Pro:
Ein toller Film mit wunderschöner Musik und tollen Choreografien...
Kontra:
Bild und Ton sind durschchnittlich, die Extras lassen zu wünschen übrig...
Empfehlung:
Ja
Willkommen, bienvenue, welcome!
Fremde, etranger, stranger.
Gluklich zu sehen, je suis enchante,
Happy to see you, bleibe, reste, stay.
Willkommen, bienvenue, welcome
Im Cabaret, au Cabaret, to Cabaret
DIES UND DAS
¸.**¨)
(¸.*´ : (¸.*´ : (´¸.**´¯`**
Für um die 7,-- oder 8,-- Euro habe ich den Film vor lange Zeit gekauft. In dieser Preislage ist er momentan auch bei Amazon erhältlich. Das Musical von John Kander wurde bereits im Jahr 1971 sehr erfolgreich mit Liza Minelli, Joel Grey und Michael York verfilmt und die vor mir liegende DVD erschien im Jahr 2002. Die Regie fürhte in bewährter Art und Weise Bob Fosse.
Die DVD ist im Format Dolby, PAL, Surround Sound in Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 5.1) erhältlich (Untertitel gibt es keine), erschien im Studio Euro Video und zeigt auf 117 Minuten die Geschichte von Sally Bowles, dem gefeierten Star des Kit-Kat-Nachtclubs in Berlin. Die mit 8 Oscars ausgezeichnete Verfilmung hat eine etwa veränderte Handlung und enthält zusätzliche Songs von Kander und Ebb.
BERLIN IN DEN 30ERN
¸.**¨)
(¸.*´ : (¸.*´ : (´¸.**´¯`**
Als Sally Bowles ins Berlin der 30er Jahre kommt, kündigt sich bereits die Nazi-Diktatur an. Die lebenshungrige US-Sängerin hat ein Engagement im berühmt-berüchtigten Berliner Kit-Kat-Nachtclub erhalten. Im Kit Kat versucht man mit schillernden und aufreizenden Shows den drohenden Schatten über Deutschland zu verdrängen. Sally träumt dort von einer ganz großen Karriere, vom Weg nach ganz oben.
Schon bald lernt Sally in ihrer Pension Brian Roberts, einen britischen Studenten kennen, mit de sie eine sehr leidenschaftliche Affäre beginnt.
Doch Brian ist nicht der einzige Mann in ihrem Leben. Da gibt es noch einen wohlhabenden Baron namens Maximilian von Heune. Sein Geld und sein Charme verführen die junge Sängerin. Doch der sympathische Baron ist bisexuell und nicht nur hinter Sally her, sondern auch hinter ihrem Lover Brian. Alle frei verbringen ein Wochenende auf dem Schloss des Barons.
Kurze Zeit nach diesem Wochenende ist Sally schwanger. Ob von Brian oder vom Baron weiß sie nicht. Brian macht ihr, als er davon erfährt, einen Heiratsantrag. Sally entscheidet, dass sie ihre Karriere nicht opfern und das Kind nicht bekommen will…
Brian verlässt Berlin, während Sally weiterhin strahlend auf der Bühne steht, wo sie flirtet, tanzt und singt. Und draußen beginnt ein deutscher Alptraum.
SONGS
¸.**¨)
(¸.*´ : (¸.*´ : (´¸.**´¯`**
Die Musik ist für mich bei einer Musicalverfilmung wichtiger als die Handlung. Und die leicht-lüsternen und schwungvollen Songs von Kander und Ebb, die im Film zu hören sind, gehen leicht ins Ohr und begeistern. In den Soundtrack könnt Ihr übrigens bei Amazon reinhören.
Willkommen, Mein Herr, Money , Money und Cabaret sind die bekanntesten Titel. Meine Favoriten sind dwas etwas weniger bekannte Heiraten ( Married )und Maybe this time.
DARSTELLER
¸.**¨)
(¸.*´ : (¸.*´ : (´¸.**´¯`**
Liza Minnelli (Sally Bowles)
Michael York (Brian Roberts)
Joel Gray (Confenencier)
Helmut Griem (Baron Maximilian von Heune)
Fritz Wepper (Fritz Wendel)
Marisa Berenson (Natalia Landauer)
Georg Hartmann (Willi)
Helen Vita (Fräulein Kost)
Elisabeth Neumann-Viertel (Fräulein Schneider)
Ricky Renee (Elke)
Gerd Vespermann (Bobby)
Die 1946 in Los Angeles geborene Liza Minelli ist in diesem Stück, durch das sie berühmt wurde und aus dem Schatten ihrer Mutter Judy Garland heraustreten konnte, einfach großartig. Liza Minelli ist Schauspielerin, Tänzerin, Sängerin und Entertainerin und spielt die Sally Bowles nicht nur - sie ist Sally Bowles. Bis heute gehören die Stücke aus Cabaret zum Repertoire ihrer Konzerte und Shows, was auch daran liegt, dass sich die Schauspielerin mit dem Stück, dass ihr zum weltweiten Erfolg und Ruhm verhalf, eng verbunden fühlt. Für mich ist es - sowohl vom sängerischen als auch vom schauspielerischen Aspekt - ihre beste Rolle.
Einfach fantastisch und sich selbst übertreffend spielt Joel Gray in der Rolle seines Lebens den Conferncier, dessen Songs den frenetischen Lebensstil des Berlins der 30er Jahre zum Ausdruck bringen. Für diese Rolle wurde er sowohl mir einen Tony Award wie auch einen Oscar ausgezeichnet.
Auch Michael York stellt den jungen, etwas schüchternen und intellektuellen Briten hervorragend darf. Und auch alle anderen Darsteller wirken in ihren Rollen überzeugend.
8 X OSCAR
¸.**¨)
(¸.*´ : (¸.*´ : (´¸.**´¯`**
Mit 8 (und wie ich fnde verdienten) Oscars wurde der Film im Jahr 1973 ausgezeichnet. Oscars gab es für
*Regie: Bob Fosse
*Hauptdarstellerin: Liza Minelli
*Nebendarsteller: Joel Grey
*Kamera: Geoffrey Unsworth
*Musik (Adaption): Ralph Burns
*Ausstattung: Rolf Zehetbauer, Jürgen Kiebach, Herbert Strabel
*Schnitt: David Bretherton
*Ton: Robert Knudson, David Hildyard
EXTRAS
¸.**¨)
(¸.*´ : (¸.*´ : (´¸.**´¯`**
Bei einem weltbekannten Film wie diesem hätte ich offen gesagt ein paar mehr Extras erwartet. Neben einigen Fotos, einem Rückblick, Äußerungen der Hautdarsteller über ihre Erfolge gibt es noch ein Making Of. Ein wenig mehr hätte es hier schon sein dürfen.
SOUND UND BILD
¸.**¨)
(¸.*´ : (¸.*´ : (´¸.**´¯`**
Durchschnittsmässig und nichts Besonderes sind Sound und Bild. Ich bin da nun nicht wirklich anspruchsvoll, könnte mir aber vorstellen, dass der Ein oder Andere dies bemängeln würde. Es gibt zwar kein Rauschen und kein Flimmern, aber in seiner Bild- und Tonqualität entspricht die DVD nicht dem, was man heute gewöhnt ist. Nun ja, man muß hier vielleicht auch bedenken, dass dieser Film schon seine 30 Jahre auf dem Buckel hat.
MEINE MEINUNG
¸.**¨)
(¸.*´ : (¸.*´ : (´¸.**´¯`**
„Trotz der beachtlichen Leistung in Darstellung und Kameraführung (...) über weite Strecken unverbindlich und oberflächlich, da die Handlung neben den brillant choreografierten und vorgetragenen Cabaret-Nummern zu verblassen droht.“ schreibt das Lexikon des internationalen Films und wenn ich es mir so recht überlege, dann stimmt das auch. Aber Cabaret ist schließlich ein Musikfilm und in einem solchen Film ist meiner Meinung nach die Musik und die Choreografie auch eine Spur wichtiger als die Handlung. Die Aufnahmen der einzelnen Songs und der Choreografien sind toll und es macht Spaß hier zuzusehen.
Cabaret ist und bleibt ein Klassiker, den man sich immer wieder anschauen kann. Mal politisch und radikal, dann wieder frech und frivol, schillernd und freizügig, mal dekadent, dann wieder bürgerlich. Und auch wenn es hauptsächlich um das Thema Liebe geht, werden auch Homosexualität, Rassismus, Nationalsozialismus und Abtreibung hier angeschnitten.
Großartige Schauspieler, die die verschiedenen, teilweise sehr skurrilen Charaktere ausgezeichnet und überzeugend darstellen. Wunderbare Musik - Evergreens wie Willkommen, Bienvenue, Welvome und Cabaret, die sofort ins Ohr gehen und eine schöne, schwungvolle Choreografien machen diesen Film zu etwas ganz Besonderem. Sogar denjenigen, die keine Musical mögen, dürfte der Film, in dem die einzelnen Songsund die betörenden Cabareteinlagen passend und wirklich perfekt eingebunden sind, gefallen. Diese Einlagen passen in den Film und wirken nicht gestellt, passen zur komplexen Story, tragen diese mit und lockern das Geschen gleichzeitig auf. Die reale Welt des drohenden Nationalsozialismus und die bunt-schillernde und bald auch bröckelnde Cabaretwelt werden hier vom Regisseur Bob Fosse sehr gut verbunden und das Scheitern der zarten Liebesgeschichte an den politischen Wirren im aufkommenden Faschismus wirkt glaubwürdig
Die DVD-Umsetzung allerdings hätte qualitativ etwas besser sein können. Bild und Ton sind Durchschnitt und die Extra lassen schon zu wünschen übrig.
Ich vergebe diesem eindrucksvoll inszenierten Film, der den Zuschauer mit viel Liebe zu Detail in die 30er Jahre zurück versetzt vier von fünf Sternchen und eine klare Empfehlung. Für Musicalfans ist’s ein absolutes Muß! weiterlesen schließen
Bewerten / Kommentar schreiben