Pro:
Hauptdarstellerin passt zum Film, hier und da gute Ansätze, solide Umsetzung des Originals
Kontra:
teils immer noch etwas trashig, schauspielerische Leistung nicht überzeugend
Empfehlung:
Nein
Bei The Grudge handelt es sich mal wieder um ein Horror-Remake von einem Film aus Fernost. Was in Hollywood so in den letzten Jahren in Mode gekommen ist, hat nicht immer die besten Kritiken bekommen. Angefangen hat es mit The Ring, das ein hervorragendes und erfolgreiches Remake hervorgerufen hat, aber bereits der zweite Remake-Teil der Fernost-Trilogie war weder ein kommerzieller, noch ein qualitativer Erfolg. Der dritte Teil der The Ring Serie wurde nie von Hollywood verfilmt und wird es wohl auch nicht werden. Ebenso waren andere Remakes eher mäßige Unterhaltung: So z.B. The Eye, für den sogar Schauspielerin Jessica Alba angeheuert hatte oder auch fast schon zuletzt Shutter, dessen koreanische Produktion zwar als Highlight des Landes gehandelt wird, aber dessen Hollywood-Interpretation einfach nicht erwähnenswert ist. The Grudge war eher einer der früheren Umsetzungen und vielleicht hat es ja trotz aller Widrigkeiten zu einem Hit gereicht, schlecht ist die Vorlage zumindest nicht, wenn man die Maßstäbe eines asiatischen Filmbudgets annimmt.
Story:
The Grudge spielt in zwei verschiedenen Zeiten. Einerseits in der Vergangenheit in der man sieht, wie eine amerikanische Familie ein Familienhaus in Japan bezieht. Kurz darauf wird diese Familie von grauenhaften Ereignissen heimgesucht. Die Mutter der Familie wird ein Pflegefall und die junge, gerade frisch mit ihrem Freund nach Japan gezogene Pflegerin Kare Davis (Sarah Michelle Gellar) übernimmt die Angelegenheit. Schnell wird klar, dass mit dem Haus etwas absolut nicht stimmt. Im Schrank im Obergeschoss, der einen Zugang zum Dachboden zu haben scheint, spukt der Geist eines Jungen und eine Frau treibt ebenso weiter oben auf dem Dachboden ihr Unwesen. Aber der Fluch scheint nicht nur auf das eine Haus begrenzt zu sein, sondern verfolgt die Familie, die dieses Haus zunächst bezogen hat.
Fazit:
Auch wenn Buffy-Schauspielerin Sarah Michelle Gellar mit in diesem Film spielt, heißt es nicht, dass gleich alles Gold ist, was glänzt. Von den ganzen Asia-Horror-Remakes ist dieser Film hier wohl deutlich eines der besseren, aber das heißt leider nicht viel. Die schauspielerische Leistung so einiger Darsteller ist wirklich eher billig und nicht überzeugend. Man merkt es eigentlich allen Schauspielern an, wenn eine Grusel-Szene kommt, weshalb das Gruseln selbst schon schwer fällt - man wird schließlich durch das Verhalten der Akteure vorgewarnt.
Es ist aber auch nicht alles schlecht an The Grudge. Wie gesagt, unter den ganzen Asia-Remakes ist The Grudge einer der besten und seine gruseligen Szenen hat der Film auf jeden Fall. Vielleichthanelt es sich sogar um den Zweitbesten, gleich nach the Ring. Fans des Genres werden daher bestimmt etwas mit ihm anfangen können, Quereinsteiger werden allerdings ihre Problem haben, The Grudge etwas abzugewinnen.
Meine Empfehlung an alle, die einen wirklich gruseligen Horrorfilm sehen wollen, der eher fernöstlich angehaucht, aber trotzdem hinreichend gut produziert ist, ist daher The Ring in der US-Version. Was einem in dem hier genannten Film geboten wird, schwankt zwischen guten Ideen und Trash und ist daher nur gruselig, wenn man ihn allein mit Kopfhörern in einem dunklen Zimmer sieht. Und auch das nur bedingt, wenn man über die mäßige schauspielerische Leistung hinwegsehen kann.
Das soll nicht heißen, dass The Grudge nicht sehenswert wäre, aber man muss schon eine Affinität zu den Genre der asiatischen Horrorfilme haben, sonst wirkt die ganze Angelegenheit sehr aufgesetzt. Vor allem sollte man ihn nicht zusammen mit mehrereren schauen, weil das die Stimmung komplett ins Bodenlose stürzen lässt.
Fakten:
Die Laufzeit des Films beträgt 87 Minuten, als Sprachen lassen sich Englisch und Deutsch auswählen. An Untertiteln steht lediglich Deutsch zur Verfügung. Freigegeben ist der Film ab 16 Jahren, was so auch in Ordnung geht - zwar ist er gruselig, aber tatsächliche Gewalt wird eigentlich während des Films nicht gezeigt. An Extras sind immerhin 57 Minuten auf der DVD vorhanden. Das Highlight davon ist sicher der Blick hinter die Kulissen. Ansonsten sind noch Standart-Zugaben vorhanden, wie Interviews und Trailer, etc. weiterlesen schließen
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