Pro:
Schwarzenegger ist Kult, viel Action
Kontra:
dünner Handlungsstrang, mäßige CGI - Effekte
Empfehlung:
Nein
Lang ist sie her, die Zeit, in der Arnold Schwarzenegger noch nicht der "Governator", sondern ein Hollywood-Star in vielen Actionfilmen war. In Collateral Damage spielt er den Feuerwehrmann Gordy Brewer aus Los Angeles, der seine Familie bei einem Sprengstoffanschlag auf ein hochrangiges Regierungsmitglied verliert. Was ein Schwarzenegger ist, lässt sich sowas natürlich nicht gefallen und macht sich prompt auf die Suche nach den verantwortlichen Bombenlegern. Seine einzige Spur ist dabei, dass er kurz mit dem als Polizisten verkleideten Bombenleger gesprochen hatte, bevor der Anschlag passierte. Da es Videoaufnahmen von dem Anschlag gibt, ist seine Identität schnell geklärt: Es handelt sich um "The Wolf", einen international gesuchten, kolumbianischen Terroristen.
Die Terroristen erreichen dabei immer wieder Erfolge, da einige amerikanische Politiker, nun bereits durch den Anschlag etwas eingeschüchtert, mit ihnen verhandeln wollen. Da die Regierung keinerlei Interesse daran zeigt, The Wolf, der mittlerweile wieder in Kolumbien untergetaucht ist, zu jagen, macht sich Gordy allein auf den Weg nach Panama, um sich von dort nach Kolumbien durchzuschlagen. Hier angekommen wird er von einem Spitzel sofort erkannt, wonach die Polizei ihm auf die Schliche kommt. Er wird verhaftet und in eines der Gefängnisse gesteckt. Während einer Befreiungsaktion, die von The Wolf geleitet wird, kommt er jedoch wieder frei und kann sich weiter ins Inland bis zur Guerillazone durchschlagen, wo die Action natürlich gleich anfängt und er natürlich auch eine hübsche Frau mit ihrem Kind kennen lernt.
Fazit
Eine mäßige Story und schlechte Schauspieler machen Colateral Damage zu einem Film, den man keineswegs gesehen haben muss, sich aber aufgrund seines hohen Actionanteils und Kultfigur Arnold Schwarzenegger mal im Fernsehen an einem ruhigen Abend anschauen kann. Traurig ist leider, dass der Film einen ganzen Haufen peinlicher Klischees fördert, sei es nun das Miesmachen von hispanischer Bevölkerung oder dem alten Käse um die Glorifizierung von Amerikas Krieg gegen den Terror. Überall im Film findet man Hinweise darauf, wie toll doch Amerika ist, z.B. wenn Schwarzenegger aus seiner Kaffeetasse, mit US-Flagge trinkt und sich über die Terrororganisation Anti-Democratic Forces informiert. Nichts gegen die USA, ich bin kein Freund davon, ganze Kulturen in einen Topf zu werfen, aber es nervt, wenn einem 1 Stunde und 44 Minuten lang erzählt wird, wie toll man da drüben über dem großen Teich doch ist (Ausnahmen in dem Film in Bezug auf das CIA bestätigen natürlich die Regel) und was für barbarische Hinterwäldler an jeder Ecke in Kolumbien leben. Der Film wurde damals extra um ein Jahr nach hinten verschoben, damit Szenen, die nach 9/11 als unpatriotisch galten, entfernt werden konnten…
Schlechte CGI Effekte (insbesondere die im Studio gedrehte Wasserfallszene) unterstreichen den ohnehin mäßigen Eindruck, wobei man diese, im Gegensatz zu anderen Schwächen, noch verzeihen kann, da die Technik zur Entstehungszeit des Films noch nicht so ausgereift war, wie heute.
Ich kann leider keine Empfehlung für Collateral Damage aussprechen. Er ist leichte Unterhaltung ohne jeglichen Anspruch, die man sich ansehen kann, wenn man seinen Kopf mal vollkommen ausschalten möchte und gegenüber schlechten Filmszenen recht schmerzresistent ist, ganz sicher ist er aber kein guter Film. Highlight ist aber mal wieder die englische Tonspur. Arnold Schwarzenegger hört sich einfach total putzig an, wenn er mit seinem österreichischem Akzent englisch spricht.
Fakten:
An Tonspuren / Untertiteln ist folgendes auf der DVD vorhanden:
Tonformat:
Deutsch (DTS 5.1)
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Kommentar (Dolby Digital 2.0 Stereo)
Untertitel:
Englisch
Deutsch für Hörgeschädigte
Die mitgelieferten Extras haben eine Laufzeit von 51 Minuten und bieten folgendes (Quelle ofdb.de):
Extras:
Audiokommentar
Deleted Scenes
Making of
Vorab Trailer (beim DVD Start): [4:20 Min.]
(Deutsch ohne Untertitel)
• Party Animals
• Resident Evil
Audiokommentar von Andrew Davis
(über den kompletten Film, Englisch ohne Untertitel)
Making of "Collateral Damage" [14:48 Min.]
(Englisch, optional deutsche Untertitel)
Der Held in einer neuen Ära [8:42 Min.]
(Englisch, optional deutsche Untertitel)
Interview mit Arnold Schwarzenegger [9:43 Min.]
(Englisch, optional deutsche Untertitel)
"True Action Heroes" [4:38 Min.]
(Englisch, optional deutsche Untertitel)
Geschnittene Szenen:
(Englisch, optional deutsche Untertitel)
• Chief Brandt skizziert seine Taktik [0:49 Min.]
• Alternative Einführung von Selena und Mauro [1:00 Min.]
• Alternative zur Schlangenszene [0:36 Min.]
• Die Nacht vor dem Angriff [1:27 Min.]
• Nachwirkungen des Anschlags [1:29 Min.]
• Flug zurück nach Washington D.C. [1:54 Min.]
Original Kinotrailer [2:02 Min.]
(Deutsch ohne Untertitel)
Cast & Crew:
(deutsche Texttafeln, manuelle Steuerung)
• Arnold Schwarzenegger (4 Texttafeln)
• Elias Koteas (3 Texttafeln)
• Francesca Neri (2 Texttafeln)
• Cliff Curtis (3 Texttafeln)
• Andrew Davis - Regie (3 Texttafeln)
(Laufzeit Extras 51:28 Min.)
• Animiertes, mit Musik unterlegtes Menü
• Kapitelauswahl (24)
• Inlay mit der Kapitelaufteilung weiterlesen schließen
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