Pro:
sieht sehr schön aus
Kontra:
man braucht jahrelanges Training
Empfehlung:
Nein
Spitzenschuhe
Beim Ballett gibt es eine besondere Art für Frauen, zu tanzen: auf Spitze, das heisst, auf den Zehenspitzen. Dafür gibt es besondere Spitzenschuhe, deren Spitzen hart sind und abgeeckt, damit man darauf stehen kann.
In den USA heissen diese Spitzenschuhe „pointe shoes“ oder „toe shoes“.
Es gibt viele verschiedene Marken von Spitzenschuhen.
Zu den bekanntesten gehören:
- Capezio
- Bloch
- Gamba
- Merlet
- Repetto
- Sansha
- Freed of London
- Pauls
- Leo’s
- Grishko
zu meinen Favoriten gehören Grishkos, aber ich tanze zur Zeit mit Capezio Contemporas.
Bei den diversen Herstellern findet man meistens viele verschiedene Modelle der Spitzenschuhe, einige sind besonders gut für Anfänger, andere werden eher von Profis bevorzugt.
Capezio Pavlova soll sehr gut für Anfänger sein. Der Schuh ist meiner eigenen Erfahrung nach sehr hart, und obwohl die Standfläche auf der Spitze nicht so breit ist, hat man einen guten Stand. Allerdings finde ich die sehr harte Sohle für mich eher hinderlich als unterstützend. Capezio Pavlova stechen auch durch die knallig-pinke Farbe heraus, die Schuhe gibt’s aber auch in normalem Spitzenschuh-Rosa.
Capezio Aerial, Plie und Tendu sind sich sehr ähnlich, diese Schuhe sind für kurze Zehen besser geeignet, sehen am Fuß sehr schön aus. Aber Leute mit längeren Zehen werden mit diesen Schuhen keine große Freude haben.
Meine Capezio Contemporas waren am Anfang auch sehr steif, aber schon nach kurzer Tanzzeit sind sie eingearbeitet und dann sehr weich und flexibel. Leider fehlt dann die Unterstützung des Fußes durch die Sohle, wie man es z. B. bei Pas de bourres auf Spitze merken muss...
Es gibt noch mehr Modelle, aber auf Anhieb fallen mir jetzt im Moment nicht mehr ein.
Capezios lassen sich sehr gut färben.
Auf der website www.capeziodance.com kann man sich alle Spitzenschuhe ansehen, auch mit Beschreibungen. Die Seite ist aber englisch.
Der Preis der diversen Spitzenschuhe liegt bei ca. 50-70 EUR, je nachdem, wo man die Schuhe kauft und ob man Glück hat, dass die Schuhe reduziert sind.
Die Größen sind bei Grishkos meist 2 bis 3 Größen kleiner als die eigene US-Schuhgröße (38/39 wäre eine 8 ½, also ca. eine 5 ½)
Grishko stellt auch verschiedene Modelle her, wie Maya, Ulanova, Vaganova und Fouette. Neu sind 2007, aber die konnte ich noch nicht ausprobieren.
Ich weiß leider nicht, welches Modell meine Grishkos sind, kann nur im Allgemeinen darüber berichten, wie positiv beeindruckt ich von diesen Schuhen bin!
Grishkos sind, wenn einmal eingetanzt, hervorragende Schuhe, mit denen man schön auf demi pointe gehen kann und auch Releves gelingen gut. Der Schuh unterstützt den Fuß auch bei fortgeschrittener Benutzung noch, und selbst wenn das Satin schon zerschlissen ist und die Sohle fleckig, hat der Schuh noch nichts von seiner Stützkraft verloren.
Grishkos haben kein Ziehbändchen, wie die meisten anderen Spitzenschuhe, was aber keineswegs stört. Die Spitze ist schön ebenmässig und flach, man kann super auf Spitze stehen bleiben und Figuren machen.
Ich finde, diese Schuhe sind für Anfänger bis hin zu Profis ideal, weil sie die schönen Eigenschaften nicht verlieren.
Aber ob anderen Tänzern genau diese Schuhform so passt wie mir steht nun mal in den Sternen.
www.grishko.com ist die HP des Herstellers. Grishkos kommen ursprünglich aus Russland, sind eine sehr gute Qualität, die aber auch ihren Preis hat.
Ich hatte die Schuhe allerdings schon im Internet um damals 82 DM gesehen. Normalerweise kosten diese Schuhe aber um die 130 DM, also jetzt ca. 66 EUR.
Viele Tänzerinnen schwören auf Bloch’s.
Sie sehen auf den ersten Blick sehr eckig aus, haben eine breite Plattform
Es gibt: Serenade, Suprima, Sonata, Synergy, Aspiration, Signature Rehearsal und noch mehr.
Ich bin mir nicht sicher, ob jetzt die Serenade oder die Sonata die Schuhe für Anfänger sind, ich glaube Sonata.
Diese Schuhe haben eine sehr breite Plattform, auf der sich gut auf Spitze balancieren lässt. Nach kurzer Zeit sind diese Schuhe eingetanzt und weich, sollen den Fuß aber weiterhin unterstützen.
Ich bekomme meine Blochs erst in ein paar Wochen, werde meine Erfahrungen dem Bericht hier noch beifügen.
Blochs sehen an den Füßen sehr elegant aus, weil sie irgendwie wie die Ergänzung der Linie aussehen.
Der Preis ist mit den anderen Herstellern ziemlich gleich, also auch ca. 50 bis 70 EUR.
Ich bin immer noch auf der Suche nach der HP von Bloch, anscheinend haben die keine.
Sansha sind günstigere Spitzenschuhe, wenn man Glück hat. Man konnte die schon um 49 DM kaufen, Sansha Recital. Ich weiß nicht, wie viele Modelle es von Sansha gibt, ich kenne nur Recital, 202 und futura, wobei ich sagen muss, dass futura ausgesprochen hässliche Dinger sind, die ich nie im Leben anziehen möchte. Man mag zwar sicherlich aus der Masse herausstechen, aber wenn man wie ich gefärbte Spitzenschuhe trägt, tut man das auch!
Futura gibt es in den Farben weiss, royalblau und knallrot, sie haben vorne eine Schnürung wie ein Turnschuh, was sie eben so hässlich macht.
Naja, vielleicht finden andere Leute das ja schön.
www.sansha.com ist die Homepage, leider nur auf Englisch, so weit ich weiß.
Ich hatte mir die Sansha 202 mal gekauft, hatte sie allerdings dann an meine Freundin weiter gegeben, weil sie mir viel zu bauchig waren. Der vordere Teil der Spitzenschuhe, wo die Zehen stecken, ist stark gewölbt, und da die Schuhe auch noch Leinen- statt Satin-Bezug haben, kam ich mir irgendwie vor, ständig ne Sauschnauze anzugucken.
Die Sohle ist mehr als sehr hart, es ist, als hätte man ein Holzbrett am Fuß, aber ein dickes.
Aber für Anfänger sind die Schuhe sicher gut, weil sie schwer sind, und wenn man mal auf Spitze steht, dann steht man halt wirklich. Wie mit Blei festgenagelt.
Freed of London hat auch nahezu perfekte Spitzenschuhe.
Die bekanntesten Marken sind Studio und Studio II. es gibt noch mehr, aber die kenne ich leider nicht.
Der Preis ist etwas höher als andere, aber kommt oft mit Grishko und Bloch gleich.
Freed haben eine sehr schöne Farbe, und meistens haben sie „flexible heel“. Das bedeutet, dass die Verstärkung hinten bei der Ferse leichter ist, so dass die Ferse leicht nach unten „hängt“. Hängt ist vielleicht das Falsche Wort... Der Fuß kann mit den Schuhen von Anfang an einen schönen Halbkreis formen, ist nicht so steif angenagelt wie z. B. bei Sanshas.
Bei Freed braucht man aber unbedingt die richtige Größe und Breite. Ich habe mir schon einmal zu kleine Freeds besorgt – keine fünf Minuten konnte ich mit den Schuhen tanzen, dann hatte ich mehrere große Blasen.
Die Schuhe sind vorne an der Box sehr hart, was aber nicht negativ zu deuten ist. So halten sie lange. Und man muss ja eh jedes neue Paar bearbeiten, bis es dem Fuß passt.
Ich weiß nicht, ob es von Freed eine HP gibt, ich habe noch nie danach gesucht.
Gamba, Merlet, Repetto, Pauls und Leo’s Spitzenschuhe kann ich noch nicht bewerten.
Meine Freundin trägt Repetto, diese sind immer noch sehr hart und nicht eingetanzt. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass sie fast nie Spitze tanzt, oder dass die Schuhe eine sehr lange Eintanzzeit haben.
Repettos sind ziemlich teuer, so wie Grishkos, Blochs und Freed. Aber alles in allem – wer die Preise gut vergleicht, findet überall mal günstigere Schuhe. Es kommt auch auf die Verkäufer an, manche reduzieren ab und zu mal gewisse Marken.
Leo’s Spitzenschuhe findet man eigentlich nur in den USA, die HP hab ich leider vergessen, ich werde sie aber noch nachtragen, sollte ich wieder darüber stolpern. Leosdancewear oder so, aber ich weiß es wirklich nicht mehr.
Welcher Schuh zu welcher Tänzerin passt, muss jede für sich selbst herausfinden. Manchmal dauert es Jahre, bis eine Ballerina die für sie am besten geeigneten Spitzenschuhe gefunden hat.
Ich hoffe, ich konnte mit diesen Beschreibungen etwas helfen und wünsche allen viel Freude am Tanz!! weiterlesen schließen
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