Pro:
Viele Lieder, gute Qualität
Kontra:
\"Wie es geht\" ist etwas schnulzig
Empfehlung:
Ja
Einleitung
Im Jahre 2000 erschien das Ärzte Album „Runter mit den Spendierhosen, Unsichtbarer“, und die erste Singleauskoppelung was auch gleich das hier besprochene „Wie es geht“.
Zwar kein Liebeslied wie es im Buche steht, aber Ärztetypisch und genau das Richtige für die Ärztegirlies in der ersten Reihe zum mitsingen und vom Traumtyp träumen.
Das dazugehörige Musikvideo spielt fast ausschließlich auf einem Boot, auf welchem sich die Band befindet und das Lied herunterträllert.
Schön an dieser Single ist (wie bei den meisten anderen Ärzte Singles auch) dass sich viele und vor allem zuvor nicht veröffentlichte, aber trotzdem gute Nummern auf der CD befinden.
Bandbiographie
Am Anfang war der Punk. Jan Vetter (Farin Urlaub) und Dirk Felsenheimer (Bela B.) gründen in den 80er Jahren die völlig druchgedrehte Punkband „Soilent Grün“.
Die Band löst sich auf, aber zusammen mit Hans Runge (Sahnie) treten sie als
„Die Ärzte“ bei einem Bandwettbewerb auf und landen schließlich beim Label „CBS“.
Es folgen Alben, Singles und vor allem auch Indizierungen durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften, was ihrem Ruhm aber nur noch mehr hilft.
Schließlich aber löst sich die Band auf, startet aber 1993 mit Rodrigo Gonzalez am Bass und dem Album „Die Beste in Menschengestalt“ mit der berühmten Nummer „Schrei nach Liebe“ wieder voll durch.
Dann geht es von Hit zu Hit und die Ärzte spielen in den 90er hunderte Konzerte in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
2001 veröffentlicht Farin Urlaub sein erstes Soloalbum, auch Rod hat sich schon an Soloprojekte gewagt, manche glauben, die Band löse sich auf.
Das große Comeback war „Rock’n’ roll Realschule“, ein Unplugged-Album das sich gewaschen hat und „Die Ärzte“ wieder einmal hoch in die Charts brachte.
Discographie
Uns geht’s prima (1984)
Debil (1984)
Im Schatten der Ärzte (1985)
Die Ärzte (1986)
Ist das alles? (1987)
Ab 18 (1987)
Das ist nicht die ganze Wahrheit (1988)
Live – nach uns die Sinnflut (1988)
Die Ärzte früher – der Ausverkauf geht weiter (1989)
Die Bestie in Menschengestalt (1993)
Das Beste von kurz nach früher bis jetzte (1994)
Planet Punk (1995)
Le Frisur (1995)
13 (1998)
Wir wollen nur deine Seele (1999)
Runter mit den Spendierhosen, Unsichtbarer (2000)
Unplugged – Rock’n’ roll Realschule (2002)
Die CD
Das Cover ist sehr kreativ gemacht. Es sieht aus wie ein Rohling, mit rotem Stift beschrieben. Die Ärzte haben nichts gegen Bootlegs und mp3, solange keiner damit Geld verdient.
Somit ein deutliches Statement.
Auf der Rückseite stehen die 5 Tracks mit Zeitangabe, auch im „Rohling – Stile“.
Booklet gibt’s keines, nur ein Foto der Band auf der Innenseite.
1. Wie es geht
2. Poser, du bist ein...
3. Die Instrumente des Orchesters
4. Kpt. Blaubär
5. Halsabschneider
1. Wie es geht (3/5 Punkten)
Das Lied beginnt mit einer einfachen Gitarrenmelodie, nach einer Runde durch setzen Schlagzeug und Bass ein. Ein typischer Rockeinstieg.
Dann beginnt die Strophe in der das angebetete Mädchen um das es geht in höchsten Tönen gelobt wird („Ich schau dich an und du bist unbeschreiblich schön...“).
Vom Text her geht es in dem Lied darum, dass das lyrische Ich einem Mädchen seine Liebe gestehen will, aber Angst davor hat und erst am Schluss des Liedes ein „Ich liebe dich“ hervorbringt. Eine moderne Rockschnulze also.
Das Lied bleibt im 4/4 Takt und hat sonst musikalisch nichts besonderes.
2. Poser, du bist ein... (3/5 Punkten)
Im Liedtext geht es um einen Typen, der sich ein bisschen als Gott sieht, also der Schönste ist, alles kann und sich selbst immer am Besten darstellt.
Das Lied ist auch lustig aufgebaut, Ärzte halt, mit einer Skagitarre und im Refrain dann volle Kanne und dann auch die Meinung der Band zu solchen Typen („Würdest du dich vielleicht verpissen...“).
3. Die Instrumente des Orchesters (4/5 Punkten)
Typische Funpunknummer mit kaum Text. Es geht darum, dass Musik mit Schlagzeug und Bass gut ist und Spaß macht, nur sobald die Gitarre dazukommt ist alles zu spät, weil man dann den Text nicht mehr versteht.
Zuerst spielen also nur Schlagzeug und Bass, dann setzt laut die Gitarre ein (genau bei „versteht“, so dass man das „versteht“ nicht mehr versteht) und spielt eine Melodie.
4. Kpt. Blaubär (2/5 Punkten)
Eine sehr strange Funnummer („Bleib saubeer, Kpt. Blaubäär“). Den Sinn des Textes habe ich nie verstanden, wahrscheinlich gibt es gar keinen.
Meiner Meinung nach das schlechterste Lied auf der Single, weil die Nummer einfach nicht sonderlich mitreisst.
5. Halsabschneider (4/5 Punkten)
Eine Nummer gegen Jörg Haider. Im Text geht es darum, dass Gott auf die Welt hinabzieht und sich denkt „hab ich doch ganz gut hingekriegt“, nur leider gibt es nach wie vor in Österreich ein Arschloch, womit unmissverständlich wohl Jörg Haider gemeint ist.
Musikalisch gibt es nur diverse Hintergrundgeräusche und eine klassisch gespielte Akkustikgitarre.
Fazit
Für eine Single nicht schlecht! Jede Menge gute Nummern und ein fairer Preis.
Für Ärzte Fans und auch Sympathisanten auf jeden den Fall den Kauf wert! weiterlesen schließen
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