Der Herr der Ringe - Die zwei Türme (VHS) Testberichte
Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
Tests und Erfahrungsberichte
-
Die Saga geht weiter...
4Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Vor knapp einem Jahr sah ich den ersten Teil der Filmtrilogie „Der Herr der Ringe“. Ich war begeistert. Vor dem ersten Sehen des ersten Teiles „Der Herr der Ringe – Die Gefährten“ hatte ich zwar schon von Tolkiens Roman gehört, war aber nicht so wild auf das Lesen. Ich wusste, dass ich den Roman „irgendwann einmal“ lesen wollte, doch so nah war es noch nicht für mich. Doch nach dem ersten Teil war es um mich geschehen. Ich setzte Himmel und Hölle in Bewegung, um mir irgendwoher die Bücher zu leihen. Das gelang mir schließlich auch und ich wurde ein begeisterter Fan. Also war es völlig klar, dass ich mir auch den zweiten Teil der Filmtrilogie anschauen würde. Im Folgenden möchte ich euch einen möglichst kurzen Inhaltsabriss geben. Ich hoffe, es gelingt mir.
Auf Mittelerde leben die verschiedensten Völker friedlich nebeneinander. Da sind die unsterblichen, weisen Elben, die tapferen, aber auch leicht zu verführenden Menschen, die Zwerge, die in den Berge nach Reichtümern schürfen und die kleinen Hobbits, die schon mit sich und der Welt zufrieden sind, wenn ihr Leben ruhig ist und sie ihre Mahlzeiten rechtzeitig bekommen. Vor langen Zeiten wurden die Ringe der Macht geschmiedet, die diesen Frieden erhalten sollten. Weise Männer und Frauen trugen sie. Doch der böse Herrscher Sauron schmiedet sich noch einen Ring, den einen Ring, mit dessen Hilfe er alle Länder Mittelerdes mit Dunkelheit überziehen will. In einem verzweifelten Krieg der Menschen und Elben gegen Saurons finstere Orks, gelingt es, Sauron den Ring zu entreißen.
Dieser verschwindet jedoch und nach Jahrtausenden taucht er wieder auf. Der Hobbit Bilbo Beutlin findet ihn und vererbt ihn nach einiger Zeit seinem Neffen Frodo. Dessen Freund, der Zauberer Gandalf, erkennt, dass Frodo nun den einen Ring besitzt. In einem Rat aus den Völkern Mittelerdes wird beschlossen, dass der Ring vernichtet werden muss. Doch dies kann nur geschehen, wenn er in die Feuer des Schicksalsberges zurückgeworfen wird, wo er geschmiedet wurde. Nur ist Sauron wieder erstarkt und der Schicksalsberg liegt nahe dem Zentrum seiner Macht mitten in Mordor.
Frodo wird gemeinsam mit acht Gefährten ausgeschickt, den Ring zu vernichten. Die Hobbits Sam, Merry und Pippin, die Menschen Aragorn und Boromir, der Elb Legolas, der Zwerg Gimli sowie Gandalf begleiten ihn. Doch auf der gefährlichen Reise stürzt Gandalf in die Tiefen Morias, Boromir wird von Orks getötet und Merry und Pippin werden von ihnen gefangen genommen. Nun trennt sich der Weg der Gefährten. Sam und Frodo machen sich auf den Weg nach Mordor, während Aragorn, Legolas und Gimli die Orks, die Merry und Pippin gefangen haben, verfolgen. Hier endet der erste Teil der Trilogie „Der Herr der Ringe – Die Gefährten“.
„Der Herr der Ringe – Die zwei Türme“ knüpft nahtlos an:
Frodo und Sam kämpfen sich durch ein unwegsames Gebirge. Schließlich bemerken sie, dass sie verfolgt werden. Gollum, die Kreatur, die den Ring vor Bilbo besaß und immer noch davon besessen ist, ihn zu besitzen, ist ihnen auf den Fersen. Sam will Gollum töten, weil er in ihm eine große Gefahr sieht. Doch Frodo hat Mitleid und stimmt zu, als Gollum sich anbietet, beide nach Mordor zu führen. Am großen Tor stellen sie fest, dass dort kein Weg hinein führt. Es ist viel zu scharf bewacht. Gollum kennt jedoch noch einen anderen Weg. Er ist düsterer, gefährlicher und beschwerlicher. Frodo geht das Risiko ein. Wenn er beim Versuch, den Ring zu vernichten, scheitert geht Mittelerde unter. Doch wenn er es gar nicht erst versucht, wird das genauso geschehen. Auf ihrem Weg geraten sie Menschen in die Hände. Boromirs Bruder Faramir ist ihr Anführer und will den Ring zu seinem Vater bringen, damit dieser sich gegen Sauron verteidigen kann. Doch der Ring dient nur einem Herrn: Sauron.
Merry und Pippin können den Orks entkommen und treffen auf Gandalf, der als Gandalf, der Weiße, aus den Schatten zurückgekehrt ist. Sie treffen auch auf Ents, riesige Baumwesen, die sprechen und laufen können. Merry und Pippin wollen sie überzeugen, dass auch sie nicht unbeteiligt diesen Krieg überstehen können und etwas unternehmen müssen.
Aragorn, Legolas und Gimli jedoch begegnen den Bewohnern von Rohan. Deren schwacher König Theoden, der von Sarumans Spitzel jahrelang manipuliert wurde, kann sich nicht allein gegen die angreifenden Orks erwehren. Aragorn, Legolas und Gimli verschanzen sich mit den Bewohnern Rohans in einer Festung. Doch 10 000 Orks greifen an und die Verteidiger sind wenige...
Auch wenn ihr es vielleicht nicht glaubt, aber ich habe mich sehr kurz gefasst bei der Story. Ein bisschen Vorgeschichte gehört da einfach dazu. Auch Regisseur Peter Jackson musste einiges aus dem Buch kürzen oder gar ganz weglassen. Der Roman ist viel zu umfangreich, als dass man ihn eins zu eins im Film umsetzen könnte. Dann würde ein Teil der Filmtrilogie wahrscheinlich fünf, anstatt drei Stunden dauern. Ich finde es auch nicht sehr schlimm, dass vor allem Frodos und Sams Teil der Geschichte, sowie Merry und Pippins Erlebnisse mit den Ents mehr oder weniger stark gekürzt wurden. Tolkien schreibt im Buch sehr viel ausführlicher und detaillierter, doch Peter Jackson gelang es sehr gut, die Grundstimmung einzufangen.
Etwas von der ursprünglichen Story wegzulassen, war nötig, doch etwas hinzuzudichten war völlig unnötig. So stürzt Aragorn von einer Klippe und wird durch seine große Liebe Arwen wieder ins Leben zurückgeholt. Im Buch kommt Arwen gar nicht vor, was zu ändern ich nicht als schlimm empfunden habe, doch der Sturz von der Klippe und Aragorns unvermitteltes Wiederauftauchen stimmte mich nicht so glücklich. Da war ich das erste Mal verstimmt. Das zweite Mal sollte nicht lange auf sich warten lassen. Plötzlich tauchen nämlich Elben auf, die den Bewohnern von Rohan in ihrem Kampf gegen die Orks helfen. Ein weiterer Punkt, der dazugedichtet wurde. Und dann ist da auch noch Faramir, der Frodo und Sam im Buch nach kurzer Verschnaufpause wieder ziehen lässt. Im Film nimmt er sie erst mit auf den Weg zu seinem Vater, bevor er sie aus unerfindlichen Gründen freilässt.
Wie schon gesagt, ist es unmöglich, einen Roman von dieser Dichte und Länge ohne Kürzungen zu verfilmen. Peter Jackson kürzte auch an den richtigen Stellen. Doch Tolkiens Roman ist so perfekt, dass es völlig unnötig ist, noch etwas hinzuzufügen, das nicht in der ursprünglichen Story steht. Diese Änderungen ärgerten mich ziemlich, doch zum Glück bringt das Ende von „Der Herr der Ringe – Die zwei Türme“ die im Buch allzeit präsente und vielgeliebte, im Film jedoch manchmal verloren geglaubte Seele des Romans zurück.
Im Vergleich zum ersten Teil „Der Herr der Ringe – Die Gefährten“ ist dieser zweite Teil sehr viel actionbetonter. Dass der Roman dem jedoch wenig nachsteht, ist beruhigend. Das wird gegen Orks gekämpft, gegen andere finstere Wesen, gegen schwarze Reiter und gegen die Last des Ringes. Gerade im Handlungsstrang, der den Weg Aragorns, Legolas’ und Gimlis darstellt, stehen Kampfszenen hoch im Kurs. Zarte Gemüter werden den Anblick der Orks oder der Uruk-Hai nicht als angenehm empfinden und so ist auch die Altersfreigabe ab 12 in Frage zu stellen.
Bei so einer großen Produktion mit so vielen verschiedenen Charakteren ist es nicht so einfach, die einzelnen schauspielerischen Leistungen zu bewerten. Daher möchte ich auf die Handlungsgruppen eingehen und dort urteilen, wie die Umsetzung der Protagonisten des Romans gelungen ist.
Frodo ((Elijah Wood) und Sam (Sean Astin) befinden sich allein in einer rauen Umgebung. Ihre einzige Begleitung ist der computeranimierte Gollum. Frodo wird schon stark von der Macht des Ringes beeinflusst und ist manchmal aggressiv und greift sogar Sam an. Auch im Buch wird das sehr deutlich. Erfreulich ist daher auch, dass Elijah Wood dies darstellen kann. Seine Mimik ist einfach toll: Manchmal strahlt sie eine innere Ruhe aus, so dass man merkt, dass er mit sich und der Welt im Reinen ist. Zu diesen Zeitpunkten hat der Ring keine Macht über ihn. Doch ebenso plötzlich wechselt sein Gemütszustand, er wirkt bedrückt oder von einer alles zerstörenden Wut besessen. Sean Astin als Sam bildet den Ausgleich zu diesen Ausbrüchen. Er wirkt wie der etwas schwerfällige, aber ungeheuer starke Pol. Er ist der einzige, der Frodo aufrecht halten kann, der ihm helfen kann, diese schwere Bürde zu tragen. Gemeinsam schaffen diese beiden Schauspieler eine Atmosphäre, die der im Buch verblüffend und wunderbar ähnlich ist.
Die anderen Hobbits, Merry (Dominic Monaghan) und Pippin (Billy Boyd) setzen keine großen Akzente, da ihr Teil der Story durch die Kürzungen ins Hintertreffen gerät.
Aragorn (Viggo Mortensen), Legolas (Orlando Bloom) und Gimli (John Rhys-Davies) kämpfen die meiste Zeit. Leider wird die Figur Gimli stark ins Lächerliche gezogen. Die besondere Freundschaft zwischen Gimli und Legolas wird angedeutet, ist aber längst nicht so deutlich wie im Roman. Insgesamt sind diese drei Figuren konstant zu nennen und bestechen eher durch ihre Kampfeskünste, als durch ausgefeilte Schauspielerei. Doch auch im Roman geht es um das, was diese Personen darstellen.
Gandalf (Ian McKellen) wiederum wirkt auch im zweiten Teil weise. Er scheint nun noch mehr Hintergründe zu kennen, von denen er jedoch nur wenige offenbart.
Der Frauen gibt es wenige, diese sind jedoch erlesen. Liv Tyler spielt Arwen und Miranda Otto übernimmt den Part der Eowyn, der Nichte Theodens. Beide sind in Aragorn verliebt, die eine Liebe wird erwidert, die andere nicht. Eowyn ist ganz die stolze Tochter Rohans, wie sie es auch im Buch ist. Doch im Film scheint sie durch ihre enttäuschte Liebe sehr viel verletzlicher als im Roman. Beide Damen machen im begrenzten Rahmen ihrer Rollen Eindruck.
Nun möchte ich noch kurz auf die Spezialeffekte eingehen. Schon im ersten Teil „Der Herr der Ringe – Die Gefährten“ war ich beeindruckt von der Kunst, die aus dem Computer kommt. Im zweiten Teil „Der Herr der Ringe – Die zwei Türme“ wurde das noch getoppt.
Frodo träumt, wie Gandalf in die Tiefen Morias fällt. Die Kamera folgt seinem Sturz und auch der folgende Kampf mit dem Balrog scheint völlig echt zu sein. Da ist nicht ein kleiner Wackler, nicht eine Unebenheit zu finden. Auch die Heerscharen Sarumans mit 10 000 Orks sind am Computer entstanden. Durch die Kameraeinstellungen sieht das echt beängstigend aus. Ein weiteres Highlight sind die Ents. Diese riesigen sprechenden Baumwesen sehen zwar nicht ganz so aus, wie ich sie mir vorgestellt habe, laufen dieser Vorstellungen jedoch auch nicht zuwider.
Der Coup ist jedoch Gollum. Dieses Wesen entspringt gänzlich dem Computer und ist so perfekt gelungen, dass es schon fast unheimlich ist. Dieses Geschöpf hat zwei Seelen. Die eine ist böse und will nur eines: den einen Ring. Der andere Teil seiner selbst ist gut und möchte Frodo helfen. Oft führt er deshalb Selbstgespräche. Dies ist völlig perfekt gelungen, dass man manchmal denkt, es seien zwei verschiedene Wesen. Mimik und Stimme unterscheiden sich so stark und zeigen doch ein und dasselbe Wesen. Von dieser Leistung bin ich absolut beeindruckt.
Regisseur Peter Jackson konnte auch auf eine grandiose Kameraarbeit und Musik zurückgreifen. Die Kamera unter der Leitung von Andrew Lesnie zeigt rasante Kampfszenen ebenso gut wie weite Blicke über eine grandiose Landschaft. Hierbei konnte ich beim Zuschauen oft ganz und gar eintauchen in diese faszinierende Welt.
Die Musik wurde wieder von Howard Shore komponiert. Wie schon im ersten Teil der Filmtrilogie ist sie auch hier monumental. Großartige Orchesterstücke unterstützen die Komplexität Mittelerdes. Dadurch, dass bedeutende Motive aus dem Soundtrack des ersten Teiles wieder verwendet werden, wird eine geschickte Verbindung zum ersten Teil geknüpft.
Um alles noch einmal zusammenzufassen, möchte ich sagen, dass „Der Herr der Ringe – Die zwei Türme“ für alle diejenigen ein Genuss sein wird, die schon den ersten Teil kennen und das Buch nicht gelesen haben. Für Menschen, die weder den ersten Teil nicht gesehen noch das Buch gelesen haben, werden wohl die Zusammenhänge wenig deutlich. Alle unter euch, die das Buch gelesen haben und Fans geworden sind, werden sich wohl an manchen Stellen ärgern. Die wirklich unnötigen Veränderungen trüben den Filmgenuss etwas. Dafür sind die Bilder und die Musik wieder grandios, die Schauspieler verkörpern ihre Rollen perfekt und die Computeranimationen sind umwerfend. Eigentlich ist auch die Umsetzung des Romans gelungen, doch über die sinnlosen Veränderungen möchte und kann ich nicht hinwegsehen. Deshalb muss ich einen Punkt abziehen.
Ich wünsche euch trotzdem viel Spaß beim Ansehen von „Der Herr der Ringe – Die zwei Türme“! Den hatte ich auch! weiterlesen schließen -
Endlich geschafft
31.12.2002, 11:03 Uhr von
Jakini
War die letzten Wochen seltener online, zum einen durch mein Autoverkauft, zum anderen hatten mei...Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Wie ich dazu kam den Film zu sehen:
===================================
Ich muß gestehen, daß ich die Bücher zu der Herr der Ringe nicht gelesen habe, so arg hat mich die Geschichte nicht interessiert. Dennoch kam ich nicht umhin, mir den ersten Teil zu Hause auf DVD anzusehen, wenn er schon mal da ist und alle Welt davon spricht und schwärmt, dann muß ja so etwas sehen. Leider habe ich diesen ersten Teil bisher nie zu Ende gesehen, denn ich bin immer dabei eingeschlafen, die letzten Monaten mit Baby und Hausbau haten mich ganz schön geschafft. Trotzdem habe ich mich Freunden angeschlossen und bin gestern mit ins Kino, den zweiten Teil,
Der Herr der Ringe - Die zwei Türme
zu sehen.
Ich ging mit gemischten Gefühlen ins Kino, auf dem Film hatte ich keine große Lust, war aber sehr neugierig, warum so viele so wild auf diesen Film sind, denn das Kino war auch gestern, zwei Wochen nach Filmstart bis auf den letzten Platz besetzt. Vorallem aber tat es mir gut, nach unserem ganzen Streß endlich mal wieder rauszukommen und ein bisschen Pause von meinen drei kleinen Quältgeistern zu haben.
Worum geht es in dem Film:
==========================
Zu Beginn erwartet einen eine wunderschöne Einstellung mit der Landschaft von Neuseeland, geführt von einer erstklassigen Kammeraführung.
Dann wird zu dem Zauberer Gandalf geschwenkt, wie dieser mit einem Monster kämpft. Doch Gandalf verliert den Kampf, sehr zum Leidwesen von Frodo.
Frodo ist mit Sam weiterhin auf dem Weg nach Mordor, sein Wille ist fenster denn je, den Ring, der langsam Macht über ihn gewinnt, zu vernichten. Sie werden schon länger von einem merkwürdigen Wesen verfolgt, das eines Nachts versucht, Frodo zu töten, und den Ring an sich zu nehmen. Doch Frodo und Sam können ihn überwältigen und nehmen ihn gefangen. Er muß einen Eid schwören, daß er die beiden nach Mordor bringt.
Während dessen sind Pippin und Merry gefangen genommen worden, von den Orks. Aragon, Legolas und Gimli sind auf der Suche nach ihnen, um sie zu retten.
Die Orks treffen auf den Neffen von König Theoden, der aus einem Land verbannt wurde, da er versuchte, seinen Onkel vor dem Bann des Zauberers Saruman zu retten. Sie werden von dem Heer besigt und der Kadaver der Orks wird verbrannt, offensichtlich auch die Kadaver von Pippin und Merry, so glauben es zunächst Aragon und seine beiden Freunde. Doch als sie bei den Kadavern ankommen, spüren, sie daß die Freunde noch leben.
Pippin und Merry sind in einen Wald geflüchtet, verfolgt von einem Ork der sie essen wollten, denn die Orks hatten schon seit längerem kein Flesch mehr. Sie retten sich auf einem Baum, der sich plötzlich bewegt und den Ork vernichtet. Dieser weiß nicht, ob sie Freund oder Feind sind und bringt sie zu dem weißem Zauberer.
Aragon, Legolas und Gimli nehmen die Spur der beiden auf und gehen ebenfalls in den Wald, wo sie auf den weißen Zauberer treffen, die sie versuchten zu bekämpfen. Doch sein Zauber war stärker, zum Glück, denn der weiße Zauberer ist niemand anderes als Gandalf, der seine Aufgabe auf der Erde noch nicht erfüllt hatte und deswegen ein neues Leben als Gandalf der weiße bekommen hat.
Gemeinsam ziehen sie zum Schloss von König Theodon, um diesen von dem Bann des Bösen zu befreien. Gandalf verkleidet sich wieder als Gandalf der graue und schafft es tatsächlich, Saruman aus König Theodon zu vertreiben. Sie versuchen ihn dazu zu überreden, gegen die Orks zu kämpfen, doch der König will lieber fliehen, in seine angeblich sichere Festung.
Auf dem Weg werden sie von Orks übefallen und Aragon stürzt in die Klippen.
Ich denke, das reicht von der Handlung, die meisten werden sicherlich den Film inzwischen selber gesehen haben, oder aber das Buch kennen, deswegen habe ich überhaupt so weit ausgeholt. Daß Gandalf doch nocht lebt ist unverkennbar auf den Filmpostern zu sehen, wo er wieder abgebildet ist.
Wie ist meine Meinung zu dem Film:
==================================
Hier wurde wahrlich ein Meisterwerk vollbracht, denn die Kulissen sind einmalig, die Schauspieler passen ausgewählt und so manches Ungetier in dem Film wurde sehr gut dargestellt, so daß es beim sehen gar nicht auffällt, daß es Computer Animationen sind. Besonders beeindruck hat mich die Figur des Gollum, ein mageres Kerlchen, daß eher am Boden krabbelt, aber einen komischen Kopf hat. Aber auch die beweglichen Bäume, die Ents fand ich sehr beeindruckend.
Die Schauspieler waren, wie schon im ersten Teil sehr passend gewählt, so haben die Elben alle sehr ähnliche Gesichtszügen, dies auszuwählen war sicherlich nicht einfach. Auch die Menschen des Filmes, schlagen vom Typ her in eine Richtung, so auch die Hobbyts, die klein und mit großen Augen und lockigen Haaren sind.
Insgesamt finde ich die Geschichte aber doch sehr lang gezogen und auch anstregend, denn sie springt ja zwischen den Gefährten, die nun in drei Gruppen weiter gehen, hin und her, ist man gerade in die eine Gruppe vertieft, dann taucht auf einmal die andere Gruppe auf.
Besonders anstregend fand ich die Schlachten, die sich zum Teil zu lange hinzogen, für die Handlung sind sie sicherlich wichtig, doch gerade am Ende des Filmes war es mir persönlich zu viel und ich war froh, als der Film zu Ende war.
Am besten gefallen hat mir der Zwerg Gimli, er hat ein bisschen Witz in den Film gebracht, vorallem sein kleiner Zwiespald mit dem Elben Legolas. Bei der großen Schlacht am Ende zählen sie beide zu Beginn die Orks, die sie geschafft haben und versuchen sich auf lustige Weise zu übertrupfen, das bringt etwas Abwechslung in die sonst recht zähe Handlung des Kampfes.
An vielen Stellen konnte ich, obwohl ich das Buch nicht kannte, erahnen, was als nächstes passiert, es gibt irgendwie immer kleine Hinweise, so z.B. der weiße Zauberer, ein Freund der Bäume, das konnte einfach nur Gandalf sein, zumahl er ja auf den Filmplakaten wieder zu sehen war. Aber auch, daß die Bäume mit anfangen, zu kämpfen, da sie ja ebenfalls bekämpft und vernichtet werden sollen.
Zunächst fand ich den Film einfach nur Grausam und habe mir gedacht, daß es kein Wunder ist, daß so viel auf der Welt herrscht, doch dann habe ich noch während des Filmes umgedacht, denn das Geschehen sollte ein wenig zum Nachdenken anregen.
Es gibt genug Böses auf dieser Welt und der Ring bedeutet Macht, wie sie viele haben wollen. Doch Macht bedeutet im Grunde nichts Gutes, sondern es ist Böse. Das wird hoffentlich jedem, der den Film sieht klar. Frodo und seine Gefährten kämpfen aber für das Gute, für die Menschheit, damit diese nicht verloren geht. Manchmal kann man das im wahren Leben aber auch befürchten, zwar nicht so, wie bei Herr der Ringe, doch die Menschen bekämpfen sich doch zum Teil selber und vernichten sich damit ev. eines Tages, wenn sie nicht aufpassen.
Ein andere Teil ist die Natur, die von vielen mit Füßen getreten wird, auch sie rächt sich an der Behandlung der Menschen, wenn nicht gerade auf die Weise, wie in der Geschichte, doch warum gibt es wohl so viele Umwelkatastrophen? Gerade dieses Jahr die Flut hat doch wieder gezeigt, daß wir mit unserer Natur behutsamer umgehen sollten.
Dies waren meine eigenen Gedanken zu dem Film, den ich ursprünglich schrecklich fand, weil so viel gekämpft wird, doch mit diesem Blickwinkel gefällt auch mir die Geschichte und ich bin jetzt schon gespannt, wie es im dritten und letzten Teil weitergehen wird.
Auf jeden Fall habe ich festgestellt, daß man den Film auf jeden Fall im Kino ansehen sollte und keines Falls zu Hause. Den ersten Teil habe ich zu Hause nie zu Ende gesehen, entweder, weil ich doch von meinen Kindern gestört wurde, oder einfach übermüdet auf dem Sofa eingeschlafen bin. Im Kino war ich hellwach, nur anschließend etwas geschafft, denn insgesamt vier Stunden mit 45 Minuten Werbung vorweg im Kinosessel zu verbringen, das schafft ganz schön, auch mit 10 Minuten Pause.
Freigegeben ist dieser Film ab 12 Jahren, das finde ich persönlich nicht o.k. Unter 16 Jahren würde ich in diesen Film meine Kinder nicht gehen lassen, und früher dürfen sie diesen Film auch zu Hause nicht ansehen, denn es ist doch ein hartes Thema mit sehr vielen grausamen Szenen.
Fazit:
======
Für mich war dieser Film ein Erlebniss, auch wenn ich am Ende froh war, daß er zu Ende war, denn drei Stunden Film und 45 Minuten Werbung sind auch mit einer Pause von 10 Minuten ganz schön lange.
Trotzdem möchte ich den Film empfehlen, wer ihn sehen möchte, der sollte ins Kino gehen, denn nur dort wirkt er so richtig. weiterlesen schließen -
Ein Ring sie zu knechten...
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Langsam glaube ich, dass es schwerer ist, eine Kinokarte für „Herr der Ringe – Die zwei Türme“ zu bekommen, als den Einen Ring zum Schicksalsberg zu bringen und dort zu zerstören. Was sind schon ein paar Orks und Ringgeister gegen Millionen von Kinobesuchern die nur ein Ziel haben: Die Herr der Ringe-Fortsetzung zu sehen???
--------VORGESCHICHTE:--------
Hier noch einmal eine kurze Zusammenfassung von „Herr der Ringe – Die Gefährten“. Der Hobbit Frodo hat über viele Umwege den Einen Ring bekommen, der seinem Besitzer die Macht über alles Leben in Mittelerde gibt. Der Zauberer Gandalf sagt Frodo, er müsse den aus dem heimatlichen Auenland bringen, da der dunkle Herrscher Sauron schon nach dem Ring suche. Bekommt er ihn, ist alles Leben in Mittelerde in Gefahr. Auf ihrem Weg treffen die Hobbits Frodo, Sam, Merry und Pippin auf den Menschen Streicher. Später wird Frodo zum Ringträger gewählt, der die Aufgabe hat, den Einen Ring zum Schicksalsberg im Land Mordor zu bringen und ihn dort zu zerstören. Der Haken an der Sache: Im Land Mordor regiert Sauron, der alles daran setzt, an den Ring zu kommen.
Frodo macht sich also auf den Weg. Aber er ist nicht allein. Er wird von den Hobbits Sam, Merry und Pippin begleitet. Auch Streicher und der Zauberer Gandalf kommen mit auf die gefährliche Reise. Neben ihnen sind noch der Zwerg Gimli, der Mensch Boromir und der Elb Legolas mit von der Partie.
Am Ende von „Die Gefährten“ kommt es zu einem Kampf der Gefährten gegen böse Orks. Dabei wird Boromir tödlich verletzt und die Hobbits Merry und Pippin werden entführt. Frodo und Sam machen sich allein auf den Weg nach Mordor und so bleiben nur noch Gimli, Streicher und Legolas zurück – Gandalf ist bereits vorher scheinbar getötet worden.
--------DIE ZWEI TÜRME:--------
Die Handlung ist nun in drei Handlungsstränge geteilt: Frodo (Elija Wood) und Sam (Sean Astin) sind mit dem Ring unterwegs nach Mordor. Sie verlaufen sich aber mehrfach und wissen schon bald nicht mehr ein noch aus. Da schaffen sie es aber, Gollum, der die beiden schon lange verfolgt, zu fangen. Gollum würde auch alles dafür tun, seinen „Schatz“, den Einen Ring wieder zu bekommen. Frodo beschließt Gollum nicht zu töten, da er den Weg nach Mordor kennt. Er soll die beiden Hobbits dort hin führen, was Sam nicht gefällt. Er ist Gollum gegenüber misstrauisch. Aber Gollum gibt sich immer freundlicher und versucht auch nicht zu entkommen – Alles nur Taktik um an den Ring zu kommen, oder hat Gollum wirklich einen Sinneswandel durchgemacht?
Aragorn (Viggo Mortensen), Legolas (Orlando Bloom) und Gimli (John Rhys Davies) verfolgen tagelang die Spur der vielen Orks, die Merry und Pippin entführt haben. Auf ihrer Verfolgungsjagd treffen sie auf einen totgeglaubten Bekannten – Zauberer Gandalf (Ian McKellen). Mit ihm zusammen versuchen sie dem König Theoden (Bernhard Hill) zu helfen. Dessen Königreich Rohan ist nämlich in Gefahr. Der böse Zauberer Saruman (Christopher Lee) will nämlich Rohan mit einem riesigen Heer von Orks angreifen um die Menschen in Mittelerde zu vernichten. Also flüchtet sich das Volk von Rohan in die Festung „Helms Klamm“ um dort den Angriff zu erwarten und vielleicht abwehren zu können. Doch Sarumans Heer scheint übermächtig...
Merry (Dominic Monaghan) und Pippin (Billy Boyd) werden von den Orks verschleppt. Doch dann kommt es zu einer überraschenden Schlacht der Orks gegen einige Menschen aus Rohan. Während der Schlacht können die beiden Hobbits entwischen und fliehen den mysteriösen Wald Fangorn. Dort treffen sie das Baumwesen Baumbart. Baumbart ist ein Baum, der sprechen und sich bewegen kann. Er nimmt die beiden Hobbits mit und beschließt dann nach einigem Hin und Her, dass sein Volk – die Ents – einen letzten langen Marsch machen. Er führt Baumbart und seine Ents nach Isengard, die Festung des Zauberers Saruman. Die Ents wollen sich dafür rächen, dass Sarumans Orks so viele Bäume und damit auch Ents gefällt und getötet haben. Aus dieser Rache wollen sie Isengard zerstören...
--------KOMMENTAR:--------
„Der Herr der Ringe – Die zwei Türme“ ist, genau wie der erste Teil dieser Trilogie, wieder sehr lang geraten. 179 Minuten muss der Kinobesucher in seinem Sessel sitzen, bevor der Film zu Ende ist. Das ist allerdings nicht sonderlich schwer, denn „Die zwei Türme“ ist, genau wie der Vorgänger, wieder sehr aufwendig gedreht und sehr mitreißend gemacht. Im Gegensatz zum ersten Teil ist dieser auch um einiges spannender, was schon allein daran liegt, dass der Film ohne einen Rückblick auf den ersten Teil gleich dramatisch mit Frodos und Sams Reise nach Mordor beginnt. Auch die anderen Handlungsstränge sind meist spannend, aber teilweise auch lustig. Hier und da findet man immer mal wieder einen lustigen Spruch, der den Kinosaal zum Lachen bringt. Das ist gerade während der Schlacht um die Festung „Helms Klamm“ auch bitter nötig, denn diese Schlacht wird mindestens 30 Minuten gezeigt.
Großes Lob zolle ich auch den Schauspielern, die alle ausnahmslos ihre Sache hervorragend machen. Und leicht stelle ich es mir wahrlich nicht vor, dieses Gefühl von Mittelerde – einer Fantasywelt – auf den Kinobesucher zu übertragen. Aber das gelingt über die volle Distanz sehr gut. Es wäre nun auch falsch, einen Schauspieler besonders hervorzuheben, da bei diesem Film eigentlich niemand besonders im Vordergrund steht.
Großes Lob geht auch an die Maske und die Special Effects, sowie die Kameraleute, die diese wundervollen Landschaftsaufnahmen eingefangen haben. Die „Herr der Ringe“-Trilogie wurde in der traumhaften Landschaft Neuseelands gedreht und ist wirklich schön anzusehen. Die Maskenbildner hatten besonders bei den Orks sicher alle Hände voll zu tun und bei der Schlacht um Helm Klamm, der Animation von Gollum und Baumbart und vielen weiteren Szenen wurde wirklich das maximal mögliche aus der aktuellen Tricktechnik geholt.
Nun lobe und lobe ich diesen Film, gebe ihm aber nicht die Topbewertung?! Das liegt einzig und allein daran, dass ich das Buch „Herr der Ringe“ gelesen habe und daher etwas enttäuscht über die filmische Umsetzung bin. In „Die Gefährten“ hat sich Regisseur Peter Jackson noch recht genau an die Romanvorlage gehalten, aber im zweiten Teil sah er das scheinbar sehr viel lockerer. So taucht in „Die zwei Türme“ zum Beispiel die schöne Elbin Arwen (Liv Tyler) auf, die im Roman mit keinem Wort erwähnt wird. Auch die Rolle von Theodens Nichte Eowen (Miranda Otto) wurde um einiges vergrößert. Im Roman taucht sie in zwei, drei Sätzen auf, im Film bekommt sie fast eine tragende Rolle. Das liegt wohl besonders daran, dass Miranda Otto mehr als nur gut aussieht und es so sicher schade für die männlichen Zuschauer wäre, sie nur zweimal durch das Bild laufen zu sehen. Gut, ich will mich nicht beschweren, habe da auch gern hingesehen, aber ein Werk wie Tolkiens „Herr der Ringe“ hat es nicht verdient aus kommerziellen Hollywood-Gründen verändert zu werden. Damit aber nicht genug: So scheint es im Film, als ob Aragorn in einem Kampf fällt. Im Roman kommt es weder zu diesem Kampf, noch dazu, dass die Gefährten vermuten Aragorn wäre tot. Auch die Art, wie Baumbart sich dazu entscheidet mit den Ents Isengard anzugreifen ist im Roman komplett anders beschrieben – schade für den Film, dass das nicht so beibehalten wurde. Und dann der Hammer: Das Ende des Kampfes um Isengard wird im Film fast komplett weggelassen. Was aus Saruman wird, wird dem geneigten Zuschauer nicht gezeigt... So könnte ich nun noch einige weitere Beispiele nennen. Klar, ich erwarte nicht, dass der Film genauso gut wird wie das Buch, weil Filme zu Romanvorlagen meist schlechter sind. Aber was hier von Peter Jackson geändert wurde, ist wirklich schade. Da klingt es ja schon komisch, wenn ich beim Film „Die Gefährten“ immer nur kritisiere, dass Tom Bombadil aus dem Roman im Film nicht vorkommt.
--------FAZIT:--------
So, um nun versöhnlichere Worte anzustimmen: Im Vergleich zum Roman hat der Film einige Mängel. Trotzdem ist „Herr der Ringe – Die zwei Türme“ ein Meisterwerk, dem ich gerade so nicht die Topbewertung geben kann, da ich die bessere Romanvorlage kenne. Trotzdem: Ansehen ist Pflicht!!! weiterlesen schließen
Informationen
Die Erfahrungsberichte in den einzelnen Kategorien stellen keine Meinungsäußerung der Yopi GmbH dar, sondern geben ausschließlich die Ansicht des jeweiligen Verfassers wieder. Beachten Sie weiter, dass bei Medikamenten außerdem gilt: Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
¹ Alle Preisangaben inkl. MwSt. und ggf. zzgl. Versand. Zwischenzeitl. Änderung der Preise, Lieferzeiten & Lieferkosten sind in Einzelfällen möglich. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr.
Bewerten / Kommentar schreiben