Pro:
spannende Story, tolle Atmosphäre
Kontra:
viele spielerische Mängel, schlechte Steuerung
Empfehlung:
Ja
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Story:
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Das Spiel beginnt mit einem spannenden Intro. In einem Auto lauern ein paar Ganoven einer Frau und deren Sohn auf, als die Beiden das Haus verlassen versuchen die Bösewichter das Kind zu entführen. Die Frau versucht natürlich alles, um sich zu wehren und ihr Kind zu beschützen - da fällt plötzlich ein Schuss und die Frau stürzt von einer Kugel getroffen. Die Gangster schnappen sich das Kind und machen sich schleunigst aus dem Staub.
Als der Schuss fiel wurde auch der Ehemann dieser Frau aufmerksam und stürmt sofort vors Haus, wo er seine schwer verletzte Frau vorfindet, die unmittelbar in seinen Armen verstirbt und er muss hilflos mit ansehen wie sein Junge gerade ins Auto gezerrt wird. Es ist natürlich unschwer zu erraten das eben dieser Mann der Hauopaktuer des Spieles ist. Warum sein Sohn entführt wurde erfährt man wenig später auch: Mark Harmmond (so sein Name), soll für eine Verbrecherorganisation ein paar kriminelle Aufträge erfüllen und sein Sohn ist sozusagen das Druckmittel.
Neben Mark Harmmond spielt man noch einen weiteren Charakter, den Polizist Nick Carter, der seine ganz eigene Story hat. Es sind also 2 Handlungsstränge in diesem Spiel. Nachdem man alle Missionen mit Mark erledigt hat spielt man die ganze Story noch einmal mit Nick, die Handlung findet dabei zeitgleich der Ersten statt, aber mit dem Erlebnissen des Polizisten. Zwangsläufig laufen sich die beiden Hauptdarsteller natürlich gelegentlich auch über den Weg. Die erzählweise ist durchaus interessant.
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Grafik:
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Die Grafik sieht wirklich sehr ansehnlich aus, die Umgebungen sind mit jeder Menge kleiner Details versehen, jedenfalls das was man auf den Straßen Londons zu sehen bekommt. Man kann auch einige Gebäude betreten, hier fand ich die Grafik nicht so toll, irgendwie sehen alle Räume trist und leer aus, man vermisst ganz einfach ein paar kleinere Details und auch eine ansprechende farbliche Gestaltung. Vom Aussehen her gut gelungen sind die Charaktere. Was hier allerdings negativ auffällt sind die Animationen, besonders bei den vom Spieler gesteuerten Hauptakteuren, teilweise sehen die Bewegungen einfach nur lächerlich aus. Da aber der „Rest“ der Optik stimmt, kann man wohl großzügig darüber hinwegsehen denke ich. Besonders gut gefallen haben mir im Spiel die Straßen von London, die realistisch erscheinen mit dem geschäftigen Treiben was hier herrscht, der Straßenverkehr und die Passanten vermitteln wirklich Leben.
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Sound:
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An erster Stelle muss man hier wohl die deutsche Synchronisation nennen, die einfach nur hervorragend ist. Ich finde ja die Sprecher tragen maßgabelicht dazu bei wie gut die Story in einem Spiel rüberkommt und bei The Getaway ist das sehr gut gelungen. Aber auch sonst gibt es meiner Meinung nach nichts an der Soundkulisse auszusetzen, Waffen- und Umgebungsgeräusche können ebenso überzeugen wie die musikalische Untermalung des Geschehens.
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Steuerung:
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Der größte Kritikpunkt an diesem Spiel ist zweifellos die Steuerung, die man ohne Übertreibung als absolut misslungen bezeichnen kann. Während das Fahren noch ganz gut funktioniert, ist die zu-Fuß-Steuerung eine echte Katastrophe. Hier funktioniert eigentlich gar nichts wie es soll und die Kameraführung ist dann noch die Krönung, denn eine vernünftige Übersicht hat man leider auch nie.
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Spielspass:
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Das Spiel funktioniert im Prinzip nach dem Schema das man abwechselnd zu Fuß und in Fahrzeugen unterwegs ist und es erinnert sehr stark an GTA, was aber nur auf den ersten Blick so scheint. Zwar bewegt man sich durch eine riesige Stadt (London), Handlungsfreiheit hat man aber keine, alles läuft streng linear ab. Und man kommt auch schon sehr bald zu dem Schluss das die Stadt im Verhältnis zu den Aufträgen eigentlich viel zu groß ist.
Als ich The Getaway zum ersten Mal gespielt habe war ich nicht sonderlich begeistert, das Intro war zwar sehr verheißungsvoll und versprach eine spannende Story, aber die ersten Versuche im Spiel selbst lösten bei mir keine Begeisterungsstürme aus. Das fing schon damit an das die Aktion darin bestand mit dem Auto zu einem bestimmten Punkt zu fahren, eine Karte zur Orientierung gibt es leider nicht, stattdessen wartet man stets bis der Blinker die Richtung anzeigt. Als ich dann auch gleich bei meiner ersten Aktion scheiterte, weil das Zeitlimit abgelaufen war (erkennbar war übrigens nicht das es eines gibt), war ich schon mal bedient. Dann folgte die erste Schießerei - eine wahre Katastrophe: das Zielen funktioniert im Prinzip überhaupt nicht, sich zu bewegen ist auch gewöhnungsbedürftig, da man ja so gut wie nie die Übersicht hat aufgrund der bescheidenen Kameraführung und überhaupt funktioniert das mit den Aktionen wohl nur nach dem Zufallsprinzip. Eigentlich war mir da schon fast die Lust am Spiel vergangen.
Einige Tage später habe ich dann doch weiter gespielt und langsam gefiel mir das Spiel sogar, was wohl hauptsächlich an der Story lag und der genialen Art wie diese präsentiert wurde und auch an der tollen Atmosphäre des Spiels. Dennoch blieben reichlich Frustmomente nicht aus, was an einigen Eigenarten des Spiels liegt. Einerseits sind Kameraführung und Steuerung schon eine Zumutung und sorgen dafür das man leider viel zu schnell den virtuellen Tod erleidet. Dann gibt es im Spiel keine Anzeige, was zwar die Präsentation als kinoreifes Erlebnis erscheinen lässt, aber man weiß eben nie wie viel Munition noch übrig ist und wie es um den Gesundheitszustand des Hauptakteurs bestellt ist. Man kann es nur grob abschätzen, denn nach Treffern färbt sich die Kleidung allmählich mit roten Flecken und auch die Bewegungen werden langsamer. Allerdings hat man die Möglichkeit jederzeit die Verletzungen zu heilen, theoretisch jedenfalls, denn während man in eine Schießerei verwickelt ist (praktisch fast immer) ist das nicht möglich. Für die Wiederherstellung des Gesundheitszustandes lehnt sich der gerade im Einsatz befindliche Haupthaktuer des Spiels einfach an eine Wand und erholt sich dadurch vollständig. Möglich ist das aber wie schon gesagt leider nur in einem ruhigen Moment.
Sehr schade fand ich das man viele Aktionen gar nicht nutzen kann, weil die Steuerung da einen Strich durch die Rechnung macht. So wäre es eigentlich möglich sich einen Gegner zuschnappen und ihn als Schutzschild zu benutzen und dabei heranstürmende Widersacher auszuschalten. Man könnte ich von hinten an einen Gegner anschleichen und ihn lautlos aus dem Weg räumen, hinter Kisten in Deckung gehen, um Ecken schauen und einen Schuss abgeben und anschließend wieder Deckung suchen und noch einiges mehr. Anfangs war ich noch bemüht diese Möglichkeiten zu nutzen, musste aber schon bald feststellen das die Überlebenschancen deutlich höher sind, wenn man darauf verzichtet. Die Steuerung und unübersichtliche Kameraführung machen solche Aktionen in der Regel zunichte und ehe man sich versieht tritt der virtuelle Tod ein und die Mission kann von vorn begonnen, bzw. vom letzen Rücksetzpunkt aus. Gespeichert wird prinzipiell nur nach Ende einer Mission, auch wenn die aus mehreren Teilaufträgen besteht. Ein System das mir ganz und gar nicht zusagt, denn selbst wenn ich jetzt eine bestimmte Aufgabe erfüllt habe muss ich beim nächsten Mal wieder die Mission ganz von vorn beginnen, falls ich die PS2 zwischendurch ausschalte. Dabei kann es schon mal eine halbe Stunden dauern (braucht man mehrere Versuche an einer bestimmten Stelle können`s auch mal 1-2 Stunden werden). Und jedes Mal muss man sich die Videosequenzen erneut ansehen, die mitunter 5-10 Minuten andauern. Auch wenn die ganz hervorragend gemacht sind, wenn ich sie schon kenne dann habe ich einfach keine Lust sie immer wieder anschauen zu müssen, weil sie nicht abgebrochen werden können.
Die Missionen sind eigentlich abwechslungsreich, auch wenn der Ablauf stets gleich bleibt: man absolviert eine Fahrmission und darauf folgt ein Actionabschnitt - oder eben in umgekehrter Reihenfolge.
***Waffen***
Die Waffenauswahl ist enttäuschend klein, lediglich Pistole (die auch beidhändig geführt werden kann sobald man ein 2.Exemplar aufsammelt), Schrotflinte und ein Gewehr findet man im Spiel vor.
***KI***
Nicht sonderlich gut steht es um die künstliche Intelligenz der Gegner, was allerdings sogar als Vorteil angesehen werden kann, da man ja ohnehin ständig mit Steuerung und besonders der Zielerfassung zu kämpfen hat. Würden die Widersacher auch noch clever agieren, dann hätte man wohl keine Chance jemals den Abspann zu sehen. Was ich etwas nervig fand war die Dummheit der Passanten, die mitunter in selbstmörderischer Absicht direkt vor`s Auto gesprungen sind.
***Fahrzeuge***
Fortbewegungsmittel finden sich reichlich wieder. Das Aussehen der Fahrzeuge ist auch sehr detailliert und es gibt ein sehr gutes Schadensmodell. Im Prinzip kann jedes Fahrzeug benutzt werden das man sieht. Das Ganze funktioniert ganz nach bekannter GTA-Manier, der Fahrer wird hinausbefördert aus seinem Gefährt und das Auto geklaut.
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Altersfreigabe:
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The Getaway hat eine Altersfreigabe von 16 Jahren, was meiner Auffassung nach sehr fragwürdig ist. Zwar werden keine Details gezeigt, wenn ein Gegner von einer Kugel getroffen zu Boden geht, aber es gibt jede Menge roter Farbe zu sehen, im Nahkampf kann man die Widersacher auch ausschalten indem man ihnen das Genick bricht. Gewalt gibt es jedenfalls reichlich. Außerdem sind die Sprüche im Spiel ziemlich derb und oftmals nicht ganz jugendfrei, geflucht wird eigentlich ständig und ich glaube in dem Spiel kommt jedes nur erdenkliche Schimpfwort vor. Angebracht wäre hier wohl eher eine USK 18 gewesen!
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Preis:
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Gekauft habe ich dieses Spiel vor etwa 2-3 Monaten bei ebay und habe 5,- Euro dafür bezahlt, neu kostet es ca. 20,- Euro.
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Fazit:
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Bei The Getaway ist es irgendwie ebenso wie bei Driv3r - es hätte ein wirklich überragendes Spiel werden können, wenn nicht unzählig viele kleinere Mängel da wären, die den Spielspaß trüben und mitunter sogar richtig für Frust sorgen können. Irgendwie schon ziemlich schade, vor allem weil die Atmosphäre wirklich super und die kinoreife Präsentation des Spiels hervorragend ist. Eine Empfehlung vergebe ich dennoch, denn trotz der genannten Kritikpunkte ist The Getaway ein sehr unterhaltsames Spiel mit toller Story und erstklassiger Synchronisation. Gute Ideen stecken ebenfalls im Spiel, nur leider eben nicht gut umsetzt... weiterlesen schließen
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