Unterwegs nach Cold Mountain (VHS) Testberichte
Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
Pro & Kontra
Vorteile
- sehr gute Liebesgeschichte, wirkt realistisch, gut gemacht
- Renee Zellweger, Jude Law
- Tolle Hauptcharaktere wie Nebencharaktere ! Abwechslungsreiche Handlung ! Viel Spannung, Action, Dramatik und auch Humor gibt es hier zu sehen ! Lange Laufzeit : - ) Tolle Inszenierung, vor allem am Anfang anhand der Zeitsprünge !
- geniale Besetzung vor allen Renée Zellweger, atemberaubende Landschaftsaufnahmen
- Regie, Ausstattung, Darsteller, Musik, Geschichte
Nachteile / Kritik
- teilweise sehr grausam, Ende hätte positiver sein können
- Nicole Kidman!!! Ziel: Tränen.
- Man darf keinen reinen Kriegsfilm erwarten !
- einige Längen, teilweise Vorhersehbarkeit
- Längen, holprige Dialoge, es fehlt ein bisschen Magie
Tests und Erfahrungsberichte
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Nicht umsonst hat er soviele Oscars erhalten!
11.11.2005, 20:34 Uhr von
Skywalkeratwork
Hauptsächlich bei Ciao zu finden, aber auch hier werden meine Berichte natürlich gepostet und mei...4Pro:
Tolle Hauptcharaktere wie Nebencharaktere ! Abwechslungsreiche Handlung ! Viel Spannung, Action, Dramatik und auch Humor gibt es hier zu sehen ! Lange Laufzeit : - ) Tolle Inszenierung, vor allem am Anfang anhand der Zeitsprünge !
Kontra:
Man darf keinen reinen Kriegsfilm erwarten !
Empfehlung:
Ja
Vorwort
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Film der Woche sage ich nur und zwar auf Premiere und daher musste ich ihn einfach mal schauen. Es geht um den Film "Unterwegs nach Cold Mountain", den ich schon immer mal sehen wollte und nun kam ich sogar in den Genuss von Dolby Digital 5.1. Dazu ging er recht lange muss man sagen, doch ich mag Filme ja, die sehr lange dauern. Aber mal sehen ob das hier auch der Fall war. Viel Spaß beim Lesen!
Kurze Infos zum Film
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Freigegeben ist dieser Streifen ab 12 Jahren und er hat eine Laufzeit von genau 148 Minuten. Auf DVD ist er am 22. Juli 2004 erschienen und produziert wurde er im Jahr 2003. Der Preis liegt zumindest bei Amazon.de noch bei stolzen 13,99 Euro und die Musik stammt von Gabriel Yared und T-Bone Burnett. Regie hat Anthony Minghella geführt, wie auch bei den Filmen Der englische Patient oder Der talentierte Mr. Ripley. Wie so oft, so stammt auch dieser Film aus den USA und ist einzuordnen in das Genre Drama oder Anti-Kriegsfilm höchstens noch!
Die Schauspieler
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Donald Sutherland
Nicole Kidman spielt Ada
Jude Law spielt Inman
Philip Seymour Hoffman
Reneé Zellweger spielt Ruby
Natalie Portman
Brendan Gleeson
Ray Winstone
James Gammon
Kathy Baker
Es spielen hier 3 hochkarätige Schauspieler mit und schon aus diesem Grund, ist der Film so beeindruckend meiner Meinung nach. Es beginnt mit Jude Law, der die erste große Hauptrolle in diesem Film spielt und zwar dies sehr zurückhaltend und liebevoll, aber auch in extremen Situationen wie später im Krieg. Er verliebt sich, muss in den Krieg ziehen und will eigentlich nur wieder nach Hause zu ihr zurück. Nämlich zu Ada, die von der wunderhübschen Nicole Kidman gespielt wird. Sogar in einer kurzen Szene hocherotisch zu sehen, sogar mit ein wenig Brust, was ich bei Nicole Kidman ernsthaft gesagt niemals erwartet hätte. Nun denn, Jude Law und Nicole Kidman also als Liebespaar, wenn sie auch die meiste Zeit eher getrennt sind. Da Ada alleine ist, bekommt sie später Unterstützung und zwar von Ruby, die von Reneé Zellweger gespielt hat und für ihre Rolle hat sie wohl sogar einen Oscar bekommen. Sie wurde vor allem bekannt aus Bridget Jones und Nicole Kidman wegen der Filme Moulin Rouge oder The Others und Jude Law wegen Road to Perdition oder Duell - Enemy at the Gates. Aber als wenn diese 3 hochkarätigen Schauspieler nicht schon genug wären, so spielt noch unter anderem Natalie Portman aus Star Wars in einer kleinen Nebenrolle mit und anfangs auch noch Donald Sutherland. Und auch sonst, klasse Schauspieler-Auswahl, eine schöne Geschichte und einfach ein schöner zum Teil sehr ruhiger Film!
Die Handlung
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Die Handlung spielt im Jahr 1864, Virginia!
Inman ist ein einfacher Mann, der nicht viel hat im Leben außer seine Arbeit. Eines Tages läuft ihm die Frau seines Lebens über den Weg, doch irgendwie ist er zu schüchtern ihr seine Gefühle ins Gesicht zu sagen. Ada heißt sie und ist zuvorkommend und geht auf ihn zu. Sie lernen sich kennen wie das halt so mit der Liebe ist, doch bis zum ersten Kuss vergeht einiges an Zeit. Und direkt nach diesem Kuss der beiden lange in Erinnerung bleiben wird, zieht Inman in den Krieg und lässt Ada zurück...
Relativ traurig beginnt er und dazu auch actionreich. Denn schon von Beginn an, wechselt der Schauplatz von dem Kriegsschauplatz von Iman sich aktuell befindet und schwenkt wieder zurück in die Vergangenheit, wo er Ada kennengelernt hat. So erlebt der Zuschauer beide Zeitepochen fast gleichzeitig und lernt so beide Charaktere wunderbar kennen und zwar deren Situation vor dem Krieg und währenddessen. Denn Ada wartet nur darauf, das ihr Inmal wieder zurück kommt, doch zuerst einmal muss er kämpfen und dabei versuchen zu überleben. Und das gestaltet sich mehr als schwierig und er wird auch später sehr schwer verletzt. Aber er entkommt dem Tod nur sehr knapp, doch nach seiner Genesung müsste er eigentlich wieder zurück in den Krieg ziehen, was er aber nicht tut. Er flieht aus dem Krankenhaus, um nach Cold Mountain zurückzukehren, zu Ada...
Doch der lange Rückweg alleine wäre gar nicht das Problem, denn er wird jetzt leider verfolgt, da er als Flüchtling gilt. Denn es steht die Todesstrafe auf das was er gerade begeht, denn eigentlich muss er wieder in den Krieg ziehen. Doch er weigert sich um kommt dabei ein ums andere Mal in Lebensgefahr. Daher bleibt die Frage ob er es überhaupt bis nach Cold Mountain schaffen wird und wartet Ada noch überhaupt auf ihn? Fragen über Fragen, die am Ende aber alle beantwortet werden, allerdings nicht von mir :-)
Allgemein beginnt der Film einerseits ruhig, andererseits sehr actionreich denn man befindet sich sehr schnell in Mitten des Kriegsgeschehens. Sehr gut gelungen sind die zeitlichen Sprünge von der aktuellen Situation und der Vergangenheit. Aber auch ansonsten ein sehr romantischer Film, mit schönen Landschaften und einfach einer tollen Handlung. Nicht umsonst hat er soviele Oscars eingeheimst!
Meine Meinung
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Also meiner Arbeitskollegin hat er nicht so richtig gefallen, aber das ändert nichts an meiner Meinung, denn ich fand ihn klasse und vergebe daher ein "Sehr gut". Es ist einfach ein richtig gelungener schöner Film und alleine schon die Laufzeit gefällt mir, denn ich stehe auf lange Filme muss ich sagen :-) Aber das alleine macht natürlich noch keinen sehr guten Film aus, den man absolut weiterempfehlen kann. Dazu gehören vor allem richtig gute Schauspieler und die hat dieser Film, sogar reichlich, auch wenn es neben den 3 Stammcharakteren viele Nebenrollen gibt. Aber die meisten Gesichter kennt man, dazu einige sehr Bekannte wie Renee Zellweger, Nicole Kidman und Jude Law, aber auch Natalie Portman ist dabei, für mich als Star Wars Fan ein Muss zu erwähnen :-) Neben den tollen Darstellern gibt es noch jede Menge toller Kulissen, Landschaften und natürlich eine richtig gute Handlung. Die ist sehr abwechslungsreich, denn es geht hauptsächlich dramatisch zu, ein Teil davon ist sogar recht lustig inszeniert, manches sogar spannend und actionreich. Es kommt nämlich auch zu einigen Duellen mit Schießereien und vor allem am Anfang wo Inman sich im Krieg befindet. Da gibt es immer wieder diese Zeitsprünge die mehr als gelungen sind, so erfährt der Zuschauer immer nach und nach mehr von den Hauptdarstellern und wie sie zusammengekommen sind. Meine Erwartungen waren schon sehr hoch und trotzdem wurden sie erfüllt. Man sollte aber nicht denken, das es hier ein reiner Kriegsfilm ist, klar spielt dieser eine gewisse Rolle, doch hauptsächlich geht es doch um die Liebe zweier Menschen. Daher schaut ihn euch unbedingt an, es lohnt sich meiner Meinung nach, auch wenn hier sicherlich wieder die Meinungen auseinandergehen werden, wie eigentlich immer :-) Ist auf jeden Fall meine Meinung und irgendwann schaue ich ihn mir wohl auch noch ein zweites Mal an, daher vielen Dank fürs Lesen, euer Rückkehrer Sky :-) weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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Fluetie, 12.11.2005, 21:47 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
sehr nützlich ( Sprache: Altyopi ) :-) lg Dirk
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Traurig und schön zugleich - die DVD-Version
10.07.2004, 21:25 Uhr von
dreamweb
*Momentan im Home-Office* - Derzeit schreibe ich für Yopi, Ciao, Mymeinung und X-Zine. Liebe Grüß...Pro:
sehr gute Liebesgeschichte, wirkt realistisch, gut gemacht
Kontra:
teilweise sehr grausam, Ende hätte positiver sein können
Empfehlung:
Ja
Am letzten Freitag habe ich mir in meiner Stamm-Videothek die DVD "Unterwegs nach Cold Mountain" ausgeliehen. Mit diesem Beitrag möchte ich den Film und die DVD vorstellen und natürlich auch meine Meinung dazu mitteilen.
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INHALT
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Amerika im Jahr 1861. Cold Mountain ist ein kleiner Ort weitab von allem im Bundesstaat North Carolina. Seit ein paar Monaten wohnen auch Pfarrer Monroe und seine gebildete und gut erzogene Tochter Ada hier. Ada lernt den einfachen und sehr schüchternen Arbeiter Finman kennen. Der junge und feinfühlige Mann wird von allen nur Finman genannt, wie sein richtiger Name ist, das weiß niemand. Finman redet normalerweise mit niemanden, nur mit Ada kommt er in Kontakt. Sowohl Ada als auch Finman fühlen sich zueinander hingezogen. Dann beginnt der amerikanische Bürgerkrieg und Finman zieht wie so viele junge Männer begeistert in den Krieg.
Während Finman die Grausamkeit und Abartigkeit dieses Krieges in extremen Situationen kennen lernt und sich seine Meinung zum Krieg anhand einiger sehr unmenschlicher Geschehnisse ändert, ändert sich auch Adas Leben. Denn ihr Vater verstirbt und die junge Frau muss plötzlich selbst für ihr Leben sorgen. Da sie vorher nur solche Dinge wie sticken, sich gut benehmen und andere Tätigkeiten kannte, kommt sie auch in größere Probleme und ist auf die Hilfe ihrer Nachbarn angewiesen. Rettung kommt in Form der eher ruppigen Ruby, die in Adas Alter ist, aber äußerst einfach aufgewachsen ist. Zusammen versuchen die beiden Frauen, die Farm zu retten, die Ada von ihrem Vater geerbt hat.
Nachdem Finman in einer dieser abartigen Metzeleien verletzt wird und sich bewußt macht, was er da überhaupt macht und wie viele andere Menschen er schon getötet hat, desertiert er aus der Armee. Während er sich tausende Kilometer zu Fuß auf dem Weg zurück nach Cold Mountain macht, um dort seine Liebe Ada wieder zu sehen, ist seine größte Gefahr die eigene Armee. Denn unbarmherzig wird jeder Deserteur als Hochverräter gejagt und getötet. Gegen Deserteure geht man teilweise strenger und abartiger in den Tötungsmethoden vor als gegen den Gegner. Und das heißt schon etwas, wenn man sieht, wie hier die Schlachten verlaufen.
Während Finman diesen weiten und gefährlichen Weg nach Cold Mountain auf sich nimmt, versucht Ada zusammen mit Ruby, die Farm zu halten und irgendwie in diesen Zeiten zu überleben. Gefährdet wird dieses auch dadurch, als Rubys verhasster Vater auf die Farm kommt. Denn er ist ebenfalls ein Deserteur. Und auch in Cold Mountain gibt es selbsternannte Hüter, die sich damit "vergnügen" andere Menschen zu verängstigen und Deserteure zu jagen. Jeder, der einem Deserteur unterschlupf bietet, muss damit rechnen, selbst auf schlimmste Weise umgebracht zu werden....
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MEINUNG ZUM FILM
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Super gut und trotzdem schlimm und traurig. Das ist meine erste Haupt-Grundaussage zum Film, nach dem ich mir dieses Bürgerkriegs-Epos aus Amerika jetzt schon zum zweiten Mal angesehen habe.
Die Art des Filmes ist vielleicht nicht ganz einfach. Der Film beginnt mit der Zeit, in der sich Ada alleine und ohne Vater in Cold Mountain nach ihrem geliebten Finman sehnt. Während sie ihre Liebesbriefe an Finman verfasst, was sich filmisch in einer fast dichterischen Redeweise an ihren Finman ausdrückt, bekommt man als Zuschauer gezeigt, wie Finman sich im Bürgerkrieg befindet und viele Männer sinnlos und äußerst unmenschlich ums Leben kommen. Und das durch andere Männer, die wie sie auch Amerikaner sind. Finman sieht den unsinnigen Tod und abartige Metzeleien und kommt selbst nur knapp mit dem Leben davon. Und das alles sehe ich als Zuschauer natürlich mit. Daneben wird dann in der nächsten Szene das scheinbar so friedfertige und ruhige Leben von Ada gezeigt, das sich aber auch später in einen Überlebenskampf wandelt. Unterwegs nach Cold Mountain ist wegen dieses Szenen- und Zeitwechsels sehr vielschichtig. Allerdings ist es nicht Jedermanns Sache, solche Übergängen immer wieder mit zu erleben. Mir persönlich haben die Übergänge und Unterschiede hier sehr gut gefallen, weil sie eben ausdrücken, wie schnell aus Glück Leid werden kann und weil sie eben zeigen, wie schnell sich das Leben ändert, ob man etwas dafür kann oder nicht.
Ungewöhnlich, wenn auch nicht ganz selten, ist auch die Art der Darstellung einiger Kriegsszenen. Diese sind zwar nicht schwarz-weiß, aber eher in bräunlichen Farben. Mir persönlich gefällt das insofern, weil es dadurch nicht ganz so grausam und realistisch wie in Echtfarben wirkt. Dennoch ist es auch so schlimm genug und für sensible Gemüter wohl kaum zu ertragen.
Das Besondere an Unterwegs an Cold Mountain ist wohl, dass der Film wie ein Liebesklassiker, wie ein Epos aus früheren Zeiten wirkt. Mir fallen das Dr. Schiwago oder Vom Winde verweht ein. Denn wie auch in diesen Filmen geht es hier um einen Part der Geschichte, der viel mit Gewalt zu tun hat. Aber es geht auch um eine ungewöhnlich und sehr starke Liebe. Und das ist es wohl, was mich dazu bringt, mir den Film auch mehr als einmal anzusehen, obwohl er extreme Gewalt zeigt.
Sehr feinfühlig wird hier auf die Liebe zwischen Finman und Ada eingegangen. Dabei wirken diese Szenen alles andere als kitschig oder übertrieben. Zudem wirkt es auch realistisch, denn wie damals doch eher üblich, kommt es zwischen den Beiden gerade noch zu einem Kuss, Adas Erziehung und Finmans Vorsicht lassen nichts anderes zu. Und dennoch ist ihre Liebe stärker als die vieler Paare, die sich wesentlich näher kamen.
Unterwegs nach Cold Mountain ist meiner Ansicht nach ein Film, der eine Mischung zwischen Hoffnung, Liebe und extremer Grausamkeit durch den Bürgerkrieg zeigt. Es ist kein Film, den man einfach in irgendeine Schublade packen kann. Es sei denn, der Begriff Liebes-Epos in schwierigen Zeiten ist so eine Schublade.
Sehr gut gefällt mir auch, dass im Film immer wieder zeitgleich Finmans und Adas Situation gezeigt wird. Eindeutig ist es meiner Ansicht nach Finman, der hier mehr mit macht. Aber es ist auf eine andere Art auch überaus schwierig und lebensbedrohend, wie Ada sich in dieser später nicht mehr so freundlichen Welt in Cold Mountain durchsetzen muss. Im Gegensatz zu Finman hat sie wenigstens noch Ruby zur Seite.
Die Persönlichkeiten in dem Film haben mir alle sehr gut gefallen. Ob es nun die feinfühlige, gut erzogene Ada ist oder die ruppige aber lebenserfahrende Ruby. Eine sehr große Ausstrahlung hat natürlich auch Finman. Was habe ich mit ihm mit gelitten. Aber genauso gut hat mir auch Rubys Vater gefallen. Sämtliche hier dargestellten Personen wirken lebensnah. Der Film wird so gezeigt, dass diese Geschichte durchaus auch so stattgefunden haben könnte. Vielleicht bis auf die Ausnahme, dass man den Tod eines Menschen in einem Brunnen vorhersehen kann.
Sehr gut gelungen ist auch die Musik zum Film. Alles passt hier zusammen. Und seltsamerweise paßt auch der Kontrast zwischen großem Gefühls-Film und schlimmen Kriegs- und Überlebensfilm zusammen. Insgesamt agieren auch die Schauspieler so, dass nichts künstlich wirkt. Man fühlt sich in diese Zeit hinein versetzt und ich konnte mich daher auch sehr gut in die Personen hineinversetzen, jedenfalls in Finman oder in Ada. Obwohl Finman schon sehr moralisch handelt, wirkt er dennoch auch normal und gut vorstellbar. Insgesamt finde ich es sehr gut, dass auf "Übermenschen" verzichtet wird. Man kann eben nur sehen, wie der Krieg die Menschen verändert und wie sich viele Menschen zu extremer Gewalt hinreißen lassen.
Sehr schlimm finde ich persönlich neben den vielen grausamen Szenen auch die Wirklichkeit, die dahinter steckt. Da sagt ein Arzt zu jemand anderem "Das ist die Hitze, sie verfaulen" Und im nächsten Moment fragt er einen Verletzten, der das gehört haben müßte (es ist Finman)"Wie geht es Ihnen?" Das sind solche Szenen, die mich zum Schaudern bringen und mir Tränen in die Augen treiben. Und von solchen mich anrührenden Szenen anhand von menschlichen Schicksalen im Bürgerkrieg gibt es sehr viele. Klar, ich habe auch schon Kriegsfilme gesehen, in denen es solche Szenen gibt, aber in einem älteren Werk über den Bürgerkrieg habe ich selbst das nicht so hart erwartet.
Etwas schade finde ich es, dass man hier den eigentlichen Anlaß, die Sklaverei, ziemlich vernachlässigt. Aber auf der anderen Seite würde das vielleicht auch von dem Anliegen des Filmes, von der Hoffnung auf Wiederkehr und von dem Kampf das zu ermöglichen, ablenken. Unterwegs nach Cold Mountain ist meiner Ansicht nach gleichzeitig schrecklich und auch wunderschön. Leider wird diese Mischung meiner Ansicht nach am Ende etwas unausgeglichen. Das Ende hat mir nicht hundertprozentig gefallen, so sehr man auch versucht, es hier doch gut darzustellen. Ich möchte nicht verraten, was mich genau gestört hat, aber etwas sage ich doch. Ein richtiges Happy End bekommt man nicht geboten. Und wenn ich mir etwas gewünscht hätte, dann eben, dass dieser lange Weg für Finman und dieses Hoffen und Warten von Ada auch zu einem richtigen Happy-End geführt hätte. So sage ich nur "Schnüff" und halte mir ein Taschentuch bereit, wenn ich diesen Film einschalte und besonders, wenn es auf die Schlußszenen zugeht.
Trotz allem bietet der Film neben nachdenklichen Szenen und dem Liebes-Thema auch einige Szenen zum Lachen. So habe ich mich köstlich über Ruby und Ada amüsiert. Einen größeren Unterschied kann es zwischen zwei gleichaltrigen Frauen wohl kaum noch geben. Ruby ist rustikal und Lebensnah. Sie weiß sich in fast allen Fällen zu hhelfen. Ohne sie wäre die feinsinnige Ada wohl verloren. Ada ist zwar kein "Püppchen", was sie im Verlauf des Filmes auch oft zeigt, aber sie hat eben die "Nicht-Lebensnotwendigen Dinge gelernt. Sie kann lesen, was für damals ungewöhnlich war. Sie hat hohe moralische Ansprüche und ist intelligent, hat aber keine Ahnung, was man alles machen muss, um zu überleben. Während Ruby unter wiedrigsten Umständen aufwuchs, war Ada sozusagen wie eine Prinzessin aufgewachsen. Dadurch gibt es natürlich extreme Unterschiede zwischen den beiden Frauen, die sich im Verlauf des Filmes so richtig zusammen raufen und zu guten Freundinnen/Gefährtinnen werden. Und gerade in dieser Beziehung zwischen Ruby und Ada gibt es auch immer wieder etwas zum Schmunzeln oder so richtig zum Lachen.
Insgesamt ist Unterwegs nach Cold Mountain mal wieder ein richtiger Schmacht-Film, ein Liebesfilm. Aber gleichzeitig ist er auch ein Film über den Bürgerkrieg und wie solche Gewalt die Menschen verändert. Man wird geschockt und auch zum Nachdenken angeregt. Aber immer - wie ein unsichtbares Band - zieht sich dann doch die Liebe durch den Film. Diese gewaltige Liebe, die eben dazu führt, dass man sein eigenes Leben aufs Spiel setzt, nur um den anderen wieder zu sehen.
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MEINUNG ZUR DVD ALLGEMEIN
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Nach dem Einlegen der DVD sieht man ein dezent blaues Hintergrundbild, auf dem man bei genauerem Betrachten aber schon Kampfszenen des Bürgerkrieges erkennt.
Hier kann ich die Sprache auswählen, in der ich Cold Mountain genießen möchte. Wählbar sind Englisch, Deutsch, Italienisch, Spanisch, Türkisch und Griechisch. Die Auswahlbegriffe sind groß und auffällig geschrieben und lassen sich einfach und gut aauch aus weiterer Entfernung anwählen.
Nach dem so beliebten Warnhinweis (Kopieren verboten) kommt ein animiertes Menü und eine angenehm klingende ruhige Musik startet. Das ist das gewohnte Hauptmenü.
Im Hauptmenü kann ich zwischen Hauptfilm, Sprachenauswahl (nochmals), Zusätzlichen Szenen und Szenenanwahl auswählen. Wenn man hier auf Sprachen geht, entdeckt man, dass nur Deutsch und Englisch an gesprochenen Sprachen angeboten wird. Sämtliche anderen aufgeführten Sprachen bei der Vorauswahl sind nur Untertitelmöglichkeiten. Für mich allerdings sind Deutsch und Englisch völlig ausreichen. Und wenigstens bietet diese DVD im Gegensatz zu vielen anderen DVDs bei uns auch die Untertitel für Türken, Griechen und Spanier. In Deutsch und Englisch sind hier die Untertitel nicht anwählbar. Wo sie sich befinden sollen, habe ich bisher nicht herausgefunden. Allerdings schaue ich mir die Filme sowieso ohne Untertitel an. Laut DVD gibt es auch Deutsch und Englisch als Untertitel.
Bei der mir beschriebenen DVD handelt es sich um die Verleih-DVD, die allerdings mit der Kauf-DVD identisch sein soll. Später im Handel soll unter der Bezeichnung Specialversion eine Doppel-DVD erscheinen, die wesentlich mehr Extras bietet. Dennoch bietet auch diese Version einige wenige Extra bzw. nur einen Extra-Part, auf die ich später noch eingehe. Für mich persönlich reichen diese Extras aus. Zudem ist es auch immer eine Preisfrage, ob man sich nun eine Spezialversin mit vielen Extras oder eben eine abgespeckte Version mit dem ebenso guten Film kauft.
Gerade bei einem Film, den man selbst nicht so gut beurteilen kann, halte ich persönlich auch das Ausleihen des Filmes für sinnvoll. Und daher kann ich diese jetzt schon erschienene Verleih-Versioon auch nur loben. Wer sich diesen Film ausleiht, weiß anschließend sehr genau, ob er sich den Film so oder vielleicht doch später als Doppel-DVD anschaffen möchte oder eben gar nicht.
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MEINUNG ZU BILD UND TON
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Sowohl die Bild- als auch die Tonqualität beurteile ich als Laie mit einer hochwertigen Anlage und einem Breitbildfernseher als excellent. Diese sehr vielschichten Filmszenen, die zwischen äußerst ruhigen Stellen und grausamen Kriegsszenen bzw. anderweitigen Kämpfen (Jagd auf die ) werden alle sehr gut dargestellt. Die Farben gwerden sehr gut wieder gegeben und es gibt - wie es sich gehört - auch keinerlei Flackern, Blitzen oder andere Störungen. Der Filmgenuss ist somit optimal. Hinzu kommt auch die sehr gute Dolby-Digital-Realisierung, die hier meine Lautsprecher insgesamt gut fordert. Aber auch bei dem einfachen Fernseher im Hotel kommen sowohl Bild auch Ton sehr gut heraus. Natürlich gibt es bei einem solchen Gerät keinen Surround-Effekt. Aber einen sehr guten Filmgenuß hinsichtlich Bild- und Ton hat man auch hier.
Insgesamt finde ich es sehr wichtig, bei einem solchen filmischen Meisterwerkt, bei einem meiner Ansicht nach etwas grausamen aber doch grandiosem Epos, eine gute Bild- und Tonqualität zu haben. Bei einer Komödie kann ich schon mal kleinere Unstimigkeiten hinnehmen, hier könnte ich es nicht. Daher finde ich es eben persönlich auch so gut, dass hier neben dem guten Film auch Ton und Bild optimal verwirklicht wurden. Auf alle Fälle aber ist Unterwegs nach Cold Mountain ein äußerst unterhaltender Film, bei dem die 148 Minuten wie im Fluge vergehen. ("Ups, haben wir schon so spät?", so ging es mir beim ersten Ansehen)
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MEINUNG ZU DEN EXTRAS
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Wie oben schon genannt, gibt es auch auf der Verleih-DVD von Unterwegs nach Cold Mountains einige Extras. Wer sich hiervon allerdings zu viel erwartet, der wird enttäuscht sein. Daher weise ich darauf hin, dass sich die Extras hier auf nicht verwendete Szenen beschränken. Das ist meiner Ansicht nach aber der einzige Schwachpunkt dieser DVD. Aber nicht jeder legt viel Wert auf Extras, daher werde ich die DVD auch nicht wegen dieser begrenzten Extras abwerten. Ich selbst möchte Extras bei Science Fiction, guten Actionfilmen oder Fantasy-Filmen. Aber hier persönlich schmerzt es nicht nicht sehr, dass ich eben nur entfallene Szenen zu sehen bekomme. Klar, jedes Extra auf der DVD bedeutet auch Mehrwert, aber es gibt oft so langweilige Hintergrundinformationen zu dieser Art von Film, dass nicht jede DVD mit Hintergrundinformationen als besser anzusehen ist als diese hier.
Zu sehen sind:
1. Die Kapelle von Cold Mountain
2. Schlachtfeld
3. Güterwagen
4. Am Meer
5. Adas Schlafzimmer
6. Veasey
7. Alte Mühle
8. Das untere Feld der Black Cove Farm
9. Sarahs Hütte
10. Cold Mountain
11. Besuch von Teagure
Ich habe mir sämtliche Szenen angesehen. Gut daran hat mir gefallen, dass sie zwar in englischer Sprache sind, es aber deutsche Untertitel gibt. Man kann also auch als nicht so englisch-bewanderter Deutscher hier alles verstehen.
Die Szenen waren meiner Ansicht nach gar nicht so schlecht, aber es sind doch eben Randszenen, auf die man verzichten kann, um den Film nicht noch länger zu machen. Und immerhin läuft "Unterwegs nach Cold Mountain" auch so schon 148 Minuten. Dem Film schadet es nicht, dass diese Szenen nicht enthalten sind. Vielleicht würde er dann sogar etwas langatmig. Und ohne diese Szenen muss ich sagen, dass die 148 Minuten eben interessant und spannend waren.
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DATEN ZU FILM UND DVD
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Titel: Unterwegs nach Cold Mountain
Originaltitel: Cold Mountain
Entstehung: USA, 2003
Verleih: Buena Vista
Laufzeit: 148 Minuten
Art: Liebes-Kriegs-Epos
Regie: Anthony Minghella
Darsteller:
Jude Law
Nicole Kidman
Renée Zellwegger
Donald Sutherland
Bildformat: 2,35:1 (16:9)
Tonformat:
Deutsch, Dolby Digital 5.1
Englisch, Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch, Spanisch, Italienisch, Griechisch
FSK: Altersfreigabe ab 12 Jahre
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FAZIT
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Unterwegs nach Cold Mountain ist ein sehr interessanter und spannender Film um eine großartige Liebe in einer extremen Zeit. Es ist ein Film, der die Gefühle anspricht aber auch die schlimmen Seiten des Bürgerkrieges zeigt. Der Film ist herrlich und schrecklich-traurig zugleich. Ich werde mir diese DVD auf alle Fälle auch kaufen und möchte den Film hier auch empfehlen.
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Ich freue mich hier sehr über Kommentare und hoffe diesen Film mit Vor- und Nachteilen gut näher gebracht zu haben. weiterlesen schließen -
Taschentücher raus und los gehts
15.03.2004, 19:38 Uhr von
Tuvok
ich bin Christ, mag keinen Rassismus und halte nicht viel von PollitikPro:
Die Schauspieler, Buchumsetzung, Handlung, Story, Landschaft
Kontra:
zu kurz und zu wenig ausgeleuchtet
Empfehlung:
Ja
Unterwegs in Cold Mountain
1861 fängt die Geschichte an. W.P.INMAN ( Jude Law ) baut an einer Kirche mit für die Gemeinde von Cold Mountain, einer kleinen malerischen Gemeinde im Staate North Carolina. INMAN ist ein Mann mit sehr vielen Talenten. Er kann fast alles was damals wichtig war, von Häuser bauen, über Äcker bestellen, Tiere versorgen, einfach fast alles. Er ist ein wortkarger und sehr ruhiger Mensch, besonnen, ein gläubiger Christ, und ein Mann der nur das nötigste sagt.
ADA MONROE, Mitte 30, kommt mit Ihrem Vater aus einem anderen Bundesstaat in dieses kleine Dorf, das früher dem Großvater eines gewissen TEAGUE gehört hat, der seit Jahren versucht die Leute aus dem Ort zu vertreiben, bisher erfolglos. Reverend MONROE ( Donald Sutherland ) stets gewohnt in großem Stil zu leben, zieht mit seiner Tochter dorthin, weil er sich erhofft, das es seiner Lunge besser geht, weil das Klima einfach nicht so feucht ist. Laut seinen Ärzten soll er hier gesund werden. Er ist stets ein Mann gewesen der seiner Tochter die beste Ausbildung zuteil kommen ließ, die es gab. Seine Farm in Cold Mountain wird von 20 – 30 Negern bewirtschaftet, so das seine Tochter ADA keinen Finger krumm machen muss, um für den Lebensunterhalt aufzukommen. Hier tief im Süden hat fast jeder der ein bisschen Geld über hat, seine Sklaven, allerdings nicht grausam gehalten, sondern in einer friedlichen und freundlichen Übereinkunft. Was damals keiner sich dachte, passierte in kurzen Momenten, der Krieg kommt auch hier her. Der Bürgerkrieg.
Viele freuten sich, vor allem die jungen Leute, denn die sind es, die Ihre Neger behalten wollen, und den Norden dafür hassen, das die Yankees den Südstaatlern dieses Privileg zunichte machen wollen.
Szenenwechsel auf 1864, eine Kompanie der Yankees sind dafür verantwortlich, das ein Schützengraben voller Südstaatler, viele aus dem Gebiet von North Carolina, genauer Cold Mountain, in die Luft gejagt werden soll, was auch fast gelingt. Die Sprengladung war falsch gelegt, die Yankees stürmen nach ,und anstatt toter und verletzter Südstaatler zu finden, landen sie in einem großen Graben, wo sie von den Südstaatlern niedergemetzelt wurden. Auch INMAN ist hier, der voller Sehnsucht an seine ADA denkt, und stets Ihr Foto bei sich hat. Sein Freund OAKLEY verliert sein Leben, und bei einer Nacht und Nebel Aktion wird er schwer am Hals verwundet, und entschließt sich zu fliegen, und den über 1.000 Meilen langen Weg in seine Heimat zurückzulegen, um seine große Liebe ADA zu finden, in die er sich verliebt hat. Wie sie sich in ihn.
Sie schreibt ihm fast jede Woche einen Brief, über Monate hinweg.
Jahre dauert der Krieg, verändert die Leute. Leute die vorher den Frieden liebten, und dafür starben. Menschen die vorher reich und gut situiert waren, und jetzt in großer Armut leben. So wie ADA. Ihr Vater starb im Herbst 1862, und von nun an ist sie alleine, muss alleine über den Winter kommen, hat nie gelernt für sich zu sorgen. muss nun das erste mal um das Überleben kämpfen. Der einzige Überlebenswille ist, das INMAN wieder zurückkommt, und sie aus Ihrer Lethargie rausreißt. Sie schreibt ihm fast schon täglich, zählt die Tage, Wochen und Monate, und hört dann auf zu zählen, sie ist dessen müde geworden. Doch in dem Dorf hilft man sich gegenseitig, gibt von dem was man hat, auch wenn es wenig ist.
Wäre nicht SALLY SWANGER mit Ihrem Laden gewesen, ADA hätte hungern müssen, sie hätte auch selbst nichts genommen, wenn sie SALLY und Ihr Mann nicht eingeladen hätten, und so versucht sie über den Winter zu kommen der ins Land zieht.
INMAN hat es inzwischen geschafft aus dem Lazarett zu fliehen und den langen Rückweg anzutreten. Sein Weg führt in von einer Gefahr in die nächste, denn so einfach ist es nicht für ihn, denn er gilt als Deserteur. Überall im Lande gibt es Bürgermillizen, wie auch in Cold Mountain, die TEAGUE anführt, dem früher halb Cold Mountain gehört hat, und der nun Fahnenflüchtige jagt vor allem die, die in der Umgebung von Cold Mountain leben, die er allesamt mit seinen 3 Freunden, Söldnern, umbringt.
INMAN hat so oft Glück wie er Pech hat, voller Hunger und Durst, die ganze Zeit die Wunde am Hals, versucht er den steinigen harten Weg zurückzulegen, durch Sümpfe, Felder, Wälder, und landet so nach langer Zeit des Wanderns auf einen netten leicht verwirrten jungen Fahnenflüchtigen. VEASEY ( Philip Seymour Hoffmann ).
Mit ihm flüchtet er auf einem Ruderboot vor der Bürgermilliz und erreicht nach kurzer Zeit einen netten Jungen Mann der sich bald als große Gefahr rausstellt. JUNIOR ( Giovanni Ribisi ), mit seinen 2 Frauen, 2 Schwestern, und 2 Töchtern. Der es aber nicht nur drauf abgesehen hat, VEASEY und INMAN zu retten, der daraufhin in eine Gefangenschaft gerät und versucht zu fliehen. Wäre nicht eine nette alte Dame gewesen, die ihm von seinem wenigsten gibt, um ihn zu retten, seine Wunden versorgt, damit er mit Medizin und einigen warmen Mahlzeiten den Weg weitergehen kann, hätte er nie SARA ( Natalie Portman ) getroffen, die mit Ihrem Baby alleine in ihrer bescheidenen Hütte lebt. Sie hat fast nichts zu essen, aber sie bietet ihm das wenigste an, und rettet ihn so vor einer Lungenentzündung da es stark geregnet hat. Er dafür rettet Ihr das Leben, und kann nur von Ihr flüchten.
Das alles war 1863. ADA inzwischen hat sich mit SALLY angefreundet, und ein Erlebnis hat sie geprägt, sie sieht INMAN wie er auf sie zukommt, und weiß das sie Hoffnung schöpfen kann, endlich nach so langer Zeit. Das Jahr geht schnell vorüber und SALLY schickt ADA Ihre Freundin, um Ihr auf der Farm zu helfen. RUBY THEWES ( Renée Zellweger ), die 10 x mehr kann als jeder Mann. Eine harte Arbeiterin. Sie war es, die ADA erst wieder einen neuen Lebensmut gab. Mit Ihr gemeinsam schafft es ADA die Farm wieder zu bewirtschaften, Gemüse anzupflanzen, Kühe und Schafe zu züchten und wenigstens die größte Not abzuwenden, und mit dem Verkauf des Klaviers Ihres Vaters kann sie auch wieder Saatgut kaufen.
Doch dann passiert es, die 2 Söhne von SALLY verstecken sich bei Ihr zu Hause, und keiner weiß es, bis auf TEAGUE, der so was ahnt und mit seinen Söldnern, über SALLY herfällt, Ihren Mann ersticht, Ihre 2 Söhne tötet, und SALLY foltert. Wäre RUBY und ADA nicht gewesen, wäre SALLY auch gestorben.
Und mehr verrate ich von dem 151 Min. langen Film nicht. Man kann sich den nur im Kino ansehen und genießen. Und das ganze ist ein Genuss, alleine schon wie die 3 Hauptdarsteller zusammenspielen. Jeder passt in seine Rolle und das so gut, das die Oscarnominierungen verdient sind. Das ganze ist mehr als eine Taschentuchschneuzheulgeschichte die mich frappant an „Vom Winde verweht“ meets „In einem fernen Land“ erinnert.
Die ganze Geschichte basiert auf einen Roman von Charles Frazier, der diese Geschichte zur Zeit des Amerikanischen Bürgerkrieges angesiedelt hat. Der Regisseur Anthony Minghella, der schon in „Der englische Patient“ sein Können gezeigt hat, der lange nicht so gut war wie dieser Film, hat sich wahrlich übertroffen und meiner Meinung nach ein Meisterwerk abgeliefert. Eine Geschichte die wirklich stark ist, von einer Frau und einem Mann, die sich gerade erst mal geküsst haben, aber dessen Verbindung so stark ist, das sie nicht nur Meilen, sondern auch den Bürgerkrieg, Entbehrungen und ein karges Leben überdauert. Dieser Kuss, diese Erinnerung wird zur Hoffnung, zu einem Regenbogen des Glückes für beide, an die sie dauernd denken, und hätte Nicole Kidman die Rolle nicht bekommen, wäre der Film halb so schön gewesen, denn sie spielt die Rolle der Ada sehr überzeugend, auch wenn ein bisschen Magie fehlt. Man sieht sie sehr viel Briefe schreiben, und man merkt auch wie viele Probleme sie hat, Ihr altes Leben zu vergessen das sie in Luxus, Samt und Seide geführt hat, und so viele unnötigen Dinge gelernt hat, die sie jetzt in Ihrer Not nicht brauchen kann. Das hat man viel zu wenig beleuchte, meiner Meinung nach hätte man viel mehr darauf eingehen können. Doch diese Frau hat eine wahnsinnig gute Ausstrahlung. Sie ist sehr stark, sehr innovativ, und sie liebt einen Mann, doch da fehlt eben die Magie, das war einer der wenigen Kritikpunkte in Ihrer Darstellung. Sie ist zwar oft weinend zu sehen, aber es fehlt einfach die Intensität, und man hätte eben noch vieles ausbauen können, auch wenn der Film dann 3 Stunden gedauert hätte, Platz wäre allemal für diese Geschichte gewesen.
Gefallen hat mir das Minghella die Geschichte von Inman parallel zur Geschichte von Ada erzählt hat, genauso wie im Roman, und so eine 2. Geschichte aufbaut, die er teilweise zu 2 verschiedenen Zeiten mitlaufen lässt, was sehr gut gepasst hat, und die ganze Story so dem Zuschauer nicht langweilig wird und ihn auch fordert, denn so ein anspruchsvoller Film wird oft durch seine Längen langweilig, doch hier schafft er es durch die sehr überzeugende Darstellung von Jude Law in seiner Rolle von Inman, das Bild eines flüchtenden Soldaten auf der Suche nach seiner Liebe sehr gut darzustellen. Auch hier hätte ich gerne mehr eine Vorgeschichte gesehen, denn als Inman in den Krieg zieht, wurde das ganze viel zu kurz dargestellt. Der Weg für ihn ist eine unüberwindbare Odyssee und man sieht ihm an das er sie niemals unterbrechen wird, doch von der schauspielerischen Leistung her würde ich sagen, er hätte es viel besser machen können, auch wenn ich meine das er eine sehr gute Besetzung ist, er hat einfach auch viel zu wenig innovativ und intensiv gespielt, obwohl er viel gelitten hat, und der Zuseher mit ihm, indem er eine Tonne Taschentücher nach der anderen brauchte. Gut das es in diesem Kino eine Taschentuchrecyclinganlage hatte.
Anfangs hatte der Film eine wunderbare Eigendynamik entwickelt, die sich im Laufe der Geschichte oft in Längen unterteilt die nicht nötig wären, wenn Ada z.B bei Ihren Briefen sitzt, wenn Inman zu wenig redet, wenn er an die alte Zeit denkt, an denen einen Kuss den er von Ada bekam, an sein Buch das er immer bei sich trug, das sie ihm geschenkt hat, das für ihn eine Art Gral geworden ist. Der Film lebt eigentlich von seinen Passagen, von seinen Szenen, von seinen wunderbaren Kameraaufnahmen, der teils wunderschönen Gegend, die verzwickte Geschichte, aber leider nicht von den Dialogen, denn die waren oft einfach. Gefallen hat mir die Synchronstimme von Kidman sehr gut da sie zu Ihrem sanften einfachen Gesicht gepasst hat. Der Film strahlt auch eine gewisse Magie aus, auch wenn er ein bisschen vorhersehbar ist, bis auf das Ende, aber das macht nichts, er ist einfach magisch, in einigen Momenten sehr sogar, aber die waren eben sehr dünn gesät.
Sehr gut hat mir die Szene mit Sara gefallen, und Inman in Form des Heiligen Josef, eines wirklich netten Menschen der einer armen Frau hilft, die ihr letztes für die Gastfreundschaft geben würde, genauso wie er es zuvor erlebt hat, das zeigt von tiefen christlichen Werten die hier vermittelt werden, doch sind es leider nur kurze Momente, die eine starke magische Romantik aufkommen lassen. Sehr gut natürlich die Leistung der Nebendarsteller.
Allen voran Zellweger, die so gut für die Rolle passt, einfach hervorragend, und Ihr süßes dämliches Grinsen von Bridget Jones total abgelegt hat. Gestört hat mich nur Ihr watschelnder Entengang, und Ihre klugen Ratschläge, die eher dünn gesät wurden, denn sie kennt sich mit wirklich allem aus, und es ist eine Wohltat zu zusehen, wie sie Ada hilft, in Ihrer Not die Farm zu bewirtschaften, da sich diese nicht so gut auskennt. Natürlich ist bei Ihr auch vieles nicht so ganz astrein und genau beachtet ist sie auch oft in kitschige Szenen verschachtelt, die man aber nicht mitbekommt, wenn man den Film nicht studierend beobachtet. Ihre überzeugende Darstellung als Hilfe von Sally für Ada ist allemal gut. Sie hat auch das richtige Aussehen, das zerzauste Landeieraussehen. Sie spielt die Rolle einer Frau die immer um sich selbst sich sorgen hat müssen, die einen Vater hatte, der sich um sie nie gekümmert hat, und trotzdem alles selbst gemeistert hat, und aus einer alten herabgewirtschafteten Farm letztendlich ein Schmuckstück gezaubert hat.
Die Rolle des Teague ist auch sehr gut, leider ist sie nicht so oft zu sehen, denn ihm gehörte halb Cold Mountain und sein Hass auf die Bevölkerung die seinem Großvater das Land weggenommen haben, zeigt sich in seiner Rolle als Führer der Bürgermiliz und als Feind in den eigenen Reihen der dafür verantwortlich ist, das Deserteure, Fahnenflüchtige, denen die solchen Unterschlupf gewähren, getötet werden. Doch das ist einfach ein bisschen zu kurz dargestellt, denn aus seiner Rolle hätte man auch mehr machen können. Man hätte ein bisschen seine Vorgeschichte beleuchten können, und man hätte ihn mehr herumfahren lassen können, auf der Suche nach Flüchtigen, was leider nicht gemacht wurde.
Der Film hat gar nicht so viel Pathos und Ehre wie in andren Kriegsfilmen, und bis auf die Schlacht am Anfang die sehr blutig und grauslich war, wurde in dem Film nicht so viel gemeuchelt, rein nur aus Selbstzweck, eigentlich fast gar nicht, wie in anderen Filmen ähnlicher Bauweise halt. Das ganze ist ein richtiges Heldenepos, von der Reise eines der nach Hause will, und man glaubt oft in einer Dokumentation zu sitzen, ist ganz gefesselt, aber leider nicht durchgehend, was ich ziemlich schade finde, denn diese Geschichte hätte es allemal können. Wäre er 3 Stunden lange gewesen, dann wäre er perfekt gewesen, dann hätte man vielleicht auf einige einzelne Charaktere eingehen können. Der Film ist fast gar nicht langatmig und durchgehend spannend, sehr gut gespielt und man muss sich den einfach ein zweites Mal ansehen. Der Taschentuchverbrauch der weiblichen Zuseherschaft in dem Kino stieg immens hoch und der von der männlichen tröstenden Zuseherschaft auch, so dass man fast gar nichts außer schluchzen und trösten hören konnte aber das macht nichts, wir haben uns nicht ausgeschlossen.
Definitive eindeutige und hoch überzeugende moralische und wirksame
95,10 von 100 weiterlesen schließen -
Cry me a river in Cold Mountain
Pro:
Renee Zellweger, Jude Law
Kontra:
Nicole Kidman!!! Ziel: Tränen.
Empfehlung:
Ja
Die letzte Woche durfte ich wieder einmal in Neumünster verbringen: Berufsschule. Gähnende Langeweile, nichts zu tun - aber wenigstens gibts dort ein schönes Kino. =)
Nachdem meine Freundin und ich uns noch an der Kinokasse geprügelt haben, welchen Film wir denn nun gucken sollten, wurde es MIR zuerst peinlich und ich gab nach. Auf nach Cold Mountain. *argh*
Ich muss dazu sagen, ich hasse Nicole Kidman, ich hasse Kriegsfilme und ich hasse es, wenn ich eigentlich gut drauf bin und Schnulzen gucken muss, wo man eh am Ende rumheult.
Naja... was tut man nicht alles für seine beste Freundin und um nicht für bekloppt abgestempelt zu werden von der Kinokassenfrau...
Im Nachhinein muss ich sagen: Vielen Dank, ich wusste es doch!
Wieso? Das werde ich Euch jetzt erzählen, und das, obwohl ich eigentlich nicht gerne über Filme schreibe...
Die Story:
Irgendwann um 1860 zieht die wohlhabende Pfarrerstochter Ada (Nicole Kidman) mit ihrem Vater (Donald Sutherland) um nach Cold Mountain, auf eine schöne, große Farm. Dort lernt sie Inman (Jude Law - sowas Hübsches aber auch...) kennen - aber die beiden sind so schüchtern, dass sie immer nur ziemlich dämliche Floskeln miteinander wechseln und als der Krieg dann beginnt, kriegen beide Panik und küssen sich endlich.
Ab sofort trennen sich die Handlungsstränge. Der Zuschauer sieht einerseits Inman beim Kämpfen gegen die Yankees und irgendwann schwer verletzt im Lazarett - auf der anderen Seite die wartende Ada, die nach dem Tod ihres Vaters die große Farm völlig vernachlässigt und beinahe verhungert.
Das Ganze zeiht sich über Jahre hin und irgendwann beschließt der völlig zerfledderte Inman, dass er nicht mehr kämpfen will, sondern zurück zu Ada, deren Bild er den ganzen Krieg über bei sich hatte (natürlich).
Dass das Ganze nun nicht gerade ein Spaziergang wird, ist ihm da auch schon klar, und er weiß auch, dass Fahnenflüchtige gejagt werden wie die Hunde, aber wirklich interessieren tut ihn das nicht. Wie romantisch!
Nun kann der Zuschauer die Abenteuer des Flüchtlings Inman erleben, die zugegebenermaßen gar nicht mal langweilig sind, sondern sogar recht spannend - und auf der anderen Seite die jammernde Ada, die mir mehr und mehr auf den Keks ging.
Aber da gibt es ja noch Ruby (eine fabelhafte Renee Zellweger), die dem Püppchen ein wenig unter die Arme greift.
Meine Meinung zu dem Ganzen:
Ihr habt es vielleicht schon gemerkt: Ich fand den Film echt nicht gut. *hüstel*
Und bei der Inhaltsangabe habe ich eigentlich versucht, es nicht so sehr durchscheinen zu lassen, wieso das so ist... naja, ist mir wohl nicht so gelungen. ;o)
Die Story an sich ist im Prinzip nichts Neues: Südstaatendrama a la "Vom Winde verweht" gekreuzt mit "Pearl Harbour" und das Ganze dann in zwei Handlungen zerlegt.
Ich muss sagen - vor diesem Film habe ich Nicole Kidman auch nicht gemocht, aber da habe ich sie geduldet. NACH diesem Film bin ich echt nicht mehr toleranzfähig, denn sie passte einfach nicht in die Rolle der Ada und hat meiner Meinung nach eine Menge von diesem Film zerstört.
Die Kidman spielt viel zu barbiehaft, sie ist ein Prinzesslein, was keinen Schmutz anfassen will - und Kompliment, das kriegt sie am Anfang, wo es noch passt, sehr gut hin!
Aber bitte... nach fast 10 Jahren Arbeit auf dem Acker, in der prallen Südstaatensonne - sollte man da nicht wenigstens eine Falte sehen?
Botox lässt grüßen, oder einfach nur gute Visagisten, aber authentisch ist das alles nun wirklich nicht und das hat mich den ganzen Film über gestört. Ganz besonders, wenn man im Kontrast dazu das Hammerweib Renne Zellweger sieht: Eine kräftige, selbstbewusste Frau, mit Bauernzopf und Farbe im Gesicht. DAS nenn ich mal eine Schauspielerin! Frollein Zellweger hat sich so gut in ihre Rolle gefunden, dass alle Erinnerungen an Bridget Jones und Konsorten weggewischt waren, man dachte nur noch an Ruby, die Bäuerin. ;o)
Nun ja, und die Kidman war einfach schmückendes Element, hat aber keinerlei Charakter rübergebracht, sie wirkte, als wenn sie grad ihren Text übt oder so...
Und wäre da nicht Jude Law gewesen, der den in sich gekehrten, nachdenklichen Inman, der sich nach seiner Ada verzehrt, so toll dargestellt hätte, wäre die komplette Liebesgeschichte nur noch lachhaft gewesen - durch Law bekam das Ganze wenigstens ein wenig Gefühl.
Die anderen Schauspieler haben ihre Rollen eigentlich alle sehr gut gespielt, allerdings waren die meisten davon auch beim Handlungsstrang Inman zu sehen, was die miese Darbietung der Kidman jetzt ungewollt verstärkt.
Soviel zur schauspielerischen Leistung - ziemlich polarisierend, aber damit lässt sich leben. Was ist nun aber mit der Umsetzung der Story?
Der Kidman-Strang ist im Prinzip ein angenehmer - langweiliger - Ausgleich zum aufwühlenden Law-Strang. Während bei Ada auf der Farm relativ wenig passiert und man damit beschäftigt ist, nicht laut aufzuschreien, dass die gute Ada sich mal zusammenreißen soll, kann man beim fliehenden Inman richtig schon mitfiebern, sich ekeln, heulen - eigentlich sämtliche Emotionen durchlaufen.
Anfangs störte mich das viele Rumgeballer extrem, aber da es sich nunmal um einen Kriegsfilm handelt und nicht um die Teletubbies, ist das nicht zu verhindern. Außerdem lässt das zum Schluss hin auch stark nach, wenigstens etwas.
Die ganze Grausamkeit des Kriegs wird in sämtlichen Einzelheiten dargestellt - teilweise wirklich abartig, aber immerhin authentisch.
Was mich sehr störte waren die zwanghaften Versuche, die Zuschauer zum Heulen zu bringen. Nichts gegen eine ordentliche Schnulze, aber muss das so drauf ausgerichtet sein?
Wenn man nah am Wasser gebaut hat und vielleicht einen schlechten Tag hat, kann man schlichtweg den ganzen Film durch flennen.
Das fängt damit an, dass einer süßen, kuscheligen, grinsenden Ziege mit den Worten "Haddu fein gemacht Süße... So eine Hübsche biddu..." die Kehle durchgeschnitten wird und geht über ganz normale Rührseligkeiten wie den Tod von Ada's Vater. Immer und wieder solche Kleinigkeiten und ehrlich gesagt hat mir das echt den Spaß verdorben - ich mag Filme lieber, die mit einem großen Knall enden und vorher spannend sin. Nicht solche, die nur darauf aus sind, dass man die Taschentuch-Industrie möglichst stark subventioniert.
Trotz allem birgt dieser Film eine Menge positiver Umsetzungen, langweilig wird einem nie, höchstens bei Ada zu Hause, und es passiert viel, viel Unvorhergesehenes, was ich hier natürlich nicht ansprechen werde. ;o)
Dadurch, dass der ganze Film nur auf willigen Tränendrüsen ausgelegt ist, wirkt das Finale wieder total lächerlich - ich für meinen Teil hab bei einer Szene, die eigentlich wohl zu Tränen rühren sollte, so sehr gelacht, dass ich wohl geheult habe... aber eben vor Lachen. Denn seine Freundin "Beutel voll Diamanten" zu nennen finde ich irgendwie unpassend. Fand Ruby aber auch. :o)
Mal ganz abgesehen davon, dass ich deswegen fast aus dem Kino geflogen wäre, war das doch ganz gute Unterhaltung.
Trotz allem: Man kann sich diesen Film wirklich ansehen, sollte aber Taschentücher mitnehmen, denn ganz am Schluss hab selbst ich noch geflennt (unfreiwillig und ohne Lachen!!!).
Jude Law und die Zellweger sind zwei echte Perlen für diesen Film; ohne die beiden wäre das ganze Werk Schund geworden. Zwar ist die Story richtig schön spannend und hat auch eine Menge Gags (aber nur durch die Zellweger...), aber die schlechte schauspielerische Leistungs und das ganze Rumgeheule nervt doch ziemlich.
Fakten:
Der Film wurde 2003 gedreht, dauert ganze 155 Minuten (die einem allerdings zugegebenermaßen nicht so lang vorkommen) und Regie führte Anthony Minghella. FSK ist ab 12 (nicht sooo angemessen... einige Szenen sind echt brutal!) und bei uns lief der Film am 19. 02. an.
Und mein Fazit:
Tja, ich vergebe tatsächlich noch 3 Sterne und eine Empfehlung. Wieso? Weil die Zellweger wirklich mehr als brilliant war in diesem Film und auch Jude Law ein wahrer Leckerbissen war. Die Story an sich ist ja nicht schlecht, nur weil sie nicht neu ist - aber stellenweise wurde sie mies umgesetzt und ist mir persönlich zu sehr auf Schnulze gemacht.
Aber ansonsten... Mit einem dicken Fell und ner großen Tüte Popcorn kann man sich "Cold Mountain schon ansehen. weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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Fantomiss, 23.07.2006, 19:16 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
ich verstehe ehrlich gesagt auch nicht, was alle an nicole kidman so doll finden. irgendwie fing das ja mit der trennung von mr. cruise an (wie kann man den überhaupt heiraten?) und ich glaube, das hat mehr mit mitleid für die arme verlassene ehefrau als m
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Zuckermaus29, 16.07.2006, 01:19 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
"sh" von mir für Dich :o) Viele Grüße Jeanny
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Home Is Where Your Heart Is
Pro:
Regie, Ausstattung, Darsteller, Musik, Geschichte
Kontra:
Längen, holprige Dialoge, es fehlt ein bisschen Magie
Empfehlung:
Ja
Bereits Michael Ondaatjes Roman ?The English Patient? galt als nahezu ungeeignet für eine filmische Adaption, bevor der britische Regisseur Anthony Minghella den schwierigen Versuch unternahm und aus der komplexen Romanvorlage einen ähnlich verschachtelten, fragmentarisch und episodisch erzählten Film zusammenstellte, der nicht nur Ondaatjes Werk in Thematik und Handlung auf die Leinwand bannte, sondern darüber hinaus auch den sehnsüchtigen, romantischen, tragischen und unverhohlen melodramatischen Zauber des Buches am Leben erhält. Zuallererst war und ist ?The English Patient?, ob Ondaatjes Buch oder Minghellas Film, eine Liebesgeschichte, mehr noch ein epischer Bilderbogen zwischen traumhaften Landschaften, unsterblicher Romantik und anrührender Dramatik. Lieben und Leben in Zeiten des Krieges, in denen für Liebe kaum Platz bleibt und das Leben nur noch aus Überleben besteht. Ähnliches gilt für ?Cold Mountain?.
Basierend auf Charles Fraziers gleichnamigen Roman, der zu Zeiten des amerikanischen Bürgerkriegs spielt, entwickelte Minghella ein Drehbuch, das versucht der epischen Geschichte gerecht zu werden. Es sind die Monate kurz vor dem Ausbruch des Krieges zwischen den amerikanischen Nord- und Südstaaten. Die junge Pastorstochter Ada Monroe (Nicole Kidman) zieht mit ihrem kränkelnden Vater (Donald Sutherland) nach Cold Mountain, einem wohltuend ruhigen Ort, der so weit entfernt von einem Krieg zu sein scheint, dessen Gestalt jedoch bereits seinen Schatten vorauswirft. In jenen friedlichen Tagen kommen sich der schüchterne und äußerst wortkarge W.P. Inman (Jude Law) und Ada näher, ohne sich allerdings wirklich kennen zu lernen, da Inmans Scheu und Adas vornehme, weibliche Zurückhaltung kaum mehr als kleine Anzeichen der Zuneigung erlauben. Kurz vor Inmans Einberufung zum Militär und dem Befehl in die Schlacht zu ziehen, kommt es lediglich zu einem Kuss, der das Verlangen beider versinnbildlicht und doch eine so klaffende Lücke hinterlässt, da zwischen beiden nur vage Vorstellung über den anderen existieren Trotz allem ist es Liebe, die ihre sanfte Beziehung charakterisiert.
Getrennt durch einen Krieg, der jede Art von Menschlichkeit unterdrückt, bleiben Briefe die einzige Möglichkeit zur Kommunikation, doch auch diese sind nur ein schwacher Trost. Während der schweigsame Inman in blutigen Schlachten die Unschuld seiner Seele verliert und darüber hinaus auch etwas von dem Glauben an sein Bild von der Welt einbüßt, kämpft auch Ada nach dem Tod ihres Vaters um ihr Überleben. Aufgewachsen als höfische Dame, für die niedere Arbeiten auf der Farm niemals Teil der Erziehung waren, ist Ada völlig hilflos auf sich allein gestellt und übersteht die harten Winter nur durch die Freundlichkeit ihrer Nachbarn. Getrieben von dem Gedanken an Inmans mögliche Rückkehr lebt sie vor sich hin ohne eine Vorstellung davon zu haben, welch andere Opfer der Krieg von ihr einfordern könnte. Nicht wissend ob Inman sich noch an sie erinnern wird oder ob er jemals zurückkehrt, ist es der burschikosen Ruby Thewes (Renée Zellwegger) zu verdanken, dass die zierliche Ada zurück ins Leben findet. Als echte Frauengemeinschaft erledigen sie die Arbeiten auf der Farm und werden zu echten Freundinnen.
Parallel zu Adas Geschichte konstruiert Minghella einen anderen Handlungsstrang, so wie dies auch in Fraziers Roman üblich ist, mit dem verschollenen Inman als Hauptfigur. Dieser beschließt nach einer schweren Verwundung im Kampfeinsatz zu desertieren und nach all den Jahren, die in der Zwischenzeit verstrichen sind nach Cold Mountain zurückzukehren, dorthin wo Ada lebt, die er niemals vergessen konnte. Eine beschwerliche und gefährliche Reise, die den gejagten Deserteur von einer lebensgefährlichen Lage in die nächste treibt, als wäre Inman ein willenloser Spielball des Schicksals. Der Weg nach Hause wird zur Odyssee, in deren Verlauf der vom Krieg gezeichnete Soldat zu sich selbst findet. Unterwegs begegnet er ebenso skurrilen wie befremdlichen Charakteren und Geschehnissen, die trotz allem seinen Willen nicht brechen können oder ihn zur Aufgabe bewegen würden. Inman würde seine Reise niemals abbrechen, sein Weg führt dahin zurück wo sein Herz ist, wo einst sein Zuhause war, zurück nach Cold Mountain.
Anthony Minghellas Film entwickelt insbesondere in der ersten Hälfte eine wohltuende Eigendynamik, die Cold Mountain durch die anhaltenden Zeitsprünge und episodisch angeordneten Erzählstränge erhält. Bis zu dem Zeitpunkt an dem sowohl Adas als auch Inmans Geschichte parallel auf ein gemeinsames Ziel zulaufen, verliert der Film auch gleichermaßen an Tempo, wie er an inhaltlicher Tiefe hinzugewinnt, ohne dabei einige Längen verschweigen zu können. Ein Film der weniger von seinen Dialogen lebt als von sanften Gesten und beeindruckenden Bildern, läuft allzu leicht Gefahr zum langweiligen Rührstück zu verenden, besonders real wird diese Befürchtung bei Adaptionen großer Romane. Cold Mountain umgeht kitschige Passagen weitgehend, die natürlich nicht ausbleiben, aber in der Gesamthandlung des Films überraschend dezent aufgetragen sind und von der temporeichen, turbulenten Geschichte verdeckt werden, die im Grunde zu keinem Zeitpunkt langweilig wird oder derart abschweift, dass eine unüberbrückbare Leere entsteht.
Die anfangs erwähnten Vergleiche zu ?The English Patient?, Minghellas mehrfach ausgezeichnetes Drama, sind auch in einer unmittelbaren Betrachtung beider Filme legitim. Nicht nur die Feststellung, dass ein Großteil der verantwortlichen Kreativen bereits bei der filmischen Umsetzung von Ondaatjes Roman mitwirkten, lässt einige Vergleiche zu. Beginnend bei Minghellas Inszenierung, die in Cold Mountain längst nicht so unbestimmt und langsam vortastend erfolgt, über Gabriel Yareds musikalische Untermalung und die nach wie vor traumhaften Landschaftsporträts von John Seale, erinnert alles an klassische Elemente epischen Kinos. Cold Mountain ist in dieser Hinsicht ein kalkulierter Film mit erwartetem Erfolg und bereits bekannter Handlung. Minghella gelingt es vortrefflich großes Ausstattungskino zu erzählen, dass sich einer soliden handwerklichen Basis versichern kann. Doch um aus Cold Mountain letztlich mehr als eine reine Adaption von Fraziers Geschichte zu machen und darüber hinaus möglicherweise Kinomomente für die Ewigkeit zu kreieren, fehlt es dem Werk in bestimmten Augenblicken an Überraschung, an unvergesslichen Dialogen und am wichtigsten, an dem kleinen Stück filmischer Magie.
Zu vorhersehbar entwickelt sich die Liebesgeschichte zwischen Ada und Inman, schwankt zwischen dramatischer Tragik und hoffnungsvoller Poesie und ist dennoch zu keinem Zeitpunkt zäh oder künstlich. Die Zutaten sind alle vorhanden. Im Grunde kann man den Kreativen kaum den Vorwurf machen, dass Potenzial der Geschichte nicht genutzt oder unzureichend ausgefüllt zu haben. Herausragende schauspielerische Leistungen, die sich in diesem Fall hauptsächlich auf die Schultern der Nebendarsteller verteilen, von denen Zellwegger die beste und sympathischste Leistung bringt, sowie ein beinahe unwirklich gutaussehender Jude Law, der in der Lage ist die Last der Hauptfigur zu tragen und nicht länger nur als darstellerisch variabler Nebendarsteller brilliert, erwecken die Seele des Films zum Leben. Law hat die schwierige Aufgabe Inman hauptsächlich über Gestik und Mimik zu veräußern, da sein Charakter nur wenig Worte gebraucht, um auszudrücken, was er und wie er fühlt. Minghella kann auf das sichere Spiel seiner Darsteller vertrauen und hat außerdem mit Gabriel Yared den Komponisten zur Seite, der bereits ?The English Patient? veredelte. Auch hier ist seine Untermalung eine Stärke des Films, erinnert zuweilen gar an das vorherige Werk, hat aber zunächst nicht ganz die Aussagekraft. Musik war und ist ein Bestandteil von Minghellas Filmen, in denen Instrumente oder Gesang viel von der Atmosphäre der Handlung tragen und ein Stückweit Teile der Geschichte und Gefühle der Figuren erzählen.
Cold Mountain ist ein handwerklich guter Film, mit all dem ausgestattet, was episches Kino braucht und wovon es lebt. Liebe, Krieg, Leben, Tod, Dramatik, Freundschaft, Tragik. Ein strahlendes Plädoyer für die Liebe und gegen den Krieg. Bis auf eine imposante und verstörend realistische Schlachtszene zu Beginn des Films verzichtet Minghella auf die hervorstechendsten Merkmale des Krieges, macht seine immense zerstörerische Kraft jedoch durch das harte Schicksal seiner Hauptfiguren deutlich. Auf besonders eindringliche Art und Weise beschreibt Cold Mountain die Auswirkungen die der Bürgerkrieg mit sich bringt, die Verwundungen, die er hinterlässt und zeichnet in bewegenden Bildern jene Narben nach, die niemals heilen werden. Das Schicksal der Hauptfiguren ist beispielhaft für die Sinnlosigkeit der Gewalt, die selbst jene in ihren Sog zieht, die nichts mit ihr gemein haben. Zu guter letzt verspricht Cold Mountain Hoffnung auf bessere Tage, symbolisiert mit Inmans Reise die teilweise Heilung der Wunden, die auf der Seele zurückbleiben. Eine Reinigung, die mit der Vorstellung zusammenhängt, das irgendwo an einem besseren Ort jemand wartet. weiterlesen schließen -
Das Einlösen eines Versprechens
Pro:
geniale Besetzung vor allen Renée Zellweger, atemberaubende Landschaftsaufnahmen
Kontra:
einige Längen, teilweise Vorhersehbarkeit
Empfehlung:
Ja
Hallo liebe Leser. Auf den 54. internationalen Filmfestspielen in Berlin, kurz der Berlinale, wurde ein Film groß angekündigt. Dabei handelt es sich um die Verfilmung eines Romans von Charles Frazier, die unter dem Namen „Unterwegs nach Cold Mountain“ in unseren Kinos zu sehen ist. Ich habe den Film am Wochenende im Berliner CineStar in der englischen Originalversion gesehen. Um was es in dem Film geht und wie er mir gefallen hat, könnte ihr nun in den folgenden Zeilen lesen. Viel Spaß dabei.
Die Story :
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Der Film spielt zur Zeit des amerikanischen Bürgerkrieges. Reverend Monroe ( Donald Sutherland ) zieht mit seiner Tochter Ada ( Nicole Kidman ) hinaus auf Land, in den kleinen beschaulichen Ort Cold Mountain in North Carolina. Dort lernt Ada dann Inman ( Jude Law ) kennen. Er ist ein wahrer Alleskönner, egal ob es jetzt Dachdecken oder Felder pflügen ist. Inman ist der Mann für alles. Ada verliebt sich in Inman, aber noch bevor die Liebesgeschichte der beiden richtig starten kann, bricht der Bürgerkrieg aus und Inman muss wie viele andere junge männliche Bewohner in den Krieg ziehen. Kurz vor seinem Aufbruch kann ihm Ada noch ein Buch und ein Bild von ihr übergeben, welches ihm Mut und Kraft im Krieg geben soll. Inman verspricht ihr, dass er bald wieder zurückkommt.
Doch der Krieg dauert länger und ist härter, als anfangs gedacht und so wird es nichts, aus einer baldigen Rückkehr. Als Inman drei Jahre später bei einem Gefecht schwer verletzt wird, flüchtet er eines nachts aus dem Lazarett und desertiert. Er schlägt sich allein durch, immer mit der Sorge, vom Militär aufgegriffen zu werden. Doch er möchte unbedingt wieder zurück zu Ada nach Cold Mountain.
Doch Ada ist nach dem Tod ihres Vaters ganz auf sich allein gestellt. Sie hat keine Ahnung, wie sie eine Farm führen muss und so verkommt alles in kürzester Zeit und sie ist auf Almosen der Nachbarn angewiesen. Doch mit Hilfe der resoluten Ruby ( Renée Zellweger ) meistert sie den Überlebenskampf. Was ihr zu ihrem Glück allerdings noch fehlt, ist ihr geliebter Inman...
Meinung :
_/_/_/_/_/
Der Film beginnt recht imposant mit einer wilden Schlacht im amerikanischen Bürgerkrieg. Ein Überraschungsangriff sorgt für ein wildes Gemetzel und hohen Verlusten auf beiden Seiten. Diese Szenen sind blutig und teilweise recht grausam, da sie so realistisch wirken. In diesem Moment denkt noch keiner, dass es einen hochtrabenden Film mit sehr viel Gefühl gibt. Mitten in dieser Schlacht befindet sich Inman, der schwer verwundet ist. Man sieht ein paar Rückblicke aus seinem bisherigen Leben, was für mich den Anschein macht, als würde sein Leben kurz vor seinem Tod nochmals an ihm vorüber ziehen. So sieht man auch zum ersten Mal seine Geliebte Ada, die er schon seit sehr langer Zeit nicht mehr gesehen hat. Dies alles sorgt dafür, dass man einen sehr guten und auch schnellen Einstieg in den Film bekommt und sofort weiß, um was es sich hierbei handelt.
Als Inman im Krankenhaus liegt und dem Tod nur knapp entkommen ist, entscheidet er sich zu desertieren, um zu seiner Ada zurückzukehren. An dieser Stelle entwickeln sich praktisch zwei parallel laufende Handlungen. Zum einen eben die Rückkehr von Inman, die sich nicht immer einfach gestaltet und zum anderen das Leben von Ada, die es in der Zwischenzeit auch nicht gerade einfach hat. Durch geschickte Blenden, mal auf den einen und dann wieder auf die andere, kann man als Zuschauer eben beide Schicksale verfolgen.
Dabei muss ich sagen, dass mir beide Schicksale sehr nahe gehen. Da ist zum einen Inman, der wirklich alles daran setzt, wieder nach Cold Mountain zu kommen. Doch leider wird sein Rückweg immer wieder von mal kleineren, dann aber auch wieder größeren Schicksalsschlägen heimgesucht. Doch irgendwie schafft er es immer wieder, sich diesen zu entziehen und seinen Weg fortzusetzen. Dies wirkt auf mich jedoch teilweise etwas an den Haaren herbeigezogen und unglaubwürdig. Wenn ich da an die Szene denke, als er mit insgesamt fünf anderen in Gefangenschaft gerät und aneinandergekettet abgeführt wird. Da entschließen sie sich bei einer Rast zur Flucht, welche allerdings gestoppt werden kann. Alle Gefangenen werden erschossen, nur eben nicht Inman. Er liegt noch immer mit den anderen gefesselt am Boden und schafft es sogar noch, sich aus den Ketten zu befreien. Ich weiß zwar nicht wie, aber er muss es irgendwie geschafft haben. Das alles sorgt meiner Meinung nach dafür, dass es im Film gewisse Längen gibt, die man hätte verhindern können.
Auch das Schicksal von Ada ist nicht einfach. Nach dem Tod ihres Vaters ist sie auf sich allein gestellt, kommt aber mit dem Leben auf der Farm nicht zurecht. Alles verfällt und es scheint, als würde auch sie nicht mehr lange überleben. Zum anderen ist da ihre Sorge um Inman, da sie nicht weiß, was mit ihm ist. Da kommt plötzlich wie aus dem Nichts Ruby, die von Renée Zellweger gespielt wird. Sie bringt eine Wende in Adas Leben und bringt mit ihr gemeinsam die Farm wieder auf Vordermann. Durch das resolute Auftreten von Renée Zellweger, die ihre Rolle wirklich ausgezeichnet spielt, kann ich mir zwar vorstellen, dass es den beiden teilweise gelingt, die Farm wieder auf Vordermann zu bringen, aber ganz ohne fremde Hilfe ist dies sicherlich nicht möglich. Doch sie schaffen es trotzdem irgendwie und Ruby macht aus der anfangs hilflosen und aufgeschmissenen Ada eine perfekte Farmerin. Das ist für mich die wohl schönste und interessanteste Wandlung im ganzen Film.
Die Besetzung des Films lässt meiner Meinung nach keine Wünsche offen und ist absolut hochwertig. Mir Nicole Kidman, Renée Zellweger und Jude Law in den Hauptrollen, wurde eine erstklassige Besetzung gewählt. Aber auch die Nebenrollen, wo unter anderen Donald Sutherland auftritt, sind sehr ansehend ausgewählt.
Jude Law spielt den kernigen Burschen vom Land, auf den wohl eine Menge Frauen stehen, ganz besonders aber Ada. Inman kann einfach alles und hat so schnell einen Platz in Adas Herz sicher. Auch wenn er etwas wortkarg ist, er sagt eben nur die wichtigen Dinge, kommt er bei mir sehr gut an. Seine Rolle finde ich vollkommen glaubwürdig und ich finde, dass ihm sein Vorhaben, wieder zurück nach Cold Mountain zu kommen, richtig anzusehen ist. Er möchte sein Versprechen gegenüber Ada keinesfalls brechen, koste es ihn was es wolle. Auch wenn er des öfteren die Chance hat, woanders ein neues Leben zu beginnen, so will er doch auf jeden Fall zurück.
Mit Nicole Kidman gibt es eine weitere große Schauspielerin, die ihre Rolle ebenfalls vorzüglich spielt. Sie wächst in einer heilen Welt auf und ist mit dem plötzlichen Tods ihres Vaters völlig auf sich allein gestellt. Sie spielt ihre Verzweiflung tadellos und man kann als Zuschauer richtig mit ihr leiden. Auch ihre Sehnsucht nach ihrem geliebten Mann kommt sehr gut herüber und sorgt so für eine vollkommen glaubwürdige Rolle.
Bleibt noch Renée Zellweger, die für mich ihre wohl beste Rolle überhaupt gespielt hat. Allein schon ihr erster Auftritt, mit ihren dicken Stiefeln und ihrer rauen Stimme mit dem Befehlston, gefallen mir sehr. Sie sorgt mit ihrem resoluten und forschen Auftreten dafür, dass es mit Ada und der Farm wieder aufwärts geht. Dabei ist sie sich für keine Arbeit zu schade, selbst das ausmisten des Pferdestalls wird von ihr übernommen. Doch auch wenn sie nach außen so hart wirkt ist sie im innern doch eine liebenswerte Person. Sie wirkt auf mich daher absolut sympathisch und glaubwürdig. Für mich ist sie der Star des Films und ich würde mich sehr freuen, wenn sie einen Oscar bekommen würde.
Die Landschaftsaufnahmen, die allesamt in Rumänien gedreht wurden, sind atemberaubend. Es sieht wirklich genial aus, wenn eine Totale über die Berge, aber auch über die kleine Stadt, die sich eigentlich in North Carolina befindet, gezeigt wird. Hier haben sich die Macher wirklich etwas tolles einfallen lassen und unterstreichen diese Aufnahmen auch noch mit einer ausgezeichneten Hintergrundmusik.
Die Szenen sind an für sich für jedermann geeignet, doch finde ich die Altersfreigabe von 16 Jahren wegen einer heißen Liebesszene und wegen der blutigen Szenen im Bürgerkrieg zu Beginn vollkommen gerechtfertigt. Vor allen in den Schlachten sind sehr blutige und erschreckende Bilder zu sehen, die nicht für alle geeignet sind. Sie gehören aber zu einer realistisch wirkenden Schlacht definitiv dazu.
Was mich aber am meisten gestört hat, sind die Längen im Film. Auf diese bin ich weiter oben bereits schon einmal eingegangen, daher möchte ich sie hier nur noch mal kurz erwähnen. Es zieht sich einfach sehr, wenn immer wieder ein neuer Schicksalsschlag kommt, aus dem sich die Akteure befreien können. Auch wenn dies so im Buch vorgegeben ist, man hätte es sicherlich kürzen und weglassen können.
Auch ist der Film recht vorhersehbar und der geübte Zuschauer, der sich nicht einfach nur vom Film berieseln lässt, weiß schnell, was all nächstes kommt und wie der Film ausgehen wird. Ein paar Überraschungsmomente wären daher keine schlechte Idee gewesen.
Noch ein kurzes Wort zur Sprache. Ich habe den Film in der englischen Original-Fassung gesehen. Auch wenn mein Englisch sicherlich nicht zu den allerbesten gehört, so habe ich doch alles sehr gut verstehen können. Die Aussprache war sehr deutlich und daher gut verständlich. Lediglich bei Renée Zellweger, die mit einem sehr starken Akzent gesprochen hat, musste ich mich erst dran gewöhnen. Aber selbst dies war nach einer kurzen Eingewöhnungszeit kein Problem mehr.
Daten zum Film :
_/_/_/_/_/_/_/_/
Land / Jahr : USA 2003
Titel : Unterwegs nach Cold Mountain ( Original : Cold Mountain )
Länge : 155 Minuten
FSK : ab 16 Jahren
Regie und Drehbuch : Anthony Minghella
Buch : Charles Frazier
Schauspieler : Nicole Kidman ( Ada ), Jude Law ( Inman ), Renée Zellweger ( Ruby ), Donald Sutherland ( Reverend Monroe ), u.a.
Kinostart : 19.02.2004
Internet : www.coldmountainmovie.com
Fazit :
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Trotz meiner wenigen negativen Kritikpunkte, finde ich Cold Mountain trotzdem sehr empfehlenswert. Es ist ganz großes Kino, mit einer wahren Starbesetzung. Das tröstet über die Längen und Vorhersehbarkeit hinweg, genauso wie die atemberaubenden Landschaftsaufnahmen. Daher bewerte ich den Film mit 5 Sternen und hoffe, dass er auch bei der Oscarverleihung einiges absahnen wird. Vor allen für Renée Zellweger würde es mich freuen. Falls ihr den Film noch nicht gesehen habt, dass solltet ihr das noch nachholen, es lohnt sich auf alle Fälle.
Ich danke für eure Aufmerksamkeit.
Ciao T_Goose weiterlesen schließen -
Was für ein Meisterwerk!!
Pro:
Inszenierung, Schauspieler, Landschaft
Kontra:
die Kiegsszenen sind schon heftig, ist aber nicht unbedingt negativ
Empfehlung:
Ja
Hallo liebe Filmfreunde und all die, die es gerne noch werden wollen!!
Gestern hab ich mir endlich den Film Cold Mountain im Kino angeschaut. Als Fan von Nicole Kidman freute ich mich ja schon seit einiger Zeit auf ihren Auftritt und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht...
Die Story:
Cold Mountain ist ein kleines Nest in den Bergen North Carolinas. Die junge Ada kommt mit ihrem Vater, dem Reverend aus der Großstadt Charlston aufs Land, um sich hier ein Leben aufzubauen. Trotz ihrer Unerfahrenheit und Scheu lernt sie schon bald Inman kennen, der sich zwar zu Ada hingezogen fühlt, aber nicht den großen Schritt wagt. Noch bevor die Zwei sich richtig näherkommen können, bricht der Krieg zwischen Norden und Süden aus und es ist klar, dass Inman als Soldat in die Schlacht ziehen muss.
Zum Abschied schenkt Ada ihrem (heimlichen) Geliebten ein Foto von sich und ein Buch und bevor Inman sich in die Reihen der marschierenden Soldaten einreiht, küsst er seine Geliebte innig. Zwischen den beiden entsteht eine Spannung, die sie nicht wieder loslässt.
Jahre vergehen und als Inman in der Schlacht bei Petersburg schwer verwundet wird, beschließt er zu desertieren und zu seiner Geliebten zurückzukehren. Unterdessen hat auch Ada schwer mit dem Leben zu kämpfen, denn ihr Vater verstarb und sie weiß kaum zu überleben. Während Inman sich vor feindlichen und eigenen Truppen verstecken muss, die Grausamkeit des Krieges in allen Formen miterlebt und beinahe daran zu Grunde geht, bekommt Ada schließlich Verstärkung durch Ruby, die durch ihre ruppige und resolute Art Ada's Leben aufwirbelt, ihr aber auf der Farm eine große Hilfe ist. Obwohl Ada und Ruby zu Anfang so verschieden sind, baut sich doch eine innige Freundschaft zwischen ihnen auf.
Tja und ob Inman zu seiner Ada findet und wie es mit Ruby weitergeht, das möchte ich jetzt hier nicht erzählen, schließlich sollte ihre euch den Film noch anschauen und brav die Einspielergebnisse nach oben pushen ;-).
Der Stab:
Der Brite Anthony Minghella, der 1997 seinen ersten Oscar für den Film "Der Englische Patient" gewann und 3 Jahre später die nächste Nominierung für "Der talientierte Mr. Ripley" erhielt, wurde bereits 1997 auf den Roman "Cold Mountain" aufmerksam. Obwohl er nichts über die historischen Hintergründe des Bürgerkriegs zu wissen, beschloss er den Roman, der von Charles Frazier geschrieben wurde, in Szene zu setzen. Nachdem das 80 Millionen Projekt von den Studios MGM und Miramax genehmigt und die Produzenten Sydney Pollack, William Horberg, Harvey Weinstein und Bob Weinstein feststanden, besetzte man die Rollen mit hoch karätigen Schauspielern und suchte nach Drehorten.
Gedreht wurde in South Carolina und Rumänien, um zum einen die Kosten gering zu halten und zum anderen, die Landschaft so ursprünglich wie möglich darzustellen.
Meine Meinung:
WOW! Ich muss sagen, als ich aus diesem Film kam, war ich echt in einer seltsamen Stimmung. Obwohl mich das Drama ziemlich mitgenommen hat, hat mich Renee's Talent völlig überrascht und die Love Story überwältigt.
Jude Law kannte ich bisher kaum, mochte ihn aber in seiner Rolle als Inman sehr. Es war erschreckend, wie wandlungsfähig der Mann im Laufe des Films war und wie gut er verschiedenen Emotionen glaubwürdig rüberbringen konnte.
Bisher war ich nie ein Fan von Renee Zellweger gewesen, aber nach dieser Leistung muss ich ganz klar sagen, dass sie den Oscar verdient hat. Ihre Darstellungsweise war grandios und in der Originalfassung kam auch ihr Akzent, den ich immer noch nicht ganz einordnen kann, sehr gut zur Geltung.
Nicole Kidman spielte zwar hervorragend, jedoch überzeugte sie mich anfangs vor allem durch ihre Schönheit (obwohl sie echt zu dünn ist) *lach*. Im weiteren Verlauf des Film bekam sie einige Möglichkeiten ihre schauspielerischen Künste zu zeigen, an die Darstellung von Renee kam sie aber meiner Meinung nach nicht dran, weil ihre Rolle eine ganz andere als die der resoluten Ruby war.
Natalie Portman, die die meisten wohl aus Star Wars kenne dürften, hatte in diesem Film nur eine kleine Rolle, jedoch hat sie diese so perfekt gespielt, dass ich noch lange über ihre Szenen nachdenken werde.
Selbst die zahlreichen Nebenrollen waren alle sehr gut besetzt und es hab keine einzige Figur, die nicht überzeugend in Szene gesetzt war.
Oscars:
Cold Mountain wurde für 7 Oscars nominiert, ist aber in der Kategorien Regie, Art Direction, bester Film und Drehbuch nicht berücksichtigt. Das ist meiner Meinung nach sehr schade, denn verdient hätte er Nominierungen in dieser Kategorie schon. Gerade der Anfang des Films mit der Schlacht in Petersburg war er sehr beeindruckend und hat mich extrem mitgenommen.
Fazit:
Dieser Film schildert nicht nur, wie schön und wichtig eine Liebe sein kann, er prangert außerdem auch die Schrecklichkeit des Krieges an. Gerade in den ersten Momenten, als all diese Männer sich wie Kinder gefreut haben, dass sie endlich "IHREN" Krieg haben, wurde mir bewusst, dass sich in gut 120 Jahren kaum etwas geändert hat. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass Männer im damaligen Jugoslawien sehr glücklich war, endlich in den Krieg ziehen zu dürfen, vielleicht hätte man denen vorher mal einen Film wie diesen zeigen sollen...
Dieser Film ist in so vielerlei Hinsicht sehenswert, sei es wegen der grandiosen Schauspieler, der wunderschönen Landschaft oder der eher traurigen Story. Und trotz des traurigen Stoffes schafft dieser Film es doch noch, einen hin und wieder zum Lachen oder zumindest zum Lächeln zu bringen.
Ich hoffe, ihr habt nun auch Lust bekommen, Euch dieses Meisterwerk mal anzuschauen. Und ich hoffe, dass mein Bericht und das Thema Krieg auch mal wieder zum Nachdenken anregen konnte, denn das Schlimme in dieser Welt sollte man niemals vergessen.
Liebe Grüße, Bianca weiterlesen schließen
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