Pro:
Das Ende ist wirklich spannend.
Kontra:
Sehr detailreiche Auschmückungen.
Empfehlung:
Ja
Gerade eben mit einem Büchlein fertig, setze ich mich an meinen PC und schreib euch was darüber. Ich hab mich mal wieder in anderes Terrain vorgewagt, und zwar in die Welt des Kriminalromans.
Da meine Fantasy Bücher leider noch auf dem Postweg unterwegs sind, musste ich mir wohl oder übel etwas anderes zum Lesen suchen. Gesagt, getan, ab zum Nachbarn, der hat bestimmt etwas für mich.
Einen Krimi? Wie bitte? Mit solch öder Kritzelei gebe ich mich doch nicht ab. Aber weil die Langeweile und die Angst vor fadem Fernsehen größer war, nahm ich mir eben ein Buch aus seiner Sammlung "zur Ansicht" mal mit.
Ich konnte es gar nicht glauben, aber ich hab's fertig gelesen, und es war gar nicht mal so schlecht.
Ich werde euch nun erzählen wie es mir beim "durcharbeiten" des Buches mit dem schönen Titel
"LASST KNOCHEN SPRECHEN" von Kathy Reichs
ergangen ist.
Das Buch an sich:
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Das schöne Stück das ich vor mit liegen habe ist ein Taschenbuch vom Verlag Blanvalet, der mir sehr gut bekannt ist, mir bisher aber immer nur historische Romane und Fantasy geliefert hat. Aber da ich den Verlag schon kannte, war das ja schon mal ein guter Anfang um meine Skepsis zu mildern. Unter dem Namen der Autorin und dem Titel des Buches sieht man einen gelben menschlichen Schädelknochen, der am Hinterkopf zertrümmert ist. Ansonsten ist das Buch ganz schwarz. Auf der Hinterseite des
Umschlages ist eine Kurzzusammenfassung der Handlung, ein Kommentar des FOCUS und wieder der gelbe Totenkopf zu sehen.
Das Buch hat die ISBN 3-442-36213-X und hat laut meiner Ausgabe in Deutschland den Preis von € 7.95. Wenn ich das mit der Mehrwertssteuer kurz umrechne komme ich in Österreich ca. auf € 8.25.
Wie bereits gesagt, ich hab mir das Buch von meinem Nachbarn geliehen, und weiss daher nicht was es gekostet hat, er weiss es leider auch nicht mehr, da es schon einige Zeit her ist.
"Lasst Knochen sprechen" hat ohne Anhang 342 Seiten, und der Titel sagt schon einiges über das Buch aus.
Die Autorin:
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Kathy Reichs scheint mir eine sehr schlaue Frau zu sein. Sie ist forensische Anthropologin an den gerichtsmedizinischen Instituten von Montreal und Charlotte.
Geboren wurde sie 1950 in Chicago, und ist bei den Vereinten Nationen und beim Pentagon Gutachterin. Sie unterrichtet auch an der FBI Akademie, naja und so ganz nebenbei ist sie auch noch eine erfolgreiche Kriminalautorin.
Also ich würde mal sagen, alle Achtung, Ma'am.
Die Handlung:
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Um euch kurz ins Geschehen zu stossen, hier der erste Absatz des Romans:
Ihr Name war Emily Anne. Sie war neun Jahre alt, hatte schwarze Locken, lange Wimpern und eine karamellfarbene Haut. Ihre Ohren waren von winzigen goldenen Ringen durchlöchert. Ihre Stirn war durchlöchert von zwei Kugeln aus einer Cobray 9-mm-Halbautomatik.
Als ich das gelesen hatte, sprang ich nochmal zurück zum Anfang, ich dachte ich hätte mich verlesen, aber nein, so grausig beginnt's.
So beginnt die Geschichte der forensischen Anthropologin (wie kommt die Autorin bloss auf ihre Heldin?) Tempe Brennan, die im kanadischen Montreal lebt und arbeitet. Sie untersucht die Leichen von Emily Anne, und einigen Motorradfahrern, die in einen Bikerkrieg in Kanada umgekommen sind. Ihre Arbeit verwickelt Tempe immer weiter in die Geschehnisse dieses Bandentumults, und bald muss sie sich eingestehen, dass sie bereits mitten zwischen den Fronten steht. Als auch noch ihr Neffe Kit in die kriminellen Machenschaften miteinbezogen wird, mischt sich Tempe dann etwas zu viel in diese Szene ein. Sie spürt das dann am eigenen Leib. Durch ihre Neugierde werden auch 2 Menschen getötet, weil Tempe sich einmischt. Verschiedenste Morde kommen immer wieder auf einige wenige Verdächtige, aber bis zum Ende des Buches ist es dem Leser nicht wirklich durchschaubar, wer denn jetzt wen getötet hat.
Meine Meinung:
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Zu Beginn des Buches war ich nicht wirklich fasziniert davon, einerseits weil sehr viele Details von den verschiedenen Organisationen, bei denen Tempe arbeitet, erklärt werden, andererseits weil ich immer wieder auf Gewebefetzen, Blut und andere schleimige Körperbestandteile gestossen wurde. Ich denke aber, dass das alles zum Verständnis des Buches beigetragen hat, und ich bin froh, dass ich die erste Durststrecke hinter mir gelassen habe, und weiterlas.
Interessant wurde das Buch dann zum Einen, als ihr "Geliebter", ein Polizist namens Ryan, in Schwierigkeiten gerät, und zum Anderen dann natürlich als ihr Neffe Kit auftaucht, der die ganze Handlung sehr aufpeppt.
Die Spannung war besonders zum Ende des Buches sehr groß, eigentlich wollte ich es dann nicht mehr aus den Händen legen. Ich war fasziniert, dass mich auch ein Krimi so fesseln kann, aber bei diesem Buch war es so. Ich habe erst einmal ein vergleichbares Buch gelesen, das war von Robin Cook und nennt sich Anthrax, aber man kann die beiden in etwa gleich setzen. Vielleicht war Tempe Brennan nicht meine liebste Romanheldin, aber ich habe mich im Laufe des Buches mit ihr angefreundet.
Ich beende damit meinen Bericht über meinen Ausflug in die Kriminalistik, und hoffe es ist alles dabei, was ihr wissen wolltet. Ich musste nur vorsichtig sein, euch einen guten Eindruck des Buches zu liefern, gleichzeitig aber nicht zu viel zu verraten, da gerade bei einem Krimi die Spannung sonst gleich Null ist. Ich hoffe mir ist mein Vorhaben geglückt, und wünsche euch noch einen schönen Tag,
Lg, Bianca weiterlesen schließen
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