Pro:
wunderschön, super Ausblick, natur pur, Geschichte hautnah erlebt
Kontra:
etwas teurer Eintritt
Empfehlung:
Ja
Ich habe euch ja versprochen, ein paar meiner Eindrücke die ich in Schottland vorletzte Woche sammeln konnte mit euch zu teilen.
Hier also der zweite Teil meiner Reihe "Kathy goes Scotland", der Bericht über Urquhart Castle.
Lage :
Urquhart Castle liegt in den schottischen Highlands, direkt am Loch Ness, ca. 20 Kilometer südwestlich von Inverness.
Von dort folgt man einfach der A82 in Richtung Drumnadrochit und ist in weniger als zwanzig Minuten beim Castle.
Drumnadrochit ist übrigens das kleine Städtchen vor dessen Toren Urquhart liegt. Hier leben keine zehntausend Menschen, aber es kommt ein Vielfaches an Touristen vorbei die sich das "Nessie Visitors Centre" ansehen.
Das sollte man aber besser links liegen lassen und aus dem Ort heraus fahren. Kurz nach einer Kurve erblickt man zu seiner Linken nämlich das Schloss. Es liegt ein wenig den Hügel hinunter auf einer Halbinsel im Loch.
Parkplätze findet man kostenlos direkt neben der Strasse!
So, aussteigen und hinein!
Das Visitors Centre:
Direkt in der Mitte des Parkplatzes ist ein Pavillion errichtet worden, in dem sich der Eingang zum Visitors Centre befindet.
Sobald man von hier aus die ersten Photos vom Schloss gemacht hat, dass unter einem in der Sonne (soweit es Sonne gibt) glitzert, sollte man hinein gehen und der netten älteren Dame das Eintrittsgeld von etwa 6,- Pfund bezahlen. Es lohnt sich wirklich, also nicht abschrecken lassen!
Wer mehrere Schlösser besichtigen möche kann auch eine Sammelkarte kaufen, die kostet dann 20,- Pfund, man spart aber wirklich.
Nun geht man eine Treppe hinunter und landet direkt im obligatorischen Souveniershop.
Man bekommt hier so gut wie alles...in Karomuster!
Wer sich aber eher den interessanten Dingen zuwenden möchte die das Schloss zu bieten hat geht direkt in den Filmvorführraum am Rand des Shops.
Hier wird alle Viertelstunde ein Film über die Geschichte des Schlosses gezeigt, sogar mit deutschem Untertitel.
Nach der etwa zehn Minütigen Vorführung öffnet sich ein Vorhang, der vorher als Leinwand gedient hat und man blickt durch ein riesen Panoramafenster über sattgrüne Wiesen zum Schloss. Ein beeindruckender Anblick!
Nun sollte einen nichts mehr abhalten, von den Sitzen zu springen und hinaus zu gehen!
Das Schloss:
Über einen Weg der den Hügel hinab führt gelangt man zum Schloss selbst. Über eine alte steinerne Brücke, unter dem riesenhaften Torbogen hindurch, und schon steht man mitten in der Vergangenheit.
Viel ist vom Schloss leider nicht mehr übrig geblieben, aber der interessierete Tourie findet doch noch genug Überbleibsel, die die Phantasie übersprudeln lassen.
man kann in die Kellergewölbe klettern, man kann den alten Wohnturm der adligen Familie erklimmen und von dort übers Loch blicken, immer auf der Suche nach Nessie...
Auf einem Hügel im Inneren der Schlossanlage findet man eine Tafel auf der das Schloss so aufgezeichnet ist, wie es früher einmal ausgesehen haben könnte. Man erkennt, dass der Haufen Steine rechts unter einem eigentlich mal die Kapelle war, das Loch geradeaus die Küche.
Wer ein wenig Vorstellungskraft besitzt sieht das alles plötzlich vor sich, hört das Geklapper von Hufen auf dem alten Kopfsteinpflaster und noch viel mehr.
Alles in Allem kann man gut eine Stunde in den Ruinen verbringen um alles zu sehen was erhalten geblieben ist, oder eben nur noch erahnt werden kann. Und immer wieder blickt man auf das riesige Loch um einen herum und wartet, dass ein großer Kopf die Wasseroberfläche durchstößt...
Die Geschichte des Schlosses:
Urquhart wurde ca 1230 gebaut und diente dem König als Stützpunkt von dem er seine Jagden plante. Bei den heute noch dichten Wäldern um das Schloss herum kann man sich das noch sehr gut vorstellen.
Es gehörte lange Zeit dem Clan der Mac Donald, bis es immer wieder zu Streitereien verschiedener Clans um das Schloss kam.
Schließlich wurde es 1689 in die Luft gesprengt, als man es nicht den anrückenden Jakobiten überlassen wollte.
Seit dem hat die Natur begonnen, sich Urquhart Castle zurück zu erobern. Hier wird es wohl keine Kriege mehr geben, und genau das macht auch den so wahnsinnig friedlichen Eindruck aus, den die Ruine vermittelt. Da kann auch das nachgebaute Katapult im garten des Visitors Centre nichts ändern.
Mein Fazit:
Wer in Schottland unterwegs ist sollte hier auf jeden Fall Halt machen. Fast nirgendwo anders sieht man ein so schönes Bild von Geschichte und Natur so schön vereint wie hier. Und der Mythos Nessi, ob man jetzt daran glauben will oder nicht, ist hier jeden Augenblick lebendig! weiterlesen schließen
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