Pro:
riesen Stadt, viel Action
Kontra:
Missionen wiederholen sich mit der Zeit
Empfehlung:
Ja
True Crime: Streets of LA ist kein Shooter, ist keine Kampfspiel und ist kein Fahrspiel. Es ist alles auf einmal. Diese ungewöhnliche Mischung wurde genial zu einem Spiel zusammengefügt. Kein anderes Spiel bietet meiner Ansicht nach diese Action, wie True Crime es tut. Das ist auch kaum ein Wunder, wenn man weiß, dass die Story für dieses Spiel von einem Hollywood-Drehbuchautoren stammt und die Synchronisation von bekannten Gesichtern bzw. Stimmen übernommen wurde. Beispielsweise ist Russel Wong, der in "Romeo Must Die" den Hauptdarsteller spielte die Stimme von Nick Kang, dem knallarten Cop um den es in True Crime in erster Linie geht.
Story
Nick Kang soll als Mitglied der Undercover-Polizeieinheit "Elite Operation Division" kurz E.O.D. der Mafia in L.A. mal ordentlich einheizen. Neben der Hauptstory gibt es je danach ob man ein guter Cop ist oder ein schlechter unterschiedliche Handlungsstränge, die für mehrmaliges Spielen der Missionen auf jeden fall sorgen. Eine weitere tolle Option, der Story ist es, dass man eine Mission überspringen kann, falls diese nicht geschafft wurde. Um alle drei Alternativenden zu sehen zu kriegen muss man jedoch alle Missionen meistern. Im laufe des Spiels kommt man dem mysteriösem Tod des Vaters von Nick immer näher auf die Schliche und es treibt einen regelrecht dazu immer weiter zu spielen und die Intrigen der Mafia aufzudecken.
Gameplay
Man darf während den Missionen immer wieder mal einfach so durch die Stadt düsen, andere Autos beschlagnahmen, und sich neue Kampftricks, Waffen- und Autotechniken erspielen. Oder man kann auch einzelne kleinere Verbrechen in der Stadt lösen, die am Radar als rote Punkte angezeigt werden. Dabei ist Abwechslung sowohl in der Hauptstory als auch beim freien fahren groß. Manchmal muss man andere Autos verfolgen oder gar stoppen, sich in einer wilden Schießerei behaupten, unbemerkt durch ein Gebäude schleichen oder einige Straßenpenner mal ordentlich verkloppen. Mit der Zeit wiederholen sich die Missionsziele und Verbrechen aber leider immer wieder, so dass True Crime auf Dauer langweilig werden kann. Falls man dann auch einen guten Score erzielen will ist es nicht erlaubt die Straßenverbrechen einfach zu ignorieren oder als Bad Cop zu spielen. Das ist aber auch schon alles, was an True Crime nicht so stark begeistert. Und bis man die ungefähr 45 Hauptmissionen und 100 Extramissionen alle mal gespielt hat vergeht schon einige Zeit, in der es einem nicht langweilig wird.
Steuerung
Speziell ist auch die Steuerung zu erwähnen. Sie ist sehr gut auf die wenigen Tasten des Kontrollers angepasst worden. Bei den vielen Möglichkeiten, die man hat würde auf dem PC vielleicht grad mal eine ganze Tastatur reichen. So kann man zu Fuß per Tastendruck in den Kampf-, Schiess- oder Normalmodus wechseln bei denen es immer eine andere Tastenbelegung gibt. Das ist aber nicht kompliziert und schwer zu erlernen, welche Tasten man jetzt beispielsweise für einen Warnschuss benutzen muss, sondern überraschend schnell zu kapieren. Ich und einige Freunde beherrschten die Steuerung von Nick Kang bereits nach etwa einer halben Stunde schon nahezu perfekt.
An der Steuerung von True Crime kann man klar erkennen, dass es gut möglich ist viele Funktionen unkompliziert auf wenige Tasten zu beschränken.
Grafik
Die Grafik von True Crime ist nicht das, was man sich wirklich bei einem Spiel dieser Klasse vorstellen würde, da einige Texturen recht schwammig wirken und teilweise arge Grafikfehler auftreten. Das Spiel bleibt auch in ganz seltenen Fällen gerne mal stehen oder man fährt in gegen eine Mauer und steckt plötzlich in ihr fest und kommt nicht mehr raus. Da das aber recht selten passiert und es auch ziemlich schwierig ist etwa 400 km² L.A Fehlerfrei zu programmieren kann sich die Grafik durchaus sehen lassen. Besonders schön wurden die Schadensmodelle und die Kampfmoves animiert. Auch die schönen Waffeneffekte, sowie schön animierte Gesichtszüge oder die beachtlichen Explosionen, wenn man einem Auto in den Benzintank schießt sorgen manchmal für ein kleines, wenn auch schadenfrohes lächeln. Zuletzt muss man noch die im vergleich zu den Außenlevels sehr schön detaillierten Räumlichkeiten erwähnen. Man in bei den Prügeleinlagen fast alles demolieren, was grad so rumsteht und einen Restaurantbesitzer so auch mal in den Ruin treiben :-)
Sound
Die Sounduntermalung ist ebenfalls schön geraten. Hämmernde Songs von berühmten Sängern wie Snoop Dog, der übrigens in True Crime freispielbar ist dröhnen aus den Lautsprechern des Fernsehers während man beispielsweise einige Verbrecher jagt oder einfach nur durch die City fährt, auf der Suche nach bekannten Orten. Die Soundeffekte von zerbrechenden Tischen oder Schlägen sind auch gut gemacht worden. Man erkennt auch gleich am Sound ob man jetzt einen Hydranten oder eine Parkuhr umgefahren hat. Über den Sound in True Crime lässt sich auf keinen fall klagen. Er ist so wie man ihn gerne in jedem Action-Spiel hätte.
Fazit
Wer eine Begeisterung für Action ohne Limit hegt kann sich bei dem Kauf von True Crime auf ein super Spiel freuen. Wer jedoch ein GTA Vice City sucht wird enttäuscht. Nick Kang und seine Story fesseln einen nicht halb so lang wie es ein GTA tun würde aber nichts desto trotz kann man mit True Crime ein Filmreifes Abenteuer erleben. weiterlesen schließen
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