Pro:
Abwechslungsreich, Mann kommt viel herum
Kontra:
Schwierige Zeiten durch Kampfeinsätze, Abwesenheit von zu Hause
Empfehlung:
Ja
Ich bin als Zeitsoldat für 8 Jahre bei der Marine gewesen (04.92. -04.00)
Nach meiner Ausbildung zum Radio und Fernsehtechniker stellte sich auch für mich die Frage was mache ich mit der Bundeswehrzeit und nach einigen Gesprächen mit Wehrdienstberater habe ich mich dazu entschieden mich zu verpflichten. Der Eignungstest war in Wilhelmshafen und kein Problem. Es war ein Sporttest, eine ärztlich Untersuchung und die üblichen Konzentrationstests, räumliches Denkvermögen ... und ein psychologisches Gespräch. Dort wurde ich denn für die Unteroffizierslaufbahn vorgeschlagen.
Als Elektroniker bin ich denn zur Grundi in Bremerhaven gewesen, wobei das echt ein Witz war. Wir wurden noch nicht einmal Oliv eingekleidet und ein Bivak oder 36 Stundenübung gab es nicht. Unterrichtsschwerpunkt waren die fachspezifischen Anlagen und Geräte der Elektronik und ein bischen Militär und Marinefachliche Ausbildung. Mann konnte also nicht klagen.
Danach bin ich denn für sechs Monate auf eine Funk Sendestelle als Instandhalter gewesen, wobei man sagen kann das der Hauptdienst in Sport und Freizeitaktivitäten lag und militärische Wache gab es dort gar nicht. Andre Kammeraden die hatten die Möglichkeit in den sechs Monaten HPI Pässe ( Elektonik Pässe ) durch Lehrgänge an der Marineortungschule zu erwerben.
Der Unteroffizierslehrgang in Plön war den doch etwas militärischer. Hier wurden Millitärische Formen und Grundlagen der Menschenführung und Gruppenführung erörtert. Die Märsche wurden alle mit Gepäck durchgeführt (ca. 25 KG ) und die Abschlußübung (36 Stunden ) wurden im Feld durchgeführt. Im gro0ßen und Ganzen ist das aber überhaupt nicht vergleichbar mit dem Heer.
Im Anschluß daran bin ich denn auf der Groch Fock als Bordelektroniker zu See gefahren und fast alle millitärischen Formen sind für die Stammbesatzung weg gefallen. Da aber auch dort an Bord ausgebildet wird ( Offiziere) gab es noch ein Rest Millitär. Als Elektroniker hat man ein Supper ruhges Leben an Bord und kann die Seefahrt so richtig geniesen. Die Hauptaufgaben liegen in der Instandhaltiung und Wartung aller Anlagen. Als Bonus gibt es noch diveres Aufenthalte in den verschiedensten Ländern. Seefahrtszeiten sind in der Regel 6 Wochen im Frühjar und 3 Monate im Herbst.
Nach zwei Jahren habe ich mich enztschlossen mich weiter zu verpflichten und die Feldwebel / Bootsmannslaufbahn einzuschlagen. Als Bonus gab es einen Industriemeister Elektrotechnik on Top. Die Militärische Ausbildung war wieder in Plön und baute auf dem Unteroffizierslehrgang auf, war aber im großen und ganzen hamlos. Der Meisterteil wurde in Bremerhaven gemacht mit Prüfung vor der IHK. Denn folge noch eine dem zukünftigen Verwendungsbereich entsprechende Fachausbildung in Bremerhaven und Wilhelmshaven.
Die letzen 2,5 Jahre bis zur Berufförderung habe ich den im 3.en Schnellbootgeschwader in Flensburg verbracht ( Gibt es jetzt nicht mehr. ) Dort war ich als Feuerleitmeister eingesetzt. Mein Aufgabenbereich ging von Instandhaltung bis Abschnittsleitung OPZ und bei Mannövern das Fernbedienen der Waffenanlagen. Die Ssefahrt auf einem Schnellboot ist zwar manchmal anstrengend und auch nicht so konfortabel wie auf Schiffen, dafür aber immer sehr Kammeradschaftlich, denn jeder ist von jedem abhänig und der Umgangston ist immer gut. Die Stehzeit in See ist meist nicht länger als ein Tag und eine Nacht es sei denn ein Tender zum längseits gehen ist mit von der Partie. Die seefahrt macht aber sehr Viel Spaß und neben bei verdient man auch noch ein paar Euro mehr als an Land durch Zulagen und Dienstzeitausgleich.
Zum Abschluß gibt es bei ´8 Jahren Verpflichtung noch die Möglichkeit sich schon während der Dienstzeit ( bei mir waren es 9 Monate vor Ende ) durch Fortbildungsmaßnahem auf den Wiedereinstieg in die Berufswelt vorzubereiten und auch bis zu bei mir 18 Monate danach. Zu erwähnen ist auch die Abfindung die bei 8 Jahren das & fache Bruttomonatsgehalt berägt ( Steuerfrei )und 24 Monate Übergangsgebührnisse ( steuerpflichtig 75 % des Bruttogehalts normal und in einer Weiterbildung 90 %)
Zu den jetzt immer mehr aufkommenden Kampfeinsätze kann ich sagen, dass ich das Glück hatte keine leisten zu müssen. Wenn das aber auf einem zukommt ist meine ehrliche Meinung das man als Zeitsoldat gerade im Bootsmannsdienstgrad nicht kneifen sollte. Allerdings kann ich auch aus meinen Erfahrungen heraus sagen, das die Marine dabei eher zu Überwachungsaufgaben in Randgebieten oder Transportaufgaben herangezogen wird, so dass die Gefahr bei diesen Einsätzen relativ gering ist. Natürlich gelten diese Erfahrungen nur für meine aktive Zeit bis 04.2000 .
Kurz um kann ich nur jedem enpfehlen zur Marine zu gehen der seine Wehrdienstzeit als Zeitsoldat machen möchte. Außerdem hat man im Elektronikbereich recht gute Aussichten Berufssoldat zu werden weiterlesen schließen
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