Pro:
unterhaltsam, sympathische Darsteller
Kontra:
Geschichte langweilt, ist nicht ganz ausgereift, wo ist die Romantik?
Empfehlung:
Ja
Neues Jahr - neuer Bericht. Ich hoffe, ihr habt alle schön Silvester gefeiert, eure guten Vorsätze noch nicht gebrochen und hattet heute keinen allzu großen Kater.
Ich bin heute morgen erst ganz früh ins Bett gekommen und insgesamt auch nur 3 Stunden geschlafen, so dass ich eigentlich dachte, ich wäre heute Nachmittag totmüde. Dem war aber nicht so und deshalb habe ich mir mal wieder eine kitschige Liebeskomödie in den DVD-Player gelegt, in der Hoffnung, ich würde vielleicht doch einschlafen bei einem Film, den ich schon dutzendmal gesehen habe: "Sweet Home Alabama".
Die Story
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Melanie Charmichael (Reese Witherspoon) lebt seit einigen Jahren in New York und arbeitet fleißig an ihrer Karriere als Modedesignerin. Sie hat eigentlich alles, was sich eine Frau wünschen kann: sie ist erfolgreich im Job, hat nette Freunde und einen Freund (Patrick Dempsey), der reich ist, sie über alles liebt und blendend aussieht.
Als dieser ihr allerdings einen hochgradisch romantischen Heiratsantrag macht, hat Melanie ein Problem, denn sie hat zu viel von dem, was Frau sich wünscht, nämlich noch einen Ehemann, Jake (Josh Lucas), in ihrem Heimatort in Alabama, der sich weigert die Scheidungspapiere zu unterschreiben.
Kurzerhand reist Melanie nach Hause, um Jake persönlich vor die Tatsache zu stellen, dass ihre Ehe Geschichte ist und er endlich in die Scheidung einwilligen soll.
Jake allerdings hat noch Gefühle für Melanie und denkt nicht daran die Papiere zu unterschreiben, er liebt es ein Spielchen mit Melanie zu spielen, bis auch Melanie merkt, dass sie noch verliebt ist: in Jake und in ihre einst so verhasste Heimat.
Doch dann unterschreibt Jake unerwartet die Scheidungspapiere und Melanie steckt plötzlich mitten in den Hochzeitsvorbereitungen mit Andrew. Wird sie sich für den richtigen entscheiden??
Meine Meinung
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In kalten Zeiten (und damit ist nicht nur das Wetter gemeint) braucht der Mensch etwas rührseliges und ein wenig seichte Ablenkung. Was könnte die Bedürfnisse besser erfüllen als eine Liebeskomödie aus Hollywood? Weil das so ist, sprengen solche Filme gerade im Winter die Kinosäle und landen in den oberen Charträngen. So auch "Sweet Home Alabama", der nicht nur in Deutschland sehr erfolgreich war, sondern in Amerika dafür sorgte, dass Reese Witherspoon in die Garde der Topverdiener aufgestiegen ist.
Warum aber fasziniert diese Komödie die Leute mehr als andere, wo doch die Geschichte denkbar simpel und wenig innovativ ist?
"Sweet Home Alabama" ist eine triefend kitschige Liebeskomödie, die selbstverständlich keine großen Ansprüche an den Zuschauer stellt, aber wer erwartet so etwas auch bei einem Film dieses Genres? Es gibt dutzende Filme im Stil der "Romantik-Komödie", aber dieser sticht durch seine sympathischen Protagonisten klar hervor. Sicher, die Geschichte "Frau muss sich zwischen zwei Männern unterscheiden" ist so alt wie Hollywood selbst, aber meist ist in diesen Fällen einer der Männer ein Fiesling, so dass der Zuschauer genau weiß welchen Rat er der Hauptperson geben würde. In "Sweet Home Alabama" sind aber beide männlichen Hauptdarsteller absolute Sympathieträger und so ist nicht nur Melanie Charmichael sondern auch das Publikum zeitweise ziemlich ratlos.
Die netten Darsteller, die Lebensart der Landeier und die sarkastische Darstellung der Südstaatler und ihre Meinung zu den Yankee machen "Sweet Home Alabama" zu einer spritzigen Liebeskomödie, die ganz klar zu den Besseren ihres Genres zu zählen ist.
Die DVD
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Laut Aufschrift soll in den Sprachen Deutsch, Englich, Italienisch und Türkisch der volle 5.1 Dolby Digital Ton vorhanden sein. Gut, ich habe jetzt keine Surround-Anlage, aber mir ist bei diesem Film vor allem der schlechte Ton aufgefallen. Bis Lautstärke 18 musste ich aufdrehen, um überhaupt was verstehen zu können, die englische Version war da noch etwas schlechter. Also berauschend ist der Sound nicht, aber der Film lebt ja auch nicht von Soundeffekten, so dass es in dem Fall eigentlich egal ist. Das Bild ist klar und scharf und das ist bei einem Film meiner Meinung nach viel wichtiger.
Neben den oben genannten Sprachen gibt es noch Untertitel in Französisch, Italienisch und Spanisch.
Doch komme ich nun mal zum wichtigsten Punkt, den Extras.
Regisseur Andy Tennant hat sich bei der DVD-Ausstattung richtig Mühe gegeben, um dem Zuschauer was zu bieten und vielleicht dafür zu sorgen, dass die Leute sich den Film kaufen, was zumindest bei mir geklappt hat.
Neben dem sehr netten Audiokommentar während des Films (es kommt nicht oft vor, dass ich mir einen Film nochmal mit Kommentar angucke), kommentiert Tennant auch noch sehr viele entfallene Szenen.
Diese acht entfallenen Szenen sorgen auch dafür, dass man mal wieder einen ausführlichen Blick hinter die Kulissen bekommt, denn ursprünglich war in dem Film noch ein weiterer Charakter vorgesehen, der aber in den endgültigen Fassung des Films keine Erwähnung mehr findet (außer ganz am Ende). Ich finde es interessant zu sehen, wieviel Film man dreht, um schließlich zu einer zufriedenstellenden Endfassung zu gelangen.
Bei den Szenen kommentiert der Regisseur nicht während der Szene, sondern davor und danach, was ein Zuschauen sehr angenehm macht.
Auch ein alternatives Ende mit Kommentaren von Andy Tennant gibt es zu sehen und Tennant erklärt dabei sehr beschämt, dass der Schluß wirklich grottig ist und beim Testpublikum gar nicht ankam. Recht hatten die Leute, denn der alternative Schluß ist wirklich schlecht - mir war nicht so richtig bewußt, dass ein Testpublikum so eine große Macht hat.
Außerdem befindet sich aufder DVD noch das Musikvideo der Single "Mine all mine" von der Gruppe SHeDAISY, was meiner Meinung nach aber völlig überflüssig ist, da das Lied im Film nicht einmal gespielt wird und von der Gruppe auch noch keiner was gehört hat.
Mein Fazit
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Neuerdings sagen wir zu Filmen dieser Art "ein Filmchen halt" und das ist "Sweet Home Alabama" ganz eindeutig: ein Filmchen. Unterhaltsam und romantisch, ein Film zum immer wieder gucken und die Anschaffung der DVD lohnt sich auch, da sich hier einiges an Extras versteckt, die auch vom Inhalt her schön auf den Film und die Zielgruppe des Films abgestimmt sind.
Allerdings ist der Film mit knapp 20 Euro doch etwas teuer, der wird garantiert in ein paar Monaten billiger sein, aber ich konnte halt nicht warten.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2004-06-25 18:26:17 mit dem Titel ...und plötzlich bist du Mutter von 3 Kids
Gestern haben zwei Freundinnen und ich uns mal wieder einen gemütlichen Kinoabend gegönnt. Da wir alle auf romantische Komödien stehen und zwei von uns John Corbett nett anzusehen finden, haben wir uns schnell auf „Liebe auf Umwegen“ einigen können.
_Die Story
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Helen Harris (Kate Hudson) arbeitet sehr erfolgreich als Model-Agentin. Sie ist der Typ Frau, der sich nimmt was er braucht und so führt sie doch ein sehr oberflächliches Leben mit Partys, schönen Menschen und hier und da mal einen kleinen One-Night-Stand.
So flippig und verrückt Helen auch ist, für ihre Familie hat sie immer Zeit, so fährt sie zum Beispiel nach der Arbeit noch schnell nach Jersey zu ihrer Schwester Lindsey (Felicity Huffman), weil diese Geburtstag hat. Lindsey ist ähnlich aufgeweckt wie Helen, allerdings hat sie schon eine Familie gegründet.
Auf dieser Geburtstagsfeier wird Helen ihre Schwester zum letzten mal sehen, denn eine Woche später, kommen sie und ihr Mann bei einem Autounfall ums Leben – zurück bleiben die fünfzehnjährige Audrey (Hayden Panettiere), der zehnjährige Henry (Spencer Breslin) und die fünfjährige Sarah (Abigail Breslin).
Helen geht davon aus, dass sie den Kindern nur als Tante beistehen muss und dass ihre spießige Schwester Jenny (Joan Cusack) die Obhut der Kinder übernimmt, doch Lindsey hat in ihrem Testament verfügt, dass Helen sich um die Kinder kümmern soll, wenn sie es will.
Sie hat ihren beiden Schwestern ihre Entscheidung jeweils in einem Brief begründet und als Helen den letzten Willen ihrer Schwester liest, ist für sie klar, dass sie sich um ihre Nichten und ihren Neffen kümmern will.
Schnell muss sie allerdings feststellen, dass Karriere und Kinder nicht so leicht unter einen Hut zu bringen sind. Zuerst muss Helen ihre Wohnung in Manhattan aufgeben und mit den Kids in ein größeres Appartement nach Queens ziehen. Weil sie ständig für die Kinder da sein muss, verliert sie auch ihren Traumjob und muss ihren Lebensunterhalt als Empfangsdame in einem Autohaus verdienen.
Diese äußeren Umstände sind aber nicht alles, was Helen in ihrem Leben ändern muss, sie muss auch langsam begreifen, dass sie eine Mutter ist und sie als Mutter auch mal streng sein muss.
Unterstützung erfährt Helen durch Pastor Dan Parker (John Corbett), dem Rektor der Schule, in die die Kinder gehen.
Es kommt wie es kommen muss und die beiden verlieben sich ineinander, aber ist das wirklich das Leben, das Helen will und ist sie der Mutterrolle wirklich gewachsen oder soll sie die Kinder lieber Jenny anvertrauen?
Das alles, erfahrt ihr im Kino...
_Allgemeines
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"Liebe auf Umwegen" (Raising Helen), USA 2004
Regie: Garry Marshall
Drehbuch: Jack Amiel, Michael Begler
Produktion: Ashok Amritraj, David Hoberman
Schauspieler: Kate Hudson, John Corbett, Joan Cusack, Helen Mirren, Hayden Panettiere, Spencer Breslin, Abigail Breslin
Verleih : Buena Vista International
Länge : 119 Minuten
FSK : keine Altersbeschränkung
Homepage: www.liebe-auf-umwegen.de
Kinostart: 17.06.04
_Meine Meinung
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Wo ist die große Liebe? Wo ist der Umweg? Irgendwie zieht sich der Film wie Kaugummi ohne, dass wirklich was passiert.
Der Regisseur von „Liebe auf Umwegen, Garry Marshall, hat auch „Pretty Woman“ und „Die Braut, die sich nicht traut“ gedreht und ähnlich viel romantischen Kitsch und lustige Momente habe ich mir deshalb auch von „Liebe auf Umwegen“ erwartet, aber ich wurde bitter enttäuscht.
„Liebe auf Umwegen“ ist einfach nicht richtig romantisch und auch nicht richtig lustig. Es geht in erster Linie wohl darum wie eine junge Frau plötzlich als Mutter von 3 Kindern klarkommt und welche Konflikte überall auf sie lauern.
Weiterhin geht es um die zwei Schwestern Helen und Jenny, die verschiedener nicht sein können, einander aber doch brauchen.
Hier ist es auch Joan Cusack, die den Film doch noch streckenweise komisch macht, denn sie spielt man wieder das, was sie immer spielt: eine durchgeknallte Spießerin, die ihr Leben oberflächlich betrachtet total im Griff hat.
Jenny ist ein absolutes Muttertier, sie hat schon Helen großgezogen als die Mutter der beiden gestorben ist und sie versteht was es heißt Verantwortung zu übernehmen.
Herrlich ist es immer, wenn sie ihre Familie rumkommandiert und nach außen hin so tut als wäre das ganz normal.
Helen wollte nie so werden wie Jenny, holt sich aber oft Rat bei ihrer älteren Schwester, was dem Film einige rührende Momente beschert.
Leider ist die Liebesgeschichte zwischen Helen und Pastor Dan nicht annähernd so rührend.
Die Liebe zwischen den beiden entwickelt sich nicht so richtig. Zuerst sträubt sich Helen gegen Dans Zuneigung und dann plötzlich ist sie doch Feuer und Flamme für ihn.
Irgendwie wirkt das Ganze so als hätte man am Ende des Films noch die Auflage bekommen eine Liebesgeschichte einzubauen.
Mir hat „Liebe auf Umwegen“ also nicht gefallen, gut, ich bin nicht vor Langeweile gestorben im Kino, aber ein zweites mal muss ich den Film auch nicht sehen.
Übrigens läuft der Film erst in der zweiten Woche und der Kinosaal gestern war mehr als halb leer.
Scheinbar lockt sie ewig süße Kate Hudson nicht mehr so viele Zuschauer an, obwohl ich persönlich sie ja sehr gerne sehe und die Rolle der Helen war eigentlich perfekt für sie. An den Schauspielern habe ich auch gar nichts zu bemängeln, denn das Drehbuch ist einfach schlecht.
_Mein Fazit
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„Liebe auf Umwegen“ ist ein unterhaltsames Filmchen, das man sich ansehen kann, aber nicht unbedingt muss. weiterlesen schließen
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