Pro:
nichts
Kontra:
Hier gibts Schläge von den sogenannten \"Freunden und Helfern\". Egal, ob man was macht oder nicht...
Empfehlung:
Nein
Vorbericht
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Dieser Bericht bezieht sich nur teilweise aufs Stadion: Es geht viel mehr um die Erlebnisse im Stadion bzw. vorm Stadion.
Als begeisterter VfL Osnabrück-Fan konnte ich mir das Auswärtsspiel in Duisburg in der Saison 2003/2004 natürlich nicht entgehen lassen. Der VfL Osnabrück spielte zu dem Zeitpunkt noch in Liga 2, aber der Abstieg stand schon so gut wie fest. Das hindert die meisten der grandiosen VfL-Fans natürlich nicht, solche Auswärtsspiele zu besuchen.
Doch was ich während des Spiels und nach dem Spiel im bzw. am Stadion erlebte, war ein riesiger Skandal. So etwas hatte ich noch nie erlebt. Es ist nicht übertrieben geschrieben von mir, sondern entspricht tatsächlich der Wahrheit.
Mit diesem Bericht möchte ich also auch darauf aufmerksam machen, wie sehr einige Polizisten und Ordner ihre "Macht" ausnutzen...
Doch lest selbst:
Der Skandal von Duisburg
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Was ich gestern (Freitag, 19.03.04) in Duisburg erlebt habe, hätte ich mir niemals vorstellen können. Die guten Osnabrücker Fans, die trotz einer 1:3-Niederlage, weiterhin prächtige Stimmung machten und ihren VfL anfeuerten, wurden von Duisburger Ordnern und Polizisten wie der letzte Dreck behandelt. Schon während des Spiels wurde ohne erkennbaren Grund gegen einige VfL-Fans vorgegangen. Aber was dann nach dem Spiel draußen ablief, war ein großer Skandal!
VfL-Fans durften mit keinen Duisburg-Fans reden. Wenn dies geschah, kamen gleich Sicherheitskräfte und rissen die Leute auseinander. Selbst einige Duisburg-Fans waren über diese Vorgehensweise empört.
Wenn VfL-Fans auf Toilette mussten, hatten sie Pech gehabt. Denn dort hatten diese zumindest nach dem Spiel keinen Zutritt. Aber wo hätten sie sonst ihr Geschäft erledigen sollen? Ein Polizist sagte mir, ich könnte das ja auch irgendwo im Gebüsch machen. Dann sagte ich, das sei doch Erregung öffentlichen Ärgernisses und ich könne dafür ne Anklage kriegen. Er meinte nur, es sei nicht sein Problem.
Dann beobachtete ich, dass Polizisten Leute wegschubsten, die ihre Vorgehensweise ein bisschen kritisiert haben. Und dann kamen immer mehr Osnabrücker Fans an und fragten, was dieses aggressive, unnötige Verhalten der Beamten denn überhaupt soll. Diese wurden immer wütender und schubsten plötzlich alle VfL-Fans durch die Gegend. Schlagstöcke wurden eingesetzt. Kampfhunde wurden auf VfL-Fans gehetzt. 12-jährige Kinder, Mädchen und Frauen wurden sogar ohne Grund von den Hunden gebissen und mit Schlagstöcken geschlagen.
Kurze Zeit vor den Vorfällen hab ich das Lied "Und ihr wollt Polizisten sein???" angestimmt, wobei dann alle VfL-Fans in meiner Nähe mitgesungen haben!
Ich hab auch versucht, normal mit den Polizisten zu reden. Einer meinte nur: "Ich kann Ihnen dazu nur sagen, dass ich dafür nicht Ihr richtiger Ansprechpartner bin." Zu einem anderen sagte ich gereizt: "Alle Osnabrücker sind böse. Die müssen alle eingesperrt werden, weil sie aggressiv sind und einfach nur gewaltbereit." Dieser schüttelte mit dem Kopf. Auf meine Frage, warum denn Hunde auf 12-jährige Fans gehetzt wurden, obwohl diese gar nichts gemacht haben, antwortete er mir: "Wir können zwischen den normalen und gewaltbereiten Fans hier einfach nicht mehr so leicht unterscheiden!" Schwache Antwort, finde ich. Es bestand zu keinem Zeitpunkt Gefahr, allein schon weil die Duisburger Fans wo ganz anders waren. Die Polizisten wurden, wenn überhaupt, nur akustisch angegriffen und haben mit Gewalt gegen alle Osnabrücker darauf geantwortet.
Auch ich persönlich wurde von Beamten weggeschubst, obwohl ich zu dem Zeitpunkt gar nichts gesagt oder gemacht habe, sondern einfach nur weggehen wollte. Direkt danach sah ich, wie 1,5 m neben mir ein anderer VfL-Fan von einem Kampfhund der Polizisten gebissen wurde. Immer mehr Fans waren nervlich am Ende. Immer mehr fingen an zu weinen. Ich hatte auf einmal richtige Angst, stellte mich nur noch an eine Wand, hielt die Hände hoch und hoffte, dass die Polizisten mich in Ruhe lassen.
Als sich die Sache dann wieder ein bisschen beruhigt hatte, versuchte ich mit aller Macht, den Polizisten und Ordnern ins Gewissen zu reden. Ich verabschiedete mich mit dem Satz: "Vielleicht sollte man sich mal Gedanken darüber machen, warum man einen Beruf gewählt hat. Um gewalttätig sein zu dürfen oder um für Gerechtigkeit zu sorgen?" Denn mit Gerechtigkeit hatte das definitiv nichts zu tun.
Die NOZ stellte anfangs die VfL-Fans als Schuldige da. Sehr unprofessionell, wie ich finde. Und auch sehr interessant ist folgender Satz in der NOZ gewesen: "Zu Auslöser und Ausmaß der Ausschreitungen äußerten sich gestern Abend weder Polizei noch Ordnungsdienst." Das sagt meiner Meinung nach schon alles aus.
Leider ist es wohl nicht möglich, gegen die Polizisten juristisch vorzugehen, weil diese haben ja fast immer "Recht". Aber zumindest kann man für Aufmerksamkeit sorgen und das kann ja auch schon was bringen!
Nachwort
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Die Fanbetreuer vom VfL, die einen DFB-Ausweis vorzeigten, wurden ebenfalls nicht ernst genommen und genauso wie die Fans behandelt: wie der letzte Dreck. Die NOZ (Neue Osnabrücker Zeitung) korrigierte die erste Meldung und es wurden nicht mehr die Fans, sondern die Ordnungskräfte und Polizisten von Duisburg kritisiert. Es wurde gegen diese ermittelt. Aber anscheinend ist bis jetzt immer noch nichts rausgekommen. Hätte ich auch nicht anders erwartet. Ach übrigens, dieser Fall war nicht der einzige. Auch Fans von anderen Mannschaften hatten schon große Probleme mit den Duisburger Sicherheitskräften.
Also, passt auf, wenn ihr zum Fußball ins Wedaustadion fahrt und einen Platz im Gästeblock habt...
© simong 2004 weiterlesen schließen
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