Pro:
Darsteller, Effekte, Musik, FAST alles
Kontra:
Atmosphäre nimmt mit der Zeit deutlich ab, die DVD
Empfehlung:
Ja
Dieser Bericht bezieht sich auf den Directors Cut, der von Warner Home Video rausgebracht wurde.
Der Exorzist zählt ja sicher zu den bekanntesten und wohl auch beliebtesten Horrorklassikern schlechthin. Grund genug für mich, sich den Film mal billig zu besorgen, und mal auf Herz und Nieren zu prüfen. Als das Machwerk Anfang der 70er Jahre ins Kino kam, waren Proteste, Demos usw an der Tagesordnung. Irgendwie auch verständlich, für die damalige Zeit muss der Film echt heftig gewesen sein. Aber erstmal eins nach dem anderen.
Story
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Zur Story: Die zwölfjährige Regan Mc Neill legt ohne erkennbaren Grund ein zunehmend merkwürdig
es, aggressives Verhalten an den Tag und schmeißt mit Schimpfwörtern um sich. Die Ärzte tun alles um ihr zu helfen, können aber die Ursache nicht feststellen. Als die Sache irgendwann immer schlimmer wird, rät einer der Ärzte der inzwischen verzweifelten Mutter schließlich zu einem Exorzismus. Deswegen nimmt diese Kontakt zu einem Pater namens Damien Karras auf. Karras weigert sich jedoch, an die Notwendigkeit einer Teufelsaus-treibung zu glauben, da Exorzismus normalerweise nicht mehr praktiziert wird. Doch irgendwann ist auch er davon überzeugt, daß der Exorzismus notwendig ist. Schließlich führt Karras, zusammen mit dem älteren Priester Merrin, der hinzugezogen wurde, den Exorzismus durch. Gemeinsam versuchen sie das Kind zu retten...
Schauspieler
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Die eigentliche Hauptdarstellerin, nämlich die kleine Regan MacNeill, wird dargestellt von Linda Blair. Obwohl sie noch so jung war, und auch das spielen in der Maske sicher nicht einfach war, liefert sie eine grandiose Performance ab. Erst das nette Mädchen, dass lieb zu ihrer Mutter ist, und dann der Teufel persönlich. Ich muss zugeben, ich hab mich an einigen Stellen echt vor der kleinen gefürchtet ;-)
Der sehr bekannte Max von Sydow spielt den Pater Merrin. Zu Anfangs ist er noch bei irgendwelchen Forschungen in Jerusalem (?) zu sehen, aber als die Kirchenoberhaupt ihn dazu bittet, entschließt er sich der kleinen Regan zu helfen. Er ist im Film eigentlich wie eine Vaterfigur die immer versucht zu helfen, und auch nicht an eigenen Problemen leidet wie der andere Priester. Mir hat die Leistung von Herrn Sydow gut gefallen, allerdings kommt er etwas zu kurz.
Der eben erwähnte andere Priester namens Damien Karras wird verkörpert von Jason Miller. Eine Figur, welche selbst arge Probleme mit sich selbst hat, da er seine Mutter in ein schreckliches Krankenhaus geben muss, und er nicht da sein kann, als sie stirbt. Eine sehr tragische Rolle eigentlich, die Jason Miller aber gut verkörpert. Mir hat der mehr oder weniger bekannte Darsteller auf jeden Fall auch gefallen.
Regans Mutter wird gespielt von Ellen Burstyn. Sie ist die, die mir im Film irgendwie am meisten leid tut. Immerhin muss sie von Anfang an mit ansehen was mit ihrer Tochter geschieht, und kann nichts dagegen tun. Sie wird zunehmend gereizter und aggressiver, bis sie keinen Ausweg mehr sieht und einem Exorzismus zustimmt. Sie war mir von den gelegentlichen Ausrastern abgesehn sehr symphatisch, da sie was natürliches an sich hat, das nicht jeder Schauspieler hat.
Letztendlich möchte ich noch auf die Rolle des Filmvernarrten Ltd. William Kinderman eingehen, gespielt von Lee J. Cobb . Er wurde auf einen Mordfall angesetzt, der sich vermutlich im Haus von Regan ereignet hat. Lee J. Cobb hat eine gewisse ähnlichkeit mit Paul Newman ( darauf wird im Film auch angespielt). Ebenfalls ein ziemlich symphatischer Schauspieler, dem man gerne bei seinem tun zusieht.
FSK 16 bzw die Effekte
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Die Effekte sind grandios wenn man bedenkt dass der Film 1973 rausgekommen ist! Man sieht etliches aber die wohl beeindruckendsten Szenen sind die, in der Regan über ihrem Bett fliegt, und natürlich die dämonischen Fratzen usw. Es ist mir echt ein Rätsel wie man es schafft, so etwas so verdammt gut hinzubekommen.
Aber um mal auf das FSK 16 einzugehen: Meiner Meinung nach hätte man dem Streifen auch ein 18 geben können, und ich bin nicht gerade das was man ein Weichei nennt. An einigen Stellen ist nämlich schonmal ein bisschen mehr Blut zu sehen, und auch wie im Film geredet wird hat es in sich. Ich hätte nicht erwartet, dass in dem Film so EXTREM geflucht wird, dass ist für 1973 schon der Hammer. Da versteht man echt die ganzen Proteste usw. Klar, heutzutage hört man auf der Strasse eine Menge harter Worte, aber das in dem Außmaß, und dann noch in einem Film, ist schon eine Seltenheit. Hier mal 2 beispiele:
( ``Deine Mutter lutscht Schwänze in der Hölle´´, ``Nimm gefälligst deine Hände von meiner gottverdammten Fotze´´. )
Wie gesagt wenn man bedenkt dass der Film mehr als 30 Jahre Alt ist, ist sowas schon heftig. Im großen und ganzen ist die FSK 16 also wegen der häufigen Gewalt und wegen der Wortwahl mehr als gerechtfertigt. Vergessen darf man auch auf keinen Fall die Szene mit dem Kruzifix..
Die Musik
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Die Musik trägt einen großen Teil zur Atmosphäre des Filmes bei, und ist auch sehr bekannt und bedrückend. Es kommen keine richtigen Lieder, und das auch nicht im Abspann. Immer nur diese bedrückenden Klänge. Hat mir auf jeden Fall gut gefallen, und war deshalb eine erwähnung wert.
Kritik
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Naja also ich muss sagen der Film ist zwar schon recht heftig, aber macht ihn das gleich supergut? Aber der Reihe nach: Die Schauspieler haben mich allesamt überzeugt, und wirken glaubhaft. Die Musik und die Effekte tun ebenfalls ihr bestes und sorgen für zusätzliche Atmosphäre.
ABER: Schafft der Film es die Atmosphäre andauernd zu halten, und wird er nie langweilig? Beide Punkte beantworte ich mit einem klaren NEIN. Es entsteht zwar eine Grundatmoshäre und Spannung, die von dem Dämon ausgeht, aber sobald man ihn/sie mal länger gesehen hat, geht ein großteil der Spannung irgendwie verloren. Das heißt jetzt nicht dass die Atmosphäre gegen Ende hin ganz verschwindet, sondern nur, dass die am Anfang aufgebaute Atmosphäre nicht ganz gehalten werden kann.
Gestört haben mich außerdem einige Dialoge, die ziemlich in die Länge gezogen wurden, und so nervig sind. Schade war auch, dass zu wenig auf Nebencharactere eingegangen wird. Ich meine was ist mit dem Kindermädchen? Ich wollte sicherlich keine ganze lebensgeschichte hören, aber einige Infos wären doch ganz wünschenswert gewesen.
Das war es eigentlich mit der Kritik. Ich kann dem Film mit gutem gewissen 4 Sterne geben, aber wie sieht es mit der DVD selbst aus? Hält die die Anforderungen, die ein solcher Film stellt? Dazu gleich mehr.
Zusatzinfos zum Film
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Originaltitel: The Exorcist
Land: USA (1973)
Regie: William Friedkin ( Die Stunde des Jägers, Die 12 Geschworenen )
Länge: 127 Minuten
FSK: 16
@ Realjackass
DVD Teil
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Wie am Anfang des Berichtes bereits gesagt handelt es sich um die neue Fassung, eben den Director´s Cut. Rausgebracht wurde der Silberling von Warner Home Video, die ebenfalls die alte Version vermarkten. Die Versionen unterscheiden sich darin, dass in der neuen 10 zusätzliche Minuten sind.
Untertitel, Sprachen, Menü
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Jeder, der auf Untertitel wert legt, bekommt die bei dieser DVD auch, da insgesamt 10 enthalten sind. Und zwar in den folgenden Sprachen: Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch, Norwegisch, Dänisch, Schwedisch, Finnisch, Polnisch, Tschechisch. Außerdem gibts es noch einen deutschen Untertitel für Hörgeschädigte.
Als Sprachen sind nur Englisch und Deutsch enthalten.
Das Menü ist zwar nicht wirklich als schlecht zu bezeichnen, aber ich habe auch schon sehr viel bessere gesehen. Das Haupthighlight ist die bedrückende Musik aus dem Film, und das wars auch schon. Abgesehen von dem ein unspektakuläres Menü.
Bild & Ton
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Das Bilformat: 1,85:1 (Anamorph). Vom Prinzip her ist das Bild nicht DVD würdig, aber wenn man das Alter des Filmes betrachtet, drücke ich da mal beide Augen zu, und sehe über diesen Mangel hinweg. Es entstehen zwar nie Störstreifen oder ähnliches, aber es wirkt halt alles schon etwas verwaschen.
Der Ton ist in Dolby Digital oder auch Monokompitabel. Da ich mir den Film an einem Monofernseher angesehen habe, kann ich leider nichts genaues darüber sagen, aber so wie ich es vernommen habe, war es ebenfalls für das Alter OK.
Extras
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Ich hatte mir im Voraus schon gedacht dass hier nicht viel anzufinden sein wird, und so war es dann auch. Als Bonus kann man sich folgendes anschauen/anhören:
- Original Trailer
Eben der Kinotrailer zu dem Film
- Original Kommentar von William Friedkin
Wie der Name schon sagt. Eigentlich ziemlich interessant und aufschlussreich.
- Original TV Spots
Folgende TV Spots kann man betrachten:
``Most Electrefying´´, ``Scariest Ever´´, ``Returns´´ und ``Never Seen´´.
- Original Radio Spots
Da 1973 Trailer ja nicht so verbreitet waren wie heute, wurde damals viel Werbung im Radio gemacht. Und eben davon gibts 2 zum anhören:
``The Devil Himself´´ und ``Our Deepest Fears´´
Sonstige Infos zur DVD
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Disc Typ: 9
Regionalcode: 2
Sound: Dolby Digital, Dolby Sorround
Vertrieb: Warner Home Video
Preis: schätzungsweise zwischen 10 und 15 €
Noch ganz am Rande: Der Film ist in sage und schreibe 48 (!) Kapitel unterteilt.
Endfazit
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Wie ich vorhin schon vorweg genommen habe hat der Film auf jeden Fall 4 Punkte verdient. Er ist, obwohl er schon ca 30 Jahre alt ist, immer noch beklemmend und für manche sicher verstörend. Zwar fällt die Spannung usw. gegen Ende ein bisschen, aber darüber kann man bei den klasse Darstellern, der super Musik, und der Story hinwegsehen.
Leider, leider ist die DVD nicht das gelbe vom Ei. Sie hat zwar auch ihre guten Seiten, wie die Kapitelaufteilung und die vielen Untertitel, aber das wars im großen und ganzen auch schon. Der Film wird in einem ``Snapper´´ ausgeliefert, was ich hasse! Ein Snapper ist eine Papphülle, die großer ist als normale Hüllen, und sich so nicht gut in der Sammlung macht. Außerdem sind Bild und Ton nicht mehr als akzeptabel. Das führt zu einem Stern abzug, da es sich hier ja um einen DVD Bericht dreht.
Wem ich den Film nicht empfehlen kann? Leicht zu ängstigende Menschen, und sehr gläubigen. Ich hoffe ich konnte euch wiedermal helfen, und wünsche euch noch einen schönen Mittwochabend!
Mfg
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