Pro:
Farben und Formen werden spielerisch gelernt
Kontra:
Keine gesucht und keine gefunden
Empfehlung:
Ja
Heute möchte ich Euch von einem Spiel berichten, welches unsere 2 Jahre und 4 Monate junge Tochter zu Weihnachten bekommen hat. Dieses Spiel namens Colorama hatte sie zufälligerweise 12 Tage vor dem Heiligen Abend bereits zum ersten Mal in einem Krankenhaus gespielt, es hat ihr damals schon gefallen und so freute ich mich, als sie das Päckchen auspackte und sich genau dieses Brettspiel darin befand. Es ist ihr erstes Brettspiel und wie sehr habe ich mich schon auf den Moment gefreut, an dem unsere Kleine zum ersten Mal ein Brettspiel mit uns spielen kann? - Sehr sehr ;-) !
Beginnen wir mit der
ALTERSEMPFEHLUNG
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, denn diese beachtet man ja zuerst, wenn man ein Spiel für sein Kind sucht und doch relativ ahnungslos ist, was der Markt denn alles anbietet. Laut Verpackungskarton ist Colorama von 3 bis 6 Jahren geeignet.
Dass unsere Maus erst 2 1 / 3 Jahre jung ist, sehe ich nicht so eng. Zum Einen macht sie ja auch schon Puzzle für ab 4 jährige und zum Anderen ist das mit den Altersempfehlungen ohnehin öfters so eine Sache. Das eine Kind ist weiter entwickelt oder auch anderweitig interessiert als das Nächste, so dass die Altersempfehlungen auf manche Kinder einfach nicht passen. Außerdem möchte ich gerne mal die Menschen kennen lernen, die sich manche Altersempfehlung ausdenken, denn gerade bei Kleinkinderspielzeug und Kleinkinderbüchern habe ich mich schon oft diesbezüglich gewundert.
Bei diesem Spiel ist die Altersangabe mit 3 bis 6 Jahre angegeben, weil man in der Anleitung von verschiedene Spielideen für verschiedene Entwicklungsstufen erfahren kann. Je nachdem, was für ein Kind gerade interessant ist und wie weit sein Horizont gerade sein kann, werden die Spielvarianten immer ausführlicher und komplizierter.
WOFÜR IST COLORAMA ERFUNDEN WORDEN?
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Nun ja, die Firma Ravensburger und ihre Beschäftigten möchten natürlich gerne Geld verdienen ;-) . Außerdem dient Colorama den Kleinkindern und Kids im Kindergartenalter dazu, ihre ersten geometrischen Formen kennen zu lernen. Wie der Name Colorama schon sagt, kann man hier auch spielerisch einige Farben lernen und ganz wichtig gerade für die Kommunikation: mit diesem Spiel kann man intensiv mit seinem Kind üben, in ganzen Sätzen zu sprechen, wozu ja mancher Erwachsener nicht einmal mehr in der Lage ist. Außerdem kann man sein Kind fördern, indem man auf die Farben und Formen bezogene Fragen stellt und das Kind sich darüber Gedanken machen kann, dazu aber später mehr.
Nun kommen wir erst einmal zum
Lieferprogramm
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In der Packung enthalten ist ein Spielplan - 32,0 cm x 21,6 cm groß und mit seinen 3,00 mm dick genug, dass ein Kind - jedenfalls kein Kleinkind - ihn so schnell zerstören kann. Der Rand des Spielfeldes ist orange - in diesem orange farbenen Rand befindet sich ein Raster (5 x 8 Felder groß) mit den ausgestanzten geometrischen Formen, in die die Plastik - Spielsteine gesteckt werden können.
Es gibt 40 Spielsteine in den Farben rot, blau, grün und gelb, welche in den Formen Kreis, Dreieck, Quadrat, Trapez und Sechseck enthalten sind. Diese Spielsteine sind je nach Spielvariante in ihr jeweiliges Feld auf dem Spielplan zu stecken, d. h. roter Kreis in das rund ausgestanzte Feld mit dem roten Rand, blaues Dreieck in das dreieckig ausgestanzte Feld mit dem blauen Rand, etc.
Außerdem wurden dem Spiel zwei Würfel hinzugefügt. Einer nennt sich Farbwürfel, der andere Formenwürfel.
WIE KANN MAN DIESES SPIEL NUN SPIELEN?
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Wir spielen derzeit (wie ich gerade in der Anleitung gesehen habe), ohne vorher die Spielregeln zu lesen, zufällig die Spielvariante 1. Sooo zufällig ist das dann aber doch nicht, ist unsere Maus ja erst 2 1 / 3 Jahre jung, so dass es ja klar ist, dass wir die allerleichteste Variante spielen. Diese Variante nennt Ravensburger das "Zuordnungsspiel" und es ist für ein bis sechs Kinder ab 3 Jahren gedacht. Der Spielplan liegt dabei auf der Tischmitte - wir spielen dieses Spiel auch gerne auf dem Boden - und die Spielsteine werden laut Regel gleichmäßig an alle Mitspieler verteilt (wir gehen sogar soweit, dass sich jeder aus dem ganzen Haufen Steine einen Stein nach der freien Wahl heraus suchen kann). Es ist völlig egal, welcher Spieler welche Formen und Farben an Steinen dann vor sich liegen hat. Die Würfel werden für diese leichteste Variante nicht benötigt, denn die ganz Kleinen haben ja schon genug mit den Farben und Formen der Steine zu tun.
Der Jüngste darf beginnen und man spielt im Uhrzeigersinn weiter. Jeder darf frei auswählen, welchen Stein er pro Zug auf das passende Spielfeld setzt, aber jeder hat darauf zu achten, dass Form und Farbe des Steins mit der Form und der Farbe des jeweiligen Spielfeldes überein stimmen.
Manch einer wird sich jetzt denken "LAAANGWEILIG", "Kann doch jeder", "Buh" - aber Ihr Freunde des Spiels: so langweilig ist das für Kleinkinder gar nicht! Nicht mal für Eltern, die es ruck - zuck beherrschen, den richtigen Spielstein in das richtige Feld zu stecken. Es ist sehr interessant zu sehen, wie die grauen Zellen unserer Tochter arbeiten, wenn sie die Spielsteine zuordnet. Nach einigem Spielen dieser leichtesten Variante fällt ihr die Zuordnung der Spielsteine Kreis, Dreieck und Quadrat doch schon sehr leicht. Trapez und Sechseck kann sie auch schon gut zuordnen, wenn sie diese vor sich liegen sieht. Sagt man ihr aber, dass sie als nächstes doch bitte das rote Trapez in das passende Feld setzen soll, beginnt sie zu suchen, denn das Wort Trapez wird wie das Wort Sechseck nicht allzu häufig in unserem täglichen Sprachgebrauch angewandt. Ihr muss dann erst einmal klar werden, was denn ein Trapez ist, was es vom Quadrat unterscheidet, etc. . Hat sie die richtige Form gefunden, geht es weiter mit dem Denken, denn nun geht es darum, das rote Trapez zu finden und wieder geht die Sucherei von vorne los. Die kleine Maus wird also schon von dieser Variante sehr gefordert, gibt aber nicht auf und kämpft sich durch :-) .
Ganz gerissene Eltern und das werden wir in wenigen Wochen sein, sobald unsere Kleine sich mit Trapez und Sechseck sicher ist, stellen ihren Kids dann noch Fragen zu den Formen und Farben, um ihr Wissen zu festigen. Welches Obst ist denn gelb? Welches Gemüse ist denn rund wie ein Kreis? Hast Du eine Hose in dieser Farbe? ... sind nur ein paar Möglichkeiten, seinen Schatz von hier an weiter zu fördern.
Diese erste Variante namens "Zuordnungsspiel" ist übrigens zu Ende, wenn alle Felder mit den Spielsteinen in der richtigen Farbe belegt sind.
WEITERE VARIANTEN
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Variante 2
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Diese Variante ist für zwei bis sechs Kinder und ab 4 Jahren geeignet. Hier beginnt man genau anders herum. Alle Steine liegen bereits auf dem richtigen Feld des Spielplanes und der Farbwürfel liegt bereit. Auch hier ist der jüngste Spieler besonders glücklich, denn er darf beginnen. Man würfelt und je nachdem welcher Stein zur gewürfelten Farbe passt, darf man sich diesen aus dem Spielfeld picken und ihn zu sich stellen. Die Form des Steines ist hier total egal, es geht nur um die Farben. Am Ende - wenn das Spielfeld leer geräumt ist - hat gewonnen, wer die meisten Spielsteine vor sich liegen hat. Aber halt wird der eine oder andere nun sagen: wenn das so einfach ist, gehen die Spielsteine ja auf und jeder hat gewonnen / verloren. Würde stimmen, wenn da nicht ein kleiner Haken wäre. Auf dem Farbenwürfel sind nämlich nicht nur die vier Farben rot, gelb, grün und blau abgebildet, sondern auch ein Joker, der es einem erlaubt, einen Spielstein in der Farbe der freien Wahl zu ziehen. Außerdem - und jetzt kommt's - gibt es ein ganz weißes Feld auf dem Würfel. Hat man diese Seite oben liegen, setzt man eine Runde aus und darf gar keinen Stein nehmen. Würfelt man übrigens gegen Ende des Spieles eine Farbe, die gar nicht mehr auf dem Spielbrett vorhanden ist, darf man auch keinen Stein ziehen (wie auch?), sondern gibt den Würfel freiwillig an den nächsten Spieler weiter. So kommt es dann zustande, dass der glückliche Spieler mehr und der in diesem Spiel unglücklichere Spieler eben weniger Spielsteine vor sich liegen hat.
Und auch die 2. Variante kann man wunderschön mit ein paar Sätzen ausbauen, um das Kind an vollständige Sätze zu gewöhnen, z. B. "Ich nehme einen roten Spielstein." und nicht nur "rot" zu sagen.
Variante 3
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Diese Variante lässt sich von zwei bis sechs Kindern ab 5 Jahren spielen. Der Aufbau ist soweit gleich wie bei Variante 2, mit dem klitzekleinen Unterschied, dass dieses mal nicht nur der Farbwürfel, sondern auch der Formenwürfel zum Einsatz kommt. Auf jeder Seite des Formenwürfels ist eine der Formen eingestanzt (Kreis, Dreieck, Quadrat, Trapez und Sechseck) und außerdem das Abbild eines Jokers.
Die Kinder werfen beide Würfel. Zeigt die Oberseite des Farbwürfels die Farbe gelb und die Oberseite des Formenwürfels ein Dreieck an, so darf sich das Kind das gelbe Dreieck vom Spielplan nehmen, etc. . Zeigen die Oberseiten beider Würfel die Joker an, darf das Kind einen Spielstein der freien Wahl ziehen und zu sich nehmen. Würfelt ein Kind beim Farbwürfel die weiße Seite, muss es einmal aussetzen, egal welche Form auf dem Formenwürfel erscheint. Auch hier gewinnt, wer am Schluss die meisten Steine vor sich liegen hat.
Variante 4
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Diese letzte Variante ist für zwei bis sechs Kinder ab 5 Jahren gedacht. Hier kommt der leere Spielplan wieder auf die Tischmitte oder wo immer man ihn auch hinlegen mag und die Spielsteine werden wie bei der ersten Variante an alle Mitspieler verteilt. Auch dieses Mal ist es egal, wer welche Formen und Farben erhält.
Auch bei dieser Version wird mit beiden Würfeln gewürfelt. Würfelt ein Kind blau und Sechseck, darf es den entsprechenden Stein auf das Spielfeld legen. Hat es diesen Stein nicht in seinem persönlichen Lager, hat es Pech gehabt und der nächste Spieler kommt dran. Beim Joker darf der Spieler eine Form oder Farbe selbst bestimmen und bei der weißen Seite des Farbwürfels setzt man wieder aus. Wer zuerst alle Spielsteine auf dem Feld liegen hat, ist der lucky winner - das Spiel endet allerdings erst vollständig, wenn alle Spielsteine auf dem Spielfeld liegen.
Zusätzliche Idee von Ravensburger
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Ravensburger regt an, dass man alle Spielsteine in einen Stoffbeutel legt und die Kinder den jeweiligen Spielstein ertasten lassen soll. Somit festigt sich das Wissen um die verschiedenen Formen noch mehr. Dass das nur mit den Formen und nicht mit den Farben machbar ist, ist klar ;-) ... außer man hat kleine Hellseher im Haus *lach* ...
Wie Ihr aufmerksamen Leser nun gemerkt habt, ist Colorama tatsächlich ein tolles Spiel für die verschiedenen Altersgruppen und Fähigkeiten. Je nachdem, wie weit ein Kind ist, kann man immer höhere Anforderungen an sein Kind stellen, denen es mit zunehmendem Alter auch gewachsen sein sollte.
Nun kommen wir zum
PREIS
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Ravensburger bietet Colorama auf seiner hauseigenen Homepage für 15,99 Euro an. Der Preis ist meines Erachtens nach völlig in Ordnung, bekommt man doch ein Spiel, welches nicht nur dem Zeitvertreib dient, sondern das Kind auch fördert und fordert.
Wer es gerne noch günstiger hat, geht bitte auf www.bücher.de - hier kann man Colorama für 12,95 Euro erstehen. Bei www.amazon.de kann man für die neue Version da schon 0,03 Euro mehr bezahlen. Wer es ganz günstig will, guckt doch bitte selbst bei www.ebay.de .
Wer sich gerne selbst an Ravensburger wenden möchte, dem lasse ich natürlich auch bei diesem Produkt die
HERSTELLERINFOS
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zukommen:
Ravensburger AG, Robert - Bosch - Str. 1, 88214 Ravensburg
Telefonnummer: 07 51 / 8 60
Faxnummer: 07 51 / 86 13 11
Internetseite: www.ravensburger.de
Emailadresse: [email protected]
Die Autoren dieses Spieles sind, wie ich auf der Ravensburger - Homepage eben gesehen habe, übrigens die Herren Ekkehard Geister und Manfred Lehmann. Vielen Dank für dieses tolle Spiel. Unsere Maus liebt es :-) .
FAZIT
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Ich kann Colorama allen Eltern von Klein- oder auch Kindergartenkindern empfehlen. Etwas spielerisch zu lernen, was man sein ganzes Leben lang immer wieder benötigt, macht doch den meisten Spaß. Und gerade weil es ein Spiel ist, sollte man nicht zu verbissen an die Sache gehen, denn sonst geht ja sämtlicher Spaß und damit Lernerfolg flöten.
Die verschiedenen Spielvarianten je nach Alter des Kindes fordern das Kind immer wieder weiter zu denken, nicht nachzulassen und wieder ein Stück cleverer zu werden - Förderung mit Spielspaß! So muss das sein :-) . 5 Sterne! weiterlesen schließen
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