Pro:
einzigartiger Geschmack, erfrischend, mit Milchserum
Kontra:
gibt es in Deutschland nur selten
Empfehlung:
Ja
Meine erste Begegnung mit dem Getränk Rivella hatte ich vor ca. fünf Jahren auf einer Berghütte in den Schweizer Alpen. Damals hatten mich Freunde zum ersten Mal in meinem Leben auf Ski gestellt – mit verheerenden Ergebnissen. Die einzig gute Erinnerung, die ich an diese ersten Skiversuche habe, war die Mittagspause in luftigen Höhen – und das Getränk, das man mir dort empfohl. Schon auf dem Weg zur Pause hatten alle die ganze Zeit davon geredet, dass sie ja jetzt erstmal ein „Rivella“ trinken müssten – und ich beugte mich dem Gruppenzwang. Zum Glück – denn so hatte ich einen klaren Grund gefunden, warum es sich durchaus lohnen könnte, mal hin und wieder in die Schweiz zu fahren.
Nachdem ich allerdings nun schon länger nicht mehr in der Schweiz war, durfte ich dennoch vor einiger Zeit dank des Geschenks eines netten Schweizers bei einem Augsburger Stammtisch (Danke, Padi!) endlich wieder in den Genuss meines Schweizer Lieblings-Getränks kommen. 0,5 Liter Rivella, lichtgeschützt in einer brauen PET-Flasche, fanden schon einen Tag später den Weg in ein Glas und von dort in meinen Mund. Schon jetzt sei klar erwähnt: Rivella schmeckt einfach klasse! Warum das genau der Fall ist und warum ich Rivella so gerne mag – darum geht es nun in diesem Bericht.
Das Produkt
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Rivella – hergestellt von der Rivella AG in Rothrist – gibt es in insgesamt drei Sorten. Die bekannteste Sorte – auch Thema hier von diesem Bericht – ist „Rivella classic“ - gerne auch „Rivella rot“ genannt. Des weiteren gibt es noch „Rivella blau“ (kalorienreduziert) und „Rivella grün“ (mit Grüntee-Extrakten). Obwohl ich alle drei Sorten von Rivella schon probiert und durch die Reihe sehr gerne mag, schmeckt mir doch der Klassiker – eben Rivella rot – am allerbesten. Der Haken an der Sache – und hier genau liegt das Problem – ist allerdings, dass es Rivella fast ausschließlich in der Schweiz gibt. Ich habe Rivella zwar auch mal in München in der Drogeriekette Müller entdeckt – allerdings war dies offensichtlich wohl nur eine Testphase, denn seitdem hatten sie es dort nie wieder. Zum Preis kann ich nur sagen, dass ich beim Müller für eine 0,5-Liter-Flasche 0,99 Euro gezahlt habe – und damals auf der Hütte in der Schweiz um die 3 oder vier Franken (Gastronimoie-Preise). Was Rivella in der Schweiz im Supermarkt kostet, kann ich leider nicht sagen – schließlich war meine aktuelle Rivella-Flasche ja ein Geschenk.
Die Besonderheiten von Rivella
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Schüttet man sich Rivella in ein Glas, so fällt zuerst besonders die Farbe des mit Kohlensäure versetzten Getränks auf: Sie ist nämlich leicht gelblich, aber trotzdem klar. Das Geheimnis dieser Verfärbung liegt im Hauptbestandteil von Rivella – dem sogenannten Milchserum. Milchserum, das ist der Stoff, der von der Milch übrig bleibt, wenn man Eiweiße und Fett aus ihr entfernt. Rivella besteht zu 35 Prozent aus Milchserum – und deswegen ist das Getränk entsprechend gesund, da der Körper so Mineralstoffe geliefert bekommt. Die weiteren Bestandteile von Rivella sind Anteile von Früchten und Kräutern, dazu etwas Zucker. Würde in Deutschland ein vergleichbares Produkt wie Rivella erfunden, würde es wohl den Stempel „probiotisch“ tragen.
Der Kohlensäure-Anteil von Rivella ist für meinen Geschmack genau richtig – nicht zu viel, nicht zu wenig. Ich würde ihn mit dem eines durchschnittlichen Mineralwassers vergleichen.
Der Geschmack von Rivella
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Kommen wir also nun zum wichtigsten – dem Geschmack von Rivella. Dieser lässt sich eigentlich kaum in Worte fassen, weil er so einzigartig ist. Mit einer herkömmlichen Limonade kann Rivella nicht in einen Topf geworfen werden, dafür ist Rivella zu herb. Wer ansatzweise etwas sucht, mit dem er Rivella vergleichen kann, dann trifft es wohl das österreichische „Almdudler“ am besten – auch, wenn die Schweizer das jetzt wahrscheinlich nicht so gerne hören ... Eine Spur von Kräutergeschmack lässt sich in Rivella auch wiederfinden. Insgesamt ist Rivella auf jeden Fall sehr frisch – und löscht hervorragend den Durst.
Am besten schmeckt Rivella jedoch, wenn es gerade frisch aus dem Kühlschrank kommt. Ungekühltes Rivella kann man zwar auch trinken – es schmeckt dann aber bei weitem nicht so gut wie gekühlt.
Von den Kalorien her ist Rivella auch akzeptabel. Eine 0,5-Liter-Flasche hat ca. 185 Kalorien – nicht wenig, aber man soll ja Rivella auch nicht pausenlos trinken. Colagetränke etc. schlagen auf jeden Fall mit deutlich mehr zu Buche.
Mir schmeckt Rivella am besten, wenn ich richtig Durst habe – zum Beispiel nach dem Sport. Aber auch so für zwischendurch als Erfrischung ist es sehr zu empfehlen.
Zusammenfassung und Fazit:
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Neben leckerem Käsefondue und noch leckerer Schokolade ist auch Rivella ein echtes Schweizer Highlight für mich, das ich auf der ganzen Linie empfehlen kann. Zwar mag es zunächst seltsam anmuten, dass ein Erfrischungsgetränk aus Milchserum besteht, aber man sollte sich hiervon nicht abschrecken lassen sondern sich einfach dem Genuss mal hingeben. Sowohl für den Geschmack als auch für die Erfrischungsleistung bekommt Rivella von mir auf jeden Fall die volle Punktzahl. Jetzt müsste man die Rivella-Firma nur noch dazu bringen, ihr Getränk auch in Deutschland anzubieten – und sie hätten in mir einen guten Abnehmer gefunden.
stefbl, 22. November 2003
(Erstveröffentlichung bei ciao am 28. September 2003) weiterlesen schließen
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