Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs (VHS) Testberichte
Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
Pro & Kontra
Vorteile
- 200 min. Filmgenuss, toller Soundtrack, geniale Schauspieler, das Warten hat ein Ende
- mega-eindrucksvoll und grandios, spannend, unterhaltsam, humorvoll, tolle Musik und Effekte
- mir fehlen die Worte ...
- Kulisse, AUfmachung, Charaktere, SChlachten
- einfach alles, die Charaktere, die Handlung, die Leute, die Gesichter, die perfekte Choreographie, die Frauen, einfach zu viel
Nachteile / Kritik
- einige kleinere Änderungen gegenüber der Buchvorlage, es wird definitiv keinen vierten Teil geben, der Statthalter von Mordor fehlt
- so vieles fehlt - nicht nur im Film selbst, sondern auch gegenüber dem Buch
- leider einige krasse Kürzungen - einige Buchszenen sind doch ziemlich verfälscht...
- Es hat ein Ende
- das er zu kurz war, und das Saruman gefehlt hat
Tests und Erfahrungsberichte
-
The Lord of the films
5Pro:
200 min. Filmgenuss, toller Soundtrack, geniale Schauspieler, das Warten hat ein Ende
Kontra:
einige kleinere Änderungen gegenüber der Buchvorlage, es wird definitiv keinen vierten Teil geben, der Statthalter von Mordor fehlt
Empfehlung:
Ja
One film to rule them all,
one film to find them,
one film to bring them all
and in the darkness (of the cinema) bind them
So ähnlich könnte man den dritten Teil der Trilogie "Der Herr der Ringe" zusammenfassen, denn welcher Film wurde je sehnsüchtiger erwartet? Welcher lief mit mehr Kopien in den Kinos an? Welcher Film hat mehr Zuschauer angelockt? "Die Rückkehr des Königs" wird sicherlich ein Riesenkassenschlager werden und das zurecht!
** Die Vorgeschichte
Auch wenn ich glaube, dass jeder, der diesen Bericht lesen wird, die ersten beiden Filme schon kennt, werde ich kurz die Vorgeschichte zusammenfassen, aber Achtung: Es lohnt sich nicht, die Rückkehr des Königs zu sehen, ohne die beiden ersten Filme zu kennen.
Der erste Teil beginnt mit Bilbo Baggins Geburtstagsfeier, auf der er sich aus dem Auenland verabschiedet und Frodo seinen Ring überlässt. Später findet der graue Zauberer Gandalf heraus, dass es sich bei diesem Ring um den Ring der Macht handelt, den Sauron geschmiedet hat, um die Macht über ganz Mittelerde an sich zu reißen. Nun will Sauron den Ring zurückhaben und schickt seine Nazgul ins Auenland, um den Ring zu holen. Frodo bricht mit seinem Gärtner Sam nach Bree auf und wird von seinen Freunden Merry und Pippin begleitet. In Bree treffen die Hobbits auf Aragorn, einen Freund Gandalfs, der die Hobbits bis zu Elrond nach Bruchtal führt. Dort treffen die fünf auch Gandalf wieder, der sich aus den Klauen Sarumans befreit hat, der sich mit Sauron zusammengeschlossen hat, um Mittelerde zu erobern. Von Bruchtal aus ziehen die neun Gefährten los, um den Ring nach Mordor zu tragen, wo er im Schicksalsberg zerstört werden kann. Auf der Reise ziehen sie durch die Höhlen von Moria, wo Gandalf beim Kampf mit einem Balrog abstürzt und verloren scheint, sie treffen auf Orks und besuchen die wunderschöne und mächtige Elbenkönigin Galadriel. Am Ende des Filmes trennen sich die Gefährten und Sam und Frodo ziehen alleine weiter nach Mordor.
Im zweiten Film sieht man Gandalf mit dem Balrog kämpfen, er gewinnt den Kampf und wird nun zu Gandalf dem Weißen, was ihm noch mehr Macht verleiht. Sam und Frodo ziehen unbeirrt weiter nach Mordor und sammeln zwischendurch Gollum auf, der sie zum Schicksalsberg führen soll. Inzwischen sind Gimli, Legolas und Aragorn auf der Suche nach Pippin und Merry, die von Uruk-Hai verschleppt wurden. Die beiden Hobbits jedoch haben sich nach Fangorn retten können, wo sie auf einen alten Ent - Treabeard - treffen. Gimli, Legolas und Aragorn finden Gandalf wieder und reiten mit ihm zu König Theoden nach Rohan, doch Theoden steht unter dem Einfluss seines Dieners Grima Schlangenzunge, der mit Saruman zusammen den König beherrscht. Doch Gandalf kann Theoden retten. Theoden und seine Männer reiten nach Helms Klamm, wo sie auf die Schlacht gegen die Orks und Uruk-Hai warten. Die Schlacht kann nur mit Hilfe der Rohirrim gewonnen werden. Doch noch steht eine große Schlacht bevor....
** Das Ende der Trilogie
Zu Beginn des Filmes sieht man die Vorgeschichte Gollums, wie er mit seinem Bruder zusammen im Boot beim Angeln sitzt. Sein Bruder stürzt ins Wasser und findet am Seeboden einen Ring, den Smeagol ihm unbedingt abnehmen will. Es kommt zum Kampf, den Smeagol gewinnt, indem er seinen Bruder tötet. Smeagol wird nun verflucht durch den Ring und flüchtet sich schließlich in die Misty Mountains, wo etliche Jahre später Bilbo den Ring finden wird.
Der Film ist wieder einmal aufgeteilt in die Handlungsstränge um Sam und Frodo, die nach Mordor zum Schicksalsberg ziehen und um Aragorn, Gandalf, Legolas und Gimli, die für Mittelerde in die Schlacht ziehen. Gollum führt die beiden Hobbits geradewegs Richtung Kankras Lauer, um die beiden Hobbits an Kankra (eine Riesenspinne) zu verfüttern und sich dann den Ring zu schnappen. Außerdem intrigiert er gegen Sam, bis Frodos Misstrauern so angewachsen ist, dass er Sam nach Hause schickt. Anschließend tappt Frodo in Gollums Falle und wird von Kankra überwältigt. Doch glücklicherweise eilt Sam zu Hilfe und befreit Frodo, um ihn zum Schicksalsberg zu begleiten.
Zeitgleich macht sich Rohan bereit für die große Schlacht um Minas Tirith. Pippin hat Sarumans Palantir gefunden und kann ihm nicht widerstehen. Als er in ihn hineinblickt, kann er mit Sauron kommunizieren, sodass Sauron nun Pippin für den Ringträger hält. Gandalf reitet mit Pippin nach Minas Tirith, um Denethor, den Statthalter von Minas Tirith, auf den Kampf vorzubereiten. Doch dieser ist verrückt geworden und will seinen eigenen Sohn Faramir opfern.
Schließlich kommt es zur Schlacht und zwischendurch gibt es immer wieder Einblicke in Frodos und Sams Weg nach Mordor.
** Cast and Crew
Regie: Peter Jackson
Darsteller: Elijah Wood, Ian McKellen, Viggo Mortensen
Verleih: Warner Bros. Filmverleih
Genre: Action
Land/Jahr: USA/Neuseeland 2003
Länge: 201 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
** Veränderungen gegenüber dem Buch
Wie auch schon im zweiten Teil, so sind kleinere Dinge gegenüber der Buchvorlage verändert worden. Einige Änderungen habe ich nicht verstanden, weil sie keine Zeitersparnis bringen, andere waren wahrscheinlich nötig. Zum einen schickt Frodo Sam auf den Stufen nach Mordor zurück, weil Gollum ihn so misstrauisch gemacht hat, dass er Sam nicht mehr vertrauen kann. Soweit ich mich erinnern kann, ist dies nie in der Buchvorlage geschehen. Eine andere Sache ist auch Merrys und Pippins Körpergröße, denn in der Special Extended Edition der zwei Türme war zu sehen, wie sie den Enttrunk zu sich genommen haben und dadurch größer wurden. Am Filmende sind sie aber lediglich genauso groß wie auch Frodo und Sam. Eine Stelle aus dem Buch, die ich im Film sehr vermisst habe, ist die Situation am schwarzen Tor, wo Gandalf, Aragorn und Co. auf den Statthalter von Mordor treffen, der ihnen das Mithril-Hemd von Frodo vor die Füße wirft. Diese geniale und spannende Stelle fehlt leider vollkommen, auch am Ende ist nichts davon zu bemerken, dass das Auenland von Orks verwüstet wurde, wie Frodo es ja auch schon in Galadriels Spiegel gesehen hat. Ebenfalls fehlte die Geschichte zwischen Eowyn und Faramir, die sich in Minas Tirith kennen- und liebenlernen. Ich denke, einige Dinge werden sich wahrscheinlich auch in der verlängerten Filmfassung wiederfinden.
** Spezialeffekte
Die Spezialeffekte sind im dritten Teil der Trilogie ebenso grandios gelungen wie auch schon in den ersten beiden Filmen. Die Schlacht um Minas Tirith ist atemberaubend und auch die Armee der Toten war sehr beeindruckend, denn sie sieht ähnlich aus wie die Nazgul (also geisterhaft), was ich auch passend finde, da es sich ebenfalls um tote Menschen handelt. Hier hat die Filmcrew wiederum erstklassige Arbeit geleistet. In der Schlacht kämpfen erstmals auch Höhlentrolle und Oliphanten mit, die mit großartigem Geschütz auffahren und die kleinen Menschen auslöschen wollen. Hier sitzt der Zuschauer mitunter staunend im Publikum. In der einen Szene besiegt Legolas alleine einen Oliphanten mitsamt seinen Soldaten, das gab im Kinosaal lauten Applaus, auch wenn die Szene doch etwas unlogisch anmutet. Die Schlacht wird immer wieder durch kleine Ausschnitte unterbrochen, die Sam und Frodo zeigen, außerdem gibt es trotz der Panik und des Chaos immer wieder kleine Momente der Ruhe, z.B. wenn Eowyn sich auf dem Schlachtfeld von ihrem sterbenden Onkel verabschiedet, das macht diese Szenen noch dramatischer. Auch zwischendurch werden die eigentlichen Schlachtgeräusche sehr unterdrückt, während der Soundtrack in den Vordergrund tritt und das Filmgeschehen untermalt.
** Die Schauspieler
Unter den Schauspielern sind einige Leute besonders hervorzuheben, so z.B. Sam, der treue Diener und Gärtner seines Herrn Frodo. Sam sieht man in einem Wechselbad der Gefühle, denn er kämpft um Frodos Vertrauen und muss dabei seine wachsende Wut gegenüber Gollum unterdrücken, dessen wahre Absichten er bereits durchschaut hat. Als Frodo ihn schließlich zurückschickt, bricht Sam in Tränen aus und ist am Rande der Verzweiflung. Diese Momente sind wirklich ergreifend und sehr überzeugend gespielt. Allerdings gibt es auch starke Momente von Sam, wie er z.B. alleine gegen Kankra kämpft, um Frodo zu retten. Sean Astin zeigt viele Facetten, die er sämtlich überzeugend rüberbringt. Im Laufe der Trilogie gewinnt die Rolle des Sam immer mehr an Charakter. Während er im ersten Teil noch etwas blass geblieben ist, konnte er spätestens bei der Rückkehr des Königs seine wahre Stärke zeigen.
Auch Viggo Mortensen als Aragorn darf nicht unerwähnt bleiben, denn immerhin ist dieser dritte Teil ihm gewidmet, da er der zurückkehrende König ist. Zu Beginn der Trilogie war er der Ranger, der sein Erbe verleugnet hat und der lieber in Freiheit leben wollte, doch wird er schnell zu einer tragenden Figur des Herrn der Ringe. Im dritten Teil nun legt er den Ranger in sich ab und wird zum König. Dies spiegelt sich auch überzeugend in seinem Verhalten wider. Beeindruckend ist z.B. seine Rede an seine Untertanen beim Angriff auf das schwarze Tor. Viggo Mortensen spielt seine Rolle königlich und anmutig, Aragorn ist wahrscheinlich neben Legolas der absolute Frauenliebling der Trilogie.
Orlando Bloom (Legolas) und John Rhys-Davies (Gimli) spielen nur noch Nebenrollen im dritten Teil der Trilogie. Gimli ist wieder einmal für einige Lacher gut, während Orlando Bloom ein weiteres Mal den eleganten, mutigen und starken Elb spielt. Christopher Lee (Saruman) ist völlig aus dem Film herausgeschnitten worden, leider ist von ihm nichts mehr zu sehen. Elijah Wood als Frodo ist fast noch der schwächste der Hobbits, meist habe ich den Eindruck, dass es seine einzige Aufgabe ist, schwach und kindlich auszusehen, er wirkt alleine durch seine großen unschuldigen und traurigen Augen, die sein ganzes Gesicht beherrschen, aber er fällt nicht sonderlich durch großartige schauspielerische Leistungen auf.
Im Herrn der Ringe merkt man durchweg, dass auch alle Nebenrollen mit Bedacht besetzt sind, denn selbst kleinere Figuren passen meist haargenau in ihre Rolle hinein. So haben z.B. Boromir, Faramir, Eowyn und Eomer keine großen Rollen, doch überzeugen sie doch vollkommen.
** Meine Meinung
Wahrscheinlich hat man es aus dem bisherigen Bericht bereits herausgelesen: Ich bin begeistert von diesem Film! Es ist wirklich großartig, mit welcher Liebe zum Detail, Peter Jackson diese Trilogie verfilmt hat. Sämtliche Waffen und Kostüme wirken lebensecht, sodass man als Kinozuschauer in eine völlig andere Welt abtauchen kann. Auch der Soundtrack von Howard Shore fügt sich wieder brilliant in den Film ein und umfasst dieses Mal auch je ein Lied von Pippin und von Aragorn. Oft unterstreicht die Musik den Film nur ganz unauffällig, manchmal drängt sich die Musik aber auch bewusst in den Vordergrund, wie z.B. in der Schlacht, wenn die Kriegsgeräusche in den Hintergrund treten.
Die Schlacht um Minas Tirith ist einfach nur fulminant, aber auch die düstere Atmosphäre von Mordor ergreift den Zuschauer. Als die Rohirrim in die Schlacht um Minas Tirith reiten und ihren Schlachtruf ausstoßen, ging mir dieses Geräusch durch Mark und Bein und hat mir die Tränen in die Augen getrieben. Im Prinzip ist in diesem Film für jeden etwas dabei: Es gibt jede Menge Action, Spezialeffekte, einige Lacher (meistens von Seiten Gimlis), persönliche Schicksale und Freundschaftskonflikte (Frodo und Sam) und auch die bereits bekannte Liebesgeschichte zwischen Aragorn und Arwen, die aber den meisten echten Tolkien-Fans nur noch auf die Nerven geht, weil die Rolle der Arwen viel zu stark gewichtet wurde.
Es gibt im Prinzip nur wenig Kritikpunkte, denn das Buch wurde nahezu perfekt verfilmt. Ich verstehe nur nicht, wieso das Buch an Stellen verändert wurde, die nicht zum Kürzen des Filmes nötig waren, sondern die für mich völlig unverständlich sind. Wieso schickt Frodo Sam zurück ins Auenland, weil er ihm nicht mehr vertraut? Das spart keine Zeit und ist unnötig. Und wieso wird die Liebesgeschichte zwischen Aragorn und Arwen so aufgebauscht, während die zwischen Faramir und Eowyn komplett rausgeschnitten wird? Wieso lässt man eine so geniale Stelle weg wie die mit dem Statthalter von Mordor? Wieso erkennt Merry sofort die mitkämpfende Eowyn?
Selbst der Abspann ist eine Erwähnung wert, denn er ist ähnlich gestaltet wie das Menü der DVDs zu den ersten beiden Filmen. Er sieht aus wie alte Buchseiten und zu Anfang des Abspanns ist jeder Hauptdarsteller in Form einer Zeichnung mitsamt Rollenname zu sehen, selbst Boromir wurde dabei nicht vergessen. Auch im weiteren Verlauf des Abspanns sind immer wieder Zeichnungen passend zum Herrn der Ringe zu sehen. Untermalt wird der Abspann von einem von Annie Lennox gesungenen Song.
** Englische Originalfassung
Ein paar Worte möchte ich noch zu der englischen Originalfassung des Filmes verlieren, da ich den Film nicht auf Deutsch gesehen habe. Die ersten beiden Filme habe ich jeweils einmal auf Deutsch gesehen und war jedenfalls enttäuscht von manchen Synchronstimmen. Am negativsten ist mir dabei Aragorn aufgefallen, der im Original eine wunderschöne Stimme mit einem tollen Akzent hat. Bis auf Gimli sind sämtliche Darsteller hervorragend zu verstehen, sodass sich auch Leute in die Originalfassung trauen können, die sonst nicht alles verstehen. Gimli nuschelt manchmal ein wenig in seinen Bart hinein, aber das tut dem Filmgenuss keinen Abbruch. Ich persönlich finde, dass die englischen Namen einen viel schöneren Klang haben, was den Film noch sehens- und hörenswerter macht, weswegen ich den Film gar nicht mehr auf Deutsch sehen will.
** Fazit
Insgesamt kann es nur voll 5 Sterne und eine Empfehlung für den Film geben, allerdings sollte man zunächst die ersten beiden Filme gesehen haben, sonst lohnt sich der Kinobesuch nicht. Alle Film- und Fantasyfans werden hier sicherlich voll auf ihre Kosten kommen, denn die Trilogie um denn Herrn der Ringe gehört meiner Meinung nach zu den genialsten Filmen, die bislang gedreht wurden.
Lasst euch verzaubern vom Herrn der Ringe! weiterlesen schließen -
-
RING FREI... Die dritte Runde!
19.01.2005, 16:45 Uhr von
ZordanBodiak
I'm just a dreamer... But you're just a dream.... carpe diem - JENSPro:
Trotz Abwandlungen eine gute Umsetzung der Romanvorlage... Auf visueller Seite atemberaubend... Ian McKellen ist und bleibt ein Naturereignis sondergleichen... Die restliche Cast ist auch nicht ohne... Einfach GROSS...
Kontra:
Irgendwie ist man trotz alledem etwas enttäuscht... Ob es am definitiven Abschluss der Trilogie liegen mag???
Empfehlung:
Ja
Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden,
Ins Dunkle zu treiben und ewig zu binden
Im Lande Mordor, wo die Schatten drohn.
Ein erneutes Jahr ist dahingestrichen. Ein Jahr, das mit kleinen unbedeutenden Kinoproduktionen überbrückt werden musste - und nun endlich seinen Höhepunkt gefunden hat. "The lord of the rings: The return of the king" [zu deutsch: "Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs"] sollte seinen weltweiten Kinostart am 17. Dezember 2003 erleben. Ein Ereignis, das nicht nur in Fan-Kreisen für großes Aufsehen sorgte. Bei der Weltpremiere in Wellington feierten knapp einhundertfünfundzwanzigtausend Fans eine Parade, die sich durch die neuseeländische Hauptstadt zog. Und auch die zahlreichen offiziellen Premieren-Vorstellungen sollten schneller ausverkauft sein als man "Hobbit" sagen kann.
Kurz gesagt ein filmisches Phänomen, das seinesgleichen sucht! Ob aber die hochgesteckten Erwartungen nach den beiden äußerst gelungenen Vorgängerfilmen erfüllt werden könnten? Würde man erneut derartig tief in die ferne Welt Mittelerdes entschwinden können? Würde man sich erneut kein freudestrahlendes Lächeln verkneifen können, wenn Ian McKellen als Gandalf nur mit der Augenbraue zuckt? Und würden die finalen Schlachten wahrlich den atemberaubenden Kampf um Helms Klamm in "the two towers / die zwei Türme" überbieten können? Die ersten Bilder des Trailers versprachen einiges - doch wie oft haben schon die ersten Bilder falsche Erwartungen geweckt...
Ein knapper Rückblick auf die vorhergegangenen Runden
Um nicht den geneigten Leser, für den "Lord of the rings" Neuland ist, wie in der filmischen Vorlage gänzlich ohne Rückblick der Geschichte im Regen stehen zu lassen, sei gesagt, dass Mittelerde ein phantastischer Kontinent ist, der ungefähr dem weltlichen Mittelalter entspricht. Frodo, ein Hobbit, bekommt von seinem Onkel einen Ring vermacht, der eine große Gefahr in sich birgt: Sauron, der dunkle Herrscher, benötigt diesen Ring um seine Macht zu vervollständigen und Mittelerde gänzlich unterjochen zu können. Einziger Ausweg aus dieser misslichen Lage ist, dass der Ring im Schicksalsberg - dem Ort seiner Herstellung - zerstört wird.
So machen sich vier Hobbits [Frodo, Sam, Merry und Pippin], ein menschlicher Magier [Gandalf], ein Elb [Legolas], ein Zwerg [Gimli] und zwei menschliche Krieger [Boromir und Aragorn] nach einer Besprechung der "Guten" auf den Weg die gefahrvolle Aufgabe zu bewältigen. Ihre Reise ist lang und wird von Schicksalsschlägen überschattet. Boromir verstirbt, die Gruppe der Gefährten wird gespalten, ehemalige Freunde entpuppen sich als Verräter und Sauron startet langsam seinen Angriff auf die letzten menschlichen Bastionen. Während nun Frodo und Sam sich auf dem Weg ins ferne Mordor befinden - angeführt von Gollum, dem ehemaligen Besitzer des Ringes, der vehement hofft seinen "Schatz" wieder zu erlangen -, versuchen die anderen Verbündeten tatkräftig die verbleibenden Menschen in ihren Schlachten gegen Sauron zu unterstützen...
Der Inhalt - Die Geschichte geht in die dritte Runde
Frodo und Sam kommen dem dunklen Reiche Saurons immer näher. Die Strapazen der Reise nagen immer mehr an den beiden Hobbits. Unterstützt wird diese schwierige Lage durch ihren Führer Gollum, der düstere Pläne hegt. Immer wieder spricht er von "ihr", die ihm helfen soll seinen "Schatz" wieder zu erlangen. Listig und intrigant sorgt so Gollum dafür, dass die Vertrautheit zwischen den beiden Freunden langsam zerbricht. Schwerfällig kraxeln sie die Gebirge, die Mordor wie eine Festungsmauer umgeben, empor und dank der Schwächung durch die lange und beschwerliche Reise zeigen die Versuche der Gefährtentrennung erste Wirkungen - bis letztlich Frodo nach einem von Gollum angezettelten Streit Sam nach Hause schickt...
Nach der erfolgreichen Schlacht um Helms Klamm und dem Sturze Sarumans müssen sich die anderen Gefährten erneut trennen. Der neugierige Pippin konnte es nicht unterlassen und hat einen Blick in einen Palantír - ein magisches Auge Saurons - geworfen und in selbigem den bevorstehenden Angriff auf Gondor, die letzte Bastion der Menschen vor den Toren Mordors, erkennen können.
So bricht Gandalf mit dem kleinen Hobbit im Schlepptau zu einem Ritt nach Gondor auf. Die Warnung Denethors, dem Truchsess von Gondor, soll noch vor den ersten Schritten Saurons erfolgen. Doch Denethor ist nach dem Tode seines Sohnes Boromir verbittert, glaubt nicht mehr an einen möglichen Sieg im Kriege gegen Mordor. Als dann auch noch Faramir - sein anderer Sohn - mit Osgiliath einen entscheidenden Stützpunkt gegen die feindliche Übermacht verliert, scheint das Schicksal der Menschen besiegelt.
Die einzige Hoffnung wurzelt in der Reiterschaft der Rohirrim, doch deren König Théoden will aufgrund vergangener Streitigkeiten jegliche Hilfe versagen. Ob Aragorn und seine verbleibenden Gefährten den Throninhaber umstimmen können? Und wird Frodo noch die Kraft aufbringen können den Ring in die Flammen des Schicksalsberges zu zerstören? Derzeit scheint eine rosige Zukunft der Menschen zumindest äußerst unwahrscheinlich zu sein...
Die Inzenierung - Träume werden wahr
Man befindet sich im GESCHICHTLICHEN Finale einer Trilogie, in dem der Untergang der Menschheit entschieden werden muss. So sollte es nicht verwundern, dass ein Großteil der Spielzeit von zweihundert Minuten für die atemberaubende Inszenierung von Schlachten verbraucht wird. Die entscheidenden Charakter konnte man schon in den vergangenen sieben Stunden Filmmaterial äußerst gelungen darstellen, so dass man sich nicht den Umstand machen muss und selbige Entwicklungen erneut darbieten muss. So verliert Peter Jackson keine Zeit und prescht in seinem neusten Werke ohne jegliche Rückblicke los.
Sicher, in einem Mammutwerk wie "the lord of the rings" verkommen auch in den entscheidenden Stunden die Figuren nicht zu seelenlosen Schablone. Immer noch erfahren einige von ihnen entscheidende Entwicklungen, die ihr Wichtigkeit und ihr Ansehen in der Gesamtbetrachtung verändern werden. Dank dieser dezenten Charakterentwicklungen kann sich "the return of the king" glücklicherweise nicht zu einem seelenlosen Schlachtengemälde entwickeln, das gänzlich seine Figuren vernachlässigt, sondern hinterlässt beim Betrachter einen äußerst stimmigen Eindruck.
So bietet die Beziehung zwischen Sam und Frodo - dank der Einwirkung des intriganten Gollums - großen Spielraum für charakterliche Veränderungen: Während der treuergebene Sam [der immer noch "Herr Frodo" sagt] versucht, seinem Herren zu verdeutlichen, dass Gollum sie in einen Hinterhalt locken wird, zweifelt Frodo immer mehr an der Loyalität seines Gefährten. Der Ringträger leidet unter den Strapazen und erkennt nicht die offensichtlichen Listen Gollums. Zwar weicht Frodo im Verlauf des Filmes nicht von seiner eigentlichen charakterlichen Gewohnheit ab, aber in Bezug auf Sam ereignen sich wichtige Veränderungen und Weiterentwicklungen. Er wächst über sein eigentlich gewöhnliches Hobbit-Gemüt heraus, gibt sich für seinen Herren nahezu gänzlich auf und wird so zur vermutlich wichtigsten Figur in der gesamten Handlung.
Ebenso interessant ein Zwist, der sich eigentlich zwischen Nebenfiguren entwickelt: Denethor ist nach dem Verlust seines geliebten Sohnes Boromir verzweifelt, entgegnet gar gegenüber seinem anderen Spross Faramir, dass er es lieber gesehen hätte, wenn dieser gestorben wäre. In der folgenden Niedergeschlagenheit versucht Faramir mittels eines Himmelfahrtkommandos die Liebe seines Vaters zurückzugewinnen. Ein Konflikt, der einer klassischen Tragödie entsprungen sein könnte und trotz aller Klischees äußerst gelungen zum Gesamtbild passt. Sicherlich auch für das Gelingen äußerst zuträglich: Die imposante Bebilderung des Himmelfahrtkommandos - dazu aber später mehr.
Dass aber gerade im Finale der Filmreihe die minimalen Frauenrollen ihre stärksten Momente erhalten sollten, verwundert zunächst. Bisher erschienen die Filme als purste Phantasie einer männlich dominierten Welt, in der Frauen nahezu keine Bedeutung haben. Arwen konnte zwar schon mit ihren Reitkünsten Frodo in "the fellowship of the ring / die Gefährten" vor den Ringgeistern retten und Éowyn konnte in "the two towers" ihr Kampfeslust anklingen lassen - wirklich große Momente gab es trotz alledem nicht und auch die ersten Minuten des dritten Teiles bestätigen die Erwartungen: Arwen soll auf Verlangen ihres Vaters in die ewigen Lande übschiffen. Éowyn hingegen soll zwar nach dem Ableben ihres Onkels Théoden den Thron Rohans besteigen - bis zu diesem Zeitpunkt soll sie aber den Schlachtfeldern fernbleiben. Doch die beiden Figuren emanzipieren sich von der Männerwelt, widersetzen sich ihren Bestimmungen.
SPOILER
Zwar verbleibt Arwen als einfaches Beiwerk, deren einzige Aufgabe scheinbar nur noch die Hochzeit mit Aragorn ist, aber Éowyn wird wahrlich zur großen Kämpferin. Kann dank ihrer Weiblichkeit als einzigen den Hexenkönig - den obersten Nazgûl - besiegen. Zwar wird hierbei die Emanzipation durch Éowyns kurzen "Dialog" mit dem Hexenkönig etwas zu dick aufgetragen - aber irgendwie kann man diesem filmischen Moment eine gewisse Faszination nicht absprechen
SPOILER-ENDE
Mittlerweile konnten sich die Liebhaber der Bücher sicher sein, dass auf der VISUELLEN SEITE die Mannen um die Hobbit-Inkarnation Peter Jackson ganze Arbeit leisten würden. Hatte man bisher nur in Rückblicken und Visionen einen Blick auf das düstere Mordor werfen können, müssen nun Frodo und Sam in das finstere Land begleitet werden. Beherrscht wird die karge Gegend von Saurons emporragender Festung Barad-Dûr und dem feurigen Schicksalsberg. Immerzu wird Mordor von dem flammenden Auge Saurons, das auf der "Spitze" Barad-Dûrs "steht", überwacht. Düster, ungemütlich, bedrohlich - so wie man sich das schlimmste Feindesland in seinen Phantasien vorstellt.
Doch nicht nur die dunklen Gefilde Mittelerdes wurden atemberaubend in Szene gesetzt, so sticht vor allem die letzte große Menschenfeste Minas Tirith aus der Szenerie hervor. In das Gebirge "eingearbeitet" ragt sie in die Höhe. Bestehend aus sieben Festungsringen ist sie die letzte Bastion der Menschen, sollte sie fallen, würde Sauron die verbleibenden Länder Mittelerdes im Sturm erobern können. In akribischer Kleinstarbeit wurde dieses Monument erschaffen. Die dicken Mauern der jeweiligen Festungsmauern, kleine Straßenzüge, die Tage Gondors waren vor dem Ringkrieg offensichtlich äußerst rosig.
Und all diese hervorragend arrangierten Kulissen werden von der agilen KAMERA Andrew Lesnies [Oscar für "the fellowship of the ring"] perfekt eingefangen. Schwelgerisch verweilt er in den harmonischen Panoramaaufnahmen, bietet "ruhende" Bilder in den wenigen erholsamen Szenen und entfacht bei den zahllosen Schlachten ein wahres Feuerwerk, das herrlich vom schnell-rasanten Schnitt Annie Collins' und Jamie Selkirks unterstützt wird.
Und auch einer der am schönsten bebilderte Momente wurde für das Finale gefilmt: Nachdem Pippin einen Berg nahe Minas Tirith empor gekraxelt ist und ein Leuchtfeuer entzünden konnte, "rast" die Kamera über schneebedeckte Gipfel bis hin zum entfernten Rohan. Immer wieder sieht man wie kleine Feuer entzündet werden, die das Hilfebitten Gondors weiterleiten. Wahrlich schwelgerisch wie hier die phantastische Naturkulisse eingefangen wird. Eigentlich sollte man derartig grandiose Panoramaaufnahmen schon von den Vorgängerfilmen gewöhnt sein - aber scheinbar kann man sich an der Landschaft Mittelerdes niemals satt sehen.
Und natürlich wieder ein Schmaus für die Lauscher: Die MUSIKALISCHE UNTERMALUNG des epochalen Orchesters unterstützt die Szenen grandios. Howard Shore greift auf einige schon bekannte Themen der Vorgängerfilme zurück, variiert selbige und fügt neue Melodien hinzu. Ohrenbetäubend werden so die Schlachten zu einem Fest für die Ohren. Einziger Wehrmutstropfen verbleibt der schwächere Titelsong "into the west" von Annie Lennox - der nicht wirklich den Weg in das Ohr des Zuschauers finden will und schnell wieder in Vergessenheit gerät.
Vielleicht drängt sich Shore mit seinen Kompositionen in dem ein oder anderen Moment zu sehr in den Vordergrund - und versucht zu aufdringlich die Emotionen des Zuschauers zu dirigieren -, dies stört aber bei einem pathetischen Heldenepos wie "the lord of the rings" nur in einem äußerst geringfügigen Maße und wird durch zwei äußerst gelungene Gesangseinlagen der Schauspieler gekonnt in Vergessenheit gedrängt: Während Aragorn [ohne zu viel zu verraten] bei seiner Krönungszeremonie ein Liedchen anstimmt, ist es vor allem Pippins Gesang, der einen der stimmigsten Momente der Trilogie einleitet: Zur Erheiterung Denethors soll der Hobbit ein Liedchen singen - zeitgleich startet Faramir seinen Kamikaze-Angriff auf die Ork-Armee. Das folgende Kreischen der Orks und das Klirren der Waffen wird magisch untermalt von Pippins klagenden Gesang. Immer wieder wird zwischen den Schauplätzen hin- und hergeschnitten. Eine göttlich inszenierte Szene. Besser kann man einen aussichtslosen Angriff nicht "vertonen".
Peter Jackson - Der Mann mit den Fäden in den Händen
Peter Jackson darf sich nun wohl "von" schreiben. Mit unvergleichlicher Leidenschaft hat er in einem siebenjährigen Marathon die wohl gelungenste Trilogie der Filmgeschichte auf die Beine gestellt. Konnte gar die Masse der Bücherliebhaber von seinem Schaffen überzeugen. Und so wird dem Betrachter mit "the return of the king" erneut eine Meisterleistung von dem dickbäuchigen Neuseeländer vorgesetzt. Dass er mit dieser Leistung endgültig in den Filmolymp einziehen konnte, soll nicht verwundern. Selten zuvor konnte man ein Projekt auf der Leinwand begutachten, das mit derartig viel akribischer Kleinstarbeit verwirklicht worden ist. Jackson als (scheinbar) versessener Fan der Buchvorlage wollte alles perfekt gestalten - und ist bei diesem Unternehmen nur selten gescheitert. Dass hin und wieder seine filmische Vergangenheit im blutigen Splatter-Genre [erinnerte einer der Orks nicht frappierend an den Oberaußerirdischen aus seinem Debütwerk "Bad Taste"?] durchschimmert soll da nicht stören.
Erstaunlich - wenn man die Vergangenheit Jacksons bedenkt - ist jedoch, dass sich die wahre Brutalität der Filmreihe immerzu im Kopf des Zuschauers abgespielt hat. Sicher, zahllose Kämpfer treten in die Welt der Toten über und hier und da wird einem Opponenten auch mal ein Körperteil abgetrennt. Jedoch sieht man in diesen Szenen zu keinem Zeitpunkt Blut spritzen. In der Gesamtbetrachtung sicherlich erstaunlich - aber so wird der "the lord of the rings"-Trilogie einen leicht unrealen Charakter verliehen, der mit einem (wirklich) stark zugedrückten Auge noch eine FSK-12 honoriert werden kann.
Die Hauptdarsteller - Die Gefährten
Es fällt schwer die Leistungen der Darsteller richtig zu bewerten, als Freund der vorherigen Filme ist man mit den Gesichtern der Akteure vertraut, kann sich keinen anderen Schauspieler mehr in dieser Rolle vorstellen. Über kleinere qualitative Mängel sieht man nach diesem gelungenen Gewöhnungsprozess sicherlich leicht hinweg. Doch auch mit kritischem Auge betrachtet, kann man erneut feststellen, dass das gesamte Ensemble gänzlich überzeugend aufspielt.
Zwar weiß Elijah Wood (FRODO) erneut nur mit einem schwachen, ausgelasteten Blick in die Kamera zu gucken - dieser verdeutlich aber gänzlich die auf ihm lastende Bürde. Und dank des intensiven Spiels Sean Astins (SAM) kann das Agieren Woods noch aufgewertet werden. Die beiden harmonieren auf ihrer Reise gänzlich und ergänzen sich hervorragend. Während der Ringträger zumeist seine Emotionen verloren zu haben scheint, ist die Mimik seines Dieners immerzu aussagekräftig und gefühlsbetont.
Ebenso die beste freundschaftliche Harmonie verkörpern die beiden anderen Hobbits Dominic Monaghan (MERRY) und Billy Boyd (PIPPIN). Waren sie bisher nur kleine Randerscheinungen, die mit ihrer sympathischen Trotteligkeit und ihrem "jugendlichen Leichtsinn" Spaß zu bereiten wussten, können sie nun als wahre Helden in das Geschehen eingreifen. Ein Wandlungsprozess, der von der Mimik der beiden britischen Akteure gelungen umgesetzt wird. Dass Boyd und Monaghan zudem großartig harmonieren, dürfte sich wohl schon im ersten Teil der Trilogie herauskristallisiert haben - und so ist die Wiedervereinigung auf den Schlachtfeldern der Pelennor erneut eine warmherzige Szene, die perfekte Freundschaft darbietet.
Natürlich ist der Auftritt des zukünftigen Königs ARAGORN erneut äußerst glanzvoll - gänzlich seiner Bestimmung entsprechend. Schon in den Vorgängerfilmen war Viggo Mortensen eine Wucht, die die ursprünglich geplant Verpflichtung von Stuart Townsend ohne Probleme vergessen machte. Mortensen ist ein geborener Kämpfer, zeigt aber auch seine schauspielerischen Qualitäten in den ruhigen Momenten des Filmes. Mit seiner dunklen Mähne und den nachdenklichen Blicken erkennt man seine Zweifel an seiner Bestimmung.
Dass die Spielzeit von John Rhys-Davies (GIMLI) und Orlando Bloom (LEGOLAS) erneut äußerst gering ausfällt, kann man glücklicherweise verkraften. Während man zwar die brummeligen Kommentare Gimlis vermisst, erscheint Orlando Bloom ein weiteres Mal in gewissem Maße austauschbar. Seine Mimik fällt erneut kühl und spartanisch aus, wirkliche Regungen in seinem Gesicht gibt es leider viel zu selten zu begutachten. Vielleicht kann man das auf seinen elbischen Charakter zurückführen - vielleicht aber auch auf das noch unausgegorenes Talent: Bloom ist zwar äußerst filigran im Umgang mit den Waffen, in den ruhigeren Momente droht er aber immer wieder der Schwachpunkt des Ensembles zu werden.
Ein Grund zur Freude ist die erneut länger ausfallende Spielzeit für Sir Ian McKellen. Nach GANDALFS Rückkehr von den (scheinbar) Toten ist das Agieren des geadelten Briten erneut unbeschreiblich. McKellen verkörpert mit jeder Pore die Vorstellung, die man von einem weisen Magier hat, kann mit seinem göttlichen Mienenspiel seinem Charakter erneut gekonnt Leben einhauchen. Ein kurzer Kameraschwenk auf die Augenpartie des ursprünglichen Shakespeare-Darstellers reicht gänzlich aus, um das Gefühlsleben des Magiers zu offenbaren. Ganz klar und eindeutig die Kirsche auf dem Sahnehäubchen des (nahezu) perfekt gecasteten Ensembles.
Die Nebendarsteller - Die Freunde und Feinde der Gefährten
Auf der feindlichen Seite fällt "the return of the king" leider schwach aus. Christopher Lees (Saruman) Szenen wurden ersatzlos für die Kinoversion gestrichen und die restlichen Widersacher verstecken sich unter metallenen Masken [die Ringgeister] oder imposanten Latexgebilden [die Orks].
Aber im Rahmen der Verbündeten gibt es erneut einige schauspielerische Lichtblicke zu betrachten. Dass Bernhard Hill (THÉODEN) und Miranda Otto (EOWYN) große Klasse sind, haben sie schon in ihren ersten Auftritten zeigen können. Ebenso war schon David Wenham (FARAMIR) auf der Leinwand zu begutachten. Zwar war dessen Auftreten aufgrund der knappen Rolle bisher noch nicht richtig bewertbar, der jetzige Konflikt mit John Noble (DENETHOR) ist jedoch absolut gelungen.
Unter den Teppichen sollen letztlich zwei bekannte Namen nicht fallen: Sir Ian Holm darf im Finale nochmals kurz als ergrauter und leicht seniler BILBO BEUTLIN über die Leinwand huschen und Liv Tyler agiert als ARWEN. Ungünstig, dass ihr Auftritt nur kurz und fast schon unbedeutend ausfällt - mit ihren zarten Gesichtszügen ist sie eine perfekt erwählte Elbin.
Die Tricktechnik - Und wenn Träume nicht wahr werden, muss mit Computern nachgeholfen werden
Ohne Zweifel, eine Welt wie Mittelerde kann man auch nicht mit den perfektesten Miniaturen, Masken und Kulissen verwirklichen. Hier und da muss die Rechnerleistung der Computer in die Arbeit einbezogen werden. Zwar konnte man einen überaus großen Teil der Techniken schon in den beiden Vorgängerfilmen betrachten, dies mildert ihre Perfektion aber in keinster Weise. Mittels der Special-Effects-Schmiede WETA Digital werden die Schlachten zu monumentalen Kriegsschauplätzen aufgeblasen, die monströsen Nazgûl erlernen das Fliegen, die gigantischen Olifanten stampfen über die Schlachtfelder und Zwerge und Hobbits wurden ein weiteres Mal auf die richtige mittelerdische Größe geschrumpft.
Ebenso bekannt ist die grandiose Animierung Gollums - des einzigen Hauptcharakters, der nicht im Film von einem realen Schauspieler dargeboten wird. Dank eines aufwendigen Ganzkörper-Anzuges wurden die Bewegungen Andy Serkins [der auch Gollum seine Stimme leiht] virtuell zum schizophrenen Gollum umgearbeitet. Ein Prozess, der auch nach der zweiten Sichtung zu begeistern weiß.
So verbleiben als wirkliche Neuerungen nur noch zwei Dinge: Die Animierung Kankras, eine überdimensionalen Spinne, die Jagd auf den Ringträger macht. Dieser zentrale Moment des Filmes wurden von den Computerspezialisten wahrlich brillant eingefangen. Mit gewohnter Liebe zum Detail wurden die Feinheiten einer Spinne ausgearbeitet und lassen das agile Monstrum äußerst bedrohlich mit dem Hobbit kämpfen. Und ebenso beeindruckend wurde die Visualisierung der Untotenarmee getroffen. In grünem Licht gehüllt, ziehen sie als geisterhafte Skelette durch die Gegend und [SPOILER] zerstören jegliche Gegner wie eine rasant dahinziehende Seuche. Man glaubt auf dem Schlachtfeld vor Gondor nur noch einen grünen Schwarm erkennen zu können, der innerhalb weniger "Sekunden" jegliche Bösewichte vernichtet hat. Eine atemberaubende Inszenierung, der eine gewisse Komik nicht abgesprochen werden kann. [SPOILER-ENDE]
Dass es hin und wieder kleine Schwächen in der Visualisierung gibt, soll hier nicht weiter stören. Es war schon in den Vorgängerfilmen bei genauer Betrachtung manchmal zu erkennen, dass die wiedereingefügten und minimierten Darsteller den Eindruck erweckten, dass sie über dem Boden schweben würden. Und auch der Einsatz des Blue Screens erscheint in wenigen Momenten etwas gewöhnungsbedürftig. Doch trotz dieser marginalen Mängeln ist die Computertechnik der "der Herr der Ringe"-Trilogie wohl die beste, die man bisher auf der Leinwand betrachten konnte. Und glücklicherweise wird selbige nicht zum Selbstzweck auf ein einziges Effekte-Bombardement ausgedehnt - sondern perfekt in die erzählte Geschichte eingebunden. Der nächste Oscar wird wohl auch zum dritten Mal nach Neuseeland wandern...
Der Vergleich: Drehbuch versus Romanvorlage - Waren meine Träume nicht zuvor etwas anders?
Auch im abschließenden Finale der Trilogie kann man als begeisterter Leser der Romanvorlage einige Änderungen erkennen. Doch diese Veränderungen sind dank des gelungenen Drehbuches [Fran(ces) Walsh, Philippa Boyens und Peter Jackson sind erneut die Verantwortlichen] nicht entscheidend. Man hat versucht das Bild auch für Nichtkenner der Bücher verständlich aufzubauen. Ein Unternehmen, das im dritten Teil erneut gelungen ist. Zwar scheint das Fehlen von Saruman nach der Übernahmen von Isengard äußerst befremdlich [die Szenen werden wohl in der Extended-Version wieder eingefügt], es hinterlässt für den unwissenden Zuschauer jedoch keine größere Wissenslücken. Und ebenso ist es einem unbedachten Betrachter gänzlich egal, ob nun erst im dritten Teil Kankra über die Leinwand huscht - oder wie eigentlich von Tolkien geplant im Cliffhanger-Finale des zweiten Teiles. Zwar hätte man sich als bekennender Ian McKellen-Verehrer noch gewünscht, dass der Kampf zwischen Gandalf und dem Hexenkönig auch den Weg in die Verfilmung gefunden hätte, aber mit einem reumütigen Blick und schweren Herzens kann man auf dieses Detail sicherlich verzichten - obwohl so der großartige Ian McKellen noch ein paar weitere Sekunden auf der Leinwand hätte verbringen können.
SPOILER
Dass Peter Jackson schon im Vorfeld zu erkennen gab, dass er das Ende der Romanvorlage abändern wollte, wurde von vielen Fans als Akt der Blasphemie aufgenommen. Betrachtet man hingegen im Nachhinein das Fehlen der Besetzung des Auenlands durch Saruman, erscheint es als äußerst gelungen und ebenso aussagekräftige: Die vier Helden haben den Weg zurück in ihre Heimat gefunden. Sitzen ohne Aufmerksamkeit der anderen Hobbits in einer Wirtsstube und trinken schweigend aus ihrem Humpen Bier. Eine kurze Szene, die wundervoll die Abgeschottenheit des Auenlandes in Mittelerde verdeutlich. Die Außenwelt interessiert die Hobbits nicht, ihre Heimat ist noch immer das kleine Paradies mit den kleinen grasbewachsenen "Hügelhäusern". Dass aber die vier Helden, die entscheidenden an der Rettung Mittelerdes beteiligt waren, nun ohne jegliche Auszeichnungen ihre Tage fristen müssen, ist mindesten ebenso eine Demontage der heilen Hollywood-Welt wie Tolkiens eigentliche Besetzung des Paradieses.
In keinster Weise ändert jedoch Peter Jackson die zahllosen Enden der Romanvorlage ab. Immer wieder wird ein großer Moment visualisiert, der als Schlussstrich dienen könnte, doch Jackson lässt sich Zeit, setzt noch einen weiteren "Themenkomplex" obendrauf. Vermutlich will er die von ihm mühsam erschaffene Welt nicht so schnell verlassen und schließt so geruhsam jeden Kreis der Erzählung für sich. Vielleicht mag es dem ein oder anderen so negativ aufstoßen, dass so sich der Abschied äußerst langgezogen daher kommt - hat man jedoch einmal seine Liebe für Mittelerde entdeckt, genießt man jeden dieser kleinen Momente.
SPOILER-ENDE
Fazit - This Christmas the journey ends.
Etwas Enttäuschung macht sich breit. Man verbleibt leicht unbefriedigt in seinem Kinosessel. Irgendetwas fehlt! Eine Kleinigkeit! Aber was? Erneut war die Detailverliebtheit der Macher in jeder einzelnen Einstellung zu erkennen. Es war ein Fest für die Augen die am Fels erbaute Stadt Minas Tirith zu betrachten. Erschlagend waren die langen Kamerafahrten über das Schlachtengetümmel. Beeindruckend die ausdrucksstarken Schauspieler, die erneut die Entwicklung ihrer Charaktere gut [bis göttlich] herausgearbeitet haben.
Was hinterlässt dann den schalen Beigeschmack, den man nach dem Fallen des Vorhanges verspürt? Sind es die kleinen Änderungen, die Jackson an der Romanvorlage hat vornehmen lassen? Oder die manchmal etwas schwachen Computeranimationen? Oder vielleicht nur die Tatsache, dass man als großer Liebhaber der Bücher schon das Ende kennen zu glaubt?
Man weiß es nicht genau - aber vermutlich ist es nur die wehmütige Gewissheit, dass in den nächsten Jahren nicht noch ein weiterer Teil den Weg in die Kinos finden wird. Einzige Möglichkeit Mittelerde erneut für den Kinogänger zu beleben wäre die Verfilmung des "Hobbits" - und selbige hat Peter Jackson schon in dem ein oder anderen Nebensatz in Aussicht gestellt. Erneut ein Grund zur Freude? Eine Frage, die leider noch in den Sternen steht, aber in ersten Interviews hat Sir Ian McKellen schon dezent angedeutet, dass er unter Umständen eine weitere Reise nach Mittelerde unternehmen wird. Hoffen wir nur, dass er dann nicht zu alt für die Rolle Gandalfs ist. Es wäre eine Tragödie einen anderen Schauspieler in seinem Gewand zu sehen...
Wertung: 8 ringtragende Punkte auf meiner 10er-Skala
Internet: http://www.lordoftherings.net/
PS: In der Bestenliste der internationalen Moviedatabase hat "Lord of the rings: The return of the king" einen phänomenalen Einstieg geschafft: Platz 3 nach fünf Wertungstagen! Unglaublich!
________________
Oscar-Update:
Man hätte es eigentlich nicht für möglich gehalten, aber bei der diesjährigen Oscar-Verleihung konnte Peter Jacksons Abschluss der Ring-Trilogie mit den bisherigen Rekord-Gewinnern "Ben Hur" (1960) und "Titanic" (1998) gleichziehen und 11 Goldjungen ergattern. Was aber im Gegenzug keiner der beiden Abräumer geschafft hat: "Lord of the rings: The return of the king" konnte in allen Kategorien, in denen der Film nominiert war, das Feld als strahlender Gewinner verlassen!
Vielleicht ist das unter dem Strich der ein oder andere Oscar zuviel - aber gesamtbetrachtet haben sich Jackson und sein Team die Auszeichnungen für ihre akribische Detailarbeit in den vergangenen Jahren hochverdient.
Die Auszeichnungen:
bester Film [Barrie M. Osborne, Peter Jackson und Frances Walsh]
beste Filmmusik [Howard Shore]
beste Kostüme [Ngila Dickson und Richard Taylor]
beste Kulissen [Grant Major, Dan Hennah und Alan Lee]
bestes Makeup [Richard Taylor und Peter King]
bester Regisseur [Peter Jackson]
beste Roman-Adaption [Frances Walsh, Philippa Boyens und Peter Jackson]
bester Schnitt [Jamie Selkirk]
bester Song [Annie Lennox - "Into the west"]
bester Sound [Christopher Boyes, Michael Semanick, Michael Hedges und Hammond Peek]
beste visuellen Effekte [Jim Rygiel, Joe Letteri, Randall William Cook und Alex Funke]
Die vorliegende Rezension bezieht sich auf die Kinofassung. Im Extended Cut erhält auch der finale Teil der Ringtrilogie die Höchstpunktzahl weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
-
Malde23, 07.02.2005, 19:43 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
genau so wie dieser Bericht! Weiter so mfg Malde
-
marion_b, 26.01.2005, 11:05 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
noch immer nicht einmal das Buch gelesen geschweige denn einmal in die Filme reingezappt...
-
Tom_Araya, 19.01.2005, 15:22 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
hab mich ähnlich gefühlt wie du am Ende, lag an 2 Sachen glaub ich: dem übertrieben sentimentalen Ende, das so gar nicht zu den pompösen Schlachten davor passen will. Und der Tatsache das mir Frodo diesmal nicht besonders zugesagt hat
-
awassa, 17.01.2005, 20:36 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
...ein richtig GUTER und vorallem AUSFÜHRLICHER Bericht!!! *TOP* LG Karo
-
-
Das Gelungende Ende der Triologie : Herr der Ringe
04.07.2004, 23:41 Uhr von
Makoma
Ich bin Videoprodzent und Teste liebensgern neues aus. 193 cm groß 90 Kilo schwer und sportlich.Pro:
Der beste Teil von Herr der Ringe
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Die Reise der Gefährten nähert sich ihrem Ende. Ein letztes Mal bedroht Sauron die Menschheit - sein Heer hat die Felsfestung Minas Tirith angegriffen, die Hauptstadt von Gondor. Nur ein schwächlicher Truchsess Denethor (John Noble) wacht noch über das einst mächtige Königreich, das seinen König nie dringender benötigte als jetzt. Doch bringt Aragorn (Viggo Mortensen) die Kraft auf, jene Aufgabe zu übernehmen, für die sein Schicksal ihn bestimmt hat? Während Gandalf (Ian McKellen) verzweifelt versucht, die mutlosen Kämpfer von Gondor zu motivieren, sammelt Théoden (Bernhard Hill) die Krieger von Rohan, um am Kampf teilzunehmen. Aber obwohl sie tapfer und leidenschaftlich Widerstand leisten, haben die Streitkräfte der Menschen - unter denen sich Eowyn (Miranda Otto) und Merry (Dominic Monaghan) verbergen - dem überwältigenden Ansturm der feindlichen Legionen gegen das Königreich kaum etwas entgegenzusetzen. Jeder Sieg fordert große Opfer. Trotz der starken Verluste stellen sich die Gefährten der größten Schlacht ihres Lebens - vereint durch ein einziges Ziel: Sauron muss so lange abgelenkt werden, bis Frodo (Elijah Wood) seine Mission erfüllen kann. Auf seinem Weg durch trügerisches Feindesland ist er immer mehr auf Sam (Sean Astin) und Gollum (Andy Serkis) angewiesen, während Der Ring ständig seine Treue und letztlich auch seine Ehrbarkeit auf die Probe stellt...
Vor Herr der Ringe galt der Neuseeländer Peter Jackson als gefeierter, aber vom Publikum nicht sonderlich beachteter Independent-Regisseur ("The Frighteners", "Heavenly Creatures", "Braindead"). Dann verwirklichte er seinen kühnen Plan, J. R. R. Tolkiens epochale Buch-Trilogie "Der Herr der Ringe" leinwandgerecht umzusetzen. Mit einem Budget von 330 Millionen Dollar und sämtlichen kreativen Kompetenzen ausgestattet, machte er sich in seiner neuseeländischen Heimat daran, alle drei Teile an einem Stück abzudrehen. Dieses Unternehmen hätte auch kolossal in die Hose gehen können - wie Ralph Bakshis kläglich gescheiterte Zeichentrick-Version aus dem Jahre 1978. Doch Jackson setzte seine Visionen ohne große Mühe durch und verlor nie den Überblick über das Mammut-Projekt. Für "Die Gefährten" gab es als Lohn vier Oscars, für "Die zwei Türme" immerhin noch zwei. Zudem gelten weitere Nominierungen für "Die Rückkehr des Königs" als sicher.
Was macht die Faszination des Stoffes aus? Die größte Herausforderung hat Jackson bravourös bestanden. Er konnte der ausufernden Fantasie Tolkiens adäquate Bilder auf der Leinwand gegenüberstellen, die die Millionen Fans der kultisch verehrten Romane nicht enttäuschen, sondern sogar ihre kühnsten Erwartungen übertrafen. Das spiegelte sich auch in den Einspielergebnissen wider. "Die Gefährten" sahen 11,8 Millionen Deutsche, in den USA spielte der Film 322 Millionen Dollar ein (weltweit: 890 Mio Dollar). "Die zwei Türme" brachte es auf 10,8 Millionen Besucher in Deutschland und 341 Millionen Dollar Einspiel in den USA (weltweit: 925 Mio Dollar). Durch das gehaltene Kassen-Niveau ist für "Die Rückkehr des Königs" mit ähnlichen grandiosen Werten zu rechnen. Mit 26.000 Statisten und einem Team von 2.400 Mitarbeitern ließ Peter Jackson in Neuseeland Mittelerde entstehen. Heerscharen von Kreativen unterstützten ihn bei seiner Vision. Alles sollte authentisch erscheinen. Allein 20.000 Gegenstände wurden eigens für die Filme geschaffen. 276 Drehtage standen auf dem Plan, dazu kam noch der Nachdreh für "Die zwei Türme" und "Die Rückkehr des Königs", als Jackson seine Schauspieler noch einmal in Wellington zusammentrommelte.
Mit der "Rückkehr des Königs" beschließt Jackson nun seine famose Gesamtleistung. Auf die bange Frage, ob er den Kampf um Mittelerde würdig zu Ende bringen wird, hat er die passende Antwort gegeben. "Die Rückkehr des Königs" ist der große letzte Tusch der fantastischen Filmtrilogie. Nicht ganz so gut wie der bahnbrechende "Die Gefährten", aber über dem Niveau von "Die zwei Türme". Nach einem kurzen Rückblick, der den verhängnisvollen Anfang von Smeagol/Gollum beleuchtet, bereiten sich die Protagonisten auch schon langsam auf die erste große Schlacht vor. Wobei groß eine maßlose Untertreibung ist. Der Angriff von Saurons Schergen auf Gondors Festung Minas Tirith ist das gigantischste Schlachtengemälde, das je im Kino zu sehen war und toppt den Kampf um Helms Klamm aus Teil 2 mühelos. Ein wahrer Augenöffner - um es mit den Worten von Samweis Gamdschie aus Teil 1 zu sagen - und sicherlich der atemberaubendste Schauwert der gesamten Trilogie ist die über sieben Ebenen in den Fels gebaute Festung Minas Tirith. Wenn Gandalf, der sich in "Die Rückkehr des Königs" zum großen Schlachtenführer empor schwingt, mit seinem treuen Schattenfell die engen Gassen hinaufjagt, bleibt einem kurz die Luft weg. Nicht minder berauschend sind die zwei zentralen monumentalen Schlachten, um die die restliche Handlung kreist. Neben Heerscharen von Orks und Uru-Kai bietet Peter Jackson riesige Kampfelefanten und Trolle auf.
Die Handlung konzentriert sich zunächst auf drei Ebenen. An der einen Seite führt Gandalf die Reiter von Rohan und Mannen Gondors in die Schlacht, während Frodo seine zentnerschwere Bürde des Einen Rings trägt und kaum mehr zwischen Freund (Sam) und Feind (Gollum) unterscheiden kann. An der dritten Front macht sich Aragorn als potenzieller Thronerbe Gondors mit Gimli und Legolas auf, um bei einem verfluchten Bergvolk um Unterstützung und die Einhaltung eines uralten Treueeides zu Gondor zu werben. Später reduzieren sich die Handlungsstränge auf zwei. Wie in "Die zwei Türme" nimmt sich Jackson entgegen dem sehr werkgetreuen "Die Gefährten" ein paar Freiheiten heraus, um die Dramaturgie zu stärken. Frodos Kampf mit der Riesenspinne Kankra findet bei Tolkien bereits im zweiten Teil statt, bei Jackson ist diese Sequenz ein Zwischenhöhepunkt seines Abschlussteils. Die Veränderungen dienen ausschließlich der funktionierenden Konstruktion des Films. Neben den epochalen Schlachten trägt Jackson seine Charaktere dennoch weiter, deshalb muss diese Freiheit gestattet sein, auch wenn Fans der Romane - wie Christopher Lee selbst - schwer daran zu knabbern haben werden, dass der böse Zauberer Saruman komplett aus dem Film geschnitten wurde. In der bereits feststehenden Extented Edition wird Saruman wieder auftauchen.
Viele neue Figuren tauchen in "Die Rückkehr des Königs" nicht mehr auf. Der Truchsess von Gondor, Faramirs und Boromirs Vater Denethor (solide: John Noble), hat einen grantigen Auftritt mit einem spektakulären Höhepunkt. Er war in "Die zwei Türme" nur in der Extended DVD-Edition zu sehen. Dazu rückt Mirando Otto als Eowyn viel stärker in den Mittelpunkt. Leider ist sie dieser Aufgabe nicht immer gewachsen. Die Australierin Otto bleibt in punkto Ausstrahlung und Präsenz deutlich hinter Liv Tyler als Arwen und Cate Blanchett als Galadriel zurück. Was schon in Teil 2 zu beobachten war, führt sich in Teil 3 fort: Viggo Mortensen entwickelt sich nach und nach zur Hauptfigur - schließlich ist er im Abschluss auch der Titelheld. Mortensen, der in "Die Gefährten" noch ein wenig unter der Stärke Sean Beans (als Boromir) litt, gibt eine souveräne Vorstellung. Zur Freude vieler Fans rückt Ian McKellen als Gandalf nun wieder in die erste Reihe und darf als großer Schlachtenlenker seine Kämpfer hinter sich scharen. McKellen, das schauspielerische Schwergewicht, dominiert seine Szenen nach Belieben. John Rhys-Davies, der als Gimli ein paar weniger Onliner absondern darf, tut die Reduktion gut, denn in "Die zwei Türme" übertrieb es Peter Jackson damit doch etwas. Ein Leidtragender der Geschichte ist Orlando Bloom, dessen Charakter etwas in den Hintergrund gedrängt wird. Dafür hat er später im Kampf um Minas Tirith eine spektakulär herausragende Szene. Überraschend gut entwickelt sich schauspielerisch das Dreigestirn Frodo, Sam und Smeagol/Gollum. Elijah Wood und Sean Astin bringen einige Momente beachtlicher emotionaler Tiefe auf die Leinwand, die man vor allem Astin, nicht gerade ein Ausnahmeschauspieler, kaum zugetraut hätte. Dominic Monaghan und Billy Boyd bekommen als Merry und Pippin wieder mehr Platz in der Geschichte, während sie in "Die zwei Türme" nur gehetzt wurden. Dazu erzeugt Jackson durch die stete Zuspitzung der Ereignisse und dem unmittelbar bevorstehenden Finale viel Spannung und große Emotionalität.
Technisch ist weder an der "Die Rückkehr des Königs" noch an der gesamten Trilogie etwas auszusetzen - im Gegenteil. Gigantische Sets, perfekte Spezialeffekte, überbordende Fantasie, Jackson dreht noch einmal richtig auf. In Sachen Schauwerte übertrifft "Die Rückkehr des Königs" den zweiten Teil und orientiert sich an der Gewichtsklasse von "Die Gefährten". Ein weiterer Verdienst Jacksons es auch die perfekte Manipulation des Zuschauers. Sein Kampf von Gut gegen Böse ist im Kern furchtbar martialisch. Gandalf fordert von seinen Gefolgsleuten Kampfestreue bis in den Tod. Wenn er mit seiner Armee im Kampfgebrüll die Orks brutal niederreitet, hat er die Zuschauer auf seiner Seite. Spielraum für Kompromisse gibt es bei "Herr der Ringe" nicht. Sterben oder siegen. Dementsprechend ist "Die Rückkehr des Königs" auch der finsterste Teil der Saga.
Trotz aller Trümpfe hat auch "Die Rückkehr des Königs" wie "Die zwei Türme" kleine Schwächen zu bieten. Langweilig ist der Film keine Minute, aber im Mittelteil hätte man ihm ein wenig mehr Fahrt gewünscht, doch diese kurze Phase ist schnell vorüber. Bei der Umsetzung des Endes steckte Peter Jackson gewaltig in der Zwickmühle. Er musste einen Kompromiss aus Werktreue und kinogerechter Adaption finden. Denn nachdem das Schicksal aller entschieden ist, stellt Tolkien der Geschichte einen sehr langen Epilog nach, dem Jackson natürlich gerecht werden musste. Und da er genau das macht, wirkt das Ende auch im Kino sehr lang. Von allen Figuren wird nacheinander Abschied genommen. Wenigstens gibt es noch eine wirkliche Überraschung (für Nicht-Buchkenner). Nach neuneinhalb Stunden überwältigendem Kino (DVD: ca. elf Stunden) - das uns Peter Jackson ohne jeden Zweifel gegeben hat - gilt es nun, Abschied zu nehmen von den lieb gewonnenen Charakteren. Das fällt dem Publikum ebenso schwer wie Jackson selbst, denn etwas Vergleichbares ist in nächster Zeit nicht in Sicht. weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
-
-
There and back again...
Pro:
Story | Schauspieler | Effekte
Kontra:
etwas kitschiges Ende
Empfehlung:
Ja
Am vergangenen Freitag war es auch für mich soweit, ich durfte, bzw. konnte mir den dritten und letzten Teil der Herr der Ringe Trilogie, ‚Die Rückkehr des Königs’ im Kino anschauen. Natürlich ging ich auch dieses Mal wieder mit hohen Erwartung rein und ich muss sagen, ich bin kein bisschen enttäuscht worden.
.:Allgemeine Infos:.
Die Infos rund um die Filmarbeiten usw. könnt ihr wieder meinem Bericht über den Film ‚Herr der Ringe – Die Gefährten’ entnehmen.
Da man im Prinzip die drei Teile sofort hintereinanderweg sehen kann, geht der zweite in den dritten Teil nahtlos ineinander über. Daher sollte man schon die beiden ersten Teile gesehen haben, um wirklich alles zu verstehen. Wenn ihr sie nicht gesehen habt, lest euch doch zumindest meine Berichte dazu durch ;o)
Die Regie führte auch im dritten Teil wieder Peter Jackson, der einmal mehr seine Qualitäten durchaus unter Beweis stellt. Der 210 Minuten lange Streifen handelt von der Schlacht um Minas Tirith, der Rückkehr Aragorns auf den Thron Gondors und vor allem Frodos Versuch den Ring endgültig zu zerstören. Ob dies letztendlich auch gelingen wird, verrate ich hier jetzt nicht, sonst hat es eigentlich keinen Sinn mehr, sich den Film anzusehen…
.:Story:.
Alle Gefährten (außer Frodo und Sam) ziehen gemeinsam in die finale Schlacht um Minas Tirith, welches der dunkle Herrscher Sauron nach dem Verlust Sarumans mit einer riesigen Armee überrennen will. Gandalf versucht den Truchsess (vorläufiger König, aber nicht rechtmäßiger) von Gondor, Denethor beizubringen, dass sich Minas Tirith in sehr großer Gefahr befindet und er seine Armeen dorthin zu befehligen. Doch Denethor hat lediglich im Sinne, seine Macht nicht zur verlieren und schickt so leichtsinnigerweise seinen zweiten und letzten Sohn Faramir mit einer Handvoll Leuten in die Schlacht. Natürlich haben diese keine Chance und müssen fliehen, dabei wird Faramir lebensgefährlich verletzt. Doch er würde nicht sterben. Trotzdem Bringt Denethor sich und Faramir auf einen Scheiterhaufen und will sich und ihn verbrennen. Doch Pippin schaltet einmal sein Hirn ein ;o) und alarmiert Gandalf. Dieser verhindert in letzter Sekunde den Tod Faramirs. Doch Denethor verbrennt genau in dem Moment, als er merkt, dass sein Sohn lebt. Mit der herannahenden Verstärkung vieler Menschen und Elben gelingt es schließlich sogar, die Schlacht um Minas Tirith mit großen Verlusten zu gewinnen.
Doch um Frodo und Sam ihr letztes Teilstück zu erleichtern, wollen sie das ‚Auge Mordors’ auf sich lenken und greifen mit einer relativ kleinen Armee die Grenzen von Mordor an, welches alle seine Armeen dorthin schickt. Sie werden eingekreist und werden nicht den Hauch einer Chance haben… es sei denn Frodo wurde in just diesem Moment den Ring zerstören… aber schafft er das wirklich???
Der Weg war frei für Frodo und Sam. Doch bis dahin mussten sie sich erstmal durch viele Orkhinterhälte, Fallen von Gollum und Schicksalsschlägen durchkämpfen. Und ob der Ring wirklich zerstört wird oder das ganze Unternehmen umsonst war, schaut ihr euch am besten selber an.
.:Meine Meinung:.
Peter Jackson hat es einfach geschafft. Er hat den Epos, der 50 Jahre lang als unverfilmbar galt auf grandiose Art und Weise in die Kinos gebracht. Er hat die Welt um Mittelerde und die Geschichte um den EINEN RING langsam in zwei Filmen aufgebaut, um dann mit dem dritten ein wahres Action- und Effektfeuerwerk abzubrennen. Anders kann man den dritten Teil einfach nicht beschreiben. Eine Stunde Film nur für die Schlacht um Minas Tirith sprechen denke ich für sich. Und dabei gehen die Aufnahmen bis in liebevolle Kleinarbeit wie im Buch beschrieben und trotzdem schafft es Jackson irgendwie, nicht linear nach dem Buch vorzugehen.
Alles scheint perfekt auf einander abgestimmt und genauso, wie es Tolkien in seinen Büchern beschrieben hat. Ein Zusammenspiel von tausenden von angreifenden Orks und Nazgúls, Olifanten und Katapulte, die Überreste von zerstörten Verteidigungsanlagen durch die Luft schleudern und mit voller Zerstörungskraft in den Mauern einschlagen, Menschen die irgendwie versuchen, sich zu verstecken, zu schützen oder Widerstand zu leisten, das alles trägt zu der meiner Meinung nach besten Szene der gesamten Verfilmung bei. Auch der witzige Wettkampf zwischen Legolas und Gimli kommt hier wieder toll zur Geltung, jedoch nicht so albern und unpassend, wie noch im zweiten Teil. Lediglich ein einziges Mal wird ein Witz gemacht, aber der passt dann auch perfekt. Als Legolas alleine einen der riesigen Olifanten besiegt und dann gekonnt schwungvoll und als hätte er nie etwas anderes gemacht, wieder auf sicherem Boden landet, schauen sich er und Gimli kurz an und Gimli meint nur trocken: ‚Der zählt trotzdem nur als einer!’. Gut jetzt im Nachhinein, als ich diese Zeilen schreibe, kommt es mir auch nicht mehr besonders witzig vor, aber das ganze Kino hat gelacht… Man muss es einfach gesehen haben!
Wenn ich schon dabei bin, die Schlachtszene so ausführlich zu beschreiben, will ich auch gleich mal auf die Alterfreigabe von 12 Jahren zu sprechen kommen. Teilweise wirken die Szenen auf mich schon ziemlich brutal und teilweise schon makaber und mit ein bisschen schwarzem Humor. Es wundert mich da vor allem in der heutigen Zeit, da so viel über Jugendschutz und Gewalt in Medien diskutiert wird doch schon sehr, dass so etwas dann durchkommt. Aber nagut, die ‚FSKler’ werden sich etwas dabei gedacht haben und ich kann mich ja eigentlich auch freuen, dass er nicht ab 16 ist ;o)
Die musikalische Untermalung des Streifens ist wieder ähnlich melodisch und ruhig, wie in den ersten Teilen, manchmal aber hat man schon das Gefühl im falschen Film zu sitzen. Dieses Mal haben sich die Mannen um Howard Shore anscheinend nicht soviel einfallen lassen, man hört teilweise schon deutlich Songs aus Teil 1 heraus.
.:Fazit:.
Der Film bewirkt genau das, was er nach Jacksons Vorstellungen bewirken sollte, er übertrifft die ersten beiden Teile bei weitem, knüpft nahtlos und perfekt an die Vorgänger an und strotzt nur so von Spezialeffekten. Mehr als dreimal so viele, wie noch im ersten Teil wurden eingesetzt, dennoch kommt es einem weder übertrieben noch zu wenig vor, es passt halt einfach alles perfekt. Lediglich das Ende ist mir persönlich etwas kitschig und trifft genau auf die Vorstellungen von guten Hollywood-Filmen zu. Doch darüber kann man auch hinwegsehen, da die restlichen drei Stunden des Films einfach nur begeistern.
Ein bisschen Schade finde ich’s trotzdem, dass das jährliche Warten auf den neuen Teil in den Kinos zur Weihnachtszeit nun vorbei ist
© 2oo3 nicostumpf weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
-
anonym, 24.05.2004, 18:26 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Wie Du auch liebe ich diese Trilogie - dieses Meisterwerk - Du hast einige Aspekte sehr gut rüber gebracht. Guter Bericht.
-
-
-
Ein für eine große Reihe würdiges Finale
Pro:
Story nahtlos weitergeführt, Megaspektakuläre Schlachten, Wahnsinns Special Effects
Kontra:
Schluss im Vergleich zum Buch ganz anders (also nur für Buchkenner ein echter Nachteil)
Empfehlung:
Ja
Handlung::::
Während der Schatten Mordors in Form der Ork-Massen näher zieht kehrt Aragorn als Erbe des Königs zurück.
Die Hobbits Frodo und Sam ziehen weiter Richtung Mordor, geführt von dem hinterhältigen Gollom.
Eine Schlacht mit der Riesenspinne Kankra steht an, und Aragorn zíeht zusammen mit dem Rest der Gefährten und unterstützt von der grössten Armee der Filmgeschichte in die letzte Schlacht um Mittelerde. Und während sich die Armeen des dunklen Lords versammeln, nähert sich der eine Ring in den Händen der tapferen beiden Hobbits den Feuern des Schicksalsberges.
Meinung::::
Wieder einmal kam mit dem Herrn der Ringe 3 eine Hollywood Megaproduktion zur Vorweihnachtszeit in die Kinos.Da der Zauberer Harry Potter es dieses Jahr leider nicht von Hogwarts aus in die Kinosääle geschafft hat, muss der Herr der Ringe dieses mal gleich gut genug sein, um zwei zauberhafte Buchumsetungen zu ersetzen.
Bei einem monumentalen Werk, wie es Der Herr der Ringe zweifellos ist, ist eine solche Aufgabe sicher nicht einfach zu bewältigen. Jeder hat schon einmal von dem grandiosen Werk gehört, doch nicht jeder hat es gelesen. So teilt sich, wie bei Harry Potter übrigens auch, die Welt in zwei Gruppen: die Kenner und die Nicht-Kenner. Hier lag die große Schwierigkeit. Peter Jackson musste es schaffen, ein umfangreiches Werk, das von vielen geliebt wird, so an die Leinwand zu adaptieren, dass Fans sich daran erfreuen würden, während die Nicht kenner durch ein bildgewaltiges Filmerlebnis in die Welt hineingezoge werden.
So ist es nicht verwunderlich, das man es aus den oben genannten Gründen sehr schwer beiden Gruppen recht machen kann. So kam es auch 2002: Der Herr der Ringe - Die zwei Türme faszinierte die Fans durch eine äußerst dichte Atmosphäre, die das Flair des Buches gut einfing, langweilte jedoch die Nicht-Kenner durch eine recht langatmige Erzählweise, bei der auch viele Hintergründe unklar blieben. Ähnlich erging es dem ersten Teil: Nur hier freuten sich die Nicht Kenner über eine detaillierte Vorstellung aller Charaktere, während die Kenner genau dies langweilig fanden.
Der Herr der Ringe 3 schaffte es allerdings, die epische Handlung zu einem würdigen und auch Kenner sowie Nicht Kenner zufrieden stellendem Ende zu führen. Das Erzähltempo wirkt durch die aufrecht gehaltene Spannung und viele Action recht schnell, die Ereignisse überschlagen sich teilweise, dennoch bleibt stets -auch für den Nichtkenner- der Überblick gewahrt, die zahlreichen Handlungsstränge, die noch die ersten beiden Teile durchzogen, laufen zu zwei parallel ablaufenden Handlungen zusammen und schliesslich zu einem einzigen Finale. Der Nicht-Kenner erfreut sich daran, endlich die meisten Zusammenhänge zu verstehen und der der das Buch gelesen hat, freut sich über eine detailgetreue Umsetzung.
Dennoch findet man auch beim dritten Teil einige Schwachstellen. Was den Fachmann angeht, so ist sicherlich das großzügige Auslassen gewisser Buchelemente zu monieren. Angesichts der Fülle des Films (immerhin über 200 Minuten alleine für den dritten Teil) sind gewisse Abstriche durchaus verständlich doch einiges z.B. das Ende wird Hollywood typisch zu einem Happy End getrimmt, wo es im Buch gar kein Happy end gab. Auch ist der Übergang von der finalen Schlacht zum Ende sehr knapp.
Kaum ist das Hauptgeschehen vorüber, folgt das Ende. Allerdings wirkt es im Film sehr lang und irritiert Kenner wie Nicht-Kenner gleichermaßen, gerade auch die schnulzigen Parts. Hier hätte durchaus gekürzt werden können, vor allem angesichts der Tatsache, dass einige gute Endstellen geboten werden und dann ist der Film doch noch nicht aus. So zieht sich das "Ende" etwa eine halbe Stunde hin, als hätte die Produktion sich nicht auf ein Ende einigen können, das für so einen Film gut genug ist.
Nichtsdestotrotz bleibt der dritte Teil die wohl beste Wahl für den Nicht-Kenner. Spannend und überaus unterhaltsam führt der Film geradewegs zum Ziel. So stellt sich wohl für den Nicht-Kenner folgende Lieblingsreihenfolge ein: Teil 3, dann 2 und schließlich 1. Für Fans ist die Reihenfolge wohl eher 2,3,1
ZusatzInfos:
Länge: 210 Minuten
Regie: Peter Jackson
Darsteller: Elijah Wood (Frodo), Sean Astin (Sam), Viggo Mortensen (Aragorn), Sir Ian McKellen (Gandalf), Orlando Bloom (Legolas), John Rhys-Davis (Gimli), Liv Tyler (Arwen), Bernard Hill (König Theoden), Andy Serkis (Smèagol), Miranda Otto (Eowyn), David Wenham (Faramir), etc. weiterlesen schließen -
Die letzten Seiten sind für dich...
Pro:
geballte Action mit viel Spannung geüwrzt, dazu eine prise humor und romantik und fertig ist das Meisterwerk !!
Kontra:
Es fehlen 2 Personen, am schluß fehlt was
Empfehlung:
Ja
16. Dezember 2003, 17 Uhr Ortszeit. Beginn des 1ten Teils der "Lord of the Rings" Trilogie und der "Herr der Ringe Kinonacht".
Was wohl so langsam jedem klar ist, es geht um einen Ring. Um DEN einen Ring. Der Ring sie zu knechten, sie alle zu finden, ins dunkel zu treiben und ewig zu binden. In den Feuern des Schicksalsberges geschmiedet, dient er nur einem Zweck: Dunkelheit über Mittelerde zu bringen..
- - - >Rückblick< - - -
In den ersten beiden Teilen machte sich Frodo mit insgesamt 8 Gefährten auf den Weg um den Ring der Macht zu zerstören. Einem Zwerg, einem Elb, einem Zauberer, 2 Menschen und -mit Frodo- 4 Hobbits.
Da die Gefährten den Mächtigen Zauberer Saruman im Nacken haben, sind sie gezwungen durch die Mienen von Moria zu gehen. Gimli, der Zwerg ist total aus dem Häuschen, da dort sein Vetter lebt und ihm einen deftigen Empfang bereiten würde. Doch bei der Ankunft in Moria müssen die Gefährten feststellen, dass sie keine Festlich geschmückte Miene, sondern ein Grab betreten. Die Zwerge wurden von Orks - der Höllenbrut Mordors und Isengards - buchstäblich überrannt. Wovon auch die Gefährten, durch die tolpatschigkeit Pippins, nicht verschont bleiben. Nachdem sie einen Teil der Orks besiegt haben, ziehen sie so schnell wie möglich weiter zum ende der Miene, wo urplötzlich sämtliche Orks das weite suchen. Die Gefährten kriegen es mit Gandalfs (der Zauberer) schlimmster befürchtung zu tun, einem Balrog. Einem Dämon aus einer sehr sehr alten Zeit,
bestehend aus Feuer und Schatten. Als sie sich fast sicher waren ihn besiegt zu haben, reißt der Balrog Gandalf mit in die Tiefe und die Gefährten verlieren einen wichtigen Verbündeten..
Obwohl trauer sie belastet müssen sie weiter Reisen, denn die Naszgul (die Ringgeister) schlafen nicht und suchen nach dem Ring ihres Meisters. Die Gefährten kommen in die Wälder Galadriels, eine Elbin, die auch als Herrin des Waldes bezeichnet wird. Sie besteht die Prüfung gegen den Ring und ermöglicht Frodo einen Ausblick in die Zukunft, was passiert wenn die Gemeinschaft scheitert. "Die gemeinschaft beginnt bereits sich zu zerstreuen" teilt sie Frodo mit. "Er wird versuchen dir den Ring wegzunehmen, du weisst von wem ich spreche".
Und so reisen sie Flußabwärts weiter. Mit Geschenken Galadriels und Ihrer bestimmung. Doch das gegenüberliegende Ufer ist bereits von Orks besetzt. Sie machen am anderen Ufer rast und es tritt das ein, was Galadriel vorher sieht. Boromir versucht Frodo den Ring abzunehmen. Frodo läuft vor ihm davon und weis nun, daß er seine Bürde allein tragen muß. Doch sein treuer Gärtner udn Freund Sam begleitet ihn dennoch. Währenddessen werden die 2 anderen Hobbits von den Orks gekiddnappt und Boromir stirbt, bei dem Versuch sie zu retten....
Teil 2
Die 3 Gefährten, Legolas (der Elb), Gimli (der Zwerg) und Aragorn (Mensch) jagen den Orks hinterher die Merry und pippin, die 2 Hobbits entführt haben und beschließen Frodo so zu Unterstützen, indem sie ihm den Rücken freihalten.
Auf der Suche nach den Orks treffen die 3 Gefährten auf die Reiter von Rohan. Diese erklären den 3en das sie die Orks in der Nacht getötet und die Kadaver verbrannt haben. Legolas, Gimli und Aragorn finden in dem Scheiterhaufen Merrys Gürtel und ahnen das schlimmste. Doch Aragorn findet ihre Spuren, die sie in den fangorn Wald führen. Merry & pippin sind während der Schlacht Rohan gegen Orks entkommen und in den Fangorn Wald geflüchtet, wo sie einen alten Freund wieder treffen und einen neuen kennenlernen. Baumbart der Ent, zieht mit seinen "Brüdern" und Merry und Pippin in den Krieg gegen Isengard, während Aragorn, Gimli und Legolas nach den beiden im Fangorn Wald suchen. auch sie begegnen dem alten Freund dem Merry und Pippin begegneten und wissen nun die Hobbits in Sicherheit. Die 4 machen sich auf nach Edoras um König Theoden wieder zu seiner alten stärke zu verhelfen und Grima Schlangenzunge aus der Stadt zu verjagen. Schnell wird klar, daß Isengards nächster Angriff Edoras gilt und so macht sich das Volk Edoras auf den Weg zu Helms Klamm. Ihrer Burg, die bisher noch nie eingenommen wurde. Jeder Waffenfähige Mann verteidigt die Burg gegen 100.000ende von Orks und am morgen des Fünften tages erhalten sie die erhoffte hilfe.
Frodo und Merry haben sich zwischenzeitlich mit dem geschöpf Gollum verbündet. Denn nur er vermag den beiden den Weg zu weisen. Sie begegnen Faramir, Boromirs Bruder. Dieser versucht sich ebenfalls der Macht des Ringes anzunehmen. Doch nachdem es zu einem zwischenfall in Osgiliath kommt, läßt Faramir die beiden ihren Weg fortziehen. Gollum jedoch wird langsam zum Feind der beiden und Frodo ahnt nicht was dieser im Schilde führt.
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Teil 3 Die Rückkehr des Königs
Nach der Schlacht bei Helms Klamm reiten die 4 Gefährten Aragorn, Legolas, Gimli und Gandalf der weisse nach isengard, welches sie unter Wasser vorfinden. Die Ents haben Isengard geflutet und bewachen nun den Zauberer Saruman. Merry und Pippin erfreuen sich währenddessen einer Pfeife und Pökelfleisches. Froh über das wiedersehen bemerkt niemand, daß es unter dem wasser ein wenig licht gibt. Der neugierige Pippin läuft hin und hebt eine seltsame Kugel aus dem Wasser, die Gandalf direkt an sich nimmt.
Pippin der seine neugierde nicht zügeln kann, bemächtigt sich der Kugel während Gandalf schläft und schaut direkt in das Auge Saurons...
Von dem geschreie merrys und Pippins geweckt entreißt aragorn Pippin die Kugel und wird von der gefährlichen Macht geschüttelt. Gandalf, mittlerweile auch wach, packt die Kugel wieder in Stoff ein und quetscht aus Pippin heraus, was dieser Sauron gesagt hat. Das Problem: Sauron denkt nun das Pippin der Ring träger ist. Also muß er mit Gandalf Edoras (wo sie in zwischen einen Stop eingelegt haben) verlassen. Gandalf bringt ihn nach Minas Tirith.
Zur gleichen Zeit befinden sich Sam und Frodo gefährlich nah an Mordor. Doch Gollum der den Tod der beiden Hobbits will, bringt sie zu einem anderen Pfad. Nach einer Tücke Gollums schickt Frodo Sam wieder nach Hause. Dieser, verzweifelt über das Mißtrauen in Frodo beginnt den Rückweg. Doch auf der hälfte des berges angekommen, beschleicht ihn ein verdacht. Er klettert wieder hinauf und jagdt Frodo hinterher, der von Gollum in einen hinterhalt gelockt wurde und nun von einer gefährlichen Spinne verfolgt wird. Leider ist Frodo nicht schnell genug und sie schafft es ihn zu stechen, Frodo bricht zusammen, doch in diesem Moment kommt Sam zurück. gerade noch rechtzeitig um die Spinne zu töten. Doch Frodo ist bereits durch ihr gift betäubt und Sam glaubt er sei tot. Dann bemerkt Sam das die Elbenklinge von Frodo blau leuchtet - Es sind Orks in der nähe. sam versteckt sich und läßt frodo liegen, weil er ihn so schnell nicht wegschaffen konnte.. und beim belauschen der Orks, bemerkt er seinen Fatalen fehler..
Es beginnt ein rennen gegen die Zeit. Es werden sämtliche Truppen von Mittelerde in bewegung gesetzt und diese sind nicht alle lebendig.. Doch die gefährten tun alles um Mittelerde zu retten. ..
Fazit
°°°°°
Ach ihr wollt jetz wissen wies weitergeht ?? *gg* Sag ich aber nicht denn ich habe schon viel zu viel verraten. Fakt ist aber: Die 11 Stunden Kino haben sich genauso gelohnt wie das lange warten auf Teil 3. Die Story knüpft perfekt an Teil 2 an und trotz das Figuren wie Tom Bombadil oder der Ohm fehlen ist die Story fast authentisch an das Buch angelehnt. Die Schlachten um Mittelerde sind verdammt Action geladen und Spannend und dennoch hat Peter Jackson es geschafft den Film mit Witz aufzupäppeln. Für Romantiker ist der Film auch was, allerdings kommt doch eher wenig Romantik darin vor, es ist nur eine kleine Prise ;-) aber auch kleine Dinge könnens ja bekanntlich in sich haben, was uns nicht nur Frodo beweist. Beim Ende allerdings fehlt etwas. Denn das Auenland ist im Buch beid er Heimkehr der 4 Freunde nicht ganz so friedlich. Aber nichtsdesto trotz verstehen den Film auch Leute die die Bücher nicht gelesen haben und das finde ich sehr gut. Diejenigen die die Bücher kennen werden zwar ein paar Szenen und personen vermissen, aber ich denke die Magie des Films geht dennoch nicht verloren. Ein Film nicht nur für HdR Fans sehenswert. Von mir gibts für die Umsetzung des Spektakels eine glatte 1+ !!! Ein Meisterwerk Hollywoods !
Jetzt entlasse ich euch aus der Magie des Rings (ich bin gnädig oder *g*) und wünsche euch viel Spa0ß beim Kinobesuch !
" Fassen wir zusammen: Wir ziehen in einer Schlacht, haben eine Armee die noch nicht mal halb so groß ist wie die der Orks und unser Vorhaben ist ziemlich Aussichtslos. Also worauf warten wir noch ?!"
In diesem Sinne
bussi
eure Tweeny weiterlesen schließen -
HDR 3
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
~~* Der Film *~~
Zu Beginn des Films erfahren wir, wie seinerzeit Smeagol an den Ring gelangt ist und was es mit der Aussage Gollums ?Du hast es bereits getan? aus dem zweiten Teil auf sich hat. Beim Fischen findet er zufällig den einen Ring und erwürgt daraufhin im Streit seinen Vetter. Von da an bestimmt einzig und allein sein Schatz sein Leben, welches in der erbarmungswürdigen Gestalt mündet, die wir ja bereits kennen?
Nach dem großen Sieg der Menschen und Elben bei Helms Klamm und der Vernichtung der Streitkräfte Isengards ist der Allianz gegen das Böse nur eine kurze Verweildauer gewährt, denn schon sammeln sich die Streitkräfte Mordors erneut um diesmal gegen wichtigste Feste der Menschen, die weiße Stadt Minas Tirith und damit gegen Gondor, zu ziehen.
Gondor ? seit Generationen ohne König und unter der Führung der Truchsesse ? ist jedoch viel zu schwach um der geballten Macht aus dem Osten widerstehen zu können. So kommt es denn auch, wie es kommen muss, die strategisch wichtige Position Osgiliath wird von den anstürmenden Massen einfach überrannt! Doch Denethor, der Truchsess, schätzt die Gefahr vollkommen falsch ein, so dass Gandalf nur mit einer List die Streitkräfte Rohans zur Hilfe rufen kann.
Währenddessen nähern sich Frodo und Sam unter der Führung von Smeagol/Gollum immer mehr Mordor und beginnen den Aufstieg in die Berge. Frodo, welcher unter der immer größer werdenden Last des Ringes zunehmend verwirrter und schwächer wird, verliert den Blick für seine wahren Freunde und es kommt sogar soweit, dass er Sam im Streit wegschickt, da er den Einflüsterungen Gollums Glauben schenkt, dass Sam seinen Ring begehrt. Nicht ahnend, dass Gollum ihn in eine Falle lockt, folgt er ihm alleine, nur um bald darauf dem bösartigsten Geschöpf in diesem Teil der Welt hilflos gegenüber zu stehen ? der Riesenspinne Kankra?
Währenddessen beginnt der Kampf um Minas Tirith! Denothor, vollkommen blind für die Situation, schickt seinen ungeliebten Sohn Faramir auf eine aussichtslose Mission zur Rückeroberung Osgiliaths, bei dessen Versuch Faramir schwer verwundet wird, woraufhin Denothor endgültig den Verstand verliert, da er denkt, er hätte jetzt beide Söhne verloren. Und so entscheidet er sich mitten in der größten Schlacht des dritten Zeitalters, seinem Leben ein Ende zu setzten und möchte sich und seinen Sohn verbrennen lassen.
Nur mit viel Glück gelingt es Frodo derweil Kankra zu entkommen, nur um daraufhin endlich zu erkennen, dass Smeagol ihn verraten hat. Doch nach einem kurzen Kampf taucht Kankra wieder auf und überwältigt Frodo, lähmt ihn, spinnt ihn ein? Da taucht unverhofft Sam auf und stellt sich dem aussichtslosen Kampf mit der Riesenspinne. Es gelingt ihm zwar, Kankra zu vertreiben, aber er denkt, Frodo sei tot. Plötzlich tauchen drei Orks auf, die zum einen sehen, dass Sam sich geirrt hat und zu anderen entscheiden, Frodo müsse zum Herrscher gebracht werden?
Derweil tobt die Schlacht um Minas Tirith und als die Lage mehr als verloren scheint, tauchen endlich die Reiter Rohans zur Unterstützung auf. Währenddessen sind Aragorn, Legolas und Gimli auf dem Weg in ein verfluchtes Land um dort einen uralten Eid einzufordern und die toten Recken des letzten großen Kampfes gegen Sauron zu bewegen, ihre Feigheit von einst durch Mut heute zu begleichen und die Menschen im Kampf gegen Mordor zu unterstützen?
Mit geballter Kraft stehen sich nun Gut und Böse gegenüber, doch die Entscheidung um die Zukunft Mittelerdes liegt in der Hand Frodos, welcher mitten in Mordor seinem Schicksal entgegeneilt?
So, ich denke, das reicht als kurzer Abriss des Films, ich will ja schließlich nicht alles verraten?.
~~* Meine Meinung zum Film *~~
Wow, ich bin begeistert! Ein Jahr haben wir auf den krönenden Abschluss der wohl gewaltigsten Fantasietrilogie aller Zeiten warten müssen und meine Erwartungen wurden in wirklich jeder Hinsicht erfüllt.
Ich bin zwar ein bekennender Fan der Bücher, habe aber als solcher zumindest den Blick dafür nicht verloren, dass es sich bei dieser Verfilmung um ein eigenständiges Werk handelt, von daher nehme ich die Änderungen und Anpassungen von Regisseur Peter Jackson gerne in Kauf.
Der Film schließt nahtlos an den zweiten Teil an und übertrifft ihn hinsichtlich Tempo sogar noch deutlich. Da er sich sowohl hinsichtlich der Bildgewalt als auch der Tricktechnik aus dem gleichen Niveau wie die anderen Teile bewegt war hier natürlich ein opulentes Werk vorprogrammiert.
Dabei darf man selbstverständlich nicht unerwähnt lasse, dass Zuschauer, die die ersten beiden Teile nicht gesehen haben, sich diesen Film prima sparen können, da man überhaupt keinen Anschluss an das Geschehen hat. Für alle diejenigen, die die ersten Teile jedoch kennen, ist es kein Problem, sich sofort in der Geschichte wieder zu finden, da alle Charaktere bereits bekannt und eingeführt sind und daher auch sofort die Post abgehen kann?
Dabei schafft der dritte Teil es erstaunlich gut, mich als Zuschauer nicht nur mit endlosen Schlachten zu überfrachten sondern durch geschickte Wechsel der Handlungsstränge einen guten Spannungsbogen aufzubauen.
Die Charaktere fügen sich auch dieses Mal wieder gut ein, wobei ich den Eindruck habe.
Der Film an sich ist, abgesehen vom Ende natürlich, wesentlich düsterer als die beiden ersten Teile, die Hoffnungslosigkeit der Menschen ist hier an jeder Ecke zu spüren und auch wenn man das Ende kennt, so sieht es doch lange nicht nach einen Zukunft für die Menschheit aus. Das es trotz der Aussichtslosen Sache nicht ohne viel Heldenmut und Pathos zu gehen kann, ist an dieser Stelle leicht zu verschmerzen, da es sich ja nun einmal um ein Endzeit-Fantasy-Epos handelt und da solche Dinge wohl einfach dazugehören.
Zum sehr guten Gesamteindruck trägt natürlich auch die hervorragende Filmmusik bei, welche mit monumentalen Klängen die Schlachten untermalt und beim Zuschauer die der Stimmung entsprechende unterstützende Wirkung hat. Überhaupt ist der gesamte Ton des Films wieder einmal auf sehr hohem Niveau, ein Fest für jede Mehrkanalanlage, die für die DVD-Erscheinung nächstes Jahr gutes hoffen lässt.
Aber auch bei einem so fulminanten Film gibt es natürlich immer etwas zu kritteln: Zum einen empfand ich die Tatsache, das jeder Hauptcharakter in dem Film einmal weinen musste etwas störend, da zu dick aufgetragen. Und auch den Gesang von Aragorn hätte man sich meiner Meinung nach sparen können? Aber das sind nur Details. Dies gilt auch für die Szenen, welche der einigermaßen erträglichen Länge von 3 Stunden und 20 Minuten zum Opfer gefallen sind. Leute, die eine penibel genaue Umsetzung des Buches erwarten, werden naturgemäß enttäuscht werden, aber wenn man den Film als solches betrachtet, weiß die Geschichte keine groben Unstimmigkeiten auf. Trotzdem wird die letzte und längere Fassung im kommenden Jahr nochmals Tiefe und Verständnis für die Geschichte steigern können, ebenso, wie es die beiden vorangegangenen Teile ja ebenfalls schon geschafft haben.
Letzter Minikritikpunkt: Auch ist, wenn man den dritten Teil losgelöst von den anderen beiden Teilen betrachtet, das Ende sehr in die Länge gezogen ? analog zu den Büchern halt. Dieses Ende macht erst in Verbindung mit allen Teilen Sinn und hat dann auch plötzlich wieder die diesem Werk angemessene Dimension.
Überhaupt muss man sagen, dass es sich bei der Trilogie eh um einen einzigen gewaltigen Film handelt, der eigentlich auch nur als solches betrachtet werden darf! Und in Summe hat uns New Line Cinema damit in den vergangenen 2 Jahren ein Fantasyepos der Extraklasse geschenkt, welches auf lange Sicht Maßstäbe hinsichtlich der Bildgewalt und filmischen Tiefe setzen wird.
Und Peter Jackson hat uns gezeigt, dass auch ein als unverfilmbar geltendes Buch keine unlösbare Aufgabe darstellt, wenn Geld, Zeit und Engagement in ausreichendem Maße vorhanden sind.
Als Fan der Bücher und der Filme bin ich dankbar für dieses Werk, welches mir viele schöne Stunden beschert hat und noch bescheren wird, da ich mich vollkommen auf die Geschichte Mittelerdes einlassen kann und mich verlieren kann um die Geschichte des einen Ringes.
Das einzig traurige ist, dass es jetzt vermutlich noch mal ein Jahr warten heißt, bis zur Erscheinung der Extended Version, welche dann auch die der kinotauglichen Länge zum Opfer gefallen Szenen beinhalten dürfte, die die Geschichte dann erst in Gänze komplettiert!
Ich kann den Film jedem, der die ersten Teile gesehen hat und diese mag nur allerwärmstens empfehlen und wünsche Euch viel Spaß bei der letzen Reise nach Mittelerde. weiterlesen schließen -
Enttäuschender dritter Teil
09.02.2004, 14:48 Uhr von
lisa32
Ich heiße Lisa und bin 33 Jahre alt, ich habe eine 4jährige Tochter. Mehr über mich unter http://...Pro:
Gut gemachter Film mit eindrucksvollen Kulissen
Kontra:
Zu wenig Handlung in zu langer Zeit
Empfehlung:
Nein
Hallo zusammen
wollte hier mal KURZ meine Meinung wiedergeben.
ICH BETONE GLEICH ZU ANFANG DIESER BERICHT GIBT KEINE DETAILS DES FILMES WIEDER!!!!!
Ich habe voll Spannung auf den dritten und letzten Teil von Herr der Ringe gewartet. Der Erfolg der ersten Wochen ließ ja einige Versprechen.
Ich wartete also ab und hörte viele Meinungen.
Jetzt habe ich ihn endlich auch gesehen und was soll ich sagen..... ,was bzw wie die story endet war ja klar...,frodo rennt zum schicksalsberg(sorry seh ich einfach so)und wirft den Ring rein um die dunkle Herrschaft zu beenden.
Nur dachte ich der Weg dorthin wird eindrucksvoller geschildert. Mir war es viel zu viel an Schlachten oder Abschlachten,was ich für Kinder ab 12 Jahren als absolut untauglich ansehe und ansonsten eigentlich kaum etwas zu dem Weg,ausser ein bißchen Berg rauf Berg runter.Dann immer wieder Zwiegespräche von Goleum,ansonsten nichts,rein gar nichts.
Aber die Handlung wurde meiner Meinung nach einfach in die Länge gezogen und das mit den Schlachten ist einfach nicht mein Ding. Auch das Ende etwas unverständlich als Frodo einfach mit Gandalf auf dem Schiff der Elfen davonfuhr.
Alles in allem war ich einfach nur enttäuscht da mir die beiden ersten Teile sehr gut gefallen haben.
Die Handlung des 3. Teiles hätte man meiner Meinung nach auch gut in 60 Minuten abgedreht.
Das einzig Positive fand ich die Rückkehr ins Auenland und etwas Hintergrund was danach passiert.
Auch die Kulissen waren wie immer eindrucksvoll, auch diese Spinne war sehr gut gemacht,das hatte ich auch erwartet.
Gut, ich bin kein eingefleischter Fan davon....aber wirklich diesen Film kann man gut zu Hause anschauen und abwarten bis er auf DVD rauskommt. Die 7 Euro Eintrittsgeld waren reine Verschwendung.
Noch eine Anmerkung: Ich habe die Bücher vorher nicht gelesen, weil ich nicht unbedingt eine Leseratte bin. Vielleicht hätte ich mich sonst vorher darauf einstellen können was passiert.
Mir ist auch klar,das ich hier mit meiner Meinung ziemlich alleine dastehe werde und deswegen kaum gute beurteilung erhalte, aber man vergesse nicht das wir in einer Demokratie leben ,wo ich meine Meinung äußere egal ob sie für andere bequem oder unbequem ist.
gruß lisa weiterlesen schließen -
Über mutierte und wiederkehrende Helden
07.02.2004, 16:05 Uhr von
Chantal3
Hallo, ich bin mittlerweile 17 Jahre alt und gehe in die 11. Klasse eines Gymnasiums. Ich schreib...Pro:
Story, Schauspieler, Umsetztung
Kontra:
Ende und einige Abbändeungen
Empfehlung:
Ja
Weihnachtszeit hieß für mich in den letzten drei Jahren immer Herr der Ringe Zeit. Jedes Jahr, am zweiten Weihnachtsfeiertag ging ich mit meinen Freunden in einen Teil der Trilogie.
Die Rückkehr des Königs sollte das Highlight sein, mit mehr Specialeffects und länger als die beiden Vorgänger.
Die, die das Buch nicht gelesen hatten standen dem Film bestimmt weniger kritisch gegenüber, als die, die das Buch gelesen hatten. Das letzte Buch war mein Lieblingsbuch, und ich bin zwar kein Fanatiker, der das Buch fünf mal gelesen hat und als Fremdsprache Elbisch kann, aber auch ohne das mag ich das Buch sehr und wollte nicht, dass ein dahergelaufener Regisseur das Kunstwerk verschandelt.
***Rückblick***
Frodo, ein Hobbit erhielt von einem Verwandten einen wunderschönen Ring, doch bald entpuppte sich das Erbstück als das Schmuckstück des größten Feindes der Menschen, Elben, Zwerge, Hobbits und aller anderen Lebewesen, die auf Mittelerde lebten. Der Ring war nicht nur Besitzt dieses durch und durch bösen Herrschers Sauron, er verlieh im auch Macht. Nur wenn dieser Ring im Schicksalsberg zerstört wird, wird auch Sauron und seine ganzen Untergebenen fallen. Die Aufgabe des Hobbits ist es mit 8 anderen Gefährten nach Mordor, wo der Schicksalsberg steht, zu reisen und den Ring zu zerstören. Doch bald zerbricht die Gemeinschaft. Die Wege trennen sich. Frodo und sein Begleiter Sam schlagen den schwierigen Weg zum Schicksalsberg ein. Aragorn, ein Nachkomme des Königs von Gondor, Legolas, Gimli, Gandalf und die beiden Hobbits Pippin und Merry treffen sich auf Umwegen wieder in Isengart, der Wohnsitz von dem Zauberer Saruman, der sich mit Sauron verbündet hatte. Isengart wurde zerstört und Saruman hat an Macht verloren.
Frodo und Sam treffen auf den Weg nach Mordor auf Gollum, der dem Ring verfallen ist, doch sie können ihn dazu bringen ihnen versteckte und gemiedene Wege zum Schicksalsberg zu zeigen, doch Sam ahnt, dass Gollum nicht nur gute Absichten hatte.
***Die Handlung***
Sam und Frodo sind kurz davor die Grenze von Mordor zu überschreiten und der härteste Teil ihrer Reise steht ihnen bevor, die beiden müssen zusammenhalten, wie nie zuvor. Doch Gollum hetzte die beiden gegeneinander auf, denn er will den Ring für sich haben. Es kommt zu einem Streit und Gollum und Frodo ziehen ohne Sam weiter. Gollum lockt den Hobbit in die Höhle einer Riesenspinne und hofft, dass diese den Halbling frisst. Doch Sam, der sich dazu entschlossen hat seinen Freund beizustehen, kann dieses verhindern, aber nachdem er die Spinne getötet hat muss er feststellen, dass Frodo tot ist. Er kann ihm gerade noch den Ring abnehmen, als sich Orks nähern.
Sam irrte sich – Frodo lebt und wird von den Orks mitgenommen, die ihn foltern wollen...
Auch bei den anderen Gefährten ist die Lage nicht hoffnungsvoller. Zwar wurde (im Film zumindest) Saruman besiegt, doch die riesige Schlacht rückt immer näher. Tausende von Saurons Streitmacht, Menschen sowie Orks näheren sich der Hauptstadt Gondors, Minas Tirit. Gandalf und Pippin machen sich dorthin auf, um dem dort regierenden Truchsess beizustehen, dieser erweißt sich aber als sehr uneinsichtig und macht es seinem Sohn und auch Gandalf. Schneller als erwartet entfacht die Schlacht und Hilfe aus Rohan ist nicht in Sicht.
Diese haben sich allerdings schon zum Kampf bereit gemacht, aber Aragorn sieht, dass diese Hilfe in der Schlacht nur ein Tropfen auf den heißen Stein wäre. Deshalb begibt er sich mit Legolas und Gimli auf den Weg zu den Toten, die einen Schwur abgelegt haben dem König von Gondor beizustehen. Aragorn muss sich beeilen, denn der Kampf gegen Sauron scheint zwecklos zu sein.
Und auch wenn sie in dieser Schlacht siegen sollten, ist die einzige Hoffnung Mittelerde zu retten Frodo, denn nur durch die Zerstörung des Ringes kann das Böse endgültig vernichtet werden.
***Meine Meinung***
Was mir als erstes aufgefallen ist, war, die Drehbuchautoren einige Handlungsstränge aus dem Buch ignoriert haben. Auch Christopher Lee, der in den ersten beiden Teilen den Saruman spielte empfand dies wohl so, und entschied sich nicht zu der Premiere zu kommen – seine Rolle wurde komplett, jedenfalls für die Kinoversion, gestrichen. Dies war eine Sache, die ich sehr schade fand, denn ich habe oft gemerkt, dass dem Regisseur Peter Jackson die Uhr im Nacken saß und nur von einem großen Ereignis zum nächsten gehetzt wurde, da wäre etwas mehr Schlichtheit angebracht gewesen (wobei der Schluss wohl etwas zu schlicht bzw. langweilig ist).
An anderen Stellen wurden wieder Handlungsstränge hinzugefügt und Rollen verändert, die absolut unnötig gewesen wären. Frodo wird immer schwächer durch den Ring, im Film mutiert er immer mehr zu einem zweiten Gollom und das wirft leider einen Schatten auf die Rolle von Elijah Wood. Auch fand ich die Szenen am Anfang des Filmes von Arwen sehr unnötig und sie haben meiner Meinung nach überhaupt nicht in den Zusammenhang gepasst.
Ein weiterer enttäuschende Punkt war die finale Schlacht. Im zweiten Teil wurde mit der Schlacht von Helms Klamm viel vorgelegt und kann nun nicht getoppt werden.
Genug kritisiert, denn diese zwei, drei Kritikpunkte kommen kaum zu Geltung, denn dieser Film ist einfach wunderschön. Zu einem großen Teil ist daran natürlich das Buch dafür verantwortlich. Tolkiens Buch ist und bleibt ein Roman der Superlative. Ein Märchen, dass einen in eine neue, unbekannte Welt führt, in der es noch wahre Helden gibt, die auf Pferd und mit Schwert kämpfen. Eine gute Vorlage ist allerdings keine Garantie, dass der Film ein Film der Superlative wird. Besonders eines ist wichtig: Glaubhaftigkeit, nicht übertrieben, nicht zu modern, einfach glaubhaft.
In einem Interview hat Peter Jackson gesagt:“ Die größte Kunst bei Specialeffects ist es, dass man sie nicht als solche erkennen kann“. Ganz möglich war dies zwar nicht (besonders bei der Darstellung der Toten während der Schlacht), doch im Gegensatz zu Filmen, die vor 10 Jahren gedreht worden ist, ist es heute möglich Specialeffects gut zu tarnen. Der Film ist deshalb nicht nur ein Film, nein, er ist, für solche, die nicht zu realistisch denken, ein Meisterwerk. Sitzt man im Kino, kommt es einem vor als ob man von Minas Tirit den Kampf beobachtet, oder als ob man Frodo und Sam auf ihrer schwierigen Reise folgt.
Auch die Auswahl der Schauspieler hat das beigetragen. Heute ist ein Viggo Mortensen Aragorn, Orlando Bloom ist Legolas und Elijah Wood ist ein kleiner Hobbit aus dem Auenland. Die Schauspieler sind heute Stars, waren vorher aber nahezu unbekannt. Die ältere Generation kennt Christopher Lee bestimmt aus Dracula und wer sich Deep Impact genau angeschaut hat, erkannte da auch sicher einen jungen aufstrebenden Schauspieler namens Wood, doch es waren (bis auf wenige) keine Weltstars. Dadurch wirken ihre Rollen viel echter, als wenn Brad Pitt mit Schwert gegen Orks kämpft. Das sie keine Weltstars waren, heißt aber nicht, dass die unqualifiziert sind, sondern jeder einzelne ist ein durch und durch begabter Schauspieler, der dem Zuschauer alles gefühlvoll und realistisch rüberbringt, deshalb möchte ich nun nicht jeden einzelnen Schauspieler auflisten, denn die Leistung von jedem war gut bis hervorragend.
Bei Rückkehr des Königs wird auch viel mit Großaufnahmen des Gesichtes gearbeitet. Diese Aufnahmen machen es möglich die ganzen Emotionen nicht durch Worte, sondern durch Mimiken auszudrücken. Ebenso unterstreicht die Musik die Emotionen dieses Filmes und lässt den Zuschauer mit den Charakteren mitfühlen.
Auch erweckt der Film in mir den Wunsch mal nach Neuseeland zu gehen. Die Landschaftsbilder sind wieder atemberaubend und tragen zur Glaubhaftigkeit, ebenso wie die Kostüme und das Make up, bei. Ich könnte mir kein schöneres und vielseitigeres Mittelerde vorstellen als diese Kulisse in Neuseeland.
Der nächste Punkt ist für mich eigentlich schwer zu bewerten, denn ich wusste schon wie der Film ausgeht. Ich denke allerdings, dass der Film nicht allzu vorhersehbar ist. Zwar kann man sich schon denken, wer siegt, doch es ist schwer zu erraten, wer der Schlacht zum Opfer fällt und wie es für Mittelerde weitergeht.
***Fazit***
Die Rückkehr des Königs ist nicht nur der Abschluss der Trilogie, sondern auch die Krönung.
Das wichtigste wurde verfilmt und auch ein paar Kritikpunkte lassen das Positive überwiegen. Ich möchte nicht sagen, dass Herr der Ringe für immer ein Meisterwerk sein wird, denn sich auch Generationen nach mir Anschauen würden, denn das haben bestimmt auch viele über Casablanca gedacht und ich würde mir diesen Film nie anschauen.
Trotzdem wird es eine Weile dauern, bis ein Film kommt, der so viele Menschen fesseln wird, und bis ein Film kommt, den so viele Leute niemals sehen wollen. Die Geschichte muss einen ansprechen, ansonsten wird der Film einen langweilen.
Wenn die Geschichte einen fesselt, wird man auch den Film lieben! 5 Sterne
Nächstes Weihnachten wird mir etwas fehlen...
Infos:
*Länge: 210 Minuten
*Regisseur: Peter Jackson
*Originaltitel: The retun of the king
Danke für’s lesen, ich freu mich auch über Kommentare weiterlesen schließen -
Das Ende einer unendlichen Trilogie
25.01.2004, 14:36 Uhr von
EvilEye
Guten Tag. Meine Aktivität hier ist nur das reine Posten von Berichten. Für mehr habe ich hier ke...Pro:
Kulisse, AUfmachung, Charaktere, SChlachten
Kontra:
Es hat ein Ende
Empfehlung:
Ja
Seid mir gegrüßt, werte LeserInnen.
Ich habe mir gedacht, poste ich doch mal ein paar Berichte am heutigen Tage, zuerst allerdings den Bericht zu "Die Rückkehr des Königs".
Es war der 16.12.2003, als ich nach ewiger Erwartung endlich vor dem Kino stand, und in der Premiere von "Die Rückkehr des Königs" stürmte. Doch bevor der Film wirklich begann, wurden noch die vorherigen Teile gezeigt, damit man sich wieder in die Welt von Mittelerde einleben kann. So mancher User fragt sich evtl. warum ich dann erst jetzt über den Bericht schreibe? Nun ja, einige meiner Vertrauten baten mich darum, erst über den Film zu schreiben, wenn sie den Film gesehen haben. Von daher habe ich mir die Zeit genommen und mich intensiv mit dem Bericht verfasst, so dass ich ihn euch einwandfrei präsentieren kann, und eure Neugierde in höchstem Maße zu stillen vermag. Nun hoffe ich, dass es mir gelungen ist.
1. Die Filmdaten
2. Was bisher geschah
3. Die Story von "Die Rückkehr des Königs"
4. Die Charaktere
5. Sonstige Kreaturen
6, Die Effekte und sonstige Anmerkungen
7. Unterschiede Buch – Film & Fehlende Sequenzen
8. Meine Meinung
1. Die Filmdaten
Filmlänge: 210 Minuten
FSK: 12 Jahre (finde ich ein wenig … niedrig)
Regisseur, Produktion, Drehbuch: Peter Jackson
Special Effects: WETA Ltd., NZ
Filmfirma: Warner Brothers
Musik: Howard Shore
Kamera: Andrew Lesnie
Schnitt: Jamie Selkirk
Drehbuch: Prilippa Boyens, Fran Welsh
2. Was bisher geschah
~ Die Gefährten ~
Bilbo Beutlin erlangt den Ring von Gollum, und überreichte 60 Jahre später an dessen Geburtstag Frodo den Ring. Gandalf erzählt Frodo die Geschichte von Mordor, Sauron und den Nazguls (Ringgeistern). So macht sich Frodo mitsamt Samweis Gamdschie (Sam) auf den Weg nach Bree, wo sie eigentlich Gandalf noch mal treffen wollten. Doch wie es das Schicksal so wollte, wurde Gandalf der Graue von Saruman aufgehalten und kann aus diesem Grunde nicht in Bree sein, stattdessen treffen sie auf den Streicher Aragorn, der sich als Wegbegleiter für die vier Hobbits (Merry und Pippin haben sich Frodo und Sam angeschlossen) auf dem Weg nach Bruchtal offenbart. Unterwegs haben sie mehrere Auseinandersetzungen mit den Nazguls, bei denen Frodo verletzt wird und unbedingt die Hilfe der Elbischen Heilkünste braucht, die er auch von Elrond (dem Elbenkönig) bekommt.
In Bruchtal wird eine Versammlung von Elben, Zwergen, Menschen und den bisherigen Anwesenden ausgeführt, wo die Gemeinschaft des Ringes gebildet wird. Die Gefährten sind also: Aragorn, Legolas, Gimli, Gandalf, Boromir, Frodo, Sam, Merry und Pippin. Sie wollten gemeinsam den Ring in den Feuern des Schicksalsberges vernichten, da er nur dort vernichtet werden kann...
... doch die Gemeinschaft des Ringes wird gespalten, nachdem Gandalf der Graue scheinbar umgekommen ist. Boromir stirbt, Aragorn, Legolas und Gimli alleine Orks jagen, Merry und Pippin sind von diesen gefangen genommen und Sam und Frodo machen sich auf um Mordor zu erreichen....
Das sollte genügen für den ersten Teil, da es sich ja hier um den zweiten Teil der Trilogie handelt. Ich werde den Inhalt des zweiten Teils jedoch kurz halten, wo wäre sonst die Spannung, wenn man den Film selber sehen würde?
~ Die Zwei Türme ~
Man sieht eine Berglandschaft, und Gandalfs Schreie, als er gegen den Balrog von kämpft, und scheinbar stirbt…
... doch dann öffnet Frodo die Augen, es war nur ein Traum! Sam und Frodo sind Mordor sehr nahe, doch sie laufen stets im Kreis, so dass sie keinen Weg durch die Berge finden, um an das schwarze Tor Mordors zu gelangen. Binnen einer Nacht, während die Hobbits so tun als würden sie schlafen, sieht man Gollum mit sich reden "... sie haben ihn geklaut, sie haben ihn ..." murmelt er vor sich hin, während er sich den beiden nähert. Doch Frodo und Sam überlisten Gollum, so dass Gollum von Frodo überredet wurde und sie zum schwarzen Tor Mordors führt.
Merry und Pippin sind von den Orks (Orks und Uruk-Hai) gefangen und man sieht, wie die beiden Halblinge von den Orks umher getragen werden. Währenddessen folgt die 3. Gruppe (Legolas, Aragorn und Gimli) den Spuren der Orks, doch die Orks scheinen den Drei unerreichbar zu sein.
Zwischendurch (was für mich beim ersten sehen verwirrend war) sieht man die Stadt Rohan, wo der König Theoden von Saruman "eingenommen" wird, und sein Diener Schlangenzunge um tückische Worte spricht. Der Sohn Theodens ist gefallen, doch scheint dies den König nicht sehr zu kümmern, und er verbannt einen seiner Herrführer mitsamt seiner Reiterhorde aus Rohan, die nun durch das Land streifen.
Die Orks, die Merry und Pippin haben, werden von den verbannten Reitern Rohans angegriffen und vernichtet, und niemand weiß, was aus Merry und Pippin wurde, doch man ahnte böses, als man ein Pferd über Merry sah, welches sich auf ihn stürze, als wolle es ihn in den Boden niederstampfen.
Aragorn, Legolas und Gimli ziehen weiterhin durch das Land und treffen auf die Reiter Rohans, die von der Schlacht gegen die Orks berichten. Auf der Stelle begeben die Drei sich zu der Stelle, wo die Orks gefallen sind. Aragorn entdeckt Spuren, die in einen Wald führen (dort, wo die Bäume leben).
Merry und Pippin haben sich gerettet, eben in diesem Wald. Dort treffen sie auf den Ent Baumbart (ein lebender Baum). Zuerst hält Baumbart die beiden Halblinge für Orkspitzel und droht sie zu erdrücken...
Aragorn, Legolas und Gimli treffen in Rohan ein, wo sie sich mit Theoden verbünden und mitsamt dem Volk
nach Helms-Clam fliehen, um dort der Horde Sarumans standzuhalten. Währenddessen geraten Sam und Frodo an Faramir, den Bruder Boromirs, der die beiden nach Gondhor bringen will, da er meint, mit dem Ring der Macht könne man alles retten. Merry und Pippin sind nun bei den Ents und lauschen einer Besprechung vom Baumbart und seinen Gefährten, ob sie in diesen Krieg eingreifen wollen, oder nicht....
Isengard wird von den Ents gestürmt, Helms-Clam kann den Scharren an Uruk-Hais standhalten und der Sieg scheint nahe. Doch das Grauen Mordors lauert im Dunkeln…+
3. Die Story von „Die Rückkehr des Königs“
Wir entsinnen uns alle an das Geschöpf Gollum, ein zwiegespaltendes Wesen, zwischen Gut und Böse. Einst war es Frodo der ihn Smeagol nannte („Einst war du den Hobbits gar nicht so ungleich…“). Man wusste im Film nicht, wie Smeagol zu Gollum wurde, doch wird dies am Anfang von „Die Rückkehr des Königs“ schön erklärt, und so werden einige Geheimnisse um Gollum gelüftet…
Der eigentliche Film beginnt dort, wo „die Zwei Türme“ sich dem Ende neigte – im gefallenen Isengard. Dort stehen Baumbart, Merry und Pippin bereit, um Gandalf, Aragorn, Legolas mitsamt Gimli zu empfangen. Die beiden kleinen Hobbits haben allerdings sich schon am gewohnten Kraut zu schaffen gemacht (was man auch amüsanter Weise dargestellt bekommt), so dass der Empfang eher amüsant wird. Es wird darüber spekuliert, was man mit Saruman nun machen möge. Im Turm gefangen – das soll er sein, für lange Zeit, möge er noch nützlich sein, in späteren Zeiten.
Doch tritt Merry in Kontakt mit dem Geiste Saurons, und erfährt, dass es Minas Tirith, die als Opfer präsentiert ist. Alle Streitkräfte werden mobilisiert, um eben diese Stadt dem Erdboden gleichzumachen. Kurzerhand reisen die Gefährten dort hin und versuchen Denethor, Vater von Faramir und Boromir, zu warnen – man bräuchte Hilfe. Dieser zeigt sich jedoch sehr stur, so dass es an Gandalf und Merry liegt, Rohan und sonstige Menschenstämme um Hilfe zu beten, was auch gelingt – wenngleich sehr riskant (hier gehe ich nicht detaillierter drauf ein, denn es soll ja noch was für euch zu sehen geben).
Wie man es bereits aus dem Vorgänger des Teiles gewohnt ist, ist die Geschichte wieder unterteilt. Sam, Gollum und Frodo setzten ihren gefährlichen Weg fort, der sich als äußerst riskant darstellt. Gollum verfällt seiner Bösen Seite, was man an den Gesprächen mit sich selbst erkennt. Er plant, Sam von Frodo zu trennen, und „Sie“ Frodo töten zu lassen. Wer mit „Sie“ gemeint ist, wird in wenigen Augenblicken ans Licht gebracht. Sam allerdings bemerkt es, und versucht Frodo diesen Fakt klarzumachen, der allerdings vom Ring und Mitleid zu Gollum beblendet Gollum den Glauben schenkt, und nicht seinem alten Freund Sam. So ist es Frodo, der Sam von sich wegschickt, er soll nach Hause gehen ins Auenland. Würde doch Frodo nur erkennen, in welche Gefahren er sich begibt.
Also klettern Frodo und Gollum weiter, bis sie die Höhle von Kankra erreichen, einer überdimensionaler Spinne, die Gollum mit „Sie“ betitelt hat. Gollum schickt Frodo in die Höhle und hat nicht damit gerechnet, dass Frodo sich gegen diese Spinne wehren kann – leider nicht zu lange, denn er wird getroffen und vom Spinnennetz eingebettet. Bis es dann Sam ist, der sich gegen die Spinne stellt und diese erfolgreich in die Flucht treibt.
Doch am Ende dieses Gefechts finden drei Orks Frodos Kokon und bringen diesen in die Türme Mordors, worin Sam unauffällig folgt.
Weiter geht es mit den Gefährten und Minas Tirith. Man sieht eine riesige Versammlung von menschlichen Kämpfern, die sich in Zelten wartend auf die wohl endgültige Schlacht vorbeireiten. Doch verlieren sämtliche Charaktere den Glauben an den Sieg, bis die Gunst der Stunde Arwen und Elrond ins Spiel bringen. Arwen bittet Elrond darum, das Königsschwert Gondhors neu zu schmieden, denn es soll die Macht und die Königsposition von Aragorn zeigen. Als er das Schwert von Elrond überreicht bekommt, ist er dennoch verunsichert. Was auffällig und gut dargestellt ist, ist, dass selbst die Pferde und Menschen dort verunsichert sind – aus anderem Grunde. Es heißt, in dem Berge wohnen Die Toten und doch lebendigen. Nicht einer, der je es versuchte dort lang zu gehen, kam zurück. Sie würden sich nur der Macht des Königs beugen. Erkennt ihr es? Aye, genau. Aragorn, der König Gondhors ist vorhanden und marschiert mitsamt Legolas und Gimli. Es gelingt ihnen also, die toten Lebendigen zur Hilfe zu überreden …
Wieder zurück zu Frodo, Sam und Gollum. Gollum fällt in eine Tiefe Schlucht und scheint gestorben zu sein, Sam und Frodo sind also in Mordor gelandet und kleiden sich als Orks, um nicht auffällig zu sein. Sie machen sich auf den Weg zum Schicksalsberg, um den einen Ring zu vernichten. Doch zeichnet sich dieser Weg als äußerst schwierig aus, was man daran erkennt, dass Frodo und Sam nahezu der Erschöpfung unterlegen sind.
In Minas Tirith stehen schon die Horden und Scharren an Orks und Trollen bereit, um eben diese gewaltige Stadt zu stürmen. Es ist eine ewig-große Armee, die sich da mobilisiert hat. Faramir will seine Ehre wiederherstellen und sich wieder in Frieden mit seinem Vater bringen, und stürmt die reihen … in einigen Szenen später sieht man, wie er mit Pfeilen im Leibe – aber dennoch lebend – zurück gebracht wird. (Hier kommen noch eine recht kranke Szenen mit Denethor, doch möchte ich diese nicht erzählen). Gandalfs übernimmt die Verteidigungspolitik von Minas Tirith und motiviert immer wieder die eigenen Reihen.
Währenddessen in dem Sammelpunkt der menschlichen Armee. Eowyn und Theoden haben eine kleine Differenz, denn Eowyn möchte mitschlachten, doch erhält sie das Verbot von Theoden. … und die Schlacht um Minas Tirith beginnt. Pippin und Eowyn, Legolas und Gimli, Theoden und Eomer, alle sind bereit sich gegen die Scharren an Orks, Trollen und Olifanten zu stellen, doch scheint ein Sieg unerreichbar zu sein…
Und genau hier möchte ich mit meiner Inhaltsangabe des 3. Teils dieser genialen Sage beenden, denn es soll euch noch ein wenig Spannung gewährt sein. Ich denke ich habe teils so oder so bereits zu vieles offenbart, doch bei Weitem nicht alles. Würde ich dies tun, bedürfte es einem ewigen Bericht, um diese Komplexität wiederzugeben.
4. Die Charaktere
Frodo Beutlin (Elijah Wood, bekannt aus dem Filmen:Faculty, Zurück in die Zukunft 2) spielt den Ringträger, einen Hobbit. Er scheint in diesem Film sehr erschöpft zu sein, und Gandalf selbst verliert mittlerer Weile den Glauben an Ihn und den Erfolg seiner Aufgabe.
Sam (Sean Astin) ist der treue Gefährte von Frodo. Er zeigt in „Die Rückkehr des Königs“ wirkliche Größe und doch auch Macht, er ist so gesehen die Hoffnung für Frodo und Mittelerde.
Merry (Dominic Monaghan), ein Dummerchen, mag man meinen, der nur an sein Auenland denkt, und dort unbedingt wieder hin will. Doch in „Die Rückkehr des Königs“ wirkt er nur noch selten wie ein gewohntes „Dummerchen“, denn er zeigt – wie Sam – Größe und Kampfgeist.
Pippin (Billy Boyd) überzeugt in „Die Rückkehr des Königs“ mit seinen Kampfkünsten und scheint sich doch sehr an die Nähe von Eowyn („Meine Herrin …“) erfreut zu haben.
Gollum/Smeagol (Anthony Serkis), geniales Wesen, das aus zwei Existenzen besteht, einmal das Gute, einmal das Böse. Er ist einfach nur genial, und von seiner Stimme her beängstigend und Mitleid erregend. In „Die Rückkehr des Königs“ ist er wohl eine ziemliche Fixierkreatur geworden.
Gandalf (Sir Ian McKellen, bekannt aus unter anderem X-Men) war bislang nur Gandalf der Graue, doch nach dem Gefecht mit dem Balrog wurde er zu "Gandalf dem Weißen", was ihm einige Vorteile zu bringen scheint. Er zeigt in dem Teil seine Führungskräfte, seine Weisheiten und erweist sich als Stütze für Merry, der doch ängstlich teils zu sein scheint.
Aragorn (Viggo Mortensen, bekannt aus "Die Akte Jane", "Der einzige Zeuge"), der nun der König ist, hat eine enorm große Autorität, die ihm auch keiner anzuzweifeln scheint. Er ist also jener, der den Wandelpunkt der Gezeiten zu bringen scheint, was ich damit meine erfährt man im Film.
Gimli (John Rhys-Davis, bekannt aus "Indiana Jones" und "Shogun") lockert den Film durch seine "Showeinlagen" und Witze in sehr spannenden Situationen immer wieder auf. Da er nun eine sehr enge Freundschaft mit Legolas führt, sind die beiden nahezu unzertrennlich geworden.
Legolas (Orlando Bloom, Fluch der Karibik) ist im Kampf um Helms-Clam sehr von Bedeutung gewesen, so ist er es auch im Kampf um Minas Tirith. Manche erinnern sich an die Szene im 2. Teil, wo er sich im Kampf gegen die Wolfsreiter auf Gimlis Pferd schwingt. Diese Stelle wird überboten!
Saruman (Christopher Lee, bekannt aus "Dracula", "die Mumie", "Rasputin", "Sleepy Hollow" und "Star Wars Episode II") ist leider in diesem Teil so gut wie gar nicht zu sehen, ich irre mich, eigentlich gar nicht. Ich denke da hätte Jackson doch ein wenig mehr Wert drauf legen sollen.
König Theoden (Bernard Hill) beweist in diesem Teil seine Kampffähigkeit, denn er ist ein außerordentlich guter Kämpfer, doch leider misst er sich mit dem Hexenmeister der Nazguls, was ziemlich tödlich ist, doch zum Glück war Eowyn zur Stelle.
Eowyn (Miranda Otto) zeigt in „Die Rückkehr des Königs“ was sie drauf hat. Eine wahre Frau, die es versteht Männer den Kopf zu verdrehen und eine Frau, die sich auch im Kampf sehr gut halten kann. Doch scheint es wohl nebst Aragorn einen anderen in ihrem Leben zu geben ….
Faramir (David Wenham), er ist der wohl nun ausgewählte von Eowyn, was man leider im Film nicht mitbekommt. Er opfert sich nahezu im Kampf, um seinem Vater Denethor zu dienen. Doch drohe ihm Grausames, wäre Merry nicht zur Stelle.
Denethor (John Noble) stellt sich als recht dumm und versagend heraus, denn er dreht in „Die Rückkehr des Königs“ nahezu durch. Wäre Gandalf nicht zur Stelle, wäre es um Minas Tirith geschehen …
Arwen (Liv Tylor) und Elrond (Hugo Weaving) haben in “Die Rückkehr des Königs” eine nicht allzu große Rolle bekommen, doch war es Arwen, die Aragorn das Königsschwert wieder schmieden ließ, und ist es Arwen, die am Ende des Films Aragorn einen zweiten Höhepunkt bereitet.
Eomer (Carl Urban) entwickelt sich im 3. Teil wahrlich zu einem attraktiven und anschaulichen Herr, der es beweist zu kämpfen. Seine Führungsqualitäten und sonstige Verhaltensstrukturen lassen doch auf den Adel in der Familie deuten. Ich bin einfach nur fasziniert von ihm, mehr als von Aragorn und Legolas.
Ich denke nun alle wichtigen Charaktere beisammen zu haben. Falls einer fehlen sollte, bitte ich Euch darum, mir bescheid zu geben.
5. Sonstige Kreaturen
Bemerkenswert ist die Vielfalt an einzelnen Wesen, die sich auf Mittelerde umher treiben, und wie diese dargestellt sind. Ich werde hier garantiert nicht auf alle eingehen, sondern nur ein paar, die mir persönlich sehr gefallen haben und mich angesprochen haben.
~ Der Hexenmeister der Nazguls ~
Eine wahrlich herrlich-düstere Gestalt, die mir am besten von all den Kreaturen und Wesenheiten in Mittelerde gefallen hat. Leider war sein Untergang recht schnell bestimmt, wenngleich doch von keinem Mann getötet werden kann. Er war schwarz gehüllt, mit einer dunklen silbernen Krone. Seine Stimme ist beängstigend und doch faszinierend. Hach, so ein Outfit hätte ich gerne!
~ Die Drachen der Nazguls ~
Große, kreischende und Fleisch zerreißende Flugtiere der Nazguls, die sich doch sehr elegant, galant und anmutig in der Luft bewegen, und im Kampfe ein großes Chaos anrichten. Sie sind einfach nur faszinierend dargestellt, in einer Art und Weise, wie man es nicht für denkbar hielt. Leider finde ich die Szene mit Eowyn und dem Hexenmeister ein wenig… abstrakt, nun ja, die, die den Film kennen werden wohl wissen, was ich meine.
~ Olifanten ~
Große Elefanten, nun ja, groß? Dimensionalgroß möchte man meinen! Sie sind stark und wohl ziemlich widerstandsfähig, doch kommen sie gegen einen guten Elben wohl nicht an. („Er zählt nur als einer!“) Im zweiten Teil durfte man sie schon mal sehen, doch im dritten Teil sieht man sie wahrlich in Aktion, so dass einem doch schon das Fürchten gelehrt wird – ich persönlich möchte so einem Wesen nicht gegenüber stehen.
~ Trolle ~
Sie sind groß, gewalttätig und halten einiges aus, so kann man die Trolle beschreiben. Speziell im Kampf im Minas Tirith haben sie einen hohen Stellenwert, und sie sind sogar Teil eines Gags im Film. Ich erinnere euch an den Spruch von Gandalf:
„Bleibt standhaft, fürchtet nichts was durch die Tore kommen!“
Auch wenn sie die schwarzen Tore von Mordor öffnen, wenn sie im Gleichtakt die Trommeln schlagen, wenn sie sich durch die Reihen von Menschen kämpfen, sie sind brutal, und doch verwundbar. Ich finde sie vor allem gut animiert, so dass ich wieder nur ein Lob geben kann.
~ Lebendige Tote ~
Die lebenden Toten, sie kommen meiner Meinung nach in der Kinoversion von „Die Rückkehr des Königs“ nicht so zur Geltung, wie es im Buch ist. Teils fehlen auch Szenen im Film, doch hoffen wir auf die Extended Version von „Die Rückkehr des Königs“. Ich finde sie aber dennoch sehr gut animiert, auch von der Art und Weise her sind sie wahrlich recht … tot.
~ Kranka (die Spinne) ~
Eine sehr große Spinne, die aber gegen Sam nicht ankommt. Ein wenig in die Länge gezogen ist der Kampf von Sam und Kranka, aber dennoch ist es ein interessanter Kampf, zumal sie das Licht Lothloriens fürchtet. Ich finde es genial, wie sie sich gen Ende des Kampfes fürchtet, und wie eben dieses dargestellt wurde von den Gesichtszügen her. Ein Lob, wieder mal.
6, Die Effekte und sonstige Anmerkungen
Ich möchte zuerst einmal auf die ganzen Animationen eingehen, die wahrlich gut dargestellt worden sind. Ich erinnere nur mal an Gollum, wie detailliert und gut er dargestellt ist, oder auch die Orks, Uruk-Hais, alle samt.
Ich bin froh darüber, dass an den Gesichtszügen und Ausdrucksarten nicht gespart wurde, denn was wäre ein perfekt animiertes Wesen ohne Gefühl? Eben, bei weitem nicht soviel wert wie Gestalten a lá Gollum.
In Hinblick auf die Massen der einzelnen Kreaturen, vor allem in den Schlachten, ist es schon ein großer Aufwand gewesen und bewundernswert, wie fehlerfrei (zumindest auffallende Fehler) der gesamte Film sich doch zeigt. Allein die ganzen Reihen an Orks, wie wir sie schon in „Die zwei Türme“ erleben durften, ist gigantisch und erfordern einen hohen Aufwand, der allerdings ohne Mangel ausgeführt wurde. Ich finde es einfach nur erstaunlich, wenn die Menschheit vor den Pforten von Mordor steht und sich dem „Bösen“ stellt. Wenn man bedenkt wie dort alles aussehen muss, und wie es im Endeffekt dann zu betrachten ist, ist lobenswert.
Als weiteres Beispiel für einwandfreie Effekte muss ich Gandalf erwähnen, wie er die Nazguls von den Reitern Rohans fern hält. Leider hat man von ihm als Zauberer ja nicht soviel sehen dürfen (vom Magischen Sinne), aber dennoch war das, was er tat, eindrucksvoll. Erinnert ihr euch an „Die Gefährten“, wo Gandalf in Bilbos Hütte ist…? Das meine ich, oder in Lothlorien, wo Galadriel in Versuchung kommt, den Ring von Frodo zu fassen? Diese Art von Effekten meine ich, die einfach nur sauber, schön und eindrucksvoll sind.
Nun wenden wir uns einer anderen Art von „Effekt“, die Synchronstimmen. Ich finde sie zumindest im Englischen passender, als im Deutschen, doch speziell spreche ich die Stimme des Hexenmeisters an. Sie ist … na ja, ein wenig unspektakulär, dafür, dass es der „Führer“ der Nazguls ist. Sie müsste düsterer sein, noch düsterer als die Stimme der Nazguls ohnehin ist (zumindest in „Die Gefährten“ hört man einen der Nazguls sprechen, sonst schreien sie).
Wie sieht es als mit dem allgemeinem Sound? Dieser ist einwandfrei zu bemerken. Er klingt berauschend, speziell der Bass, wenn der Morgenstern des Hexenmeisters zum Einsatz kommt. Vom Klang allgemein her ist der Sound weder verzerrt, noch rauschend, so dass ich hier keine Mängel anzumerken habe. An dieser Stelle beende ich auch meine „Effekt-Analyse“ und belasse es bei einem: Einwandfrei!
7. Unterschiede Buch – Film & Fehlende Sequenzen
Ganz auffällig war erstmal die Entwicklung von Aragorn dem Waldläufer zu Aragorn dem König. Es ging einfach zu schnell im Film, er bekam das Königsschwert und auf einmal war er damit einverstanden. Im Buch geht das alles ja bedeutend langsamer, was ich auch besser finde. Es ist schade, wie sehr dieses Geschehen doch verkürzt wurde.
Dennoch muss ich auch hier wieder sagen, dass Peter Jackson sich gezügelt hat. Wenn man an die Abweichungen in „Die Zwei Türme“ erinnert, war es schon ganz schön arg, doch in „Die Rückkehr des Königs“ hat er sich wieder gefangen und hat geringere Abweichungen, auf die ich nun nicht weiter eingehen werde – da ich auch so mehr vom Film verraten würde, wobei ihn doch so mancher User noch nicht gesehen hat.
Eine wohl entscheidende und doch fehlende Stelle ist, wo Grima Saruman tötet, während Grima selbst getötet wird. Ich finde, dass eben das eine sehr dramatische und gefühlsvolle Szene ist, die einfach nicht fehlen darf. Es ist schade drum, dass Peter Jackson meinte, diese Szene einfach so weglassen zu müssen, denn so denkt sich der Seher – der das Buch nicht kennt – was denn nun mit Saruman und Grima ist, denn die Ents bewachen Isengard, ohne dass etwas mit Saruman geschieht.
Was ist mit Eowyn und Faramir? Bei der Hochzeit von Arwen und Aragorn sieht man, wie sich diese beiden verliebt anschauen, doch wann soll das gewesen sein? Eben, diese Entstehung und Entwicklung fehlt.
Von daher hoffe ich einfach mal auf die Extended Version, denn es heißt laut Gerüchten, dass sie rund 6 – 7 Stunden gehen soll. Wer weiß, vielleicht enthält diese Version doch die fehlenden Szenen, die ich hier angesprochen habe? So lasst uns darauf hoffen.
8. Meine Meinung
Gigantisch, phänomenal, einwandfrei, exzellent!
Diese Worte sollten genügen, um zu sagen, was ich von dem Film halte. Abgesehen von den Sequenzen, die zu kurz gehalten sind – und/oder weggelassen wurde, ist „Die Rückkehr des Königs“ ein Film, den man einfach nur gesehen haben muss, speziell unserer HdR-Fans.
Was mir speziell auch im 3. Teil dieser genialen Trilogie aufgefallen ist, ist die Entwicklung unterschiedlicher Charaktere, die immer mehr eine Freundschaft entwickeln. Als bestes Beispiel dienen wohl Legolas und Gimli, die auch im 3. Teil mit einer unterhaltsamen und dennoch engen Freundschaft dem Film eine gewisse Atmosphäre geben, die einfach nur schön ist. Manch einer erinnert sich in „Die zwei Türme“ doch garantiert daran, wo Legolas und Gimli die umgebrachten Feinde zählen? Auch dieses erfreut uns wieder im 3. Teil.
Auch der Konkurrenzkampf von Gandalf und Saruman hat sich scheinbar erledigt, seither Gandalf Theoden einst vom Gifte Sarumans befreite. Ihr erinnert Euch? Es scheint so, als würde sich Gandalfs Macht bisweilen verstärken, wiederum die Sarumans abschwächen. Eine interessante Entwicklung, auch unter Arwen und Legolas. Hierbei sollte ich vielleicht anmerken, dass Arwen ohnehin mein Traum von Frau ist – was dies zur Sache tut? Man achtet einfach mehr auf diese Fixierperson. So tat ich dieses auch und musste zu meinem Bedauern feststellen, dass bei „Die Rückkehr des Königs“ Arwen zwar eine entscheidende Wende mit einbringt, aber dennoch relativ eingeschränkt dargestellt wird, zumindest von der „Einblendungsmasse“.
Wenn ich die HdR-Trilogie als Komplexes betrachte, bin ich einfach nur überwältigt. In manchen Kommentaren schrieb ich bereits, dass die Trauer noch sehr an mir zerrt… Es ist einfach nur schade und mehr als traurig, dass nun ein Ende gekommen ist – ein Ende der Genialität Tolkiens. Ich meine, stellt euch es vor, ich war in der Premiere von allen Teilen, und je wurden alle Teile gezeigt, was bedeutet, bei „Die Gefährten“ nur eben dieser, bei „Die zwei Türme“ die beiden, und bei „Die Rückkehr des Königs“ die komplette Trilogie. Es war umwerfend, dieses Erlebnis, und ich konnte mir am Ende des Films die Tränen nicht verkneifen, zum einen aus der Trauer heraus, zum anderen durch das Ende des Films. Einfach nur genial. Tief in mir lauert dennoch eine gewisse Freude, denn im Sommer – so soll es laut Gerüchten sein – werden im Kino alle 3 Filme gezeigt, in der Special Extended Version gezeigt, und glaubt mir, ich werde einer der Ersten sein, die sich dafür Karten reservieren!
So meine Lieben, ich denke auch meine Trilogie widmet sich also dem Ende. Es ist geschehen, zu jedem der Teile folgte ein Bericht, zu jeder Premiere war ich. Nun gilt es, den Gerüchten Hoffnungen zu schenken, fassen wir zusammen, welche Gerüchte gibt es?
- im Sommer sollen alle 3 Filme noch mal gezeigt werden
- im Jahre 2006 soll „der kleine Hobbit“ verfilmt werden
- die Extended Version von „Die Rückkehr des Königs“ geht 6-7 Stunden
Nun denn, ich hoffe ihr hattet euren Spaß mit diesem Bericht, und ebenso hoffe ich darauf, dass eure Erwartungen gestillt wurden. Falls es dennoch so sein sollte, dass dem Bericht etwas fehlt, bitte ich, mir via Gästebuch-Eintrag oder Kommentar bescheid zu geben.
Ich verabschiede mich nun, empfehle diesen Teil natürlich ohne Einschränkung und freue mich darauf, Eure Meinungen zu „Die Rückkehr des Königs“ zu hören. Allerdings ziehe ich einen Stern ab. Warum? Recht simpel, es wurden in der Kino-Version wichtige Szenen weggelassen, und wiederum andere Sequenzen waren zu kurz oder nicht ausgereift genug.
Adieu,
Euer EvilEye @ yopi, 25.01.2004
Ciao © 28.12.2003 weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
-
Salsaloco, 08.04.2006, 05:21 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Hi, ich hab mir mal ein Paar deiner berichte angesehen und Finde Sie alle sehr schön und sehr Interesant.ich freue mich über jede gegenlesung.
-
-
schnekuesschen, 07.04.2006, 09:23 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Einfach ein sh Bericht...LG Sandy :-)))
-
-
Informationen
Die Erfahrungsberichte in den einzelnen Kategorien stellen keine Meinungsäußerung der Yopi GmbH dar, sondern geben ausschließlich die Ansicht des jeweiligen Verfassers wieder. Beachten Sie weiter, dass bei Medikamenten außerdem gilt: Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
¹ Alle Preisangaben inkl. MwSt. und ggf. zzgl. Versand. Zwischenzeitl. Änderung der Preise, Lieferzeiten & Lieferkosten sind in Einzelfällen möglich. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr.
Bewerten / Kommentar schreiben