Pro:
Preis, Handhabung, Haltbarkeit
Kontra:
Nichts
Empfehlung:
Nein
TRIXIE - Krallenschere de luxe
*Aussehen/Größe*
Die hier vorgestellte Krallenschere weist die
Maße ca.16 x 6 cm im geschlossenem Zustand
bzw. 15 x 11 cm im geöffnetem Zustand auf.
Die Griffe sind kunststoffüberzogen und rutschfest
in schwarz/rot gehalten. Die beiden Scherteile sind
durch eine ausreichend dimensionierte Schraube mit
Mutter gesichert. Mit einer Feder zwischen den Griffen
Metall- versehen. Der Abstandhalter (Anschlag) wird
von der gleichen Schraube gehalten, wie die beiden
Scherteile.
*Preis*
7,69 Euro (bei zooplus)
*Anwendungsgebiet*
Das Kürzen von Krallen bei Hunden mittlerer bis
großer Rassen. Für kleinere Rassen und andere Tiere
wie Katzen sollten kleinere Scheren Verwendung finden.
*Anwendung*
Zum Pro & Contra des Krallenschneidens als Tierhalter
siehe weiter unten!
Den Hund in einer ihm angenehmen Stellung sitzend/liegend
die betreffende Pfote geben lassen, die Schere mit dem vor-
geschalteten Abstandhalter an der Kralle ansetzen und
zügig abschneiden.
Bei Hunden mit hellen Krallen kann man die Blutgefäße erkennen,
es wird natürlich NICHT bis dorthin geschnitten, bei dunklen
Krallen vorsichtig, Stück für Stück kürzen. (Siehe auch Pro & Contra)
WICHTIG: Die Schere muss immer scharf sein, unscharfe Scheren
lassen die Krallen splittern oder quetscht sie – Folgen können
Verletzungen und Entzündungen sein, schmerzhaft ist es zudem.
*Wozu das Ganze?*
Wer viel auf gepflasterten Wegen unterwegs ist, wird das Thema
wahrscheinlich weniger betreffen, aber in ländlichen Gebieten,
auf unbefestigten Wegen und weichen Böden wird man sich früher
oder später mit zu langen Krallen beschäftigen müssen.
Durch zu lange Krallen ergeben sich Fehlstellungen der Zehen, die
Haltungsschäden verursachen können. Die Zehen können sich
verdrehen, es verursacht Schmerzen bis hin zu Gelenkentzündungen.
Zeit zum Kürzen wird es, wenn die Krallen auf dem Boden aufliegen,
das wird dann auch deutlich hörbar, auf glatten Böden kommt der
Hund leichter ins Rutschen.
Ebenso wächst die sogenannte Wolfkralle – das ist die fünfte Kralle
an der Innenseite der Läufe- ohne sich abzunutzen oft ungehindert
weiter. Hier kann es sogar zum einwachsen ins Gewebe kommen,
mit den bekannten Folgen – Schmerzen, Entzündungen.
*Selbermachen oder Tierarzt? Pro & Contra*
Man/Frau sollte sich nur an das Schneiden wagen wenn man es sich auch
Zutraut, der Hund ein sehr gutes Vertrauensverhältnis mit seinem Besitzer
hat, ruhig und ausgeglichen ist (beide!). Hektik und Nervosität hat hierbei
nichts zu suchen. Die beste Vorgehensweise ist meiner Meinung nach
(wie es auch bei mir war) sich bei einem Tierarztbesuch das richtige Kürzen
der Krallen zeigen zu lassen – wie man es macht, wie weit geschnitten wird,
was noch dabei zu beachten ist.
Dann sollte man so wenig wie möglich Aufhebens darum machen, wie
etwas ganz normales wie Felluntersuchen, Ohrenkontrolle, Augenpflege usw.
Anfangs vielleicht mit nur einer Zehe anfangen und wenn es der Hund verstanden hat,
dass ihm nichts passiert eben weiter machen.
Manchmal wird den Haltern, die das selber machen, Geiz vorgeworfen – also
ich habe damals bei unserem Tierarzt nichts bezahlt, das gehörte ganz
einfach zum normalen jährlichem Besuch dazu. Auf der anderen Seite sollte
jeder Hundehalter in der Lage sein seinen mit ihm lebenden Gefährten selbst
zu versorgen so weit es geht.
Mein/unser Hund kommt von selber, wenn ich die Schere nehme zu mir
und legt sich hin – Begeisterung kommt allerdings nicht auf, es gehört halt dazu.
Wer sich das Kürzen der Krallen – egal bei welchem Tier – nicht zutraut, sollte
es weiter von seinem Tierarzt machen lassen, das ist für beide Seiten besser.
Vielen Dank fürs Lesen und Bewerten
Juni 2006 weiterlesen schließen
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