Pro:
Vorspann, Jean Reno, einige Kampfszenen
Kontra:
leider nur nach dem Schema ... Fortsetzung mit mehr Blut, ohne sonderliche Handlung oder neues, kommt nicht an Teil1 heran
Empfehlung:
Ja
was sich hier so treffend reimt, bezeichnet leider die Fortsetzung bzw. den zweiten Teil von Die purpurnen Flüsse 2, der momentan in unseren Kinos läuft. Ich habe ihn mir angesehen und möchte Dir nun in diesem Bericht von meinen Eindrücken erzählen.
=ALLGEMEINES===
Als ich mir vor ein paar Jahren ohne Vorahnung die purpurnen Flüsse (1) im Kino angesehen habe, war ich ziemlich überrascht. Ein starker Film, spannend mit einigen grausigen Szenen ermittelte Kommissar Niemans (Jean Reno) in seltsamen Mordfällen.
Die purpurnen Flüsse 2 - Die Engel der Apokalypse ist der neueste französische Krimi/Thriller vom Regisseur Olivier Dahan, für den ich eine Kinovorstellung um 5,40 EUR besucht habe.
Die homepage zum Film lautet http://www.rp2-lefilm.com ... ein genaues Mindestalter habe ich momentan nicht bei der Hand, aber jugendfrei ist der Streifen sicherlich nicht!
=STORY===
Der Krimi/Thriller beginnt seine 100 Minuten Spieldauer mit einem düsteren Szenario. Strömender Regen, die Mauern eines Klosters in Frankreich zur deutschen Grenze, wie man im Laufe des Filmes erfährt. Vermumte Gestalten werden eingelassen in das Kloster und bekommen eine Unterkunft für die Nacht. Ein nicht abergläubischer Mönch nimmt sich das Zimmer dreizehn und als er sein Kruzifix an der Wand einschlägt, schießt Blut aus der selben.
Jean Reno als Kommissar Niemans hat seinen Auftritt und er und sein Team finden hinter der Wand eine eingemauerte, gekreuzigte Leiche. Natürlich bleibt es nicht bei dem einen grausamen Mord und bald trifft er mit seinem Bekannten Reda (Benoit Magimel) zusammen, den er im ersten Teil geschult hat. Die beiden kämpfen vortan im Team um die seltsamen Morde aufzuklären und geraten schnell in Lebensgefahr ...
=EINDRUCK===
Ich hatte eine gewisse Vorahnung, dass diese Fortsetzung nicht an Teil1 herankommen wird. Zu sehr hatte ich schon von vielen grausamen Szenen gehört und leider hat sich das ganze auch bewahrheitet. Schema F für Teil2 ... mehr Blut, mehr Tote, dafür kann an Handlung etwas zurückgenommen werden.
So wirken die vielen Szenen mit den kämpfenden, todbringenden Mönchen, die scheinbar übernatürliche Kräfte besitzen bald ebenso übertrieben, wie die zwanghaft dargestellten Ritualmorde mit Weltuntergangstouch.
Jesus, ein Anführer einer 12-köpfigen Gruppe fantasiert von apokalyptischen Vorzeichen und dem bevorstehenden Untergang der Menschheit und die Mönche nageln ihre Opfer im wahrsten Sinne des Wortes an die Wand.
Benoit Magimel spielt wieder einen jungen Polizisten und zeigt einige gute Kampfszenen. Ich fand ihn ganz gut und er bringt seine Rolle meiner Meinung nach ganz gut rüber.
Jean Reno ist sowieso ein Schauspieler, den ich gerne sehe. Er spielt einen erfahrenen Kommissar, den nichts so schnell aus der Bahn wirft. Sonderlich hervorheben konnte er sich aber in diesem Teil auch nicht.
Es kommen im Film einfach zu viele Dinge und Szenen vor, die nicht wirklich mystisch wirken oder die gewollte apokalyptische Untergangsdrohung bestärken, zu vorhersehbar sind die Geschehnisse, dass dahinter einfach nur Menschen stecken.
Warum dann die Deutschen ins Spiel gebracht wurden ist mir auch nicht ganz klar, und das auflösende Ereignis, um das es sich im gesamten Film eigentlich dreht ist auch eher enttäuschend als überraschend.
Wie gesagt kommen einige grausame Szenen vor, aber das allein macht noch keinen guten Thriller aus. Gerne hätte ich positiveres berichtet über die purpurnen Flüsse 2.
Ich will den zweiten Teil zwar nicht verteufeln, aber wenn man sich diese Fortsetzung ansieht sollte man keine nahtlose Anknüpfung an Teil1 erwarten. So kann ich Euch die purpurnen Flüsse 2 höchstens bedingt empfehlen mit der Ankündigung nicht zuviel zu erwarten.
So bedanke ich mich fürs Lesen und wünsche uns allen wieder spannendere Thriller ... heute schon geMOFFt? weiterlesen schließen
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