Pro:
Idee, Aufbau, Material, Spielspaß, Gedächtnis wird trainiert
Kontra:
für ältere Spieler vielleicht doch bald etwas langweilig
Empfehlung:
Ja
Preis und Kaufort
Da das Spiel schon etwas älter ist und ich es außerdem geschenkt bekommen habe, kann ich dazu keine Angaben machen. Ich denke aber, es wird um die 15 bis 20 Euro kosten, wenn man es nicht gebraucht kauft.
Damit werden die Kinder gelockt
„Suchen, schieben, Wege finden!
Unter 47 geheimnisvollen Pyramiden hat der Pharao seine wertvollen Schätze vergraben. Wenn er sich nur erinnern könnte, wo! Aber zum Glück seid ihr ja da und könnt ihm helfen! Verschiebt die Pyramiden, merkt euch die Wege, und ihr könnt die Schätze finden!“
Üben Ausrufungszeichen eigentlich einen besonderen Reiz auf Kinder aus? Oder warum werden die hier sonst so inflationär benutzt?
Für wen geeignet?
Die Ausgabe von 1997 (oder so um den Dreh) sagt, dass man mindestens 8 Jahre alt sein sollte und höchstens 99 Jahre, wenn man das Spiel spielen möchte. Gut, das mit den 99 Jahren ist ja was, was sich fast überall finden lässt, weil man eben davon ausgeht, dass kaum jemand älter wird. Die acht Jahre hingegen haben mich ein wenig irritiert, da es sich an sich um eine etwas andere art handelt, Memory zu spielen. Und Memory erst ab acht? Hmm…also.. ich war bei meinem ersten Spiel doch einiges jünger…
Das Spiel ist für zwei bis fünf Spieler gedacht und man sollte etwa eine halbe Stunde Zeit einplanen.
Spieleinzelteile
47 kleinen Pyramiden (16 Goldene, 16 Rote, 15 Blaue),
48 Karten,
1 Schachtel, in der die Schätze versteckt werden
48 Chips (12 Schatzchips und 36 neutrale Chips)
1 Spielplan
1 Spieleanleitung
Spielablauf
Aufbauf
Zunächst gilt es, die 48 Chips in den dafür vorgesehenen Kästchen der unteren Verpackungshälfte (Schachtel) zu verteilen. Hierbei darf nur ein Schatz pro vierer-Kasten zu finden sein, damit man die Chance hat, ohne auf einen anderen schatz zu treffen, eben diesen zu erreichen. Dann muss noch der Spielplan darüber gelegt werden, damit die Pyramiden ihren Platz finden können. Anschließend werden die Pyramiden auf dem Feld verteil. Ein Kästchen bleibt unbedeckt, da sich hier der Anfang des Spieles befindet und man die Pyramiden verschieben kann. Die 48 Spielkarten werden sortiert, da man drei Spielrunden hat und zu jeder Runde andere Karten gehören.
Erste Runde
Die erste Runde gilt quasi der Orientierung auf dem Spielfeld. Der Spieler, der an der Reihe ist, zieht eine Karte, auf der der gesuchte Schatz zu sehen ist. Durch Verschieben der Pyramiden muss er versuchen, zu ebendiesem zu gelangen. Solange er auf neutrale Felder stößt, darf er weitermachen, wenn er jedoch auf einen andern Schatz als den gesuchten stößt, so ist der nächste Spieler an der Reihe und darf sein Glück versuchen. Wer den Schatz aufdeckt, der darf die Karte behalten. Anschließend ist der nächste Spieler an der Reihe.
Diese Runde ist noch recht einfach und dient an sich bloß der Orientierung, damit man die Wege zu den Schätzen recht schnell lernt. Natürlich kann es immer wieder zu Fehlern kommen, aber irren ist menschlich. Und unter uns: Bei uns passiert das nach kurzer Zeit eher selten, weil die Wege recht leicht zu behalten sind. Gut ist, dass hier nacheinander gespielt wird, so dass ausgeschlossen werden kann, dass ein Spieler alles abräumt, wenn die anderen nicht gerade an Gedächtnisverlust leiden.
Zweite Runde
In der zweiten Runde sollte man eigentlich schon wissen, was wo liegt. Aus diesem Grund gibt es hier ein paar Ereigniskarten, die einem das Spielen erschweren sollen oder einen besonderen Anreiz darstellen. An sich wird hier so gespielt wie in der ersten Runde, allerdings gibt es hier Sandstürme (Schachtel wird um 180 Grad gedreht, um Verwirrung zu stiften), Geschenke (der Spieler zieht zu einem der 12 Schätze und bekommt von den Mitspielern, die eine oder mehrere der dazugehörigen Karten besitzen, eine davon geschenkt), Risiken (man muss zu zwei Schätzen ziehen, die vorher von einem selber angesagt worden sind. Gelingt dies, so darf man vom linken Nachbarn eine Karte ziehen.) , eine Fatamorgana (Suchkarte vom rechten Nachbarn ziehen, zu dem gesuchten Schatz ziehen und bei Gelingen die Karte behalten. Schafft man es nicht, muss man an den rechten Nachbarn eine Karte verschenken) und Wüstenpoker (ein beliebiger Mitspieler muss einen Schatz suchen, den man bestimmt hat. Gelingt es ihm, dar er eine Karte verdeckt ziehen, gelingt es ihm nicht, darf man von ihm zwei Karten ziehen).
In dieser Runde kann es also schon mal etwas gemeiner zugehen, da man immer versucht, möglichst viele Punkte zu ergattern und den anderen Spielern Karten wegzunehmen. So empfiehlt es sich, schon vorher ein wenig darauf zu achten, wer welche Schatzkarten besitzt.
Dritte Runde
Sobald ein Spieler auf einen Schatz trifft, den er gar nicht gesucht hat, scheidet er aus. Das sollte man also tunlichst vermeiden, denn in diesem Stapel sind alle Karten vier Punkte wert, so dass man die davor verlorenen Peanuts wieder einholen kann. Allerdings befindet sich hier auch noch eine Endkarte in dem Stapel, so dass man auch hier Pech haben kann. Denn wird diese Karte aufgedeckt, endet das Spiel sofort.
Anschließend werden die Punkte der Karten gezählt und der Spieler mit den meisten Punkten hat natürlich gewonnen.
Meine Meinung
Wie oben schon erwähnt, bin ich ein wenig skeptisch, was die Altersangabe angeht. Ich weiß nicht, ob meine Schwester, eine gewisse Person und ich einfach überdurchschnittlich intelligent waren/sind oder ob die Angabe nichts taugt, aber wir konnten das Spiel auch schon zu Beginn bis zum Schluss durchspielen und haben alles verstanden und keinen Terz gemacht. In der Spielanleitung wird empfohlen, dass man nur die erste Runde mit kleineren Kindern spielt, da es sonst zu kompliziert werden würde… Nun ja.. das muss jeder mit sich selber ausmachen.
An sich ist das Spiel sehr unterhaltsam, wenn man es nicht ständig spielt. Der Spielaufbau und Ablauf sind zwar an sich recht simpel, aber das heißt nicht, dass es nicht Spaß machen kann. Ich bezeichne das Spiel gerne als eine Art Memory, da es ja an sich recht ähnlich ist und auch hier das Gedächtnis trainiert wird. Auch, wenn man älter wird, kann man das Spiel noch ab und zu mal spielen, ohne, dass es sofort langweilig wird. Allerdings ziehe ich meist doch eher andere Spiele vor. Früher (als ich es nue hatte), konnte ich allerdings nicht genug davon bekommen.
Das Spielfeld ist sehr stabil, die Pyramiden recht hübsch anzusehen und die Spielanleitung sehr einfach zu verstehen. Alles ist kindgerecht gestaltet und selbst die Mumien haben mir schon damals keine Angst eingejagt (und das, obwohl ich Mumien gehasst habe wie nur was). Allerdings frage ich mich, wieso einige der Dinge als Schätze des Pharaos gelten, die unter den Pyramiden zu finden sind. Hallo??? Da ist ein Kinderwagen bei! ;-)
Fazit
Da es immer wieder variiert werden kann, ist das Spiel auch auf Dauer nicht unbedingt langweilig und das Gedächtnis kann trainiert werden. weiterlesen schließen
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