Pro:
viel Spaß, verschiedene Einsatzmöglichkeiten
Kontra:
Verletzungsrisiko, können auch Sachschäden anrichten, im Haus würde ich sie nicht verwenden
Empfehlung:
Ja
Kleine Premiere: Ich schreibe auch mal über ein Spiel- bzw. Sportgerät, nämlich über eine ganze Kiste voller kleiner Flummys.
Wie kam ich zu den Flummys?
Ich sollte für die Zwillinge meiner Freundin, deren Patentante ich bin, den siebten Geburtstag ausrichten. Sprich: sechs kleine Jungs und sechs kleine Mädchen, die gefüttert, unterhalten und aufgepasst werden müssen. Und als Patentante will man natürlich den genialsten Geburtstag aller Zeiten ausrichten!
Ich beriet mich mit einer anderen Freundin, die Lehrerin ist, und die erinnerte mich u.a. daran, dass auch wir früher schon sehr gerne mit Flummys gespielt haben. Ich recherchierte im Internet und fand dieses Angebot für insgesamt 36 kleine Flummys (ca. 3-4 cm Durchmesser) im Design von Sportbällen, nämlich Mini-Fußbälle, Mini-Baseballbälle, Mini-Golfbälle, Mini-Volleybälle, Mini-Basketbälle und Mini-Tennisbälle, was sehr gut passte, weil meine Patenkinder und ihre Freunde alle im Sportverein sind. Die Flummys bestehen aus einer elastischen Gummimasse und springen dadurch super. Nebenher sind sie abwaschbar, so dass ihnen ein bisschen Dreck nichts anhat.
Der Preis: knapp 30 Euro für 36 Flummys (bei www.sport-thieme.de). Diesen Preis waren sie durchaus wert, denn die Qualität der Bälle ist gut. Aus meiner Kinderzeit kenne ich noch Flummys, die nach einmal kräftig auf den Boden schmeißen kaputt waren, aber diese hier hielten wirklich viel aus. Nach dem Geburtstag waren zwar ein paar verloren gegangen (sie springen halt so heftig, dass man nicht alle später wiederfindet), aber kein einziger war kaputt.
Wie haben wir die Flummys eingesetzt?
Ich hatte mir Spiele ausgedacht, und zwar drei für die Mädchen und drei für die Jungs, denn Kids in dem Alter haben ja doch unterschiedliche Interessen.
Für die Mädchen gab es die folgenden Spiele:
- Eine Kombination aus Gummihüpfen mit Flummys, wo erst jeweils drei in einer Gruppe, dann alle sechs zusammen beschäftigt waren. War erst schwierig und schien mir schon zu schwierig, aber da die Mädels sportlich sind, haben sie es dann doch hingekriegt und dann mit viel Spaß gespielt. Es war auch sehr kreativ, weil die Mädchen sich schnell eigene Varianten ausdachten.
- Dann gab es eine Kombination aus diesem Hüpfspiel, wo sie sich auf der Straße mit Kreide Hüpfparcours aufmalen, und dem Flummyspielen. Auch das war erst schwer, machte ihnen aber dann auch Spaß und entwickelte sich zu ihrem Lieblingsspiel. Auch hier übernahmen sie bald selbst das Kommando und dachten sich eigene Hüpfparcours und Spielvarianten aus.
- Zuletzt gab es ein Spiel, bei dem die sechs Mädchen sechs Bälle gleichzeitig so an die Wand werfen mussten, dass jeweils die nächste den Ball auffing. Das war ein großer Spaß, weil sie nach ein paar Würfen immer aller durcheinanderpurzelten, hat aber ehrlich gesagt im Vergleich zu den anderen nicht besonders lange Spaß gemacht.
Für die Jungs hatte ich vorgesehen:
- Eine Variante des Dosenwerfens, bei denen die Flummys erst die Wand hinter den Dosen und dann erst die Dosen treffen sollte. Da die Jungs sportlich sind, schafften sie das schnell sehr gut und hatten großen Spaß daran. Es war der Favorit unter ihren Spielen.
- Eine Abart des Pfeilwerfens, nur eben nicht mit Pfeilen, sondern mit Flummys. Die Zielscheibe hatte ich mit Malkreiden an die Wand gemalt. Das erwies sich als praktisch, weil man die Abdrücke der Flummys dort sehr gut erkennt, so dass es nie eine Diskussion gab, in welchen Ring der Flummy nun getroffen hatte. Auch dieses Spiel hat Spaß gemacht.
- Dann spielten wir noch Boule mit Flummys. Auch das hat ihnen Spaß gemacht, aber nicht allzu lange. Das Spiel ging dann über in eine kämpferische Variante, die die Jungs sich selbst ausdachten, wo jeweils zwei von ihnen gleichzeitig warfen und versuchten, ihre Flummys erst auf dem Boden, später in der Luft gegenseitig zu treffen. Das machte ihnen Spaß, war aber auch das gefährlichste, was wir auf der Geburtstagsfeier veranstaltet haben.
Es passierte noch etwas Interessantes: Obwohl die Jungs anfangs genau wie erwartet reagierten und über die "Mädchen-Spiele" lästerten, wollten sie die am Ende doch ausprobieren, und die Mädchen ließen es sich nehmen, auch die Jungs-Spiele zu versuchen. Auch das hat allen Spaß gemacht.
Am Schluss haben wir dann auch noch einfach mit den Flummys rumgetobt, und auch die Eltern und ich hatten ehrlich gesagt großen Spaß dran. Ein paar der Väter, die zum Abholen kamen, haben sich selbst direkt wieder in kleine Jungs verwandelt ;-) (Hallo ihr, nein, ich verrate euch an niemanden, ihr Herren Bankmanager und andere ...)
Ich möchte euch aber auch nicht die Gefahren der Flummys verheimlichen:
Da ist erstmal die Gefahr, die man immer hat, wenn man Kinder auf Bälle loslässt: Die Kinder sind ganz auf die Bälle konzentriert und kümmern sich nicht mehr um Gefahren wie den Straßenverkehr. Bei Bällen, die so stark springen wie diese Flummys, ist das nur noch gefährlicher. Zum Glück hatten wir einen abgeschlossenen Innenhof, so dass diese Gefahr ausschied.
Außerdem sind die Bälle selbst nicht ganz ungefährlich, denn sie entwickeln einen enormen Schwung. Ich habe beim Toben einen davon an den Kopf gekriegt, das hat schon ganz schön weh getan. Ein Glück, dass das keinem Kind passiert ist, das hätte bestimmt Tränen gegeben!
Außerdem können die Bälle natürlich auch neben dem Verletzungsrisiko ganz schöne Schäden anrichten, z.B. Dellen an Autos oder eingeschmissene Scheiben, was bei uns zum Glück nicht passiert ist.
Fazit:
Die Flummys waren der große Renner auf dem Geburtstag. Trotzdem ist man natürlich als Erwachsener gefragt, denn ein gewisses Verletzungsrisiko und die Gefahr der Sachbeschädigung (Fenster, Autos) besteht schon, denn die Bällen entwickeln sehr viel Schwung.
Deshalb: Spaß haben, aber auch aufpassen! Eher was für sportliche Kids - und Erwachsene! weiterlesen schließen
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