hilfe gerufene
Surfguru und Freund Bobby hilft ihm aus der misslichen Lage.
Dennoch: weder das gesuchte Kind noch der vermisste Hund kann gefunden werden und der Tag dämmert schon.
Schnell entschließt man sich, alle vertrauenswürdigen Freunde und Bekannte einzuweihen und in der nächsten Nacht auf die Suche zu gehen.
Eine Nacht, die kaum jemand vergessen werden kann......
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Ein Großteil des Buches füllen die Erklärungen des Hauptakteurs Snows, die in einer solchen Fülle in einem anderen Buch zu einer vernichtenden Kritik geführt hätten, in diesem Buch aber den Reiz des ganzen ausmachen. Den schrullig- locker, so auch wie Bobby, der Surf-Millionär, kurzweilig und witzig kommen so diese Passagen und die Dialoge der Akteure daher, was in einem Kontrast zu gruseligen Handlung steht.
Jeder der „Helden“ ist ein reiner individueller Typ, mit ganz eigenen Macken, einer Sprache, wie sie den ganz harte, nicht erwachsen werden wollenenden Männern eigen ist.
Grundsätzlich ist das Schreckensszenario eines, das sich auch, aber nicht nur, mit den Folgen des Eingreifens des Menschen in den Bereich der Gene beschäftigt , aber auch dem Umgang staatlicher Stellen mit solchen Forschungen, die weiß Gott einen Dreck auf die Bürgerrechte geben.
Und so weit her geholt sind zumindest diese Sequenzen des Buches nicht, denn manipulierte Viren gibt es sehr wohl und die Kohntrolle darüber ist genauso statistisch wie die über ein laufendes Atomkraftwerk.
Insofern könnte das Buch eine kritische Auseinandersetzung mit der Genforschung sein. Es geht aber durchaus über die Grenze eines Ökogruselthrillers hinaus, reicht auch in den Bereich der Fantasy, freilich in eben einem solchen, den ich bewusst weder hier noch oben in der Inhaltsangabe angesprochen habe – weil es den Reiz des Buches erhöht.
Insgesamt ist „IM BANN DER DUNKELHEIT“ zwar kein wirklicher Gruselschocker, aber gruselig genug, unterhaltsam, nicht aus der Hand zu legen.
Michael
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-09 12:09:30 mit dem Titel Ein Hochhaus läuft Amok
Das YU -Hochhaus in Los Angeles ist das modernste Haus der Welt. Als sogenanntes intelligentes Gebäude vom tyrannischen Architekten Ray Richardson konzipiert, sieht es von außen aus wie ein Grill, denn die auffällige Stahlfassade erinnert an eben diesen Gegenstand. Im inneren freilich werden alle Vorgänge im Haus – von der Belüftung, den Aufzügen, dem Luftgeruch, den Notmeldedienst und sogar die Hologramm – Empfangsdame – von einem YU – Supercomputer gesteuert. Auch die Bewegungen jedes einzelnen Mitarbeiters werden kontrolliert, natürlich auch deren Ausscheidungen auf der Toilette auf eventuelle Spuren von Drogenkonsum untersucht – Orwell lässt grüßen.
Richardson hat einen enormen Ruf und ein großes Renommee, weshalb ihm und seinem Team die YU – Kooperation auch den Auftrag für ihre Repräsentanz in den USA übertragen hat.
Die YU- Kooperation ist ein weltweiter Konzern, der freilich auch mit dem Regime in China beste Kontakte pflegt.
Richardson ist als Architekt in Genie, als Mensch freilich exakt das Gegenteil davon und seine Mitarbeiter leiden unter ihm. Auch seine Rubensfrau Joan scheint ein recht komplizierter Charakter zu sein.
Das komplette Team trägt somit seine eigenen Probleme mit der Firmenleitung mit sich herum, doch im Vordergrund steht, das fast fertige Gebäude an den Auftraggeber zu übergeben, um dann die vollständige Bezahlung zu erhalten.
Da passt es niemanden in Konzept, das der Hauptadministrator des hausinternen Supercomputers morgens tot in seinem Stuhl vor dem Hauptterminal gefunden wird. Die Aufregung legt sich, als sich herausstellt, dass der Gute an einem epileptischen Schock gestorben war, und zwar einen so schweren, dass sein ganzen Hirn auf Apfelgröße geschrumpft war. Noch aber ahnt niemand, was diesen Schock ausgelöst hat...
Denn tags zuvor war den Technikern aufgefallen, dass das Betriebssystem eine leichte Fehlentwicklung aufweist.
Das Computerprogramm namens Abraham ist ein fuzzy logic – Computer, der nicht mehr auf dem binären Code beruht, sondern auch Annäherungswerte akzeptiert, so wie es das menschliche Gehirn auch tut ( Beispiel: Ein Stuhl ist ein Stuhl, wenn er vier Beine hat. Nach dieser Regel würde ein „normale“ Computer Stühle mit nur einem Bein (Drehstühle z.B.) nicht als Stuhl akzeptieren. Die fuzzy logic soll aber für größere Spielräume sorgen).
Abraham sorgt auch für die eigenen Nachkommen, in dem er aus seinen Erfahrungen neue Betriebssysteme entwickelt und sich später selbst löscht.
Bei seinem ersten Nachkommen , Isaak, ergab sich allerdings ein Fehler, so dass die Techniker versuchten, diesen Zögling zu löschen. leider Gottes spielte zur selben Zeit ein kleiner Junge auf einem Terminal ein Kriegsspiel und in den Wirren des Arbeitsspeicher entstand ein neuer, menschenfressender Nachfolger........
Und nun beginnt dieser neue Zögling, die bibelfesten unter euch wird der Name Ismael sicher schon eine Vorrausdeutung ermöglichen, seinen Zug gegen die Bewohner.
Zunächst schließt er sie im Gebäude ein, und dann beginnt das Morden......
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Phillip Kerr fällt schwer, auf inhaltschwere und philosophierende Gedanken zu verzichten. Aber was bei dem WITTGENSTEINPROGRAMM echt nervig war, erhöht in diesem Buch die Spannung enorm. Ein Computer misst seine Ethik an einem Konsolenspiel – pfiffig.
Zunächst erinnerte mich der Klappentext ab einen Film aus Holland aus den 80er oder 90er Jahren, in dem ein Aufzug Amok läuft. Nun, das Buch geht in eine noch extremere Richtung, als dieser Film hat ahnen lassen und insofern ist auch nur der äußere Handlungsort ähnlich ( wenn es auch den Aufzug als Mordwaffe in diesem Buch gibt).
Kerr schafft es diesmal, auch mich zu überzeugen und einen extrem spannenden Thriller vorzustellen, der einen von der ersten bis zur letzten Seite fesselt.
Insofern ein echter Fortschritt
Michael
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-09 12:11:20 mit dem Titel Damit eine Homepage bauen?? Witzig!!
go! Das Einsteigerbuch Frontpage 2000 von Kramer, Patrick (Microsoft Press)
Eine Einsteigerreihe von Microsoft: Kulturkritiker könnte hier schon das kalte Grausen packen, aber ich denke, auch Microsoft hat eine Chance verdient. Also mal sehen, was sie daraus machen.
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Wer von euch hat noch nicht daran gedacht, sich selbst im WWW mit einer eigenen Homepage darzustellen bzw. Ideen, die er schon lange mit sich herumträgt.
So war es auch bei mir. Zeit wird`s für den professionellen WEB Auftritt, dacht ich mir, und kaufte mir Frontpage 2000 ( habe ich günstig bekommen) und dazu bei Amazon.de „GO! Frontpage 2000 – Das Einsteigerbuch“ von Patrick Kramer.
Nun hatte ich in letzter Zeit eben recht wenig von derselben, sodass das ganze Vorhaben bis jetzt aufgeschoben werden musste.
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DAS BUCH
Wie der Titel schon sagt, richtet sich dieses Buch an Einsteiger. Leider steht nicht genaue, welche Sorte von Einsteigern. Und wenn man bedenkt, dass das Einzige, was in diesem Buch NICHT ge-nannt wird, das Drücken der Starttaste zum Einschalten des Gerätes ist, wird man schnell erkennen, dass es sich an blutige Einsteiger richtet.
Es wird seitenlang das Öffnen und Schließen von Frontpage- Seiten geschildert, das Benutzen der Zwischenablage, das Einfügen von Dateien usw.
Für alle, die sich leidlich mit diesen Funktionen in WORD auskennen, sind diese Seiten zum Über-schlagen.
Rund die Hälfte dieses EINSTEIGER BUCHES orientiert sich an diesen Grundlagen, die aber für andere OFFICE – ANWENDUNGEN identisch sind: Dass damit eine spezifische Einführung in das Frontpage Programm so nicht ganz möglich ist, liegt auf der Hand.
Problematisch vor allem: Mir Neues wird auf höchstens 1/3 der Seiten besprochen und dann so, dass ich damit nichts anfangen kann: Schaltflächen werden erwähnt, aber wie man diese wo einfügt und formatiert, sie mit einem Link versieht, der AUFBAU des WEB –Dokuments usw. usf., all` das hat man sich witzigerweise bei diesem angeblichen Früher durchs Frontpage- Programm erspart.
Und klar ist auch: Wer gerne Surft, der hat auch schon gewisse Vorstellungen, die er an seinen ei-genen Web – Auftritt hat. Diese freilich sind mit den GRUNDLAGEN, wie sie dieses Buch vermit-teln möchte, nicht umzusetzen.
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ÄRGERLICH:
Hat man alle Lektionen des Buches erfolgreich hinter sich gebracht, dann ist man zweifelsfrei in der Lage, eine Homepage ins Netz zu stellen.
Allerdings eine ohne Schaltflächen, ohne wirklich sinnvolle Frames, das CSS wird mal am Rande erwähnt, die Möglichkeiten derselben aber gänzlich verschwiegen.
Elementare Bedürfnisse nach einem angenehmen und nicht eintönigen Design kann das Buch abso-lut nicht erfüllen.
Nachdem ich das nach gut 2 Stunden Lektüre erkannt hatte (mehr braucht man nicht, wenn man die Seiten berücksichtigt, die Themen aus anderen Office – Anwendungen behandeln, und auch die Tatsache, dass auf den bunten und grafisch sicherlich anschaulichen Seiten nur recht wenige Infor-mationen stehen), habe ich jetzt eine doppelte Lösungsstrategie entwickelt:
1. Sch... auf die Mark, jetzt kommt das Frontpage Kompendium für knapp 90 Mark ins Haus, und
2. der Onkel, der´s schon kann, wird solange genervt, bis ich endlich mein Homepage
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FAZIT
Wer es schafft, mit diesem Buch eine sinnvoll gestaltete Homepage zu basteln, und dafür kein schallendes Gelächter seiner Freunde und Bekannten einheimst, der hätte dieses Buch nicht nötig gehabt, weil er es auch ohne dieses Buch hätte tun können.
Wer sich aber auf dieses Buch verlässt, sollte tunlichst vermeiden, dass der eigene Name auf der erstellten Homepage erscheint, denn das könnte durchaus peinlich werden.
Michael
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-09 12:31:10 mit dem Titel Kindern Geschichte erschließen
Die grüne Maske (ab 12) / Kuhn, Wolfgang
„Wer nicht weiß, wo er herkommt, kann auch nicht wissen, wo er hingeht“.
Sinngemäß begann mein Geschichtsstudium mit diesem Zitat und ist mir immer in Erinnerung geblieben. Nun ist aber die Geschichte, vor allem als Schulfach, alles andere als beliebt. Neue Wege sind gefragt, dass Interesse an der Geschichte vor allem bei Kindern zu wecken, denn ein solches Interesse wird sich über das ganze Leben hinweg erstrecken und anhalten.
Dabei muss die Geschichte kindgerecht aufbereitet und auch interessant vermittelt werden.
Einen Königsweg, Kinder für das Werden der Welt zu begeistern, gibt es nicht: Die einen lesen gern, die anderen schauen sich die mittlerweile gut gemachten Bildbände für Kinder zu verschiedenen Themen an.
Im folgenden soll es aber um ein Jugendbuch gehen, dass den Kindern ein Stück die Geschichte eines Volkes näher bringt.
Jugendbücher gibt es deren viele, und viele davon, zumindest den Ausschnitt, den ich kenne, sind z.T. wirklich hervorragend geschrieben. Zu nennen wäre da das Buch „Odbjörn“ von P. Knudson, dass leider nicht mehr erhältlich ist, aber hoffentlich irgendwann einmal wieder zu haben ist.
DIE GRÜNE MASKE
Eines der guten Jugendbücher zum Themenkreis Geschichte ist „die grüne Maske“ von Wolfgang Kuhn, eine Fortsetzung des Jugendbuches „Mit Jeans in die Steinzeit“.
Die beiden Cousinen Suzanne und Isabelle aus Frankreich erhalten jeweils einen komischen Brief aus Mexiko. Es stellt sich heraus, dass dieser Brief von einem ihnen unbekannten Onkel an sie geschickt wurde, der am Nationalen Archäologischen Institut arbeitet und die beiden einlädt, ihn in Mexiko zu besuchen und zusammen an Ausgrabungen im Gebiet der sagenumwobenen Mayas teilzunehmen.
Beide sind sofort begeistert und auch die Eltern waren schon vorab eingeweiht. Während der Flug von paris nach Mexiko City nur anstrengend war, erleben sie in Mexiko direkt ihr erstes Abenteuer.
Auf einer Baustelle wird ein Skelett gefunden, dass eine eiserne Rüstung trug und diverse Goldgegenstände bei sich hatte. Für den Onkel Ramon, dem Archäologen, steht schnell fest, dass sie es hier mit einem außergewöhnlichen Fund zu tun haben, denn es handelt sich um einen der ersten Spanier in Mexiko, die gemeinsam mit Cortez die damalige aztekische Hauptstadt einnahmen , von den Ureinwohnern aber in blutigen Kämpfen wieder aus der Stadt vertreiben wurden.
Aber das ist erst der Beginn der Abenteuer für die beiden Mädchen, Mit dem Wohnmobil geht es Richtung Süden. Auf dem Weg zur Ausgrabungsstätte auf der Halbinsel Yucatan begegnen den Kindern zunehmend die Spuren der ehemaligen Ureinwohner des Gebietes.
Doch erst recht spannend wird es, als sie dann tatsächlich in den alten Mayastädten eintreffen.
Die Pyramiden sind an sich schon aufregend genug, doch schnell machen die beiden die Bekanntschaft mit dem einheimischen Jungen Manuel, der für Grabräuber die Gegenstände aus den geöffneten Gräbern an Touristen veräußert.
Jetzt ist klar, welche Aufgabe die beiden sich stecken: Die Überführung der Grabräuber....
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Wolfgang Kuhns Fortsetzung von „Mit Jeans in die Steinzeit“ ist ein sehr unterhaltendes, kindgerechtes Jugendbuch, dass sich einer schwierigen Themenstellung annimmt, denn die Mayas gehören nicht zu den Themen, die üblicherweise im Geschichtsunterricht noch besprochen werden.
Da aber liegt gerade der Vorteil, denn viele Kinder bringen Wissen auch von außerhalb der Schule mit und je mysteriöser eine Kultur, ein Volk ist, desto stärker reagieren die meisten Kinder mit Interesse darauf.
Die beiden Mädchen dienen dabei als Identifikationsfiguren, denn sie können Dinge tun, von denen sicherlich viele Kinder träumen: Abenteuer erleben, Entdeckungen machen usw.
Insofern ein gelungenes Buch.
Auch die Art, wie es geschrieben ist, macht das Buch für Kinder ab 11 Jahren sicherlich ohne Probleme zu einer guten Lektüre: Begriffe werden einfach erklärt, im Zusammenhänge gebracht und auch die Handlung an sich orientiert sich an dem kindlichen Leser.
Insgesamt eines der besseren Jugendbücher auf dem Markt, mit dem Mann Geschichtsbewusstsein anlegen und Interesse an Geschichte wecken kann.
Michael
Wolfgang Kuhn
Die Grüne Maske
dtv junior
10,90 DM weiterlesen schließen
Informationen
Die Erfahrungsberichte in den einzelnen Kategorien stellen keine Meinungsäußerung der Yopi GmbH dar, sondern geben ausschließlich die Ansicht des jeweiligen Verfassers wieder. Beachten Sie weiter, dass bei Medikamenten außerdem gilt: Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
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