Pro:
Gruselig
Kontra:
Schwache Handlung offendes Ende
Empfehlung:
Ja
.....ein hundskalter Mittwoch vor einem Kino irgendwo in Deutschland. Der Wunsch einen schönen ruhigen Film sehen mit einer kleinen herzzereisenden Story und was passiert: Der Film läuft nicht mehr. Na gut der geneigte Kinoschauer ist ja flexibel und so werden schnell ne Tonne Popcorn und Karten für
eine Sneak gekauft.
Der aufmerksame Leser wird sicherlich bereits gemerkt haben das unser Wunsch nach sachter Unterhaltung und dem was uns erwarten würde ein wenig
auseinander klafft aber gut wie gesagt man ist flexibel und die Karte war teuer und so schauten wir tapfer bis zum Ende The Grudge – Der Fluch.
1.) Fakten zum Film
The Grudge – Der Fluch gehört eindeutig in die Kategorie Horror-Film und wurde 2004 als Remake neu verfilmt. Das Original stammt seinerzeit aus
Japan und ist dort wohl recht bekannt.
In ca. 90 Minuten wird die Story eines Hauses erzählt in dem sich vor langer Zeit grausige Dinge abgespielt haben und das durch diese Prägung dazu neigt
durch die Verstorbenen alle Besucher zu töten.
Der offizielle Starttermin ist der 03.03.2005, sprich der heutige Tag. Der FSK liegt bei 16 Jahren.
In der Hauptrolle sehen wir Sarah Michelle Gellar und das Haus.
So weit nun zu den trockenen Fakten auf ins emotionale Getümmel der Worte.
2.) Die Handlung bunt beleuchtet.
Wer partout die Handlung nicht wissen mag sollte besser ab drei weiterlesen oder ganz schnell das Internet verlassen. Lasst Euch jedoch gesagt sein,
dass das Wissen über die Handlung dem Film nicht schadet und er trotzdem seinen Reiz nicht verliert.
Vor einigen Jahren, als die Welt noch in Ordnung war, verliebte sich eine brave Hausfrau in einen Lehrer. Dieser arme Kerl wusste jedoch nichts davon und
kannte die Person auch nicht. Erst als die brave Hausfrau begann Liebesbriefe an den Lehrer zu senden wurde dieser aufmerksam auf die Dame.
Da nun die Briefe nicht enden wollten und der gute Herr dieser überdrüssig wurde, besuchte er die Dame im ehelichen HAUS.
Soviel zur Liebesgeschichte
Was er dort in diesem HAUS sah gehörte dann nicht mehr in den Bereich positive Emotionen, sondern eher in die Kategorie „Wahnsinniger Ehemann findet Liebesbriefe“. Die Familie ist Tod. Die Katze, der Sohn, die brave Ehefrau und der wütende Ehegatte, und das HAUS ist verwüstet. Verschreckt verlässt der Lehrer das Haus und sucht das Weite.
Ja nun wenn da nicht das Sprichwort wäre.
Genau denn was sagt der fleißige Japaner. Wenn du aus dem Leben gehst und die Umstände arg seltsam waren und auch noch viele Emotionen damit verbunden sind, dann sei der Ort deines Todes verflucht und ein jeder der den Ort betritt sei des Todes.
Klingt doch toll, oder ? Bedeutet nun für uns Kinogänger.: Mama, Sohn und Katze wollen einfach nicht ins Licht und aus Langeweile, oder niederen Beweggründen, wird jeder getötet der ins Haus tritt.
Jubel die Amis sind da.
Leider nicht die Ghostbusters, sondern eine kleine Familie mit einer kranken Mutter und einer tollen Karriere in Japan. Es passiert was auch passieren muss.
Einer nach dem anderen wird von den Geistern des Hauses geholt. Als das Haus dann auch noch anfängt kurzfristige Besucher umzubringen und die kleine Aushilfspflegekraft nur mit Not überlebt schaltet sich die Polizei ein.
Feuer hilft immer....
Nachdem weder die Polizei das Morden stoppen kann und die junge Pflegekraft in höchster Not versucht das eigene Leben zu retten und das vom Liebsten,
muss ein Kanister Benzin her. Ach ja, und natürlich ein Feuerzeug. Aber moderne Geister hält auch so was nicht auf und der Film endet mit einem
offenen Ende und vielen Toten in der Leichenhalle.
3.) Die Schauspieler und ihre Talente.
Sahrah Michell Geller kennt wahrscheinlich ein Jeder aus Buffy oder „Eiskalte Engel“. Bisher habe ich Sie immer für eine wahnsinnig gute Charakterdarstellerin gehalten. Jedoch seit gestern Abend bin ich überzeugt, dass die taffe Heldin ohne Pflock ziemlich albern rüberkommt.
Ich habe Ihr die total verängstigte Krankenpflegerin nicht wirklich abgekauft. Sie wirkt dafür das ihr gesamtes Umfeld gerade niedergemetzelt wird und sie die nächste ist immer sehr kühl und beherrscht. Auch als Sie in Ihrer Verzweiflung versucht eine Lösung zu finden, scheint sie immer alles im Griff zu haben.
Neben Ihr spielen noch einige weitere amerikanische Schauspieler mit, welche aber nur Kurzauftritte haben. Ist halt ein „Stirb schnell Film“. Da es wenig überzeugende Dialoge gibt laufen die Schauspieler meist nur herum und versuchen die Haut zu retten. Niemand bekommt wirklich Tiefe in die Rolle.
4.) Die Kamera und die Effekte.
Gut ich gestehe, mir ist mehr als einmal das Popcorn im Halse geblieben und bis man sich an den Schrecken gewöhnt hat habe ich bestimmt die halbe Tüte am Mund vorbeigeworfen. Plötzlich taucht ein Gesicht in der Scheibe auf, eine Hand in der Dusche und alles nur kurz und mit einem lauten akustischen Geräusch. Im laufe des Films wird der Zuschauer auf das Geräusch des Filmes konditioniert. Man wird schon ein wenig kleiner wenn das Knarren des Geistes im Saal zu hören war. Die Kameraführung unterstütze dies durch lange Szenen und plötzliche Blickwechsel zum Geist.
Auch bauen die eingebauten Zeitwechsel immer wieder etwas Ruhe ein die dem Zuschauer dann wieder weggeschreckt werden.
Blut und Ekelszenen sieht man sehr wenig im Film der Schrecken kommt aus anderen Bereichen.
5.) Wie hat Stephan der Film denn nun gefallen ?
Mit der Erwartung einer seichten Liebeskomödie im Kopf war es natürlich eine wahre Urgewalt die uns da traf. Das Kino war dunkler als ich es in Erinnerung hatte und oft zuckte ich auf dem Sitz zusammen. Eine wirklich komplexe Story die einen ablenken könnte gab es nicht und so musste man zwangsläufig die Konzentration auf der Leinwand festheften.
Durch die plötzlichen Blickwechsel und die Geräuschkulisse wurde ich auf meinem Kinositz gefesselt und manches mal wenn die Musik hochging hab ich auch die Augen geschlossen.
Da ein Horrorfilm ja bekanntlich Horror auslösen sollte hat er sein Ziel erreicht. Etwas verstört bin ich aus dem Kino und die ersten zwei bis drei Minuten saß mir der Horror noch im Nacken. Aber dieses Gefühl verfliegt sehr schnell. Der Verstand boxt den Horror nach dem Film schnell weg. Aber während des Films
hat er keine Chance durch die Geräusche und Lichteffekte bleibt man an der Leinwand kleben.
Ein zweites Mal würde ich mir den Film sicher nicht im Kino anschauen, was sicher auch daran liegt das ich Horrorfilme nicht besonders mag. Sicher hätte ich mir den Film auch nicht freiwillig angeschaut.
Als Fazit kann ich nur sagen: Ein gruseliger Film ohne große Handlung der sich in der Mitte ein wenig hinzieht. Ein Muss für alle Gruselfreunde, sprich dich Ricarda, und alle die es werden wollen. Ich werde das nächste Mal wieder in Felix den Hasen gehen. *G*
Ich hoffe der Bericht hat Euch gefallen, auch wenn ich ein wenig aus der Übung bin freue ich mich über Eure Bewertungen.
Euer Stephan alias Rhodenberg weiterlesen schließen
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