Pro:
nette Unterhaltung für die ganze Familie
Kontra:
keine Extras auf der DVD, nur Dolby 2.0
Empfehlung:
Ja
Fast Jeder der heutigen Vierziger (zumindest die, die im Westen Deutschlands aufgewachsen sind) kann sich an einige Fernseh-Highlights seiner frühen Kindheit erinnern. Mein absolutes Kindheitserinnerungs-Highlight aus dem Bereich Fernsehen ist „Urmel aus dem Eis“.
Ich kann mich noch recht gut daran erinnern, wenn es hieß: Im Fernsehen kommt was von der Augsburger Puppenkiste. Von daher war es fast ein MUSS, dass sich die DVD vom Urmel dann auch im DVD-Regal einzufinden hat. Hier nun einige Zeilen zu diesem Höhepunkt:
Zur Story:
Professor Habakuk Tibaton wird aufgrund seiner etwas schrägen Ansichten gezwungen auszuwandern. Zusammen mit seinem „Adoptivsohn“ Tim Tintenkleks und seiner Haushälterin Wutz - eine sprechende Schweinedame – baut er sich ein neues Domizil auf der Insel Titiwu auf.
Auf Titiwu bringt er Tieren das Sprechen bei. Seine Schüler sind z.B. der Waran „Wawa“, der Pinguin „Ping Pinguin“ und der ewig singende Seeelefant. Alle diese Tiere haben jedoch einen kleinen Sprachfehler, welche das ganze doch ziemlich menschlich macht.
Eines Tages wird ein Ei an den Strand von Titiwu angespült. Der Prof. erkennt, dass es sich um eine absolute Rarität handelt: um ein Urmelei. Zusammen mit den Inselbewohnern gelingt es das Ei auszubrüten und so bekommt Titiwu einen neuen Inselbewohner. Allerdings begeht der Professor in dieser freudigen Situation einen großen Fehler – er schreibt eine Flaschenpost an seine alten Kollegen in der Heimat.
So macht sich – aufgrund besagter Flaschenpost – Altkönig Pumponell von Pumpolonien auf den Weg nach Titiwu um das Urmel zu fangen. In dieser gefährlichen Situation macht sich auch noch ausgerechnet das besagte Urmel auf den Weg die Insel näher zu inspizieren….
Zur DVD:
Vor mir liegt die Hülle der Einzel-DVD – auf dem Cover ist ein Szenenbild abgedruckt: das Urmel schlüpft gerade aus dem Ei unter den Augen des Seeelefanten und Ping Pinguin.
Die DVD selber ist ebenfalls bedruckt: hier schaut Ping Pinguin aus der Kiste der Augsburger Puppenkiste heraus. Diese Kiste ist übrigens zu Beginn und zum Ende einer jeden „Vorstellung“ der Augsburger Puppenkiste zu sehen.
Auf der DVD sind alle vier Folgen dieser Reihe:
- Der Eisberg
- Der Schuss
- Das Abenteuer
- Die Rettung
Format: DVD-5
System: 4:3, PAL
Spieldauer: 115 Min.
Regionalcode: 0
Sprache: Deutsch
Ton: Dolby Digital 2.0
Drehbuch: Manfred Jenning
Regie: Harald Schäfer
Musik: Hermann Amann
Herumgegeben von: Hessischer Rundfunk
DVD-Extras: keine
Altersbeschränkung: keine
Preis:
Ich selber habe die DVD für ca. 10 € gekauft und ich denke, dass man sie auch heute noch für diesen Preis bekommt, wenn nicht sogar noch günstiger.
Eigene Beurteilung:
Wie ich ja schon in der Einleitung geschrieben habe, kannte ich das Urmel bereits aus meiner Kindheit (oh lang, lang ist her…). Aber Begeistern kann ich mich heute noch dafür. Sei es Wutz mit ihrem „Öff,Öff“ oder Ping Pinguin mit dem legendären Satz: „Die Sonne geht auf und unter und schieht über mich hinweg – Und der Mond geht auf und unter und schieht über mich hinweg“ oder auch die besagte Mupfel, die ihm von Wawa dem Waren streitig gemacht wird. Oder sei es der singende Seeelefant mit seinem Ach so traurägön Lödör. Wie sehr muss das Personal der Augsburger Puppenkiste geübt haben um diese süßen Sprachfehler zu üben. Diese Leistung finde ich auch heute noch absolut bewundernswert.
Auch heute noch schaue ich die DVD immer wieder gern. Auch finde ich, dass solche Filme besser als Familienunterhaltung als die brutalen Japan-Cartoons.
Aber auch alle diejenigen, die sich immer noch gern an die Fernsehzeit mit der Augsburger Puppenkiste zurück erinnern sei diese DVD wärmstens ans Herz gelegt sein.
Leider hat die Augsburger Puppenkiste auch auf dieser DVD leider wieder die Gunst der Stunde nicht genutzt, um für andere Aufnahmen etwas Werbung zu machen oder vielleicht einen Einblick hinter die Kulissen der Augsburger Puppenkiste zu geben.
Denn es wäre doch nett, wenn man schon hier etwas von „Jim Knopf“ oder von „Der Löwe ist Los“ zu sehen wäre.
Eigentlich wollte ich dieser DVD ja 5 Punkte geben – der Film als solches hätte diese ja auch verdient, aber wegen der fehlenden Extras habe ich nur vier Punkte vergeben.
PS: ich habe diesen Bericht auch bei Dooyoo (trombone) veröffentlicht. weiterlesen schließen
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