Pro:
originelle & praktische Verpackung, lecker, Kultstatus
Kontra:
etwas teuer
Empfehlung:
Ja
Schuhcreme zwischen den Süßigkeiten?
...das fragte ich mich, als ich erstmals Scho-Ka-Kola im Supermarkt sah. Der Grund hierfür liegt in der Verpackung in Form einer Dose, die da eher an Erdal und Co. erinnert als an eine Schokolade, die im Normalfall ja in Tafelform „daherkommt“.
Aber ein Blick auf den Rand der Dose zeigt mir, dass es sich um keinen Fehler der Verkäuferin beim Einräumen des Regals handelt sondern tatsächlich um 100g einer Schokolade mit ca. 0,2% Koffein und 52,5% Kakaobestandteilen, deren Hersteller die Stollwerck AG in Köln ist.
Als weiterer Bestandteil dieser Leckerei wird auf der Unterseite der Dose noch das Beste der Kola-Nuss angegeben, was dann auch die Zusammensetzung und Schreibweise des Namens erklärt:
- „SCHO“ steht für Schokolade,
- „KA“ steht für den Kaffee und
- „KOLA“ steht für die oben erwähnte Kola-Nuss.
(Wobei die „Nuss“ bei Stollwerck noch "altdeutsch" „Nuß“ heißt, aber dies nur am Rande)
Wenn man dem rot-weißen Deckel der Dose, der sich durch Drücken relativ leicht öffnen lässt, glauben schenken darf, handelt es sich bei Scho-Ka-Kola um „die schnelle Energiequelle“, die munter macht und auch Kraft schafft. Wenn das keine vollmundigen Versprechungen sind.
Auf detailliertere Ausführungen zur Dose verzichte ich mal, da im Süßwarenregal im Gegensatz hier ganz sicher keine Verwechslungsgefahr besteht, da die Dose doch absolut einzigartig ist, was man von den herkömmlichen Tafelschokoladen ja nicht sagen kann.
Nun kommen wir aber mal zum Inhalt dieser Dose; denn auch hier setzt sich das Außergewöhnliche fort. Der Inhalt besteht aus zwei runden „Etagen“ zu jeweils acht Schokoladen-Stückchen, die aufgrund Ihrer Form an winzige Tortenstücke erinnern.
Aufgrund der dunkelbraunen Farbe dieser Stückchen lässt sich erahnen, dass es sich eher um eine Schokolade der bitteren Sorte handelt.
Dies bestätigt sich, wenn man sich eines dieser praktischen Stücke „schnappt“ und langsam auf der Zunge zergehen lässt. Zuerst schmeckt man einen bitteren aber nicht unangenehmen Schokoladengeschmack; zumindest für Freunde bitterer Schokolade ist dieser nicht unangenehm – anderen rate ich allerdings auch nicht zum Kauf von Scho-Ka-Kola.
Bei genauerem „Hinschmecken“ stellt man dann auch noch einen Beigeschmack fest, der aus dem Koffein und der Kola-Nuss resultiert. Es handelt sich allerdings um keinen übermäßigen oder aufdringlichen Koffeingeschmack, denn sonst würde ich als „Kaffee-Verächter“ einen weiten Bogen um diese Schokolade machen; es ist vielmehr ein Geschmack, der dieser Schokolade die besondere Note und das gewisse Etwas gibt.
Ob der Verzehr von Scho-Ka-Kola nun wirklich wie versprochen einen aufputschenden Effekt hat sowie Geist und Körper belebt oder gar Flügel verleiht (ach nee, das war ja wieder was anderes), muss jeder für sich selbst entscheiden. Sicher ist nur, dass sie lecker ist und aufgrund des enthaltenen Zuckers sicher kurzfristig für eine Energiezufuhr und auch Steigerung der Konzentrationsfähigkeit sorgen kann. Und wenn man dazu noch an das Ganze glaubt, kann das sicher nicht abträglich sein, wie bei so vielen dieser „Aufputschmittel“.
Dieser ganze Spaß ist allerdings nicht ganz billig; die Preise für die Dose mit 100g Inhalt schwanken von ungefähr 1,25 Euro in ausgewählten Supermärkten bis hin zu knapp 2 Euro an Bahnhofskiosken oder Tankstellen.
Auf der Seite Schokakola.de kann man übrigens auch gleich einen ganzen Karton mit 10 dieser Dosen zum Preis von 20,40 Euro (zzgl. Porto!) bestellen. Das ist zwar schön bequem, aber wahrlich kein Sonderangebot.
Allerdings erfährt man dort noch ein paar Dinge rund um diese Leckerei, wie z.B. dass es sie schon seit 1935 gibt. Für dieses Alter schmeckt sie dann aber doch wirklich lecker, oder hab ich da nun was falsch verstanden? ;-)
Die außergewöhnliche Verpackung hat in meinen Augen eine Reihe von Vorteilen. So kann die Schokolade nicht so leicht bröseln oder bröckeln, wenn sie im Rucksack, oder der Jackentasche transportiert oder beim Autofahren verzehrt wird.
Außerdem lassen sich die kleinen „Tortenstücke“ sehr leicht entnehmen, so dass man nicht erst lange Brechen muss und sich wohlmöglich dabei die Finger noch verschmiert. Für mich haben die Stücke auch die richtige größe, um sie langsam und genüsslich auf der Zunge zergehen zu lassen.
Aufgrund des hohen Preises, für den ich einen Stern abziehe, gönne ich mir diesen Genuss allerdings auch nicht allzu häufig, aber wenn ich zufällig mal Scho-Ka-Kola irgendwo sehe und der Geldbeutel es erlaubt, dann ist diese außergewöhnliche Form der Schokolade schon mal drin.
Aber auch als kleine Unterstützung bei ewig langen Autofahrten ist Scho-Ka-Kola immer eine willkommene Abwechslung, die aufgrund Ihrer praktischen und originellen Verpackung in meinen Augen auch einen gewissen Kult-Status hat, was ja die wenigsten Schokoladen von sich behaupten können. weiterlesen schließen
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