Pro:
fachliche Kompetenz, witzige und symphatische Charaktere, Spannung hoch 10!!!
Kontra:
hmmm...wüsste ich jetzt nicht. Story vielleicht nichts für schwache Nerven.
Empfehlung:
Ja
Tell me why I don’t like Mondays….
“Mit Hochgeschwindigkeit jagt man durch den neuen Fall von Tempe Brennan –da klappern einem die Knochen. Keine Frage: Der siebte Fall der taffen Anthropologin gehört zu den Höhepunkten der Serie. Weiter so, Kathy Reichs!“
Bild am Sonntag
*****************Allgemeine Informationen*******************
Titel: Totenmontag (Originaltitel: Monday Morning)
Autor: Kathy Reichs
ISBN: 3896672487 (stimmt nicht mit der meinen überein, da meins vom „DerClub“-Verlag stammt)
Verlag: Blessing, Auflage 1
Erscheinungsjahr: 2004
Format: Hardcover (22cm x 14,5cm x 3,5cm) <- Meine Ausgabe…
Seiten: 383
Genre: Thriller/ Krimi
Gattung: Roman
Wie schon erwähnt, habe ich eine andere Ausgabe als die, die auf dem Foto abgebildet ist. Ich habe die ISBN- und Verlagsdaten allerdings an die abgebildete Ausgabe angepasst. da ich diese Version jedoch nicht besitze, kann es im Folgenden zu leichten Abweichungen in meiner Beschreibung kommen (gerade was die Aufmachung betrifft).
*****************Über die Autorin:***************
Kathy Joan Reichs wurde 1950 in Chicago geboren und arbeitet als forensische Anthropologin in North Carolina und Quebec (Kanada). Des weiteren ist sie als Professorin an der Uni in Charlotte (North Carolina) tätig und doziert an der Akademie des FBI in Virginia. Man kann also sagen, sie ist eine richtige Powerfrau ^^ Und neben all ihren beruflichen Aktivitäten findet sie trotzdem noch die Zeit und nebenbei als Autorin zu agieren und das nicht nur auf dem Themengebiet der wissenschaftlichen Schriften. So erschien 1997 ihr erster Roman „Tote lügen nicht“ mit der Titelheldin Temperance Brennan, mit dem sie gleich den Durchbruch schaffte und viele Auszeichnungen einheimste.
Weitere Bücher:
-„Knochenarbeit“
-„Lasst Knochen sprechen“
-„Knochenlese“
-„Mit Haut und Haar“
-„Totgeglaubte leben länger“
-„Hals über Kopf“
****************Aufmachung:**************
Muss dazu erst einmal anmerken, dass sich die Titelgestaltung meines Buches etwas von der oben dargestellten abhebt. „Mein“ Cover ist eher sehr hell gehalten und zweigeteilt. In der oberen Hälfte des Covers sieht man die Wolkenkratzer einer Großstadt in Winterlandschaft, dann kommt in schwarzer Schrift und rot unterstrichen die Verfasserin (Kathy Reichs). Darunter steht in grün-brauner Schrift der Titel (Totenmontag). Allgemein ist die Schrift sehr groß gestaltet und in einer einfachen Schriftart, also keine großartigen Verschnörkelungen.
Darunter kommt die Abbildung eines Kellergewölbes und im Vordergrund drei menschliche Skelettschädel. Das ganze ist sehr sanft gehalten, also keine scharfen Konturen oder harte Kontraste zum hellblauen Hintergrund.
Auf der Rückseite findet man eine meiner Meinung nach sehr ausführliche Inhaltsangabe und noch zwei Kurzkritiken aus „The Sunday Times“ und „Bild am Sonntag“.
Die ganze Covergestaltung ist bei mir auf einem extra Umschlag gedruckt. Nimmt man diese ab, erscheint der rote Festeinband des Buches, der außer dem eingravierten Schriftzug mit überzogener weißer Farbe keine weiteren Details enthält. In den Umschlagsinnenflächen findet man außerdem eine noch ausführlichere Inhaltsangabe und eine Kurzbiografie Kathy Reichs und ein Schwarz/Weiß-Foto von ihr.
*****************Die Story****************
„Monday, Monday....
Can’t trust that day....”
Es ist Dezember in Montreal, und ein eisiger noch dazu. Mit diesem Ohrwurm steigt Tempe Brennan in einen noch eisigeren Keller einer kleinen Pizzeria hinab. Dort warten schon die sterblichen Überreste dreier Mädchen, verscharrt unter einer dünnen Kruste Erde.
Außer ein paar antiken Schmuckstücken gibt es jedoch keine weiteren Hinweise auf ihre Identität und die Zeit ihres Todes. Tempes Gespür sagt ihr jedoch, dass es sich dabei nicht um die Aufgabe eines Archäologen handelt: Im Gegenteil. Sie ist der festen Überzeugung, dass die Mädchen erst in jüngster Zeit gewaltsam zu Tode kamen. Doch nicht nur die Mädchen beschäftigen Tempe. Denn ihr „netter Kollege“ Claudel von der Polizei hält wenig von weiblicher Intuition, geschweige denn von KriminalistINNEN überhaupt und legt den Fall zu den Akten. Dies stachelt Tempes Ergeiz jedoch umso mehr an und sie betreibt eigene Nachforschungen.
Aber erst mit den Ergebnissen einer neuen Messmethode zur Altersbestimmung von organischem Material, gelingt ihr der Durchbruch: Die Mädchen wurden erst vor ein paar Jahren ermordet und „beseitigt“...
Kurz darauf findet Tempe ihre Wohnung verwüstet vor und von ihrer besten Freundin Anne, die zu Besuch bei Tempe ist, fehlt jede Spur.....Soll sie das nächste Opfer des Unbekannten werden???
Fragen über Fragen...
Und das sind noch nicht die einzigen Rätsel, mit denen Tempe künftig konfrontiert wird. Abgelegen in einem dunklen Häuschen trifft sie auf den ihren Widersacher und wird Zeugin jener Gräueltaten, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen...
Wird dies zum letzten Fall von Tempe Brannan...???
Wer ist Temperance Brennan???
„Die abgebrühte Kriminologin, liebevolle Mutter, mutige Schnüfflerin und Seelenverwandte von Bridget Jones: Tempe Brennan besticht in all ihren Rollen“
The Sunday Times
Temperance „Tempe“ Brennan ist die Hauptfigur der Kathy Reichs-Romane.
Eigentlich gibt es zu ihr nicht viel zu sagen, da Tempe meiner Meinung nach genau die Autorin wiederspiegelt. Auch sie ist forensische Anthropologin, arbeitet „nebenbei“ jedoch noch an vielen anderen Stellen, die „zufälliger“ Weise auch mit denen der Autorin übereinstimmen. Außerdem ist sie noch Mutter einer gerade flügge gewordenen Tochter, was ihr grad bei Funden von toten jungen Frauen etwas den Magen verstimmt. Und wie The Sunday Times schon passend beschrieb: In Tempe Brennan findet man auch eine ordentliche Portion Bridget Jones: Neben den erschreckenden (fiktiven) Alterungsprozessen und dem ein oder anderen Gramm zu viel auf den Hüften gibt es natürlich noch IHN... Der Mann, mit dem man nicht mit, aber auch nicht ohne kann. Der nette, gutaussehende Kollege mit den verführerischen blauen Augen: Ryan. Wenn da nur nicht die Desaster mit den Ex wären, an die man sich noch gut erinnert und die die eigene Meinung zu Männern reichhaltig geprägt haben...Eine Mutter, die einen lieber unter der Haube sehen will als im ewigen Singleleben....Was ja auch nicht das Problem wäre, Ryan ist DER Traumtyp schlecht hin, wenn man nicht das „klitzekleine“ Talent zu hätte, alles zu vermasseln!
Wie man sieht, ist Tempe eine typisch amerikanische Romanfigur vom Schlag „BusinessWoman“ oder „überzeugter Single“, die zwar außerordentlich gut aussehen, an denen man sich jedoch die Zähne ausbeißt. *lach*
*******************Leseprobe***************
Ich las eben einen Artikel im Journal of Forensic Science, als Claudel auftauchte.
„Der Tote ist Neal Wesley Catts.“
„S’il vous plaît.“ Ich deutete auf den Stuhl vor meinem Schreibtisch. „Asseyez-vous.“Setzen Sie sich.
Claudel zog die Mundwinkel nach unten und setzte sich.
„Catts wurde 1963 in Stockton, Kalifornien, geboren. Die übliche Tränendrüsengeschichte, kaputte Familie, Mutter Alkoholikerin.“
Claudel sprach Englisch. Was hatte das zu bedeuten?
„Neunundsiebzig brach Catts die High School ab, hing eine Weile mit den Banditos rum. bekam aber keinen Stammplatz. Saß eine Zeit wegen Drogen in Soledad.“
„Hatte er irgendwelche Jobs?“
„Hat Burger gewendet, Bier gezapft, in einer Fensterrahmenfirma gearbeitet. Aber jetzt kommt was, das wird ihnen gefallen. Der kleine Perversling spitzte gern, wo er nicht durfte.“
Ich hörte zu, ohne ihn zu unterbrechen.
„Catts wurde mehrmals wegen Spannens verhaftet.“
„Das überrascht mich nicht.“
„Es reichte jedoch nie für eine Anklage.“
„Voyeurismus ist ein typischer erster Schritt für Sexualstraftäter.“
„Ein altes Mütterchen beschuldigte ihn, ihren Pudel abgemurkst zu haben. Wieder keine Beweise, keine Anklage.“
„Wo war das?“
„Yuba City, Kalifornien.“
Der Name traf mich wie ein Schlag auf die Brust.
„Yuba City liegt ganz in der Nähe von Chico.“
Claudels Lippen machten etwas, das fast wie ein Lächeln aussah. „Und Red Bluff.“
„Wann war Catts dort?“
„Ende der Siebziger, Anfang der Achziger. Verschwand Mitte der Achtziger von dort.“
„Musste er sich nicht bei einem Bewährungshelfer melden oder Ähnliches?“
„Ab vierundachtzig war er von allen Auflagen befreit.“
Claudel ging LaManche suchen, und ich wandte mich wieder meiner Lektüre zu. Ich war zum zweiten mal unterwegs in die Bibliothek, als mir der Chef über den Weg lief.
„Ein großer tag gestern was, Temperance?“
„Carnaval. Haben Sie schon mit Claudel gesprochen?“
„Ich habe ihm eben eine vorläufige Beurteilung von Monsieur Catts gegeben.“
„Irgendwelche Überraschungen?“
LaManche spitze die Lippen und wedelte mit den Fingern. Vielleicht ja. Vielleicht nein.
„Was?“
„Ich habe auf den Händen keine Schmauchspuren gefunden.“
„Waren sie in Tüten verpackt?“
„Wareb sie.“
„Aber sollte denn nicht Schießpulver vorhanden sein, wenn er eine Waffe abgefeuert hat?“
„Ja.“
„Wie kann das sein?“
LaManche hob eine Schulter und beide Brauen.
Charbonneau rundete den Reigen meiner morgendlichen Besucher ab.
„Menard und Catts kannten sich“, sagte er ohne Einleitung.
„Wirklich.“
„Ich hab’s geschafft, einen von Menards ehemaligen Profs an der Cal State in Chico aufzutreiben. Der Kerl unterrichtet dort, seit Truman das Weiße haus neu eingerichtet hat, aber sein Gedächtnis ist noch erstklassig. Er hat mir den Namen einer von Menards Ex-Freundinnen genannt. Eine Frau namens Carla Greenberg.“
Das sagte mir nichts.
„Greenberg unterrichtet jetzt an einem kleinen College in Pennsylvenia. Sie sagt, sie und Menard hätten in ihrem ersten Jahr an der Uni etwas miteinander gehabt, aber dann sei sie nach Belize gegangen. Er habe keinen Job bei dieser Ausgrabung bekommen und auch bei keinem anderen Projekt und sei deshalb in diesem Sommer in Chico geblieben. Als Greenberg zurückkam, verbrachte Menard fast seine ganze Zeit mit einem Kerl aus Yuba City.“
„Catts.“
„Unserem Helden.“
„Wie entstand die Beziehung zwischen Catts und Menard?“
„Sie sehen gleich aus.“
„Ach, kommen Sie.“
Charbonneau hob die Hand. „Das ist nicht auf meinem Mist gewachsen, Doc. Laut Greenberg sagten die Leute Menard immer wieder, irgendein Pfandleiher in Yuba City sei sein perfekter Doppelgänger. Die Archäologiestudenten stöberten gern im Laden dieses Kerls, weil er es mit den Gesetzen in Bezug auf Antiquitäten nicht allzu genau nahm, wenn Sie wissen, was ich meine.“
„Und?“
„Menard schaute sich den Laden ebenfalls an. Zumindest ist das die Geschichte, die Menard Greenberg erzählt hatte.“
„Das klingt absolut lachhaft.“
„Greenberg hat mir das hier gemailt.“
Charbonneau gab mir den Computerausdruck eines Farbfotos auf Normalpapier. Die Aufnahme zeigte drei Personen, die auf einem Pier standen.
Die Frau war untersetzt und muskulös und hatte glatte, braune Haare und weit auseinander stehende Augen. Die Männer links und rechts von ihr sahen aus wie identische Buchstützen. Beide waren lang und dünn und hatten wilde rote Haare und Unmengen von Sommersprossen.
„O Mann.“
„Laut Greenberg hielt Menard sich immer weniger in Chico auf und ließ schließlich das Studium ganz sein. Sie war mit ihrer Doktorarbeit beschäftigt und dachte nicht mehr groß an ihn.“
„Haben Sie in Yuba City jemanden gefunden, der sich noch an Catts erinnert?“
„Ein altes Paar. Sie wohnen noch immer in einem Wohnwagen neben dem, den Catts gemietet hatte.“
„Lassen Sie mich raten. Netter junger Mann. Still. Eher verschlossen.“
„Auf den Punkt.“
Charbonneau nahm Greenbergs Foto wieder zur Hand und betrachtete es, wie man einen Kothaufen auf dem Rasen anschaut.
„Luc und ich fahren runter nach Vermont und zeigen das Bild herum. Mal sehen, ob wir nicht ein paar Erinnerungen wachrütteln können.“
Nachdem Charbonneau gegangen war, wählte ich Annes Handynummer. „Es tut und Leid. Der Teilnehmer........“
Ich arbeitete mich durch die Zeitschriften, die die Bibliothekarin für mich herausgesucht hatte. British Journal of Psychiatry. Behavioral Sciences an the Law. Medicine and Law. Bulletin of the American Academy of Science and the Law.
Es brachte nichts. Meine Gedanken schweiften immer wieder ab.
Ich rief Anne noch einmal an. Ihr Handy war noch immer ausgeschaltet.
Ich rief Tom an. Er hatte nichts von seiner Frau gehört. Ich rief Annes Brüder in Mississippi an. Keine Anne. Kein Anruf.
Ich zwang mich wieder zur Lektüre zurück.
Ein Artikel beschäftigte sich mit Leonard Lake und Charles Ng, den kalifornischen Genies, die unterirdische Bunker gebaut hatten, um Sexualsklavinnen darin gefangen zu halten.
Vor Gericht argumentierten Ngs Anwälte, ihr Mandat sei nichts als ein Zuschauer gewesen, eine abhängige Persönlichkeit, die sich danach sehnte, geführt zu werden. Die Verteidigung behauptete, Lakes Ex-Frau sei die eigentlich treibende Kraft gewesen.
Genau, Charlie. Du warst ein Opfer. Wie die arme kleine Karla Homolka.
1991 wurde die vierzehnjährige Leslie Mahaffy zerstückelt und in einem Betonmantel in einem See in Ontario gefunden.
Im Jahr darauf tauchte die fünfzehnjährige Kristin French nackt und tot in einem Graben auf. Beide waren misshandelt, vergewaltigt und ermordet worden.
Paul Bernardo und seine Frau Karla Homolka wurden daraufhin verhaftet. Da sie beide jung und blond und gutaussehend waren, nannte die Presse sie die Ken-und-Barbie-Mörder.
Als Gegenleistung für eine Aussage gegen ihren Mann gestattete man Homolka, sich des Totschlags für schuldig zu bekennen. Bernardo wurde verurteilt wegen heimtückischen Mordes, Vergewaltigung, Freiheitsberaubung, Entführung und Unzucht mit einer menschlichen Leiche.
Wie Lake und Ng hatten auch die Bernardos ihre kleinen Orgien gefilmt. Als die Kasetten schließlich auftauchten, zeigte sich, dass gatte und Gattin mit identischem Enthusiasmus gequält und gemordet hatten. Aber Karla hatte ihren Deal bereits in der Tasche.
Ich wandte mich eben dem nächsten Artikel zu, als das Telefon klingelte.
„Sie sind verschwunden.“ Ryan klang, als würde er vom Uranus anrufen.
„Wer ist verschwunden?“
„Anique Pommerleau und Tawny McGee.“
.....
*******************Meine Meinung***************
Schreibstil:
Allgemein muss man sich bei den Romanen von Kathy Reichs nicht mit grammatikalischen Satzverknotungen rumschlagen. Was das Lesevergnügen jedoch nicht weniger anspruchsvoll macht, da sie dafür mit medizinischem Fachchinesisch nicht gerade spart. Im großen und ganzen ist dies jedoch sehr gut erklärt und war für mich vor allem sehr interessant. Als ich das Buch gelesen habe, hatte ich im Unterricht zum Beispiel gerade in mehreren Fächern die C14-Methode zur Altersbestimmung von kohlenstoffhaltigem Material behandelt. Und es ist doch immer wieder schön, wenn man merkt, dass der Schulkram doch zu irgendwas Nütze ist. Neben dem Fachchinesisch kommen jedoch auch noch Sprachen wie Französisch zum Einsatz. Ich selbst bin der französischen Sprache dank Schule zwar mehr oder weniger mächtig, hatte daher mit einigen französischen Aussagen keine Probleme, aber auch für „Nicht-Franzosen“ dürfte dies keine Probleme bereiten, da auch hier die Übersetzungen mit in den Text eingebaut sind.
^^
Auch an Humor wird nicht gespart....allerdings kommt dieser eher indirekt zur Geltung. Zum Beispiel durch Verhaltensweisen der Figuren, die oft sehr sarkastisch-ironischen Gedanken und manchmal sehr bissigen Kommentare der Romanheldin, was besonders hervorsticht, da die Story aus der Sicht von Tempe geschrieben ist.
Ich bin ein absoluter Fan von Kathy Reichs Romanen und warte immer schon heißhungrig auf ein nächstes Abenteuer von Tempe Brennan. Reichs hat wirklich einen sehr fesselnden Schreibstil und weiß es, die Stories gekonnt aus zu gestalten. Ich glaube aber eher, dass die Romane von Kathy Reichs eher die weiblichen Leser anspricht...die Gründe dafür habt ihr ja sicher schon in der Charakterisierung von Tempe Brennan entdeckt. *lach*
Story:
Die Story finde ich mal wieder als sehr gelungen und muss der Bild am Sonntag mal Recht geben. Mit Totenmontag hat sich die Autorin selbst übertroffen.
Zwar befindet sich der Höhepunkt der Story wie üblich am Ende des Buches, doch durchzieht das gesamte Buch ein gewisses Spannungsniveau.
Regelrecht vom Hocker gerissen hat mich das Ende!!! Ich habe selten einen Krimi gelesen dessen Ermittlungen zu so einer überraschenden Wendung im Ende führten... Aber mehr werde ich zu dem Ende jetzt nicht verraten. ;)
Da die Autorin selbst in den Berufen tätig ist und vor allem selbst bei einigen Straftaten zur Aufklärung als Hilfe heran gezogen wurde, steht sie natürlich fest in der fachlichen Materie...Die Hintergründe sind sehr gut recherchiert, trotz des allseits gern benutzten Klichees, dass eine Pathologin, Anthropologin oder ein verarmter Detektiv plötzlich die kompliziertesten Verbrechen über Nacht im Alleingang lösen und die unumstrittenen Helden der ganzen Story und in der fiktiven Gesellschaft werden. Dass es da in der Realität ein wenig anders aussieht...na ja...ein guter Krimi oder Thriller braucht halt seine Helden.
Ich möchte jedoch noch eine Art Warnung hier anfügen...
Grad zum Ende hin wird die Story...wie soll ich sagen...sehr makaber. Ich möchte nur so viel sagen, dass der gesuchte Täter eine Vorliebe für kleine Mädchen und SM-Spielchen hat. Wem solche Berichte immer sehr ans Herz gehen, der sollte lieber die Finger von diesem Buch lassen, da einige Sachen da natürlich auch etwas ausführlicher beschrieben werden. Es ist zwar nicht so extrem, dass man beim Schreibstil dann schon von einer Art Perversion reden kann, aber die Schilderungen in dem Roman können doch schon zu einigen Schauern führen.
Aufmachung:
Da habe ich eigentlich nichts zu bemängeln... Die Covergestaltung meiner Ausgabe und die der hier angebotenen gefallen mir beide eigentlich Recht gut. Die Schrift ist schön groß und lässt sich auch gut lesen. Die Seiten sind zwar etwas dünner, als ich es gewohnt bin, aber nicht minderer Qualität. Es ist also nicht mehr Anfällig für Risse/Knicke und die Buchstaben auf der Rückseite schimmern auch nicht durch.
*************Fazit***********
Totenmontag gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern und ich kann eigentlich nur jeden Roman von Kathy Reichs empfehlen...
Hier erwartet euch echt Spannung von der ersten bis zur letzen Seite, gepaart mit „Weibertratsch“ á la Bridget Jones.
Ein Meisterwerk der Autorin!!!
Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit. ^^
Bilder werden wieder folgen, soweit der Akku meiner Cam geladen ist ;)
Gruß Karo weiterlesen schließen
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