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Tests und Erfahrungsberichte
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ALLES ÜBER OPTIONSSCHEINE
30.01.2003, 21:39 Uhr von
heinuun
Hallo Meinungsmacher Mein Name ist Ingo, wie Du oben auch sehen kannst. ich komme aus dem sch...4Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
??? Was ist ein Optionsschein ???
Standardisierte Optionsscheine oder Warrants verbriefen das Recht, nicht die Verpflichtung, eine bestimme Menge eines Gutes (Basiswerts) jederzeit während (amerikanisch) oder am Ende (europäisch) einer festgelegten Frist (Laufzeit), zu einem im voraus vereinbarten Preis (Basispreis), zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put).
??? Call ???
Es gibt zwei Arten von Calls. Erstens den Long-Call und zweitens den Short-Call. Wenn ein Anleger einen Long-Call (Kauf einer Kaufoption) kauft, spekuliert er auf einen steigenden Preis des Basiswertes.
Bei einem Long-Call ist der Verlust (aus dem Geld) auf das eingesetzte Kapital beschränkt. Ist der Basispreis gleich dem Preis des Basiswerts, ist der Optionsschein am Geld. Wenn der Basiswert über den festgelegten Ausübungspreis (im Geld) plus die Anschaffungskosten steigt, verringert sich der Verlust bis zum Break-Even-Punkt (Erwerb und Erlös des Optionsscheins sind gleich).
Steigt der Basiswert weiter, ist ein nahezu unbegrenzter Gewinn möglich.
Wenn ein Stillhalter (Verkäufer einer Kaufoption) einen Short-Call (Verkauf einer Kaufoption) verkauft, spekuliert er auf einen sinkenden Preis des Basiswerts. Der Stillhalter erzielt einen Verdienst durch den vereinbarten Optionspreis (Optionsprämie).Bei einem Short-Call ist der Gewinn auf die Optionsscheinprämie begrenzt. Wenn der Basiswert über den festgelegten Ausübungspreis steigt, verringert sich der Gewinn bis zum Break-Even-Punkt. Steigt der Basiswert weiter, ist ein unendlicher Verlust möglich, da der Käufer des Optionsscheins von seinem Recht Gebrauch machen kann. Denn wenn der Kurs des vereinbarten Basispreis unter dem aktuellen Marktpreis liegt, muss der Stillhalter den Basiswert billiger als am Markt verkaufen. Ist zu diesem Zeitpunkt der Basiswert nicht im Besitz des Stillhalters, muss er den Wert am Markt teuer kaufen, um ihn dann billiger an den Anleger zu verkaufen, der Verlust kann also unbegrenzt sein.
??? Put ???
Es gibt auch beim Put zwei Arten. Erstens den Long-Put und zweitens den Short-Put. Wenn ein Anleger einen Long-Put (Kauf eine Verkaufsoption) kauft, spekuliert er auf einen sinkenden Preis des Basiswertes.
Bei einem Long-Put ist der Verlust (aus dem Geld) auf das eingesetzte Kapital beschränkt. Ist der Basispreis gleich dem Preis des Basiswerts, ist der Optionsschein am Geld. Wenn der Basiswert unter den festgelegten Ausübungspreis minus die Anschaffungskosten sinkt (im Geld), verringert sich der Verlust bis zum Break-Even-Punkt (Erwerb und Erlös des Optionsscheins sind gleich). Sinkt der Basiswert weiter, ist ein nahezu unbegrenzter Gewinn möglich.
Wenn ein Stillhalter einen Short-Put (Verkauf einer Verkaufsoption) verkauft, spekuliert er auf einen steigenden Preis des Basiswerts.
Bei einem Short-Put ist der Gewinn auf die Optionsscheinprämie begrenzt.
Wenn der Basiswert unter den festgelegten Ausübungspreis sinkt, verringert sich der Gewinn bis zum Break-Even-Punkt. Sinkt der Basiswert weiter, ist ein unbegrenzter Verlust möglich, da der Käufer des Optionsscheins von seinem Recht Gebrauch machen kann. Denn wenn der Kurs des vereinbarten Basispreises über dem aktuellen Marktpreis liegt, muss der Stillhalter den Basiswert vom Put-Optionsscheininhaber teurer kaufen, als wenn er den Basiswert zum aktuellen Marktpreis kaufen würde.
Der Verlust ist damit die Differenz zwischen dem festgelegten Basispreis und dem aktuellen Marktpreis, somit kann der Verlust unbegrenzt sein.
!!! Es gibt vier verschiedene Arten von Optionsscheinen !!!
1. Tradiotioneller Optionsschein
Traditionelle Optionsscheine werden zusammen mit einer Optionsanleihe herausgegeben. Hierbei kann der Optionsschein getrennt von der Optionsanleihe gehandelt werden.
Diese Optionsscheine verbriefen in Regelfall das Recht auf eine Lieferung eines Basiswerts. Aktien- und Zinsoptionsscheine kommen in Deutschland vor und sind grundsätzlich Call-Optionsscheine.
2. Nackte Optionsscheine
Nackte Optionsscheine werden nicht gleichzeitig mit einer Optionsanleihe emittiert. Es gibt Call- und Put-Optionsscheine. Dabei stehen diese Optionsscheine nicht in einem Zusammenhang mit einem Finanzierungsvorhaben eines Unternehmens sondern zur Aktienkapitalabsicherung.
Bei nackten Optionsscheinen besteht oft das Recht auf einen Barausgleich, wird auch Cash Settlement genannt, und nicht auf Abnahme bzw. Lieferung eines Basiswerts.
Es gibt sechs Arten von nackten Optionsscheinen.
Zinsoptionsscheine verbriefen das Recht zum Kauf oder Verkauf von Schuldverschreibungen, oder man erhält eine bare Ausgleichszahlung, wenn der Kurs über (Call) oder unter (Put) dem festgelegten Kurs der zugrunde liegenden Schuldverschreibung liegt.
Währungsoptionsscheine verbriefen das Recht zum Kauf oder Verkauf eines bestimmten Betrags in einer bestimmten Währung zu einem festgelegten Kurs.
Auch bei den Währungsoptionsscheinen erhält man eine Ausgleichszahlung in bar, wenn der festgelegte Devisenkurs über- (Call) oder unterschritten (Put) wird.
Indexoptionsscheine verbriefen das Recht auf eine bare Ausgleichszahlung, wenn der festgelegte Indexstand über- (Call) oder unterschritten (Put) wird.
Rohstoffoptionsscheíne verbriefen das Recht auf eine Ausgleichszahlung in bar, wenn der festgelegte Rohstoffpreis über- (Call) oder unterschritten (Put) wird.
Basket-Optionsscheine verbriefen das Recht zum Kauf eines genau definierten Baskets zu einem festgelegten Wert.
Turbo-Optionsscheine verbriefen das Recht zum Bezug von anderen Optionsscheinen zu einem festgelegten Preis.
3. Gedeckte Optionsscheine
Gedeckte Optionsscheine sind Sonderformen der nackten Optionsscheine.
Es sind Aktienoptionsscheine, die vom Emittenten durch den Besitz der veroptionierten Aktien oder durch entsprechende Gegengeschäfte abgesichert sind, um die Lieferansprüche zu bedienen.
4. Ungedeckte Optionsscheine
Ungedeckte Optionsscheine sind auch Sonderformen der nackten Optionsscheine.
Es sind Aktienoptionsscheine, die vom Emittenten nicht durch den Besitz der veroptionierten Aktien oder durch entsprechende Gegengeschäfte abgesichert sind.
Damit ist diese Art von Optionsscheinen für den Emittenten sehr riskant, da er das volle Risiko trägt.
Optionsscheinherausgeber
Optionsscheine werden von Aktiengesellschaften herausgegeben. Meist auf die eigenen Aktien oder mit einer Optionsanleihe verbunden.
Das Kapital zur Lieferung der Aktien muss genehmigt werden.
Meist ist mit dem Zeitpunkt der Aktienlieferung eine Kapitalerhöhung verbunden. Das Risiko liegt bei der Aktiengesellschaft.
Man nennt diese Optionsscheine auch Equity Warrants, diese machen circa 17 % aller emittierten Optionsscheine aus.
Weitere Optionsscheinemittenten sind die Banken. Diese verkaufen alle Arten von Optionsscheinen und damit die Rechte auf Bezug, Verkauf oder Barausgleich.
Die meisten Optionsscheine sind so genannte Covered Warrants. Die Banken kaufen oder verkaufen sie zur Absicherung der betreffenden Basiswerte.
Bei den Banken ist keine Kapitalerhöhung mit der Aktienlieferung beziehungsweise dem Barausgleich am Verfallstag verbunden.
Das Risiko liegt bei den Emittenten, den Banken, nicht bei den im Basiswert zugrundeliegenden Unternehmen.
Circa 83 % aller emittierter Optionsscheine sind von Banken.
Wie setzt sich der Preis des Optionsscheins zusammen?
Optionsscheinpreis = Innerer Wert + Zeitwert
Innerer Wert
Der Innere Wert ergibt sich aus der Differenz zwischen dem aktuellen Kurs des Basiswerts und dem Basispreis. Er entspricht so dem Gewinn, der bei sofortiger Ausübung des Optionsscheins erzielt werden könnte.
Da bei Optionsscheinen keine Pflicht zur Ausübung besteht, kann der Innere Wert nicht negativ werden.
Der Unterschied zwischen dem Inneren Wert und der Parität ist nur, dass die Parität auch negativ sein kann.
Call: Innerer Wert = (aktuellen Kurs des Basiswerts - Basispreis) * Bezugsverhältnis
Put: Innerer Wert = (Basispreis - aktuellen Kurs des Basiswerts)* Bezugsverhältnis
Zeitwert
Der Zeitwert ergibt sich aus der Differenz zwischen dem aktuellen Kurs des Optionsscheins und dem Inneren Wert. Der Wert des Optionsscheins kann nur aus dem Zeitwert bestehen. Der Zeitwert ist als Entgeld für die Vorteile, die ein Optionsscheinkäufer im Vergleich zu einem Direktinvestor hat, zu sehen.
Die Vorteile bestehen darin, dass man mit einem geringeren Kapitaleinsatz an den Kursschwankungen des Basiswerts teilnimmt und so eine höhere Liquidität erhält. Außerdem hat der Optionsscheinkäufer den Vorteil, dass er das Recht zur Optionsscheinausübung nicht in Anspruch nehmen muss. Die Vorteile verringern sich mit dem Abnehmen der Restlaufzeit des Optionsscheins, so dass der Zeitwert zum Ende der Lauf-zeit null beträgt und der Gesamtwert des Optionsscheins allein aus dem Inneren Wert ermittelt wird.
Call = Put: Zeitwert = Optionsscheinkurs - Innerer Wert
Einflussfaktoren
Auf den Preis eines Optionsscheines wirken mehrere Faktoren ein.
Diese Faktoren spiegeln sich im Inneren Wert und im Zeitwert wieder.
Der Innere Wert, die sichtbare Komponente, ist abhängig vom Basispreis und dem Kurs des Basiswerts.
Der Zeitwert, die unsichtbare Komponente, ist abhängig von der Restlaufzeit des Optionsscheins, der Volatilität (Schwankungsbreite) des Basiswerts, der Rendite (Dividende) des Basiswerts und den Zinsen.
Welche Auswirkungen hat welche Einflussfaktorenänderung auf den Optionsscheinpreis?
Basiswert steigt => Call steigt / Put sinkt
Basispreis steigt => Call sinkt / Put steigt
Laufzeit steigt => Call steigt / Put steigt
Volatilität steigt => Call steigt / Put sinkt
Dividende steigt => Call sinkt / Put steigt
Zinsen steigt => Call steigt / Put steigt
!!! Risiken !!!
Allgemeines Kursrisiko
Wie bei Aktien, besteht auch bei den Optionsscheinen ein Kursrisiko. Da Optionsscheine auch am Markt gehandelt werden, unterliegen sie dem Angebot und der Nachfrage, die den Preis bestimmen und abhängig sind von der Marktteilnehmereinschätzung über die zukünftige Kursentwicklung des jeweiligen Basiswerts, die Häufigkeit und Intensität der Volatilität des Basiswerts und der Laufzeit des Optionsscheins.
Verlustrisiko durch den Zeitwertverfall
Da ein Optionsschein ein Recht beinhaltet, das nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkt gültig ist, ist ein Marktteilnehmer bei abnehmender Laufzeit nicht mehr bereit einen hohen Zeitwert, der im Optionsscheinpreis enthalten ist, zu zahlen, da die Möglichkeit das Recht geltend zu machen immer geringer wird.
Somit unterliegt der Optionsscheinpreis einem täglichen Verfall, der am Ende der Laufzeit, besonders in den letzten dreißig Tagen, ansteigt.
Es besteht also das Risiko einer täglich Wertminderung, die bis zum Totalverlust führen kann. Zeitwertverfall eines Optionsscheins bis zum Ende der Laufzeit.
Verlustrisiken durch Kursveränderungen des Basiswerts
Eine dem Optionsziel entgegengesetzte Wertänderung des Basiswerts, der dem in einem Optionsschein verbrieften Optionsrecht zugrunde liegt, kann den Wert des Optionsscheins mindern.
Wenn eine Wertveränderung des Basiswerts eintritt, reagiert der Optionsschein durch die Hebelwirkung mit einer überproportionalen Kursänderung. Dabei ist eine Wertlosigkeit des Optionsscheins möglich.
Da man bei einem Optionsschein weniger Kapital einsetzten muss, unterliegt der Optionsschein größeren Kurschwankungen, als der Basiswert, diesen Effekt nennt man, Hebel, Hebelwirkung oder Leverage-Effekt.
Verlustrisiken durch Veränderung der Volatilität
Veränderungen der Volatilität (Schwankungsbreite) des Basiswerts können den Optionsscheinkurs auch dann mindern, wenn der Basiswertkurs unverändert bleibt. Ein steigender Basiswertkurs muss nicht gleichzeitig einen steigenden Optionsscheinwert bedeuten. Der Optionsscheinwert kann sogar fallen, wenn der Kursverlauf des Basiswerts durch eine für den Optionsschein negative, fallende Volatilität kompensiert wird.
!!! Vorteile !!!
Die Vorteile bestehen darin, dass man weniger Kapital einsetzten muss, als beim Direkterwerb eines Basiswertes. Durch diesen geringeren Kapitaleinsatz ist der Anleger liquider.
Ein weiterer Vorteil ist, dass man durch die Hebelwirkung eines Optionsscheins einen größeren Gewinn erzielen kann, als bei einer Direktinvestition.
Der Optionsscheinkäufer beschränkt sein Anlagerisiko auf sein eingesetztes Kapital (nicht so wie der Optionsscheinverkäufer) und hat dabei eine un-begrenzte Gewinnmöglichkeit.
Außerdem kann er die Wahlmöglichkeit von dem Optionsscheinrecht Gebrauch zu machen oder dieses zu verfallen lassen.
Ein Optionsschein kann als Absicherung (Hedging) gegen eventuelle Kursschwankungen dienen.
!!! Nachteil !!!
Eine Optionsscheinanlage ist mit sehr vielen Risiken, wie Verlustrisiken aus dem Zeitwertverfall, der Veränderung der Volatilität, der Veränderung des Basiswertkurses und der allgemeinen Kursrisiken, belastet. Diese Risiken bringen alle schon einen großen Nachteil mit sich.
Durch diese Risiken, muss der Anleger ständig informiert sein über das Marktgeschehen. Außerdem muss der Anleger schnell handeln können, da Optionsscheinpreis sehr starken Schwankungen unterliegen.
Ein großer Nachteil ist auch, dass ein Optionsschein durch den Hebeleffekt fast genauso schnell fallen kann, wie er steigen kann. Dadurch ist ein Totalverlust möglich. Das Optionsscheingeschäft ist im Vergleich zu einem Aktiengeschäft zeitlich begrenzt ist, und somit ist der totale Wertverlust am Ende der Laufzeit möglich.
Es besteht also eine viel größere Gefahr, stärkere Verluste als bei einem Direktgeschäft zu machen.
Wegen der vielen Risiken, die bei einem Optionsscheinerwerb entstehen, ist der Erwerb nur für spekulative Anleger geeignet.
!!! Tipps und Tricks !!!
Vor allem Optionsscheingeschäfte sollte man nie auf Kredit tätigen, da ein Totalverlust möglich ist.
Des weiteren ist es angebracht nur 10 % des freien Vermögens für Optionsscheininvestitionen zu nutzen.
Wegen der hohen Volatilität sollten Käufe und Verkäufe nie ohne Limit getätigt werden. Außerdem sollte der Anleger ständig ausreichend Informationen durch Analysen aus der Fachpresse, von Researchabteilungen und durch Publikationen von Banken sammeln.
Der Verkaufszeitpunkt des Optionsscheins darf nicht zu weit hinausgezögert werden, da meist am Ende der Laufzeit, besonders in den letzten 30 Tage, der Optionsschein durch den Zeitwert sehr schnell an Wert verliert. Ein Totalverlust soll damit verhindert werden. weiterlesen schließen -
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