Pro:
guter Service, reichhaltiges Frühstücksbuffet, schöne Zimmer, toller Wellnessbereich
Kontra:
in der Hauptsaison recht teuer; liegt nicht ganz zentral
Empfehlung:
Ja
Nach dem Reinfall mit dem Youth-Hostel in Köln wollten wir uns so etwas nicht nochmals antun, daher habe ich mich mal umgeschaut, bei welchen Hotels in Berlin denn eine Vergünstigung raus springt und bin über den Web.de-Club irgendwie bei hotel.de gelandet, dort bekam ich für Berlin diverse Unterkünfte in den unterschiedlichsten Kategorien angezeigt, besonders hervor stach mir jedoch sofort das Angebot des Mercure Hotels Tempelhof, da es selbst mit vier Sternen noch wesentlich günstiger war als diverse Pensionen. Zudem sah das Bild, welches dort abgebildet war auch recht ansprechend aus.
Wichtig erschien uns auch noch, dass es recht zentral gelegen war und wir nicht unnötig viel Zeit in der U-Bahn vertrödeln mussten, eine kurze Recherche im Internet ergab, dass der Alexanderplatz innerhalb von etwa zehn Minuten erreichbar war. Unter www.accorhotels.com fanden wir noch weitere Infos, unter Anderem auch ein virtueller Rundgang, welcher zur Überzeugung unweigerlich beitrug. Als einziges Problem stellte sich heraus, dass mindestens zwei Übernachtungen gebucht werden mussten, da sich aber für Berlin ohnehin ein verlängertes Wochenende anbot buchten wir von Freitag bis Sonntag über hotel.de ein Doppelzimmer für 60€ pro Übernachtung inklusive Frühstücksbuffet, also pro Person 30€. Die Buchungsbestätigung bekam ich dann nach der Verfügbarkeitsprüfung auch sofort per email zugeschickt.
Etwas misstrauisch war ich bei dem Preis ja schon, aber wie sich inzwischen rausstellte war dies absolut Grundlos. In Berlin angekommen mussten wir dann einmal quer durch die Stadt, da wir am Flughafen Tegel landeten, sich das Hotel aber in Tempelhof befindet, doch mit der Kombination Bus und U-Bahn benötigten wir lediglich eine halbe Stunde. Bereits vom Äußeren des Hotels war ich recht angetan und auch die Eingangshalle ist sehr großzügig ausgelegt, alles schien sauber und die Einrichtung lies auf ein exklusives Hotel schließen.
Laut Hotelprospekt sollte die Anreise erst ab 14:00 erfolgen, wir waren aber bereits eine Stunde vorher dort, doch dass war überhaupt kein Problem. Die Buchungsbestätigung trug ich unnötigerweise mit mir herum, denn mein Name reichte an der Rezeption bereits aus. Die Anmeldung war bereits für mich ausgefüllt worden und ich musste nur noch unterschreiben. Wir bekamen noch unser Willkommenspaket in Form einiger Informationen über Veranstaltungen in Berlin und unser wichtigstes Utensil, einen Stadtplan auf dem die wichtigsten Sehenswürdigkeiten eingezeichnet waren. Für den Zugang zum Zimmer wurden uns zwei Plastikkarten überreicht. Mir sind diese Karten wesentlich lieber, als irgendwelche Schlüssel.
Mit einem von drei Fahrstühlen fuhren wir dann hoch in den dritten Stock, wo sich unser Zimmer gleich um die Ecke befand und bereits beim ersten Blick hinein war ich begeistert. Das Zimmer war bestens ausgestattet mit Fernseher, Telefon, Klimaanlage, selbst Anschlüsse für Analogmodems waren vorhanden, auch wenn wir diese nicht benötigten, da wir trotz Internetsucht auf die Mitnahme von Laptops verzichtet hatten. Es war auch sehr ordentlich hergerichtet worden und alles machte einen aufgeräumten und wohnlichen Eindruck. Alles war sauber und auch das Bad lies keine Wünsche offen. Gerade das Bad war auch vom Design her sehr schön gestaltet, ich hatte zwar am Anfang bei der Badewanne, welche nur mit einer kurzen Glaswand den Rest das Bades vor Spritzwasser schützt, um auch ein Duschen zu ermöglichen leichte Befürchtungen, ob es bei mir nicht in eine kleine Überschwemmung ausarten könnte, aber die Wand erwies sich als ausreichend.
Da wir jedoch zunächst einmal die Stadt erkunden wollten taten wir das dann auch, erst am Abend kamen wir dann etwas erschöpft zum Hotel zurück. Dem Willkommenspaket liegt auch eine Münze für einen Vitariumsaufenthalt bei, sonst wären wir wohl nie auf die Idee gekommen, den Fitnessbereich aufzusuchen. Dieser ist unterteilt in Sportgeräte und Erholungsbereich, gerade bei einer Geschäftsreise, wo man Abends dann meist doch keine Lust mehr hat etwas zu unternehmen finde ich das sehr sinnvoll, weil man sonst nur auf dem Zimmer liegt und mit der Zeit nichts anfangen kann.
Wir wollten nun also noch etwas gut gehen lassen und relaxen. So begaben wir uns also in den Wellenessbereich, wo ausreichend frische Handtücher vorhanden waren. In der Umkleide befinden sich genügend Schließfächer um Kleider und Wertgegenstände zu verstauen. Wir wollten nun als erstes unsere Münze fürs Vitarium einlösen, dabei handelt es sich um einen kleinen Raum in dem sich zwei Liegestühle befinden, man wird dann eine halbe Stunde lang von leichter Musik berieselt und die Farbe des Lichts wechselt während dieser Zeit, ähnlich wie in einer Bio-Sauna. Recht angenehm fand ich dabei den leichten "Regen", obwohl mir persönlich ja ein richtiges Sommergewitter lieber gewesen wäre. Na ja, die halbe Stunde war dann ganz nett und da die Münze ja im Preis enthalten war auch O.K., bezahlen würde ich hierfür jedoch nichts.
Die Sauna sagte mir dann etwas mehr zu und tat nach dem doch etwas anstrengenden Tag einfach nur gut. Die Sauna ist recht klein gehalten und bei fünf bis sechs Personen an ihren Grenzen angelangt. An diesem Wochenende herrschte jedoch kein so starker Andrang und falls es doch mal etwas enger werden sollte kann ja auch noch auf das Dampfbad ausgewichen werden.
Die Geräte im Fitnessbereich sind natürlich nicht mit einem Fitnesscenter vergleichbar, dort befinden sich lediglich ein Butterfly, ein Rudergerät, einige Kurzhandeln deren Gewicht aber bei 10 kg bereits enden, ein Stepper, Gymnastikball und sonst noch etwas Kleinkram, was mir jetzt nicht mehr einfällt. Für einen Abend sind sie aber meiner Meinung nach vollkommen ausreichend und technisch bestens in Schuss.
Am nächsten Morgen ging es dann zum im Preis enthaltenen Frühstücksbuffet, auch hier wurden fast alle meine Erwartungen erfüllt, das Einzigste was ich zu meckern habe ist, dass die Brötchen nicht mehr ganz frisch waren. Aber sonst war das Buffet äußerst reichhaltig gedeckt. Den Kaffee bekamen wir gleich in einer ganzen Thermoskanne auf den Tisch gestellt und konnten so je nach Bedarf selbst nachfüllen. Wie das beim Buffet so üblich ist konnte man sich nehmen, was das Herz begehrt. Meinen persönlichen Anklang fanden vor allem die noch warmen äußerst schmackhaften Croissants. Aber auch die Obstschale war sehr lecker, wenngleich auch die Annanasstücke und Birnen zumindest teilweise aus einer Konservendose stammten. Das Frühstücksei am zweiten Tag war dann etwas zu hart geraten und ein auslöffeln damit unmöglich, aber darüber sehe ich gerne hinweg. Der Rest entsprach ganz allgemein einem mediterranen Frühstück, also sehr abwechslungsreich und es ist mit Sicherheit für jeden etwas dabei.
Genau wie die Ankunft gestaltete sich auch die Abreise sehr einfach, ich konnte die Rechnung bequem mit der Kreditkarte bezahlen und hier war ich mir nun auch endgültig sicher, dass wir nicht reingelegt worden, denn auf der Rechnung waren tatsächlich nur 120€, also 60€ pro Person für zwei Übernachtungen aufgeführt.
Die regulären Preise für eine Übernachtung liegen übrigens bei 137€ für ein Doppelzimmer und während der Hauptsaison, also vermutlich bei Messen sogar bei 237€, womit sich das Angebot bei hotel.de also als wahres Schnäppchen entpuppt hat, wenngleich es auch zwischenzeitlich mit 35€ pro Person etwas teurer wurde ist es immer noch sehr günstig und mehr als empfehlenswert. Das Personal war immer sehr freundlich und hilfsbereit, was gerade in der Servicewüste Deutschland keine Selbstverständlichkeit ist. weiterlesen schließen
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