Pro:
im großen und ganzen nicht zu zeitaufwendig / einfach nur lecker
Kontra:
das Mett ist nicht wirklich günstig und es ist ein Kampf es klein zu kriegen :)
Empfehlung:
Ja
Spaghetti Bolognese hab ich von klein auf entweder bei Oma oder von Alete gegessen. *g* Beides sehe ich persönlich als die besten Spaghetti Bolognese an, obwohl sie grundverschieden sind. Alete ist eher süßlich und totaler Kindergeschmack, wogegen Omas Spaghetti lecker scharf und würzig sind…
~°~ Zutaten ~°~
° eine Packung Spaghetti mit Tomatensauce von ALDI (!!!) [die man bei den anderen Nudeln findet]
° 300g Thüringer (!!!) Mett
° eine Dose geschälte Tomaten
° evtl. Ketchup
° getrocknete Chili-Schoten oder Chili-Samen
° evtl. etwas Salz und Pfeffer
~°~ So wird’s gemacht ~°~
Als erstes stellt man sinnvollerweise einen Topf mit Wasser (,Salz und Öl) auf, damit das Wasser schnell kocht.
Dann nimmt man sich eine Pfanne. Wenn’s eine beschichtete Pfanne ist, braucht man kein Öl/Fett, wenn’s keine beschichtete Pfanne ist, lässt man ein wenig Öl/Fett heiß werden.
Wenn’s perfekt läuft, sind Öl und Wasser gleichzeitig heiß, so dass man die Nudeln in den Topf geben kann und zeitgleich auch das Mett in die Pfanne. Wenn nicht, ist’s auch net so schlimm.
Um die Nudeln muss man sich jetzt eigentlich erstmal nimmer kümmern. Man muss halt schauen, dass sie nicht anbrennen und nicht überkochen und abpassen, wann sie fertig sind, aber das kann man auch gut zwischendurch machen, daher hebe ich das jetzt nicht weiter hervor. :)
Das Mett, das man als großen Klumpen beim Metzger bekommen hat, hat man jetzt also in die Pfanne gegeben und jetzt fängt die einzige „schweißtreibende“ Arbeit an. Mit einer Gabel wird das Mett zerdrückt und dabei immer wieder gedreht, bis man die üblichen kleinen Klümpchen hat. Am besten zerteilt man dazu erstmal den großen Klumpen in mehrere kleine um drückt dann wild rum. Das ist das einzig zeitaufwendige, denn Mett kann sehr widerspenstig sein, gerade wenn es kalt ist. :)
Ist das Mett klein genug gedrückt, lässt man es noch ein bisserl braten und mischt es gelegentlich mal. Das Mett sollte aber keine braunen Stellen kriegen, sondern einfach nur nicht mehr roh sein. Viel Zeit für etwas anderes bleibt einem dabei also nicht, denn wenn das Mett einmal kleingedrückt ist, ist es schnell fertig.
Dann gibt man die Tomatensauce von den Nudeln auf das Mett und schüttet dann die angegebene Menge Wasser dazu [die Sauce ist eigentlich eher Tomatenmark und die Tüte soll man laut Packungsanweisung noch mal mit Wasser füllen und das dann auch dazu geben]. Dann gibt man noch die Würzmischung dazu, die bei den Nudeln und der Sauce dabei war. Jetzt rührt man das ganze am besten schon mal um, so dass sich alles gut vermischt und die Würzmischung nicht nur an einer Stelle klebt.
Dann gibt man die geschälten Tomaten aus der Dose dazu. Da es ganze Tomaten sind (oder sein sollten) zerteilt man diese noch mal in kleinere Stückchen und rührt das Ganze noch mal gut durch.
Jetzt gibt man den Chili dazu. Hat man Samen, kann man die einfach so dazu geben, hat man Schoten, kann man die vorher noch klein(er) schneiden oder aber ganz dazu geben. Wie man’s halt mag.
Genauso sieht’s auch mit der Menge aus. Wer’s gerne scharf mag nimmt etwas mehr, wer’s nur würzig mag, nimmt weniger. Ich habe letztens eine Teelöffelspitze Chili-Samen genommen. Da war eine gute Schärfe zu schmecken, aber es war nicht extrem. Meine Oma nimmt immer drei Mini-Chili-Schoten, die sie ganz dazu gibt. Das ist dann einfach nur lecker würzig, die Schärfe ist ganz gering (außer man sieht die Schote nicht *g*).
Das Ganze rührt man jetzt noch mal gut durch und lässt es noch so 3 Minuten köcheln, wobei man schon noch mal rühren sollte.
Dann kann man die Sauce abschmecken. Meistens muss man nichts mehr hinzufügen, aber wem es immer noch nicht tomatig genug ist, der kann noch ein bisserl Ketchup dazu geben. Wem Salz oder Pfeffer fehlt (wobei Pfeffer eher selten fehlt), gibt das halt dazu. Jetzt lässt man es noch zwei Minütchen ziehen und kann dann servieren.
Wem’s vorher schon geschmeckt hat, der braucht die Soße natürlich nicht noch mal ziehen zu lassen.
~°~ Und das schmeckt? ~°~
Und wie!!!
Thüringer Mett ist ja gewürztes Mett, daher schmeckt das Fleisch an sich schon lecker gewürzt. Dazu dann noch die Soße, die einerseits richtig tomatig schmeckt, gerade mit den Tomatenstückchen, aber andererseits ist auch sie richtig lecker würzig. Die fertige Würzmischung und dann noch die Chilis, die in geringem Maß die Würze einfach nur verstärken oder halt, wenn man mehr nimmt, die Soße lecker scharf bis höllisch scharf machen. :)
Durch die Chilis und das Thüringer Mett schmeckt diese Bolognese-Soße ganz anders, als herkömmliche Bolognese-Soße, egal ob im Restaurant oder als Fertig-Produkt.
~°~ Kosten ~°~
Die Nudeln mit Soße von ALDI kosten 0,65€, für das Mett bezahlt man ca. 4,50€ (aber im Angebot ist es viel günstiger), die Tomaten kosten ca. 0,70€, die Chilis gibt es für kleines Geld in großen Packungen, so dass sie kaum ins Gewicht fallen und was man zum Nachwürzen braucht hat man meistens auch da.
Somit kosten Omas beste Spaghetti Bolognese maximal 6 Euro.
~°~ Wieviele Portionen sind das denn überhaupt? ~°~
Mit Oma und Opa teile ich mir die o.g. Menge und meistens bleibt dann noch was übrig. Mit meinem Freund bleibt etwa genauso viel übrig, aber da essen wir dann halt nur mit zwei Personen.
Für normale Esser sind es also 3 Portionen und für Vielesser 2 Portionen, vielleicht sogar 2 knappe Portionen.
~°~ Fazit ~°~
Das einzig negative, ist das Mett, denn erstmal ist das ein recht hoher Kostenfaktor und dann ist das auch noch das zeitaufwendigste. Aber es gibt wahrlich teureres Fleisch und außerdem ist es das wirklich wert. Trotzdem ziehe ich ein Sternchen dafür ab. :)
Probierts einfach mal aus, wer’s gerne würzig mag, dem wird es bestimmt genauso gut schmecken, wie mir! weiterlesen schließen
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