Pro:
leichte Unterhaltung
Kontra:
permanente Wiederholung,begrentztes musikalisches Talent
Empfehlung:
Nein
Gliederung:
- 1.Vorwort
- 2.Der Künstler
- 3.Die Single
- 4.Langzeitwirkung
- 5.Fazit
1.Vorwort
Der Eine oder Andere,jener Wesen,die diesen Bericht nun lesen,wird sich zurecht fragen,warum man erst jetzt einen Beitrag über eine Single schreibt,die schon etwas älter ist.
Der Grund dafür ist ein ganz simpler,denn ein Medienphenomen wie Daniel Küblböck kann man nüchtern inmitten der umherirrenden ständigen Berieserlung nur äußerst schwer analysieren.
Zu oft liefen Songs von ihm oder war er in irgendeiner Show zu sehen,als daß man seine Musik von der ewiglich scheinenden Medienpräsenz und der damit einhergehenden penetranten Aufdringlichkeit trennen könnte.
Eine nüchterne Analyse eines Songs von ihm und seiner damit gezeigten Talente ist daher meiner bescheidenen Meinung nach erst heute möglich,weshalb ich mich erst heute daran versuche!
2.Der Künstler
Daniel Küblböck ist einer jener Sänger,die in der ersten Staffel aus Deutschland sucht den Superstar entdeckt wurde.
Die Sendung präsentierte uns über Wochen einige mehr oder weniger talentierte Gesangskünstler und mit diesem enormen Aufwand an Promotion stellten sich folgerichtig auch zahlreiche Hits in den Verkaufscharts der Plattenläden ein.
Er erreichte,so habe ich mir sagen lassen,das Halbfinale und man sollte von daher annehmen,das er zumindest über mehr Talente verfügt als jene,die vor ihm ausschieden.
Nun muss man dazu schreiben,daß ein Sänger nichtzwangsläufig gut singen muss um talentiert zu sein.Ein Rod Stewart wird sicherlich auch nie in die Annalen der schönsten Stimmen dieser Erde eingehen,nichtsdestotrotz hat er Talente,die ihm einen Erfolg in der Musikindustrie ermöglichten.
Doch was sind diese Talente frägt man sich insbesonder bei Daniel Küblböck,denn eine schöne,melodiöse oder auch nur tontreffende Stimme ist hier sicherlich nicht der Fall.
Geht man in der Geschichte der modernen populären Musik ein wenig zurück fällt einem recht schnell auf,daß das wesentlichste Merkmal eines jeden erfolgreichen Musikers identisch ist mit anderen Unterhaltungskünstlern:
Bühnenpräsenz!
Sei es durch eine herausragende musikalische Begabung,wie das Gitarrentspiel eines Santanas oder der Stimme einer Chanis Choplin,eine herausragende Provokationsfähigkeit wie die Fledermäusbisse eines Ozzy Osbourne oder den lasziven frühen Bühnenauftritten einer Madonna,sei es die umwerfenden visuellen Attribute einer Britney Spears...
Es ist eine Konstante,das Erfolg in einer Medienbranche wie der Musikindustrie gleichbedeutend ist mit einer Ungewöhnlichkeit,die man nicht ganz so leicht kopieren kann und sich entsprechend daran satt sehen und hören kann.
Daher muss man Daniel Küblböck auch zumindest einen Teil des nötigen Talentes bescheinigen,denn ganz gleich ob man seine Art und Weise,seine Auftritte oder seine Musik mag oder nicht - Vergessen hat man sie nicht!
3.Die Single
Die Single ist nach einem allzu bekannten Muster gestrickt.
Eine einfache,sich ständig wiederholende Melodie,die zusätzlich durch Daniels quakende Stimme wirkt.
Die Melodie geht schnell ins Ohr und bleibt dort haften,da man sich sehr schwer tut eingängliche,wiederholende Muster mit deutlich prägenden akustischen Elementen zu ignorieren,verdrängen oder gar zu vergessen.
Von daher wäre dies ein klarer Fall von einem One-Hit-Wonder,da eine solch eindrängende Musik zwar oftmals eine Weile Platten verkauft,aber auch baldig eine Übersättigung verursacht.
Diesem Schicksal entging Küblböck durch das enorme Medienecho,das die Show und seine Person verursachte.
Nichtsdestotrotz erfüllt die Single damit alle Vor- und Nachteile eines One-Hit-Wonders:
Eine seichte Weise sich auf begrentzte Zeit hiermit zu beschäftigen,die nach weniger Zeit übelste Brechreizwirkungen verursacht!
4.Langzeitwirkung
Betrachtet man schließlich die Langzeitwirkung,also die Frage,ob man diese CD auch ein,zwei Monate oder länger nachdem man sie kaufte in den CD-Player wirft und tatsächlich auf Play drückt erhält man ein niederschmetterndes Ergebnis!
Allzu schnell fällt einem dann nämlich auf,das es wenig bis gar nichts innovatives,ungewöhnliches oder auch nur nicht wiederholendes in dieser Musik gibt.
Baldigst kann man nicht nur den Text auswendig sondern desgleichen auch mit der Musik,selbst wenn man kaum eine Gitarre von einem Klavier unterscheiden könnte fällt einem jeder Klang im Vorklang bereits ein - schließlich und letzlich,weil er sich ständig wiederholt!
5.Fazit
Kann man also eine Kaufempfehlung in sein Fazit schreiben über eine CD,die einem nach kurzer Zeit der seichten Unterhaltung gewaltig auf die Nerven geht?
Kann man über eine begrentzte musikalische Begabung sagen,das will ich hören?
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