Pro:
keine Kalorien, kein Koffein, guter Preis
Kontra:
... aber wie früher schmeckt er nicht wirklich
Empfehlung:
Ja
Hallo alle miteinander,
ich hab wieder was entdeckt, was ich euch nicht vorenthalten möchte.
Bei dem Produkt werden Kindheitserinnerungen wieder wach. Mein Bruder und ich haben uns fasst nicht wieder eingekriegt als wird die Dose im Regal stehen sehen haben... So lange nicht gesehen und doch wieder erkannt. Wir waren sprachlos!!!!
Ja, um was geht es wohl? Ich will euch da mal nicht länger auf die Folter spannen. Es geht um
„IM NU“,
den Malzkaffee unserer Kindertage. Hmmm war der früher lecker mit Milch und mindestens 2 Löffel Zucker.
Warum schreibe ich gerade über ihn? Weil ich finde, dass man nie genug über Ostprodukte schreiben kann, die haben´s schwer genug, und vielleicht auch aus Freude darüber, einen alten bekannten getroffen zu haben.
DAS PRODUKT:
Es handelt sich bei diesem Produkt – ich sagte es schon – um so genannten „Malzkaffee“ oder wie wir es früher immer gehört hatten: KINDERKAFFEE:
Aber wer hier nur vom plumpen Malzkaffee spricht, der wird der Sache nicht gerecht. Der Fachmann spricht – wie auch auf der Verpackung zu lesen – von einem löslichen Kaffeesurrogateextrakt. Kein Mensch hat das Wort je gehört, selbst meine automatische Rechtschreibprüfung im WORD macht eine zaghafte rote Wellenlinie drunter, aber egal, der Hersteller wird ja nicht bei solchen Dingen lügen...
Aus was setzt sich das Produkt denn so zusammen, werdet ihr fragen. Ja, da wären zum einen
- Gerste (57,5%)
- Roggen (35,0%)
- Malz (7,5%)
(gut, ergibt 100% - ich hab´s geprüft)
Im Großen und Ganzen ein braunes Pulver, dass mit heißem Wasser aufgegossen wird. Löffel rein, Umrühren, fertig! Für alle die ihn schwarz trinken. Wer das nicht so mag, der kann das Ganze noch mit Zucker und Kondensmilch/ Milch verfeinern.
DIE VERPACKUNG:
Die Verpackung hat sich im Laufe der Zeit und seit wir uns aus den Augen verloren haben, glaube ich, etwas verändert. Sie ist peppiger geworden. Ich habe sie noch in einer länglichen schmaleren und orangfarbenen Dose mit weißer Aufschrift in Erinnerung. Da auch ich älter werde und die Merkfähigkeit leicht nachzulassen scheint, will ich mich hier aber nicht so festlegen.
Jedenfalls jetzt sieht die Verpackung wie folgt aus:
Die Dose ist rund und röhrenförmig, wie Kaffeedosen nun mal sind und hat einen Durchmesser von 10 cm und eine Höhe von 15 cm (Pie mal Daumen). Sie wird von einem orangefarbenen Deckel geschlossen, auch das ist uns nicht fremd. Ansonsten besteht sie aus einem papierbeschichteten und innen foliebeschichteten Material, dass sich sicherlich gut und leicht in der Papiertonne entsorgen lässt – falls Papi sie nicht für irgendwelche Schrauben und Nägel haben möchte.
Der Untergrund der Dose ist dunkelbraun, kaffeebraun. Als Absoluter Blickfang dient der kreisrunde und schwungvolle Aufdruck in gelb und orangerot – im nu (alles kleine Buchstaben). Der Schwung im Schriftzug hat auch einen Sinn, er verbindet die beiden Worte schwungvoll miteinander. Wenn man bei runden Dosen von einem Hinten und Vorne sprechen kann, dann würde ich sagen dieser ca. 9 cm schwungvolle Aufdruck ist einmal hinten, einmal vorne. Und an den Seiten ist er auch zweimal, allerdings auf 2,5 cm geschrumpft.
Über dem Aufdruck steht in einem roten Kästchen (orange umrandet) RÖSTfein. Das ist das Firmenlogo des Herstellers. Unter dem runden Aufdruck steht groß „original“ (dazu muss ich unbedingt später noch was sagen). Etwas kleiner steht links „typ malzkaffee“ (gelb und wieder nur kleine Buchstaben).
Wenn wir uns schon einmal auf hinten und vorn bei einer runden Dose geeinigt haben, dann sage ich euch jetzt was an den Seiten steht. Auf der einen stehen die Zutaten und der Hinweis, dass im nu kaum Kalorien und kein Koffein enthält und daher für Kinder (Kinderkaffee!!!) und empfindliche Menschen mit Herz- und Verdauungsbeschwerden besonders geeignet ist. Der Hinweis, dass das Döschen immer gut verschlossen aufbewahrt werden muss fehlt ebenso wenig wie der Hinweis, dass im nu der bekömmliche Weg ist, den Durst nach Kaffee zu stillen.
Wenn man das Ganze immer wie angewiesen fest verschlossen hält, ist das Pulver bis mindesten Oktober 2006 haltbar.
Auf der anderen Seite verrät man uns die Zubereitung (und dort steht das auch mit Milch und Zucker), die Adresse des Herstellers – der hat sogar ne Homepage www.roestfein.de - und die Nährwerte (ohne Milch und Zucker). Letzteres ist für 100g im nu (a), pro Tasse (5g/ 100 ml) (b) oder 100 ml Getränk (c) aufgelistet. Ich schreib´s mal ab für alle, die es interessiert:
Brennwert: (a) 1581 kj/ 372 kcal (b) 79 kj/ 19 kcal (c) 53 kj/ 13 kcal
Eiweiß (a) 4 g (b) 0,2 g (c) 0,1 g
Kohlenhydrate (a) 89 g (b) 4,5 g (c) 3 g
Fett (a) 0 g (b) 0 g (c) 0 g
Broteinheiten (a) 8 (b) 0,4 (c) 0,3
koffein (a) Frei (b) Frei (c) Frei
.... WER HAT`S ERFUNDEN?
Hersteller ist die Firma Röstfein Kaffee GmbH Magdeburg. Die sitzt in der Hafenstraße 9 in 3910 Magdeburg und hat – s.o. – eine eigene Homepage. Diese ist sehr gut gestaltet, ich habe mal draufgeschaut – und erfahren, dass es im nu in zwei Sorten gibt. Die hier beschriebene und eine weitere mit Milch und Honig. Ej... wieder was gelernt.
Auf der Homepage wird das Unternehmen (Wir über uns) und die gesamte Produktpalette vorgestellt. Es gibt eine Seite, auf der über Neuigkeiten berichtet wird und es gibt einen Online-Shop, in dem man fleißig alle Produkte kaufen kann.
„Wir über uns“ ist in 3 Bereiche gegliedert: Unternehmensgeschichte gestern, Unternehmensgeschichte heute und „Kontakte“. Hab mal eben geschmökert und – ei verbibbsch – das Unternehmen wurde bereits 1908 gegründet. Malzkaffee wurde dort übrigens erstmals im Jahr 1918 industriell hergestellt.
Das und vieles andere mehr erfährt man auf der wie ich finde sehr gut und professionell gestalteten Homepage. Schaut selbst mal nach.
PREIS, GESCHMACK UND MEINE MEINUNG
Der Preis für 200 gr. liegt bei zwischen 1,89 € (im Online-Shop) und 2,29 € bei unserem REAL. Damit liegt er preislich nicht anders als andere Kaffeeerzeugnisse auch.
Der Geschmack ist vorhanden, aber auch wenn Original draufsteht, er schmeckt anders als früher - daher auch nur ein "gut" bei der Bewertung. Nicht mehr ganz so kräftig, finde ich. Aber er schmeckt wie Malzkaffee eben schmeckt. Wie bereits mehrfach erwähnt mit Milch und Zucker kann er noch verfeinert werden. Mein Bruder und ich waren sich da einig: Früher hat er etwas anders geschmeckt. Wer´s noch von früher her kennt und nun probiert, wird es sicherlich auch feststellen.
Das Produkt selbst ist gut und die Aufmachung dieses Produkts ist schon sehr gut und verdient es im Handel wahrgenommen und gekauft zu werden – nicht nur aus Ostalgie (was für ein schreckliches Wort) heraus.
Aber da sich ja über Geschmack bekanntlich vortrefflich streiten lässt, probiert es einfach selbst mal aus.
Das war´s, Modschi
P.s.: Ups, der ist ja ganz schön lang geworden... Aber was soll ich machen? weiterlesen schließen
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