Pro:
Extravagant, Arten-und Farbenvielfalt,für Haus und Terrasse geeignet
Kontra:
beim Überwintern etwas heikel
Empfehlung:
Ja
Passiflora tripartia var.molissima, so nennt sich meine Kübelpflanze mit spektakulären Blüten.
Sie gehört zur Familie der Passionsblumen und ihr Naturstandort sind eigentlich die Anden.
Sie mag regnerisches und kühles Wetter und ist eigentlich in Höhen bis zu 3300 m über dem Meeresspiegel anzutreffen, jetzt muss sie sich mit 380 m begnügen.
Zu deutsch heisst sie dreiteilige Passionsblume, da ihre Blätter dreilappig sind, Kelch – und Blütenblätter sind rosa gefärbt.
Die meisten Passionsblumen stammen jedoch aus Mittel- und Südamerika. Sie ranken sich dort als mehrjährige Kletterpflanzen im Urwald an den Bäumen empor und brauchen nicht wie meine Passionsblume eine Rankhilfe.
Passionsblumen faszinieren mich ihrer Blüten wegen.
Öffnet sich die unscheinbare Knospe einer Passionsblüte kommen je nach Art extravagante Kombinationen von Farben und Formen zum Vorschein. Rosa-Dunkellila, Weiss-Lavendlbau bis hin zu Rotviolett, Pink oder Gelb-Orange.
Der Blütendurchmesser reicht von 2 cm (Passioflora suberosa) bis hin zu 14 cm (Passioflora vitifolia) und auch das Blattwerk ist von hell- bis dunkelgrün, handförmig , gelappt und ungelappt zwei – bis siebenfachgelappt an Artvielfalt nicht zu überbieten.
Übrigens, der Name Passionsblume stammt eigentlich von spanischen Missionaren, die die Pflanze im 17.Jahrhundert in Sudamerika entdeckt haben und im Blütenaufbau den Leidensweg Christi gesehen haben.
Passi = Leiden , die drei Griffel sollten die Nägel der Kreuzigung darstellen und der Strahlenkranz die Dornenkrone.
Diese Symbolik jedoch ist heute glaube ich ziemlich untergegangen und die Blume ist heute in erster Linie wegen ihrer exotischen Schönheit beliebt und gefragt.
Aber genug der Schwärmerei, jetzt zum praktischen Teil.
Wie pflegen?
Am besten stellt man Passionsblumen in einem genügend grossen Topf mit Rankhilfe ab Mai an einen sonnigen und windgeschützten Ort im Garten oder auf der Terrasse.
Der Topf sollte mit einer strukturstabilen, nährstoffreichen Erde gefüllt sein und gegen Staunässe kann man eventuell eine Drainageschicht aus Blähton einfügen.
Wichtig für die Passionsblume ist eine regelmässige Nährstoffzufuhr mit einem Volldünger, denn Passionsblumen sind sehr gefrässig.
Die Erde sollte immer feucht gehalten werden.
Rotblühende Passionsblumen muss man ab und zu mit Eisen Nachdüngen, da sie zu Blattaufhellungen (Chlorose) neigen. Und überhaupt sind die rotblühenden Passionsblumen eher heikel und fühlen sich im Gewächshaus oder Wintergarten wohler.
Die meisten Passionsblumen mögen keine Minustemperaturen und müssen daher frostfrei, hell und eher trocken überwintert werden. Optimal wäre eine Temperatur von 5-12 Grad Celsius im Winterquartier, denn ist es zu warm, treibt die Pflanze zu fest und bildet kleine dünne Zweige.
Hat man im Winterquartier Platzprobleme, stutzt man der Passionsblume die Triebe bereits vor dem Winter, ansonsten wird dies erst im Frühjahr vor dem Neuausstrieb fällig.
Problemzonen !
Hält die Passionsblume ihren Standort nicht für optimal könne Krankheiten und Schädlinge auftreten.
Ist das Winterquartier zu warm und zu trocken, treibt sie nicht nur dünne Zweige sondern auch die Spinnmilbe macht sich`s bequem.
Ist die Erde zu nass kann Wurzelfäule entstehen.
Ein Problem besonderer Art ist ein Virus, den viele Passionsblumen schon von klein auf in sich tragen und der bei Unbehagen der Pflanze ausbricht und dagegen hilft dann nur eins, entsorgen.
Na soweit, kommt`s bei meiner Passionsblume hoffentlich nicht. weiterlesen schließen
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