Pro:
geschichtlich äußerst interessant
Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Hallo ihr Lieben,
heute möchte ich euch mal eine interessante Thüringer Sehenswürdigkeit vorstellen, die weit in der Welt bekannt ist. Sie wurde 1999 zum Weltkurlturerbe ernannt.
Dies erkennt man daran, dass man dort ständig von fotografierenden Asiaten umgeben ist. *g*
DIE WARTBURG !!!
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Geschichte der Burg
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Der Sage nach hat es sich folgendermassen zugetragen:
Ludwig der Springer hat einmal ausgerufen: "Wart, Ber, du sollst mir eine Burg werden!" Aber nach den nüchternen Tatsachen muss man davon ausgehen, das diese etwa 400 Meter hoch gelegene Erhebung im nordwestlichen Thüringer Wald Wartberg genannt wurde, weil sich auf dem Gipfel eine Warte, ein Aussichtspunkt befand.
Unumstritten ist die Gründung der Burg durch Ludwig den Springer im Jahre 1067. Es war allerdings zuerst nur eine Feste unter vielen, die den Ludowigern dazu diente, ihre Territorialmaacht gegen die königliche Zentralgewalt Heinrichs IV. zu stärken. Dafür war die Wartburg strategisch äußerst wichtig. Sie lag sehr günstig und von ihrer Position aus konnte man die Via regia kontrollieren, eine in unmittelbarer Nähe verlaufende West-Ost-Verbindung damaliger Zeit.
Die erste urkundliche Erwähnung der alten Bastion findet sich in Bruno von Merseburgs Buch vom Sachsenkrieg aus dem Jahre 1080.
Wie die Anlage ursprünglich gebaut war, darüber gibt es leider nur Vermutungen. eine Chronik aus dem 15. Jhd. erwähnt immerhin "Eyn huss unde zwene bergfrede", wodurch die Annahme gerechtfertigt ist, daß eine Nord - und ein Südturm, sowie ein Wohngebäude vorhanden waren.
Wahrscheinlich war die damalige Burg überwiegend aus Holz gefertigt. Untersuchungen zufolge muss es sich um Eiche handeln, die etwa 1168 geschlagen wurde.
Die ältesten erhaltenen Teile der Burg findet man im Speisesaal des Palas in der Balkendecke, wobei die meisten anderen Fundamente aus der Anfangszeit wohl überwiegend überbaut wurden.
Die Stadt Eisenach am Fuße der Burg (sie ist jünger als die Burg, das finde ich sehr interessant - erste Erwänung 1186) So muss man sagen, das nicht die Wartburg bei Eisenach liegt, wie die meisten denken, sondern Eisenach bei der Wartburg - *SCHERZ*
Eine weitere Sage rankt sich um die Burg - das ist die vom Sängerkrieg - sie hat die Burg u.a. auch weithin bekanntgemacht: (diese Geschichte inspirierte Richard Wagner zu seiner Oper "Tannhäuser"
Es war ein Wettstreit zwischen den bedeutendsten deutschen Dichtern des Hochmittelalters. Hierbei entwickelte sich die Burg zu einem Zentrum des Minnegesangs und der Wortkunst. Es wird von einem Wettsindgen berichtet, an dem Wolfram von Eschenbach, Heinrich von Ofterdingen, Walter von der Vogelweide und andere beteiligt waren. Ofterdingen soll angeblich nicht den Gastgeber gepriesen haben, sondern seinen Landesherrn Leopold V. von Österreich. Ofterdingen konnte seinen Kopf trotz dieser Sache in letzter Minute retten.
Sehr bekannt ist natürlich die Geschichte vom Rosenwunder der Elisabeth, welche ich hier unbedingt erwähnen möchte:
Elisabeth von Thüringen (lebte von 1207-1231) Sie war die Tochter des ungarischen Königs Andreas II. und wurde im Alter von vier Jahren aus machtpolitischen Gründen an den landgräflichen Hof geholt. Sie wurde sofort mit Ludwig IV. verlobt, der damals auch nur 11 Jahre alt war. (Man stelle sich das vor !!)
Sie führte ein strenges religiöses Leben und bewies viel Mitgefühl für die Armen des Landes. auf ihr Drängen hin wurde am Fuße der Wartburg ein Hospital errichtet, dessen Fundamente am Elisabethplan noch heute erkennbar sind. Diese Tat galt allerdings als verschwenderisch.Angeblich stelle Elisabeths Mann sie zur Rede, als sie mit einem Korb den Bedürftigen Essen brachte, was sie denn da bei sich trage, sie wußte so schnell in der Eile nichts anderes zu sagen als "Blumen" und tatsächlich habe sich der Inhalt des Korbes daraufhin in Rosen verwandelt.
Diese Sage ist mittlerweile einer der bekanntesten rund um die Wartburg.
Auch Luther ist mit der Wartburg verbandelt. Kurfürst Friedrich der Weise ließ den Reformator zu dessen eigener Sicherheit festsetzen. Am Abend des 4. Mai 1521 traf Luther auf der Wartburg ein. Er wurde als Junker Jörg ins Gefangenenregister eingetragen. Das Quartier, in dem Luther vom Mai 1521 - 1. März 1522 lebe, gelangte in den Ruf eines historischen Ortes. Dieser Raum zeigt noch heute die Verhältnisse, wie damals im 16. Jhd. gelebt wurde. Nur der Kacheloften ist ein nachträglicher Einbau.
Luther wollte seinen Aufenthaltsort nicht preisgeben, daher redete er in seinen Briefen immer von der geheimnisvollen Insel "Patmos" oder dem "Reich der Vögel" o.ä.
Berühmt ist natürlich weit über Deutschland hinaus seine Übersetzung des Neuen Testaments aus der griechischen Urfassung ins Deutsche. Sie entstand um die Jahreswende 1521/22 in der kurzen Zeit von nur zeehn Wochen und hatte eine kulturelle und geschichtliche Wirkung, die man sich bald nicht vorstellen kann. Es lag somit endlich eine Bibelfassung vor, die weniger mißverständlich war als die bis dahin vorhandenen Übertragungen der lateinischen Vulgata.
1777 verbrachte J.W. von Goethe einen Herbstmonat auf der Burg. in einem Brief an Charlotte von Stein schilderte er den Anblick, "Wie der Schatten des Schloßberges und des Schlosses unten alles finster hält ..." und das wetie Thüringen hinterwärts im Dämmer sich dem Himmel mischt." Er zeichnete auch ein Bild von der Wartburg.
Zur Zeit der Renaissance änderte sich auch einiges auf der Wartburg. z.b. zeugten zwei Türen die etwa um 1500 entstanden sein dürften. Diese zeigten, welche Fortschritte die Handwerkstechnik genommen hatte. Auch das sogenannte "Pirchheimer-Stübchen" - ein vollständig erhaltener kleiner Wohnraum im spätgotischen Stil - ist äußerst interessant und vollständig erhalten und es lohnt sich wirklich, sich das mal anzuschauen.
Dann gibt es den "Dürerschrank", ein außerordentliches künstlerisches Werk von großem Interesse, wie ich finde, es diente für viele Dürerstiche aus Vorlage.
Heute ist die Burg ein Museum von großem Wert und äußerster Bedeutung.
Den entscheidenden Anstoß für den Umbau gab 1838 Großherzogin Maria Pawlowna. Sie stiftete mehrere Gemälde für das zukünftige Museum. Sie ließ eine völlig neue Denkmalkonzeption von ihrem Sohn entwickeln.
Die Anlage befand sich damals in einem trostlosen Zustand es bestand Einsturzgefahr. Von den romantischen Bogengängen des Landgrafenhauses zeichneten sich damls nur noch die Umrisse ab. Viele kunstvolle Durchgänge waren zugemauert worden. Bis 1853 wurde die ursprüngliche Form wiederhergestellt.
Nur der Bergfried wurde vollständig neu erbaut.
Für die innere Ausstattung wurde namhafte Künstler verpflichtet. Ein sehr bekannter war z.b. Moritz von Schwind. (österr. Maler)
Ab der zweiten Hälfte des 19. Jhd. bildete die Burg wieder ein repräsentatives Erscheinungsbild.
1983 wurde sie vollständig restauriert.
Die Burg
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Die Ostfront der Burg (auf meinem Bild zu sehen) ist reich gegliedert und dies ist wohl auch die meistfotografierte Ansicht, die man aus Büchern kennt. es befinden sich hier die wichtigsten Bauwerke, wie Palas, neues Treppenhaus, neue Kemenate mit Erker, Bergfried und der lange Fachwerkbau des östlichen Wehrganges über dem sich die Dirnitz erhebt. in der Dirnitz ist das Wartburg-Museum zu finden. Dirnitzt bedeutet Rüstsaal.
eigene Meinung und Gefühle zu dieser Burg:
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Ich bin der Meinung, das man diese Burg einfach mal gesehen und besucht haben muss. Es ist geschichtlich äußerst interessant. Sie ist ein attraktives Reiseziel mitten in Deutschland. Man hat es hier mit einem Mix aus Romanik, Gotik, Renaissance und Historismus zu tun, der wirklich einzigartig zu nennen ist. Sie vermittelt dem Besucher ein Bild ritterlichen Lebens mit Mittelalter. Man fühlt sich in die Zeit zurückversetzt und die vielen kulturellen Ereignisse, die auf der Burg stattfinden sind auch nicht zu verachten.
Da wäre z.b. der alljährliche Weihnachtsmarkt, den ich immer wieder äußerst gern besuche. Er ist mittelalterlich aufgezogen und die Stände vermitteln auch mittelalterliches Treiben mit weihnachtlichen Akzenten.
Weiterhin gibt es übers Jahr verteilt ständig interessante Veranstaltungen wie z.b. im Mai diesen Jahres die Aufführung von Wagners "Tannhäuser" das ist ein Erlebnis der besonderen Art, wie ich finde, dies an diesem Schauplatz zu erleben. Es finden oft Konzerte statt sowie
Besonders hervorzuheben sind die vielen Kunstwerke, die man sich hier anschauen kann, wie z.b. auch Gemälde Cranachs d.Ä. und die Zyklen von Moritz von Schwind.
Der kunstinteressierte Besucher der Burg sowie auch einfach der kulturinteressierte Besucher aber auch Kinder haben immer wieder ihren Spaß beim Besuch der Burg.
Die Sicht von der Burganlage über die Höhenzüge um Eisenach rüber zur A4 mit den Hörselbergen usw. ist einmalig schön sowohl im Sommer als auch im Frühling, Herbst und Winter, Es hat jede Jahreszeit seinen Reiz, wenn im Herbst die Blätter sich bunt färben ist die Aussicht einfach himmlich.
Die ganze Burg in ihrer Pracht ist einfach vom Feinsten und die Zuständigen bemühen sich redlich, sie auch für die weitere Nachwelt zu erhalten.
Man kann sich verzaubern lassen von der herrlichen Landschaft, von den thüringer Bergen, den Felsen, den Klammen und den Wäldern.
Ansprechpartner:
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Wartburg-Stiftung, Auf der Wartburg
99817 Eisenach
Telefon: 0 36 91/25 00
Fax: 0 36 91/20 33 42
Email: [email protected]
Eintrittspreise:
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Preise für eine Führung
Für eine Palasführung und eine selbständige Besichtigung des Museums (Dauer ca. 1 Stunde) werden für
Erwachsene 6,50 Euro
Schwerbeschädigte 5,50 Euro
Schüler und Studenten 3,50 Euro
Familienkarte 16,50 Euro
berechnet. Nur für die Ausstellungen bzw. das Museum werden für
Erwachsene 3,50 Euro
Schwerbeschädigte 3,00 Euro
Schüler und Studenten 2,50 Euro
berechnet.
Ermäßigungen können nur gegen Vorlage eines gültigen Ausweises gewährt werden.
Kinder unter 6 Jahren haben freien Eintritt.
Die Anfahrt zur Wartburg in Eisenach ist super ausgeschildert, sodass man als Nichteinheimischer keine Probleme hat, sich zurechtzufinden.
Man kann nicht bis ganz rauf zur Burg fahren, sondern muss unterhalb sein Auto stehen lassen (Entfernung vom Parkplatz zur Burg dann noch ca. 500 m) Bei maximaler Auslastung verweist eine elektronische Anzeige an der Auffahrt auf naheliegende Parkplätze.
man kann auch, wenn man das möchte, ganz unten in der Stadt parken und dann mit einer Bahn rauffahren oder auf der Hälfte - das ist eine besonderes Attraktion für Kinder - mit Eseln zur Wartburg getragen werden. Die Eselstation wird bei gutem Wetter in den Sommermonaten betrieben. Ansprechpartner ist hier: Herr Hölzer
Tel: 0 36 91/ 21 04 04
Parkgebühren:
Eine Tageskarte kostet für
PKW 4 €
Krad 1 €
Wohnmobil/Caravan 4 €
Busse 6 €
Natürlich gibt es für Wanderer noch mehrere Möglichkeiten von verschiedenen Seiten zu Fuß zur Wartburg zu gelangen z.b. durch die auch sehr berühmte Drachenschlucht oder über die Sängerwiese, das ist landschaftlich äußerst reizvoll, Darüber kann man sich gern informieren.
Zum Schluss muß ich noch sagen, das hätte ich bald vor lauter Schwärmerei vergessen, das natürlich für das leibliche Wohl auch gesorgt ist, es gibt das Hotel auf der Wartburg, wo man auch gern übernachten kann und natürlich lecker speisen und es gibt es gemütliches Cafe, welches einladen tut, einfach mal zu verweilen. weiterlesen schließen
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