Pro:
diese Buch ist spannend, mitreißend und sehr gut geschrieben
Kontra:
keine negativen Seiten gefunden - falls euch welche aufgefallen sind, bitte in den Kommentar posten, thx
Empfehlung:
Nein
Nachtflug von Antoine de Saint-Exupéry
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Der französische Autor Antoine de Saint-Exupéry schrieb 1931 seinen Roman
‘Vol de nuit’ – ‘Nachtflug’.
Antoine-Marie-Roger de Saint-Exupéry wurde am 29. Juni 1900 als Sohn des Grafen Jean Marie de Saint-Exupéry in einer der ältesten französischen Adelsfamilien in Lyon geboren. Nach dem Besuch einer Jesuitenschule leistete er seinen Militärdienst in einem Fliegerregiment. 1926 übernahm er als Pilot der Gesellschaft Latécoère die Linie Toulouse – Casablanca. Zwei Jahre später, 1928, wurde er Direktor der Luftpost von Buenos Aires ( autobiographische Bezüge mit dem Protagonisten Rivière), danach wieder Versuchsflieger.
Er flog auf Verkehrslinien in drei Erdteilen. 1939 stellte er einen Rekord im Überfliegen des Atlantiks auf. Im zweiten Weltkrieg emigrierte Saint-Exupéry nach der Besetzung Frankreichs in die USA. 1944 kehrte er mit der Aufklärungsarmee wieder nach Frankreich zurück. Am 31. Juli 1944 startete er von der Insel Korsika seinen letzten Aufklärungsflug. Er wurde über dem Mittelmeer abgeschossen und kehrte nicht mehr zurück.
Einige seiner Werke:
- Südkurier 1929
- Wind, Sand und Sterne 1939
- Bekenntnis einer Freundschaft 1941
- Flug nach Arras 1942
- Der kleine Prinz 1943
- Brief an einen General 1943
- Die Stadt in der Wüste 1948
Kurz zum Inhalt
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Der Roman „Nachtflug“ spielt in Südamerika, in der Zeit als sich Nachtflüge sich langsam in der Verkehrsfliegerei durchzusetzen beginnen, da man den Vorsprung, den man tagsüber gegenüber den Eisenbahnen und Dampfern gewinnt, in der Nacht wieder verliert. Der Verantwortliche des gesamten Flugnetzes, Direktor Rivière, ist einer der wenigen Befürworter des Flugverkehres in der Nacht. Er erwartet die drei Postflugzeuge aus Patagonien, Chile und Paraguay in Buenos Aires, um dann um Mitternacht den Europakurier starten zu lassen. Als erstes landet der Kurier aus Chile. Danach empfängt Rivière besorgt ankommende Meldungen der Funkstationen von aufkommendem Gewitter. Dies beeinträchtigt auch den Funkkontakt zu den beiden anderen Postflugzeugen stark.
Fabien, der Pilot des Kuriers aus Patagonien, nähert sich einer Gewitterwand, und bald ist er von Gewittern umgeben. Durch Funk erfährt er, dass er auch nicht mehr umkehren kann, da ihm der Rückweg durch einen Orkan versperrt wird. Er befindet sich in völliger Dunkelheit, der Mond wird durch die Wolken verdeckt. Fabien merkt, dass er sich über dem Meer befindet, als er versucht im Schein seiner letzten Leuchtrakete notzulanden. Der Bordfunk ist ausgefallen.
Nahe der Selbstaufgabe, erblickt Fabien über sich in einem Wolkenloch drei Sterne. Er steigt auf und taucht aus völliger Dunkelheit in die Sternenwelt. (Lesestelle1) Unter ihm liegt das Gewitter, dreitausendmeter dick, von Blitzen und Böen durchrast. Er erhält kurz Funkkontakt mit einer Funkstation in Patagonien, der er mitteilt, dass sein Treibstoff nur noch für dreißig Minuten reicht. Diese Meldung ist die Letzte, die Rivière von dem Patagonienkurier erfährt.
Alle glauben nun, dass mit diesen Verlust auch das Ende der Nachtflüge gekommen ist. Doch Rivière lässt sofort nach der Ankunft des dritten Flugzeuges aus Paraguay, das am Gewitter sicher vorbeikam, den Europakurier starten. Die Nachtflüge werden nicht aufgegeben.
Rivière, der Protagonist
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Rivière ist ein sehr harter Direktor. Kleine Fehler werden sofort hart bestraft. Seine Strafen richten sich aber nicht gegen den Menschen selbst, sondern gegen das Böse, das sich durch den Menschen einschleicht. „Vorschrift ist etwas Ähnliches wie die Riten einer Religion, die absurd erscheinen mögen, aber die Menschen formen.“ Rivière war in seinen Bestrafungen oft ungerecht, doch durch diese Härte wollte er sie antreiben, sie über sich selbst hinauszwingen. „Man soll die lieben, über die man befiehlt, aber man soll es ihnen nicht sagen.“ (Lesestelle2 / Lesestelle 3)
Der Inspektor Robineau hilft Rivière bei diesen Bestrafungen. Er besichtigt die Maschinen, beobachtet die Piloten und bestraft jedes Fehlverhalten. Rivière denkt von Robineau, dass er nicht sehr intelligent sei, jedoch leistet er gute Arbeit. Robineau handelt nur nach Vorschrift. Rivière hingegen versucht nach Menschenkenntnis zu handeln. Robineau selbst sehnt sich nach jemandem, mit dem er reden kann, er ist sehr einsam. Seine einzige Leidenschaft ist die Geologie. Er bewundert die Piloten heimlich, die jeden Tag ihr Leben aufs Spiel setzten.
Fabien ist einer der tapferen Piloten, die täglich ihr Leben riskieren. Seine Frau wartet zu Hause vergebens auf ihn. Sie zeigt, dass diese mutigen Männer auch Familien haben, die warten und sich sorgen.
Kurze Auszüge aus dem Buch / Lesestellen:
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Es war Fabien zumute, als sein er in Zaubersphären geraten, denn alles wurde leuchtend, seine Hände, seine Kleider, seine Tragflügel. Denn das Licht kam nicht von den Gestirnen herab, sondern löste sich, unter ihm und rings um ihn her, aus dieser weißen Fülle.
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Ein Ingenieur hatte einmal zu Rivière gesagt, als sie sich über einen Verwundeten beugten, der beim Bau einer Brücke verunglückt war: „Ist die Brücke da ein zerstörtes Gesicht wert?“ Nicht einer von den Landbewohnern, für die diese neue Straße sich öffnete, wäre bereit gewesen, dieses Gesicht zu verstümmeln, nur um sich den Umweg über die nächste Brücke zu ersparen. Und trotzdem baute man Brücken. „Das allgemeine Interesse“, hatte der Ingenieur hinzugefügt, „ist nur die Summe der Einzelinteressen: darüber hinaus berechtigt es zu nichts.“ – „Und dennoch“, hatte Rivière ihm später erwidert, „obwohl das Menschenleben unbezahlbar ist, handeln wir immer wieder so, als ob es etwas gäbe, das das Menschenleben an Wert übertrifft... Aber was?“
Das Herz presste sich ihm zusammen, wenn er an die Besatzung da oben dachte. Die Taten – schon ein ganz alltäglicher Brückenbau – forderte Opfer an Glück. „Im Namen wessen?“ fragte Revière sich immer dringlicher.
„Diese zwei Menschen“, dachte er, „die vielleicht schon heute aus der Welt verschwinden werden, hätten glücklich leben können.“ Er sah Gesichter, in die Geborgenheit des Lampenscheins gesenkt. „Im Namen wessen habe ich sie herausgerissen?“
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„Wenn man den Ereignissen befiehlt,“ dachte Rivière, „dann gehorchen sie, und man erschafft. Und die Menschen sind arme Dinge, und man erschafft auch sie. Oder man jagt sie davon, wenn sich durch sie das Übel einschleicht.“
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Ich kann euch dieses Buch nur empfehlen, ich habe sehr viele von Antoine de Saint-Exupérys Büchern gelesen und wurde von jedem Buch aufs Neue begeistert. Er war ein großartiger Autor!
liebe Grüße,
Christina weiterlesen schließen
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