Sid Meier's Pirates! (Adventure PC Spiel) Testberichte
Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
Pro & Kontra
Vorteile
- verbesserte Grafik, garantierter Langzeitspaß und hoher Suchtfaktor, einige schicke neue Spielelemente wie die Piratennester und Indianersiedlungen, zwischendurch ist der Schwierigkeitsgrad veränderbar
- fast alles
- schöne Grafik, einfache Bedienung, passende Musik
- Korrekte Verpackung!
- Bewährtes Spielprinzip, optisch und spieltechnisch aufgebohrt / Einige gute Neuerungen / Flair / Wahlfreiheit, wie man das Spiel bestreiten zu gedenkt
Nachteile / Kritik
- Landgefechte und nächtliches Schleichen dauert viel zu lange, das Tanzen ist anfangs zu schwierig und nervt auch später noch etwas, die Spielanleitung könnte besser sein
- abgesehn von einigen kleinen Bugs nix
- keine
- Mieser Sound, miese Grafik, keine Langzeitmotivation, immer das selbe, wenig Aktion
- Ein paar mehr mögliche Interaktionen wären nicht schlecht gewesen / Nicht alle Neuerungen sind wirklich gelungen - ich HASSE die Tanzeinlagen...
Tests und Erfahrungsberichte
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Die Piraten sind in die Karibik zurückgekehrt
4Pro:
schöne Grafik, einfache Bedienung, passende Musik
Kontra:
keine
Empfehlung:
Ja
Sid Meiers Pirates ist zurück. Eine neue Auflage des Klassikers von 1985 für den Atari und 1996 für den PC wurde mit aufgemöbelter Grafik und viel Spielspaß zu neuem Leben erweckt.
Die Geschichte ist denkbar einfach. Deine Familie lebt in der Karibik im 17. Jahrhundert und hofft auf die Ankunft ihres Schiffes um die angesammelten Schulden zu bezahlen. Doch das Schiff gilt als verschollen. Der Steuereintreiber Baron Raymondo persönlich teilt Euch das mit. Während die 16 Familienmitglieder Eurer Familie in alle Winde verstreut versklavt werden gelingt Dir die Flucht und du heuerst auf einem Schiff an. Ein spanischer, englischer, französischer und ein Holländischer Kapitän bieten Dir Arbeit auf ihrem Schiff an.
Für wen auch immer Du dich entscheidest. Deine Reise beginnt. In der du das Schiff übernimmst und durch die Karibik segeln wirst.
Deine Ziele können vielfältiger Art sein.
Du kannst Schätze heben, Piraten besiegen, eine Millitärkarriere in den Kolonien der vier Nationalitäten machen, Land und Gold erhalten, deine Familie suchen und Gouverneurstöchtern den Kopf verdrehen.
Bedient wird dieses Spiel mit der Maus und den Tasten des Nummernblocks. Egal ob das Schiff auf den Meeren navigiert, mit gegnerischen Kapitänen oder Schurken gefochten, mit Kanonen geschossen, oder mit Gouverneurstöchtern getanzt wird, immer ist der Nummernblock ein nützliches Hilfsmittel. Die Aktionen der einzelnen Tasten sind am unteren rechten Bildschirmrand in Form des Nummernblocks beschrieben. Vor jeder Aktion wird man gefragt was man tun, bzw. wie man sich entscheiden möchte. Das Spiel verläuft dabei nicht linear, sondern wird von den eigenen Aktionen beeinflusst. Die Grafik ist
liebevoll aufgearbeitet und mit verschiedenen Filmsequenzen gespickt. Die Handlungen und Kämpfe sind ähnlich, nur bei unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen, ändern sich die Abläufe ein wenig.
Der Spieler beginnt als Kapitänslehrling kann dann nach jeder Aufteilung der Beute aufsteigen oder seinen Rang behalten. Davon hängt dann aber
die Schwierigkeit der Kämpfe, Gefechte und Tänze ab, aber auch der Gewinn und die Ländereien und Ruhmespunkte, die man erhält.
Natürlich hat man für seine Aufgaben nicht unbegrenzt Zeit, die Monate schreiten voran und man altert. Die Mannschaft folgt einem alten Kapitän nicht mehr so gerne und das Fechten und Tanzen wird mühsamer. So dass die Aufgaben und Ziele die jeder Spieler sich selbst steckt nicht so ohne weiteres zu erreichen sind und man seine Ziele schon konsequent erfüllen muss um seine Familie zu finden und wieder zusammenzuführen.
Das Spiel ist ohne Altersbeschränkung freigegeben, da sich die Gewalt in Grenzen hält und kein Blut zu sehen ist. Wenn man einen Schlag abkriegt sieht man Sterne und beginnt zu taumeln, aber selbst wenn jemand angeschossen wird, fließt kein Blut.
Die Systemanforderungen sind 1GHz Prozessor oder höher, 256 MB Ram, CD-Rom-Laufwerk 8-fach oder schneller, Windows 98, SE, 2000, ME, XP.
Als Grafikkarte wird eine ATI Radeon 8500 oder eine Geforce 3 oder höher benötigt, außerdem 1,4 GB Festplattenspeicher und eine DirectX9.0c kompatible Soundkarte.
Mir persönlich hat das Spiel viel Spaß gemacht. Es ist einfach im Aufbau und einfach zu bedienen. Schnell fühlt man sich ins 17. Jahrhundert zurückversetzt. Und auch wenn ich kein besonders guter Tänzer war und die Handbewegungen der Gouverneurstöchter nicht schnell genug interpretiert habe, habe ich doch eine Menge Ruhm erlangt und einige Zeit damit zugebracht. Bei dem Spiel vergeht die Zeit wie im Flug, wenn man sich vornimmt nur noch den einen Schatz zu bergen oder ein Mannschaftsmitglied zu finden, findet man auf dem Weg dorthin neue Hinweise und Aussage, die sehr reizvoll sind und natürlich alle Zeit gebunden. Denn wenn man zu spät an einem bestimmten Ort ankommt ist der Informat und Schurke schon wieder weitergereist.
Die Herrsteller des Spiels sind Atari, die ursprünglichen Entwickler des Spiels und Firaxis Games.
Für mehr Informationen könnt ihr Euch die Seite des Spiels www.atari.com/pirates/ ansehen.
Vielen Dank für Lesen, Kommentieren und Bewerten
Drea
für yopi und dooyoo weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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anonym, 07.09.2008, 21:26 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
lieben gruss, dennis
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anonym, 23.11.2006, 18:31 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
mal testen
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Klar zum Entern!
10.04.2005, 19:07 Uhr von
Tut_Ench_Amun
Der virtuelle Pharao existiert nun schon seit über 10 Jahren und macht das Netz mit seinem Geschr...Pro:
Bewährtes Spielprinzip, optisch und spieltechnisch aufgebohrt / Einige gute Neuerungen / Flair / Wahlfreiheit, wie man das Spiel bestreiten zu gedenkt
Kontra:
Ein paar mehr mögliche Interaktionen wären nicht schlecht gewesen / Nicht alle Neuerungen sind wirklich gelungen - ich HASSE die Tanzeinlagen...
Empfehlung:
Ja
Sid Meier hat einen Dauerbrenner geschaffen, ok, nicht nur den einen. Doch Pirates! gehört seit 1987 (damals noch auf dem C 64) zu den definitiv süchtig machenden Programmen dieses Planeten. Wochenlange Seegefechte, durchgemachte Nächte, demzufolge viel zu wenig Schlaf, dafür viel zu viel Kaffee. Auch Gamer des Amiga, Atari ST und später PC wurden in den karibischen Bann geschlagen. Es folgte der Neuaufguss als "Pirates! GOLD", etwas aufgebohrt, doch im Prinzip immer noch das gute, alte Programm. "Never change a winning Team" sagte man sich bei Fireaxis/Atari, wohl und transportierte die Geschichte technisch in die Jetztzeit, ohne übertrieben anderes Gameplay, jedoch mit einigen Neuerungen. Nicht nur optische Kosmetik, sondern mit einem Schuss Raffinesse aufgetakelt.
[ System ]
Pirates kommt auf 2 CDs daher und erfordert einen recht dicken Rechner, damit es mit allen Raffinessen lauffähig ist. Die Angaben zur Minimalausstattung könnt ihr getrost in die Tonne treten. Unter einem Prozessor der 2 Ghz-Klasse mit 512 MB RAM und weiteren 128 MB VRAM, auf einer entsprechend fixen und modernen Grafikkarte, läuft's nicht rund. Die neuesten Video- und Audiotreiber sind Grundvorraussetzung, ebenso wie DirectX 9.0c. Dies ist aber auch auf dem CD-Package enthalten und muss nicht downgeloaded werden. Die Installationsroutine entspricht dem Standard, es nervt nur die Eingabe des leidigen CD-Keys. Nachdem du ca. 1,2 Gig auf deine Platte geschaufelt hast, bist du nach einigen Grundeinstellungen in Sachen Grafik und Sound endlich ready to go. Natürlich lassen sich die Optionen des Spiels später verändern, so man denn möchte (oder muss), weil man den eigenen Rechenknecht doch ein wenig überschätzt hat.
[ Vor-Vorgeschichte ]
Deine Familie hat ein finanzielles Problem, blöd nur, dass es anno Sechzehnhundertnochwat weder Schuldnerberatung noch Privat-Insolvenz gibt. Der freundliche Kredithai Baron Raymondo bedient sich da eher ruppiger Methoden zur Rückzahlung, wie sie zu dieser Zeit angemessen erschienen. Jedenfalls, wenn man ein ausgemachter, spanischer Drecksack ist. Man enteignet die Familie, reißt sich deren komplette Besitztümer unter den Nagel. Auch wenn das mehr ist, als zur Tilgung der Schuld notwendig wäre. Damit die Schuldner - weder jetzt noch in Zukunft - auch ja nicht protestieren können, lässt man als großzügiger Blutsauger einen tollen Karibikurlaub für alle springen. Toll nicht? Mit anderen Worten: Die Familie wird verschleppt. Alle? Nein, ein kleines, gallisches Dorf...ach nee...falsche Geschichte, mea culpa.
Der jüngste Spross der Sippe kann der unsanften Reiseplanung trotzen und entkommen. Richtig, es handelt sich um deine Spielfigur. Als Dreikäsehoch musst du mitansehen, wie deine Verwandtschaft deportiert wird, schwörst aber - klar! - Rache und den ganzen ehrenhaften Pipapo. Als junger Erwachsener kommt deine Chance, an Bord eines Schiffes anzuheuern, welches in die Karibik fährt. Hier hat man auch zum ersten Mal die Wahl, in welcher Zeitschiene und welche der vier seefahrenden Nationen man sich rekrutieren lassen möchte. Die 4 repräsentieren nicht nur die Mächte, die in der Karibik um die Vorherrschaft rangeln, sondern auch die Schwierigkeitsstufen des Spiels. Am leichtesten hat man es als Brite 1660, am schwersten als Spanier. Holland und Frankreich hängen irgendwo dazwischen, wobei man als Franzose einfacher wegkommt. Eine nützliche Spezialfähigkeit darfst du dir aussuchen und als gut erlernt betrachten.
[ Vorgeschichte ]
Die Seereise verläuft alles andere, als reibungslos. Der Kapitän ist ein Leuteschinder und Kielschwein, der seine Besatzung ständig drangsaliert. Ganz besonders dich - wen auch sonst? Doch wie bei jedem getretenen Hund, ist irgendwann mal Schluss mit Lustig. Meuterei! So schnell kann's gehen, eben noch beim Deck schrubben die Holzwurmlöcher in der Beplankung studiert und schon bist du der Skipper der Schlingerjolle. Dabei hat das Schiff die Passage über den großen Teich noch nicht einmal vollendet. Trinidad und Barbados sind noch einige Klicks auf dem Taxameter entfernt. Man hält dich für fähig, den kleinen Haufen Männekes und das kleine Schiff in eine großartige Freibeuter Zukunft voller Gold, Gouverneurstöchter und natürlich Ruhm & Ehre zu führen. Na immerhin hast du wenigstens schon mal einen Kaperbrief - für deine gewählte Nation - in der Tasche: Gratulation zum Kommando und... Willkommen in der Karibik!
[ Jetzt geht los! ]
"Schlagkräftig" sieht anders aus. Mit deiner hochmotivierten Rasselbande und der Nussschale, bist du noch kein wirklich ernstzunehmender Gegner, für größere Brocken schon gar nicht. Es ist daher ratsam zunächst die Kanonenkugel flach zu halten und - wenn überhaupt - nur noch schlechter ausgerüstete Schiffe mit weniger Geschützen und Besatzung zu attackieren. Schnell stellt man fest, dass es ohne ein größeres Schiff - oder gar mehrere - nicht geht. Mehr Kanonen, mehr Mannschaft und mehr Laderaum müssen her. Woher nehmen? Natürlich stehlen!
Kaufen kann man Schiffe nämlich nicht, lediglich vorhandene reparieren lassen und in bestimmten Häfen mit diversen Goodies upgraden. Und die verfluchten Werftratten verlangen Cash - da kannst du mit deiner (geklauten) Pirates Gold Card wedeln - "No credit cards, we are sorry, Sir!". Sie zahlen aber auch für nicht benötigte Pötte, die du gekapert hast und nun zugute des piratesken Shareholder Values verhökern willst, in barer Münze. Deine Jungs verstehen sowieso nix vom Führen eines erfolgreichen Unternehmens und sehen viel lieber ihre Dividende in Form barer Goldmünzen.
Die einzige Möglichkeit an neue Schiffe und die einzig lohnende, an das nötige Kleingeld für deren Unterhalt zu kommen, ist das Kapern. Mit den paar Kröten im Kapitänssparstrumpf, am Anfang deiner ruchlosen Karriere, kommst du nicht sehr weit. Vielleicht nicht mal bis Florida. Egal, ob du ein eher friedfertiges Naturell hast und deine Dublonen hauptsächlich mit ehrlichem Handel einzustreichen gedenkst (auch das ist prinzipiell möglich), über kurz oder lang wirst du ohne Seegefechte - respektive fette Beute - deine verlotterte Piratenbrut weder bei Laune halten können, noch besonders effektiv deine bucklige Verwandschaft aufspüren und in den Schoß der Familie zurückholen. Und mal unter uns erzkatholischen Betschwestern: Spaß bei der Arbeit hat man nur durch rauben, plündern und brandschatzen - sei es Beutezüge auf hoher See oder ein gefickt eingeschädelter Land-Überfall auf eine wohlhabende Siedlung.
Ok, da gibt es noch Piratenschätze auszubuddeln, denn Piraten - das ist hinlänglich bekannt - haben den lieben langen Tag nix besseres zu tun, als ihre Kohle irgendwo in der allerhinterletzten Wildnis zu deponieren und Teile ihrer Schatzkarten an dubiose Fremde zu verteilen. Müssen die Zeit und Langeweile haben. Diese zerlumpten Gestalten hängen dann im Hinterzimmer verruchter Spelunken herum und versuchen dir für diese Fragmente ihrerseits ein paar deiner sauer geklauten Goldstücke aus den Kreuz zu leiern. Manchmal bieten sie auch anderweitige Informationen oder Spezialgegenstände an.
Infos zum militärisch-wirtschaftlichen Status bestimmter Städte, die zu plündern unter Umständen lohnenswert ist, sind für gewöhnlich umsonst. Spezialgegenstände, die das Freibeuterleben auf vielerlei Art erleichtern schwanken von "Should-Have" bis "Tinnef zum Wucherpreis". Selbstredend sind Hinweise (und bruchstückhaftes Kartenmaterial) über den Verbleib der verschollenen Familienmitglieder auch nicht grad billich. Es gibt halt keine Liebe mehr unter den Menschen...
Apropos Liebe: Da kommt der anfängliche Gewaltverzicht gegen Nationen, von denen du noch keinen Kaperbrief besitzt gut. Solange du bislang nirgendwo groß unangenehm aufgefallen bist ("Och, Herr Gouverneur, das war nur eine klitzekleine Ihrer Fregatten... soooo klein!"), wird man dich in jeden der größeren Haupthäfen einfahren lassen, ohne dass die Festung dir gleich zeigt, wie man die Flagge streicht. Indem dir die Kanonen den Hauptmast ein wenig einkürzen. Blöderweise hat dein Kahn nämlich zuerst nur den einen. Autsch! So durchnässt lädt dich keine Gouverneurstochter zum Ball ein, falls du es überhaupt bis in die Stadt schaffst.
Also: Brav einlaufen und zuerst den hiesigen Gouverneuren freundlich auf den Sack gehen. Die ersten Treffen verlaufen sehr einsilbig, nach Verleihung des Kaperbriefs, und später mit entsprechenden Erfolgen gegen die Nationen mit denen das Land im Clinch liegt, erntet man bei den Folgebesuchen Beförderungen (einhergehend mit Vergünstigungen in Häfen des betreffenden Landes und gelegentlich Landschenkungen) oder wird von einer der Gouverneurstöchter zum Tanzcafé geladen. Auch kleinere angebotene Missionen mehren die Ru(h)m-Ration. Diese bestehen daraus einen zukünftigen Gouverneur zu eskortieren bis er sicher im Zielhafen einläuft oder gesuchte Fieslinge dingfest zu machen.
Irgendwann - spätestens bei den unzähligen Begegnungen mit dem hinterfotzigen Baron Raymondo - wirst du diplomatische Gespräche per Rapier, Langschwert oder Enterhaken führen müssen. Ansonsten rückt so manche der NPC-Spielfiguren nicht mit den gewünschten Informationen heraus, sofern man sie nicht mal dezent mit der Klinge kitzelt. Auch eifersüchtige Verlobte fordern gerne mal zum Fecht-Duell, sobald man einer der Gouverneurstöchter verstärkt den Hof macht.
Lästiges Geschmeiß lauert überall. Ganz zu schweigen von sturen Schiffkapitänen, die ihren Pott nicht ums Verrecken abdrücken wollen, auch wenn sie noch so elegant von dir geentert werden. Ganz schlimme Finger sind da die anderen berüchtigten Piraten, die in der Karibik herumwuseln. JaJa, du bist nicht der einzige böse Bube hier. Der leidige, männliche Konkurrenzkampf, wer den Längsten hat - Enterhaken, natürlich.
[ Gameplay ]
Pirates! kann komplett mit der Tastatur gespielt werden, was auch anzuraten ist. Die gesamte Hauptsteuerung liegt auf dem Ziffernblock. Daher sind Notebookbesitzer etwas im Hintertreffen, da diese keine extra Zehnertastatur besitzen - normalerweise jedenfalls nicht. Das Spiel mit der Maus ist möglich und vergleichsweise vorbildlich gestaltet - am unteren, rechten Bildschirmrand ist ein virtueller, anklickbarer Ziffernblock eingeblendet.
Die Belegung der Tasten bzw. Bildschirmelemente ist von der jeweiligen Spielsituation abhängig und ändern sich entsprechend. Dabei ist das System aber logisch und konsistent aufgebaut. Dennoch ist die Verwendung der Tasten gegenüber den Icons vorzuziehen, damit ist man effizienter und schneller. Das gilt im Besonderen für die Spielsequenzen, in denen erhöhte Reaktionsschnelligkeit gefordert ist: Fechten, Schleichen und Tanzeinlagen.
Tanzeinlagen? Wat'n dat? Eine der Änderungen gegenüber den alten Pirates!-Versionen. Um Gouverneurstöchter zu beeindrucken und später als Heiratskandidatin abzuschleppen reicht es neuerdings nicht mehr einfach nur ein supertoller Schurke zu sein. Nein. Man muss auch zu Menuetten eine kesse Sohle aufs Parkett brennen. Gar nicht so einfach. Madame zeigt mit einer Geste welche Tanzfigur nun folgt, führt man sie korrekt aus, steigt das Liebesbarometer. Verstolperst du dich (mehrfach) machst du dich zum Gespött der feinen Gesellschaft. Das wird nichts mit einem weiteren Date.
Bei den Nahkampf- und Fechteinlagen hat sich gegenüber früher nicht so viel geändert. 3 Arten des Angriffs und drei um solche zu parieren/auszuweichen, kennt man schon. Neu ist die Verbalattacke, um den Gegner zu verhöhnen, was deiner Mannschaft moralisch Oberwasser verschafft. Es sei denn der Gegner rammt die in diesem schutzlosen Moment seine Klinge in die Rippen. Es gilt: Je älter deine Figur wird, desto schwieriger gestalten sich vor allem die Duelle, denn du wirst merklich immer langsamer. Auch die verfügbaren Goodies helfen dir dann nur noch bedingt weiter.
Der Alterungsprozess ist bereits aus den Vorgängern bekannt und irgendwann ist es Zeit darüber nachzudenken die Karriere an den Nagel zu hängen. Als junger Mann laufen dir die Mannschaften die Kapitänskajüte ein, als oller Sack wird es schon schwieriger Leute zu rekrutieren und sie auch noch dauerhaft bei Laune zu halten. Sind sie nicht zufrieden, hast du bei vielen Dingen im Spiel ordentliche Nachteile. Langsame Kanonenladezeiten, unmotivierte Entermannschaften, Desertationen bis hin zur offenen Meuterei. Gleiches droht dir auch, wenn dir die Lebensmittelvorräte mitten auf See ausgehen.
Das nichtlineare Spielprinzip hat man beibehalten und auch die Gewichtung in Richtung taktischer Seegefechte entspricht weitgehend der gewohnten Vorgehensweise. Grafisch natürlich viel schöner und im Detail etwas ausgefeilter. Du hat die Wahl zwischen Kanonenkugeln (verursacht hauptsächlich Rumpfschaden), Ketten- (Segelschaden) und Hagelgeschossen (wirksam gegen die gegnerische Mannschaft). Zudem können die Segel gehisst und gerefft werden. Das gilt im Gefechtsmodus, als auch während der Navigation auf der großen Übersichtskarte. Sehr zu empfehlen in den ebenfalls neu implementierten Stürmen, um die Segel zu schonen. Neu ist auch das Aufsammeln von über Bord gegangener Ladung und Mannschaften während des Gefechts, durch simples Darüberfahren.
Das Angreifen einer Stadt von See aus, wurde hingegen gestrichen und durch eine Taktik-Komponente ersetzt. Nun ist es erforderlich zuvor die lokale Bürgerwehr zu besiegen oder wenigstens in Schach zu halten. Hierfür zieht man rundenbasiert seine verfügbaren Bukaniere, Piraten und Offiziere nacheinander durch das Terrain. Dann ist der Computer dran. Je nach Truppenteil haben diese Einheiten verschiedene Eigenschaften und Kampfstärken/-schwächen. Anhand der Boni und Mali (Art der Einheit, Gelände, Flankenangriff) wird dann die Verlustrechnung aufgestellt. Erreicht man mit einem Teil der Mannschaft die Stadtmauer, hat man gewonnen und darf die Stadt plündern. YES!
Das Hereinschleichen in eine feindlich gesinnte Stadt hat man nun in eine Action-Sequenz verpackt. In früheren Versionen hat der Zufallsgenerator ausgewürfelt, ob man sich erfolgreich auf leisen Sohlen bis in die City begeben konnte. Beim neuen Pirates! muss man selbst aktiv werden und den Wachsoldaten ausweichen oder ihnen von hinten (in bester Tradition) einen über'n Däz zu ziehen. Man kann klettern, sich in Heuballen verstecken, langsam schleichen oder schnell (aber hörbar) rennen. Knifflige Sache, aber spaßig und manchmal nötig, um beim dortigen Gouverneur wegen begangener Missetaten schleimen zu gehen und (für'n läppisches Säckchen Gold) Gnade und Wohlwollen zu erkaufen
Die Art zu handeln und die dazu angebotenen Waren sind gleich geblieben. Zucker, Gewürze, Waren, Luxusgüter, Lebensmittel und Geschütze können erbeutet, vertickt oder zugekauft werden. Von all dem Krempel braucht man als zünftiger Pirat eigentlich nur Lebensmittel und Geschütze an Bord seiner Schiffe. Alles andere lässt sich hervorragend verjubeln. Auch in den Tavernen hat sich die Situation nicht geändert, hier bekommt man genauso, wie vorher manchmal die Gelegenheit einen zudringlichen Hauptmann der Wache herauszufordern. Mit dem Schankmädchen, dem Wirt und geheimnisvollen Fremden zu babbeln oder Crew anheuern, sofern verfügbar. Alles in allem das alte Konzept mit zeitgemäßen Anpassungen.
[ Grafik ]
Es ist kein ultramoderner Ego-Shooter, daher messe ich diesem Punkt nicht soviel Gewicht bei, trotzdem sind die Effekte stimmungsvoll. Enhanced Textures & Lightning, geglättete Polygone, Schattenwurf und der ganze Bohei sind zwar vorhanden, doch wen juckt das schon, bei diesem Spiel? Ab 800 x 600 ist die Grafik schon respektabel und die Animationen recht gelungen, mit mehr Auflösung sieht's natürlich noch einen Tick schnieker aus. Leider öden einen die immer wiederkehrenden Gefechts - und Aktions-Sequenzen mit der Zeit etwas an. Irgendwann hat man alle durch und zur Genüge gesehen. Pfiffig jedoch, dass die Spielfigur auch optisch altert. Erst Milchbubi, dann schleichend mit Bartstoppeln usw. Je nach Beförderungsstand kommt auch eine passende Uniform hinzu, je nachdem in welchem Hafen man sich befindet. Insgesamt keine Offenbarung oder gar filmreif, aber nett gemacht.
[ Sound ]
Der ist auch irgendwann mal langweilig und man hat sich daran satt gehört, trotzdem passt er gut zum Gezeigten. Die Männer summen bei guter Laune an Bord "What shall we do with the drunken sailor?", bei mieser Laune murren sie vor sich hin. Fährt ein anderes Schiff vorbei, erklingt ein mehr oder weniger freundliches "Sail Ho!". Das Menuett klingt ebenso, wie die dauernde Begleitmusik ganz passabel und auch die Gefechtsgeräusche bollern ordentlich. Im Hintergrund sind knarrende Spanten und das eine oder andere gebellte Kommando zu hören, wenn etwa die Kanonen alle geladen sind oder die Segel eingeholt werden. Sprachausgabe hat man sich großteils gespart, egal mit wem man spricht, es ist keiner richtigen Sprache zuzuordnen. Das Genuschel der Nationen ist aber doch unterschiedlich. Die Briten wirken blasiert, die Franzosen légeré, die Holländer herzlich und die Spanier herrisch.
[ Für 10 Cent gemischte Tipps ]
Bei Seegefechten sollte man es immer schon bei der Annäherung so einrichten, dass man von Luv (der Wind abgewandten Seite) des Gegners positioniert ist, bevor man sich anschickt anzugreifen. Dann hat man schon mal das bessere Ende für sich, da man mit dem Wind als Verbündeten AGIEREN kann und nicht REAGIEREN muss. Nur musst du auch was aus der Situation machen. Taktische Fehler in der Navigation und Geschützwesen werden eigentlich immer bitter bestraft und entscheiden zwischen Schlag- oder Breitseite.
Reguläre Schiffsbesatzungen werfen ab einer gewissen Schadensmenge und Mannschaftsstärke freiwillig das Handtuch, sobald man sich zum Entern nähert. Häufig jedenfalls. Ohne weitere Kämpfe auf Deck wechseln nun Ladung, wahlweise auch das ganze Schiff und unter Umständen Teile der Besatzung, in neue treu sorgende Hände - Deine.
Zu sehr beschädigte (Handels-)Schiffe sind auf See direkt zu versenken, nachdem man sie geplündert hat. Sie machen die Flotte zu langsam und bringen im Hafen nur noch wenig Zaster, wenn du sie verscheuern willst. Anders bei potenten Kriegsschiffen (Kriegsbriggs und -galeonen oder Fregatten), die du vielleicht als späteres Flaggschiff einsetzen möchtest. Diese lohnen sich auch in stark angeschlagenem Zustand bis zur Reparatur mitzuschleifen.
Mehr als drei Schiffe in deiner Flotte machen wenig (oder nur selten) Sinn. Wechsle je nach Typ des Gegners dein Flaggschiff. Gegen dicke Brocken, wie Galeonen und Fregatten empfehle ich letztere. Die Fregatte ist phänomentastisch und hat mit allen Upgrades eine zermürbende Firepower und Mannschaftsstärke, doch ist sie gegen kleinere Gegner zu träge. Es kann durchaus ratsam sein hier auf eine schlagkräftige Kriegsbrigg oder ultrafixe Schaluppe auszuweichen.
Beim hochgeschätzten Kollegium unter der Skull & Crossbones-Flagge sollte man immer darauf gefasst sein, dass man sich mit dem gegnerischen Käpt'n fast immer duellieren muss. Diese erbärmlichen Gestalten, fighten bis zum Letzten, unerheblich ob man vorher ihre Mühle bis zum hölzernen Schweizer Käse herunterkartätscht hat.
Besonders wenn es sich um einen hochrangigen Vertreter aus der Top-10 der karibischen Spießgesellen handelt (zu welcher übrigens auch du gehörst - zu Beginn natürlich auf Platz 10), wird es nötig in jedem Fall den Säbel gut zu schwingen. Die Burschen sind zuweilen haarig - und das nicht nur frisurtechnisch. Das Attribut "Fechten" ist beim Characterbuilding die wohl nützlichste Wahl. Finde ich jedenfalls. Vorteile bringen verschiedene Upgrades, von den Duellpistolen, über die ausbalancierten Schwerter, bis hin zur besseren Kleidung - Fechthemd, Lederweste oder Brustharnisch.
Das Aufbringen von nicht namhaften Piratenschiffen oder -flotten ist in der Regel wenig lukrativ, zumindest finanziell nicht. Nur die Hot Shots schleppen ordentlich Schotter mit sich rum. Sinnvoll ist es aber, sämtliche Piratenangriffe mittels Versenkung (oder Kaperung) abzuwehren, wenn man Schiffen mit Gouverneuren Geleitschutz versprochen hat, oder sich sonstwie bei den Nationen lieb Kind zu machen gedenkt.
Es gilt, je hübscher die Gouverneurs-Göre, desto anspruchsvoller sind die Tanzschritte und das Tempo und desto fehlerintoleranter ist das Mädel. Empfehlenswerte Upgrades: Kalbslederstiefel oder besser Tanzschuhe. Damit steigen die Chancen auch bei falschem (oder zu spätem) Tastendruck trotzdem die erforderliche Figur auszuführen. Sei aber auf frustrierende Peinlichkeiten gefasst. Ich bin kein Partylöwe, daher verzichte ich oft dankend auf die Einladung zum Ball... ich geh lieber ballern.
Zwischendurch sollte die Beute aufgeteilt werden, ein guter Zeitrahmen ist etwa jedes Jahr, maximal alle 2 Jahre. Nach 6 virtuellen Monaten geht's dann weiter - wahlweise in einer höheren Schwierigkeitsstufe. Allerdings bleibt dir jedes Mal nur Minimalbesatzung und dein vorheriges Flaggschiff. Je nachdem wie zufrieden deine Leute beim letzten Abschnitt waren, bleiben auch mehr von ihnen in deinen Diensten.
Wer in Erdkunde aufgepasst hat, weiß, dass in der Karibik ein fast stetiger Wind weht. Der "Passat". Dessen Generalrichtung verläuft von Ost nach West, daher sind Reisen in diese Richtung mit ordentlichem Tempo möglich. Umgekehrt, auf der West-Ost-Passage, geht die Seefahrt meist nur schleichend und ist alles andere als lustig. Scheiß Gegenwind. Hier ist genügend Verpflegung einzuplanen und wann immer möglich nicht stur nach Osten zu segeln, sondern lieber leicht Nord- oder Süd-Ost. Fahrten auf der Nord-Süd-Achse sind in beiden Richtungen etwa gleich schnell. Die Windrose ist keine Spielerei, wenn man sie lesen kann...
[ Fazit ]
Egal wie du die Sache angehst das non-lineare Spielprinzip ist darauf angelegt, dass man Spaß am Piratendasein in der schönen Karibik hat. Was auch immer man selbst unter Spaß versteht. Ziel ist es natürlich die Ruhmesleiter herauf zu fallen, die lästige Konkurrenz zu deklassieren und möglichst die verschleppte Verwandtschaft komplett einzusammeln. Dran halten muss man sich nicht. Ob man nur bestimmte Nationen pisackt oder alles Schwimmbare abgrätscht, das unvorsichtig genug ist in Kanonenreichweite zu segeln, es liegt in deiner Hand. Auch eine Karriere als Händler oder reiner Piratenjäger, der alle anderen, sonstigen Schiffe und Städte in Ruhe lässt, ist in Grenzen möglich. Und wenn du mal eine andere Art sich durchzuschlagen ausprobieren möchtest: nur zu! Neues Spiel - Neues Glück.
Somit bewegt sich Pirates! (immer noch) irgendwo zwischen WiSim, (Runden-)Strategie und Action-Adventure, wobei die Gewichtung auf die Adventure-Komponente fällt. Keine Frage, das Spielsystem ist zwar alt, weiß aber auch heute noch zu fesseln und ist dank der besseren Grafik, Sounds und der anderen (taktischen) Überarbeitungen im Detail, für den Hobby-Freibeuter quasi unverzichtbar. Da sich die Innovationen aber nun nicht grade überschlagen, sind manche Spielszenen und Abläufe aber von einer gewissen Routine und Eintönigkeit geprägt, so wäre mir eine stärkere Ausrichtung auf WiSim und noch mehr Interaktion in Belangen der Schiffsführung und Kommunikation mit NPCs ganz lieb gewesen. Trotzdem hat sich das Pirates!-Revival seine 4-Stern-Wertung redlich verdient.
Klar soweit?!
Der Skull-and-Crossbones-Pharao weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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Overknees, 11.04.2005, 22:48 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Ich habe von PC-Spielen in etwa soviel Ahnung wie eine Kuh vom Schlittschuhfahren (dabei wird die Kuh mir aber voraus sein). Trotzdem habe ich Deinen Bericht mit Vergnügen gelesen ;). Hm.. spieletauglichen Rechner hab ich... wieso mach ich sowas
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Schrecken der Karibik
Pro:
verbesserte Grafik, garantierter Langzeitspaß und hoher Suchtfaktor, einige schicke neue Spielelemente wie die Piratennester und Indianersiedlungen, zwischendurch ist der Schwierigkeitsgrad veränderbar
Kontra:
Landgefechte und nächtliches Schleichen dauert viel zu lange, das Tanzen ist anfangs zu schwierig und nervt auch später noch etwas, die Spielanleitung könnte besser sein
Empfehlung:
Ja
Mein Name ist Guybrush Threepwood und ich bin ein schrecklicher Pirat. Schon in den 80er Jahren trieb ich auf inzwischen veralteten Rechnern wie dem berühmtem Amiga 500 mein Unwesen und segelte furchtlos durch die Meere der Karibik. Inzwischen habe ich eine Neuauflage erfahren, denn Ende letzten Jahres brachte mein Erfinder Sid Meier eine Neuauflage des berühmten Spiels "Pirates" auf den Markt, nun sehe ich etwas besser aus als früher und fühle mich nicht mehr ganz so pixelig, ansonsten hat sich in meinem Leben nicht viel verändert, auch wenn ich inzwischen Tanzunterricht nehmen musste, um die Gouverneurstöchter weiterhin verführen zu können, aber erst einmal alles hübsch der Reihe nach...
** Installation & Start
Ausgiebig getestet wurde ich auf einem etwas mageren PC-System, das auf einem schlappen 900 MHz Celeron-Prozessor, 384MB Hauptspeicher und Windows 2000 basiert. Aber auch mit diesem System ist ein Spielstart durchaus gut möglich, ohne irgendwelche Spieloptionen verändern zu müssen. Manchmal setzt ein wenig der Ton aus in längeren Filmsequenzen wie am Anfang, wenn die Entführung meiner geliebten Familie gezeigt wird, aber ich weiche schon wieder vom Thema ab.
Von den offiziellen Systemanforderungen für "Pirates" muss man sich nicht gleich abschrecken lassen, da Pirates auch auf etwas langsameren Rechnern gespielt werden kann, selbst eine moderne Grafikkarte ist nicht notwendig, da Pirates mit eher moderater Grafik daherkommt. Die Installation des Spieles startet automatisch und verläuft absolut problemlos, deswegen werde ich auf diesen Punkt nicht weiter eingehen und lieber mehr über meine Abenteuer in der Karibik erzählen.
* Systemvoraussetzungen:
Microsoft Windows 98, SE, Me, 2000, XP
Prozessor: 1GHz oder höher
Speicher: 256MB
CD-Rom-Laufwerk: mindestens 8-fache Geschwindigkeit
Videokarte: ATI Radeon 8500 oder GeForce 3 oder höher
Festplatte: 1,4GB freier Festplattenspeicher
Sound: DirectX 9.0c-kompatible Soundkarte
** Das Spielprinzip
Das Spielprinzip bei Pirates ist im Grunde genommen recht simpel, was das Spiel so angenehm macht, denn man kann sofort drauf losspielen, ohne die Anleitung lesen zu müssen. Während des Spieles geht es eigentlich nur darum, mich durch die Karibik segeln zu lassen, wo ich feindliche Nationen und ihre Schiffe sowie Piraten angreifen und hoffentlich auch besiegen werde. Gleichzeitig werde ich immer daran denken, mich mit den Gouverneuren gut zu stellen, damit diese mich befördern und mich ihren Töchtern vorstellen.
Zu Beginn bekommt man zunächst eine längere Filmsequenz zu sehen, ich sitze dabei im Kreis meiner lieben Familie, bin aber noch ein kleiner Junge. Dann kommt ein furchteinflößender Pirat in das Familienidyll geplatzt und entführt meine Verwandten, nur ich kann dem bösen Marquis entkommen und schwöre insgeheim Rache. Doch bevor es soweit ist, vergehen zehn lange Jahre, in denen ich schließlich meine Volljährigkeit erreiche. Vor Spielbeginn stehen noch einige wichtige Entscheidungen an, so muss ich mir zunächst überlegen, mit welcher Erfahrung ich meine Abenteuer beginnen will. Zur Wahl stehen Lehrling, Geselle, Abenteurer, Schurke und Draufgänger, wobei das Spiel als Lehrling ohne jede Herausforderung und sehr leicht ist, als Draufgänger ist Pirates dagegen praktisch kaum noch schaffbar. Da ich noch Anfänger bin, entscheide ich mich zunächst für den Gesellenstatus.
Danach darf ich mir noch eine besondere Fähigkeit aussuchen, hierbei muss ich mich zwischen dem Können beim Fechten, Geschützkünsten, Navigationskünsten, Medizinischem Können und Witz und Charme entscheiden. Jede Fähigkeit bringt natürlich besondere Vorteile mit sich, die mir auch genauer erläutert werden, damit mir die Entscheidung dabei erleichtert wird. Auch ein Startdatum, an dem ich lossegeln kann, wird mir zur Wahl gestellt. Da ich mich historisch nicht so gut auskenne, gibt es auch hier einige Erklärungen zu den einzelnen Epochen. Nachdem ich all diese Entscheidungen getroffen habe, suche ich mir schließlich noch eine Nation aus, bei der ich anheuere.
* Spielziel
Wie schon beim alten Pirates ist es mein Ziel, mir einen schönen Lebensabend zu verdienen, dazu muss ich in meiner aktiven Piratenlaufbahn so viel Geld und Land wie möglich scheffeln und eine schöne Frau heiraten. Außerdem möchte ich meinen Lebensabend natürlich im Kreise meiner Familie verbringen, sodass ich auch meine Familienangehörigen erretten muss. Die zu erzielenden Punkte sind im Spielmenü unter dem persönlichen Status (anklickbar über meinen eigenen Piratenkopf) ersichtlich, das sind insgesamt:
24 Vermögenspunkte (zu erwerben über Land und Geld)
jeweils 8 Beförderungen pro Nation
9 zu besiegende Piraten
9 zu findende Schätze (Kartenteile gibt es in der Schenke bei dem Unbekannten in der hinteren Ecke zu kaufen, ein Besuch bei ihm lohnt sich eigentlich immer)
16 Punkte über 4 wiederzufindende Familienangehörige (erst sind die Kartenteile zu finden, die ein bestimmter Pirat mit sich führt, anschließend müssen meine Verwandten persönlich gerettet werden)
16 Punkte für vier entdeckte geheime Städte (Inkaschätze)
10 Punkte für ein erfülltes Liebesleben (am Ende sollte ich eine schöne Gouverneurstochter heiraten)
10 Punkte für einen bestraften Schurken, hier muss ich den Piraten besiegen, der meine Familie auseinander gebracht hat
Um diese Spielziele zu erreichen, muss ich den gesamten Karibikraum bereisen, der in vereinfachter Darstellung auf der mitgelieferten Karte zu überblicken ist. Dabei sind unterschiedliche Stationen anzusteuern:
** Die Städte oder Siedlungen
* Der Gouverneur, seine Tochter und das Tanzen
In einer Stadt gilt mein erster Besuch zunächst dem Gouverneur, der mir mitteilt, mit welchen Nationen seine Nation zur Zeit im Krieg ist (dies kann im Spielmenü im Logbuch später noch einmal nachgelesen werden), anschließend lobt er mich für meine guten Taten, also für die besiegten Piraten und besiegten feindlichen Schiffe und/oder tadelt mich für verwerfliche Taten, wenn ich also befreundete Schiffe angegriffen habe. Wenn meine guten Taten überwogen haben, so werde ich vielleicht befördert oder zumindest kann mir eine Beförderung in Aussicht gestellt werden. Beförderungen sind stets mit Vorteilen (leichteres Anwerben von Mannschaft in der Schenke, besseres Handeln, günstigere Schiffreparaturen etc.) und oftmals mit geschenktem Landgut verbunden. Eventuell trägt der Gouverneur mir eine Aufgabe auf (z.B. das Überbringen eines Ultimatums an eine andere Stadt) oder er stellt mich seiner Tochter vor, falls ich für ihren Status bereits genug Beförderungen gesammelt habe. So lerne ich eine schöne Gouverneurstochter erst kennen, wenn ich mindestens Baron geworden bin.
Treffe ich die Tochter zum ersten Mal, so begleite ich sie zu einem Ball. Dies stellt die erste wirkliche Herausforderung dar, denn ganz unüblich muss ich der Handbewegung der Dame folgen, die mich zu sechs verschiedenen Figuren auffordert. Bei Pirates übernimmt also die Dame die Führung beim Tanz, aber da ich ja gelehrig bin, versuche ich, ihr immer zu folgen. Meine Tanzbewegungen kann ich dabei über die Zahlentastatur ausführen, als kleine Hilfestellung sieht man rechts unten im Bild die jeweils geforderte Taste zur Handbewegung der Gouverneurstochter. Das Tanzen erfordert viel Übung, wird aber erleichtert durch Tanzschuhe, die ich in der Schenke von dem Unbekannten angeboten bekomme. Ansonsten habe ich einfach anfangs lange üben müssen, bis ich die richtigen Tanzschritte erlernt habe, Männern fällt das grazile Tanzen einfach etwas schwerer. Doch nach nur zwei intensiven Übeabenden war ich schon so erfolgreich, dass mich auch schöne Töchter erhört haben, obwohl diese noch schwieriger tanzen. Den Erfolg meiner Tanzbemühungen kann ich live mitverfolgen an dem roten Herz im oberen Teil des Bildes. Ein großes pochendes Herz verspricht einen erfolgreichen Ausgang des Tanzabends.
Wenn ich mich beim Tanzen geschickt angestellt habe, bietet mir die Gouverneurstochter im Anschluss an den Ball einige Informationen oder Geschenke an. Falls ich sie jedoch blamiert habe, so schüttelt sie nur den Kopf und wendet sich entrüstet von mir ab, doch beim nächsten Besuch gibt sie mir eine neue Chance. Wenn man erst einmal das Herz einer Gouverneurstochter erobert hat, so ist man praktisch bereits auf dem Weg zur Hochzeit, beim nächsten Besuch sollte man sie mit einem kleinen Schmuckstück überraschen, für das sie einem im Gegenzug wieder nützliche Informationen anbietet (je nach Status der Tochter sind diese Informationen mehr oder weniger wertvoll). Beim dritten Besuch wird die Tochter mir berichten, dass ihr Verlobter mich zum Duell herausfordern will. Dem muss ich mich dann bald stellen. Später muss ich die Tochter nochmals beim Ball überzeugen, anschließend wird sie von einem Schurken entführt, dann muss ich sie retten, zurück zum Papa bringen, ihn später um ihre Hand bitten, sie erneut mit einem Schmuckstück beschenken und dann darf ich sie endlich heiraten. Falls man sich eine Tochter in einem abgelegenen Ort aussucht, so sollte man einfach aus dem Hafen fahren und erneut umkehren, das zählt meist als neuer Besuch und man kommt einen Schritt weiter auf dem Weg zu ihrem Herzen. Wie ihr seht, ist es gar nicht so einfach, das Herz einer schönen Gouverneurstochter zu erobern, aber Frauen sind eben anspruchsvoll!
Insgesamt gibt es drei verschieden hübsche Gouverneurstöchter, nämlich die "recht unscheinbare" Tochter, die attraktive und schließlich die schöne Tochter. In meinem Spiel konnten mir lediglich die beiden besser aussehenden Töchter Informationen zu den versteckten Städten (also den Inkaschätzen) geben, während die unscheinbaren Töchter oft nur den Aufenthaltsort eines Schurken kannten, für den ich dann mit 1000 bis 3000 Goldstücken abgespeist wurde (im Vergleich: ein Inkaschatz kann 50000 Goldstücke wert sein!). Hierbei sollte man also taktisch klug vorgehen und nicht die unscheinbaren Töchter mit Schmuckstücken überhäufen, da sich das finanziell einfach nicht rentiert.
* Die Schenke
In der Schenke kann ich neue Leute für meine Mannschaft anwerben, in der hinteren Ecke sitzt an einem Tisch ein Unbekannter, der mir nützliche Informationen oder Spezialobjekte anbietet. Hier kann man einige sehr wichtige Objekte kaufen, wie z.B. die bereits erwähnten Tanzschuhe, mit denen man schneller das Herz der Gouverneurstochter erobern kann, außerdem bekommt man von ihm auch den notwendigen Schmuck dafür. An der Bar steht eine Bardame, die oftmals von einem Schuft belästigt wird, der im Fechtkampf zu besiegen ist, anschließend wird das Anwerben von neuer Mannschaft leichter. Bardame und Barkeeper können ebenfalls wichtige Informationen liefern.
* Der Händler
Beim Händler kann ich Waren verkaufen, um Platz auf dem Schiff zu schaffen und um Geld zu scheffeln, außerdem kann ich Lebensmittel erwerben, um meine Mannschaft zu ernähren. Wie im wahren Leben bieten sich Preisvergleiche an, da arme Händler selbstverständlich wenig Geld für die Waren bieten, bei ihnen sollte man also eher kaufen, falls sie Waren vorrätig haben. Vom Wirt in der Schenke erfährt man ab und an, welche Händler zu guten Preisen Waren ankaufen.
* Schiffbauer
Beim Schiffbauer kann ich meine Schiffe reparieren und auch aufrüsten lassen. Im neuen Pirates kann ich dabei meine Schiffe mit allerlei Extras ausstaffieren lassen, um sie im Kampf schneller und widerstandsfähiger zu machen und um weitere Waffen zur Verfügung zu haben. Allerdings kann jeder Schiffbauer höchstens ein Extra einbauen, auch hierbei hilft der Wirt in der Schenke, der weiß, welcher Schiffbauer welche Extras im Sortiment hat. Beim Schiffbauer kann man natürlich auch eroberte Schiffe verkaufen, manchmal wird es dann allerdings notwendig, Ladung abzuwerfen. Diese sollte man sinnvollerweise beim Händler verkaufen.
* Beute aufteilen
Meine Beute teile ich immer dann auf, wenn meine Mannschaft nicht mehr zufrieden ist, denn bevor sie zu meutern anfängt und mich womöglich auf einer einsamen Insel ablädt, teile ich lieber unsere Goldstücke auf, zumal ich dabei je nach Status selbst mehr oder weniger Vermögen hinzugewinne. Beim Aufteilen der Beute verliere ich alle Schiffe bis auf mein Flaggschiff, sodass ich immer aufpasse, dass ich beim Aufteilen der Beute auf dem zur Zeit besten Schiff segele, damit ich mir dieses als zukünftiges Flaggschiff sichere. Außerdem werde ich bei diesem Prozedere einige Monate älter, weil ich mich kurzzeitig zur Ruhe setze, auch ein Großteil der Mannschaft geht mir flöten. Daher teile ich nur so selten wie möglich die Beute auf, da es einfach zu viel Zeit kostet. Im Anschluss an das Aufteilen habe ich die Möglichkeit, den Schwierigkeitsgrad zu ändern. Falls ich in den vergangenen Monaten erfolgreich gewesen bin, kann ich in meinem Status aufsteigen und so beispielsweise vom Gesellen zum Abenteurer werden. Falls ich es jedoch zu nichts gebracht habe, kann ich mich auch wieder zurückstufen lassen.
* Status abfragen
Hier bekomme ich einen genauen Überblick über meine Flotte, also über die Zufriedenheit der Mannschaft, über die angeworbenen Spezialkräfte, über die Schiffe, über meine eigene Person und vieles mehr. Diese Option ist auch auf See abrufbar, sodass ich sie nicht unbedingt während des Stadtbesuches abfragen muss.
* Angriff /Hereinschleichen
Wenn ich mich einer befreundeten Stadt nähere, so fahre ich automatisch in die Stadt hinein und werde auch nicht angegriffen oder behelligt. Falls ich allerdings einer feindlichen Stadt zu nahe komme, so feuert diese gerne Kanonen auf mich ab und ich bekomme weitere Optionen angezeigt, nun kann ich in die Stadt hineinschleichen oder diese angreifen. Das Angreifen funktioniert nicht mehr über eine Seeschlacht, sondern über eine Landschlacht, bei der ich meine Truppen bis zum Tor (!) in der Stadtmauer heranführen muss. Wichtig: Es reicht nicht wie in der Anleitung beschrieben, die Stadtmauer generell zu erreichen, ich muss an das Tor gelangen, sonst geht die Schlacht weiter! Zu Beginn kann eine Ausgangsposition aus drei verschiedenen gewählt werden, anschließend müssen die Truppen gezogen werden. Hierbei muss man entweder feindlichen Truppen ausweichen oder diese bekämpfen, genauere Informationen sind in der Anleitung nachzulesen.
Das Heranschleichen geschieht des nachts, hierbei muss ich den Wachen ausweichen. Diese Wachen können nicht über Mauern gucken, bemerken mich nicht, falls ich mich hinter einem Strohballen versteckt habe oder falls ich mich von hinten an sie heranschleiche. Dabei muss ich mich allerdings langsam und leise voranbewegen, damit die Wachen mich nicht hören. Ziel der Schleichaktion ist entweder das Haus des Gouverneurs oder die Schenke. Laufe ich einer Wache in die Arme, so gerate ich in Gefangenschaft.
** Auf hoher See
Beim Segeln begegnen mir regelmäßig Schiffe. Wenn ich dann meinen Mauszeiger auf das Schiff bewege, so werden Schiffsname und -art und auch die Nation angezeigt, sodass ich genau weiß, ob ich Feind oder Freund vor mir habe. Möchte ich angreifen, so muss die "5" geklickt werden, dann kann ich auf Wunsch das Flaggschiff wechseln oder doch davon segeln. Beim Seegefecht kann das feindliche Schiff mit drei verschiedenen Geschossen angegriffen werden, falls das eigene Schiff gut genug ausgerüstet ist. Die Kanonenkugeln verursachen den größten Schaden an Schiff und Mannschaft und haben die größte Reichweite. Die Hagelgeschosse schädigen am meisten die Mannschaft, können aber erst in unmittelbarer Nähe abgefeuert werden. Die Kettengeschosse sind aus mittlerer Distanz abschussbereit und zerfetzen die Segel des feindlichen Schiffes. Beim Rammen des feindlichen Schiffes ergibt sich die gegnerische Mannschaft sofort oder ich muss gegen den fremden Kapitän kämpfen, dazu stehen mir drei verschiedene Waffen zur Verfügung, nämlich das Langschwert (vielseitig), ein Rapier (schneller Angriff) und das Entermesser (zuverlässige Verteidigung). Die Fechtsteuerung geschieht wieder über die Ziffertastatur und ist am unteren Bildrand angezeigt. Hierbei halte ich mich allerdings nie lange mit dem Verteidigen auf, denn eine intensive Angriffstaktik führt meist zum Sieg.
Bei Sieg darf das gegnerische Schiff geplündert werden, eventuell möchte ein Teil der Mannschaft mit mir weitersegeln und wenn ich viel Glück habe, befindet sich eine Fachkraft unter ihnen, die meine Mannschaft unterstützen kann. Nach der Plünderung überlege ich mir dann, ob ich das fremde Schiff behalten oder doch lieber versenken will. Dabei bekomme ich immer gemeldet, wie beschädigt das fremde Schiff ist und wie viele meiner Männer zum Segeln benötigt werden. Falls meine Mannschaft zu klein ist, kann die Segelgeschwindigkeit herabgesetzt werden, wenn ich das neue Schiff mitnehme. Ihr seht, dass ich immer wieder wichtige Entscheidungen treffen muss!
** Schätze, die liebe Familie, Inkas und Schurken
Zu meinen weiteren Aufgaben gehört darüber hinaus das Auffinden von Schätzen und von bestimmten Personen. Nach fleißigem Sammeln in der Schenke sollte ich genug Schatzkarten haben, um die neun erforderlichen Schätze zu suchen, am unteren Kartenrand befindet sich immer ein Tipp, wo genau die Schätze zu suchen sind, ansonsten sieht man auf den Karten aber markante Punkte (wie Geysire, tote Bäume, Inkatempel etc.), an denen man sich orientieren kann.
Meine geliebte Familie findet man leider nicht ganz so einfach, denn dafür sind in der Regel mehrere Kartenstücke vonnöten, da ich bei viel Pech anfangs keinen Anhaltspunkt erhalte, wo meine Familienangehörigen zu suchen sind. Aber spätestens auf dem letzten Kartenstück taucht dann auch der Name der Stadt oder Siedlung auf, in deren Nähe Schwester, Onkel, Tante oder Opa versteckt worden sind. Diese Kartenstücke erhalte ich leider nur von einem bestimmten Piraten, dessen Aufenthaltsort ich bei Besuchen in der Stadt herausfinden muss.
Außerdem sind insgesamt vier versteckte Inkastädte zu suchen, die erforderlichen Informationen schnappen die Gouverneurstöchter auf, deren Gunst ich gewinnen muss (ich sprach bereits davon). Die Inkaschätze sind mit Hilfe von Kartenstücken zu finden und müssen nur ausgegraben werden.
Ganz im Gegensatz zum Schurken... Um den Schurken zu bestrafen, muss ich zunächst sein Versteck ausfindig machen und dann anschließend seine Stadt belagern. Dies funktioniert genauso wie beim Angreifen einer Stadt und ist ebenso langwierig. Dennoch lohnt sich dieser Zeiteinsatz, denn der Schurke hat eine Menge Goldstücke versteckt, beim letzten waren es 100000! Dafür belagere ich gerne mal zwanzig Minuten lang seine Stadt!
** Die Spielanleitung
* Fragen im Fechtkampf
Mitgeliefert wird neben der schönen Pappkarte der Karibik auch eine fast 100seitige Spielanleitung, die einem den Einstieg in Pirates erleichtern soll, doch weit gefehlt, die Anleitung ist fehlerhaft und schlecht gemacht. Wirklich wichtige Fragen tauchen nicht auf, so stand ich oftmals einfach da und fand die Antwort auf meine Fragen nicht in der Anleitung. Eine interessante Sache ist z.B. der „Heiligenschein“, der manchmal beim Fechtkampf über meinem Kopf auftaucht, doch nirgends in der Anleitung ist erklärt, was es damit auf sich hat. Soll er demonstrieren, dass ich kurz vor dem Kollaps stehe? Doch warum gewinne ich dann fast jeden Kampf? So schlecht, wie der „Heiligenschein“ signalisieren mag, scheint es mir also nicht zu gehen. Was hat dieses Zeichen also dann zu bedeuten?
Eine andere Sache ist die Vorteilsanzeige beim Fechtkampf, die angeben soll, welcher der beiden Kämpfer die Nase vorn hat im Duell, doch ist die Aussage in der Anleitung einfach fehlerhaft, denn laut der Anleitung wäre ich immer im Hintertreffen, doch gewinne ich merkwürdigerweise trotzdem im Kampf, auch wenn die Vorteilsanzeige laut Anleitung für den Gegner sprechen würde.
* Spiel speichern
Auch das Speichern des Spieles funktioniert nicht so, wie in der Anleitung beschrieben. Wichtig bei Pirates ist die ansonsten so nervige Feststelltaste, denn drückt man diese, kann man auf die sonst notwendige Shift-Taste verzichten. Pausiert wird über Shift + P (Shifttaste drücken und gleichzeitig P), schnellgespeichert wird dagegen über Shift+S. Laut Spielanleitung müssten dann die 15 Speicherplätze auftauchen, doch das tun sie nicht, über Shift+S wird lediglich schnellgespeichert. Möchte man seine Spielstände auf verschiedene Speicherplätze verteilen, so muss man auf hoher See bzw. an Land (nicht im Kampf und nicht in der Stadt!) auf das Kartensymbol klicken, bzw. auf die „3“, dann öffnet sich das Spielmenü. Ganz unten rechts ist eine CD zu sehen, klickt man diese an, so sieht man die Speicherplätze. Dort kann man also auf einen bestimmten Speicherplatz seinen aktuellen Spielstand speichern.
* Landgefecht
Laut Anleitung gewinnt man die Schlacht, sobald man die ersten eigenen Männer an die Stadtmauer herangeführt hat, doch das ist nicht korrekt, denn man muss das Tor anvisieren, sonst muss man weiter kämpfen. Ist die eigene Überlegenheit sehr groß, so kann es auch geschehen, dass die restlichen feindlichen Truppen fliehen und man unbehelligt zum Tor schreiten kann.
** Kritische Betrachtung
Piratenspiele scheinen groß in Mode zu sein, denn gerade im letzten Jahr wurden "Fluch der Karibik" und "Piraten - Herrscher der Karibik" veröffentlicht, die sich im Sog des Filmes "Fluch der Karibik" und der Vorankündigung von Sid Meiers Neuauflage ebenfalls sehr gut verkauften. Das Spielprinzip ist fast immer das gleiche, denn immer schlüpft man in die Rolle eines Piraten, der durch die Karibik segelt und dort Schiffe erobern und Ruhm erlangen muss. Dennoch kann wahrscheinlich keines der Spiele zu einer solchen Sucht führen wie Sid Meiers Pirates.
* Grafik
Selbstverständlich wurde die Grafik etwas aufgepeppt, sodass man mehr sehen kann als einzelne grobe Pixel, die sich über den Bildschirm bewegen, dennoch ist Pirates natürlich weit entfernt von anderen aktuellen Spielen, was man bereits an den eigentlich mageren Systemanforderungen erkennen kann. Die Gefechte und Schlachten zeigen etwas Ähnlichkeit zur "Monkey Island"-Grafik, die ab Teil 3 ebenfalls ganz gelungen war. Trotzdem wäre gerade an diesem Punkt noch viel zu verbessern, denn die Fahrten durch die Karibik gestalten sich schon etwas trist, hier hätte ich mir einige landschaftliche Highlights gewünscht. Dennoch finde ich es nicht allzu schlimm, dass die Grafik nicht auf dem neuesten Stand ist, da ich sonst mit meinem veralteten Rechner nicht in der Lage gewesen wäre, das Spiel auf meinem System zum Laufen zu bringen. Spielefreaks werden allerdings einiges an der Grafik auszusetzen haben, da sie zugegebenermaßen nicht mit aktuellen Spielen konkurrieren kann.
* Spielgeschwindigkeit
Dies ist ein Punkt, bei dem ich dem Konkurrenzspiel "Piraten - Herrscher der Karibik" deutlich den Vorzug geben muss, denn das Spiel bietet die Möglichkeit, verschiedene Spielgeschwindigkeiten zu wählen, sodass man schnell durch die Karibik segeln kann, sich bei den Seeschlachten aber dennoch mehr Zeit lassen kann, um besser reagieren zu können. Pirates dagegen ist beim Tanzen etwas zu fix am Anfang, dafür nervt das elend lange Segeln in der Karibik bei Gegenwind doch sehr. Am schlimmsten fallen hier die Landgefechte und auch das Schleichen durch die Nacht auf, so kann man praktisch nebenbei ein Buch lesen, weil so lange nichts passiert, das ist schon etwas schade, da diese Wartereien die Spielfreude deutlich trüben.
* Suchtfaktor
Muss ich dazu noch etwas sagen? Pirates macht süchtig von der ersten Minute an, gleich am ersten Tag konnte ich es erst nach Stunden ausschalten, als es abends schon sehr spät geworden war. Das Spiel ist einfach faszinierend, hier habe ich die einmalige Chance, exotische Städte in der Karibik aufzusuchen und Pirat zu spielen. Man tanzt mit schönen Gouverneurstöchtern, wird zum gefürchtetsten Piraten der Karibik und erobert fremde Länder. Diese Faszination ist nach wie vor ungebrochen und wird wieder eine große Fangemeinde ansprechen, da bin ich mir sicher.
Sehr gelungen finde ich die Möglichkeit, den Schwierigkeitsgrad im Laufe des Spieles zu ändern, so kann man zwischendurch eine Sequenz auf höherem Schwierigkeitsgrad spielen und auch wieder zurückwechseln, falls man merkt, dass das Spiel aufgrund der zu hohen Schwierigkeit dann keinen Spaß mehr macht.
Mit großen Erwartungen habe ich Pirates installiert und gestartet, denn nach der monatelangen Sucht des alten Amiga-Spieles hatte ich mir viel erhofft. Sid Meier ist seinem alten Spiel größtenteils treu geblieben, nur wenige Neuerungen finden sich im Spiel, wobei die groß angekündigte neue Sequenz des Tanzens das Herz des Spielefreundes eher nicht begeistern kann. Man muss es ganz ehrlich sagen: Das Tanzen nervt und man muss einige Zeit investieren, um das zu üben, denn ohne kommt man nicht weiter. Weniger gut sind darüber hinaus die ewig langen Landgefechte und nächtlichen Schleichaktionen, hier wäre es wirklich wünschenswert, wenn man die Spielgeschwindigkeit erhöhen könnte.
Interessant dagegen sind die Piratennester, Klöster und Indianerdörfer, die man bereisen kann und die einem neue taktische Möglichkeiten bringen. So warten sowohl Piraten und als auch Indianer nur darauf, dass man ihnen Anweisungen gibt, welche fremde Stadt sie angreifen sollen. Die Piraten habe ich grundsätzlich auf Beutezug losgeschickt, um sie direkt vor den Toren des Piratendorfes anzugreifen, um mir die Gunst fremder Gouverneure zu sichern. Die Indianer reisen allerdings auf kleinen und wendigen Kanus, die so schnell wenden und segeln können, dass sie höchstens von einer Schaluppe anzugreifen sind. Lässt man die Indianer auf eine fremde Stadt los, so werden sie diese höchstwahrscheinlich unbehelligt erreichen.
Pirates ist das ideale Spiel für den Karibik-süchtigen Spielfreund, der auf die vielfältigen taktischen Möglichkeiten eines Spiels wie „Port Royale“ verzichten kann und der lieber ausschließlich auf Beutezug gehen will. Das Spiel verfügt nur über begrenzte Anzahl an taktischen Raffinessen, da die Handlungsspielräume eher beschränkt sind. Doch ist das ein Punkt, den ich Pirates zu Gute halten würde, da man gut entspannen kann beim Spielen und es daher genau das richtige ist für einen gemütlichen Spieleabend nach stressigem Arbeitstag.
** Tipps zum Spiel
Nachdem ich mir nun Abende, Wochenenden und halbe Nächte mit dem Spiel um die Ohren geschlagen habe, möchte ich einigen verzweifelten Piraten noch ein paar Tipps geben. Eine besondere Schwierigkeit liegt beim neuen Pirates im Tanzen, denn ohne erfolgreiche Tanzkünste wird man nie eine Gouverneurstochter für sich gewinnen und demnach auch keine wichtigen Informationen zugespielt bekommen. Im leichtesten Schwierigkeitsgrad leuchtet die zu drückende Taste für die korrekte Tanzbewegung kurz auf, wer also Egoshooter-Erfahrung und das damit verbundene gute Reaktionsvermögen mit sich bringt, kann sich an diesem Aufleuchten orientieren. Doch Vorsicht, schon im zweiten Schwierigkeitsgrad muss man auf diese Hilfe verzichten.
Das Tanzen lernt man erstaunlich schnell, anfangs habe ich mich verzweifelt gefragt, ob man die Spielgeschwindigkeit nicht herunterdrehen kann beim Tanzen, um den Handbewegungen der Damen besser folgen zu können, doch scheint dies nicht zu funktionieren. Viele typische Tanzfiguren werden ständig wiederholt, sodass man mit genug Übung charakteristische Kombinationen schnell erkennen und ausführen kann. Manchmal zeigt die Dame noch in der Drehung in eine neue Richtung, wo selbst die Kamera nicht hinterherkommt, dies geschieht allerdings nur in einer einzigen Kombination, wenn man nämlich zwischen den Tastenkombinationen 1 und 6 bzw. 3 und 4 hin- und herwechseln muss.
Es gibt nur zwei verschiedene Tanzeröffnungen, sodass man sich recht gut eintanzen kann, später allerdings variieren die Damen recht häufig, sodass ein gutes Reaktionsvermögen gefragt ist, aber auch das ist trainierbar!
In der Schenke bietet der Unbekannte Guybrush Tanzschuhe an, diese sollte man unbedingt kaufen, auch wenn das erste Paar noch keine große Hilfe ist. Spätestens mit dem zweiten Paar Tanzschuhe allerdings werden eigene Fehler gut ausgemerzt. Dann nämlich bewegt Guybrush sich automatisch in die richtige Richtung, auch wenn man die falsche Taste gedrückt hat. Das funktioniert zwar auch nicht immer, aber schon recht zuverlässig, sodass man eigentlich immer das Herz der Dame erobern kann.
Ansonsten kann ich nur sagen: Nicht verzweifeln, man lernt das! Glücklicherweise ist das Tanzen das einzige eingeschobene Minigame, das zwar anfangs sehr nervig erscheint, das aber relativ schnell zu lernen ist. Hier muss man sich einfach durchbeißen, denn ohne erfolgreiche Tanzkünste wird man nie das Herz einer Gouverneurstochter erobern...
** Fazit
Insgesamt war ich positiv überrascht von Pirates, die Grafik wurde zeitgemäß aufgepeppt, auch wenn sie natürlich nicht mit „Half Life 2“ mithalten kann. Ein Vorteil des Spieles ist dafür, dass Pirates auch auf eher veralteten PCs gespielt werden kann. Die Neuerungen gegenüber dem alten Spiel halten sich in Grenzen und sind teilweise leider nicht so gut gelungen (wie das Tanzen oder die langweiligen Landgefechte), doch gibt es auch einige interessante Veränderungen wie die Piratennester und Indianersiedlungen oder auch die Notwendigkeit, mehr Aufgaben zu erfüllen. Pirates bietet langandauernden Spielspaß und führt praktisch sofort zur Sucht. Durch die unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade bleibt das Spiel immer eine Herausforderung. Negativ zu nennen ist dagegen der überhöhte Preis von etwa 40€, da das Konkurrenzspiel „Piraten – Herrscher der Karibik“ für weit weniger als die Hälfte des Geldes zu kaufen ist. Doch auch das wird Fans kaum abschrecken.
Alles klar zum Entern!
Fotos gibt es auf folgender Seite: http://www.atari.com/pirates/pirates/screenshots.php
PS. "Guybrush Threepwood" hab ich aus "Monkey Island" entwendet - ein PC-Spiel, das ich auch heiß und innig liebe. Daher hieß mein Pirates-Held schon immer Guybrush, man möge mir diesen kleinen "Klau" bei Monkey Island verzeihen :-) weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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mima007, 21.02.2005, 19:46 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
um den längsten Bericht hast du jetzt bestimmt die Nase vorn;-P vg, mima
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Mundi, 20.02.2005, 19:38 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Die Karibik ist nicht schreckliche, wenn man an Voodoo glaubt. lg mundi
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sindimindi, 19.02.2005, 15:18 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Ist von diesem Designer nicht auch "Gettysburg"? -ein Spiel aus dem amerikanischen Bürgerkrieg, sehr spannend! LG; Roland
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Ho Ho Ho.. und ne Buddel voll Rum!!
Pro:
Nichts gravierendes hat sich verändert - Never chenge a winning System!
Kontra:
Die Minimalanforderungen stimmen nicht wirklich
Empfehlung:
Ja
Alter Schwede, wat n Glück, dass ich momentan Urlaub habe. Nach 15 Jahren endlich wieder Pirates spielen! Welch Glückseeligkeit. Alte Amiga Gamer aufgepasst! Das Remake hat es in sich!
Das wichtigste aber zuerst:
Alte Haudegen finden sich sofort zurecht – was wirklich gut ist. Nachdem ich dazugehöre, kann ich nicht objektiv bewerten, ob neue Deckschrubber auch leicht in das Spiel finden, aber ich denke mal schon – is ja nich so also ob man einen Doktortitel dafür benötigen würde.
Für diejenigen, die Prates! Noch nicht kennen, sei kurz die Story erwähnt:
Ihr seid Freibeuter im 17.Jahrhundert. Ihr könnt aus verschiedenen Epochen wählen und euch für Engländer (leicht), Franzosen (bissi schwerer), Holländer (mittel, aber wer will schon einen Holländer spielen) oder Spanier („schwer“) wählen. Die unterschiedlichen Schwiegigkeitsgrade haben allerdings nur am Anfang eine Bedeutung, da ihr früher oder später ohnhin die Fronten wechseln werdet, wenn ihr die ganze Karibik erobert habt.
Nachdem das (übrigens über sehr ansprechend gemacht Menüs) getan ist, geht’s auch schon los. Ihr müsst Schiffe und Städte plündern/kapern, neue Gouverneure ernennen, Gouverneurstöchter bezirzen, eure verschollene Familie finden, Piratenschätze heben und wer will auch handeln. Am Ende des Tages wird abgerechnet und ihr setzt euch als Bettler oder als Kapitän oder als Gouverneur – je nach Erfolgsgrad – zur Ruhe.
Das mal für den ganz groben Storyabriss.
Wenn man sich die Empfehlung Ataris bezüglich der Mindestanforderungen an Pirates! anschaut, möchte ich ganz ehrlich nicht wissen, wie das dann aussieht.
Minimum
• Betriebssystem: Windows 98/Me/2000/XP
• Prozessor: Pentium 1,0 GHz oder höher
• Arbeitsspeicher: 256 MB RAM
• Festplattenspeicher: 1,2 GB frei
• Grafikkarte: 32 MB mit Hardware-T&L-Unterstützung
Mein System:
• Betriebssystem: XP
• Prozessor: P IV 2,0 GHz
• Arbeitsspeicher: 768 MB RAM
• Grafikkarte: GeForce MX460, 64MB
…und bei mir hat es am Anfang aber ganz schön geruckelt!! Na nach ein bisschen rumgezackere an den Einstellungen habe ich jetzt eine, die flüssiges Spielen ermöglicht.
Das Spiel
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****Steuerung****
Alles funzt über die Tastatur bzw. über den Nummernblock. Wer lieber die Maus benutzen will, geht auch, der Nummernblock ist rechts unten ummer (egal wo) eingeblendet, so dass man seine Maus einfach auf die dementsprechende Nummer bewegt.
****Seegefechte****
Grafisch präsentiert sich Pirates im zeitgemäßen frei dreh- und zoombaren 3D-Gewand, das der hübschen Piratenwelt mitsamt dem lässigen Karibik-Sound reichlich Leben einhaucht.
Die Steuerung der verschiedenen Schiffe oder das Setzen der Segel geht durch die bessere Übersicht (der angesprochenen Nummernblock rechts unten) sehr viel leichter als beim alten Pirates! von der Hand.
Je nach gusto, macht man seinen Gegenüber mit drei (das ist neu) verschiedenen Kanonenkugeln platt, oder man rammt in nach guter alter Manier und richtet sich auf ein super cooles Fechtduell ein.
****Fechtduelle****
Ebenfalls sehr liebevoll animiert mit lustigen Zwischensequenzen und einfach Steuerung. Drei Tasten Angriff, drei Tasten Abwehr und eine Tasten Gegner veralbern stehen zur Verfügung.
****Landangriffe****
Das ist eine Neuerung, über die wir trefflich streiten könnten. Städte werden nunmehr nicht mehr von See aus angegriffen, sondern nur noch über Land. Diese Gefechte laufen nach dem „Schach“-Prinzip ab. Erst du, dann der Gegner, dann du, dann der Gegner,….
Gewonnen hat, wer den anderen total vernichtet hat, oder wenn man die Tore der Stadt erreicht hat. So kann man den Computer teilweise auch in Unterzahl besiegen, was bei dem alten Pirates ja nicht wirklich möglich war.
Allerdings hätten die Jungs von Atari die Laufgeschwindigkeit der Armeen grad mal ein bisschen schneller machen können. Das dauert teilweise echt ewig!!
****Ruhm und Ehre****
Wie beim alten geht es auch in diesem Pirates darum alle anderen Piraten dieser Hemispähre vor dem eigenen Namen erzittern zu lassen. Die Art und Weise ist simpel erläutert. Schiffe der anderen Nation kapern oder versenken erhöht mein Ansehen bei den Nationen, die mit der besiegten Schiffsnation in Krieg stehen. Dasselbe gilt natürlich auch für Städte annektieren. Wenn man Piraten und Schurken schnappt finden das natürlich alle ganz toll
****Reichtum****
Im Gegensatz zu Port Royale2 liegt das Hauptaugenmerk bei Pirates eher auf dem Plündern als auf dem Handeln. Geht zwar auch aber bringt einen bei weitem nicht so viel Kohle ein, wie ein zünftiger Überfall auf Caracas oder die spanische Schatzflotte.
Der persönliche Rechtum wird übrigens nur erhöht, wenn man sich dazu entschließt die Beute aufzuteilen. Der eigene Anteil bemisst sich dann auf den eingestellten schwierigkeitsgrad. (Änfänger bekommen 5%). Zusätzlich zu den Dublonen erhält man auch noch so und so viele Hektar Land, die das Ansehen weiter erhöhen.
****Die Damenwelt der Karibik****
Hat es im alten Pirates genügt, obiges Punkte Reichtum und Ehre zu scheffeln, bedarf dieses Pirates der gewieften Tanztechnik. Jetzt mal ganz ehrlich Atari… binisch gongrede Fred Astaire odä was?!?!? Halloooo!! Vor allem habt ihr diese Sequenz aber so was von schwierig gemacht, dass es nu wirklich nicht zu schaffen ist!!! … ohne einen Trick zumindest.
Die Tanzsequenzen sind so angelegt, dass man zu den Menuetten der alten Zeit tanzen muss. Das funktioniert so, dass einem die angebetete via Handzeichen anzeigt, welcher Schritt als nächstes kommt. Soweit ok. Die ersten vier Schritte schafft man ja vielleicht auch noch so, aber dann geht alles so schnell, dass ich die visuellen Reize nicht mehr auf das richtige Drücken der Tasten auf die Spur kriege. Vielleicht gibt es ja jemanden unter euch, der schnell genug ist… ich bins definitiv nicht.
Der Trick dafür: Feststelltaste drücken und jedes Mal, wenn die Holde ein Zeichen gibt „P“ drücken. Das pausiert das Spiel und man kann den Finger auf die richtige Tanzschritttaste legen, wieder „P“ drücken und gleich darauf den Schritt drücken. Das funktioniert (sofern man das Handzeichen richtig gedeutet hat!!!) sehr gut und man erhält wie im guten alten Pirates Hinweise bzw. (das ist neu) Geschenke.
****Zusätzliche Goodies****
Neu ist außerdem, dass man sich im Laufe der Zeit einige hilfreiche Gegenstände dazuverdienen kann. Entweder über bestandene Tanzsequenzen oder in der Schenke von diversen Freibeutern zukaufen.
****Fazit****
Alte Piraten werden nicht entäuscht und neue Maats werden begeistert sein. Klar gibt es ein paar Dinge, die man hätte noch besser machen können, aber ich denke, da wird jeder seine eigene Meinung haben. Ich habe mir die Limited Edition Version für 59 EUR gekauft. Die erst Packung war zwar ohne (!!!!) die große Karte ausgeliefert worden (hat Karstadt aber anständigerweise zurückgenommen und mir geglaubt) und die mitgeleiferte CD wurde nach erfolgtem Installieren als „nicht original“ anerkannt…. Bei der neuen Packung hat aber alles funktioniert und ich bin seitdem wieder zum Herrscher der Karibik aufgestiegen.
Generell denke ich aber, dass die normale Edition langt.
Der Suchtfaktor ist wieder da und ich bin wie gesagt froh, dass ich im Moment Urlaub habe, um alles wieder auszuprobieren und zu Spielen bis die Augen zufallen. weiterlesen schließen
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