Pro:
billig
schöne Bars
Kontra:
wenig Kultur
Anwerber auf der Straße
Empfehlung:
Ja
Zurück vom Sonnenstrand möchte ich euch nun meine Erfahrungen schildern, die ich an diesem Ort gemacht habe. Die meisten Leute schildern ihren Urlaub ja als supertoll oder total schlecht. Ich möchte alles aufzeigen und euch meine Eindrücke vermitteln.
Der Ort selbst:
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Den Ort "Sonnenstrand" gibt es eigentlich gar nicht. Jedenfalls haben wir keine Wohnhäuser von Einheimischen gefunden. Es gibt hier nur Hotels und ganz kleine Geschäfte, die eher Kioskgröße haben. Die Bars sind sehr unterschiedlich gestaltet und die Restaurants sind sehr gut und vor allem billig.
Der Ort ist sehr lang gezogen und man erreicht von überall her in kurzer Zeit den Strand. Bei der Buchung sollte man Hotels, die eher in Richtung Nessebar liegen bevorzugen, denn dann kann man auch vom Hotel aus gemütlich nach Nessebar spazieren. Der Sonnenstrand ist nämlich 8 km lang. Ein zweiter Grund für diese Lage ist der Strand, der in dieser Ecke viel schöner ist als am anderen Ende. Hier hat man oft Steine zwischen dem Sand.
Strand/Meer:
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Kommen wir zuerst zum Strand. Hier gibt es einige Reihen mit Liegen und Sonnenschirmen, die gegen Gebühr gemietet werden können. Wie haben uns allerdings einen Sonnenschirm und 2 Luftmatratzen gekauft, weil dies billiger kam. Man kann sich damit hinter die Sonnenstuhlreihen legen. Wenn man Glück hat findet man auch noch ein größeres Plätzchen, an dem man mit mehr Abstand zum Nachbarn liegen kann. Zur Hochsaison würde ich den Strand nicht empfehlen, da er einfach zu voll ist. Man sollte zur Vor- bzw. Nachsaison an den Sonnenstrand.
Das Meer ist sehr flach abfallend. Als wir da waren gab es sehr viele Wellentage. Was uns sehr gefiel. Das Wasser war klar. Allerdings gab es einige Algen und Quallen, die am Ufer trieben. Die Quallen waren ungefährlich. Fische gibt es so gut wie keine hier. Schnorcheln macht also keinen Spass.
Am Strand werden zahlreiche Wassersportmöglichkeiten angeboten unter anderem Banane (5 Euro), Tretboot, Jet-Ski und Paragleiten. Die Preise sind viel billiger als irgendwo anders. Störend ist allerdings, dass die Leute mit den Jet-Skis überall herumfahren und es keine Grenze gibt. So darf man nicht zu weit hinausschwimmen, um zu verhindern, dass man nicht von einem Boot oder ähnlichem umgemäht wird.
Abends:
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Wir waren eigentlich jeden Abend im Ort unterwegs. Dabei haben wir einige Bars getestet. Meistens sind wir allerdings am Grey Pub, der direkt am Strand etwa in der Mitte des Ferienortes liegt, hängen geblieben. Da gab es die besten Cocktails, die haben nämlich richtige Säfte verwendet. Happy Hour gab es hier, wie überall sonst auch. Happy Hour bedeutet in Bulgarien, dass man einen Cocktail bestellt und den zweiten umsonst bekommt. Auf der Karte sind alle Cocktails in bulgarisch, englisch und deutsch aufgelistet. Beim deutschen sind allerdings sehr oft Rechtschreibfehler drin. Z.b. Beglucklichte Stunde für Happy Hour. Das Personal war überall sehr freundlich. Das einzige was uns genervt hat, das waren die Anwerber auf der Straße. Die wollte immer, dass man in ihr Lokal hineinkommt. Das hat dann schon ziemlich genervt. Wenn man allerdings mit später oder later antwortet, dann wird man sehr schnell in Ruhe gelassen. Schlecht kommt, wenn man sie bemerkt und dann ohne zu antwortet weiterläuft, dann wird man schon mal ein paar Meter verfolgt.
Einkaufen:
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Die Läden sind, wie oben schon erwähnt, sehr klein. Oft sind es in meinen Augen nur Garagen. Das Sortiment ist in allen Läden etwa gleich. Nachgemachte Diesel-, Levis und andere Klamotten. Taschen und Rucksäcke, die meist auch nachgemacht sind. Uhren und Schmuck, die man bei uns auf dem Markt auch für 5 Euro erhält. Bademoden werden auch verkauft. Zu guter letzt gibt es dann noch die Waffenläden, in denen man so ziemlich alles für den Privatkrieg bekommt. Beim Kauf sollte man sich allerdings informieren, was in Deutschland unter das Waffenrecht fällt.
Was ich auch nicht vergessen darf, das sind die Souvenirläden, die einige schöne Sachen im Angebot haben. Sehr beliebt sind Holzschlangen, die sehr gut die Bewegungen von echten Schlangen imitieren und für 4 Euro zu haben sind.
Preise:
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Wie bekannt, ist Bulgarien noch ein sehr billiges Urlaubsland. Hier einige Preise:
Essengehen zu zweit mit Getränken: 25-30 Lewa (etwa 12,50 - 15 Euro)
Cocktails (meist 2 zum Preis von einem): 3 Euro
Bier (0,3 L im Hotel): 0,60 Euro
Wasser (0,5 Liter ohne Gas): im Laden 0,40 Euro, im Lokal 0,50-0,60 Euro
Bungee-Sprung: 12,50 Euro (man wird dabei hochgeschossen und schwingt ein paar mal von oben nach unten)
FAZIT:
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Mir hat der Urlaub eigentlich ganz gut gefallen. Man muss halt wissen, dass kulturell nicht viel geboten ist und man hier eigentlich nur am Strand liegt und abends einen Trinken geht. Der Massentourismus übertraf sogar dass, was ich von der oberen Adria in Italien gewohnt war. Wer für einen Urlaub, in dem er Strand mit Kultur verbinden möchte, zu begeistern ist, dann sollte er vom Sonnenstrand abstand halten. Es gibt auch wenig Ausflugsziele. Burgas ist nah und mit dem Bus in ca. 1 Std für 3 Lewa zu erreichen, doch zu bieten hat die Stadt nicht viel. Es gibt zwar zwei sehr schöne Einkaufsstrassen, aber weder große Kirchen noch Museen. Das gleiche gilt für Nessebar. Doch dazu möchte ich noch einen eigenen Bericht schreiben.
Das Essen im Hotel war nicht besonders gut. Vielleicht kann ich ja auch noch einen Bericht zum Hotel Colloseum schreiben. Man muss allerdings sagen, dass das Essen im Kalina Garden auch nicht gerade viel besser war. Ich bin ja der Meinung, dass das Essen in den Hotels nicht so gut ist, damit man auch zum Essen in die Restaurants geht. Meine Empfehlung zur Buchung wäre folgende: Am besten nimmt man nur Frühstück und geht dann zum Essen in ein Restaurant. Wenn man als Schwabe nämlich das Abendessen schon bezahlt hat, dann geht man normal nirgends anders hin. Aber diesem habe ich zweimal widersprochen.
Am Strand ist immer viel los, vor allem zur Hauptsaison. Auch das Meer ist sehr voll. Das sollte man unbedingt beachten.
Abschließend möchte ich sagen, dass es mir sehr gut gefallen hat. Dies aber nur, weil ich in England so viel Kultur hatte und jetzt einfach mal entspannen musste. Vor allem die Preise sprachen und sprechen einfach für Bulgarien. Aber im nächsten Jahr möchte ich dann schon einen Ort besuchen, an dem auch kulturell mehr geboten ist.
Vielen Dank für Lesen, Bewerten und Kommentieren. Wenn ihr noch Fragen habt, dann stellt sie mir doch bitte.
Gruß Comenter weiterlesen schließen
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