Pro:
ein Klassiker, den man gelesen haben sollte
Kontra:
altmodischer Schreibstil
Empfehlung:
Ja
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Allgemeine Buchdaten:
- Titel: Dracula
- Autor: Bram Stoker
- Verlag: Anaconda
- Seitenazahl: 502
- ISBN-13: 9783866472938
- Preis: 7,95 Euro
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Autor:
Bram Stoker, geb. 847 in Dublin, gestorben 1912 in London und war die ersten sieben Jahre seines Lebens durch eine schwere Krankheit ans Bett gefesselt. An der Dublin University war er dann jedoch nicht nur Präsident einer philosophischen und einer historischen Gesellschaft, sondern auch Star einer Fußballmannschaft. Nach dem Studium schlug er sich als Theaterkritiker und Zeitschriftenherausgeber durch, 1878 wurde er Manager des berühmten Shakespeare-Darstellers Hanry Irving. In seiner Freizeit schrieb und veröffentlichte er zehn Bücher, von denen allerdings nur „Dracula“ internationale Anerkennung fand. Bram Stoker Strarb 1912 in London, genau zehn Jahre bevor mit Murnaus Filmklassiker „Nosferatu“ seinem Helden der Durchbruch gelang.
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Klappentext:
Die Gestalt des Grafen Dracula ist eine der bekanntesten literarischen Figuren der Welt. Seit im Jahr 1897 der Vampirroman „Dracula“ des irischen Unterhaltungsschriftstellers Bram Stoker erschien, ist sie aus der Literatur und Film kaum mehr wegzudenken. Besonders das Kino hat die Vampire schnell bildgewaltig für sich entdeckt. Den genreeigenen Qualitäten des literarischen Originals hat dies jedoch keinen Abbruch getan. Bis heute ist Stokers Roman über den jungen Anwalt Harker und den dämonischen Untoten Dracula ein schaurig-schönes Leseerlebnis.
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Inhaltswiedergabe und meine Meinung
Obwohl ich davon ausgehe, dass die Meisten die Story kennen dürften, möchte ich kurz auf den Inhalt eingehen. Der junge Anwalt und Immobilienmakler Jonathan Harker unternimmt eine Reise nach Transsylvanien, um mit dem Grafen Dracula einen Vertrag über einen Immobilienkauf in London zu schließen. Schon bald merkt Jonathan, dass mit dem Grafen irgendetwas nicht stimmt, er bekommt ihn nur Abends zu sehen, kann im ganzen Schloss keinen einzigen Spiegel finden und beobachtet den Grafen mehrmals, wie dieser mitten in der Nacht aus seinem Fenster die Mauer herunter klettert. Schnell wird klar, dass Dracula kein Mensch sein kann und Jonathan sein Gefangener ist. Es gilt nun, aus dem Schloss zu entkommen und nach London zu kommen, um den Grafen wieder zu vertreiben …
Die Story wird in Form von Tagebüchern, Telegrammen und Briefen erzählt. Überwiegend wird das Geschehen aus drei Perspektiven wiedergegeben. Den Anfang macht Jonathan Harker mit seinem Tagebuch, in dem er über die Reise nach Transsylvanien und seine Beobachtungen und Erlebnisse auf Schloss Dracula berichtet. Zwischendurch bekommt man Briefe von Lucy an Mina und von Mina an Lucy zu lesen, in denen man mehr über die Personen erfährt, die später im Buch auftauchen. Später im Buch wird die Story aus den Tagebucheinträgen von Mina Harker, Jonathan Harker und Dr. Sewards ersichtlich. Es gibt noch drei Herren, die bei der Jagd nach Dracula helfen: Dr. Van Helsing, Lord Arhur (Lucys Verlobter) und Quincey Morris, über die nur in der dritten Person erzählt wird. Und nicht zu vergessen: Renfield, der psychisch Kranke.
Der Schreibstil ist nicht sehr einfach. Man muss hier bedenken, dass die Story schon über 100 Jahre alt ist und die Sprache entsprechend sehr altmodisch ist. Manchmal sind die Absätze über mehre Seiten lang und schwer zu lesen. Ich konnte aber dem Geschehen gut folgen und habe auch jeden Satz verstanden. Gestört hat mich (wie in allen alten Büchern) die Stellung der Frau in der Gesellschaft: z. B. wird an einer Stelle gesagt, dass Mina „das Gehirn eines Mannes und das Herz eines Weibes hat“, aber so waren nun mal die Zeiten.
„Dracula“ stand schon immer auf meiner Lesewunschliste und nachdem ich das Buch nun endlich gekauft und gelesen habe, muss ich sagen, dass ich etwas enttäuscht bin. Im gesamten Buch wird nur sehr wenig über den Vampir gesprochen. Man erfährt zwar, dass er sich von Menschenblut ernährt, dass er sich von Kruzifixen, geweihtem Wasser und Knoblauch fürchtet. Dr. Van Helsing spricht ständig in Rätseln und macht nur vage Eindeutungen. Seine Aussagen beruhen überwiegend auf Aberglaube. Und auch von Lucy und Mina, die direkten Kontakt zu Dracula hatten, erfährt man nicht fiel. Irgendwie wollte die Gruselstimmung bei mir nicht wirklich aufkommen. Und auch das Ende hat mir nicht gefallen. Ein Drittel des Buches handelt davon, wie sie Dracula ausfindig machen und dann ist in einer Sekunde alles vorbei.
Insgesamt war das Leseergebnis zwar sehr interessant, man bekommt einen guten Einblick in die damalige Zeit, aber an einigen Stellen fand ich das Buch zu sehr in die Länge gezogen. Aber ich bin froh, dass ich jetzt die „wahre“ Geschichte des Grafen Dracula aus Transsylvanien kenne.
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Mein Fazit:
„Dracula“ war für mich ein interessantes Leseerlebnis, aber irgendwie nicht das, was ich eigentlich erwartet habe. Trotzdem vergebe ich vier Sterne und spreche eine Leseempfehlung aus, weil man meiner Meinung nach diesen Klassiker gelesen haben sollte.
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