Mehr zu AutorInnen mit L Testberichte
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Pro & Kontra
Vorteile
- das gedicht
- wie aus dem realen Leben
Nachteile / Kritik
- eigntlich nix, leider nur ne drei
- ein bißchen kurz?!
Tests und Erfahrungsberichte
-
Trolle & Menschen auf Mårbacka
15.09.2005, 02:10 Uhr von
campino
Mein erster Gedichtband ist erschienen! "Es hat lange gedauert" ISBN 978-3-86268-370-3, Taschenbu...5Pro:
Interessante Autorin, interessante Bücher
Kontra:
Nichts
Empfehlung:
Ja
Kürzlich habe ich mir ein neues Regal gekauft, in das ich einen Teil meiner Kinderbuchsammlung einsortiert habe, der nach meinem Umzug noch immer Kisten im Keller bevölkert hatte.
Bei dieser Gelegenheit fiel mir mal wieder das Buch Nils Holgersson von der großen schwedischen Schriftstellerin Selma Lagerlöf in die Hände und anschließend konnte ich nicht mehr mit der Hilfe meiner jüngsten Tochter rechnen, sie hatte begonnen zu blättern und sich „festgelesen“. Und da man Kinder beim Lesen nicht stören soll, habe ich es dabei belassen und alleine weiter aufgeräumt.
Selma Lagerlöf
Selma Ottilia Lovisa Lagerlöf war die erste Frau, die den Nobelpreis für Literatur erhielt. Das war im Dezember 1909, schon fast 100 Jahre her.
Geboren wurde sie am 20. November 1858 in der schwedischen Provinz Värmland, in Östra Ämtervik. Ihr Vater war Gutsbesitzer und Leutnant der schwedischen Armee. Nach Abschluss der Schule arbeitete sie 10 Jahre als Lehrerin der Elementarschule für Mädchen in Landskrona. Selma ist 32 Jahre alt, als sie in der Zeitschrift Idun von einem Preisausschreiben für Geschichten liest. Sie hat bereits einige Kapitel eines Romans fertig und schickt das Manuskript ein. Mit diesem Manuskript gewinnt sie den ersten Preis. Im Jahre 1891 erschien es als Buch, die Gösta Berlings Saga.
Nils Holgersson
war eigentlich ein Schulbuch. Der schwedische Originaltitel lautete: Nils Holgerssons underbara resa genom Sverige. Das Buch erschien 1906 und war ein durchschlagender Erfolg. Meines Wissens nach ist es außer Trolle und Menschen (eigentlich der 2. Band des Schulbuches, und lange nicht so bekannt wie Nils Holgersson), das einzigste speziell für Kinder geschriebene Buch Selma Lagerlöfs. Das Buch, das auch mehrere Male verfilmt wurde, als Zeichentrick- und als Spielfilm, beschreibt die Reise des kleinen Nils Holgersson durch Schweden und zwar auf mit einer ungewöhnlichen Art des Reisens: Auf dem Rücken einer Wildgans. Hat nicht fast jeder von uns schon einmal geträumt mit den Vögeln zu fliegen? Ein schöner Traum, in den man sich bei der Lektüre des Buches hineinträumen kann.
Weitere Werke Selma Lagerlöfs. (Deutsche Titel)
Eine Gutsgeschichte
Jerusalem
Herrn Arnes Schatz
Der Ring des Generals
Charlotte Löwenskiöld
Anna, das Mädchen aus Dalarne
In Dalarne
Im heiligen Land
Ein Weihnachtsgast
Erzählungen und Legenden
Christuslegenden
Mårbacka
Unsichtbare Glieder
Diese Aufstellung ist nicht vollständig und erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit!
Selma Lagerlöf machte mehrere Reisen, deren Erfahrungen sich in ihren Werken niederschlug. Diese Reisen führten sie in den Jahren 1895 bis 1900 bis nach Ägypten und Palästina.
1907 erhielt sie die Ehrendoktorwürde der Universität Uppsala, 1909 den Nobelpreis für Literatur.
Der Preis besteht aus einer Urkunde, einer Medaille - und natürlich dem stattlichen Preisgeld. Eine fixe Höhe des Preises gibt es nicht, da die gewonnenen Zinsen von Nobels Vermögen jährlich unterschiedlich hoch ausfallen. 2001 belief sich das Preisgeld auf rund zwei Millionen Mark pro Fachrichtung. (Quelle: br-online)
Die Begründung des Nobelpreiskomitees zur Verleihung an Selma ÖLagerlöf: "auf Grund des edlen Idealismus, des Phantasiereichtums und der seelenvollen Darstellung, die ihre Dichtung prägen"
In Deutschland erhielt sie die Ehrendoktorwürde der theologischen Fakultät Kiel und der philosophischen Fakultät Greifswald.
1914 wird sie als erste Frau Mitglied der schwedischen Akademie.
Am 16. März 1940 starb Selma Lagerlöf in Mårbacka, dem Gutshof ihrer Kindheit.
Ich finde die Person Selma Lagerlöf faszinierend. Sie hat trotz schwerer Krankheit als Kind (Kinderlähmung) und einer Erkrankung der Hüfte, die evtl. (ich weiß es nicht genau) aus dieser Kinderlähmung resultierte, nie resigniert. Als Kind wurde sie verspottet und mit dem Namen „Hinkebein“ gehänselt. Sie hat ihre Ausbildung abgeschlossen, gearbeitet und erst als sie vom Schreiben leben konnte, ihre Tätigkeit als Lehrerin aufgegeben. Es gelang ihr sogar, den total überschuldeten Gutshof ihrer Kindheit, der ja ihr Elternhaus war, zurück zu kaufen. Eine bewundernswerte Frau. Schließen möchte ich mit einem Zitat:
Schenken heißt, einem Anderen das geben, was man selber behalten möchte.
Selma Lagerlöf weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
-
-
-
-
anonym, 16.12.2006, 22:46 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
sh - LG Sven
-
-
-
Lehane, Dennis: Kein Kinderspiel "Hart und herzlich"
Pro:
spannend und logisch, Humor ist auch dabei, Ideenreich
Kontra:
ab und an zu gewalttätig
Empfehlung:
Ja
Angefangen hatte es damit, dass ich mir irgendwann einmal bei amazon die persönlichen Buchempfehlungen angesehen hatte. Manche waren für die sprichwörtliche Tonne und bei anderen schürte die Kurzbeschreibung mein Interesse. So auch in diesem Falle.
Inhalt:
Alexandra McCready ist wie vom Erdboden verschluckt. Von der Mutter noch ins Bett gebracht, war sie am nächsten Morgen einfach nicht mehr da. Natürlich wird gleich Kidnapping vermutet, doch ein Erpresser meldet sich nicht.
In ihrer Verzweiflung wenden sich Onkel und Tante des Mädchens 3 Tage später an das Detektivpärchen Angela Gennaro und Patrick Kenzie. Zunächst sträuben sich die Beiden, den Fall zu übernehmen, denn ihrer Ansicht nach kann ein solcher Fall, in dem ein Kind schon so lange verschwunden ist, kein gutes Ende nehmen. Sie haben davor Angst, irgendwann vor dem Leichnam des kleinen Mädchens zu stehen. Zudem glauben Sie den Fall bei der Bostoner Polizei in guten Händen. Doch Überredungskünste und die Verzweiflung der Familie konnten die beiden Detektive dann doch überzeugen einzugreifen.
Gennaro & Kenzie rollten den Fall über Helene, die Mutter des Mädchens auf. Schnell fanden die Beiden heraus, dass sie drogenabhängig ist und in zweifelhaften Kreisen verkehrt. Schon früh steht fest, dass Helene bei ihrer Aussage genüber der Polizei nicht so ganz bei der Wahrheit geblieben ist. Bei ihren Recherchen machen die beiden auch Bekanntschaft mit den zuständigen Polizeiermittlern in diesem Fall. Fortan wirbeln Gennaro & Kenzie mit den Seargants Raftopoulos (genannt Poole) und Broussard gemeinsam den Staub auf. Das Rätsel schien gelöst als herausgefunden wurde, dass Helene für einen Drogenhändler Kurierdienste tätigte und ihn dabei um die läppische Summe von 200.000 Dollar gelackmeiert hat. Doch auch die Spur zum Dealer verläuft im Sande.
Dann geht auf einmal doch noch eine Lösegeldforderung ein. Gefordert wird genau die unterschlagene Summe, die von den Detektiven und Polizisten in einem Steinbruch zu übergeben ist. Auf dem Weg dorthin spielt Poole seine Gesundheit einen Streich doch die anderen geben nicht auf. Am Zielort angekommen fanden sie jedoch nur die Puppe des Mädchens. Kurz darauf gerieten sie in einen Kugelhagel aus dem sie aber mit Hilfe der zuvor dort positionierten Polizei entkommen konnten. Zur Belohnung war allerdings das Geld verschwunden....
Rastlos fahnden sie weiter nach dem kleinen Mädchen und schon bald wird auch die Beziehung zwischen Gennaro und Kenzie auf eine harte Bewährungsprobe gestellt.
So, bis hierher und nicht weiter. Ich kann Euch doch nicht die Chance nehmen, den atemberaubenen Schluss selbst zu erleben....
Meinung:
Lehane schreibt wirklich außerordentlich spannend. Er versteht es, beim Leser aufkommende Fragen schnell zu beantworten. Zudem scheint vieles nicht so wie es scheint und der Fall entwickelt sich zu einem komplexen Gebilde. Verwirrt wird der Leser dadurch aber nicht, den Dingen bleibt man „auf der Spur“.
Zudem schrieb er die Dialoge zwischen den Personen (vor allem zwischen dem Detektiv-Paar und den Polizeiermittlern) recht schlagfertig und flapsig. Entstanden ist somit eine schriftliche Folge von „Die 2“ oder „Starsky & Hutch“ (wer die Krimiserien kennt, hat den Anderen jetzt etwas voraus) im Buchformat. So muss man trotz des ernsten Themas des öfteren schmunzeln.
Die Handlung des Buches ist auch logisch aufgebaut. Große Zeitsprünge werden dem Leser nicht abverlangt. Die Beschreibung der Personen ist für die Handlung völlig ausreichend. Ausschmückendes Beiwerk ist nicht vorhanden. Kontrovers diskutiert Lehane in dem Werk verschiedene amerikanische Gesetze, auf die ich jetzt aber nicht näher eingehe, da sonst das „Finale“ verraten wird. Für meinen Geschmack hätte die Passage allerdings etwas ausführlicher sein können. Aber das Buch wurde ja in erster Linie nicht für den europäischen Markt geschrieben.
Für mich nur unverständlich, dass in dieser Krimi-Geschichte das FBI nicht mitwirkt, das nach meinen Informationen in Kidnappingfällen herangezogen wird.
Die 525 Seiten verflogen im Nu und machen Durst auf andere Werke des Autors.
Fazit: laufen, kaufen, lesen... oder schenken lassen. Für kurzweilige Unterhaltung ist gesorgt.
Autor/Buch:
Dennis Lehane, Jahrgang 1966, lebt in Boston und kennt somit den Menschenschlag von dem er in seinem Buch schreibt schon gut. Bevor er erfolgreich zum Schreiberling wurde, arbeitete er in einem Buchladen und als Kinderbetreuer. Gleich sein erstes Buch („Streng vertraulich“) wurde in den USA prämiert. Für das besprochene Buch erhielt er in Deutschland 2001 den Deutschen Krimipreis.
Insgesamt hat Lehane bisher sechs Bücher veröffentlicht. Bis auf das neueste Werk („Spur der Wölfe“) sind die anderen Bücher in den Hauptrollen mit dem Detektivpärchen Angela Gennaro und Patrick Kenzie besetzt (Bei dem Namen der Frau drängt sich der Verdacht auf, ob Lehane den Film „Stirb langsam“ mag?).
In folgender Reihenfolge sind die Geschichten erschienen:
„Streng vertraulich“, „Absender unbekannt“, „In tiefer Trauer“, „Kein Kinderspiel“ und „Regenzauber“;
Somit fing ich in dieser Krimi-Reihe mal wieder mittendrin an zu lesen, aber Vorwissen aus den vorherigen Bänden ist zum Verstehen der Handlung nicht notwendig. Jedes Buch beinhaltet für sich eine abgeschlossene Handlung.
Erschienen ist das Werk als Taschenbuch im Ullstein Verlag unter der ISBN-Nr. 3-548-24841-1 und ist zum Preise von 8,95 Euro käuflich zu erwerben.
Viele Grüße
denali
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-03-26 20:24:53 mit dem Titel Lehane, Dennis: Streng vertraulich / "Nichts ist, wie es scheint"
Völlig unorthodox, fing ich die Werke Lehanes mittendrin an zu lesen, also als erstes sein viertes Buch. An sich macht das Nichts, da jedes Buch eine in sich abgeschlossene Handlung hat, doch ich war nun neugierig zu erfahren, wie mit dem Detektiv-Pärchen Angela Gennaro und Patrick Kenzie alles begann. Eines vorweg, diese Lücke konnte nicht geschlossen werden, doch dazu später mehr.
In Lehane’s Erstlingswerk beauftragen die Senatoren Mulkern und Paulson das Detektiv-Paar Gennaro/Kenzie mit der Suche nach Jenna Angeline, einer verschwundenen Putzfrau aus dem State House, die angeblich wichtige Dokumente für einen Gesetzesentwurf entwendet hat.
Augenscheinlich ein leichter Auftrag für die Beiden, doch was ist schon einfach? Sie spüren Jenna schnell im Dunstkreis ihrer Schwester auf. Als Gennaro/Kenzie ihr mitteilen, warum man hinter ihr her war, erfahren die Beiden, dass das Geschwätz der Senatoren blanker Unsinn war. Als Beweis dafür, möchte Jenna ein Indiz liefern, das allerdings in einem Bankschließfach verwahrt wird. Patrick Kenzie, der nun hinter dem einst harmlosen Fall nun mehr wittert als geglaubt, lässt sich auf diesen Deal ein.
Am nächsten Morgen präsentiert Jenna ihm ein Foto, auf dem Senator Paulson in seiner Unterwäsche neben einer weiteren Person zu erkennen ist. An sich noch nichts Welt bewegendes, aber gerade als Jenna erzählen will, wo sie weitere Fotos aus dieser Serie versteckt hält, fällt sie einem gezieltem Anschlag zum Opfer. Der Detektiv entkam dem Attentat, in dem er dem Angreifer eine schwere Schussverletzung zugefügt hat.
Welche Ausmaße dieser Fall annehmen sollte, begriffen Gennaro/Kenzie wenige Tage später auf der Beerdigung Jenna’s, bei der sich die Unterwelt in Form zweier verfeindeter Banden die Ehre gab. In einem der Anführer erkannten sie sofort den anderen Mann auf dem Bild. Nach der Trauerfeier erfuhren die Beiden von einem bekannten Polizisten, dass die andere Gang von Jenna’s Sohn Roland angeführt wird und der von ihnen erkannte Bandenchef Socia, der Ex-Mann der ehemaligen Putzfrau, ist.
Dadurch das Patrick Kenzie der Letzte war, zu dem Jenna zu Lebzeiten Kontakt hatte, vermuteten beide Bandenchefs, dass er oder seine Partnerin auch im Besitz der restlichen Fotos aus dieser Serie sein mussten. Beide zeigten ein außergewöhnliches Interesse daran, die Fotos für sich zu ergattern, der eine aus Angst vor der Öffentlichkeit und der Andere aus reiner Rachlust.
Welche Rachegelüste in Roland schwelten, erkannten Gennaro/Kenzie als sie die restlichen Fotos der Serie aufspürten. Ansonsten kam es, wie es kommen musste, zwischen den verfeindeten Gangs reichten Kleinigkeiten um einen Bandenkrieg vom Zaun zu brechen. Und das Detektiv-Pärchen mittendrin.....
Wer wen wie ausknockte und wie die ehrenwerten Politiker das Geschehen aufnahmen, müsst Ihr bitte selbst dem Buch entnehmen.
Für seinen „Erstling“ erhielt Lehane mit dem Deutschen Krimipreis gleich eine begehrte Auszeichnung. Sein erfrischender Schreibstil und seine Art, wie er die Missstände in seinem Land anprangert, heben sich in der tat von anderen „Größen“ der Krimi-Literatur ab.
Neben den korrupten Politikern mit ihrer Vertuschungstaktik ist ihm die noch immer vorhandene Rassendiskriminierung ein Dorn im Auge (Ich sollte erwähnen, dass Jenna, Socia und deren Abkömmling keine Weißen sind). Dabei verteilt er nicht Gut und Böse zwischen Schwarz und Weiß, sondern mischt alles kräftig durch, so dass jede Seite ihre Guten und Bösen hat.
Hurmorvoll und logisch nachvollziehbar schreibt Lehane diese Geschichte aus der Sicht von Patrick Kenzie. Etwas ins „Schwafeln“ gerät er, wenn er über Wohnungseinrichtungen („Sie haben es aber nett hier“) und Autos schreibt. Dieses tut der Spannung aber keinen Abbruch, vielmehr ist es eine kurze Erholung für den Leser, bevor es wieder in die „Vollen“ geht.
Ich kannte schon einen anderen Roman des Autors, doch in diesem ersten Fall muss der Leser es als gegeben hinnehmen, dass Kenzie und Gennaro schon eine Weile zusammenarbeiten. Über die Entstehung dieser „Beziehung“ erfährt man also nichts.
Sehr zum erfrischenden Schreibstil trägt auch der lockere Umgangston, nicht nur der Detektive untereinander, bei. Ansonsten fällt noch die genaue, ja fast schon liebevolle Beschreibung des Autors seiner Heimatstadt Boston angenehm auf. Genau wie die Erkenntnis eines Amerikaners (Lehane als Autor), dass die Amerikaner die Schuld nie bei sich, sondern immer bei anderen suchen. Fazit: strikte Leseempfehlung
Der Autor:
Dennis Lehane, Jahrgang 1966, lebt in Boston und kennt somit den Menschenschlag von dem er in seinem Buch schreibt schon gut. Bevor er erfolgreich zum Schreiberling wurde, arbeitete er in einem Buchladen und als Kinderbetreuer. Für das besprochene Buch erhielt er in Deutschland 2001 den Deutschen Krimipreis.
Insgesamt hat Lehane bisher sechs Bücher veröffentlicht. Bis auf das neueste Werk („Spur der Wölfe“) sind die anderen Bücher in den Hauptrollen mit dem Detektivpärchen Angela Gennaro und Patrick Kenzie besetzt (Bei dem Namen der Frau drängt sich der Verdacht auf, ob Lehane den Film „Stirb langsam“ mag?).
In folgender Reihenfolge sind die Geschichten erschienen:
„Streng vertraulich“, „Absender unbekannt“, „In tiefer Trauer“, „Kein Kinderspiel“ und „Regenzauber“;
Das Buch:
Der Ullstein Verlag hat dieses Buch 1999 als Taschenbuch in der deutschen Übersetzung auf den Markt gebracht. Aus dem Originaltitel „a drink before the war“ wurde mit „Streng vertraulich“ übersetzt. Ansonsten bedient sich der Originaltitel der Szene, in dem Gennaro und Kenzie die Identität der Bandenchefs von dem Polizisten in einer Kneipe erfuhren. Kurz danach begannen die Kämpfe zwischen den Gangs.
Seit 2001 ist das Buch in der 2. Auflage unter der ISBN-Nr. 3-548-25200-1 für 7,95 Euro zu beziehen. Für gerade einmal kurze 317 Seiten anscheinend ein hoher Preis, doch ist der Lesespaß diesen Obolus allemal wert.
Viel Spaß beim „Schmökern“
denali
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-07-09 21:53:47 mit dem Titel Lehane, Dennis: "Regenzauber" / Systematisch in den Abgrund
Die Bücher von Dennis Lehane.... Mit seinem von mir zuerst gelesenen Werk „Kein Kinderspiel“ weckte der Autor in mir das Verlangen nach Mehr. Und so las ich als zweites sein Erstes Buch „Streng vertraulich“ und griff beherzt zu, als man mir eine Fortsetzung mit diesem Buch „Regenzauber“ anbot... Ok, wer nach oben guckt, weiß ob es sich gelohnt hat, aber jetzt erst mal zum
Inhalt.
Patrick Kenzie, Privatdetektiv, erhielt von Karen Nichols den Auftrag, sich einer Lappalie anzunehmen. Im Sportclub stellte ihr ein Mann nach, was sie, frisch und fest verliebt, gar nicht so toll fand. So stattete Patrick mit seinem Kumpel Bubba Rogowski, ein - hmmm, sagen wir mal – ein kräftiges, um sich schlagendes Kleinhirn, dem Mann einen Besuch ab und gut war’s.
Eigentlich nicht erwähnenswert, wenn nicht das Erscheinungsbild der Karen Nichols ein so intensiven Eindruck auf Patrick hinterlassen hätte. Alles an ihr schien perfekt, noch nie schien sie einem Fleck zu Nahe gekommen zu sein. Patrick fasste für sich zusammen, dass die Frau wohl auch ihre Söckchen bügeln würde.
Sechs Monate später trat Karen Nichols wieder in Patricks Leben. Diesmal allerdings als Schlagzeile, denn sie hatte sich von einem Haus in die Tiefe gestürzt. Für Patrick war dieser Selbstmord unbegreiflich, denn so wie er Karen kennen gelernt hatte, schien ihm eine solche Reaktion von ihr völlig absurd und begann auf eigene Faust zu recherchieren. Kurz gefasst lauten seine Ergebnisse wie folgt: Freund nach Unfall schwer verletzt im Koma; über ihr eine Horde Pleitegeier, weil sie die Rechnungen des Krankenhauses nicht bezahlen kann; Job weg; Wohnung weg; schiefe Bahn....
Zusammen mit seiner ehemaligen Teilhaberin des Detektivbüros, Angela Gennaro, die sich mit ihrem Job bei einer Sicherheitsfirma nicht ausgelastet fühlt, ging er den einzelnen Spuren auf den Grund. So stellten sie fest, dass jemand systematisch das Leben von Karen zerstörte. Der Unfall des Freundes erwies sich als geplant und die bestehende Krankenversicherung wurde mit gefälschter Unterschrift gekündigt und so fort. Die beiden Detektive begriffen jedoch schnell, dass Karen nicht das eigentliche Ziel war sondern als Druckmittel gegen ihr Elternhaus, einem angesehenen Ärzte-Ehepaar diente.
Doch wer zog nun im Hintergrund eigentlich die Fäden? Hing Karens Stiefbruder Wesley, dem die Eltern die Schuld am Tod ihrer Schwester gaben und seit 10 Jahren nicht mehr gesehen wurde, da mit drin? Welche Rolle spielte Karens Psycho-Doc, der zum Schluss recht eigenartige Videos mit seiner Patientin drehte? Und warum führt die illegal eingewanderte Haushaltshilfe von Karens Eltern die Detektive auf eine falsche Fährte?
Die Spuren führen immer wieder zu zwei Männern. Jedoch verblutete einer von ihnen vor den Augen der Detektive. Jede Hilfe kam zu spät. So musste doch sein Mörder die Person sein, die hinter allem steckt. Jeder tippte auf Wesley, den Sohn der Nichols. Doch der Flüchtende hatte sich flink aus dem Staub gemacht und so etwas passt nicht zu einem Gehbehinderten... Nunmehr erfasste der Psycho-Terror auch das private Umfeld der Detektive. Es galt, die Schachzüge des anderen zu erahnen um Gegemaßnahmen einzuleiten verbunden mit der Hoffnung, den Übeltäter nun endlich zu demaskieren....
Neugierig geworden? Nun, dann seid versichert, dass des Rätsels Lösung im Buch niedergeschrieben ist !
Statement:
Ein tempo- und ideenreicher Roman. Glaubt man, mittendrin schon schlauer zu sein als die Detektive und den Täter zu kennen, so wirft Lehane in kürzester Zeit die Theorie wieder über den Haufen. Mit dieser Taktik hält er die Spannung hoch und man ist förmlich am „verschlingen“ der Seiten, um endlich das Geheimnis um den Täter zu lüften. Wie auch schon in seinen anderen Werken, lässt er als Personenbeschreibung der „Mitwirkenden“ gerade so viel zu, wie es für den Leser notwendig ist. Ausgeschmückt wird hier Nichts, Lehane kehrt schnell zum roten Faden zurück.
Nach wie vor erweisen sich Angela Gennaro und Patrick Kenzie von der schlagfertigen und flapsigen Abteilung,so dass auch für etwas Humor gesorgt ist.
Ebenso ist schon Standard, dass Lehane auch weiterhin seine Heimat Boston liebevoll beschreibt.
Nur im Vergleich zu den anderen, von mir gelesenen Romanen des Autors („Kein Kinderspiel“ und „Streng vertraulich“) ist in diesem Werk die Zahl der Actionsequenzen leicht erhöht worden. OK, Sex und Gewalt sind gut für das Geschäft und steigern den Umsatz. Nachdem Ersteres nur bis an die Gürtellinie geht und moralisch sauber und abbaubar bleibt, hat also Letzteres in einem Maße zugenommen, dass es schon fast zuviel des Guten ist.
Insgesamt ist die Geschichte verständlich geschrieben und für den Leser leicht nachzuvollziehen. Beklemmend ist, dass man sich große Teile des Romans durchaus in der Realität vorstellen könnte...
Die Romane Lehanes um das Detektivpärchen Gennaro und Kenzie müssen durchaus nicht in der Reihenfolge ihres Erscheinens gelesen werden. Jedes Buch beinhalt eine in sich abgeschlossene Handlung.
Das Buch:
Als deutsche Erstausgabe ist „Regenzauber“ im Jahre 2001 im Ullstein-Verlag als Taschenbuch erschienen (ISBN 3-548-25173-0) und für 8,95 Euro käuflich zu erwerben. 461 Seiten spannende Lektüre lassen die Zeit um den Leser herum wie im Flug vergehen.
Wer sich lieber an gebrauchte Bücher hält, wird bei amazon.de zu etwa der Hälfte des Neupreises fündig. Allerdings kommen dann noch Portokosten hinzu. Noch etwas preiswerter kann man zur Zeit bei ebay mitbieten... ( jeweils Stand: 09.07.2003)
Der Autor:
Dennis Lehane, Jahrgang 1966, lebt in Boston und kennt somit den Menschenschlag von dem er in seinem Buch schreibt schon gut. Aufgewachsen ist er in Dorchester, jener Vorort der in seinen Krimis immer wieder beschrieben wird. Bevor er erfolgreich zum Schreiberling wurde, arbeitete er in einem Buchladen und als Kinderbetreuer. Für das besprochene Buch erhielt er in Deutschland 2002 den Deutschen Krimipreis.
Diesen hatte er im Jahr zuvor auch schon für sich entschieden (Prämiert wurde „Kein Kinderspiel“)
Insgesamt hat Lehane bisher sechs Bücher veröffentlicht. Bis auf das neueste Werk („Spur der Wölfe“) sind die anderen Bücher in den Hauptrollen mit dem Detektivpärchen Angela Gennaro und Patrick Kenzie besetzt (Bei dem Namen der Frau drängt sich der Verdacht auf, ob Lehane den Film „Stirb langsam“ mag?).
In folgender Reihenfolge sind die Geschichten erschienen:
„Streng vertraulich“, „Absender unbekannt“, „In tiefer Trauer“, „Kein Kinderspiel“ und „Regenzauber“;
Fazit:
Da Lehane hier wieder ein sehr spannendes Werk gelungen ist und aufgrund seiner fesselnden Schreibweise einem die Müdigkeit verdrängen lässt, ist dieses Buch uneingeschränkt zu empfehlen. Neben Krimi-Fans sollten auch Liebhaber von Psycho-Thrillern auf ihre Kosten kommen.
Viel Spaß beim „Schmökern“
denali weiterlesen schließen -
Eine Liebeserklärung vor 200 Jahren
Pro:
das gedicht
Kontra:
eigntlich nix, leider nur ne drei
Empfehlung:
Ja
Heute möchte ich einfach mal das Gedicht „ Neue Liebe, Neues Leben“ von dem Allseits bekannten Johann Wolfgang Goethe interpretieren. Dazu muss ich jedoch sagen, dass es die Deutscharbeit ist, die wir geschrieben haben, ist. (hoffentlich macht das nichts!)
Das Gedicht
***********
Da viele das Gedicht nicht kennen werden, habe ich es noch einmal abgetippt.
Herz, mein Herz, was soll das geben?
Was bedrängt dich so sehr?
Welch ein fremdes, neues Leben!
Ich erkenne dich nicht mehr.
Weg ist alles, was du liebtest,
Weg, warum du dich betrübtest,
Weg dein Fleiß und deine Ruh –
Ach, wie kam es nur dazu!
Fesselt dich die Jugendblüte,
Diese liebliche Gestalt,
Dieser Blick voll Treu und Güte
Mit unendlicher Gewalt?
Will ich rasch mich ihr entziehen,
Mich ermannen, ihr entfliehen,
Führet mich im Augenblick,
Ach, mein Weg zu ihr zurück.
Und an diesem Zauberfädchen,
Das sich nicht zerreißen lässt,
Hält das liebe, lose Mädchen
Mich so wider Willen fest;
Muss in ihrem Zauberkreise
Leben nun auf ihre Weise.
Die Verändrung, ach, wie groß!
Liebe! Liebe! lass mich los!
Die Interpretation
*****************
(ich hab hier einfach nur das abgetippt, und Fehler verbessert, wie ich es in mein Arbeitsheft geschrieben habe!)
In dem Gedicht „Neue Liebe, Neues Leben“ von Johann Wolfgang Goethe, welches er 1775 verfasste, versucht das lyrische Ich verzweifelt, der Liebe zu einem Mädchen zu entkommen und seinem alten, ruhigem und fleißigem Leben wieder nachzugehen. Es ist ein Gespräch zwischen den lyrischen Ich und seinem Herzen.
Das Gedicht hat drei Strophen zu je acht Versen. Das Reimschema is ababccdd, wobei man sehen kann, dass jeweils ein Kreuz- und ein Paarreim vorhanden ist. Auffallend ist auch, dass der erste und der dritte wie auch der fünfte und sechste Vers immer klingend sind, das sie eine weibliche Kadenz (unbetonte Silbe am Ende) besitzen.
Es ist ein trauriges Gedicht, welches durch den streng eingehaltenen vierfüßigen Trachäus unterstrichen wird. Das Traurige wird durch die zahlreichen, verzweifelten und sich steigernden Hilferufe hervorgehoben. In der zweiten und dritten Strohe ist jeweils im dritten und vierten Vers ein Ejambement (Zeilensprung) zu finden.
Im ersten Vers fragt das lyrische Ich sein Herz, was geschehen ist und „was soll das geben“. Es werden eine Reihe von Veränderungen aufgelistet, durch die das gesamte Leben des Ichs betroffen ist.
In der zweiten Strophe wird dann der Grund für die „Verändrung“ genannt. „Die Jugendblüte, diese liebliche Gestalt mit unendlicher Gewalt“ soll es sein, der das Ich nicht entkommen kann und immer wieder führt der Weg „zu ihr zurück“. Die Gestalt wird als etwas Bedrohliches und Mächtiges dargestellt, die aber auch lieblich ist. Hier kann man den Widerspruch vorfinden, den es eigentlich in jedem Liebesgedicht gibt.
In der letzten Strophe erfährt man dann, dass es ein Mädchen ist, das ihn „wider Willen“ fest hält.
Dann klingt es so, als wolle das lyrische Ich kapitulieren und „leben nun auf ihre Weise“, doch in den letzten beiden Versen ist die Verzweiflung wieder vorhanden. Der letzte Hilferuf wird durch ein stilistisches Mittel, die Alliteration, nach einmal hervorgehoben: „Liebe! Liebe! lass mich los!“
Ich finde das Gedicht sehr schön, obwohl es traurig ist. Es verdeutlicht, dass Liebe nicht nur schön traumhaft sein kann, sondern auch eine Kehrseite der Medaille hat, nämlich die Verzweiflung. Sie taucht immer dann auch, wenn man vom Geliebten oder der Geliebten eine Absage bekommen hat, man ihn/sie jedoch nicht vergessen kann.
Fazit
*****
Ich weiß nicht, was ich hier sagen soll, außer das, was ich bereits in der Interpretation gesagt habe. Zu Goethe selbst brauch ich wohl auch nichts sagen, denn den sollte wirklich jeder kennen!! Und wenn nicht ihn selber, dann sein berühmtes Gedicht „Die Bürgschaft“, die eigentlich jeder wohl mal auswendig lernen musste, oder? *g*
Vielleicht sollte ich am Ende noch sagen, dass ich für diese Arbeit eine drei bekommen habe.
Thx fürs Lesen
2003 by maurenbrecher weiterlesen schließen -
Welches ist das beliebteste Buch von Astrid Lindgren ?
03.03.2003, 15:15 Uhr von
Fantaghiro
Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentlich ist für die Augen unsichtbar.Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Zum Tod von Astrid Lindgren am 28.01.2002 , habe ich zu ihrem Gedenken eine Umfrage bei Hitewin eingestellt. In dieser wollte ich heraus finden welche Werke der berühmten Autorin ihr gelesen habt. In diesem Bericht möchte ich euch nun die Auswertung präsentieren. Ich werde eine Hitliste machen die nach der Beliebtheit der Bücher , also das häufigst gelesene zuerst sortiert ist . Im weiteren werde ich kurz erläutern worum es in den einzelnen Büchern geht um auch denen die sie vielleicht nicht kennen einen Eindruck zu verschaffen. Es haben 86 User teilgenommen und Mehrfachnennungen waren möglich.
1. Pippi Langstrumpf (87,21 %)
2. Die Kinder aus Bullerbü (58,14 %)
3. Michel aus Löneberga (53,49 %)
4. Karlsson vom Dach (50,00 %)
5. Ronja Räubertochter (45,35 %)
6. Meisterdetektiv Kalle Blomquist (30,23 %)
7. Madita (29,07 %)
8. Ferien auf Saltkrokan (25,58 %)
9. Die Brüder Löwenherz (24,42 %)
10. Die Kinder aus der Krachmacherstraße (23,26 %)
11. Mio, mein Mio (17,44 %)
12. Rasmus und der Landstreicher (12,79 %)
13. Meine Kuh will auch Spaß haben (9,30 %)
14. Pomperipossa in Monismanien (8,14 %)
Es war wohl abzusehen , das Pippi Langstrumpf an der Spitze steht. Hier nun die Inhaltsangaben zu den Büchern.
Pippi Langstrumpf:
Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf, kurz Pippi Langstrumpf genannt, wohnt mit ihrem Pferd Kleiner Onkel und dem kleinen Affen Herrn Nilsson in der Villa Kunterbunt und macht, was sie will. Sie ist das stärkste Mädchen der Welt, sie lügt, dass sich die Balken biegen. Pippi triumphiert über Einbrecher, Lehrerinnen und Polizisten und ist für Thomas und Annika eine wunderbare Freundin. Zusammen erleben sie eine Menge Abenteuer.
Die Kinder aus Bullerbü:
Es stimmt schon, dass es in Bullerbü immer lustig zugeht. Bullerbü ist zwar nur ein ganz kleines Dorf mit drei Höfen, aber man kann dort herrlich spielen. Man kann Höhlen graben oder Hütten bauen, auf Schatzsuche gehen oder wie ein Landstreicher in der Scheune übernachten. man kann angeln oder Krebse fangen, Schlittschuh laufen oder um die Wette rodeln - wie Lisa, Bosse, Lasse, Inga, Britta, Ole und die kleine Kerstin. Die Kinder erleben immer neue Abenteuer in Bullerbü.
Michel aus Löneberga:
Michel aus Lönneberga ist ein Lausejunge. Er zieht seine kleine Schwester Ida an der Fahnenstange hoch , oder steckt mit dem Kopf in der Suppenschüssel fest. Fällt kopfüber in die Blaubeersuppe . Dann muss er zwar in den Tischlerschuppen, wie immer wenn er Unfug macht und schnitzt dann viele Figuren. Aber nie für lange. Er hat nur Unfug im Kopf und hält ganz Löneberga in Atem , aber wenn er will kann er auch ganz lieb sein.
Karlsson vom Dach:
Lillebror Svantesson, acht Jahre alt, bekommt überraschend Besuch aus der Luft von einem sonderbaren Burschen, der auf einem Hausdach wohnt und mit Hilfe eines Propellers ganz allein fliegen kann. Karlsson, wie er sich nennt, ist laut eigener Aussage der beste, netteste, lustigste und überhaupt fabelhafteste Freund von der Welt. Seine Lieblingsbeschäftigungen sind: herumschwirren in der Luft, essen und Leute ärgeren. Langeweile pustet er einfach weg. Lillebror freut sich immer wieder, wenn Karlsson zu ihm ins Zimmer geflogen kommt.
Ronja Räubertochter:
In der Nacht, als Ronja geboren wurde, rollten gewaltige Donner über die Berge; es war eine Gewitternacht, in der die uralte Räuberburg auf dem Mattisberg von den obersten Zinnen bis hinab zum tiefsten Kellergewölbe in zwei Hälften zerbarst. Mattis, den mächtigsten Räuberhauptmann , kümmerte das wenig, er war wie von Sinnen vor Glück über seine kleine Tochter, und seine Räuber, die unten in der großen Steinhalle am Feuer saßen und schmausten und zechten und lärmten, freuten sich mit ihm. Nun würde das Mattisgeschlecht fortbestehen. Die Borkasippe hingegen, die jenseits der Räuberschlucht ihr Unwesen trieb, hatte keinen Nachkommen, wenn Borka einst die Kraft ausgehen würde, Räuberhauptmann zu sein. Aber da irrten sie sich gewaltig. Borka, Mattis' Erzfeind, bekam in derselben Gewitternacht einen Sohn. Dieser schloss Freundschaft mit Ronja auch wenn sie es nicht gedurft hätten wegen ihrer Familien. Aber diese Freundschaft lässt die Feindschaft vergehen.
Kalle Blomquist:
Warum hat er nicht das Glück gehabt, in London oder Chicago zur Welt zu kommen, wo Verbrechen an der Tagesordnung sind? Fragt sich Kalle Blomquist. Er musste ausgerechnet in diesem langweiligen Kleinköping geboren werden, wo nichts passiert. Aber dann passiert doch etwas: ein Juwelendiebstahl. Und er, Kalle Blomquist, kann der Polizei bei der Aufklärung des Verbrechens helfen.
Madita:
Eigentlich heißt Madita Margareta, aber als sie noch klein war, nannte sie sich selbst Madita. Obwohl sie jetzt schon groß ist, fast sieben Jahre alt, heißt sie immer noch so. Nur wenn sie etwas angestellt hat, wird sie Margareta genannt. Und sie wird ziemlich oft so genannt, denn auf Birkenlund, wo Madita mit ihren Eltern und der kleinen Schwester Lisabet lebt, kann man herrlich spielen und jeden Tag neue Abenteuer erleben. Dafür sorgen schon Maditas Freund Abbe, der Kringelbäcker und Fliegerbaron, und die rothaarige Lause-Mia. Am meisten sorgt Madita natürlich selbst dafür!
Ferien auf Saltkrokan:
Das Buch spielt auf der Insel Saltkrokan, die im Schärengürtel vor Stockholm liegt. . In dieser Schärenwelt haben der Schriftsteller Melcher Melcherson und seine Kinder herrliche Ferienerlebnisse. Als sie an einem Sommermorgen in Stockholm das Fährschiff besteigen, ahnen sie nicht, welche Aufregungen, Verwirrungen und Abenteuer, welche Sorgen und Freuden ihnen bevorstehen. Die Anmut, die Fröhlichkeit und die Herzlichkeit der Menschen und ihre Liebe zu den Tieren und der ganzen Natur machen Saltkrokan zu einem Ferienparadies.
Die Brüder Löwenherz:
Der neunjährige Karl Löwe, Krümel genannt ist krank und weiß, dass er bald sterben muss. Um ihn zu trösten, erzählt ihm sein älterer, über alles geliebter Bruder Jonathan vom Lande Nangijala, in das man kommt, wenn man gestorben ist. "In Nangijala wird es dir gefallen, denn dort ist noch die Zeit der Sagen und Lagerfeuer", sagt Jonathan. "Dort wirst du von früh bis spät Abenteuer erleben". Doch dann geschieht das Furchtbare, dass Jonathan vor Krümel stirbt; er opfert sein Leben, um den kleinen Bruder aus einem brennenden Haus zu retten. "Weine nicht, Krümel", sagt Jonathan, bevor er stirbt, "in Nangijala sehen wir uns wieder". So geschieht es auch aber mehr wird nicht verraten.
Die Kinder aus der Krachmacherstrasse:
Seit Jonas, Mia-Maria und Lotta auf der Welt sind, ist es aus mit der Ruhe in der Krugmacherstraße. Das meinte jedenfalls ihr Papa, als er die Krugmacherstraße in Krachmacherstraße umtaufte. Womit er nicht ganz Unrecht hatte, denn leise geht es in dem gelben Haus in der Krachmacherstraße gewiss nicht zu.
Mio mein Mio:
Der Waisenjunge Bo Vilhelm Olsson, der bei Pflegeeltern in liebloser Umgebung aufwächst sehnt sich nach Verständnis und Geborgenheit . Er findet auf geheimnisvolle Weise das »Land der Ferne«, in dem sein Vater, den er noch nie gesehen hat, König ist und er selbst als Prinz Mio ein Leben führt das vom Kampf gegen das Böse erfüllt ist.
Rasmus der Landstreicher:
Wenn man ein Waisenkind ist und dazu noch ein Junge mit glattem Haar, den keiner haben will, kann man ebenso gut tot sein, denkt Rasmus. Aber dann hat er eine Idee: Er könnte aus dem Waisenhaus fortlaufen. . Und eines Nachts setzt Rasmus seine Idee in die Tat um ...
Für die beiden letzten habe ich leider keine Inhaltsangabe gefunden und da ich sie auch selber nicht kenne kann ich nichts dazu sagen. Der Text ist nun recht lang geworden aber ich hätte nicht gewusst wie ich den Inhalt kürzer fassen sollte . Danke fürs durchhalten.
Gruß Fanta :o)
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-15 17:10:27 mit dem Titel Charlotte Link - Sturmzeit
Sturmzeit ist eigentlich eine Trilogie. Sie besteht aus drei Teilen : 1. Sturmzeit 2.Wilde Lupinen 3.Die Stunde der Erben.
In den Büchern geht es um eine Familie aus Ostpreußen , die dort ein landgut besitzen. Die geschichte beginnt vor dem Ersten Weltkrieg und führt dann durch die Russische Revolution durch den Ersten Weltkrieg , den Börsencrash in den Zweiten Weltkrieg und schließlich bis zur Wiedervereinigung Deutschlands.
Es wird erzählt wie die Familie diese Zeioten der Not und Aussichtslossigkeit übersteht und in den folgenden Teilen wird über die Kibnder und Kindeskinder berichtet. Starke Persöhnlichkeiten und Leute die Schwächen zeigen oder Probleme mit dem Politischen System bekommen sind vertreten.
Man weiß nie was als nächtes Passieren wird. das Buch steckt voller Spannung und unvorhergesehen Ereignissen . Die Charaktere gleichen sich zwar aber man kannn doch nicht wirklich sagen was passieren wird.
Witz ist genauso vertreten wie Dramatik und die Familie findet in irgenteiner Weise immer wieder zu einander und wenn es nur in der Not ist.
Ein Buch das nur zu empfehlen ist und das auch nicht langweilig wird zu lesen . Man erfährt nebenher noch einiges von der Geschichte Deutschlands und lernt so dazu ohne es eigentlich zu beabsichtigen.
Es gibt auch eine Verfilmung die sehr schön ist sich aber in einigen Punkten mit den Büchern nicht übereinstimmt.
Das Buch kann man für einen Preis von 16,90 DM pro Band erwerben und sich damit wirklich eine Freude machen.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-22 14:56:11 mit dem Titel Hera Lind *Das Superweib*
Huhu ,
hier bin ich mal wieder und wie soll es anders sein stelle ich euch mal wieder ein Buch vor welches ich gelesen habe und für würdig gehalten habe hier einen Bericht zu erhalten. Das ich dieses Buch gelesen habe ist nun schon ein wenig länger her , aber dennoch erinnere ich mich sehr gut das es mir gefallen hat.
Also will ich euch mal nicht länger auf die Folter spannen und berichten was es mit dem Buch auf sich hat.
***Inhalt***
Franziska hat zwei kleine Kinder und verbringt die Tage zu Hause , während ihr Mann , der ein berühmter Filmregisseur ist, in der Karibik Filme dreht. Als sie beim Frisör , dann die Mutter eines Scheidungsanwalts trifft , beschließt sie sich von ihrem MAnn scheiden zu lassen , obwohl sie das ursprünglich nicht vor hatte , aber es ergiebt sich dann.
Sie soll für ihren Scheidungsanwalt einen Lebenslauf schreiben und als dessen Mutter ihn liest schickt er ihn zu einem Verlag und er wird zum Bestseller . über Nacht wird Franziska berühmt. Der Roman soll sogar verfilmt werden und natürlich gerät sie an ihren Mann den Regisseur der das übernehmen will. Das Ganze führt zu jede Menge Trubel und Durcheinander.
***Autor und Co.***
Hera Lind ist Sängerin , Moderatorin und Romanautorin. Sie hat schon mehrere Bestseller geschrieben und auch die Verfilmungen ihrer Romane werden zu vollem Erfolg. Sie schreibt auf eine freche Weise , die einen amüsiert ,aber dennoch iste s nicht übertrieben. Man findet in ihrem Roamn sowohl Charme , Esprit und Witz , wie auch Ironie und ein wenig Romantik.
Der Roman ist vielseitig und macht wahrscheinlich deswegen beim Lesen soviel Spass.
***Meine Meinung***
Der Roman ist einfach zu lesen , da der Schreibstil einfach ist , man kann sich hinsetzen und lesen ohne groß denken zu müssen , man kann in dem Roamn versinken und die Zeit rauscht an einem vorbei. Es bereitet einen großen Spass das Buch zu lesen , gerade weil man von allem etwas findet , ein wenig Romantik ein bißchen Witz und Ironie und das alles verpackt in einen Roman der das Leben schrieb.
Hera Lind beschreibt quasi eine alltägliche Situation auf eine Weise das man meinen könnte jeder hat eine Chance es zu schaffen. Dinge des alltäglichen Lebens werde so in den Vodergrund gerückt , dass man sich gut in die Situation hineinversetzen kann und so mit den Charakteren des Buches mitempfindet. Man kann sich gut vorstellen selber in der Situation zu sein und somit intensiviert sich die ganze Geschichte wiel man sich die Vorgäng auch so vorstellen kann.
Wenn es nicht dabie stände würde man nicht glauebn wollen das alles frei erstunken und erlogen ist , denn man könnte glauben da hat jemand seine Lebensgeschichte aufgeschrieben. Man könnte meinen Hera Lind schreibt über sich selber und nicht über eine freierdachte Person.
***Fazit***
Eine lustige romantische und ironische Geschichte , die ich nur zum selberlesen empfehlen kann. Man kann sicherlich auch den Film anschauen der auch sehr gut ist , aber ein Buch ist immer noch was anderes weil man zwischen den Zeilen so einiges Lesen kann was ein Film niemals zeigt.
Wer ein unkompliziertes Buch lesen will und seinen Spass beim lesen haben will dem ist dieses Buch nur zu empfehlen. Aber auch für alle anderen .
Zum Schluß ist zu sagen selber kaufen und davon überzeugen mir hat es sehr gut gefallen und ich empfehle es hiermit weiter.
***Verlag und Co.***
Hera Lind
Das Superweib
Fischer
ISBN 3-596-50199-7
Preis : ca. 5 - 6 € (habe 10 DM bezahlt
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-02-17 16:28:28 mit dem Titel Eingeschneit in der Vergangenheit
Hallo,
heute möchte ich die Liste der Buchkritiken fortsetzen und euch von einem Buch einer Autorin berichten, das ich kürzlich gelesen habe. Der Schreibstil dieser Autorin hat mich überzeugt und ich habe bereits mehrere Bücher von ihr gelesen. Doch möchte ich meine Meinung nicht vorausstellen , sondern mich als erstes mit dem Buch beschäftigen. Das ich mir übrigens von meiner Schwester geliehen habe und von ihr empfohlen bekam. Aber nun genug mit dem Geschwafel, kommen wir zum eigentlichem Thema dieses Berichtes....
Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen ...
***Autor***
Zuerst möchte ich ein paar Worte über die Autorin verlieren, bevor ich zum eigentlichen Bericht über das Buch komme.
Charlotte Link wurde 1963 geboren. Sie ist eine vielseitig begabte Autorin, die sich sowohl mit großen Gesellschaftsromanen wie der Sturmzeit Trilogie (wurde im ZDF verfilmt), als auch mit fesselnden psychologischen Spannungsromanen einen Namen. Außerdem schrieb sie auch erfolgreiche Kinderbücher, Kurzgeschichten und journalistische Beiträge. Sie wohnt in der Nähe von Frankfurt am Main.
***Die Aufmachung***
Man sieht auf dem Cover des Buches eine weite grüne nach hinten bräunlich werdende Landschaft. Im Vordergrund sieht man ein weißes Haus. Das Haus steht inmitten der Landschaft und das ganze sieht recht idyllisch aus und versetzt einen schon in die richtige Stimmung um das Buch zu lesen. Im oberen Teil sieht man einen dunklen wolkenbehangenen Himmel. Oben stehen auch der Name der Autorin und darunter der Titel des Buches. Unten auf rotem Grund der Verlag.
***Inhalt***
Die Ehe von Babara und Ralph Amberg ist am Ende, beide erfolgreiche Anwälte sehen sich kaum noch und dementsprechend ist auch ihre Beziehung zueinander. Um diesen Zustand zu ändern schenkt Babara ihrem Mann zum Geburtstag eine Reise nach Yorkshire, wo dieser schon immer einmal hinwollte. Doch die Reise wird zu einem Erlebnis das die Beiden nie vergessen werden....
Als sie am späten Nachmittag in Leigh´s Dale ankommen beschließen sie im Laden nur für den Abend einzukaufen und am nächsten Morgen Vorräte für die Feiertage zu besorgen. Was wie sich später herausstellt ein verheerender Fehler war. Denn am nächsten Morgen ist alles zugeschneit, der Schnee liegt Meterhoch und der Weg zum Dorf ist unpassierbar. Eingeschneit, ohne Vorräte , ohne Strom und Heizung müssen sie sehen wie sie zurecht kommen. Sie schaffen es mit großer Mühe den Weg zum Schuppen frei zu graben, um Holz für die Öfen zu hacken und somit zumindest ein wenig Wärme in das Haus zu bringen. Unter Hunger leidend spitzt sich die Situation zu.
Als Babara nun Holz holen will, gibt eine Holzlatte im Boden des Schuppens nach und sie findet eine Stahlkassette. Als sie diese öffnet findet sie ein Manuskript, bzw. eine Tagebuch von Frances Gray. Frances hat früher in diesem Haus mit ihrer Familie gelebt und schreibt in diesem Tagebuch über ihr Leben durch zwei Weltkriege hindurch. Babara liest es mit Begeisterung, obwohl Ralph es gar nicht gut findet. Babara beginnt Frances zu verstehen und sich mit ihr zu solidarisieren. Sie ist ganz gefesselt von dem ?Buch?, das sie gar nicht merkt wie die Zeit vergeht.
Die ganze Situation spitzt sich zu und der Hunger wird unerträglich, so dass Ralph sich mit Skiern auf den Weg macht um Vorräte aus dem Dorf zu holen, doch wird er der Weg finden, oder wird er sich rettungslos verirren und in der Kälte erfrieren?
Falls ihr wissen wollte wie es weitergeht dann müsst ihr das Buch schon selber lesen, denn mehr verrate ich euch nicht, denn es soll ja spannend bleiben.
***Meine Meinung***
Nun kommen wir mal zu dem was ich zu diesem Buch zu sagen habe. Zuerst möchte ich ein paar Worte zu der Aufteilung sagen. Das Buch beginnt mit einem Prolog, der ein paar Ereignisse im Voraus beleuchtet. Der weitere Teil des Buches in verschieden lange Abschnitte aufgeteilt. Diese ereignen sich in zwei verschiedenen Zeiten, einmal in der Gegenwart und einmal in der Vergangenheit, zur Zeit als Frances Gray lebte. Es gibt immer Zeitsprünge, die aber gut nachvollziehbar sind, da immer die Daten angegeben sind.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es ist spannend geschrieben und durch die Darstellung der Extremsituation kommt es zu immer neuen interessanten Situationen. Man kann sich in die verzweifelte Lage hinein versetzen und so gelingt es einem die Geschichte mitzuerleben. Auch die Rückblicke ins Leben der ehemaligen Bewohner des Hauses lassen einen in eine Welt aus längst vergangenen Tagen eintauchen. Das Schicksal der jungen Frances nachvollziehen und mit ihr leiden. Man erlebt das sich zwei Frauen aus verschiedenen Zeiten doch ähnlicher sind als man denkt oder sie selber denken.
Charlotte Link ist ein Meisterwerk gelungen, das sich einfach toll lesen lässt man taucht in den Roman ein und auf einmal ist man durch ohne zu merken wie die Zeit vergeht. Ein fesselnder Roman, in dem es vor allem um die Zwischenmenschlichen Beziehungen verschiedener Menschen und Generationen geht. Dabei werden alltägliche Dinge in der früheren Zeit dargestellt. Und da waren sie lange nicht so alltäglich und alles vor allem zu Kriegszeiten wesentlich dramatischer. Die Autorin schafft es immer wieder tolle Romane zu schreiben. Auch dieser wurde für das ZDF verfilmt. Charlotte Link scheint es zu mögen in der Zeit der Weltkriege zu schreiben, da auch alle anderen Werke, die ich bisher von ihr gelesen habe in dieser Zeit spielen, allerdings aber alle einen anderen Schwerpunkt setzen und somit von der Thematik anders liegen. Charlotte Link gelingt somit immer wieder interessante Bücher zu schreiben, die ich gerne lese und somit auch anderen nahe legen möchte. Meiner Meinung nach also ein super Buch.
***Fazit***
Zum Schluss gibt es noch zu sagen, das es mir riesig Spaß gemacht hat dieses Buch zu lesen und ich allen nur empfehlen kann das Buch selber einmal zu lesen. Den Film dazu habe ich allerdings nicht gesehen, aber bei Sturmzeit habe ich festgestellt das Buch und Film sich sehr unterscheiden. Wie das bei diesem Werk aussieht kann ich nicht sage. Ich würde dieses Werk auf jeden Fall weiterempfehlen, es lohnt sich in jedem Fall.
***weitere Romane der Autorin***
Sturmzeit (41066)
Wilde Lupinen (42603)
Die Stunde der Erben (43395)
Die Sterne von Marmalon (9776)
Schattenspiel (42016)
Verbotene Wege (9286)
Die Sünde der Engel (43256)
Der Verehrer (44254)
Die Rosenzüchterin (00103)
***Autor & Co.***
Das Haus der Schwestern
Charlotte Link
Goldmann
ISBN 3-442-44436-5
www.goldmann-verlag.de
Seitenzahl: 600
Preis: 9,00 ?
Hiermit bin ich am Ende des Berichtes angekommen und danke euch fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren. Ich freue mich schon auf eure zahlreichen Kommentare ....
Bis dann man liest sich Liebe Grüße Fantaghiro :o)>.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-03-03 14:15:35 mit dem Titel Das Verhängnis der Rosen (Charlotte Link*Die Rosenzüchterin*)
Hallo,
nun möchte ich euch mal wieder ein neues Buch vorstellen. Ja, ich habe schon wieder eines durchgelesen und das nächste folgt bestimmt. Aber nun erstmal zu dem heutigen. Heute kommt wieder einmal eine Autorin an die Reihe , von der ich schon einiges mit viel Freude gelesen habe und von der auch das letzte Buch war, das ich vorgestellt habe. Ich denke das ich auch in Zukunft noch mehr von ihr lesen werde, denn Charlotte Link ist wirklich eine erstklassige Autorin. Aber dazu später mehr, denn erst einmal soll es ja einmal um das Buch gehen. So nun werde ich euch mal viel Spaß beim Lesen wünschen und mit meinem Bericht beginnen.
***Die Aufmachung***
So nun mal zu dem Buch, das ich mir von meiner Tante geliehen habe und eine Empfehlung durch meine Schwester bekommen habe. Also als ich nun das Buch zum ersten Mal in die Finger bekam, war dies mein erster Eindruck. Das Buch liegt mir in der gebundenen Fassung vor, es gibt es mittlerweile aber auch als Taschenbuch. Das Buch an sich ist hellblau und hat auf dem Rücken den Titel und die Autorin. Um das ganze ist ein Umschlag. Dieser zeigt ein großes Haus und im Vordergrund eine Garten mit sehr vielen Rosenbüschen. Im oberen Teil ist der Name der Autorin in weißen Buchstaben, unten steht der Titel in gelb. Buchrücken und Rückseite sind grün. Im inneren des Umschlages ist vorne eine Inhaltsangabe und hinten Informationen zur Autorin. Eine Klassenkameradin meinte das Buch sehe von der Aufmachung her etwas Oma haft aus, was aber sicherlich nicht auf den Inhalt bezogen werden kann, aber lest selbst.....
***Die Autorin***
Bevor ich mich nun endlich an den Inhalt begebe, möchte ich vorher noch ein paar Takte zur Autorin sagen.
Charlotte Link wurde 1963 geboren. Sie ist eine vielseitig begabte Autorin, die sich sowohl mit großen Gesellschaftsromanen wie der Sturmzeit Trilogie (wurde im ZDF verfilmt), als auch mit fesselnden psychologischen Spannungsromanen einen Namen machte. Außerdem schrieb sie auch erfolgreiche Kinderbücher, Kurzgeschichten und journalistische Beiträge. Nachdem ihr letztes Werk das Haus der Schwestern viele Monate in der Spiegel Bestsellerliste stand, hat sie den Sprung vom Hochgelobten jungen Talent, zur erfolgreichen großen Schriftstellerin erfolgreich bewältigt.Sie wohnt in der Nähe von Frankfurt am Main.
***Inhalt***
Ein Geheimnis umgibt das alte Rosenzüchterhaus von Le Variouf. Die jüngsten Ereignisse führen in die Vergangenheit, als die Kanalinsel Guernsey im zweiten Weltkrieg von deutschen Truppen besetzt wurde.
Doch so beginnt das ganze nicht, das wäre nur die kurze Kurzfassung des Inhaltes.
Auf der Insel Guernsey lebt Beatrice immer noch im Haus ihrer Eltern, mit Helene, die so etwas wie ihre Stiefmutter ist. Im zweiten Weltkrieg wurde die Insel besetzt und Beatrice Eltern konnten vorher evakuiert werden, doch im Gewühl bei den Schiffen ging Beatrice verloren und blieb alleine auf der Insel zurück. Ein deutscher Offizier der Nazis besetzte ihr Haus und sie musste mit ihm und seiner Frau Helene dort in deutscher Besetzung leben. Mittlerweile ist Beatrice eine alte Frau und Helene lebt immer noch bei ihr. Sie erinnert sich an diese Zeit und erzählt Franca davon.
Franca ist eine junge Frau die unter Angstzuständen leidet und nicht ohne Beruhigungsmittel leben kann. Sie steht vor den Trümmern ihrer Ehe und flüchtet so nach Guernsey und freundet sich mit Beatrice an. Von dieser erfährt sie die Geschichte die ihr Leben ist. Von der Zeit der Besetzung der Kanal Inseln und von dem Rest ihres Lebens. Erich der deutsche SS-Offizier war sehr launisch und Beatrice hatte sehr unter seiner Art zu leiden. Heimlich hatte sie ein Verhältnis mit einem jungen französischen Zwangsarbeiter, der sich bei ihrer Freundin Mae auf dem Dachboden versteckt hielt. Doch musste sie immer in Angst leben entdeckt zu werden. Als dann die deutsche Niederlage bevorstand stirbt Erich am 1.5.1945 . Die beiden Frauen Helene und Beatrice scheinen von ihm erlöst zu sein, und dennoch bleibt ein Schatten über dem Haus. Beatrice und Helene haben ein schwieriges Verhältnis und Beatrice hasst sie innerlich , doch Helene schafft es immer wieder sie an sich zu binden, ein ganzes Leben lang. Alles scheint relativ normal zu laufen, ein Leben ohne größere Ereignisse, bis am 1.5.2000, genau 55 Jahre nach Erichs Tod ein Mord geschieht. Eine Person wird tot aufgefunden und keiner weiß wer der Täter war, denn es gibt mehrere die einen Beweggrund gehabt hätten diesen Mord zu begehen. Und plötzlich ist jede Menge Aufruhr auf der Kanalinsel ......
So dabei belasse ich es um nicht zuviel zu verraten.
***Meine Meinung***
Charlotte Link scheint es zu mögen in der Zeit der Weltkriege zu schreiben, da auch alle anderen Werke, die ich bisher von ihr gelesen habe in dieser Zeit spielen, allerdings aber alle einen anderen Schwerpunkt setzen und somit von der Thematik anders liegen. In diesem Buch liegt der Schwerpunkt darin, das es auf eine von den deutschen besetzten Insel spielt, wo man nicht direkt mit dem Krieg konfrontiert ist, nur mit den Mängel, die er hervorruft. Man erlebt die Rolle der Besetzten genauso wie die der Besetzer. Man erlebt so beide Extremsituationen und taucht somit in beide Welten ein.
Das Buch selber ist aufgeteilt in einen Prolog, sowie drei Teile, die jeweils noch einmal in einzelne Kapitel, die mit Nummern gekennzeichnet sind unterteilt werden. Das Buch ist in der Gegenwart geschrieben, unternimmt aber immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit, um die Geschichte um das Rosenhaus zu erzählen. Weitere Ereignisse, die die Geschichte erklären bzw. von Belang für diese sind werden ebenfalls auf diese Weise mit eingebracht. Die Art wie das erklärt ist ähnelt dem Roman „Das Haus der Schwestern“, wo auch ein Rückblick geschieht, da allerdings in Form eines Tagebuches, und hier in Form von Erzählungen. In beiden Romanen besteht aber der Bezug der Vergangenheit zur Gegenwart. Und die Vergangenheit hat einen Einfluss auf die Geschehnisse der Gegenwart. Aber wollen wir bei diesem Roman bleiben. Bis zum Ende bleibt die Geschichte spannend. Der Anfang beginnt etwas seicht, d.h. mit wenig Geschehnissen und im Laufe der Geschichte steigern sich die Ereignisse bis zum Mord. Und selbst der Leser kann in diesem Moment nicht mit Sicherheit sagen wer denn nun der Mörder ist.
Im Großen und Ganzen ein Roman der an die Psyche rührt, aber gleichzeitig etwas von einem Kriminalroman hat. Und er spielt in einer schwierigen Zeit , wo ganz andere Probleme als heute an der Tagesordnung standen, da war ein Besuch am Strand mit dem Geliebten schon etwas besonders aber auch sehr riskant wenn der jenige versteckt bleiben muss. Die Extremsituation in der Zeit des Krieges wird so gut beschrieben das man die Not und die Ängste und Verzweiflung fast fühlen kann.
Durch die ziemlich schwierigen Zwischenmenschlichen Beziehungen wird das Buch in keiner Weise langweilig sondern es passiert immer wieder etwas mit dem man nicht gerechnet hat, oder es passiert gerade das was man erwartet hat, aber dennoch nicht vorhersehbar.
Man wird in diesem Roman gefesselt, so dass man ihn gar nicht beiseite legen mag. Man versucht selber die Lösung zu finden, bzw. die Beziehungen zu durchschauen. Und dann geschieht ziemlich unerwartet der Mord, in einem Moment in dem man ihn gar nicht erwartet. Der Mord passiert und plötzlich ändert sich die ganze Situation und die Geschehnisse überschlagen sich. Das Buch erhält plötzlich einen neuen Schwerpunkt. Den man ebenfalls nicht erwartet hat. So das im Grunde alles bis zum Ende verschleiert bleibt, bis sich der Kreislauf am Ende schließt. Der Autorin ist ein wahres Meisterwerk gelungen, da sie alles lebensecht beschreibt.
***Fazit***
Abschließend kann man nur sagen ein super Roman, einer tollen Autorin. Wer diese Autorin mag der wird auch von diesem Roman begeistert sein. Wer Charlotte Link noch nicht kennt für den wird es Zeit, das er sie kennen lernt. Denn auch diesen wird der Roman gefallen. Ich empfehle diesen Roman weiter, denn er ist absolut lesenswert.
***weiter Romane der Autorin***
Sturmzeit (41066)
Wilde Lupinen (42603)
Die Stunde der Erben (43395)
Die Sterne von Marmalon (9776)
Schattenspiel (42016)
Verbotene Wege (9286)
Die Sünde der Engel (43256)
Der Verehrer (44254)
***Autor&Co.***
Charlotte Link
Die Rosenzüchterin
Goldmann
ISBN 3-442-00103-5
www.goldmann-verlag.de
Seitenzahl: 606
Preis: da geliehen und kein Aufdruck nicht vorhanden.
Danke fürs Lesen, Kommentieren und Bewerten , ich hoffe euch hat es gefallen. Mich interessiert eure Meinung also Kommentiert mal eifrig. Liebe Grüße Fanta :o)>. weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
-
schnekuesschen, 09.04.2006, 14:40 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Der Bericht ist einfach sh.... LG Sandy :-))))
-
-
Frau zu sein bedarf es wenig, Hera Lind
20.02.2003, 14:04 Uhr von
Jakini
War die letzten Wochen seltener online, zum einen durch mein Autoverkauft, zum anderen hatten mei...Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Einleitung:
***********
Ich bin kein Fan von Hera Lind, im Gegenteil, ich mag diese Frau nicht sonderlich. Erst vor kurzem konnte ich sie am Nachmittag in der Quiz-Show "Quizfire" sehen und drücke mit aller Kraft ihrer Endgegnerin Tina Ruland alle zur Verfügung stehenden Daumen, da diese mir wesentlich sympathischer ist.
Nun habe ich über dieses Buch schon mehrere Berichte gelesen und der Titel "Frau zu sein bedarf es wenig", der hatte sich in meinem Kopf festgesetzt.
Am Freitag stöberte ich durch Aldi, wo bei den Aktionen einige Bücher lagen, unter anderem, diese Buch. Da es von Hera Lind war, zögerte ich ein wenig, doch die Zusammenfassung auf der Rückseite sprach einfach an, und bei 3,99 Euro fand ich, kann man einfach nichts falsch machen.
Das Buch landete im Einkaufswagen und war somit gekauft. Lesen wollte ich es eigentlich über Ostern. Da aber meine kleine Tochter auf einmal aus unerklärlichen Gründen Fieber hatte, machte ich es mir mit dem Baby im Bett gemütlich, legte sie sehr oft an, und las dabei dieses Buch.
Die Geschichte:
***************
Eine junge Sängerin mit dem Namen Pauline Frohmut, liegt im Kreissaal, wo man die Geburt ihres ersten Kindes einleiten lassen wollt, da sie inzwischen zwei Wochen über dem Termin war.
Die junge Frau nahm das Ganze mit Sarkasmus und war lt. ihrer eigenen Aussage mit dem Fahrrad in die Klinik gekommen. So hatte sie natürlich keine Sachen dabei, man untersagte ihr aber, noch einmal loszufahren, um diese zu holen.
Die Frage, ob denn niemand ihr etwas bringen könnte, das verneinte sie, denn einen Mann hat sie nicht, ihre Tante wäre zur Kur und ihre Freundinnen sind alle im Urlaub.
Allerdings gab es einen Vater zu diesem Kind, er ist Arzt in der Klinik, da sie aber ihr gutes äußere Bild bewahren wollte, hatte sie ihm untersagt, zur Entbindung zu kommen.
Dieser hielt sich jedoch nicht daran und tauchte mit samt Videokamera, Sekt und Rosen im Kreissaal auf, pünktlich zur Entbindung, als Pauline gerade in der Wanne saß.
Der kleine Paul wurde geboren und nun war Pauline nicht mehr nur Kammersängerin, sondern auch Mutter. Gerade beim ersten Kind hat man da nicht so sehr viel Ahnung, so auch sie. Ihr kleiner Paul kuschelt gemächlich auf ihrem Bauch, ihr Kindsvater, wie sie den Vater ihres Kindes, der eigentlich Klaus Klett heißt, nett, kommt regelmäßig zu Besuch. Er bringt sogar seine Eltern mit, die natürlich ihren Enkelsohn kennen lernen wollten.
Die Frage, wann denn die jungen Eltern heiraten würden, steht nun im Raum, doch Pauline denkt nicht ans heiraten, sie meint, daß sie ihrem Klaus dazu nicht genug lieben würde. Da sie aber zusehen muß, wie sie zurecht kommt, läßt sie sich auf ein Abkommen ein, und zieht zu Klaus mit samt Kind, der natürlich Finanziell für die beiden sorgt.
Paule hat nach einigen Wochen nur Mutter sein, das dringende Bedürfnis, wieder zu singen. Da sie alleine zu Recht kommen möchte und nicht zu sehr von Klaus Klett abhängig sein möchte, nimmt sie ihren Paul mit und fährt alleine zum ersten Konzert. Doch es wird ein Fiasko, durch den kleinen Paul! Erst läßt sie ihn schlafender Weise in der Kirche stehen, wo sie singen soll, weil sie vor Konzerten immer auf die Toilette geht, um ihre Tonleitern zu üben, dort verschwindet er dann, weil der Küster glaubte, sie habe das Kind ausgesetzt. Der arme Kleine landet auf der Polizeiwache in der Ausnüchterungszelle. Dann hat man ein jugendliches Mädchen als Babysitterin engagiert, die sich während der Probe und dann zum Auftritt um den Kleinen kümmern soll. Zwischen Probe und Auftritt sollte der Kleine aber noch mal gestillt werden, doch das junge Mädchen erscheint viel zu spät, so daß er Kleine gar nicht richtig satt werden kann. Zu allem Überfluß maschiert das Mädchen dann mit dem Kleinen in eisiger Kälte ohne Jacke und Mütze zu ihrem Freund. Während Paulie also nicht gerade am Auftritt beteiligt ist, macht sie sich auf den Weg, um ihrem Sohn Jacke und Mütze zu bringen, doch sie findet die beiden kommt. Kommt gerade noch rechtzeitig zu ihrem Solo in die Kirche, wo ihr eine Dame aus dem Chor mitteilt, sie weiß wo Mädchen und Kind sind. Mit den Worten und der Jacke und der Mütze läuft die Damen los und kommt strahlend ohne wieder.
Pauline ist nach diesem Auftritt gefrustet und so engagiert sie eine Kinderfrau, die aber ihren eigenen Sohn immer mit dabei hat. Die freie Zeit nutzt sie, um Tonleitern zu üben, denn Weihnachten steht vor der Tür, und da gibt es immer besonders viele Auftritte. Bei einem dieser Auftritte lernt sie Simon kennen, und verliebt sich in ihn.
Simon weiß jedoch nichts von Paul und Klaus, er selber scheint sehr geheimnisvoll und so wollte Pauline dies auch sein.
Ihrem Klaus, mit den sie inzwischen eine reine Zweckgemeinschaft führt, beichtet sie das aber, er hat Verständnis, obwohl er gekränkt ist.
Die Kinderfrau hat Pauline jedoch inzwischen entlassen, denn während einer Tournee in Frankreich hat die sie arg in der Luft hängen lassen, denn ihr eigener fünf Jahre alter Sohn hat sich so daneben benommen, daß Pauline alleine für ihren Paul sorgen mußte, und sogar teilweise noch die Belange des Sohnes ihrer Kinderfrau in den Griff bekommen mußte.
So beschließen Klaus und Pauline ein neues Abkommen, eine andere Kinderfrau wird eingestellt, die schon bekannte Haushilfe Frau Pupke, die schon Klaus und seiner ersten Frau den Haushalt geführt hat. Sie zieht bei den beiden ein, was sich eigentlich praktisch anhört, denn Pauline ist nun wirklich frei, kann gehen wohin und wann sie will. Doch das paßt ihr auch nicht wirklich..... .
Weiter will ich die Geschichte nicht erzählen, denn das Ende soll ja nicht verraten sein, da bei Aldi noch einige dieser Bücher liegen, wer nun also Interesse bekommen hat, wird sicher noch eines bei Aldi zum Preis von 3,99 Euro abbekommen.
Das Buch:
*********
Das Buch ist einfach gehalten, was will man für die paar Euro auch erwarten. Es besteht aus einem festen Einband, der weiß gehalten ist und in goldenen Buchstaben steht der Name der Autorin, wie der Buchtitel auf dem Rücken des Buches. Eingeschlagen ist es in ebenfalls weißen Umschlag. Auf der Vorderseite prangt der Name der Autorin in schwarzen Buchstaben, darunter in rot der Name des Buches.
Darunter ist ein modernes Bild zu sehen, das von Siegmar Münk entworfen wurde.
Zu sehen ist offensichtlich die Diva Pauline, die gerade singt, dabei ein Herz mit Fliege in der rechten Hand hält, was offensichtlich die Herren der Welt, wohl ihren Klaus darstellen soll, in der linken Hand ein Herz mit Schnuller, ganz eindeutig Paul und aus dem Mund kommt ein weiteres Herz mit Noten darin, ihre Liebe zum Singen, zu dem sich Pauline eben berufen fühlt.
Auf der Rückseite des Einschlages kann man eine Zusammenfassung des Buches lesen, die mich auf das Buch neugierig gemacht hat.
Das Buch selber hat 271 Seiten, wo bei die letzte Seite nur noch mit einem Absatz von drei Sätzen gefüllt und einem Hinweis darauf, daß diese Geschichte frei erfunden wurde, versehen ist.
Hintergundinfo:
***************
Geschrieben hat Hera Lind dieses Buch während ihrer zweiten Schwangerschaft. Es ist ihr zweiter Roman, die Fortsetzung von: Ein Mann für jede Tonart.
Dieses Buch gibt es ebenfalls bei Aldi zu kaufen, und ich bin neugierig auf den ersten Teil, auch wenn ich nun mit dem zweiten begonnen habe.
Der erste Roman wurde inzwischen verfilmt, als ich die Namen die Darsteller las, da war ich schon erstaunt, denn ich kann mich einen tollen Film erinnern, der mit Katja Rieman verfilmt wurde, einer Altistin, die zwischen zwei Männern stand, schwanger wurde und nicht wußte, wer der Kindsvater ist... .
Beim lesen dieses Romans habe ich immer wieder an diesen Film denken müssen, die Situationen, das Verhalten von Pauline, alles erinnerte mich an diesem Film und sah ich beim Lesen immer Katja Rieman in der Hauptrolle der Pauline.
Meine Meinung:
**************
Wie Anfang schon erwähnt, bin ich kein Fan von Hera Lind, doch diese Buch hat mich einfach fasziniert.
Mir gefällt die Art, wie es geschrieben wurde, denn Hera Lind schreibt in einer Form, die wirklich Witz hat, und dabei sehr unterhaltsam ist. Gelesen habe ich das Buch an einem Tag, nämlich gestern, wo ich mich um meine kleine fiebernde Tochter gekümmert habe. Mir fiel es sehr schwer, das Buch zwischendurch aus der Hand zu legen, was aber hin und wieder sein mußte. Und hier fand ich auch den einzigen Mangel an dem Buch, es ist eine durchgehende Geschichte, leider ohne einzelne Kapitel. Da hätte man dann einen vernünftigen Punkt finden können, um zum Mittagessen, mal eben eine Lesepause zu machen.
Die Geschichte läßt sich leicht lesen. Sie wird aus der Sicht der Hauptperson Pauline geschrieben, die vieles mit Humor und Ironie interpretiert.
Besonders gut finde ich die Offenheit. Frage ich mich doch bei manchen Geschichten, was denn mit den Menschlichen Bedürfnissen passiert, so wird immer wieder betont, daß Pauline vor ihren Auftritten regelmäßig auf die Toilette gehen muß.
in meinen Augen ein Plus, das diese Geschichte so menschlich und reell werden läßt.
Das Thema dieser Geschichte ist, was mich aber auch sehr anspricht, denn ich bin nun gerade zum vierten Mal Mutter geworden und auch pendle zwischen Windeln und Stillen, aber dann eher meinen weiteren Kindern, denen ich auch alles Recht machen mußt. Vergleichsweise ist dann wohl eher yopi für mich, was das Singen für Pauline ist, auch wenn das nicht so direkt zu vergleichen ist, ich kann mir meine Zeit einteilen und wenn meine Tochter gestillt werden möchte, dann tue ich es, die arme Pauline muß zusehen, wie sie das alles zeitlich unter einen Hut bringt.
In erster Linie geht es in diesem Buch darum, daß Pauline nicht bereit ist, ihre Freiheit aufzugeben, aber irgendwie auch merkt, daß sie die Freiheit gar nicht mehr haben möchte. Sie ist auf der Suche nach dem goldenen Mittelweg, wie jede andere Mutter sicherlich auch. Sie liebt ihr Kind, möchte eine gute Mutter sein, doch sie liebt auch die Musik und möchte Kariere machen.
Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen, mir hat es viel Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Ob es an dem Inhalt lag, oder an der Ruhe die ich dabei hatte, ich hatte gestern das Gefühl, daß meine Milchbar arg am Überlaufen ist, da meine Tochter ja Fieber hatte, war es also optimal, denn gerade dann brauchen Baby´s ja viel Flüssigkeit, und die konnte ich meiner Tochter so bieten.
Ich denke, dies ist nicht nur ein Buch für Frauen, die darin eine Unterstützung finden, daß man Verständnis für die Frauen finden sollte, die eben nicht nur Mutter und Hausfrau sein wollen, sondern auch Männer sollten das Buch einmal lesen. Für sie ist es selbstverständlich, daß sie als junge Väter ihrem Beruf weiter nachgehen können, nur wenige lassen sich darauf ein, daß die Frau arbeitet, der Mann zu Hause bleibt.
Oftmals wird gesagt, wie leicht und einfach das Leben als Mutter doch wäre. Doch dieses Buch zeigt eindeutig auf, wie schnell Kinder einem doch einen Strich durch die Rechnung machen können, und daß man als Mutter nun mal seine Gedanken nicht abschalten kann, immer in Sorge um sein Kind ist.
Wie gut, daß nächste Woche Ostern ist, und ich in einer weiteren Woche Geburtstag habe, so kann ich hoffen, die weiteren Bücher, die bei Aldi noch ausliegen, ev.. dann noch zu bekommen, denn mir gefällt einfach die Art, wie dieses Buch geschrieben wurde.
Fazit:
******
Diese Buch hat wirklich Witz und Charme, wer es noch nicht kennt, dem kann ich es ans Herz legen, wenn er eine leichte, aber unterhaltsame Lektüre sucht.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-05 12:18:17 mit dem Titel Hera Lind, Hochglanzweiber
Wie ich zu dem Buch kam:
========================
Im März hatte Aldi einige Hera Lind Bücher im Angebot, eines gönnte ich mir damals und war davon so begeistert, daß ich mir noch mehrere zum Geburtstags gewünscht hatte. Leider bekam ich nur noch eines der Bücher von einer Freundin, die mich direkt fragte, was ich mir denn wünsche, den Rest coordinierte mein Mann und da kamen dann andere Dinge, leider.
Immerhin konnte ich dann dieses eine Buch lesen, als ich vorkurzem mit einer Brustenzündung das Bett hüten mußte.
Wie sieht das Buch aus:
=======================
Das Buch ist einem dunklen Einband gehalten, der jedoch nur aus Pappkarton besteht, es handelt sich bei meinem Buch also um eine Taschenbuchausgabe.
Jedoch ist es eigentlich kein Taschenbuch, denn insgesamt hat das Buch 448 Seiten, ein ganz schön dicker Wälzer eigentlich.
Mein Búch ist die original Ausgabe, mit der ISBN 3-548-25247-8.
Zwar handelt es sich um ein Geschenk, doch meine Tochter hat den Aufkleber über den Preis inzwischen abgepult, somit weiß ich, daß das Buch 8,95 Euro gekostet hat.
Worum geht es in dem Buch:
==========================
Wilma von der Senne ist eine Jornalistin, die für ein Magazin mit dem Namen Elite schreibt. Um an gute Geschichten und somit auch an gutes Geld zu kommen, ist ihr jedes Mittel recht, so brachte sie eine Schauspielerin um ihren guten Ruf, in dem sie private Bilder aus ihrem Haus stahl, über die Einrichtung und die Ordnung im Haus herzog und das arme Kind als Verwahrslost da stehen lies. Nun ist wieder unterwegs, um natürlich, vor einem Jahr noch top aktuell, Barabara Becker zur Scheidung mit Boris zu interwieven. Natürlich bekommt auch sie kein Interwiev, wie alle anderen Reporter, so denkt sie sich eben ihre Geschichte, als angeblich gute Freundin von Barbara aus. Nebei, durch ein wirklich zufälliges Mithören eines Telefonates, erfährt sie dann noch, daß die Familienministerin Mechthild Gutermann eine Affaire mit einem amerikanischen Fremdneführer hatte, was natürlich auch sofort in der Zeitung gedruckt wird, man will ja als erstes solche Neuigkeiten drucken.
Wilma ist aber nicht nur Jornalistin, sondern sie ist auch Mutter von zwei Kindern, die sie gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Raimund Wolf, einem Staranwalt. Lieben tun die beiden sich eigentlich nicht wirklich, doch sie ergänzen sich fabelhaft, so schiebt Wilma ihrem Reimund immer passende Scheidungsfälle zu und die beiden führen ein finanzielles gutes Leben. Aus diesem Grunde können sie sich auch ein Aupair Mädchen und eine Haushälterin leisten, als Wilma jedoch aus Amerika von ihrem angeblichen Interview mit Barbara heim kommt, ist das Aupair Mädchen verschwunden und die Haushälterin tot auf der Terrasse.
Wilma muß sich um alles alleine kümmern und macht auf der Suche nach einem Beerdigungsinsitut und Kleidung für die tote Haushälterin eine grausige Entdeckung. Panisch fährt sie zur Schule, um ihre Töchter abzuholen, da sie aber auf dem Weg mit der Redaktion telefoniert, baut sie einen Unfall und fährt in eine Straßenbahn, in der inzwischen auch ihre Töchter sitzen, die vor der Schule nicht abgeholt wurden.
Auf einmal erfährt Wilma, wie sie mit anderen Menschen umgegangen ist, denn nun ist sie das Opfer und wird als Rabenmutter verschrien, von ihrer schärfsten Konkurrentin Nicola Nassa, die nun mit ihren Informationen Wilma und die Familienministerin fertig macht........ .
Wie ist meine Meinung zu dem Buch:
==================================
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, auch wenn die Autorin persönlich nicht mag, ihre Bücher gefallen mir dafür um so mehr.
Der Inhalt ist flüssig geschrieben, so daß das Buch schnell und einfach gelesen werden kann. Zwar kommen immer wieder Sprünge in dem Buch vor, so z.B. ziwschen den drei Frauen Wilma, Nicole und Mechthild, wie auch hin zu Raimund und den Töchter von Wilma, doch man ist durch diese Sprünge auf keinen Fall verwirrt.
Die Geschichte selber gefällt mir sehr gut, sie sollte vielleicht einige andere dazu veranlassen, von ihrem hohen Ross herunter zu kommen, denn man kann schnell tief fallen, wie sich im Falle von Wilma zeigt. Hierzu fällt mir eigentlich nur das Sprichwort ein: Wer anderen eine Grube fällt, der fällt selbst hinnein.
Wilma erscheint zu Beginn als knallharte Jornalistin, zu Beginn kann man denken, sie wäre Herzlos, daß als sie entdeckt, daß ihr Lebensgefährt sich offensichtlich den beiden Töchter vergeht, da wachen ihre Mutterinstinkte auf und sie will die Töchter vor diesem Menschen retten. Der Unfall kommt dazwischen, Raimund ahnt etwas von ihrem Wissen und erzählt den Mädchen, die Mutter wäre tot. Dann verschwindet er mit ihnen zu seiner Schwester nach Amerika.
Wilma hat sich innerlich von den Kindern verabschiedet, doch der nette, gutaussehende Mann aus dem Rückflug von dem Becker Interview besucht sie regelmäßig, und da schafft sie es, ihre Kinder zu suchen und zu retten. Hier wird dann auch klar, daß man niemals aufgeben sollte.
Der Inhalt zeigt, daß viele heute hoch hinnaus wollen und das eigentliche Leben vergessen. So findet Wilma endlich zu sich selbst, denn sie hatte zwar eine Menge Spaß und Geld als Jornalistin, doch nach ihrem Absturz ist sie eigentlich glücklicher, als vorher. Dies jedoch erst, nachdem sie ihre Töchter wohlbehalten wieder bekommen hat.
Jeder sollte sich also genau überlegen, ob er wirklich das für sich will, was er gerade aus seinem Leben macht. So hat mir ein wenig die Traurigkeit genommen, jeden Cent mehrmals umdrehen zu müssen, ich habe meine Familie und das ist das Wichtigste, auch wenn die drei Frauen trotz angeblicher Armut nicht wirklich verzichten müssen.
Ebenfalls in der Geschichte angsproche das Thema Figur, Wilma hat durch ihren Job, wo es natürlich immer leckeren Champus und andere Leckereien gibt, keine so gute Figur, bis nach ihrem Unfall, wo sie dann im Krankenhaus rapide abnimmt.
In der Überschrift habe ich dieses Buch als modernes Märchen beschrieben, das hat auch seinen Grund, denn es erinnter mich an so manche Märchen, z.B. an König Drosselbart, wo die Prinzessind sehr hochnäsig ist, sich dann aber als armes Mädchen macht, so wie Wilma es auch schafft. Natürlich wird in diesem Buch alles gut, im wirklichen Leben geht leider nicht immer alles so gut aus, doch was wäre das Leben ohne zu träumen.
Mir tat es gut, dieses Buch zu lesen, ich konnte dabei schön entspannen und es hat auf jeden Fall zu meiner schnellen Genesung beigetragen. Aus diesem Falle kann ich das Buch jedem empfehlen, der solche Geschichten gerne liest.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-10 08:19:18 mit dem Titel Anette Langen und Constanze Droop, Briefe von Felix
Wie wir zu dem Buch kamen:
==========================
Die Tante meines Mannes ist total begeistert von Felix, so schenkte sie unserer großen Tochter letztes Jahr zu Weihnachten das Buch: Briefe von Felix, von Anette Langen & Constanza Droop.
Ein paar Mal mußte ich meiner Tochter dieses Buch vorlesen, inzwischen liest sie es auch gerne schon selber, doch durch das Vorlesen kenne ich das Buch natürlich auch und denke, es richtig beurteilen zu können.
Wie sieht das Buch aus:
=======================
Das Buch ist quadratisch und hat die Maaße 22 x 22 cm, so paßt es sehr gut in einen Bücherschrank. Auf dem festen Einband ist der Kuschelhase Felix mit seiner Glocke im den Hals und seinem roten Koffer zu sehen. Umramt ist das Buch am unteren Rand und an den Seiten bis zu 2/3, wo es dann über die Seite weiter geht, mit blauen und roten Streifen, eben wie bei einem Briefumschlag. Darüber sieht man dann ein Stück Skyline von New York, eine Burg und Elefanten. Auf dem Einband findet man also schon mal einen Hinweis darauf, worum es in dem Buch geht.
Auf der Rückseite gehen die Bilder der Welt weiter, so reitet Felix auf einem Kamel vor Pyramiden, man sieht den Eiffelturm und noch so einiges. Darunter dann wieder ein Briefumschlag, in dem eine kleine Erklärung seht, worum es in dem Buch geht.
Das Buch hat insgesamt 32 Seiten, auf denen relativ große Buchstaben zu lesen sind. Aber auch schöne Bilder gibt es zu den Geschichten, die das Lesen leichter machen. Insgesamt enthält das Buch dann aber auch noch 6 Briefe, die gelesen werden können und sollten.
Worum geht es in dem Buch:
==========================
Die kleine Sophie war mit ihrem Eltern verreist, auf dem Flughafen stellt sie fest, daß ihr Kuschelhase Felix verschwunden ist. Die ganze Familie sucht nach Felix, doch der ist nicht aufzufinden. Traurig fährt Sophie mit ihren Eltern nach Hause. Nichts und Niemand schaffen es, Sophie zu trösten, denn Felix und sie sind seit ihrer Geburt unzertrennlich, und nun ist er einfach weg.
So fällt ihr auch der erste Schultag sehr schwer, doch zu Hause wartet eine Überaschung auf sie, ein Brief von Felix. Ihr kleiner Felix macht eine Weltreise, die erste Station ist London. Mit ihrem Vater liest sie gemeinsam den Brief von Felix, und der Papa erklärt ihr, wo London liegt. Sophie kann wieder lachen, ihr Felix ist zwar noch nicht wieder zu Hause, aber er hat sich bei ihr gemeldet.
Es folgen noch weitere Briefe aus Paris, Rom, Ägypten, Afrika und New York, bis Felix dann am Nikolaus Abend, wo Sophie und Felix inzwischen beide einiges erlebt haben, vor der Tür steht.
Wie ist meine Meinung zu dem Buch:
==================================
Die Briefe, die Felix geschrieben hat, die sind alle in dem Buch abgebildet, so kann man die Vorderseite bedruckt sehen, die Rückseite ist auf der nächsten Seite des Buches ein wirklicher Briefumschlag, auf dem der Absender steht. Darin verbirgt sich dann der Brief, den die Kinder, oder die Eltern lesen können. Meiner Tochter macht es besonders viel Spaß, diese Brief zu öffnene und zu lesen, obwohl es bei dem aus Frankreich sehr schwer ist, denn dieser wurde mit französischem Aktzent geschrieben, was ich persönlich auch bemängeln möchte, denn meine Tochter lernt gerade Lesen, da sollte sie dann die Wörter schon richtig lernen, wie sie gerade geschrieben werden.
Ansonsten sehe ich es sehr gerne, daß meine Tochter dieses Buch so liebt und total gerne liest, denn mit diesem Buch wird Kindern auf ganz liebe Art und Weise, die Welt näher gebracht. So schreibt Felix z.B. von der heißen Sonne in Afrika, während Sophie zu Hause bei Regen in ihrem Zimmer sitzt, was in Afrika fehlt, haben wir manchmal zu genüge. London ist die Hauptstadt von England, Paris die von Frankreich und Rom, die von Italien. All dies erfahren die kleinen Leser und Zuhörer in dem Buch. Aber auch über Ägypten und die Pyramiden gibt das Buch ein paar Iformationen.
Geschrieben ist das Buch sehr kindgerecht und einfühlsam, dabei aber auch leicht verständlich.
Meiner großen Tochter gefällt dieses Buch sehr gut, sie wird im nächsten Monat sieben Jahre alt, und kann das Buch inzwischen, wenn auch nur laut und langsam, alleine lesen. Dabei findet sie dann auch schon ihren ersten Zuhörer, nämlich ihre mittlere Schwester, die inzwischen auch schon die Geschichten von Felix liebt und sich deswegen immer dazu setzt, wenn meine Große das Buch liest. Die Mittlere wird im Oktober drei Jahre. Zwar kann sie die Geschichte noch nicht wirlich verstehen, aber sie mag sie eben auch schon sehr gerne.
Ich persönlich habe meinen eigenen Verdacht, was die kleinen Stoffhase angeht, nämlich, daß die Briefe nicht von ihm, sondern von den Eltern stammen, und daß zum Nikolaus ein neuer Felix vor die Tür gesetzt wurde, denn am gleichen Tag kam auch die Tante von Sophie und ihren Geschwiestern an, die ebenfalls sehr viel um die Welt gereist ist.
Somit vermute ich mal, daß die Tante einen neuen Felix besorgt hat, und in seinem Namen immer die Briefe geschrieben hat, damit Sophie Nachrichten bekommt, bis sie den neuen Felix bekommen kann, doch mein Verdacht ist eine andere Geschichte, für die Kinder ist das Stofftier einfach lebendig, und das ist meiner Meinung nach auch in Ordnung.
Fazit:
======
Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen, Kindern macht es Spaß das Buch zu lesen, oder vorgelesen zu bekommen, und auch mir hat es Spaß gemacht, meiner Tochter das Buch vorzulesen, die kleinen Geschichten sind leicht spannend, sehr lehrreich und leicht zu verstehen. Das Buch regt dazu an, sich mit den Eltern über die Welt und die Städte zu unterhalten, und das finde ich gut so. War also nach einem passenden Geschenk für ein ca. 6 Jahre altes Kind sucht, dem kann die Briefe von Felix auf jeden Fall empfehlen, obwohl ich den Preis ehrlich gesagt nicht kennen, denn meine Tochter hat dieses Buch selber geschenkt bekommen.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-01-02 16:02:15 mit dem Titel Hera Lind - Die Zauberfrau, Immer wenn was fällt
Wie ich zu dem Buch kam:
========================
Durch Zufall hatte ich Frau zu sein bedarf es wenig von Hera Lind gelesen. Da wollte ich dann auch den ersten Teil kennenlernen und sah mich diesbezüglich bei ebay um. Ersteigert habe ich dann einen ganzen Satz Bücher von Hera Lind und so konnte nach den Umzugsstrapazen ein paar Erholsame Stunden in meinem neuen Wohnzimmer verbringen und dabei ein wenig lesen.
Wie sieht das Buch aus:
=======================
Mein Buch ist eine Taschenbuchausgabe, die laut Druck DM 16,90 gekostet hat. Ich vermute der aktuelle Europreis liegt um die 8 Euro.
Der Einband ist somit aus fester Pappe mit einem Druck. Abgebildet ist ein merkwürdiges Bild auf der Vorderseite, eine Frau mit langen roten Haaren, die aus einem umgedrehten Hut zaubert. Durch dieses Bild hatte ich schon etwas anderes erwaret, als ich dann in der Geschichte vorfand.
Das Buch besteht aus 523 Seiten die durgehend bedruckt sind.
Worum geht es in der Geschichte:
=================================
Charlotte ist Schauspielerin und Mutter zweier Jungs. Die Jungs sind Zwillinge, aber von verschiedenen Vätern, ihre Namen sind Ernie und Bert. Verheiratet ist Charlotte mit Ernstbert, einem Finanzberater mit Leib und Seele. So hat Charlotte, die damals noch mit einem jungen Schauspieler leeirt war, ihn auch kennengelernt, denn er sollte ihre Steuererklärung machen. Da Charlotten feststellte, daß sie schwanger ist, und Ernstbett einen Silberblick hat, den sie hocherotisch findet, fanden die zwei dann zusammen, zumahl der junge Schauspieler der Kariere wegen das Weite suchte.
Charlotte machte trotzdem ein bisschen Karriere, sie wurde in einer Serie aufgenommen, die jeden Nachmittag auf einem kleinen Sender die Herzen der alten Leute erfüllt, andere sehen solche Serien nicht an. Sie spielt die Dr. Anita Bach in einer Krankenhausserie.
Immer mit von der Partie ist Charlottes Mutter Grete, die für Charlotte ihre eigene Karierre an den Nagel gehängt hatte, denn erst war sie selber mit Charlotten schwanger und dann diese mit den Zwillingen und Oma wurde gebraucht, damit Charlotte abeiten konnte.
Charlotten fühlt sich nicht sonderlich wohl, die Krankenhausserie scheint sie nicht auszufüllen, auch mit Ernstbert ist das Leben mehr als Langweilig. Er ist nur in Fahrt, wenn es um Quittungen oder Gebrauchsanweisungen geht, die nimmt er sogar mit auf Klo.
In der Krankenhausserie sind merkwüridige Kollegen und Kolleginnen, mit denen Charlotte auch nicht wirklich etwas anfangen kann, denn jeder fühlt sich dort umwohl, obwohl Charlotten die Rolle der Dr. Anita Bach sehr gerne spielt. Jeder möchte dort der Star sein.
Eines Tages kommt ein neuer Kollege ins Team, der in der Serie mit Charlotte etwas anfängt und auch im wahren Leben ist er nicht abgeneigt.
Als Charlotte aber mitbekommt, daß er jedem Rock dem Hof macht und sie nur für ein Lärvchen hält, das kein Talent hat, will sie sich an ihm rächen. Mit einem Trick, der schon früher immer funktioniert hat, will sie, daß er sich in sie verliebt. Dazu muß sie nur tief in seine Augen sehen und etwas fallen lassen. Doch das Ganze geht schief, denn auch sie verliebt sich in ihn ein klein wenig.
Außerdem schreibt Charlotte ein Ein Frau Stück, in die es allen zeigt.
Eine andere ebenfalls neue Kollegin, die eine kurzfristige Rolle in der Klinik übernimmt, ermunter Charlotte, dieses Stück an einen Produzenten zu schicken, denn es gefällt ihr und damit könnte sie Karierre machen. Charlotte bekommt tatsächlich einen Termin bei dem schmierigen Produzenten, die sie ablitzen läßt.
Charlotte ist Schauspielerin und Mutter zu gleich, der Alltag ist nicht immer einfach, nach Feierabend sind die Kinder und der Haushalt dran, in dem viel zu tun ist, denn der Ehemann ist zwar korrekt was seine Quittungen angeht, doch das war es dann auch schon, das Haus ist immer unordentlich und Charlotten versucht gegenan zu kämpfen. Sonntag morgens verschwindet sie mit den Kindern aus dem Haus, damit der Vater ausschlafen kann.
Mit dem Lehrer hat nur sie zu tun, und der schickt sie mit den Jungs zum Zahnarzt. In der Praxis hat Charlotte auf einmal Zahnweh und muß selber auf den Stuhl, während der Zahnartz sie untersucht, sieht er ihr tief in die Augen und läßt den Bohrer fallen.
Eines Tages ruft der Produzent sie an, daß sie mit dem Stück auf Tournee geht, und das zu der Zeit, wo ihr Mann ebenfalls auf Geschäftsreise ist. Ihre Mutter steht auch nicht mehr zur Verfügung, zum einen reagiert sie auf den Produzenten merkwürdig, zum anderen will sie nun ihr eigenes Leben leben. Also sucht Charlotte nach einer Kinderfrau und findet einen jugen gutaussehenden Kindermann. Dieser Junge sieht nicht nur gut aus, er kann sehr gut mit Kindern umgehen und den Haushalt führen.
Am Tag vor ihrer Abreise, taucht ihr Kollege noch mal bei ihr auf, natürlich nicht ohne gewissen Wunscht, dem Charlotte ihm gerne erfüllt. Dann erscheint noch der Lehrer ihrer Kinder und ihr Zahnarzt, den sie telefonisch um Rat gefragt hatte, weil sie auf einmal wieder Zahnweh hatte.
So hat sie auf einmal vier Männer am Hals, ihren Kollegen, den Zahnarzt, den Lehrer und natürlich auch noch den Kindermann, denn am Abend vor der Abreise grillen sie mit den anderen Herren gemeinsam und während Charlotte den Kindermann ansieht, fällt natürlich etwas herunter.
Mehr möchte ich vom Inhalt, der noch eine ganze Menge zu bieten hat, nicht verraten.
Wie gefällt mir dieses Buch:
============================
Ich finde die Geschichte unterhaltsam geschrieben und mir tat es wirklich gut, das Buch nach dem ganzen Stress, den wir hatten, zu lesen. Viele Passagen sind lustig, vorallem, wenn die Zauberfrau ausversehen ihren Zaubertrick anwedet und den nächsten Mann am Hals hat.
Doch ich habe dabei auch gemerkt, daß viele Schnittmuster in den Büchern ähnlich sind, so geht es meistens darum, daß die Frau sich nicht wohlfühlt und sich vom Mann trennt, oder sie wieder zusammenfinden, weil der Mann sich grundlegend geändert hat. Wichtig ist in den Bücher aber immer, daß die Frau eine Kariere macht, trotz der Kinder.
Ob mir das nun gefällt, daß kann ich nicht bestätigen, denn ich glaube nicht, daß eine Frau, die sich überwiegend um Haushalt und Kinder kümmert und nebenbei nur ein bisschen Geld dazu verdient, weniger wert ist, als eine Frau, die ihre Kinder von anderen betreuen läßt, um groß Karriere zu machen.
Da Hera Lind inzwischen ihre Familie verlassen hat, denke ich schon, daß sie in diesen Büchern ihr eigenes Empfinden ausgedrückt hat, auch wenn die Heldinnen in ihren Romanen höchstens die Männer verlassen, aber nie wirklich die Kinder.
An manchen Stellen habe ich mir schon gewünscht, mein Mann liest dieses Buch ebenfalls, denn es scheint wohl das Laster aller Frauen zu sein, den Männern hinterherräumen zu müssen. Zum Glück geht es bei uns nicht so weit, daß Gebrauchsanweisungen auf dem Klo rumliegen. Aber wie auch der gute Ernstbert, läßt auch mein Mann alles stehen und liegen, wo er gerade ist, nur daß Ernstbert sich das auf einmal ganz schnell abgewöhnt, wo er merkt, daß es viele andere Verehrer für seine Frau gibt.
Das Buch habe ich an zwei Tagen gelesen, es ist so klasse geschrieben, daß man es einfach nicht wieder aus der Hand legen kann, es sei denn, man hat keine andere Wahl. Geschrieben ist die Geschichte so leicht, daß man auch schnell alles gelesen hat. Es gibt viele lustige Passagen in dem Buch, der Humor der Autorin ist einfach unschlagbar, wenn auch beim lesen des sechsten Buches, wo sich einfach zu vieles wiederholt, nicht mehr ganz so reißend. Was mir aber vorallem aufgefallen ist, sie schreibt auf der Rückseite zu dem Buch die Zauberfrau :
Zitat Anfang
" Meine Leserinnen schreiben mir, daß sie das Gefühl haben, eine gute Freundin verloren zu haben, wenn sie das Buch zuklappen. Und etwas schöneres kann man mir als Autorin eigentlich nicht sagen."
Zitat Ende von Hera Lind.
Sicherlich ein schönes Kompliment und auch ich muß zugeben, mit der Romanfigur sympatiert zu haben. Doch merkwürdig finde ich, daß in ihrem Buch DAS SUPERWEIB genau diese Aussage der Romanheldin, die in dem Buch ja ein Buch geschriebne hat, gemacht wurde. Somit bezweifel ist das leider und befürchte, es ist wohl eher ein Wunschdenken.
Fazit:
======
Wer noch nicht zu viele Hera Lind Bücher gelesen hat, dem kann ich das Buch empfehlen. Es bietet eine lockere Unterhaltung mit viel Witz und ein bisschen Spannung. Das Buch ist leicht und schnell zu lesen. Meiner Meinung nach ist es auch kein reines Frauenbuch, wenn auch Frauen eher von diesen Büchern angezogen werden, aber ich kann mir auch gut vorstellen, daß ein Mann dieses Buch ebenfalls lesen könnte. Ob man das Buch nun unbedingt neu kaufen sollte, das wage ich zu bezweifeln, denn es gehört meiner Meinung nach zu den Büchern, die man ein oder zwei Mal liest und dann stehen sie im Schrank. Somit werde ich meine Bücher nun wohl auch gesammelt bei ebay einstellen, denn sie sind noch gut erhalten, obwohl ich schon die zweite Besitzerin bin. Doch öfter muß man diese Bücher einfach nicht lesen.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-01-03 14:03:32 mit dem Titel Hera Lind - Ein Mann für jede Tonart
Wie ich zu dem Buch kam:
========================
Im letzten Sommer hatte ich durch Zufall die Fortsetzung dieses Romanes gelesen, da er bei Aldi sehr günstig verschleudert wurde. Zwar kannte ich die Verfilmung des ersten Teils,
Ein Mann für jede Tonart,
dennoch wollte ich auch dieses Buch gerne noch mal lesen. Also sah ich mich bei ebay geziehlt nach diesem Roman um und ersteigerte sehr günstig mehrer Hera Lind Romane, die ich gemütlich nach unserem Umzug gelesen habe.
Normaler Weise kostet dieser Roman neu um die 8 Euro, da sich aber Hera Lind Romane nur einmal lesen lassen, lohnt sich ein Neukauf nicht wirklich, es sei denn, die Bücher sind so günstig, wie im letzten Sommer bei Aldi.
Wie sieht das Buch aus:
=======================
Es handelt sich um eine Taschenbuchausgabe, die einen festen, bedruckten Einband hat. Auf dem Cover ist ein Foto von Katja Riemann, Uwe Ocksenknecht und einem weiteren, mir leider unbekannten Schauspieler abgebildet, die die Hauptrollen in der Verfilmung gespielt haben.
Insgesamt besteht die Geschichte aus 287 Seiten, die durchgehend bedruckt sind. Farbliche Abbildungen gibt es in dem Buch nicht, ebenso keine abgetrennten Kapitel.
Worum geht es in der Geschichte:
=================================
Hauptfigur dieser Geschichte ist eine junge Sängerin, die regelmäßig als Alt Solistin auf Konzerten auftritt. Hauptsächlich im Winter zur Weihnachtszeit, wo in vielen Kirchen Konzerte stattfinden.
Sich fest zu binden, dazu hat sie keine große Lust, bisher zumindest nicht, und so läßt sie sich hin und wieder mit einem Kollegen ein, bleibt man doch frei, hat seinen Spaß und mit nach Hause nehmen muß sie auch niemanden, denn meist ist sie unterwegs und übernachtet in Hotels.
Im Nacken hat sie aber immer Zwiegespräche mit ihrer Tante Lilly, die zwar nicht wirklich anwesend ist, aber die sie großgezogen und offensichtlich geprägt hat.
Eines Tages lernt sie den Kritiker Lalinde kennen, er scheint sich in sie verliebt zu haben, was ihr schmeichelt. Hinzu kommt dann noch der Arzt Klaus, den sie durch Zufall kennenlernt. Auch er taucht immer wieder in ihrem Leben und so fängt sie mit beiden etwas an. Die beiden Männer wissen von einandner, sind aber selber beide verheiratet und so akzeptieren sie den Zustand.
Der Kritiker ist aber doch erpicht darauf, einen Exklusivvertrag mit ihr zu bekommen, sprich, sie zu heiraten, er läßt sich dafür auch von seiner Frau scheiden, die ebenfalls einen neuen Partner hat. Als die Sängerin schwanger wird, will sie dieses Angebot auch annehmen, doch da taucht der Kritiker ab und läßt sich nicht mehr blicken, er fängt sogar etwas mit ihrer größten Konkurentin an.
Den Rest der Geschichte will ich nicht verraten, obwohl man sich diese nach der Überschrift vielleicht schon denken kann, wenn auch ohne den wahren Hintergrund zu wissen.
Wie hat mir dieses Buch gefallen:
=================================
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Es ist witzig und leicht zu lesen geschrieben. Vorallem hat es endlich mal eine andere Handlung, als bei den anderen Büchern von Hera Lind, die Zauberfrau, das Superweib und Hochglanzweiber. Hier geht es endlich mal nicht um eine emanzipierte Frau, die sich vom Mann trennt oder sich diesen so hinbiegt, wie sie ihn gerne hätte.
Nein hier steht eine Frau zwischen zwei Männern und muß sich nun entscheiden.
Viele der Situationen sind urkomisch, und man leidet zum Teil der Hauptfigur, die sich eigentlich entscheiden möchte, dann aber doch immer wieder dem anderen verfällt.
Witzig auch die Einlagen der Konzerte, als wir selber im Advent zu einem Konzert in einer Kirche waren, mußte ich immer an diese Geschichte denken und beim Anblick der Altistin schmunzeln.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, vielleicht lese ich dieses, wie auch die Fortsetzung: Frau zu sein bedarf es wenig, noch ein zweites Mal. Viel lieber würde ich aber noch einmal die Verfilmung im Fernsehen sehen, denn ich muß auch zugeben, daß ich beim Lesen die Darsteller immer vor Augen hatte.
Fazit:
======
Ein Buch, das ich auf jeden Fall empfehlen kann, denn es läßt sich leicht lesen und ist sehr unterhaltsam. Es eignet sich ebenso zum Verschenken und wird als Geschenk sicher bei vielen Frauen gut ankommen. Ich selber habe zwei Tage gebraucht, bis ich das Buch gelesen hatte, es hatte mich einfach so gefesselt, daß ich es nur schwer aus der Hand legen konnte.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-01-05 16:17:54 mit dem Titel Hera Lind - Das Superweib
Wie ich zu dem Buch kam:
========================
Da mir ein Buch von Hera Lind sehr gut gefallen hatte, ersteigerte ich bei ebay gleich eine ganze Reihe von Hera Lind Büchern zu einem sehr günstigen Preis. Mir gefiel in den ersten beiden Büchern, die ich gelesen hatte die Schreibart von Hera Lind, denn sie schreibt locker und vorallem mit Humor, eine Art, wie ich sie sehr gerne lese.
Nach unserem Umzug im November diesen Jahres, hatte ich dann ein bisschen Zeit, diese Bücher auch wirklich zu lesen, eines davon war DAS SUPERWEIB.
Das Superweib ist der dritte Roman von Hera Lind und wurde 1994. 1995 wurde das Superweib verfilmt und kam Ende 1995 in die Kinos. Inzwischen war der Film auch Fernsehen zu sehen, ich habe ihn allerdings im Kino, wie aich im Fernsehen verpaßt.
Im Vergleich zu den beiden ersten Romanen: Ein Mann für jede Tonart und die Fortsetzung Frau zu sein bedarf es wenig, handelt es diesmal um ein andere Thema, was Hera Lind dann aber in weiteren Romanen, die ich vor diesem hier gelesen habe, immer wieder aufgreift. Eine Frau, die in ihrer Ehe unglücklich ist, sich trennt und dann auch noch Kariere macht. Nach einem ähnlichen Strickmuster laufen, wie ich inzwischen gemerkt habe, viele ihrer Geschichten ab, auf jeden Fall vermischt sich immer die Karierre mit dem Mutter da sein.
Wie sieht das Buch aus:
=======================
Ich habe eine Taschenbuchausgabe ersteigert, die lt. Rücken neu einmal 14,90 DM kostet hat. Somit liegt der Europreis nun wohl um die 8 Euro.
Hierbei handelt es sich um eine Taschenbuchausgabe, die keinen festen, sondern nur einen Kartonierten Einband besitzt.
Auf der Vorderseite ist ein merkwürdiges Bild abgebildet, eine recht moderne Zeichnung, die mich persönlich eher abschreckt, als anspricht. Die Rückseite verrät ein klein bisschen was über den Inhalt.
Das Buch besteht aus 400 Seiten, die alle durchgehend beschrieben sind. Es gibt keine einzelnen Kapitel oder gar Bilder und Zeichnungen.
Worum geht es in der Geschichte:
================================
Die Hauptfigur dieses Romanes heißt Franziska Herr- Großkötter. Sie ist verheiratet mit dem Regisseuren Will Groß. Die beiden haben zwei gemeinsame Söhne, um die sich außschließlich Franziska kümmert, denn Will ist ständig auf Reisen, wo er filmen muß. Dabei bleibt er seiner Frau natürlich nie treu, was diese weiß und mit Kummer hinnimmt.
Als Will endlich seinen Durchbruch als Regisseur hat, muß er zusehen, daß das Geld unter die Leute kommt. Somit beauftragt er seine Frau, ein Haus für die Familie zu kaufen.
Damit sie auf der Suche nach dem richtigen Haus den richtigen Eindruck hinterläßt, geht sie zu einem Star Friseur und lernt dort die Mutter des Anwaltes Enno kennen. Die beiden kommen sich ins Gespräch und Franziska soll sich mit ihrem Sohn in Verbindung setzen, da er ihr sicher bei der Haussuche helfen kann. Dieser mißversteht sie und reicht ausversehen die Scheidung ein. Als Franziska dieses Mißgeschick bemerkt, findet sie die Idee gar nicht so schlecht.
Das Haus kauft sie trotzdem, mit Hilfe von Enno, mit dem sie sich ein bisschen einläßt, nicht wirklich und eine lange Beziehung will sie nicht, aber sie fühlt sich bei ihm geborgen. Auch mit der Mutter von Enno kommt sie sehr gut zurecht, sie ist die optimal Großmutter für ihre Kinder, und Franziska hat eigentlich das Familienglück, das sie mit Will nie hatte, trotzdem ist sie ungebunden, denn sie wohnt im Haus gegenüber von Enno und seiner Mutter.
Damit die Scheidung vollzogen werden kann, bittet Enno Franziska Aufzeichnungen zu machen, über ihre Ehe. Diese Aufzeichnungen liest die Mutter von Enno und reicht sie glatt bei einem Verlag ein, denn die Ehe von Franziska und Will ist so super beschrieben worden, daß sie einem Bestseller ähnelt.
Das Manuskript soll tatsächlich veröffentlich werden und Franziska soll nach Hamburg fahren. Unter dem Pseudo Franka Zis veröffentlich Franziska ihre Ehe mit Wilhelm Großkötter. Im Verlag sieht sie ihre alte große Liebe wieder, einen ehemaligen Lehrer.
Durch das Buch weiß er nun von ihrer Liebe und so lassen die beiden sich bei jeder Begegnung miteinander ein.
Zu Hause wartet immer brav der Anwalt Enno mit seiner Mutter.
Damit Franziska Kinder, Haus und Karierre unter einem Hut bringt, besorgt Ennos Mutter ihre eine Haushälterin. Eine liebe nette Dame namens Paula, die den Haushalt sehr gut pflegt und sich wunderbar um die Kinder kümmert.
So kann Franziska dann auch auf Bücherlesungen gehen, wo sie von einem Ort zum anderen fahren muß. Hier stößt sie auf einen bekannten Autoren für Kinderbücher und auch mit ihm fängt sie etwas an.
Kaum ist sie wieder zu Hause, erfährt sie, daß ihr Buch verfilmt werden soll. Und die Recht hat kein anderer gekauft, als ihr noch Ehemann Will Groß, der auf einmal vor ihr in ihrem Haus steht und von ihrem Buch schwärmt, ohne zu wissen, daß die Autorin vor ihm steht.
Enno arbeitet einen Vertrag aus, daß die beiden gemeinsam das Drehbuch schreiben, ohne dabei das Trennungsjahr zu verletzen.
Ich denke, das sollte reichen, um sich ein Bild von der Geschichte machen zu können. Man bekommt auch immer wieder Inhalte aus dem Roman der Franka Zis zu lesen, die ja Erfahrungen ihrer Ehe sind.
Wie hat mir das Buch gefallen:
==============================
Eigentlich hat mir das Buch sehr gut gefallen, es liest sich locker und humorvoll. Innerhalb von drei Tagen hatte ich die Geschichte durch, jeden Abend ein paar Stunden. Ich hatte Probleme, das Buch aus der Hand zu legen, da es mir Spaß gemacht hat, es zu lesen.
Hera Lind schreibt mit Witz, mit dabei sind immer kleine Seitenhiebe gegen die Männer. Dennoch habe ich nun, wo ich inzwischen fünf Romane von ihr gelesen habe, das Gefühl, sie selber ist unglücklich und schreibt ihr Unglück von der Seele. So weit ich weiß, hat sie inzwischen ihre Familie verlassen.
In das Superweib verbindet die Autorin bei der Hauptfigur eine unglückliche Ehe, die beendet wird, eine Karierre für die Hauptfigur, die natürlich ein Finanziell sorgenfreies Leben führen kann, denn wer kann sich schon mal eben ein Haus kaufen und komplett einrichten, unseres wird noch lange nicht uns gehören, sondern der Bank.
Sie wird umsorgt, hat viel Hilfe durch ihren Anwalt, mit dem sie eine offene Beziehung führt und seiner Mutter, die immer für die Kinder da ist, wenn Not am Mann ist. Und trotzdem ist sie ungebunden, so daß sie sich ohne schlechtem Gewissen noch mit ihrem Lektor, ihrer großen Jugendliebe und einem Kollegen, der ihr durch die Bücher und Kassetten ihrer Kinder so vertraut ist, einlassen kann. Sie hat also mit drei Männern das, was man mit einem haben sollte:
Den Beschützer (Ihr Anwalt),
den Geliebten (ihren Lektor) und
den optimalen Vater (den Kinderbuchautoren).
Somit ist die Hauptfigur dieses Romanes ehelos Gücklich, so wie der Roman im Roman heißt.
Besonders aufgefallen ist mir, daß die Autorin hier einen Satz nutzt: Zu der Hauptfigur als Autorin Franka Zis sagt eine Leserin: Sie hätte nach dem Ablegen des Buches das Gefühl, eine Freundin verloren zu haben. Sicherlich ein nettes Kompliment für die Autorin. Merkwürdig finde ich allerdings, daß genau dieser Ausdruck von der Autorin Hera Lind auf der Rückseite ihres Buches "Die Zauberfrau" verwendet wird, man hätte es zu ihr gesagt. Dieser Roman folgte nach dem Superweib.
Fazit:
======
Man kann dieses Buch sehr gut lesen, es ist eine unterhaltsame Lektüre, die dazu beiträgt, daß man sehr gut abschalten kann. Allerdings mehr als oder ev. zwei Mal kann man das Buch jedoch nicht lesen, denn dann kommt der Humor nicht mehr sonderlich an. Auch kann man nicht sonderlich viele Bücher von Hera Lind lesen, da die meisten nach dem gleichen Strickmuster gemacht sind: Unglückliche Ehefrau und Mutter, die nach Karierre schreit und alles haben will, Beschützer, Liebhaber und tollen Vater, dabei noch jede Menge Reichtum. Vielleicht träumen so manche Frauen davon, ich wäre auch froh, wenn wir ein paar Euro mehr hätten, aber bitte nicht auf diese Weise. Somit muß ich zugeben, daß dieses Buch wohl das letzte gewesen sein wird, das ich von der Autorin gelesen habe. Auf weitere bin ich nun nicht mehr neugierig, es sei denn es bietet sich mir günstig an, sie zu lesen.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-02-19 12:00:00 mit dem Titel Ashley Lindisfarne/ Hinter Gittern-Die Geschichte der Blondie Koschinski
Wie ich zu dem Buch kam:
========================
Durch einen Bericht bei ciao wurde ich auf ein Brettspiel aufmerksam, daß ich bei ebay ersteigern wollte. Für gewöhnlich entscheide ich mich dann für einen Anbieter, der noch weitere interessante Sachen im Angebot hat, denn wegen der Versandkosten kann so manches Schnäppchen dann doch teuer werden. Und so stieß ich bei einem Anbieter auf einige Bücher aus der Serie: Hinter Gittern.
Da ich über diese Bücher ebenfalls schon interessante Berichte gelesen hatte, fiel meine Entscheidung auf den Anbieter und ich bekam den Zuschlag für zwei Brettspiele und drei Bücher aus dieser Serie. Alle drei Bücher waren noch neu und ich habe sie knapp 2 Euro erseigern können, im Schnitt mit Porto habe ich für alle fünf Artikel 3 Euro gezahlt, was ich sehr günstig finde, denn diese Bücher kosten schätzungsweise um die 7/8 Euro.
Wie sieht das Buch aus:
========================
Das Buch ist ein Taschenbuch und hat nur ein weiches Covers. Das Cover ist rot und man sieht die Schauspielerin der Barbara, geannt Blondy Koschinksi abgebildet.
Das Buch erstreckt sich auf insgesam 203 Seiten, wo es allerdings einzelne Kapitel gibt, die für Pausen sehr praktisch sind. Weitere Bilder, als auf dem Cover gibt es nicht.
Die Rückseite gibt einen kleinen Einblick in die Geschichte, so weiß der Leser was einen erwartet.
Worum geht es in der Geschichte:
================================
Die Geschichte beginnt in der Jungend von Barbara, die lieber Blondie genannt wird, den Namen Barbara, wie gar Abkürzungen mit Babs, oder Babsi kann sie nicht ausstehen. Sie wächst wohlbehütet auf, steht aber unter dem Einfluß ihrer zwei ein halb Jahre alten Schwester, die ständig die Schule schwänzt. Zwar tut Blondie es ihr nicht gleich, doch sie läßt sich immer wieder dazu überreden, die Schwester zu decken, so daß die Eltern nichts mitbekommen. Auch ist die Einzige, die ihre Schwester Doris morgens aus dem Bett bekommt, damit sie in die Schule kommen.
Blondie selber ist eine sehr gute Schülerin und immer brav.
Doch dann, genau an dem Tag, an dem Mutter festgestellt hat, wie gut es ihnen geht, weil sie ein Haus, Arbeit und vorallem eine gesunde Familie habe, geschieht ein Unglück, das Haus fängt in der Nacht an zu brennen. Blondi kann nur noch mit einem Sprung aus dem Fenster ihr Leben retten, die Eltern hatten keine Chance mehr, sie verbrannten in dem Haus. Doris trieb sich mal wieder herum, und das hat ihr Leben gerettet, gerade als man Blondie die Nachricht vom Tod der Eltern, die komplett verbrannt und von denen nichts übrig geblieben war, überbrachte, wurde sie heim gebracht.
Blondie steht lange unter Schock, muß Tehrapeutisch betreut werden, denn sie hat Angst, daß es wieder brennt und sie diesmal nicht rechtzeitig aufwacht. Doch sie leidet auch an dem Tod der Eltern und sie macht sich Vorwürfe, denn wenn sie früher aufgewacht wäre, dann glaubt sie, die Eltern hätten retten können.
Die Mädchen kommen zu den Großeltern, die sich rührend um sie kümmern, sie absolvieren gemeinsam die Abschulklasse, denn Doris war schon einmal durch die Prüfung gefallen und ihre zweite Chance wurde durch das Feuer im Elternhaus, nach dem die Mädchen beurlaubt wurden, noch ein Jahr verschoben. Mit einem Trick bekommt Blondie ihre Schwester dazu, zu lernen, die lügt ihr vor, daß alle über sie lachen, weil sie ja so viel älter ist. Bisher war sie es gewöhnt, wegen ihrer Coolheit bewundert zu werden, doch das war ihr nun peinlich und so schafften die beiden Mädchen gemeinsam ihren Abschluß, die eine sehr gut, die andere gerade eben.
Inzwischen wurde nach langem Hin- und Her- auch die Feuerversicherung und die Lebensversicherung der Eltern ausgezahlt, so daß die Mädchen ein gutes Startkapital in der Hand hatten. Sie kauften sich in Berlin eine Wohnung und begannen gemeinsam eine Ausbildung als Kosmetikerin. Blondie gefiel die Ausbildung, Doris hielt nicht durch und schmiss. Sie lebte ihr leben und haute den restlichen Anteil ihrer Erbschaft auf den Kopf, denn es mußten unbedingt teure Klamotten sein, jede Menge Hifi Geräte usw. So pumpte sie sich von Blondie immer wieder Geld, deren Reserven auch langsam immer weniger wurden. Mit Jobs hielt sich Doris, die inzwischen Spielsüchtug wurde, über Wasser.
Eines Tages lernt Doris einen Mann kennen, der ihrer Schwester zwar nicht sonderlich sympatisch ist, doch Doris zieht mit ihm zusammen. Zu der Zeit bekommt sie zum ersten Mal Besuch von einem Komissar, denn Doris scheint immer wieder kriminell zu werden.
Irgendwann wird eine Motoradgang gesucht, die Banke überfällt, dabei wurde ein Medaillon gefunden, das Blondie gehört, drin ein Bild mit den beiden Schwestern. Der Komissar weiß aber, daß Blondie, die er offensichtlich sehr gerne mag, unschuldig ist, und tippt sofort auf Doris. Doch Blondie will davon nichts hören und wirft den Komissar raus, mit dem Kommentar, daß er ja keine Besweise gegen Doris hat, denn sie könnte ebenso in der Bank gewesen sein, da sie sich sehr ähnlich sehen und da Medaillion schließlich ihr gehört.
Als sie ihre Schwester zur Rede stellt, gesteht diese, daß sie der Schwester einiges an Schmuck gestohlen hat, und das Medaillon beinem Besuch in der Bank auf dem Weg zum Pfandleiher verloren hat. Die beiden Schwestern streiten sich, doch Doris schafft es, wie jedes Mal, Blondi zu versöhnen und ihr glaubhaft zu machen, sie hätte gar nichts weiter verbrochen. Daß Blondie zu dem Komissar sagte, sie könnte auch die Bank überfallen haben, denn sie sieht ihrer Schwester ja sehr ähnlich, das bringt Doris dann auf eine teuflische Idee...... .
Wie hat mir das Buch gefallen:
==============================
Ich muß gestehen, daß ich die Geschichte doch schockierend fand, denn die Kinder hatten ein gutes Elternhaus. Natürlich war der Tod der Eltern für sie ein Schock, doch die Doris war ja schon vorher kein Kind von Traurigkeit und hat ihr Leben genossen. Ich habe mir beim Lesen oft die Frage gestellt, was wohl aus meinen drei Töchtern mal werden wird. Ich kann nur hoffen, daß keine von ihnen so hinterhältig wird, wie die Doris aus diesem Buch. Vorallem aber, daß die anderen dann so viel Rückhalt bekommen, daß sie sich davon nicht beinflussen lassen, wie Blondie, die ihre Schwester über alles liebte und sie deswegen immer wieder in Schutz nahm, die eigentlich wußte, daß die Schwester etwas unrechtes tat, es aber nicht glauben wollte und vor Liebe zur Schwester blind war. Vorallem hat sie immer und immer wieder gehofft, daß die Schwester den rechten Weg noch finden wird, damit sie ein vernünftiges Leben führen kann. Die Schwester war das Einzige, was sie noch hatte, nach dem Tod der Eltern, der Rest ihrer Familie. Ich kann mir gut vorstellen, daß jeder in dieser Situation auf die hinterhältige Doris reingefallen wäre. Doch wenn ich an Stelle der Mutter wäre, glaube ich nicht, daß ich mich hätte für eine Tochter entscheiden können, man liebt seine Kinder, wie sie sind und kann nur das Beste für sie hoffen.
Geschrieben wurde das Buch sehr interessant ich habe es an einem Tag komplett gelesen, muß aber dazu sagen, daß ich mit Grippe im Bett lag und somit die Zeit hatte, zum Buch zu greifen, wenn ich nicht geschlafen habe. Doch es ist so geschrieben, daß man es leicht lesen kann und für mich war es die passende Unterhaltung, die meine Grippe in den Hintergrund gestellt hat und mich die Gliederschmerzen vergessen ließ. Die Geschichte hat mich einfach gefesselt.
Was ich ein bisschen Schade fand, das Ende bleibt eigentlich offen, und wer die Fernsehserie nicht gesehen hat, der weiß nicht, wie es weiter geht. Als ich das letzte Kapitel gelesen hatte, kam mir das schon bekannt vor und ein oder zwei Mal hatte ich die Serie schon mal angesehen, kann natürlich die Folge gewesen sein, doch sicher bin ich mir nicht.
Praktisch fand ich die einzelnen Kapitel, so konnte ich das Buch zwischendurch aus der Hand legen, um ein bisschen zu schlafen und in der nächsten Wachphase dann weiter lesen. Teilweise wurden dann Sprünge in der Geschichte gemacht, denn sie beginnt im Alter von 15 Jahren bei Blondie und endet knapp 10 Jahre später, so daß einige Zeitabschnitte in Berlin ausgelassen wurden.
Fazit:
======
Ich fand das Buch sehr interessant, und ich hoffe für mich, daß es mir bei meinen Töchtern ein bisschen hilft, denn die Eltern von Blondie haben die Schwindeleien der Schwestern ja nicht bemerkt, vorallem nicht, wie sehr die große Doris, die kleine Barbara ausgenutzt hat. Sie haben es hingenommen, daß die Große bis nachts unterwegs war, sie muß es halt selber ausbaden, dann am nächsten Morgen so müde zu sein, daß die Tochter aber die Schule schwänzt, das haben sie nicht bemerkt und das finde ich schon traurig. Doch ehe die Schule die Eltern informieren konnte, was nun endlich geschehen sollte, starben die Eltern und sie konnten nichts mehr an der Tatsache ändern.
Interessant fand ich aber auch, wie Blondie ihr Leben rettete, daß sie ihre Matratze aus dem Fenster warf, um dort raufzufallen, ich weiß nicht, ob ich im Notfall auf eine solche Idee gekommen wäre, doch sie ist genial und ich werde sie mir merken, denn vor einem Feuer habe ich große Angst seit dem wir in unserem Haus mit insgesamt vier Etagen gezogen sind, und das kann dann im entscheidenden Moment sicher Leben retten.
Auf jeden Fall kann ich dieses Buch empfehlen, die Geschichte ist sehr gut geschrieben und fesselt, man mag das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen und es kann sein, daß ich nur wegen diesem Buch die Serie, die inzwischen bei ganz anderen Personen angekommen ist, doch mal wieder ansehe, da ich sei aus einem anderen Winkel sehe.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-02-20 13:04:44 mit dem Titel Ashley Lindisfarne/Hinter Gitter - Die Geschichte der Susanne Teubner
Wie ich zu dem Buch kam:
========================
Durch ein anderes Produkt, daß ich bei ebay ersteigern wollte, kam ich zu einem Anbieter, der unter anderem auch drei Bücher aus der Serie:
Hinter Gittern - der Frauenknast
im Angebot hatte. Da ich schon einige positive Berichte zu diesem Büchern gelesen hatte, und diese Bücher noch ungeboten waren, versuchte ich mein Glück und bekam auf diese Weise spottgünstig alle drei TV-Romane, die noch ungelesen waren. Um einen davon soll es nun gehten
Die Geschichte der Susanne Teubner
Praktischer Weise kamen die Bücher vorgestern bei mir an, wo ich dann eine sehr gute Leseunterhaltung hatte, als ich mit Grippe im Bett lag, aber wegen meines starken Hustens und der verstopften Nase nicht schlafen konnte.
Wie sieht das Buch aus:
=======================
Es handelt sich um ein Buch, mit einem Kartoneinband, also einem Taschenbuch. Der Hintergrund dieses Buch ist blau und auf der Vorderseite sieht man ein Bild der Darstellerin aus der Fernsehserie, die ich selber nur sehr, sehr selten gesehen habe, weil sie mir eigentlich nicht sonderlich gefällt. Die Darstellerin ist mit einer anderen Mitwirkenden aus der Serie abgeildet, so daß ich zunächst überlegte, wer könnte wohl die Person, oder welche stellt die Person, um die es dem Buch geht da. Auf der Rückseite fand ich dann die Antwort, hier ist zwar das gleiche Bild noch einmal dezent im Hintergrund dargestellt, doch noch ein weiteres Bild der dunkelharigen Schauspielerin ist hier zu sehen. Ebenso gibt die Rückseite einen Einblick auf die Geschichte, die das Ende eigentlich schon verrät. Wer die Serie kennt, der kennt das Ende eigentlich auch, nur eben nicht, wie so weit kam.
Das Buch ist mit 205 Seiten sehr gut gefüllt und die Geschichte unterteilt sich in 14 Kapitel, die somit eine Lesepause zulassen, sofern man das Buch aus der Hand legen mag. Wäre ich gesund gewesen, hätte ich das Buch sicherlich ins eins durchgelesen, doch durch meine Grippe kamen mir kleine Schlafpausen sehr gelegen, und trotzdem hatte ich das Buch gestern am frühen Nachmittag durch.
Bilder gibt es in dem Buch keine, es ist durchgehend geschrieben. Die Buchstaben haben eine normale Größe, sind nicht extrem klein oder gar vergrößert, sondern genau richtig für einen gemütlichen Lesenachmittag im Bett.
Worum geht es in der Geschichte:
================================
Wer die Fernsehserie gesehen hat, oder sie regelmäßig sieht, der kennt Susanne Teubner sicherlich, sie hat ihren Mann umgebracht. Das Buch beschreibt, wie es dazu kam.
Die Geschichte beginnt mit der jungen Suanne als Studentin, ihr Traum ist es, Grundschullehrerin zu werden. Auf dem Weg zu einer Freundin fährt ihr ein junger Mann ins Auto, zunächst ist sie wütend doch dann findet sie den jungen, recht altmodisch gekleideten Mann sympatisch. Auch er ist offensichtlich nicht abgeneigt und die beiden verlieben sich. Ein Problem gibt es jedoch, die Mutter des jungen Mannes, der Klaus heißt. Sie ist seit dem frühen Tod ihres Mannes ganz auf den Sohn fixiert und bestimmt sein Leben. Als Klaus seiner Mutter berichtet, daß er Susanne heiraten will, ist dies aus dem Häuschen und versucht mit allen Mitteln, das zu verhindern, doch es gelingt ihr aber nicht. Ihr nächster Versuch ist es, daß die beiden als Ehepaar zu ihr ins Haus ziehen, doch das will Susann auf keinen Fall und sie versteht es sehr diplomatisch, dies der künftigen Schwiegermutter auch verständlich zu machen.
Die beiden mieten ein Reihenhaus, groß genug für eine kleine Familie. Allerdings hatte Klaus, durch den Druck seiner Mutter nicht viel Angagement gezeigt, ein zu Hause für sich und seine zukünftige Frau zu finden, obwohl er Susanne diese Suche nicht überlassen wollte, denn das wäre ja Männersache.
Die beiden fühlen sich recht wohl in dem Haus, obwohl die Schwiegermutter es versteht, ihren Sohn immer noch zu kontrollieren, so weiß sie über Klaus Leben besser Bescheid, als seine Frau Suanne, was die natürlich immer wieder verletzt. Auch verbringen die beiden nicht wirklich viel Zeit miteinander, denn die Mutter von Klaus erwartet ihren Sohn regelmäßig zu Besuch. Und doch läßt sich Susanne nicht unterkriegen, hofft, daß sich dies mit der Zeit gibt, besonders, als sie bemerkt, daß sie Schwanger ist.
Natürlich wird nun erwartet, daß sie ihr Studium, daß kurz vor der Geburt beendet ist, aufgegeben wird, denn sie hat sich ausschließlich um das Kind zu kümmern, wie es sich für eine Frau gehört. Der Meinung ist die Mutter von Klaus und sie setzt ihren Sohn dies auch in den Kopf. So kommt es ab und zu zu einem Streit zwischen Klaus und seiner Frau Susanne. Auch Klaus setzt die Mutter unter druck, sie hat ihren Mann auf seiner Kariere Leiter begleitet, die durch seinen Tod schnell beendet war, begleitet und nun soll gefälligst der Sohn Kariere machen. Klaus arbeitet in einer Bank, das war die Idee seiner Mutter, denn dort könnte man auch ohne Studium hoch hinnaus kommen. Und als Familienvater muß man sich nun anstrengen. Klaus macht Überstunden ohne Ende und kommt immer öfter betrunken nach Hause.
Als Susanne ihren ersten Lehrposten antritt, ist sie enttäuscht, daß Klaus sie nicht zum ersten Arbeitstag begleitet und natürlich hat die Schwiegermutter, die in der Zeit, wo Susanne unterrichtet, auf die kleine Nina aufpaßt, viel auszusetzen. Das Haus wäre schmutzig und sie beschimpft Susanne, daß diese doch lieber zu Hause bleiben und ihr Haus richtig sauber halten sollte.
Auch Klaus setzt die Mutter dies ins Ohr, das Haus wäre schmutzig und die Kleine würde auf diese Weise krank werden, alleine schon wenn der Schnuller runterfällt, dann liegt der im Dreck und den nimmt die Kleine auf. Er solle seine Frau dazu bringen, nicht mehr zu arbeiten, das gehört sich nicht.
Klaus fühlt sich in seiner Haut nicht wohl, er ist seiner Mutter höhrig, liebt aber seine Frau und Tochter. Trotzdem läßt er sich immer von seiner Mutter unter Druck setzen, meckert mit Susanne, daß diese arbeiten geht, obwohl sie ein Kind haben und macht eine Kariere, die seine Mutter für ihn ausgesucht hat. Das treibt ihn weiter in den Alkoholismus und so kommt es immer wieder zu Zwischenfällen, in denen er gegen Susanne handgreiflich wird.
Einmal besinnt er sich und fährt mit Frau und Tochter in Urlaub, die Familie scheint gerettet und Susanne, die ihren Mann immer noch liebt, schöpft neue Hoffnung, doch wieder zu Hause beginnt der gleiche Trott, obwohl inzwischen noch ein Sohn hinzu gekommen ist, Klaus trinkt mehr denn je und schlägt seine Frau, die dies aus Scham anderen verheimlicht.....
Insgesamt 15 Jahre beschreibt dieses Buch, dann kommt es zu dem verherenden Tag, an dem Sabine ihren Mann umbringt, in Notwehr. Doch ihre Schwiegermutter beschafft ihr einen Anwalt, der alle Beweise gegen Klaus vernichten kann, so wird vergessen, sie zu untersuchen, was bewiesen hätte, daß er sie vorher verprügelt hat und mit viel Geschick dreht der Anwalt unter Einfluß von Klaus Mutter das Ganze so, daß Susanne wegen Mord Lebenslange Haft bekommt und somit ihre Kinder nicht wieder sehen wird.
Wie ist meine Meinung zu der Geschichte:
========================================
Mich hat diese Geschichte doch sehr mitgenommen, denn ich kann mir gut vorstellen, daß so etwas immer wieder weltweit in Familien passiert. Viele Frauen werden auch heute noch immer von ihren Männern unterdrückt und auch ich kenne genug Männer und Frauen die nach dem alten Strickmuster leben, daß der Mann das Sagen im Haus und die Frau den Mund zu halten hat. Doch im Grunde ist das Problem nicht der Mann, sondern seine Eltern, die ihm dies vorgelebt und beigebracht haben.
Klaus Mutter ist in meinen Augen eine Frau, die mit ihrem Leben unzufrieden ist, sie ist zu Beginn der Geschichte selber gerade mal Mitte 40, doch sie hat für Mann und Sohn alles aufgegeben, kann nichts anderes, als sich um ihren Sohn kümmern, der auf einmal selbständig wird. Statt sich zu freuen, der Schwiegertochter mit dem Enkelkind helfen zu können, wir sie mißmutig und verlangt von ihr das Gleiche Schicksal wie das ihre, offensichtlich ist sie neidisch auf die Schwiegertochter, die neben der Familie in ihrem Beruf,etwas was die Schwiegermutter noch nie hatte, eine weitere Erfüllung gefunden hat. Durch dieses Ve weiterlesen schließen -
Fesselnde Lektüre!
24.01.2003, 07:47 Uhr von
JustOliver
Momentan fast nur bei Trivago. Super interessant, schaut doch mal vorbei!!!Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Heute geht es um mein zuletzt gelesenes Buch: Der ewige Gärtner von John LeCarre. Das Buch hat 557 Seiten und kostet als Taschenbuch (ISBN: 3548602290) 9,95 Euro und als gebundene Ausgabe (ISBN: 3471780785) 22,95 Euro.
HANDLUNG
===========
Die Frau des englischen Diplomaten Justin Quayle, Tessa, wird in einem afrikanischen Land ermordet. In diplomatischen Kreisen wird ein Skandal befürchtet, war sie doch auf eine gemeinsamen Reise mit einem afrikanischen Arzt, der seitdem verschollen ist. Für ihren Mann Justin ist dieser Vorfall zunächst ein tiefer Schock. Nachdem alles getan wird, ihn von der Öffentlichkeit fern zu halten kehrt er nach England zurück und begibt sich hier auf die Suche. Die Suche nach den Gründen für den Mord, die Suche nach den Mördern. Schon bald merkt er, dass er die Frau an seiner Seite nur unzureichend kannte. Tessa hatte in Afrika nämlich ihr Herz für die Schwarzen, ihr Herz für die Gerechtigkeit ihnen gegenüber entdeckt, der Grund dafür, weshalb sie sich immer wieder in Slums engagierte. Hierbei war sie einem Skandal auf die Spur gekommen, in dem ein westlicher Pharmakonzern den afrikanischen Kontinent quasi als Versuchsfeld für ein neues Medikament gegen Tuberkulose nutzt, und hierbei gravierende Nebenwirkungen verschweigt. Justin begibt sich zu alten Mitstreitern seiner Frau, lernt zum einen seine Frau im Nachhinein viel besser kennen, ist jedoch auf der anderen Seite auch erschrocken, vor was für Machenschaften er sein ganzes Leben lang die Augen verschlossen hat. Und auch er bekommt bald die Macht des Pharmakonzerns und seine Skrupellosigkeit zu spüren.
EINDRUCK
===========
Manche mögen das Buch als zäh beschreiben, denn einiges Passagen sind wahnsinnig ausführlich. Teilweise gibt es Seiten, auf denen die Handlung im Grunde genommen keine Fortschritte macht, sondern LeCarre sich darauf beschränkt Landschaften zu beschreiben, oder aber Charaktere der Personen zu entwickeln. Wer diese als langweilig und langatmig bezeichnet, der möge dies tun. Für mich ist es zum einen faszinierend, welche beeindruckende Sprache ein Schriftsteller für Landschaftsbeschreibungen entwickeln kann, macht mir dies doch immer wieder bewusst, wie beschränkt im Grunde doch mein Ruhrpott-Mund ist. Zum anderen ist es einfach herrlich zu lesen, wie LeCarre die Charaktere entwickelt. Aus dem anfangs schwachen Justin entwickelt sich ein nicht aufgebender Kämpfer. Obwohl seine Frau Tessa längst tot ist, lässt der Verfasser sie immer wieder in der Handlung auftauchen. Justins Erinnerungen und die Erzählungen alter Mitstreiterinnen lassen sie quasi leibhaftig werden, so dass der Leser ein umfassendes Bild der Verstorbenen bekommt.
Hinzukommt, dass LeCarre es schafft, für einen ganz subtilen Anstieg der Spannung zu sorgen. Anfangs plätschert die Geschichte ein wenig vor sich hin. Dann arbeitet sich Justin in die Materie, mit der sich Tessa beschäftigt hat ein und man merkt langsam, dass sie in irgend etwas Großem verstrickt war. Und hiermit nimmt auch sukzessive die Spannung zu. Diese wächst zunehmend durch das gelegentliche Auftauchen von Schlägertruppen des Pharmakonzerns, fast vergleichbar mit dem Auftauchen der schwarzen Ritter im 1. Teil von Herr der Ringe.
ANDERE WERKE
================
Für alle diejenigen, die sich vielleicht nicht entsinnen können, ob sie schon einmal mit John LeCarre in Berührung gekommen sind, seien hier ein paar seiner größten Werke kurz aufgeführt:
- Der Spion, der aus der Kälte kam (international erfolgreicher Roman)
- Smiley’s Leute (Smiley war vielfach Hauptfigur in LeCarres zumeist während des kalten Krieges spielenden Stories)
- Krieg im Spiegel
- Der Schneider von Panama (verfilmt im Jahre 2001)
- Das Russland-Haus (verfilmt mit Sean Connory und Michelle Pfeiffer)
- Die Libelle
FAZIT
======
Dem Buch merkt man an, dass LeCarre ein ganz alter Hase seines Fachs ist. Es ist sicherlich nichts, für Fans von Krimis eines Robert Ludlum, mit kurzweiliger Story, zahllosen Toten und Action pur. Der ewige Gärtner überzeugt vielmehr durch eine wunderschöne Erzählweise und eine sehr subtile Art und Weise des Spannungsaufbaus. Alles ist bei weitem nicht so platt, wie bei anderen Krimi-Autoren und zudem wirkt die Hintergrund-Story extrem gut recherchiert. Mir hat das Buch extrem viel Spaß gemacht, obwohl mich die umfangreiche Seitenzahl zunächst abgeschreckt hat. Dennoch bin ich schnell durch dieses Buch gestoßen, nicht zuletzt, weil die Handlung doch recht fesselnd ist. Wer auf etwas anspruchsvollere Krimis steht, der ist bei diesem Buch sicherlich richtig und dem kann ich dieses Buch auch nur ans Herz legen. weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
-
-
Lightman,A.-Und immer wieder die Zeit (Einstein's Dreams) / Faszinierende Ideen zum Thema Zeit
03.01.2003, 21:51 Uhr von
emmtie
Da wollen wir YOPI einmal eine 2.Chance geben (wenn auch nur auf Bewährung). Und dabei geht es ga...Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Wenn man hört, dass ein Autor einen Roman geschrieben hat, der sich mit der speziellen Relativitätstheorie Einsteins beschäftigt, denkt man zuerst, dass sich ein so wissenschaftlich kompliziertes Thema kaum in dieser Form verarbeiten lässt. Zumindest ging es mir so. Aber zum Glück habe ich mich dann doch irgendwann dazu aufgerafft und aufgrund einiger enthusiastischer Empfehlungen "Und immer wieder die Zeit" von Alan Lightman gelesen.
Inhalt:
=====
Im Jahr 1905 arbeitet im Patentamt in Bern ein junger Angestellter namens Albert Einstein. Parallel zu seiner Arbeit ist er gerade dabei, eine revolutionäre physikalische Theorie zum Wesen der Zeit zu entwickeln. Doch in letzter Zeit träumt er sehr häufig und in seinen Träumen spielt auch das Thema Zeit die Hauptrolle. Er träumt von anderen Wirklichkeiten, in denen sich die Zeit nicht so verhält wie man es im Allgemeinen erwartet.
Und diese Träume, genauer gesagt 30 davon, sind der Inhalt dieses Buches. In diesen Träumen wird das alltägliche Leben der Menschen in Bern geschildert. Doch das Besondere daran ist die Tatsache, dass die Zeit in jedem dieser Träume anders verhält. In manchen verläuft sie kreisförmig und alles was getan oder gesagt wurde, wiederholt sich irgendwann. In anderen gibt es keinerlei Erinnerung an die Vergangenheit. Alle Menschen erleben jeden Tag, so als wäre es ihr Erster. Manche führen agebücher, um Erinnerungen zu bewahren. Andere leben ganz bewusst "in den Tag hinein", da sie ja die Konsequenzen ihrer Handlungen am nächsten Tag nicht mehr wissen. Oder die Zeit verläuft für jeden subjektiv. Für manche schneller, für andere langsamer. Oder an verschiedenen Orten mit unterschiedlicher Geschwindigkeit.
Dies mag sehr verworren klingen. Aber die durch den Autor geschaffenen "Zeit"-Gedankengebäude sind beim Lesen aufgrund der Tatsache, dass im ganzen Buch keinerlei physikalische Theorie vorkommt, sondern alles durch die alltäglichen Szenen erklärt wird, unmittelbar einsichtig.
Es gibt im Buch weder eine durchgehende Handlung noch wiederkehrende Personen außer der Person Einsteins und einige seiner Freunde und Bekannten, die aber alle eigentlich nur in eine Art Rahmenhandlung ("Prolog, Zwischenspiel, Epilog") für die Träume vorkommen, die maximal 15 der 200 Seiten dieses Buches einnimmt.
Meine Meinung:
============
Wer sich einmal auf dieses Buch einlässt, kommt nicht mehr davon los. Denn durch die Methode, das komplizierte Thema Relativitätstheorie, oder präzisier ausgedrückt den Teil der Theorie, der aussagt, dass Zeit nicht überall gleich sein muss, komplett aus dem für Viele abschreckenden Umfeld der Physik und Mathematik mit ihren Formeln, Gleichungen und der für den Laien kaum verständlichen Fachsprache zu lösen und stattdessen mit einfachsten Geschichten zu beschreiben, bekommt man einen ganz anderen Zugang zu dieser Materie.
Aufgrund der Tatsache, dass der Autor Professor für Astrophysik am Massachusetts Institute for Technology (MIT), einem der weltweit angesehensten Institute auf diesem Gebiet, ist, kann man wohl davon ausgehen, dass er keinerlei Probleme hätte, das Thema so zu erklären, dass nur ganz wenige überhaupt verstehen, wovon er spricht. Aber er wählt bewusst einfachste Bilder um seine "Zeiten" zu beschreiben. Und er schildert nicht nur die Auswirkungen der unterschiedlichen Zeitläufe; er schildert zugleich auch die Auswirkungen auf die Menschen und verdeutlicht damit seine Thesen. So wird z.B. in dem Traum, in dem der Lauf der Zeit vorbestimmt ist und somit jeder sein Schicksal schon kennt, geschildert, dass die Menschen motivationslos sind, da sie ja wissen, was kommt, egal was sie tun. Oder die Probleme in einer Welt, in der alle ewig leben: Man kann nichts mehr Neues erleben, weil alles schon einmal von irgendjemandem aus der Verwandtschaft irgendwann schon einmal gemacht wurde.
Jede einzelne der entworfenen Welten ist für den Leser eine neue Möglichkeit, weiter zu denken, zu reflektieren oder sogar zu philosophieren. Was wäre wenn? In wie weit ist der für die Meisten doch relativ klare und starre Begriff Zeit doch nicht so eindeutig und enthalten eventuell doch einige dieser verrückt klingenden Ideen in diesem Buch einen kleine Kern Wahrheit? Ich persönlich nehme das Buch immer wieder gerne zur Hand und lese einzelne der "Träume" zum wiederholten Male und denke darüber nach.
Was das Buch außerdem sehr lesenswert macht ist sein Schreibstil. Die einzelnen "Träume" sind in einer Form, die man fast schon poetisch nennen kann, dargestellt. Da das Buch aufgrund seiner Struktur je eigentlich kein richtiger Roman ist, sondern eher eine Sammlung verschiedener Ideen zur Zeit, verpackt in Geschichten,ist, musst der Autor auch nicht einen Spannungsbogen der Gesamthandlung fortführen oder Figuren im Verlauf entwickeln. Daher kann er die einzelnen "Träume" vielfältiger und detailreicher schildern. Es gibt häufig wunderbare Landschaftsschilderungen und da die Personen ja immer nur in dem jeweiligen Traum ihre Rolle spielen, kann auch auf Einzelheiten ihres Wesens eingegangen werden, ohne die Figur im ganzen vorzustellen. Sie sind ja immer nur Beispiele zum Verständnis der jeweiligen Welt.
Nach soviel Lob dann vielleicht zum Abschluss doch noch ein klein wenig Kritik. Manchen Welten merkt man doch an, dass der Faktor Zeit der Auslöser ihrer gedanklichen Erschaffung war. Wenn man länger über sie nachdenkt, gibt es andere Faktoren, die in den vorgegebenen Zusammenhänge unlogisch sind. Beispiel: Die Welt, in der alle ewig leben. Es wird zwar wunderbar geschildert, wie jemand der z.B. ein Geschäft eröffnen will sich mit seien Eltern, Großeltern, Ahnen und Urahnen austauschen wird, um von deren Erfahrungen zu profitieren. Aber die Problematik, das dann eine riesige Anzahl Menschen gleichzeitig auf der Erde zusammenlebt, wird einfach außer Acht gelassen. Gut, es sind ja immer nur fiktive Beispiele, aber gerade weil das Buch förmlich zum Nachdenken auffordert, hat mich diese bewusst in Kauf genommenen Unlogik doch manchmal gestört.
Jemand der sich tiefer mit der speziellen Relativitätstheorie auseinandersetzen will und das Buch in diesem Zusammenhang liest, wird eventuell auch enttäuscht. Denn wie oben schon gesagt gibt es keinerlei Physik, keine Theorien. Es wird einfach mit dem Gedankenansatz dieser Theorie gespielt, die Figur Einstein ist eigentlich nur ein Aufhänger, um die Gedanken zu Thema Zeit schweifen zu lassen.
Ausstattung:
=========
Die Taschenbuchausgabe aus dem Heyne Verlag, die ich besitze, ist etwas kleiner als das übliche Taschenbuchformat. Dadurch, das außerdem auch ein Lesebändchen, dass ich aufgrund der Tatsache, das ich das Buch immer wieder zur Hand nehme, sehr zu schätzen gelernt habe, vorhanden ist und die Front- und Rückseite des Buches nochmals durch eine nach innen geknickte zweite, gleich dicke Pappe verstärkt sind, erscheint das Buch stabiler und auch etwas "edler" als die herkömmlichen Taschenbücher.
Gekostet hat es mich 16,90 DM. Dies erschien mir zuerst etwas überteuert bei 200 relativ groß geschriebenen Seiten auf einem etwas kleineren Seitenformat. Aber noch bezahlt man ja Bücher zum Glück nicht nach Wortmenge und der Inhalt ist den Preis auf jeden Fall wert.
Fazit:
====
Ein absolut lesenswertes Buch, das auch lange nach seiner Lektüre zum Nachdenken anregt weiterlesen schließen -
Marc Levy, "Solange Du Da Bist" --- Die Liebe ist ein Geist
03.01.2003, 20:59 Uhr von
TurkishPsycho
Ich bin ein 18jähriger Schüler aus Flensburg und versuche gerade mein Abitur irgendwie zu erlange...Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Meine sehr verehrten Leser,
nach einer langen Mußezeit, möchte ich mich mal wieder aktiv im Schreiben von Meinungsberichten tätigen. Denn nach wie vor verspüre ich das Bedürfnis, anderen meine Gedanken zu einem bestimmten Produkt mitzuteilen.
Beginnen möchte ich meinen Neuanfang mit einem Roman des französischen Schriftstellers Marc Levy, der den Titel „Solange du da bist“ trägt.
Der Autor ist ein 42jähriger Architekt, der in San Francisco studierte und dort sein erstes Unternehmen gründete. Diesen Roman schrieb er ursprünglich für seinen Sohn, um ihm eine Lehre mit auf den Lebensweg zu geben, doch avancierte „Solange du da bist“ zu einem grandiosen Welterfolg und wurde prompt zum Weltbestseller.
Auf diesen Erfolg gestützt lebt Marc Levy heute in London und Paris als freier Schriftsteller.
Das Buch befasst sich mit einer romantischen Liebesgeschichte, die damit ihren Anfang nimmt, dass der junge Architekt Arthur an einem Winterabend in seinem neu erworbenen viktorianischen Haus mit Blick auf die Golden- Gate- Bridge eine junge und verdammt hübsche Frau in seinem Badezimmerschrank auffindet. Doch wie gelangt diese Frau dorthin, was treibt ein fremder Mensch so spät noch in seinem Haus? Und so beginnt der unerwartete Gast zu erzählen: „Das, was ich Ihnen sagen werde, ist nicht einfach zu verstehen und ganz und gar unvorstellbar. Aber wenn Sie bereit sind, unsere Geschichte anzuhören und mir zu vertrauen, dann werden Sie mir am Ende vielleicht glauben, und das ist sehr wichtig, denn Sie sind, ohne es zu wissen, der einzige Mensch auf der Welt, mit dem ich dieses Geheimnis teilen kann.“
Und tatsächlich kann es Arthur nicht glauben, als diese Frau ihm erzählt der Geist einer Komapatientin zu sein, und hält es für einen Einweihungsscherz seines Partners Paul. Er ist genervt, da es ein stressiger Tag, er ist verwirrt und beschließt, den nächsten Tag abzuwarten.
Doch diese Frau, Lauren, ist kein Scherz seines Kompagnons, wie sich herausstellt, und sie ist auch tatsächlich unsichtbar für jeden anderen Menschen. So beginnt für Arthur eine unglaublich verrückte Zeit, die gleichermaßen amüsant ist und ihn völlig fasziniert. Er durchstöbert nächtelang gemeinsam mit Lauren Fachliteratur auf diesem medizinisch unerforschten Gebiet und versucht eine Lösung für dieses Phänomen zu finden.
Doch was er nicht außer Acht lassen kann ist, dass diese Frau für ihn nicht nur ein Geist ist, sondern außerordentlich hübsch und sympathisch. Er verfällt seinen Gefühlen und eine hoffnungslose Liebe entbrennt zwischen den beiden.
Eines Tages beschließt man jedoch aufgrund sinnloser Kosten die lebenserhaltenden Maßnahmen für Lauren einzustellen, man will sie einschläfern. Da fasst Arthur einen waghalsigen Entschluss und entführt den im Koma liegenden Körper aus dem Krankenhaus...
Für weitere Informationen empfehle ich es, dieses Buch zu kaufen oder zu leihen und es dann zu lesen, ihr werdet es nicht bereuen denke ich ;)) ! Ich möchte ja nicht allzu viel verraten, sonst lohnt es sich ja nicht mehr, es zu lesen, was ich sehr schade fände.
Eine weitere Möglichkeit, den Ausgang zu erfahren, besteht darin, in nicht allzu ferner Zeit ins Kino zu gehen. Denn Hollywoods Wunderkind, Steven Spielberg persönlich, sicherte sich die Filmrechte für diese Lovestory, die in 28 Sprachen übersetzt wurde und sich allein in Deutschland über 100 000 mal verkaufte.
Obwohl ich mich für gewöhnlich von romantischem Kitsch und Schnulzen fernhalte, da ich darin keinen Sinn und keine bedeutenden Aussagen sehe, hat mich dieser Roman dennoch neugierig gemacht, mich gefesselt und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen.
Es hat mich zudem nachdenklich gestimmt und hat trotz der seltsamen und mystischen Handlung keineswegs den Eindruck eines übernatürlichen Fantasy- Abenteuers ohne Sinn hinterlassen.
Im Gegenteil ist ein sehr weltliches Buch mit sehr realitätsnahem Inhalt, denn es zeigt dem Leser eine Liebesgeschichte, in der sich jemand in den Geist eines anderen verliebt. Obwohl er weiß, dass das, was ihm gegenübersteht nicht echt ist, obwohl er weiß, dass es ein Geist ist, ein nichts, verliebt er sich in dieses ungewisse etwas. Er verliebt sich nicht in die Verpackung, sondern in den Inhalt seines gegenüber. Er glaubt dieser verrückten Geschichte und dieser unzerbrechliche Glaube verwandelt sich in eine Vertrautheit, in eine Liebe. Ohne die Konsequenzen, ohne den Ausgang zu beachten, ohne die Regeln der Vernunft und der Logik zu beachten, verliebt sich Arthur in einen Geist.
Dieser Roman zeigt, dass die Liebe, die ganz realistisch und für jeden spürbar einfach da ist, in Wirklichkeit etwas mystisches, Übernatürliches ist, etwas, was die Regeln der Vernunft sprengt, etwas, was nicht mit Worten und Gesetzen zu erklären ist.
Liebe kommt und geht, sie ist ständig da und doch weiß niemand genau, wann sie einen angreift, in welcher Form sie es tut, ob mit Schmerz oder mit Freude erfüllt, und doch weiß niemand eine Definition dafür zu finden.
Dieser Roman ist ein Versuch, die Liebe zu definieren, indem man sie darstellt, indem man sie sich vorstellen, sie in seinem geistigen Auge sehen, spüren, hören – mit allen Sinnen erfassen kann, ohne dass jemand anderes irgendetwas davon mitbekommt.
2002-12-26 © TurkishPsycho weiterlesen schließen -
Erdsee
03.12.2002, 13:15 Uhr von
Schlumpfinchen
Ich bin meistens ein sehr gut gelaunter und fröhlicher Mensch, der grundsätzlich sagt was er denk...Pro:
Phantasiereich, spannend, sehr ausschmückender und ausführlicher Schreibstil
Kontra:
Mein Schlaf kam mal wieder viel zu kurz
Empfehlung:
Nein
Ursula K. Le Guin ist am 21.Oktober 1929 in Berkeley/Kalifornien geboren und aufgewachsen. Schon als Kind wurde sie von ihren Eltern über Legenden und Mythen der ganzen Welt unterrichtet. Sie studierte italienische und französische Geschichte, insbesondere der Renaissance. 1953 heiratete sie den Historiker Charles A. Le Guin und bekam drei Kinder. Sie schrieb ab 1951 5 Romane und einige Gedichte für die sie allerdings keinen Verleger fand. 1966 veröffentlichte sie ihren ersten Roman, jedoch erst 1969 schaffte Ursula K. Le Guin mit ihrem Science-Fiction-Roman „Winterplanet“ den großen Durchbruch. Die Autorin erhielt für ihre Werke fast alle Auszeichnungen, unter anderem auch fünf mal den Hugo und den Nebula Award, Auszeichnungen die vor ihr noch keiner erhalten hatte.
Bis vor wenigen Wochen war mir der Name Ursula K. Le Guin total unbekannt, was mir noch immer total schleierhaft ist. Doch Tatsache ist das ich in einer Kommentarspalte bei Dooyoo auf sie aufmerksam gemacht wurde. Was wieder einmal zeigt wie nützlich diese Funktion doch ist. Nur wenige Bücher der Fantasy haben mich so verzaubert und begeistert wie „Erdsee“, und ich bin froh das mir dieses Lesevergnügen nicht entgangen ist. Erdsee beinhaltet 4 Romane (Der Magier der Erdsee/ Die Gräber von Atuan/ Das ferne Ufer/ Tehanu) in einem Band, auf die ich einzeln eingehen werde.
DER MAGIER DER ERDSEE
Erdsee ist ein Reich das zum größten Teil aus Wasser, jedoch von unzähligen kleineren und größeren Inseln besteht. In Gont, im nördlichen Teil des Reiches wächst der kleine Junge Duny bei seiner Tante der Dorfhexe auf. Schon von klein auf hat Duny große Macht mit der er Tiere zu sich rufen kann, was ihm den Rufnamen „Sperber“ einbrachte. Als eines Tages sein Dorf von einfallenden Räubern angegriffen wird, ruft Sperber einen starken Nebel herauf, der sein Dorf rettet ihn jedoch durch die stark hervorgerufene Macht geistig krank zurücklässt. Ogion, einen mächtiger Zauberer hörte von dieser Tat und heilte das Kind. An seinem 13.Geburtstag, dem Tag seiner Namensgebung erhält er von Ogion den Namen Ged, den es Geheimzuhalten gilt, denn Namen enthalten in dieser Welt Macht und werden nur sehr vertrauenswürdigen und ausgewählten Personen anvertraut.
Nach der Namensgebung beschließt Sperber, wie ihn jeder nannte, den Zauberer zu begleiten um sein Lehrling zu werden. Doch nur all zu schnell beginnt sich der ehrgeizige Junge zu langweilen und reist mit Ogions Einwilligung nach Rok, in die größte Zaubererschule. Dort stößt er auf den Schüler Jasper, mit dem er gleich von Anfang an durch dessen Spott in Rivalität tritt. Sperber ist ein guter Schüler mit einer schnellen Auffassungsgabe, er lernt schneller wie alle anderen Schüler seines Jahrgangs die geheimen und„wahren“ Namen von Gegenständen und Lebewesen, denn in dem alleinige Wissen der Namen, entspringt der Schlüssel zur Macht.
Angetrieben wird er durch den Ehrgeiz Jasper zu übertrumpfen. Durch einen Wettstreit mit Jasper, in dem er jemandem aus dem Reich der Toten zurückruft, erscheint jedoch auch ein Schatten oder auch Gebbeth genannt. Durch diesen Schatten wird Sperber schwer verletzt und es braucht sehr lange Zeit bis eine Genesung eintritt. Sperber bleibt gebrochen auf Rok zurück und beendet seine Ausbildung, denn nur dort ist er sicher bis er genug Macht hat sich dem heraufbegeschworenen Schatten zu stellen der Jagd auf ihn macht um ihn zu beherrschen....
MEINE MEINUNG
Sperber wird in seiner Kindheit weder von seinem Vater noch von seiner Tante mit viel Aufmerksamkeit bedacht und von anderen Kindern nur verspottet. Ich denke das er gerade deswegen sehr ehrgeizig, ja schon fast machthungrig ist, um sich zu beweisen. Auf Spott reagiert er überempfindlich, und es fällt ihm sehr schwer zu seinem Unwissen zu stehen. Jedoch besitzt eine rasche Auffassungsgabe, die er jedoch erst klug einzusetzen lernt nachdem er den Schatten heraufbeschworen hat. Aus Sperber wird ein stiller, ruhiger und in sich gekehrter Einzelgänger um seine Mitmenschen vor dem Schatten zu schützen.
Ursula K. Le Guin hat einen sehr flüssigen und ausschmückenden Schreibstil, der einem alles sehr deutlich vor Augen führt. Anfangs hatte ich etwas Schwierigkeiten mit den so häufig verschieden auftretenden Orts – oder Inselnamen, die mich immer wieder auf die am Anfang im Buch aufgeführte Landkarte zurückblättern ließ, um mir einen Überblick zu verschaffen wo denn der Ort des Geschehens lag. Betrachten kann man sich die Karte von Erdsee unter http://www.ursulakleguin.com. Doch schon kurze Zeit später musste ich feststellen das dies eigentlich nicht unbedingt nötig war und las ohne Unterbrechungen weiter, und das Lesevergnügen wurde nicht im mindesten verringert. Das Buch ist sehr spannend geschrieben und immer wieder wird man von neuen Geschehnissen überrascht die einen in den Bann ziehen.
DIE GRÄBER VON ATUAN
Schon als fünfjähriges Mädchen wird Tenar ihren Eltern genommen, um als Wiedergeburt ihrer Vorgängerin die Ausbildung und später die Stellung der Hohepriesterin der Gräber einzunehmen. Nur Frauen und Enuchen ist es gestattet die heilige Stätte der Gräber aufzusuchen, jeder Eindringlich ist verflucht und somit des Todes. Als sie 6 Jahre alt ist wird Tenar geweiht, ihr Name wird ihr genommen und ist fortan „Arha die Verzehrte“. Arha ist von einer schnellen Auffassungsgabe und geht ihren Pflichten mit Eifer nach.
Mit 15 Jahren ist Arhas Ausbildung beendet und sie betritt zum ersten mal die unterirdischen Grabstätten, die in absoluter Dunkelheit durchschritten werden mussten, da an diesem Ort jedes Licht verboten ist. Dort wird sie von Kossil einer Priesterin gezwungen über das Menschenleben dreier Sklaven zu entscheiden, das natürlich nur Tod bedeuten kann, da diese als Opfer gelten.
Arha erkundet nach und nach durch Tastsinn den Weg durch die Grabkammer und das danach kommende Labyrinth in dem allerdings im Vergleich zu der Grabkammer Licht gestattet ist. Jeden Tag steigt sie hinab in ihr Reich um die verschlungenen und irreführenden Windungen und Abzweigungen zu erforschen., bis sie dort eines Tages auf einen Fremden stößt.
Durch verschieden angebrachte Gucklöcher ist es Arha möglich den Fremden zu beobachten wie er versucht durch Zauber die einzige Tür zu öffnen die sie verschlossen hatte um ihn einzusperren. Erst als er vor Durst und Hunger geschwächt ist sucht Arha ihn auf. Sie erfährt das er Sperber heisst und auf der Suche der fehlenden Hälfte des Ringes von Erreth-Akbe ist, in dem die Rune des Friedens eingraviert ist. Eigentlich wäre es ihre Pflicht den Eindringling zu töten, doch Neugier und aufsteigende Zweifel hindern sie daran.
Somit täuscht sie den Tod des Fremden vor, und berichtet Kossil das sie ihn lebendig begraben ließ. Die alte Priesterin jedoch schenkt ihr keinen Glauben und öffnet das vorgetäuschte Grab. Als Arha dies sieht weiss sie, das sie nun zum Tode verurteilt ist, denn sie hat die Toten um ihr Opfer gebracht....
MEINE MEINUNG
Schon gleich zu Beginn des Romans wird der Werdegang von Tenar zu Arha und ihrem Amt zur Hohepriesterin sehr ausführlich beschrieben. Von ihren Pflichten und Aufgaben, die ihr wie bei einer Gehirnwäsche täglich eingetrichtert werden. Schon als kleines Mädchen weiss sie um ihren Rang und somit um ihre Macht, die sie deshalb etwas trotzig und aufsässig machen. Doch versäumt sie keinesfalls ihren Pflichten und ihr Studium, denn sie glaubt aus tiefstem Herzen an das von ihr Gelernte. Jedoch ist sie auch stets gesondert von allen anderen und somit sehr einsam.
Erste Zweifel an das Gelernte und ihren Glauben kommen ihr schon bei einem Gespräch mit einer anderen Priesterin die eigentlich gerne etwas anderes in ihrem Leben gemacht hätte. Ebenso die Erkenntnis das Kossil nicht glaubt was sie lehrt, sondern nur an die Macht die hinter dem Amt der Priesterin steht. Und als sie Sperber im Labyrinth begegnete beginnt sie an allem zu zweifeln. Denn wieso war er denn noch am Leben, obwohl es doch hieß das jeder Fremde sofort starb der das Grabmahl aufsuchte und dazu noch mit Licht, das ebenfalls strengstens verboten war? Die junge Frau sieht sich nun gezwungen sich zu entscheiden, entweder für das Licht und das Leben, in dem Fall würde sie ihre Macht verlieren und müsste sich eingestehen das ihr bisheriges Leben nutzlos war. Oder sie verneint das Leben und hält ihre Macht, bleibt aber auf ewig eine Gefangene der Gräber und der Dunkelheit.
Auch in diesem Roman gelingt es Ursula K. El Guin durchaus durch ihre ausschmückende Art zu schreiben zu überzeugen. Immer wieder wurde ich überrascht von den Wendungen ihrer Erzählung, auch wenn diese bei weitem nicht mehr so spannend geschildert werden wie im ersten Roman. Ebenso war ich erfreut das auch wieder Sperber, der schon im ersten Roman die Hauptrolle spielte, eine große und vor allem entscheidende Rolle einnahm. Auch wenn er erst zu einem etwas späteren Zeitpunkt im Geschehen auftrat.
DAS FERNE UFER
Als der Junge Arren, Sohn des Prinzen von Enlad, den inzwischen zum Erzmagier aufgestiegenen Ged aufsucht überbringt er schlimme Kunde – die Magie und der Glaube an diese verschwindet auf Erdsee. Ged, dem mittlerweilen mächtigsten Magier, hatte diese Nachricht auch schon von anderen Teilen Erdsees vernommen und macht sich gemeinsam mit Arren auf die Suche.
Die beiden segeln von Insel zu Insel und stellen fest das die Magie immer mehr entschwindet. Die Zauberer, auf die sie stoßen wirken verwirrt, gleichgültig und haben alles vergessen. Weder erinnern sie sich an die Namen die ihnen einst Macht verliehen, noch glauben sie an die Magie selbst. Gleichgültigkeit und immer mehr Gewalt hält auf Erdsee Einzug.
Auf der Insel Lorbanery treffen sie auf Sopli, einen ehemaligen Zauberer, der ihnen von einem Riss in der Dunkelheit erzählt und von einem König der diesen bewacht. Dieser hätte die Macht einem das ewige Leben zu schenken. Ged beschließt der Bitte des verwirrten Sopli nachzukommen und nimmt ihn mit auf die Suche, die ihn schon bald zur nächsten Insel treibt.
In Arren, der dem Erzzauberer bisher immer große Bewunderung, Ergebenheit und Liebe entgegenbrachte, machen sich immer mehr Zweifel breit. Er beginnt an der Macht und der Magie des Erzmagiers zu zweifeln, und als dieser nach einem Angriff schwer verletzt und dem Tode nah auf dem kleinen Segelboot liegt, hatte ihn die Gleichgültigkeit die auf ganz Erdsee um sich griff eingeholt......
MEINE MEINUNG
Auch in diesem Roman gelingt es Ursula K. Le Guin durch ihren detailreichen und ausführlichen Schreibstil den Leser in den Bann zu ziehen. Jedoch ist dieses Werk sehr philosophisch, was die Spannung jedoch keinesfalls vermindert.
Ich glaube kein Roman hat mich nachdenklicher gestimmt wie dieser. Im Vordergrund dieses Romans behandelt die Autorin die Angst vor dem Tod, und was der Mensch nicht alles dafür geben oder tun würde um diesem zu entgehen, wie leichtsinnig Menschen jemandem folgen um der Angst vor dem Tod zu entgehen. An manchen Stellen fühlte ich mich an Sektenführer und ihre Institutionen erinnert, denn was versprechen diese denn alles damit ihnen die Menschen so bereitwillig folgen? Was geben die Menschen nicht alles auf, aus Angst vor dem Ungewissen? Denn meiner Meinung nach hat der Mensch keine Angst vor dem Tod selbst, sondern vor dem was danach kommt oder vielleicht eher davor das nichts mehr kommen könnte. Daher klammert man sich an hübsch erzählte Geschichten von Wiedergeburt, Auferstehung oder anderen Geschichten. Doch wie viel opfert man dafür vom Leben?
Für mich ist dieser Roman des Erdsee-Zyklus fraglos der Beste. Dieses Werk hat mich wirklich tief beeindruckt und es ist nur schade das ich meinen Worten nicht mehr Ausdruck verleihen kann. Ursula K. Le Guin hat diese Thema sehr einfühlsam und tiefgründig beschrieben und es war mir lange Zeit nicht möglich den 4.Roman zu lesen.
TEHANU
Tenar, die mittlerweile jedoch Goha genannt wird nimmt nachdem ihr Mann gestorben und ihre beiden erwachsenen Kinder aus dem Haus sind, das vergewaltigte und von Verbrennungen verunstaltete Kind Therru bei sich auf. Zusammen mit dem kleinen Mädchen macht sie sich auf zu dem im sterbenden Magier Ogion, der sie rufen lies. Bevor der Zauberer starb wies er Tenar an, sie solle Therru alles lehren. Ebenso prophezeite er das sich jeder vor dem Mädchen fürchten werde
Nach dem Tode Ogions verweilt sie in dessen Haus um auf Sperber zu warten, von dem sich Rat und Unterstützung erhofft. Doch zurück kommt nur ein frustrierter Mann, der bei dem letzten Kampf gegen die Dunkelheit jedwede Macht und Magie verlor. Tenar, die sofort erkennt das Sperbers „Wunden“ Zeit brauchen um zu heilen, lässt ihn in Frieden. Insgeheim ist sie sich der Tatsache bewusst das Sperber keine Macht mehr besitzt, das er kein Magier mehr ist, will sich dies aber nicht eingestehen.
Als einige Botschafters des Königs von Erdsee erscheinen um den Erzmagier zu suchen, flüchtet dieser und lässt Tenar und das kleine noch immer total verängstigte Mädchen zurück. Da sich Therru an diesem Ort immer mehr öffnet und ihre Angst Stückchenweise ablegt, beschließt Tenar an diesem Ort zu verweilen.
Doch eines Tages erscheint einer der Männer, die das kleine Mädchen vergewaltigten und danach verbrennen wollten. Tenar erhofft sich Hilfe bei einem ansässigem Zauberer, wird jedoch verflucht. Sie ist keinen klaren Gedankens mehr fähig und flieht mit dem Kind....
MEINE MEINUNG
Leider muss ich sagen das dies wohl der schlechteste Roman des Fantasy-Zyklus ist. Die Autorin ergreift ein brisantes Thema, Missbrauch und Gewalt an Kindern, schafft es jedoch nicht einen passenden Rahmen zu schaffen. Seitenlang kann man philosophischen Ausführungen über die Stellung der Frau und die des Mannes verfolgen, jedoch plätschert der Roman nur so vor sich dahin. Spannung kommt gleich gar nicht auf, man stellt sich zwar hin und wieder ein paar Fragen, doch dabei bleibt es schon. Zwar hat sie ihren ausschmückenden Schreibstil beibehalten der einem Personen und Landschaften deutlich vor Augen führt, doch in den bann zu ziehen vermögen diese kaum. Ganz am Ende der Geschichte kommt dann etwas Spannung und Action auf, jedoch hatte ich das Gefühl als würde etwas fehlen. So als wäre der Roman einfach nur schnell zu Ende geschrieben.
Der letzte Roman beginnt mit den letzten Ereignissen des 3.Romans, jedoch mit dem Unterschied das im 3.Roman alles ein gutes Ende fand. Sperber war froh endlich ein Leben ohne seine Magie führen zu können. Im letzten Roman des Zyklus jedoch ist er gebrochen und sieht keinen Sinn mehr in seinem Leben.
FAZIT
Obwohl mir der letzte Roman des Fantasy-Zyklus nicht gefallen hat, vergebe ich trotzdem alle 5 Sterne. Die ersten drei Bücher haben mich dermaßen begeistert das sie dies wieder wett machen. Der Autorin gelang es mich absolut in den Bann zu ziehen mit ihren ausführlichen Schilderungen und Beschreibungen. Ich konnte das Meer mit meinem geistigem Auge sehen, ich konnte es sogar riechen wenn sie darüber schrieb. Ebenso schafft sie es einem die Personen so nahe zu bringen das man sich in deren Lage versetzen kann, mit ihnen fühlt und mit ihnen leidet. Da mein Bericht eh schon sehr lange wurde, ließ ich die darin vorkommenden Drachen ganz außer acht, was mir allerdings ehrlich gesagt schwer viel, denn auch sie spielen eine bedeutende wenn auch etwas kleine Rolle. Für mich ist es ein Werk das es wirklich verdient mit dem „Herrn der Ringe“ verglichen zu werden, wenngleich es dieses auch nicht übertrifft.
Danke Sulli2, für die Empfehlung dieses Buches weiterlesen schließen -
Auge in Auge von Lanting, Frans: Atemberaubende Tierfotographien!!
01.12.2002, 15:39 Uhr von
JuleG
Ich bin Sonderpädagogik Studentin in Landau und schreibe Berichte um anderen meine Erfahrungen mi...Pro:
schöne Bilder, gute Qualität, wird nie langweilig
Kontra:
nix
Empfehlung:
Nein
Vor einigen Jahren bekam ich einen Bildband von Geo zu Weihnachten geschenkt, der mich letzt beim aufräumen mal wieder wahnsinnig faszinierte. Deshalb muss ich euch heute unbedingt mal darüber berichten.
Auge in Auge.
von Frans Lanting
+Design+
Das Buch ist ca. 30x25x3 cm groß und 2 Kilo schwer. Der Schutzumschlag zeigt einen wunderschönen Puma, der den Inhalt des Buches sehr gut erahnen lässt. Der Schutzumschlag ist sehr edel gemacht. In sehr fester, matter Pappe ist er sehr schön glatt und aufgedruckter Autor und Titel fühlen sich an wie gummiert. Der Verlag hat hierbei keine Kosten und Mühen gescheut. Ohne Schutzumschlag ist es mattes schwarz, ein hochwertiger, stabiler Einband mit eingestanzten Buchstaben.
Die Seiten selbst sind auch von sehr hochwertiger Qualität. Sie sind dick, aus mattem Papier und sehr glatt. Dadurch lassen sie sich sehr leicht umblättern und man braucht auch keine Angst zu haben, dass das Buch nach 5maligem anschauen nicht mehr gut aussieht. Auch die Bindung ist gut gemacht!
Zusätzlich zu den normalen Seiten gibt es noch ausklappbare Seiten für extragroße Bilder.
+Inhalt+
Atemberaubende Tierfotographien.
Ausgewählte Bilder des Naturfotographen Lantig zeigen Lebewesen aus allen Teilen der Erde. Die Tiere werden von Lanting nicht nur fotografiert, sondern mit viel Respekt portraitiert.
Schon der Puma auf dem Umschlag lässt einem den Atem stocken. Ich habe zuvor noch nie so eine detailreiche, atemberaubende Fotographie gesehen. Sein Gesicht füllt die komplette Seite aus, man kann jede Einzelheit, ja jedes Haar erkennen. Man steht quasi Angesicht zu Angesicht vor ihm, kann ihm genau in die Augen blicken!
Genau in diesem Stil bringt Lantig uns Tiere von tropischen bis arktischen Regionen nahe... vom Insekt bis zum Elefanten.
Die 251 Seiten sind ist in 4 große Teile eingeteilt.
Diese zeigen immer neue Tiere in neuen Umgebungen, fliegend, laufend, liegend, schwimmend oder in anderen Lebenslagen, bei Tag und Nacht, bei jedem Wetter.
Eins zu eins
Auf den ersten 70 Seiten sehen wir Portraitfotographien von Tieren alleine. Ein schwarzer Panther springt uns entgegen, ein Krokodil blickt uns genau in die Augen, bereit nach seiner nächsten Beute zu schnappen. Auf den kommenden Seiten begegnen uns ein Orang-Utan, Papageitaucher, Breitmaulnashorn. Von dem wunderschönen Anblick dieser Tiere gerate ich immer wie in einen Bann. Man erkennt die Persönlichkeiten der Tiere auf jedem Bild.
Zu Zweit
Hier sehen wir Tierpaare, fotografiert in jeder Lebenslage. Kämpfend, Balzend, Brütend oder einfach nur miteinander umgehend.
Zu Vielen
Tausende von Vögeln oder eine Riesige Herde Elefanten erwarten uns hier. Die Komposition stimmt bei jedem Bild perfekt und die Tiere sind uns selbst hier zum Greifen nahe.
Legende
Sehr erfreulich finde ich, dass wir nicht nur einfach Bilder hingeklatscht bekommen, sondern auch Erläuterungen dazu. Im letzen Teil des Buches finden wir die Miniaturansicht jeden Bildes mit einer kurzen Beschreibung des abgebildeten Tiers. Hier wird das Tier genau beschrieben und die Situation erklärt in der das Foto entstanden ist, sehr schön gemacht!
+Preis+
Das Buch kostet 30€. Für einen Bildband dieser Größe und Qualität finde ich das vollkommen ok. Das Preis/Leistungsverhältnis stimmt auf jeden Fall! Auch wenn ich es mir nicht selbst gekauft habe :P, ich finde es rentiert sich!!
+Allgemeine Daten+
Titel: Auge in Auge.
Autor: Frans Lanting
Seiten:251 Seiten
Verlag: Taschen Verlag
Erscheinungsdatum: 1997
ISBN: 3822882194
+Fazit+
Ich bin sehr froh, dass ich dieses wunderschöne Buch besitze!
Noch nie habe ich so nah so wilde Tiere betrachten können. Lanting hat seine Komposition so gut gemeistert, dass man denkt man blickt dem Tier genau in die Seele. Man erfährt hierdurch sehr viel über Persönlichkeit und Leben der Tiere.
Die Qualität des Bildbandes unterstützt diese faszinierende Wirkung noch einmal. Das Preis/Leistungsverhältnis ist einmalig.
Das Buch ist wirklich ein Muss für Tierliebhaber.
Ein guter Geschenktipp für Weihnachten!!
Ich wünsche euch noch einen schönen 1. Advent.
Bis bald
Jule weiterlesen schließen
Informationen
Die Erfahrungsberichte in den einzelnen Kategorien stellen keine Meinungsäußerung der Yopi GmbH dar, sondern geben ausschließlich die Ansicht des jeweiligen Verfassers wieder. Beachten Sie weiter, dass bei Medikamenten außerdem gilt: Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
¹ Alle Preisangaben inkl. MwSt. und ggf. zzgl. Versand. Zwischenzeitl. Änderung der Preise, Lieferzeiten & Lieferkosten sind in Einzelfällen möglich. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr.
Bewerten / Kommentar schreiben