Pro:
geht schnell
Kontra:
sehr künstlicher Geschmack, ziemlich klein
Empfehlung:
Nein
Im Rahmen einer Testaktion verschiedener Halb- und ganzfertiger Kuchen zusammen mit Freundinnen landete auch irgendwann dieser fertige Teig in einem Einkaufswagen. Zugegeben, es ist schon irgendwie peinlich sich fertigen Teig zu kaufen. Aber gut, vielleicht lohnt es sich ja doch.
Als erstes fällt einem der saftige Preis von ca. 4€ für 550g auf, der selbst teurer ist als wenn man bei Trockenmsichungen noch die zusätzlichen Zutaten einrechnet (verglichen mit beispielsweise der Dr.Oetger Backmischung Zitronenkuchen die zwar etwa genauso viel kostet, dafür aber 800g Kuchen zaubert). Nagut der Teig ist ja auch fertig, man spart sich ein wenig der Mühe.
Zuhause angekommen wurde dann der Ofen vorgeheizt und eine, wie auf der Packung beschrieben, 27cm Form eingefettet und, wie ich es immer mache, mit Semmelbröseln ausgestreut. Die Teigtüte wird aufgeschnitten und in die Form entleert. Aus der Tüte quillt ein giftig gelber und äußerst künstlich nach Zitrone riechender Teig. Farbstoffe und künstliche Geschmacksstoffe ahoi. Nebenbei hat man nur etwa 1cm hoch Teig in der Form stehen. Dass daraus kein richtiger Kuchen werden kann glaubt mir wohl jeder. Also kleinere Backform herausgeholt, selbe prozedur, Teig umfüllen. Doch der Teig ist trotzdem nur 2 cm hoch in der Form. Eine kleinere Form hab ich nicht also muss man sich wohl mit einem flachen Kuchen zufriedengeben und ab in den Ofen. Die große Form muss natürlich ausgespült werden *ihhh*
Mit der Backzeit verbreitet sich der künstlich zitronige Geruch duchs ganze Haus und dann ist er auch irgendwann Fertig. Der gebackene Kuchen ist außen ein wenig klebrig (seltsam) und glänzend und innen immernoch unnatürlich gelb. Dass ich diesen Kuchen selbergebacken hätte nimmt mir wohl jeder der schonmal selber gebacken hat nicht ab. Vielleicht schmeckt er dann wenigstens?
Der Teig innen ist eher fest aber saftig, der künstliche Geruch bleibt aber erhalten, spätestens in dem Moment in dem man abbeißt und der Kuchenstück am nähesten an der Nase ist. Zwar schmeck der Kuchen nicht schlecht (was nicht heisst er würde unbedingt gut schmecken...) aber äußerst künstlich und ein wenig mehlig. Der glanz des Kuchens außen scheint irgendwie von dem Zucker her zu kommen, da die Randstücke um einiges süßer sind als der Rest des Kuchens. Auch nicht unbedingt ein plus.
Fazit:
Wer nichtmal einen Mixer bedienen kann oder vergessen hat dass die Verwandschaft glaich zu besuch kommt ist mit diesen Kuchen vielleicht garnicht so schlecht bedient. Wer allerdings bereit ist etwa 5 Minuten mehr Zeit zu Opfern und in der Lage ist ein Rührgerät oder meinetwegen einen Schneebesen zu bedienen ist mit (besseresn) Trockenmischungen doch besser bedient. Falls jemand vorhaben sollte, diesen Kuchen seiner Oma als selbstgemacht zu präsentieren wird wohl eher scheitern. Und: selbsgemacht schmeckts doch am Besten!
Im Endeffekt scheint in meinen Augen das Problem zu sein, dass man sich irgendwas ausdenken muss damit der flüssige Teig wenigstens ein paar Tage übersteht, wodurch die chemie einzug erhält.
Nächsten Problem ist, dass Backtriebmittel wie Natron so schnell wie möglich gebacken werden müssen, sobald sie mit flüssigkeit in Berührung gekommen sind, also musste man auch heir sich was anderes ausdenken und den Exxx sind Tür und Tor geöffnet. weiterlesen schließen
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