Pro:
Story, Gruselfaktor, Schockeffekte
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Ja
Hallo liebe Ciao’ler!
Am Gründonnerstag hatte ich wieder einmal das Verlangen, ins Kino zu gehen. Gesagt, meinen Freund überredet und getan. Im Kino angekommen, stellten wir fest, dass nicht grade die besten Filme liefen. Ich entdeckte das Poster zu „The Grudge“ und wir informierten uns in den ausliegenden Filmzeitschriften über den Film und erfuhren, dass es sich um einen Horrorfilm handeln sollte. Die Tatsache, dass dort Sarah Michelle Gellar mitspielte machte mich jedoch skeptisch, da ich somit vermutete, dass es sich nur um einen Teenie- Horror handeln könnte. Ob dem im Endeffekt so war, könnt ihr nachfolgend lesen...
>> Story <<
Die Geschichte beginnt damit, wie ein Mann auf dem Balkon seiner Wohnung steht und hinunter sieht. Während seine Frau gerade aufwacht und sich freut ihren Mann zu sehen, beugt dieser sich über das Geländer und springt in den Tod...
Die Geschichte blendet zu einem japanischen Mädchen um, Yoko, die sich um eine geistig verwirrt zu scheinende Frau kümmert. Beide sind in dem Haus der Frau. Nachdem die Frau sich schlafen gelegt hat, hört Yoko etwas vom Dachboden und will der Sache auf den Grund gehen. Sie besteigt also den Wandschrank, der zum Dachboden führt- aber sie kehrt nicht mehr zurück...
Wieder blendet die Geschichte um. Diesmal sehen wir die junge Krankenschwester Karen, die mit ihrem Freund nach Japan gezogen ist. Auf ihrer Arbeitsstelle erfährt sie, dass sie für einen Tag die Vertretung für Yoko übernehmen soll, da diese nicht zur Arbeit gekommen ist.
Karen begibt sich also zum dem Haus um sie um die alte Frau zu kümmern.
Schon bald häufen sich die mysteriösen Vorfälle in dem Haus. Karen findet einen kleinen asiatischen Jungen im Wandschrank und wird plötzlich von Visionen gequält. Trotzdem kann sie es schaffen, aus dem Haus zu entkommen. Doch sie ahnt nicht, dass es damit noch nicht vorbei ist. Nach und nach wird sie heimgesucht von einer Macht, die sie nicht versteht. Auch sterben alle Menschen, die mit dem Haus in Kontakt gekommen sind.
Die geheimnisvoll heimsuchende Macht erscheint auch immer in Form einer jungen Frau mit langen, schwarzen Haaren.
Wer ist diese Frau? Was ist in dem Haus passiert – und: Kann Karen dem grausamen Bann entfliehen? Das alles erfahrt ihr mal wieder, wenn ihr euch den Film anseht! ;)
>> Technische Daten <<
Titel: The Grudge – Der Fluch
Land: USA
Länge: 91 Min.
FSK: 16
Karen – Sarah Michelle Gellar
Yoko - Yoko Maki
Toshio – Yuye Ozeki
Regie: Takashi Shimizu
Drehbuch: Stephen Susco
Produktion: Sam Raimi, Robert Tapert
>> Die Umsetzung/ Die Schauspieler <<
Die Umsetzung der Story hätte meines Erachtens nach nicht besser sein können. Die Schockmomente sind absolut gelungen. Ich hab inzwischen schon einiges an Horrorfilmen gesehen. Aber dieser Film hat selbst mich in Angst und Schrecken versetzt. Vor allem auch dadurch, dass die Spannung von Anfang bis Ende konstant gehalten wird. Der Film wurde nicht nach dem oftmals üblichen Schema gedreht: Ein paar Leute sterben, man ist geschockt und zwischendurch ist alles wieder gut und die Story driftet ins Nichts dahin. Fehlanzeige! Wie bei „The Ring 2“ ist es auch hier so, dass man eigentlich den ganzen Film über angespannt ist. Allerdings gibt es auch hier wieder nicht zu viele Schockmomente. Natürlich kann man oftmals erahnen, dass genau jetzt etwas geschehen wird, aber man erschreckt sich doch, weil man mit dem was tatsächlich geschieht nicht rechnet. Sehr gut gefallen haben mir auch die Rückblicke, die dem Zuschauer erst verraten, was passiert ist. Diese Rückblicke sind mit Bedacht gesetzt, finde ich. Man muss zwar gut aufpassen, um alles zu verstehen, aber dennoch ist es nicht wirklich schwer. Als positiv habe ich auch empfunden, dass wirklich erst ganz zum Schluss geklärt wird, was wirklich passiert ist. Der Zuschauer tappt somit rund 80 Minuten im Dunkeln und wird mit seinen Vermutungen und Ahnungen allein gelassen. Das macht den Film auf jeden Fall super spannend.
Gut gefallen hat mir auch die Umsetzung des Rachegeistes. Denn die Frau war nicht albern oder billig gemacht. Sie war einfach nur furchteinflößend mit ihren langen schwarzen Haaren und ihrem bleichen Gesicht. Vor allem ist sie fast immer in Situationen aufgetaucht, wo man hundertprozentig selbst richtig Angst gehabt hätte, weil man selbst allein wäre – genau wie die jeweiligen Darsteller. Am besten hat mir eine Szene gefallen, als sich ein potenzielles Opfer unter ihrer Bettdecke versteckt hat und der Rachegeist unter genau dieser aufgetaucht ist. Wow! Das war wirklich klasse.
Zu den schauspielerischen Leistungen kann man eigentlich wenig sagen. Sarah Michelle Gellar hat ihren Job eigentlich recht gut gemacht – und dass, obwohl ich sie spätestens sei „Buffy“ nicht leiden kann, weil sie immer so arrogant rüber kam. Dies ist hier nicht der Fall. Anfangs macht sie zwar auch einen selbstbewussten Eindruck, der ändert sich aber bald in nackte Angst und Panik. Allerdings denke ich, dass es dazu nicht allzu großer Leistung bedarf. Dennoch ist es wirklich gelungen, was die Dame da gemacht hat. Gut gefallen hat mir auch der Schauspieler des Polizisten, der sich der Ermordeten annimmt. Er weiß mehr über die ganze Geschichte in dem Haus, aber er will es nicht sagen. Diesen inneren Kampf, den er kämpft, kann man ihm sehr gut ansehen. Auf jeden Fall spielt dieser Mann sehr überzeugend. Meines Erachtens nach ist dies auch die beste schauspielerische Leistung im Film gewesen – neben der des Geistes natürlich! ;)
>> Meinung <<
Die Vorlage zu diesem Film ist ja der etwas ältere Film „Ju – On“. Nachdem ich nun das Remake gesehen habe, bereue ich es, dass ich mir „Ju – On“ nie auf DVD ausgeliehen habe, obwohl ich ihn so oft habe stehen sehen. Allerdings werde ich das noch nachholen, da ich finde, dass japanische Horror- bzw. Gruselfilme ihren ganz eigenen Reiz haben. Das ist mir spätestens nach „The Ring“ klar geworden. Zwar kann man sich irgendwie nie die Gesichter geschweige denn die Namen der Darsteller merken, aber es ist immer wieder klasse, einen solchen Film zu sehen.
Wie oben bereits erwähnt, war ich sehr skeptisch, als ich sah, mit wem die weibliche Hauptrolle besetzt ist. Ich hatte zwar eine ganze Weile zuvor schon den Trailer zu dem Film gesehen, aber dennoch hatte der mich nicht wirklich überzeugt. Da das filmische Angebot allerdings nicht dem entsprach, was ich mag – nämlich Horrorfilme- entschied ich mich als Notausweichmittel für diesen Film. Und ich kann reinen Gewissens behaupten, dass ich es nicht bereue, ihn gesehen zu haben. Ich bin auch der Ansicht, dass man diesen Film im Kino gesehen haben muss, da ich mir nicht vorstellen kann, dass er so schockierend auf DVD rüber kommen kann. Ich bin auch der Überzeugung, dass dieser Film sich durchaus für hartgesottenere Horrorfans lohnt. Zwar wurde auch hier wieder fast gänzlich auf Splattereffekte verzichtet, aber das tut dem Film dennoch keinen Abbruch. Alleine die Atmosphäre macht wieder wett, dass kaum Blut fließt. Dieser Film ist ein sehr gutes Beispiel dafür, dass Horrorfilme durchaus schocken können, ohne literweise Filmblut zu verwenden.
Auch das Ende fand ich ziemlich klasse- auch, wenn es ziemlich erwartet kam. Irgendwie war mir klar, dass es kein Happyend geben kann. Naja, aber bevor ich zuviel verrate- seht selbst!
Bisher hat es auch selten ein Film geschafft, mich auch im Nachhinein noch das Fürchten zu lehren. Zum Glück bin ich ja mit meinem Freund nach Hause gegangen. Alleine hätte ich sicherlich Angst gehabt. ;) Sogar eine Woche später, als ich alleine im Bett lag, musste ich mich wirklich zusammenreißen, nicht an die Szene mit der Bettdecke zu denken. Ich bin also der Meinung, dass dieser Film sich mindestens einmal lohnt. Fünf Sterne und eine Empfehlung.
>> Fazit <<
Kein Film für schwache Nerven, aber dennoch auf jeden Fall sehenswert.
Danke, für’s Lesen und Bewerten
-blessed be-
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