Pro:
Stabil, netter Helfer für ` s Hirn
Kontra:
Nur 2 x 10 Minuten
Empfehlung:
Nein
Hallo Ihr Lieben !
Ein Diktiergerät ? Was soll ich `n damit ? Solche Teile brauchen doch nur geschnöselte Wichtigtuer oder Spinner die sich gern selbst reden hören. So war zumindest meine
Meinung ,als mir dieses Gerät vor ein paar Jahren von einem geschäftstüchtigen Büromaschinenhändler empfohlen wurde. Noch so `n Spinner ,dachte ich ! Und ja ! Er hörte sich gerne reden und überzeugte mich dann tatsächlich zum Kauf. Wir kannten uns schon etwas von anderen Käufen für `s Büro und deshalb wusste er , wie zerstreut ich manchmal
bin . Da wäre doch so eine Gedächtnisstütze gar nicht mal so unangebracht. Er redete und redete , führte mir mit seinem Gerede das Ding sogar live vor und zack hatte er mich im Sack. Panico schlug zu und war mit 25,00 Euro dabei. Die fehlenden Batterien und noch eine Ersatzkassette leierte ich ihm aber dafür dann auch noch umsonst aus dem Kreuz. Das war dann wohl meine Entschädigung für das abgekaute Ohr .
Hersteller
**********************
Olympus Europa Holding GmbH
Corporate Communications
Wendenstr. 14-18
20097 Hamburg
Technische Daten vom Hersteller
************************************************
Hersteller........... ..... .............. Olympus
Bezeichnung......................... Olympus S701 Blister
PC-Verbindung..................... ohne PC-Anschluss
Speichermedium...................Mikro-Kassette
Spuren ....................................2 Spuren ; 1 Kanal
Antriebssystem .....................Capstan
Geschwindigkeit Band ........2,4 cm/sek, 1,2 cm/sek
Frequenzgang .......................400 bis 4.000 Hz
Gewicht................................... 160 Gramm
Äußeres
*********************
Laut Hersteller soll das Gerät incl. Kassette 160 Gramm wiegen. Ich hab mir nun nicht die Mühe gemacht da mal nachzuwiegen , aber laut meiner Schätzung kommt es eigentlich gut hin. Viel interessanter ist die Größe des Gerätes. Mit drolligen ca. Breite 60 mm x Höhe 120 mm x Tiefe 26 mm liegt es prima in meiner zarten ,nicht all zu großen Hand und fühlt sich wohl darin.
Oben befindet sich das Kassettenfach über dem der Name Olympus gedruckt ist , seitlich in Höhe des Fache sind die Bedientasten angebracht und unten ist der Lautsprecher zu sehen auf dem noch mal die genaue Bezeichnung des Gerätes zu lesen ist. Auf der oberen Kante findet man einen Regler für die Lautstärke , das Mikrofon und sogar einen Kopfhöreranschluss.
Nix geht ohne Saft und deshalb hat man auf der Unterseite ein Batteriefach in dem zwei AA-Batterien mit 1,5 Volt passen.
Insgesamt ist das Diktiergerät aus Plastik und hat abgerundete Kanten.
Verarbeitung
**************************
Offenbar habe ich mir kein Montagsgerät andrehen lassen. Das Diktiergerät musste schon so manche rasante Autofahrt a la` panico im Vollstress überleben ,hat so einige Erschütterungen mitgemacht und wurde nicht nur einmal von den bösen Staubflusen überfallen. Trotz Plastik ist mit weder bei der Kassette noch das Gerät selber irgendetwas abgebrochen oder auseinander gefallen. Bisher hat es alles tapfer überstanden.
Kleine Tastenlehre
******************************
Jeder der schon mal einen Kassettenrecorder bedient hat ( für die Jüngeren unter Euch : Das sind die Dinger ,die Mama und Papa noch früher mal zum Aufnehmen von Musik aus`n Radio hatten * gg* ) , weiß welche Funktionen die Bedientasten haben .
Da hätten wir also die Rec- Taste . Diese drückt man einfach runter ,wenn man etwas aufnehmen will . Wie von Geisterhand wird dadurch aber gleichzeitig auch die Taste "Play" eingedrückt. Als nächstes gibt es die Stop & Eject - Taste. Wie der Name schon sagt wird sie zum Stoppen einer Aufnahme gedrückt . Ebenso gibt es die Abspieltaste (Play) und auch dazu sagt der Name schon welche Funktion sie hat : Abspielen der Kassette.
Wichtig sind auch die Rückspultaste und die Pausentaste .Die werden geschoben , was ich recht praktisch finde .Man muss nicht immer wieder auf Stopp drücken und neu Spulen ,wenn man die richtige Aufnahmestelle sucht. Zum Ausschalten gibt es die Schiebetaste namens "Off"
Wie Ihr seht ist die Tastenlehre Stoff der 1. Klasse und sollte von Jedem mit "sehr gut" bestanden werden. Hey ,sogar Ich hab das kapiert und das soll doch was heißen * gg *
Gib mir deinen Saft !
***********************************
Nix geht ohne Strom und dieses Gerät wird über zwei ganz normale AA-Batterien 1,5 Volt betrieben. Das Einlegen ist kinderleicht. Man öffnet das Batteriefach und legt beide dort hinein. Verwechseln kann man unter Voraussetzung guter Augen eigentlich nix. Plus und Minus sind im Gerät angezeigt und somit gib`s keinerlei Probleme.
Putzig klein und doch unentbehrlich ! Die Kassette :
********************************************************************
Kinder könnte die süßen Kassetten fast mit `nem Spielzeug verwechseln. Sie sind zwar nicht all zu bunt ,aber eben mit den Maßen 5 x 3,2 x 0,9 cm ( wenn mein Lineal Recht hat ) wirklich drollig. Vom Äußeren her unterscheiden sie sich kaum von einer normalen MC , nur eben einmal zu heiß gewaschen und dadurch geschrumpft. Man muss übrigens nicht unbedingt Kassetten von Olympus verwenden. Andere Herstellen haben ebenfalls solche Minis und sind manchmal sogar preiswerter. Wie viel sie nun genau kosten weiß ich echt nicht. Wie gesagt habe ich eine umsonst dazubekommen und die andere war bereits im Gerät.
Grobe Schätzung von mir wäre ca. 1, 00 bis höchsten 2, 00 Euro.
Um nun das süße Teil einzulegen drückt man einfach die Eject -Taste und dann öffnet man das Kassettenfach. Ich muss da immer noch `n bissel nachhelfen ,weil es sich von alleine nicht mehr so richtig öffnet. Bei einem ganz neuen Gerät sollte es aber ohne Nachhelfen klappen.
Ein bisschen dumm ist die Laufzeit ,welche leider nur 20 Minuten ,also jeweils 10 min auf Seite A und B beträgt. Lange Vorträge fallen somit leider flach.
Höre ich mich gerne reden ?
*****************************************
Nee ,eigentlich nicht ! Zu Anfang hab ich das Gerät im Büro für kleinere Stichpunkte genutzt. Wenn ich unbedingt noch was erledigen wollte ,aber gerade mit was Anderem beschäftigt war , sprach ich mir ein paar Worte auf die Kassette und sparte mir somit als 1. das Vergessen und als 2. Papier und Kuli zum Aufschreiben. Die Zettel hab ich eh nie wieder gefunden ...
Richtig zum Einsatz kam das Gerät als auf einem bekannten Brandenburger Radiosender eine 5 Euro Schein Aktion lief. Jede Stunde wurde eine Nummer eines 5 Euro Scheins über den Sender geschickt und wenn man genau diesen Schein hatte wurden aus läppischen 5 sogar bis zu 100 000 Euro. Da man nun aber z. Bsp. beim Autofahren nicht immer mitschreiben
konnte , machte ich mir zur Angewohnheit die Ansagestimme mit der Nummer aus dem Radio aufzunehmen und sie dann auf dem Parkplatz zu vergleichen. Endlich hatte das Gerät wieder einen Sinn * freu *
Also drückte ich während der Fahrt immer zur vollen Stunde die Rec Taste und die Aufnahme begann. Um eine einigermaßen deutliche Qualität zu erreichen hielt ich das Mirco so dicht wie möglich an den Lautsprecher meines Autos . War die Nummer durch drückte ich Stopp und schon war der Fall erledigt.
Der nächste Parkplatz war Meiner und dort konnte ich dann durch Kombination Rückspulen und dann Play die Nummer in Ruhe vergleichen.
Hörgenuss oder nerviges Geschnarre ?
********************************************************
Ich muss sagen ,dass die Klangqualität mit ein bisschen Training wirklich super ist. Man sollte darauf achten ,dass die Lautstärke der Radios bzw. die Stimme nicht all zu hoch ist und die Nebengeräusche zu gering wie möglich gehalten werden. Eine Aufnahme direkt neben einem Presslufthammer würde ich also nicht empfehlen.
Auch ist durch die Lautstärkeregelung am Gerät ein gutes Maß zu finden. Die besten Erfahrungen habe ich sowohl beim Aufnehmen als auch beim Abspielen mit dem Mittelmaß bei der Lautstärke gemacht. Es überschreit sich nix und man muss das Gerät nicht in die Ohren bohren um überhaupt was zu verstehen.
Kopfhörer habe ich übrigens für das Gerät nie ausprobiert , aber man hat natürlich die Möglichkeit welche anzuschließen. Wer`s mag und braucht kann es gerne tun ,aber ich denke das ist mehr oder weniger Spielerei und nicht zwingend notwendig !
Schon wieder putzen???
**************************************
Naja ,eine besondere Pflege braucht das Gerät nun nicht unbedingt. Entweder man legt es in eine Hülle oder bei längerem Nichtbenutzen geht man einfach mit dem Staubsauger über das Gerät . Praktisch sind zum Abwischen auch die beliebten Microfasertücher . Die Kassettenbandpflege könnte ein Reinigungskassette übernehmen ,aber ob es so was in dieser Größe überhaupt gibt weiß ich gar nicht.
Hier hält panico den Daumen hoch
***************************************************
Zu den Vorteilen zähle ich auf jeden Fall die kinderleichte Bedienung , die Stabilität und die Verarbeitung , gerade so den Preis und natürlich das Gewicht + Größe bzw. Kleine des Zettelsparers. Man kann also sagen ,dass dieses Gerät besonders für nicht ganz so sanfte Gemüter bestens geeignet ist. Richtig gut finde ich den offenbar sehr geringen Energieverbrauch. Meine beiden Batterien sind trotz wirklich sehr häufiger Nutzung immer noch gut . Fragt mich jetzt aber bitte nicht nach der Anzahl der Stunden . Hier kann ich wirklich nichts Genaues sagen. Zumindest waren es während dieser Gewinnspielaktion über einige Woche fast täglich 10 bis 15 Minuten .
Hier zeigt panicos Daumen runter
*************************************************
Etwas ärgerlich ist die kurze Aufnahmezeit . 10 Minuten pro Seite ist nicht all zu viel ,aber ich will ja auch keine Romane aufsagen.
Was mich noch etwas stört ist die nachlassende Qualität der Kassette .Nach der ca. 50 . bis 60. Aufnahme hört man ein ganz leichtes Schnarren ,was aber wirklich nur ganz gering ist. Das Suchen der Aufnahme könnte ich auch als kleines Manko anführen , weil man durch die Spulfunktion ein Gefühl für die richtige Stelle haben muss , aber bei 10 Minuten dürfte das echt kein Problem sein.
Mein Fazit
**********************
Ein nettes , kleines Gerät welches ich gerne weiterempfehle. Es kann ein kleiner Beitrag gegen die Zettelkrieg auf dem Bürotisch sein oder eben als Minihirn im Auto dienen .
Insgesamt gebe ich diesem Gerät 4 Sterne . Die Vor -und Nachteile stehen ja bereits im Bericht . Die hauptsächliche Grund für den abgezogenen Stern ist die kurze Laufzeit. Es hätten gut und gerne auch 2 x 20 Minuten sein können . Dann würde auch der letzte Stern noch leuchten.
So Ihr Lieben ! Genug diktiert von mir ! Habt allerliebsten DANK für`s Lesen / Kommentieren und Bewerten !
Eure panico: -)
P.S. Die 100 000, 00 Euro hab ich übrigens trotz mehr als 100 Fünf Euro Scheinen NICHT gewonnen :- ( Da half auch kein Diktiergerät weiter ! * heul*
Beileidbekundungen und Spenden bitte ins Gästebuch ! * grins * weiterlesen schließen
Bewerten / Kommentar schreiben