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Tests und Erfahrungsberichte
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Können Bäume so stinken?
01.05.2002, 11:36 Uhr von
MausiHasiNadine
Halli Hallo, wenn ich mich vorstellen darf? Ich bin ein 17 jähriges Jungfrau Girl und bin...0Pro:
nichts
Kontra:
stinken pentrant nach chemie und total künstlich
Empfehlung:
Nein
Hallo liebe Leser und Leserinnen!
Unter dem Wort Wunderbaum kann man sich sicherlich viel vorstellen. Als ich diesen Namen zum ersten mal auf diese Meinungsplattform gelesen habe, dachte ich nicht im geringsten daran, dass es sich um einen Duft Wunderbaum handelt. Sicherlich haben viele Autofahrer dieses Produkt mal im ihren Auto hängen gehabt. Einige werden es vielleicht bei sich in der Wohnung hängen haben. Ja aber warum gibt es diesen Wunderbaum, der sicherlich schon mehr als 10 Jahre auf den Markt erhältlich ist? Ich denke jeder Autofahrer der auch raucht, kenn den unangenehmen Geruch, wenn man morgens ins Auto einsteigen möchte, um vielleicht zur Arbeit zu fahren. Der Rauch ist sogar unangenehmer, als wenn man ihn morgens in der Wohnung riechen kann. Ich weiß zwar nicht warum dieser sogenannte kalte Rauch seltsam stinkt, aber ich kann es mir nur durch die Luftfeuchtigkeit erklären, die vor allem im Winter sehr stark im Auto zu bemerken ist. Um Abhilfe zu schaffen, kann man sich verschiedene Düfte ins Auto hängen. Wie zum Beispiel von Ambi Pur oder eben dieser Wunderbaum. Der kalte Rauch, uns somit die unangenehmen Gerüche sollen dadurch überdeckt werden. Meine Erfahrungen mit diesem Produkt, möchte ich Ihnen etwas genauer erläutern, um ihnen bei einer eventuellen Kaufentscheidung behilflich zu sein.
___________ ERDAL REX WUNDERBAUM ________
[PRODUKTBESCHREIBUNG]
Vom Design her ist der Wunderbaum der Firma Erdal Rex meiner Meinung nach nichts besonderes. Wie der Name schon sagt, handelt es sich hier um ein Baum, der aus einer Art Pappe so zugeschnitten wurde. Bis jetzt habe ich immer nur das selbe Design bzw. die Form gesehen, die einem Tannenbaum sehr ähnelt. Besonders sieht es eben nicht aus, aber brauch man unbedingt etwas moderneres? Ich denke nicht, so dass es mich nicht weiter stört dass dieses Produkt nur einem Baum sehr ähnlich sieht. Oben, an der Spitze des Baums, befindet sich ein kleiner Faden, der dazu dient, dass man den Baum im Auto aufhängen kann. Meistens wird er am Spiegel angebracht, da man in dort am besten unterbringen bzw. anhängen kann. Wer allerdings am Rückspiegel gerne kleine Plüschtüre hängen hat, [was sicherlich sehr putzig aussieht] sollte diese abnehmen oder den Baum irgendwo anders aufhängen. Zu erwähnen ist noch, dass der Wunderbaum in einer Folie verpackt ist, die dafür sorgt, dass der Duft nicht entweicht, da die maximale Duftintensität etwa 8 Wochen beträgt. Darüber hinaus besitzt der Wunderbaum je nach Duft eine andere Farbe. Bei Vanille ist es zum Beispiel gelb und bei Kirsche zum Beispiel rot.
Der Wunderbaum ist mittlerweise in fast jedem Supermarkt, in jeder Drogerie und sogar an Tankstellen erhältlich. Der Preis variiert allerdings ja nach Geschäft. Bei Schlecker musste ich zum Beispiel gerade mal 0,99 Euro bezahle. Während ich an der Tankstelle bestimmt 0,50 Euro mehr bezahlen muss. Ich denke aber, dass der Preis durchaus niedrig ist.
[ANWENDUNG]
Dieses Produkt, nämlich der Wunderbaum, kann für verschiedene Zwecke benutzt werden. So wird der Wunderbaum sicherlich bei vielen im Auto aufgehängt um dort die unangenehmen Düfte [hauptsächlich wohl Zigarettenrauch] zu überdecken. Gerade in solchen kleinen Räumen kommt so ein Duft sehr gut zu Geltung. Aber nicht nur im Auto sondern in der Wohnung lässt sich dieses Bäumchen sehr leicht unterbringen. So kann man ihn zum Beispiel an der Decke im Wohnzimmer, Bad oder Flur vielleicht sogar Schlafzimmer mittels einer Reißzwecke befestigen. Ob der Baum auch für den Kleiderschrank tauglich ist, kann ich leider nicht beantworten, da ich es noch nicht ausprobiert habe oder möchte, da diese Düfte meiner Meinung nach dafür weniger geeignet sind, oder möchten sie etwa, dass ihre Wäsche penetrant nach Kirsche riecht? Die Entscheidung wo dieses Bäumchen nun untergebracht werden soll, bleibt selbstverständlich jedem selber überlassen. Ich jedoch bevorzuge lieber das Auto mein Freundes, da ich erstens noch kein eigenes Auto habe und zweites aus Erfahrungen diesen Baum nicht in meiner Wohnung hängen haben möchte. Warum? Dazu werde ich gleich etwas genauer eingehen.
Wie oben schon erwähnt wurde der Wunderbaum in eine Folie verpackt, die nicht ohne weiters einfach aufgerissen und dann weggeschmissen werden sollte. Denn diese Folie ist dazu gedacht, das der Duft am Wunderbaum länger haften bleibt. An der Folie selber befindet sich nämlich eine Art Skala die dazu gedacht ist, dass man die Folie nach und nach immer etwas von Bäumchen abzieht. Damit die Folie am Baum auch haften bleibt, sollte man diese daher nicht so weit aufschneiden.
[ERFAHRUNGEN]
Viele Menschen kennen von solchen Düften bestimmt, dass diese mehr unangenehmer riechen als angenehm. Dies liegt vor allem daran, dass diese Düfte ehr künstlich als alles andere riechen. Sehr glücklich war ich darüber, als Ambi Pur auf den markt gekommen ist und ich diesen Duft für meine Rauchbude verwenden konnte, damit der lästige Rauch abgedeckt wird und ich wieder Nichtraucher als Besuch bekommen kann. Aber reden wir jetzt nicht darüber sondern über den Wunderbaum, der heute eher weniger im Auto meines Freundes hängt.
Da man den Wunderbaum in der Folie lassen sollte und nach und nach immer die Folie etwas herunter schieben soll, lässt sich darauf logischerweise auch schließen, dass es sich um einen sehr starken Duft handeln muss. Darüber hinaus ist die Folie noch dazu gedacht, dass der Wunderbaum lange sein Duft behält, um nicht schon nach 2 Tagen ein neues Produkt kaufen zu müssen.
Auch hier musste ich leider feststellen, wie übel solche Düfte riechen können. Da versprühe ich doch lieber alle 2 Stunden etwas Deodorant. Denn schon beim Aufschneiden der Folie fiel mir dieser penetrante Geruch auf. Riechen tut es wie die meisten Düfte, eher künstlich und vor allem penetrant und nach Chemie. Und dies obwohl ich nur die Folie aufgeschnitten habe. Jedesmal wenn ich morgens ins Auto einsteige muss ich schon würgen, da der Duft einfach schrecklich unangenehm riecht. Da bevorzuge ich wirklich schon den kalten Rauch.
Mit fällt es wie immer schwer einen Duft zu beschrieben. Zu erwähnen ist noch, dass ich mehrere Düfte ausprobiert habe, in der Hoffnung, dass einer von den angebotenen Duftsorte besser riecht. Leider falsch gedacht und das Geld habe ich dadurch zum Fenster heraus geworfen. In keinen der vielen Duftsorten konnte ich annähernd heraus riechen, dass es sich um diesen Duft wie zum Beispiel Vanille, Kirsche oder Fichte handeln soll. Es riecht einfach viel zu künstlich, nach Chemie und weiß ich nicht was.
Nehmen wir zum Beispiel das Auto. Wenn ich dort morgens einsteige, wenn mein Schatz mich zum Dienst fahren möchte, kann ich zwar den kalten Rauch nicht mehr unbedingt riechen, dafür aber sehr penetrant das Duftbäumchen. Das ganze Auto besitzt so stark diesen Duft, dass man am liebsten wieder aussteigen möchte. Und dies obwohl ich die Folie immer noch um das Pappbäumchen habe. Anders sieht es leider auch nicht in der Wohnung aus. Nehmen wie als erstes mal den Flur. Da brauchte ich irgend etwas, da der Flur eine hohe Luftfeuchtigkeit besitzt und nach Altbau riecht. Bereits nach wenigen Minuten konnte ich schon einen penetranten Duft bemerken und wäre am liebsten wieder aus der Wohnung geflüchtet. Nicht nur der Duft selber ist schrecklich sondern vermischt sich auch so ekelig mit dem Geruch nach Altbau. Sie können sich sicherlich vorstellen, wie es dann in meinem Flur riecht. Einfach ekelhaft.
Kommen wir als nächstes zum Badezimmer. Auch da hat glaube ich jeder gerne mal einen angenehmen Duft der wiederum die unangenehmen Düfte wie zum Beispiel wenn man mal "GROß" gemacht hat, verdecken soll. Dies klappt zwar mit dem Pappbäumchen aber das Badezimmer stinkt ebenfalls immer noch unangenehm nach diesen Bäumchen, obwohl ich hier wieder die Folie vollständig über den baum habe und das Badezimmer sehr groß ist.
Wie gesagt, der Duft ist einfach viel zu stark, was vielleicht auf eine Seite gut ist, aber die Tatsache, das er penetrant nach Chemie und überhaupt nicht nach Kirsche, Fichte oder zum Beispiel nach Sportfrische riecht, kann man diese Bäumchen getrost in der Folie lassen und im Mülleimer aufhängen. Zu erwähnen ist noch, dass das Duftbäumchen nicht im geringsten 8 Wochen lang hält. Laut Verpackung soll man die Folie jede Woche etwas herunterziehen. Tja aber was mache ich, wenn das Duftbäumchen nach 4 Tagen nicht mehr riecht? Nee Nee bei der Anwendung habe ich sicherlich nichts falsch gemacht sondern wohl eher der Hersteller.
Eben gerade konnte ich noch die Homepage von dem Hersteller betrachten. Auch hier handelt es sich mehr um eine billige Aufmache. Was es alles für Düfte gibt, kann man sich hier angucken sowie direkt gleich online bestellen. Davon würde ich aus den oben genannten gründen jedoch abraten.
________________ FAZIT ____________________
Ich persönlich kann dieses Produkt nicht empfehlen, da de Wunderbäume einfach schrecklich unangenehm riechen. Liebe genieße ich den kalten Rauch im Auto als den Duft dieses Bäumchen. Wie immer lässt sich der Duft schwer beschrieben, aber hier fällt es mir jedoch nicht sehr schwer. Es riecht einfach penetrant nach Chemie und nicht annähend nach einem dieser vorgegebenen Düfte wie Fichte, Kirsche oder Zitrone. In einem raum mit hoher Luftfeuchtigkeit können die Bäume getrost in der Folie verpackt bleiben und im Mülleimer aufgehängt werden. Denn in solchen Räumen ist der Duft einfach nicht auszuhalten, so dass man am liebsten wieder aus der Wohnung heraus rennen möchte. Darüber hinaus riecht der Baum nicht wie angegeben für 8 Wochen sondern höchstens 4 Wochen. Der Preis ist eigentlich recht angenehm, zumindest wenn das Produkt weiter empfehlen zu ist. Dies ist allerdings nicht der Fall und ich rate eher dazu, sich lieber ein teueren Duft wie Ambi Pur für das Auto zu kaufen, um den kalten Rauch zu überdecken.
Mit lieben Grüßen
Nadine
alias
MausiHasiNadine weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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Wilkinson Protector After Shave- Jaauuul am Morgen :-(!
Pro:
Kann ich hier keins finden, einfach nur besch...fuer die Haut!
Kontra:
Nicht nur das es im Preis-Leistungsverhältnis einfach zu teuer ist, nein, die "pflegende Wirkung" darf hier stark bezweifelt werden, fuer Leute mit empfindlicher Haut heisst es hier nur "Hände weg"!
Empfehlung:
Nein
So oder so ähnlich hörte es sich immer dann bei mir im Bad an, wenn ich mich mal wieder dazu ueberwunden hatte und meine Haut nach einer Rasur mit dem Zeugs eingerieben hatte, mal abgesehen davon, das ich sowieso einer der Sorte Männer bin, die halt eben ihre Probleme bei
bzw. nach der Rasur haben, da eben eine sehr empfindliche Haut, also das habe ich mir nur sehr selten "gegeben"!
Doch Rückblick:Es war im Spätsommer 99, bereits nach 23 Uhr, da klingelte es an meiner Haustür und als ich verschreckt aus dem Bett hochschoß, stand meine damalige Nachbarin, sagen wir mal etwas leicht alkoholisiert *g...dem Geruch nach schien ihr der Wein gut gemundet zu haben...fuer alle User, die befürchten, ich hätte diese Situation etwa "schamlos ausgenutzt", die "Dame" war schon weit über 60 :-)!* vor der Tür und drückte mir ein Paket in die Hand, das sie für mich mittags angenommen hatte.
Als ich es öffnete, kam ein Wilkinson 3D Protector Naßrasierer, eine 50ml Dose Wilkinson Rasierschaum und eben besagtes Aftershave zum Vorschein, da hatte ich mal wieder bei irgendeinem Preisausschreiben etwas gewonnen.
Kam mir gar nicht ungelegen, denn zwar hatte ich noch genuegend Rasierschaum zu Hause und auch ein Protector befand sich bereits in meinem Besitz, aber das Aftershave wollte ich dann gleich am nächsten
Morgen ausprobieren, was ich dann auch tat.
Verschlafen schaute ich aus meinen Augen und da stand sie: Eine ca. 12,5 cm hohe und ca. 7cm breite blaue Glasflasche...das Blau sprach mich schon an, allerdings weniger der Rest, irgendwie passte alleine die Aufschritt "Protection System" in Gelb gehalten nicht zum Rest dazu, aber ist ja bekannt, "nur der Inhalt zählt" und so Gedanken macht man sich auch nur im noch halbwegs verschlafenen Kopf, falls man dazu überhaupt schon in der Lage ist.
Dann kam der große Moment, nachdem ich mich einer gründlichen Rasur unterzogen hatte und meine Haut mit kaltem Wasser von dem Rest Rasierschaum abspülte, nahm ich einige Spritzer und verteilte sie im Gesicht.
Und dann, ich kann Euch sagen, ich bin quer durch`s Bad gehüpft, so hat dieses Höllenzeugs gebrannt, ich hatte schon ein recht ungutes Gefühl, als ich auf der Packung las "Alkoholreduziert", lieber wäre mir gewesen, wenn "Alkoholfrei" darauf gestanden hätte, ich glaube da ist so viel Alkohol drinnen, wenn das meine Nachbarin gewusst hätte, ich glaube nicht, das sie mir dieses Päckchen gegeben hätte*g*!
Besonders die Haut am Hals war voll mit roten Flecken und Pusteln und es brannte gerade auf den Stellen, wo die Haut besonders gereizt war wie Feuer, ich hielt anschliessend mein Gesicht mehere Minuten
unter das eiskalte Wasser, damit sich der Brand wieder linderte, aber das war ja schon fast nicht mehr zu ertragen.
Eigentlich hat dieses Aftershave ja einen sehr angenehmen Duft, leicht herb und sehr sportlich, aber das nutzt mir dann auch nicht viel!
Ich schmierte mir dann anschliessend eine sehr fetthaltige Creme an den Hals, so das im Laufe des Tages die Haut wieder ohne Flecke und Pusteln war, aber ich war heilfroh, als die Flasche vor ein paar Wochen endlich leer war, seitdem greife ich lieber wieder zu meinem altaltbewährten Nivea After Shave zurück, hat ja bald zwei Jahre gedauert bis sie alle war und ich war heilfroh, sagt dann wohl auch schon alles darüber aus, im Schnitt brauche ich spätestens alle 6 Monate ein neues Nivea After Shave...
Ich hatte dieses Shave meistens nur dann benutzt, wenn ich mich mal am Abend rasiert hatte oder mal 2 oder 3 Tage überhaupt nicht, dann war es einigermassen zum Aushalten, aber wehe morgens in der Fruehe ging mein Nivea After Shave alle und ich musste auf dieses zurückgreifen...*GRUSEL!!!!!!*
Zum Abschluss noch einige sonstige Angaben, die 100ml Flasche ist mit einem Preis von 5,51 Euro auch nicht gerade günstig, der Hersteller, die Wilkinson Sword GmbH, hat ihren Sitz in 42659 Solingen(Schützenstraße 110) und mehr Info`s zum Produkt gibt es natürlich auf www.wilkinson.de.
_____Fazit_____
Also wenn jeder Morgen so beginnen wuerde wie nach einer Rasur und anschliessendem Einreiben dieses After Shaves, also dann wuerde ich wohl erst gar nicht mehr aufstehen! Es ist einfach sehr "scharf" in seiner Zusammensetzung und ich bin auch stark am Zweifeln, ob es denn auch eine pflegende Wirkung hat, desinfizieren tut es die Haut bestimmt, soviel Alkohol wie da drinnen scheint!
Ich bedanke mich für`s Lesen, viele Grüße
Matthias(Peter) weiterlesen schließen -
Werbung per Post (Tipps & Tricks) - Hilfe, ich ersticke an Papiermüll
Pro:
gut für Kamin und Grill
Kontra:
zu Nichts nütze und absolut fehl am Platz
Empfehlung:
Nein
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Vorwort
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Post – im Laufe seines Lebens erhält sie jeder, im späteren Verlauf sind es zum größten Teil Rechnungen und Informationsschreiben, dass die Krankenversicherung schon wieder teuer geworden ist. Und auch ich erhalte mit meinen achtzehn Jahren Post zu Genüge, womit ich eigentlich nie gerechnet hätte. Ich erinnere mich noch an eine Situation ganz genau. Ich war sieben, jeden Tag erhielten meine Eltern und vor allem mein Vater Briefe, Postkarten und sonstige Schreiben. Und klein Daniel trauerte, dass er nichts erhält. Und so schrieb ich mir, verrückt wie ich schon immer war, eine Postkarte. Schnell zur Post, eingeschmissen und schon am nächsten Tag erhielt ich diese Karte. Was habe ich mich gefreut. Heute würde ich es ganz bestimmt nicht noch einmal so machen. Denn die Zeit läuft stetig weiter, man wird älter und die Post vermehrt sich von Jahr zu Jahr. Rechnungen erreichen mich zurzeit wohl kaum, abgesehen von der meines Handys, welches ich zum Glück bald aber los bin. Sind Freunde im Urlaub erreichen mich natürlich Postkarten, Briefe gibt es hin und wieder ebenfalls. Doch zu 80-90 % besteht meine erhaltene Post aus Werbung und Wurfsendungen. Komisch ist es inzwischen geworden, da ich mehr Post erhalte, als meine Eltern zusammen. Wie kommt das bloß, was kann man dagegen tun und wie halte ich meinen Briefkasten frei von diesem lästigen Übel? Dies möchte ich mit dieser Meinung einmal näher erläutern, da ich im Laufe der Zeit schon unzählige Erfahrungen sammeln durfte.
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Kaufhauswerbung
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Klar dürfte sein, dass solche Werbung bezüglich Angeboten aus Lidl, Aldi und Co kaum stört. Einkaufen ist nun einmal von Nöten und hin und wieder gibt es neben den Lebensmitteln auch ein wahrhaftes Schnäppchen aus sonstigen Bereichen, sei es Elektronik oder auch (Sport)Kleidung.
Jedoch gibt es Menschen, die sich an dieser Werbung stören. Verstehen kann ich dies nicht so Recht, wie es auch bei einigen meiner Nachbarn der Fall ist. Lebensmitteln werden von diesen nicht aus dem Internet bestellt und es stellt sich die Frage, ob hier in der Eifel überhaupt jedermann das Wort kennt. Eher sind dies solche Menschen, die wohl immer wieder dasselbe Kaufhaus besuchen und dort auch alle Einkäufe erledigen. Doch was ist, wenn ich für einen Packen Butter im Hit nun dreißig Cent weniger bezahlen muss, als es im Lidl der Fall ist? Nun ja, diesen scheint es wohl egal zu sein, für mich wäre es allerdings sehr wichtig – auch wenn ich mich nicht als geizig bezeichne.
Hier gibt es nun eine ganz einfache Lösung. Man nehme ein kleines Stück Papier oder Pappe, schreibe mit wasserfestem Stift „Bitte keine Werbung einschmeißen“ darauf und schon werden sich die meisten Briefträger und Prospektverteiler auch daran halten. Ich betone dabei bewusst „die Meisten“. Denn es ist wiederum auch so, dass die meist jugendlichen Prospektausträger das lästige Papier loswerden möchten und es trotzdem in den Briefkastenschlitz hineinstecken. Meiner Meinung nach verständlich, da die Arbeit nicht gerade tiefgründig ist und es diesen schließlich egal ist, wer die Prospekte nun erhält oder nicht. Sollte es trotzdem stören nicht direkt eine Selbstschussanlage vor der Haustür aufbauen, in der das Gesicht desjenigen einprogrammiert ist. Meist reicht es schon seine Beschwerde an die jeweilige Person zu richten und schon hat sich dieses Problem erledigt. Doch wer nun unbedingt solche Werbung erhalten möchte, sich jedoch wundert Woche für Woche keine zu bekommen sollte vielleicht einmal seinen kläffenden Hund aus dem Vorgarten entfernen, wenn klein Karl jeden Samstagmorgen seine Runde dreht.
Auf der anderen Seite gibt es hier in der Eifel ein Problem. Woche für Woche erhält jeder Haushalt das „Verbandsgemeindeblättchen“. Hier sind Termine, Öffnungszeiten, Gemeinderatssitzungen und sonstige Informationen aufgedruckt, die den ansässigen Bürger schon interessieren sollte. In diesem Blättchen ist immer wieder ein Haufen Werbung enthalten, im Vergleich fast dicker als das Informationsblatt allein. Dagegen machen kann man allerdings Nichts. Denn jeder Bürger erhält es, egal ob er möchte oder nicht, die Werbung muss man in Kauf nehmen, da hierdurch das Heft zum Teil finanziert wird.
Hier gibt es natürlich die Möglichkeit ein Schildchen mit der Aufschrift „Bitte kein Verbandsgemeindeblatt“ einwerfen auf den Briefkasten zu kleben, jedoch würde sich dann (zumindest bei uns) der Vorwurf herumsprechen, die jeweilige Familie sei nicht ortsgebunden und langweilig. Wer sich jedoch nicht an so Gerüchten stört, sollte diesen Tipp meinerseits annehmen.
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Postwurfsendungen
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Gegen Postwurfsendungen ist der Empfänger einfach machtlos, anders kann ich dies nicht ausdrücken. Denn solche Briefe bzw. Karten enthalten keine Empfängeradresse. Meist befindet sich nur der Aufdruck „An alle Haushalte“ darauf. Ab und zu ist auch die Aufschrift „An alle Einwohner der xxx-Straße“ zu finden. Eigentlich sollte man nun denken, der Tipp mit „Bitte keine Werbung einwerfen“ könnte auch hier Abhilfe schaffen. Doch wenn man einmal einen zuverlässigen und auch tüchtigen Briefträger nimmt, hat dieser die Post meistens schon sortiert, legt einfach noch diese Postwurfsendung hinzu und ab geht’s damit in den Briefkasten. Häufig erhält man solche Post nicht, so dass sie auch kaum stört.
Eines sollte man hierbei jedoch beachten. Diese Sendungen sind einheitlich bzw. identisch aufgebaut und die jeweilige Firma macht sich noch nicht einmal die Mühe den Haushalt persönlich anzuschreiben. So sollte man diese Postwürfe auch gar nicht erst beachten oder beantworten, da man den Firmen so die Adresse zukommen lässt und sich diese im Nachhinein kaum mehr abwimmeln lassen.
Auf der anderen Seite stelle ich mir persönlich die Frage (worauf ich leider keine Antwort weiß), ob die Deutsche Post nicht sogar dazu verpflichtet ist diese Sendungen an den Haushalt zu bringen, da die Versender schließlich Millionen von Portokosten dafür aufbringen.
Es gibt jedoch einen Tipp für solche Postwurfsendungen, welche nur an eine bestimmte Straße gerichtet ist. Hier sollte man sich mit einigen seiner Nachbarn zusammen tun, einen Beschwerdebrief verfassen und unterschreiben. Glaubt mir, wir haben es so getan und bis heute nichts mehr von der Firma gehört, zumindest ist dies in unserer Straße der Fall.
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Kaffeefahrten
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Verwundert bin ich immer wieder aufs Neue, wenn ich Werbung bezüglich Kaffeefahrten erhalte, die eigentlich jeder kennt. An einem Stichtag fährt ein Bus für nur sage und schreibe 49 € Teilnahmegebühr nach Aachen, um dort ein wenig durch die Stadt zu bummeln. Vielleicht erzählt ein Reiseführer während der Fahrt auch etwas über die Landschaft und deren Erscheinungsbilder. Meist läuft es so ab, dass man sich am Ende in einem gemieteten Kaffee befindet, in dem Dinge verkauft werden. Möchte der Teilnehmende nichts kaufen, wird er häufig angeschnauzt und niedergemacht, aus schlechtem Gewissen gibt man schließlich doch noch unnötiges Geld für überteuerte Dinge aus.
Solche Werbung erreicht mich zwar nicht gerade häufig, jedoch habe ich kein Interesse an Abzocke und Fahrten mit älteren Leuten. Es ist unsinnig hierbei einen Brief zu verfassen, der dem Veranstalter klarmachen soll, keine weitere Werbung zu senden. Es gibt ein viel wirksameres Mittel diese Werbung loszuwerden. Ich erhalte meist von dem ein und selben Veranstalter solche Werbung. Circa zwanzig solcher Sendungen habe ich gesammelt, in einen größeren Umschlag gesteckt, einen Brief dazu verfasst (der klipp und klar deutliche machen soll, dass man keine Werbung mehr erhalten möchte) und unfrankiert an die Adresse des Veranstalters zurückgesendet. Man höre und staune, seit drei Monaten bleibt mir diese kaum störende, jedoch lästige Werbung erspart und mein Briefkasten ist von etwas Papiermüll befreit.
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Kataloge
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Baur, Otto, Quelle, Heine, 3 Pagen, Neckermann, usw. sind nur einige der mehr oder weniger großen Versandhäuser mit Artikeln von A-Z. Meist werden diese Kataloge nicht einfach so versendet, jedoch gibt es hier natürlich auch Ausnahmen. Sie verstopfen, sollte der Briefkasten groß genug sein diesen sehr stark und da unzählige Versandhäuser existieren, wird der Karton mit Altpapier sehr schnell voll. Als Beispiel nehme man meine Mutter, die rechzeitig zum Frühling/Sommer bzw. Herbst/Winter die alten Kataloge aussondert. Prompt füllt sich ein großer Karton allein nur mit Katalogen. Und aus wie vielen hat sie bestellt? Wenn es hoch kommt, vielleicht aus zwei oder drei der zehn bis fünfzehn Kataloge.
Nun sollte man sich ganz genau überlegen, wo man im Laufe der Zeit wahrscheinlich mal etwas bestellt. Denn Kataloge sind schwer und lästig, die Schubladen bei uns im Haus quellen über und selbst meine Mutter ist inzwischen schon genervt wie viele „Sonderkataloge“ mit „Sonderpreisen zu Produkten“ sie erhält. Meiner Empfehlung nach reichen Otto und Quelle, vielleicht auch noch Neckermann völlig aus, erreicht man hiermit schließlich meist schon den Rand der Schublade im Laufe eines Jahres.
Briefe helfen hierbei übrigens kaum weiter, in denen man den Versand bittet einem keine Kataloge mehr zukommen zu lassen. Häufig wird man jedoch automatisch aus der Datenbank des Versandhandels gelöscht, wenn man über Jahre hinweg nichts dort bestellt. So erlischt auch der Erhalt aller Haupt- und Sonderkataloge.
Und besonders achte man bitteschön darauf, nicht auf solch plumpe Aktionen wie folgende hereinzufallen: „Sie bestellen heute, sie zahlen aber erst in drei Monaten“. Wie schnell hat man doch plötzlich die Bezahlung vergessen und die Mahnung inkl. Mahngebühr trudelt schneller ins Haus ein, als einem lieb ist. Mit solchen Aktionen werden Kunden eben gelockt, da es sich sehr einfach und bequem anhört. Doch wer darauf hereinfällt, wird immer wieder in diese Falle tappen und erhält schließlich Hunderte Kataloge.
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Gewinnspiele
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Das größte Übel – Gewinnspiele. Tag ein, Tag aus landen sie im Briefkasten, sind im weitest gehenden Sinne nicht als obige beschrieben Werbung zu bezeichnen. Und doch nerven sie jeden Empfänger. Der wahre Grund warum diese Art von Werbung jedoch nie ein Ende haben wird ist, dass es noch genügend „Idioten“ gibt die darauf hereinfallen. Ich möchte diese Menschen nicht beleidigen, doch grenzt es wahrhaftig schon an Blödheit überhaupt an solchen Aktionen teilzunehmen.
Das beste Beispiel dürfte mein Fall sein, wie ich in einem Bericht über Readers Digest schon einmal berichtete. Auch ich bezeichne mich in diesem Sinne als Idiot, bin jedoch schlau daraus geworden, manche werden es jedoch nie lernen.
Es gibt einen Satz, den mir mein Vater immer wieder mit auf den Weg durchs Leben gibt: „Daniel, du bekommst im Leben nichts geschenkt!“ Dies bezieht sich nun nicht auf Geburtstagsgeschenke, sondern auf das Glück im Leben, welches man sich selbst erarbeiten muss. Sogar einen Sechser + Superzahl im Lotto ist nicht einfach so erhältlich, man muss für den Tippschein schließlich bezahlen.
Solche Gewinnspiele erkennt man auf den ersten Blick und es gibt unzählige Variationen des „kostenlosen Glücks“. Häufig erhalte ich einen Briefumschlag, welcher schön bunt bedruckt wurde. Klar, denn bunte Farben lassen doch alles sehr viel freundlicher erscheinen und nicht selten befinden sich Worte wie „Eilzusendung“, „eilt“ oder „Sie haben gewonnen“ darauf. Öffnet man diesen Brief nun fallen etliche Rubbellose, Gewinnetiketten zum Abziehen oder gezackte Gewinnlose mit selbstklebender Gummiperforierung heraus.
Wenn ich an allem Teil genommen und auch gewonnen hätte, würde ich nun in meinem eigenen Haus auf Bali wohnen, hätte mir einen kostenlosen Swimmingpool errichten lassen können, eine Sauna wäre im Haus integriert und etliche Autos der Marken Mercedes-Benz, Porsche, BMW, VW und Audi würden in meiner Garage stehen. Natürlich darf ich nicht die hohen Bargeldgewinne vergessen, die mich schon zum Multimillionär gemacht hätten.
Doch schwelge ich in diesem Luxus, der nur durch eine einfache Teilnahme in Erfüllung geht? Die glasklare Antwort – nein!. Ich sitze hier und schreibe gerade eine Meinung, bin in der Ausbildung und verdiene mir mein Geld sauer, schufte Überstunden und um später einmal in Ruhe leben zu können, wird mir monatlich das Geld für Versicherungen abgebucht.
Auf den ersten Blick sieht es immer sehr vielversprechend aus, was einen an Gewinnen erwartet. Doch in Wirklichkeit ist es nur Utopie, die Wahrheit ist meist im Kleingedruckten und im Innenteil des Briefumschlags zu finden. Hier muss ich schließlich lesen, dass ich wohl doch noch nicht gewonnen habe, das Los mit der richtigen Gewinnnummer jedoch schon gezogen und notariell beglaubigt wurde. Doch wenn wir der Wahrheit mal in beide Augen blicken dürfte klar sein, dass es nie einen Notar gegeben hat und dieser auch in Zukunft nicht bei der Ziehung dabei sei wird. Ich möchte sogar einmal behaupten, dass nie eine Ziehung stattfinden wird und das eventuell abgedruckte Bild einer glücklichen Gewinnerin aus dem Fotoalbum eines Mitarbeiters stammt, der sich dort mit Oma zeigt. Nervend ist es weiterhin, sollte man nicht auf die Gewinnbenachrichtigung reagieren, einem in unregelmäßigen Abständen weitere Schreiben zukommen, in der man immer wieder zur „letzten Chance“ aufmerksam gemacht wird.
Wer sich nun wundert, warum er nichts gewonnen hat oder statt dem modernen Farbfernseher nur einen Handstaubsauger erhält, der nach mehrmaligem Gebrauch auch schon den Geist aufgibt, der sollte bitte auf die Männer mit den weißen Kitteln warten.
Manchmal gibt es jedoch auch Zufälle, in denen sich die Veranstalter selbst verraten. So wie bei mir und Fall Readers Digest. Ich erhielt plötzlich eine Dankschreibung für das zurückgesendete Gewinnkuvert, obwohl dieser immer noch auf meinem Schreibtisch lag. Somit war für mich die Sache eindeutig, jedoch gibt es immer wieder Menschen, die es selbst bei so einem Fehler noch nicht einmal merken.
Wegschmeißen lautet hier meine Devise, eine andere Möglichkeit bleibt gar nicht erst. Sollte man jedoch übers Ohr gehauen werden, gibt es einen einfachen Tipp. Einfach ein Schreiben an den Veranstalter senden, indem man ausdrücklich klarmacht, bei weiterer Gewinnspielwerbung den Verbraucherschutz zu informieren. Ihr glaubt gar nicht, wie schnell diese plötzliche die Hosen voll haben und nie wieder auf die Idee kommen dem Verfasser des Schreibens solche Post zuzuschicken.
Weiterhin gibt es jedoch einen Punkt, in dem weder Tipps und Tricks helfen. Und zwar handelt es sich dabei um Gewinnspiele und feststehendem Gewinn, die man nur erhält, wenn der „Glückliche“ etwas aus dem Produktsortiment für einen x-beliebigen Betrag bestellt. Hier greift noch nicht einmal die letzte Foltermethode. Wer solche Gewinnspiele nicht wegschmeißt, dem ist nicht mehr zu helfen und verdient auch kein Mitleid. Solche Menschen sind einfach nur dumm.
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Daten & Internet
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Hier gilt es alles mit Vorsicht zu genießen. Wichtig ist es, bei jeder der sich bietenden kostenlosen Diensten und deren Anmeldung, die FAQs und Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu lesen. Sehr häufig sind unseriöse Pay4View Anbieter hier von betroffen, die zwar versichern keine Daten an Dritte weiterzugeben, sich bei der Pleite jedoch nur als weiteren Adressensammler und deren Verkäufer herausstellen. Ebenfalls empfehle ich den Dienst Promio.net auf keinen Fall, da man hier für ein paar Cents nur so mit Elektronischerwerbung und Hauspostwerbung zugemüllt wird. Im Internet sind keine Daten sicher und ich möchte nicht wissen, bei wie vielen Anbietern ich meine Adresse schon hinterlassen habe und absolut schlecht dort aufgehoben ist.
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Fazit
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Es ist nicht alles Gold was glänzt, und bei Werbung im Briefkasten reicht es noch nicht einmal an ein Duplikat einer Bronzelegierung heran. Wegschmeißen oder wie Esspapier verspeisen, wenigstens für den Kamin oder Grill ist dieses Papier zu gebrauchen. weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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Dorfmaus, 14.04.2002, 23:35 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Unser Ofen hat Hunger und wir haben es dann warm. LG, Katrin
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Avengelina, 14.04.2002, 02:52 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Dies ist einer deiner besten Berichte, sogar einer der nützlichsten Bericht die ich gelesen habe. Cu Avengelina
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Lachesis, 14.04.2002, 01:49 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
ich hab glücklicherweise den papiercontainer direkt gegenüber vom briefkasten. da fliegt der ganze mist immer gleich rein. lg, lachesis
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Wenn ein Kind stirbt
11.04.2002, 14:12 Uhr von
Jakini
War die letzten Wochen seltener online, zum einen durch mein Autoverkauft, zum anderen hatten mei...Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Nein
So fing alles an:
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Anfang April erfuhr ich, daß ich endlich wieder schwanger bin, mein Mann und ich wünschten uns sehnlichst ein zweites Kind, doch es wollte einfach nicht klappen. Nach 10 Monaten endlich, war unser Sohn unterwegs, meine Freude entsprechend groß. Doch gleichzeitig war ich betrübt, denn während ich mich über den positiven Schwangerschaftstest freute, schoß mir durch den Kopf: Freu dich nicht, das Kind hast du nicht lange.
Dieser Gedanke verfolgte mich die gesamte Schwangerschaft über, oft hatte ich Angst, das Kind zu verlieren, besonders als ich Streptokoggen am Muttermund hatte. Doch drei Tage vor dem errechneten Stichtag, am 29.11.1997 wurde unser Sohn, lt. Geburtsklinik gesund, geboren.
Da es mein zweites Kind war, und man mich bei dem ersten Kind in der Geburtstklinik wegen dem Stillen wuschig gemacht hatte, ging ich schon am nächsten Mittag, also 12 Stunden nach der Entbindung wieder nach Hause. Schon am Abend kam eine Hebammen, die bei uns die Nachsorge machte.
Mit drei Tagen mußte mein Sohn in ein Kinderkrankenhaus, da die Hebamme vermutete, daß er Fruchtwasser geschluckt haben könnte, außerdem war er gelb, und es sollte kontrolliert werden, ob die Gelbsucht behandelt werden muß.
In der Kinderklinik stellt man lediglich fest, daß mein Sohn, wie auch die erste Tochter, trinkschwach ist. Also mußte ich wieder abpumpen, und zum Aufpäppeln und um die Gelbsucht auszuscheiden, wurde die Milch von mir mit Glucose verdünnt.
Schon am nächsten Tag konnten wir nach Hause gehen, mit meinem Sohn war angeblich alles in Ordnung.
Zu Hause machte ich die Geburtstanzeigen fertig, die etwas lustik klingen sollten. Die Überschrift auf dem Deckblatt lautete:
Die Schröder´s sterben nicht aus.... .
Als ich das in den PC getippt hatte, schoß mir durch den Kopf, daß ich das gar nicht schreiben darf, denn der Kleine würde sterben.
Den Gedanken wischte ich bei Seite, fragte mich aber oft, wo er herkam.
Wir genossen den Advent und Weihnachten, abgesehen davon, daß es nach vier Wochen mit dem Stillen nicht mehr klappte, wo ich damals aber mir die Schuld gab, denn ich hatte einen Magen- und Darmvirus, durch den ich nichts bei mir behalten konnte, und somit auch nicht ausreichend Milch, klappte alles bestens.
Mein Mann hatte die ersten fünf Wochen Urlaub, bzw. konnte er noch einige Überstunden abbummeln, so mußte er erst wieder im neuen Jahr zur Arbeit gehen. Mir graute vor der ersten Woche mit den beiden Kindern alleine, doch sie verlief super, bis auf den letzten Tag, dem 9.1.1998.
Am 9.1.1998 hatte ich die nächste Vorsorge Untersuchung mit meinem Sohn. Er war inzwischen knapp sechs Wochen alt. Schon am Vorabend hatte ich einen Panik Anfall, da mein Sohn schwer atmete. Mein Mann tat das aber ab, weil er gerade geschrien hätte.
Am nächsten Morgen erfuhr ist, daß ich Recht hatte, mein Sohn hatte eine schwere Bronchitis und wurde sofort in die Kinderklinik eingewiesen. Ich hatte noch nicht einmal mehr Zeit, nach Hause zu fahren, um meine Tochter unzubringen und mit Auto selber zu fahren, wir mußten uns ein Taxi rufen.
In der Kinderklinik fand man den Zustand meines Sohnes gar nicht so bedrohlich, man wollte uns sogar nach Hause schicken, in dem Moment war ich ehrlich gesagt sauer auf unsere Kinderärztin, die mich so in Panik versetzt hatte.
Mein Sohn und ich wurden auf ein Zimmer verfrachtet, und dann hieß es warten. Irgendwann kam eine Schwester und holte meinen Sohn ab, sie meinte, ich sollte besser im Zimmer warten, denn man würde ihm nun Blut abnehmen, das sollte ich mir nicht antun,
Schreiend kam mein Sohn wieder, er lies sich kaum beruhigen, und von da an, hatte ich auf einmal ein anderes Kind. Mein Sohn, der vorher recht ruhig und genügsam war, war auf einmal permanent am Schreien!!! Im Krankenhaus hies es, das wären Blähungen.
Auch sein bisher großer Appetit, er trank nun seit einer Woche die Flasche und schaffte mit seinem sechs Wochen schon gut 200 ml, ließ auf einmal nach, und das arg. Wenn er mal 100 ml trank, dann wer er gut.
An dem Wochenende in der Klinik lief mein Sohn zwei Mal blau an, als er schrie, bis ein Arzt kam, vergingen Stunden, da war dieser Anfall dann vorbei, angeblich wäre alles in Ordnung.
Am Montag dann die erste vernünftige Visite, bei der man ein Herznebengeräusch feststellt und der Brustkorb meines Sohnes aussah, wie eine Landkarte. Die Adern waren dunkel blau zu erkennen.
Eine Ultraschalluntersuchung ergab, daß mein Sohn einen Herzfehler hatte, das wußte ich noch ehe, der Arzt es ausgesprochen hatte. Dabei war beim ersten Ultrschall nichts zu sehen, angeblich alles in Ordnung, da mein Sohn aber so sehr geschrien hatte bei der Untersuchung, sollte diese noch einmal Wiederholt werden.
Er hatte eine Aortenstenose (Verengung der Aorta) und der linke Herzmuskel war verdickt. Doch man beruhigte mich damit, daß das Herz das best erforschte Organ des Körpers wäre, ich sollte keine große Angst haben. Aber die hatte ich trotzdem.
Unsere Kinderärztin setzte sich dafür ein, daß wir einen Überwachungsmonitor bekommen, dafür bin ich ihr heute noch dankbar, denn alle anderen, außer mir und der Kinderärztin waren der Meinung, das wäre Unsinn.
Regelmäßig mußten wir nun zu einem Kinderkardiologen, der sehr um unseren Sohn bemüht war und super mit einander gearbeitet haben. So stellten die beiden gemeinsam fest, daß unser Sohn das Kiss Syndrom hat. Hierbei handelt es sich um einen verrenkten Halswirbel. Im Grunde hätte man dies schon viel früher behandelt können, denn:
1. Haben wir wenige Tage vor dem Tod unseres Sohnes
erfahren, daß der Radiologe in der Kinderklinik
dies schon bei seinem Auffenthalt im Januar 1998
festgestellt und intern weitergeleitet hatte. Nur
hatte dies niemand in der Kinderklinik ernst
genommen, und
2. schoß es mir einmal durch den Kopf, als ich meinen
Sohn ansah. Da mich aber alle schon wegen dem Herz-
fehler für verrückt erklärt hatten, habe ich diesen
Gedanken verdrängt, wie ich auch alle Gedanken in
meinem Kopf bezüglich seine Todes verdrängt habe.
Das hätte ich nicht tun sollen, vielleicht würde
mein Sohn heute noch leben, oder zumindest hätte
er in der kurzen Zeit, die er bei uns sein durfte
wenigstens weniger Schmerzen gehabt.
Nach dieser Behandlung durch einen Chiropraktiker, zu dem wir extra von Hamburg nach Eckernförde fahren mußten, war unser Sohn wie ausgewechselt. Was ich erstaunlich fand, am Monitor unseres Sohnes konnte wir erkennen, daß kurz nach dem Einrenken, seine Herzfrequenz etwas absackte, dies hatte der Arzt vorrausgesagt. Endlich schlief mein Sohn mal vier Stunden am Stück, trotzdem mußten wir noch einmal zum Nachrenken.
Innerlich war ich mir sicher, wir haben die Ursache gefunden, warum es meinem Sohn so schlecht ging.
Ende März fuhren wir für eine Woche in den Center Park, den Urlaub hatten wir schon vor der Geburt unseres Sohnes gebucht, ich wollte wegen meinem Sohn den Urlaub absagen, doch die Kinderärztin meinte, es wäre für uns alle sehr wichtig, auch in Soltau gibt es ein Krankenhaus für den Notfall und wir sollten dort zu einem Kinderarzt gehen.
Das haben wir dann auch zwei Mal getan, dieser Arzt machte mir auch sehr viel Hoffnung, denn er meinte: So rot, wie ihr Sohn beim Schreien wird, da kann sein Herzfehler gar nicht schlimm sein.
In diesem Urlaub haben wir eine Zeichnung von unserem Sohn machen lassen, von der selben Zeichnerin, die ein Jahr zuvor in einem anderen Center Parc unsere Tochter gezeichnet hatte.
Diese Zeichnung ist für mich so lebendig, und inzwischen sehe ich sie als Abschiedsgeschenk von unserem Sohn an.
Meine Mutter hat mir den Kleinen viel abgenommen in dieser Woche, so hatte ich auch mal wieder Zeit für meine Tochter, die in den letzten Monaten viel zu kurz gekommen war. Am letzten Urlaubstag freute ich mich doch auf zu Hause, denn ich vermißte mein Sohn ganz schön.
Wieder zu Hause wurde unser Sohn unruhiger, die nächste Bronchtis, angelbich. Als ich meinen Kleinen so schreiend im Arm hatte, schoß mir wieder ein Gedanke durch den Kopf: Vielleicht ist es besser, wenn er stirbt, dann kann er in einem gesunden Körper wiederkommen. Mir machte das Angst und ich haßte mich für diese Gedanken, alle davon habe ich in meinem Bericht nicht erwähnt, doch es waren noch einige, immer wieder die Gedanken, daß mein Sohn sterben würde.
Die Kinderärztin hatte während unseres Urlaubes herausgefunden, daß man schon im Januar festgestellt hatte, daß mit der Wirbelsäule unseres Sohnes etwas nicht stimmt, so stand in dem Bericht aus dem Krankenhaus. Als wir nach Eckerförde fuhren, hatte man uns ausgelacht und den Chiropraktiker als Spinner bezeichnet, einen Tag vor dem ersten Termin war unser Sohn nämlich wieder in der Klinik, da sein Monitor Alarm geschlagen hatte.
Wir bekamen einen Termin für eine Untersuchung bei dem Radiologen, die dann aber nicht mehr gemacht werden konnte, da mein Sohn wenige Stunden vorher starb..... .
So hörte alles auf:
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Am Morgen des 2. Aprils weckte mein Sohn mich wie gewohnt, weil er gefüttert werden wollte. Inzwischen schlief er nachts immerhin schon für sechs Stunden, was meinem Körper, der kurz vor dem Zusammenbruch war, sehr gut getan hat.
Ich ging in die Küche, um die Flasche aufzuwärmen, damit mein Sohn nicht so lange schreien muß, hatte ich die Flaschen immer fertig vorbereitet im Kühlschrank stehen und habe sie dann in der Mikrowelle aufgewährmt. Dazu hatte man uns im Kinderkrankenhaus geraten.
Während ich die Flasche warm machte, nahm mein Mann unseren Sohn vom Überwachungsmonitor ab, da er dort nur angschlossen sein brauchte, wenn er schlief, oder nicht im Blickfeld war.
Ich holte den Kleinen und wollte ihm die Flasche geben, doch er drehte nur angewiedert den Kopf bei Seite und verdrehte die Augen. Da merkte ich, das was nicht stimmt, ich rief meinen Mann, der den Kleinen nahm und ging zum Telefon, um den Notarzt zu rufen.
Mein Mann schloss den Kleinen wieder an den Monitor an, und es war kaum noch eine Herzfrequenz mehr vorhanden, ebenfalls die Atmung setzte aus.
Irgendwie hatte ich nach dem Telefonat den Kleinen wieder und legte ihn auf den Boden, um eine HLW zu machen. Ein bisschen was bewirkte die auch, die Herzfrequenz war wieder da, und mein Sohn atmete, doch die ganze Zeit pipte der Monitor.
Als der Notarzt kam, war ich gerade dabei, meinem Sohn den Schleim aus der Nase abzuwischen, der inzwischen dort rauslief, wie ich dazu kam, kann ich nicht sagen, heute komme ich mir dafür sehr dämlich vor.
Wir wurden aus dem Raum geschickt, gingen ins Kinderzimmer, während das Notarzt Team auf unserem Eßtisch versuchte, unserem Sohn das Leben zu retten. Zusammengekauert saßen wir im Kinderzimmer, wo unsere damals 2,5 Jahre alte Tochter schlief, die von dem Ganzen zum Glück nichts mitbekommen hatte, denn obwohl sie sehr zurückstecken mußte, hing sie doch sehr an ihrem Bruder, ihrem JAKINI.
Nach einer Stunde, wo inzwischen zwei Kinderärzte aus der Kinderklinik hinzugerufen wurden, kam unser Sohn in das Kinderkrankenhaus, wir sollten hinterherfahren.
Wir weckten meine Schwiegermutter, die auf unsere Tochter aufpaßte und fuhren dann zur Klinik.
Dort mußten wir auf einem Flur vor der Intensivstation warten, der Chefarzt unterhilt sich mit uns, und meinte ganz klar, daß es für unseren Sohn, der inzwischen nur noch im Koma lag, besser wäre, wenn er stirbt, da sein Gehirn zu lange ohne Sauerstoff war.
Wir sollten entscheiden, ob unser Sohn noch Medikamente bekommen soll, um sein Leben zu retten, oder nicht. Auch durften wir ihn kurz sehen, da sagte meine innere Stimme mir: Du mußt ihn gehen lassen.
Doch so weit war ich noch nicht, mein Mann und ich gingen spazieren, und meinem Mann ging es nun so, wie mir die letzten Monate, wo mir niemand geglaubt hat, daß unser Sohn nicht nur einfach einen Herzfehler hat. Mir war klar, wir würden den Kampf nun entgültig verlieren und ich war wie betäubt, aber irgendwie auch gefaßt.
Gegen meinen Willen kam mein Schwiegervater in die Klinik, mit ihm war ich inzwischen zertritten, da er mir verbieten wollte, mit meinem Sohn weiterhin in die Klinik zu fahren, weil ich angelich spinne und mit dem Kind nur überfordert wäre, unser Sohn hätte gar nichts. Mit diesem Spruch kam er auf der Tauffeier unseres Sohnes, zum Glück hilten die Menschen, die das mitbekommen hatten, wie meine Eltern und befreundete Nachbarn in dem Moment zu mir und stärkten mich, wenn ich es für richtig halte, mit meinem Sohn weiterhin ins Krankenhaus zu fahren.
Als ich nach Hause fahren wollte, weil man sagt, es würde sich in 24 Stunden zeigen, ob mein Sohn auf die Medikamente reagiert, hilt der Chefarzt uns zurück, wir sollten zu unserem Sohn kommen. Ich bekam den Kleinen in den Arm, zum letzten Mal, denn wenige Minuten später er tot.
Heute schäme ich mich, daß ich in dem Moment nach Hause fahren wollte, mir fehlte einfach die Kraft, ich bildete mir ein, wenn ich nach Hause fahre, und schlafe, dann geht es mir besser. Und wenn es mir besser geht, dann geht es auch meinem Sohn besser.
Zu Hause kam mir meine Tochter entgegen gelaufen, natürlich fragte sie nach ihrem Bruder und ich konnte nur noch sagen, daß er tot ist. Ob sie es in dem Moment verstanden hat, das kann ich nicht sagen.
Die Zeit danach:
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Mit Jannik war ein Teil von mir gestorben, doch für mich stand sofort fest, daß ich noch ein Kind möchte, anders würde ich den Verlust nicht ertragen können. Außerdem bin ich selber ein Einzelkind, und das wollte ich meiner Tochter nicht antun !!!
Am schlimmsten war für mich mein Geburtstag, ich hatte mir zu diesem Geburtstag, der vier Tage nach seinem Tod war, nichts weiter gewünscht, als daß mein Sohn wieder gesund werden würde. Statt dessen war er nun tot.
Um bei ihm sein zu können, fuhren wir zum Krankenhaus, in dem die Obduktion stattfinden sollte. In einem Abschiedsraum durften wir unseren Sohn noch einmal sehen. Meine Mutter kam mit, was mir sehr gut tat, damit zeigte sie mir, daß ihr mein Sohn auch viel bedeutet hat.
Erst 14 Tage später konnte unser Sohn beerdigt werden.
Diese Zeit war besonders hart, und in der Nacht vor der Beerdigung hatte ich da Gefühl, daß mein Großvater mit meinem Sohn auf dem Arm vor mir stand. Immerhin wußte ich nun, daß mein Sohn in besten Händen war, denn oftmals hatte ich das Gefühl, ich muß ihm hinterher, weil er dort, wo er nun ist, doch alleine ist.
Einen Tag vor der Beerdigung haben wir unseren Sohn dann noch einmal gesehen, ihn extra noch mal aufbaren lassen. Außer uns ist leider niemand mitgekommen, meine Mutter war ja schon an meinem Geburtstag mit, und meine Schwiegereltern hatten kein Interesse.
Für mich war dieser Abschied aber sehr wichtig, es tat zwar weh und war hart, den Kleinen, der aussah wie eine Puppe, in seinem kleinen Sarg liegen zu sehen, doch es hat mich in meiner Trauerarbeit ein ganzes Stück weitergebracht.
Die Beerdigung war ein sehr schwerer Gang, und ich hatte im Vorraum das Gefühl, daß ich jedem Moment umkippen würde, doch das Ganze kam mir vor, wie ein Film, es war alles so unwirklich, vorallem dieser kleine weiße Sarg, der da vor uns stand.
Ich hofft, gleich würde der Deckel aufgehen und der Kleine liegt lebendig darin und lacht mich an.
Doch dem war nicht so, leider.
Die Wochen nach der Beerdigung kamen mir vor, wie eine Ewigkeit, war mein Tag vorher immer ausgefüllt, so stand ich nun vor einer Leere, niemand da, außer meine Tochter.
Doch mit ihr konnte ich nicht wirklich etwas anfangen, jeder Fortschritt von ihr, der zeigte mir, was ich mit meinem Sohn nicht erleben darf. In dem Moment trafen sich Freude und Trauer.
Ich war oft beim Arzt, weil ich körperlich und nervlich am Ende war. So wurden wir zu einer Kur geschickt. Die Kur brachte mich wieder zurück ins Leben, gut war aber, daß mein Mann und meine Tochter bei mir waren. So wurden wir wieder eine Familie und ich konnte auch endlich wieder etwas mit meiner Tochter anfangen.
Auch die Verwaisten Eltern waren wir eine sehr große Hilfe, dort haben wir ebenfalls betroffene Eltern gefunden, mit denen wir uns angefreundet haben. Wir haben uns gegenseitig viel helfen können, und haben noch immer Kontakt.
Nur in der Familie, da ist es leider nicht so einfach, über unseren Sohn zu reden. Für meine Eltern ist er immer noch präsent,die kommen sogar im November bei Sturm und Regen mit Bus und Bahn, was eine gute Stunde Fahrt ausmacht, zum Grab rübergefahren, wenn unser Sohn Geburtstag hat, sie stehen uns dann bei. Doch in der Familie meines Mannes wird unser Sohn totgeschwiegen, was ganz schön weh tut.
Wird dieses Thema angefangen, dann werden die Gespräche abgeblockt, man will davon einfach nichts mehr hören, wir sollten doch vergessen.... . Doch vergessen, das können wir nicht, und in unseren Herzen wird unser Sohn ewig leben.
Nun haben wir bald wieder den 2. April, dann ist mein Sohn schon vier Jahre tot, doch als ich diese Zeilen geschrieben habe, kam es mir vor, als wäre all dies erst gestern geschehen, denn so etwas vergißt man einfach nie.
Für mich ist immer noch die schlimmste Zeit der Winter, die Zeit, die ich mit meinem Sohn erlebt habe.
Was mir aber hilft, das ist sein Bäumchen, eine (noch) kleine Japanische Zierkirsche, die hoffentlich in den nächsten Tagen anfängt zu blühen.
Im Frühjahr gibt es normaler Weise neues Leben, so vor fünf Jahren auch meine Schwangerschaft, doch ein Jahr später war alles vorbei.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-28 08:04:44 mit dem Titel Wenn Kinder nicht essen wollen
Meine große Tochter ist inzwischen sechs Jahr alt, doch mit ca. 2 Jahren fing bei ihr das Drama an:
"MAG I NICH" das war damals ihr Standartsatz, der mir immer mehr aus den Ohren hing. Sah sie aber Schokolade, dann war sie die erste die danach verlangte. Schokolade wurde somit komplett aus unserem Haus verbannt!!!
Kein Kind verhungert freiwillig, das sollte allen Eltern klar sein, es sei denn, das Kind ist krank.
Daß meine Tochter gesund war, das war eindeutig, denn sie aß ja, nur eben nicht das, was sie essen sollte, nämlich mittags gekochtes und vorallem Obst.
Doch wir waren in dem Punkt hart, auch wenn sie schon immer recht mager war. Allerdings haben wir unsere Tochter mit einbezogen, wenn es um die Essensfrage ging, so habe ich zugesehen, daß ich Dinge gekochte habe, die sie eben mochte. Allen voran sind da natürlich Spaghetti, wie sicher bei allen Kinder. Und keine Angst, Nudeln sind nicht ungesund, im Gegenteil, nimmt man nämlich Vollkornnudeln, dann sind sie sogar sehr gesund. Tomatensoße ist nicht nur lecker, sondern ebenfalls gesund, denn in Tomaten sind Stoffe enthalten, die freie Radikale im Körper bekämpfen, und die somit die Abwehr stärken.
Somit gibt es bei uns immer noch ein bis zwei Mal die Woche Spaghetti oder Nudeln.
Inzwischen hat es sich aber gelegt bei meiner großen Tochter mit ihrer Abneigung gegen alles, was gesund ist. Dafür fängt meine Mittlere nun an, die wurde im Oktober letzten Jahres zwei und hat nun ihre Phase, daß sie nicht mehr alles essen mag. Ein Apfel wird nur einmal angebissen und das war es dann, Apfelsienen sind ihr ein Graus, Gurken hat sie vor einem Jahr noch geliebt, heute Morgen wirft sie die unberührt einfach in den Müll und stellt sich vor den Kühlschrank, verlangt natürlich nach: "Schlade" (Schokolade, wie sich sicher jeder denken kann). Doch auch hier muß ich hart bleiben, denn sonst ißt sie nämlich keine anderen Dinge. Ab und zu mal ein Stück, das gibt es natürlich, aber nicht so häufig, wie sie es verlangt.
Mit dem Obst das haben wir inzwischen anders geregelt, Apfesinen gibt es eben nur noch frisch gepreßt: Eine Apfelsine pressen, ab in die Flasche und mit Wasser auffüllen, so kommt meine Tochter zu Vitaminen und trinkt ausreichend. Inzwischen rennt sie mir auch regelmäßig mit Flasche und Apfelsine in der Hand entgegen, weil sie danach verlangt.
Äpfel ißt sie mal mehr, mal weniger, doch die stehen am Nachmittag immer wie kleine Schiffchen geschnitten auf dem Eßtisch, griffbereit für die Kinder. Ebenso klein geschnittene Gurke und Karotten. So etwas Essen Kinder total gerne, und das naschen sie dann auch zwischendurch mal, so bleibt dann im Bauch natürlich auch nicht viel Platz für andere Dinge, ein üppiges Mittageesen z.B.
Wer also möchte, daß sein Kind vernünftig ißt, der sollte dem in erster Linie ein Vorbild sein. Eltern, die viel Süßes essen, können von den Kindern nicht verlangen, daß sie sich gesund ernähren!!!!
Immer etwas Gesundes stehen haben, wo die Kinder nach Lust und Laune zugreifen, keine Angst, wenn man es so angeboten bekommt, dann essen die Kinder schon. Bei meinen klappt es auf jeden Fall.
Überlegt Euch, was die Kinder über den Tag essen. Manche Eltern meinen nur, ihr Kind ißt gar nichts, dabei gibt es Kinder, die den ganzen Tag essen:
Wenn Mama kocht, wird immer ein bisschen genascht. Meine Tochter steht immer neben mir und nascht z.B. beim Gemüseschneiden Paprika, Karotten etc.
Manche Kinder bekommen aber auch viel zu naschen, da gibt es dann am Vormittag Kekse, ober aber andere Knabbereien wie Salzstangen. Wie kann man da aber bitte erwarten, daß das Kind noch viel ißt?
Meine mittlere Tochter trinkt derzeit sehr viel, im Grunde bin ich froh darüber, denn die große muß ich zum Trinken antreiben. Doch so ist ihr Bauch natürlich gefüllt, besonders wenn es sich um Fruchtsäfte handelt, denn das sind eigentlich keine Getränke, sondern eher Nahrungsmittel!!! Da können die Kinder dann keinen Hunger mehr haben.
Gut, meine Kinder bekommen Fruchtsäfte überwiegend verdünnt, nur eine Portion am Tag Orangensaft (frisch gepresst) pur, ansonsten eben mit Wasser verdünnt als Schorle. Das löscht den Durst und schmeckt sehr gut. Außerdem bekommen die Kinder auf diese Weise über den Tag verteilt Vitamine zugeführt.
Inzwischen essen meine beiden Töchter sehr gut zu Mittag, was aber auch daran liegt, daß meine große fertig aus der Schule kommt und die mittlere eben so lange warten muß, mit dem Mittag. So gibt es am frühen Morgen Frühstück, gegen 10.00 Uhr ein zweites Frühstück und erst gegen 14.00 Uhr wenn wir aus der Schule heim sind, etwas warmes. In der Zeit wo wir zu Fuß unterwegs sind, die große Schwester abholen, schläft meine Mittlere meistens in der Karre und kommt dann frisch und munter an den Essenstisch.
Die Müdigkeit ist bei Kindern oft auch ein Grund, warum sie schlecht essen. Am Wochenende ißt meine mittlere Tochter auch immer schlechter, weil sie dann nämlich meistens keinen Mittagsschlaf gemacht hat und müde ist. Also bei den Kleinen für ausreichend Schlaf sorgen, dann ist das Essen auch angenehmer.
Viel frische Luft ist auch wichtig, Kinder die nur in der Bude hocken, die haben auch keinen Appetit. Also egal wie das Wetter ist, raus mit den Kindern. Etweder einen Spaziergang machen oder auf den Spielplatz gehen. Die Zeit hat man sicher nicht immer, doch eine Stunde am Tag ist wichtig, nicht nur für die Kinder. Wer am Wochenende die Möglichkeit hat, der sollte auch zusehen, daß die Kinder viel raus kommen. Wir machen dann öfter mal Tagesausflüge, sei es im Sommer an die Ostsee, wo wir nach einer Stunde Autofahrt sein können, oder wie letzte Woche einen Tag in den Harz. Da haben meine Kinder auch richtig reingehauen. Klar, im Auto haben sie geschlafen, dann waren wir viel draußen spazieren und so gab es keine Zwischenmalzeiten, die sie schon vorher gesättigt hatten.
Ich hoffe, mein Bericht konnte so einige Eltern beruhigen, was das Essen ihrer Kinder angeht. Viele kleine Portionen sind auf jeden Fall gesünder, als wenige große und wenn ihr mal drauf achtet, Eure Kinder essen bestimmt, es fällt nur nich auf, weil es oft nícht zu den Hauptmahlzeiten ist.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-11 12:12:04 mit dem Titel Weitsichtigkeit bei Kindern
Meine große Tochter kam letzten Sommer in die Grundschule, dazu war eine Untersuchung bei der Schulärztin notwendig. Leider hatte sie an dem Tag überhaupt keine Lust, so daß wir wegen dem Sehtest extra zum Augenarzt gehen mußten. Zum Glück, auch wenn wir damals dafür einen Ferientag haben opfern müssen, doch wer weiß, wann wir sonst herausgefunden hätten, daß unsere Tochter sehr stark weitsichtig ist.
Bei der Kinderärztin hat sie die Sehtest immer sehr gut überstanden, klar, da ging es in erster Linie darum, Bilder in der Ferne zu erkennen. Auch wir haben so nichts bemerkt, dann von weitem erkennt unsere Tochter wirklich eine Menge, wo ich manchmal denke, daß ich blind bin, weil sie so gut sehen kann. Mir kam nie die Idee, daß meine Tochter eigentlich Probleme mit dem Sehen haben könnte.
Wir wohnen in einer recht großen Siedlung mit insgesamt sieben Häusern, in der Mitte liegt eine Spielstraße und ein großer Spielplatz. Die Tiefgaragen zu unserem Haus sind etwa 50 Meter vom Spielplatz entfernt. Wenn wir im Sommer draußen sind, erkennt meine Tochter vom Spielplatz, wenn meine Schwiegermutter aus der Garage kommt. Ich kann sie nicht so schnell erkennen.
Mit der Vorschullehrerin sprachen wir damals einmal über das Höhren, denn unsere Tochter ist oft vertäumt, reagiert sehr schlecht, deswegen haben wir einen Hörtest machen lassen und beim Elternsprechtag die Lehrerin drauf angesprochen. Sie fragte dann mal nebenbei wie es denn mit dem Sehen wäre, ohne konkrete Hinweise. Wir meinten, daß uns da bisher nichts aufgefallen wäre, und die Tests bei der Kinderärztin waren in Ordnung. Auf diese Antwort kam von der Lehrerin kein Einspruch, daß sie das Gefühl hätte, wir sollten es besser vom Augenarzt kontrollieren lassen, sie war mit dieser Auskunft zufrieden, was unsere Meinung, daß unsere Tochter gut sehen kann, bestätigte.
Wir haben auf jeden Fall aus dieser Sache eines gelernt:
Die Kinderärzte sind gar nicht in der Lage im Rahmen der U- Untersuchungen die wirkliche Sehkraft des Kindes zu kontrollieren, besser ist es, sein Kind dem Augenarzt vorzustellen, auch wenn die Sehtest bei der Kinderärztin gut ausfallen.
Mit unseren kleinen Kindern wird es auf jeden Fall so gemacht, vorallem weil der Augenarzt sich damals auch unsere mittlere Tochter angesehen hat und meinte, sie ist auch weitsichtig, allerdings lange nicht so schlimm, wie die große Tochter. Bisher braucht sie noch keine Brille, doch es wird weiterhin kontrolliert.
Aber auch die Große wird natürlich weiterhin untersucht, vielleicht bessern sich die Augen ja auch nocht.
Diese Möglichkeit gibt es nämlich offensichtlich, so habe ich es zumindest von einer Freundin gehört, daß sich Weitsichtigkeit bei Kindern noch verwachsen kann.
Unsere Tochter freute sich zum Glück auf ihre Brille, obwohl sie es bei einer Freundin mitbekommen hatte, daß diese von den Mitschülern gehänselt wurde. Doch ich frage mich ehrlich, wie viele der anderen Kinder vielleicht auch schlecht sehen können, und ob man dies bei den einfachen Sehtest wirklich feststellen kann.
Ich für meinen Teil hoffe für meine Töchter, daß sie durch das frühzeitige Tragen der Brille diese eines Tages beiseite legen können und wirklich gute Augen haben.
Die Untersuchung haben meine Töchter ganz toll mitgemacht. Erst einmal mußten sie in ein Gerät schauen, dabei ganz ruhig sitzen, was meine Töchter immer machen, wenn sie Angst haben. Da hat man dann in den Augen schon gesehen, daß es sich um eine Weitsichtigkeit handelt.
Dann machte die Große noch einen Sehtest, wo die das E in verschiedene Richtungen erkennen und mit einem Stab nachzeigen mußte. Hier hat sie zwar zwei kleine Fehler gemacht, aber dies ansonsten gut erkannt.
Dafür gab es dann arge Probleme bei einem Sehtest, wo sie aus der Nähe etwas erkennen sollte. Genau habe ich das aber nicht mitbekommen, denn da war ich mit meiner Mittleren beschäftigt.
Die Mittlere bekam dann später eine Tafel vorgehalten auf sie eine Katze zeigen sollte, so in der Art wie die Zauberbilder, auf die man sich konzentrieren muß, um die dargestellten Dinge zu sehen. Ich vermute, dies war der Sehtest, bei dem meine große Tochter durchgefallen war, denn das war ja aus der Nähe.
Der Augenarzt hat sich dann die Augen noch einmal angesehen und die Diagnose der Sprechstundenhilfe bestätigt. Meine große Tochter bekam denn Tropfen in die Augen, die die Pupillen erweitern. So kann der Arzt dann die Sehstärke feststellen.
Erst gab es die Tropfen einmal, dann nach 10 Minuten ein zweites Mal und weitere 30 Minuten später wurden die Augen dann wieder untersucht, um die Brillenstärke festzustellen. Der Augenarzt war total verwundert, daß er in der Praxis nicht gehört hat, daß meine Tochter die Tropfen bekommen hat, er meinte, daß andere Kinder dann immer die Praxis zusammenschreien. Aber insgesamt war meine Tochter bei der Untersuchung wirklich tapfer und brav, hat endlich mal alles mitgemacht, obwohl ich sie wegen der Kleinen nicht auf dem Schoß haben konnte. Nächstes Mal muß eben der Papa mit.
Nun waren die Pupillen bis zum nächsten Tag natürlich noch geweitet, meine Tochter war recht müde, denn dies ermüdet leider auch. Gar nicht so einfach, mit einer kleinen Schwester im Nacken am Tage zu schlafen, ein paar Stunden hat sie es dann doch geschafft. Sie sagte zwar, daß sie gut sehen könnte und drängte, daß sie bitte heute noch ihre Brille aussuchen sollte, doch so sicher war ich mir da nicht, daß sie wirklich alles gut erkannt hat.
Inzwischen trägt meine Tochter ihre Brille ein gutes halbes Jahr, das eine Auge muß jeden Tag zugeklebt werden, damit das andere sich angleichen kann. Eine kleine Besserung hat man schon feststellen können, obwohl ich zugeben muß, daß ich das Pflaster manchmal vergessen, vorallem an Tagen wie gestern, wo hier durch einen Brand große Aufregung herrschte.
Ich gebe unten ein sehr schlecht, denn Weitsichtigkeit ist nun mal nicht gut, und die Brille kostet eben einiges an Geld, das Eltern aus eigener Taschen zahlen müssen, trotzdem ist es gut, daß so etwas erkannt und auch behandelt werden kann. weiterlesen schließen -
Alkoholismus
Pro:
Alkohol hat kein Pro!
Kontra:
teuer, macht krank
Empfehlung:
Nein
Der Alkoholismus hier in Deutschland ist recht schlimm. Am schlimmsten ist es aber in meiner Gegend: Vorpommern. Auch wenn die Bayern als die Biertrinker Nummer 1 in der BRD gelten, so trinken die ollen Pommern doch insgesamt mehr Alkohol, da hier Hochprozentiges seinen Stammplatz in der Nahrungskette hat.
Wer dem Arbeitsmarkt die Schuld am Alkoholismus gibt, der hat einfach zu kurz gedacht. Hier in Pommern wird der meiste Alkohol getrunken und hier ist auch die höchste Arbeitslosigkeit (in meinem Landkreis fast 30%). Aber zu DDR-Zeiten wurde schon genausoviel gesoffen, obwohl jeder Arbeit hatte. Da kann man die Arbeitslosigkeit als Grund vergessen.
Wo man hier hinschaut, sieht man das Elend. Ich kann mich noch an meine Kindergartenzeit erinnern. Manchmal lag der Dorftrunkenbold 10 m vom Kindergarten entfernt neben dem Gehweg. Die Schüler trinken sich auch an jedem Wochenende um den Verstand. Und als ich mein Betriebspraktikum gemacht habe (für das Abitur unbedingt notwendig), da feierte die Belegschaft Jubiläum und der Chef war betrunken, zumindest hat er immer eine Flasche Alkohol in der Hand, als er fotografiert wurde. Egal ob jemand arbeitet oder nicht, getrunken wird so oder so. Der gemeine Pommer wächst damit auf und trinkt später auch. Ein Wunder, dass ich Antialkoholiker bin.
Nun, ich halte Alkohol für eine sehr gefährliche Droge. Fast jeder darf sie konsumieren und die Gesellschaft toleriert es; sie fördert es sogar. Abgesehen davon, dass Alkohol Nieren und Leber schädigen, Impotenz fördert, die Wahrscheinlichkeit von behinderten Nachwuchs erhöht und die Verkehrsunfälle vermehrt. Das Herzinfarktrisiko wird natürlich auch erhöht und und und... Nahezu alles im Organismus klappt bei übermäßigen Alkoholgenuss nicht mehr.
Ich habe geschrieben, dass die Gesellschaft den Alkoholismus fördert. So ist es auch. Im Fernsehen gibt‘s keine Feier, ohne dass jemand mit einer Flasche Wein oder Schnaps daherkommt. Die Fernsehwerbung suggeriert, wie fein Biergenuss unter Jugendlichen ist. Und für die Welthener Goldkrone wird schon im Nachmittagsprogramm geworben. Selbst „Vorbilder" wie Sportler trinken sich regelmäßig um den Verstand (z. B. Effenberg, Basler) und Möller musste ja unbedingt beim Sieg der Champions League 1997 auf dem Spielfeld sich mit Alkohol volllaufen lassen. Irgendwas läuft verkehrt in der Gesellschaft.
Zum einen belehrt man die Jugendlichen und man selbst gibt ein schlechtes Vorbild ab. Das ist ja das gefährliche am Alkohol; seine Gefährlichkeit wird heruntergespielt. Weniger schlimmer Drogen werden verboten und man lässt einen Schwarzmarkt aufblühen und die Jugendlichen verschulden sich sogar, aber ein Flachmann kostet weniger als ein Laib Brot.
Am schlimmsten finde ich, wenn man vor seinen Kindern den Alkoholgenuss vorlebt. Einmal war ich mit Freunden an einer Würstchenbude an einem Provinzbahnhof und da kam ein Vater, mit der kleinen Tochter auf den Schultern und verlangte mit halbversoffener Sprache einen Küstennebel. Oder mir passierte es in einem Supermarkt. Vor mir eine Mutter mit Kind. Die Mutter stellte den „Kleinen Feigling" auf das Band und die das Kind sagte dann „kleiner Feigling", obwohl es so jung war und gar nicht lesen konnte.
Da liegt der Sprengstoff dieser Droge Alkohol. Diese Droge ist so tief verwurzelt, dass die Folgen gerne unterschätzt werden. Wenn sogar halbwegs vernünftige Menschen dieser Droge unterliegen, so ist dies das deutlichste Indiz für diese schleichende Gefahr. Wie gesagt, hier in Pommern ist dies besonders schlimm und es ist nahezu ein Wunder, dass ich hier Antialkoholiker bin. weiterlesen schließen
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