Pro:
Darsteller, erstaunlich plausible Story, spannend
Kontra:
nichts außer das er vielleicht etwas länger hätte sein können
Empfehlung:
Ja
Französische Filme liebt man oder man hasst sie. Die purpurnen Flüsse war ein Überraschungshit 2001 und Teil 2 ist ein würdiger Nachfolger der noch etwas mehr Action und Spannung mitbringt als sein Vorgänger.
Inhalt
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Story / Kritik
Cast & Crew
Und sonst?
Fazit
:: Story und Kritik ::
Alles hätte mal wieder so ein schöner, ruhiger Tag im Kloster Lothaire werden können, doch beim Einschlagen eines Nagels in die alten Klosterwände fließt Blut aus dem Loch. Das ganze Wunder entpuppt sich aber als eingemauerter Körper eines jungen Bruders der Anhänger eines besonderen Kults war. Er gehörte zum Kreis von 12 Aposteln um einen wiedergekehrten Jesus. Inspektor Niemans steht also vor einem riesen Problem. Wo in ganz Frankreich soll er einen Jesus ausfindig machen. Glücklicherweise läuft dieser Inspektor Reda ganz in der Nähe vor die Füße und das mit einem guten Freund, einer Pistolenkugel im Körper. Reda lässt den Jesus, der immer wieder von den Engeln der Apokalypse spricht (Untertitel des Films) in ein Krankenhaus bringen, doch auch dort ist der vermeintliche Sohn Gottes vor einer Gruppe Übermönchen nicht sicher, die scheinbar unbesiegbar sind und sich so ganz nebenbei eine Halsbrecherische Verfolgungsjagd mit Reda leisten. Wie schon im ersten Teil führen irgendwann die beiden Ermittlungen zueinander und die Inspektoren Niemans und Reda werden ein unzertrennlichen Team wie es selbst Buddy Cops a la Starsky&Hutch oder Sonny&Tubbs nicht gewesen sind.
Was Teil 1 nicht konnte vermag Teil 2 können: von der ersten Minute an bringt Die purpurnen Flüsse 2 eine unglaubliche Spannung und gekonnten Grusel auf die Leinwand. Dazu trägt sicherlich die etwas mystischer Story zwischen Glauben, Geschichte und Erfindung bei und natürlich das wesentlich düstere Setting. Auch wenn es fast schon abgedroschen klingen mag so regnet es in fast allen Schlüsselszenen genauso kräftig wie in „Se7en“ (Sieben). Im Gegensatz zu den deutschen Versuchen wie „Tattoo“ fällt dies aber nicht weiter auf, sondern ganz im Gegenteil kauft man das Regisseur Oliver Dahan als notwendiges Mittel zum Zweck ab.
Als Deutscher muss man trotzdem gewisse Abstriche machen, denn wie schon die bekannte Reihe „Taxi“ bewiesen hat müssen wir mal wieder als Feindbild Nummer 1 hinhalten und so ist auch Les Riviéres pourpres 2 keine Ausnahme und ein ehemaliger Untergebener Hitlers gespielt von keinem anderen als Mr. Dracula höchstpersönlich Christopher Lee ist der vermutliche Drahtzieher der ganzen Verschwörung. Aber auch das tut dem Film keinen Abbruch.
Wer sich übrigens im Laufe des Films fragen mag wie Supermönche, apokalyptische Voraussagen und der ganze Schnickschnack glaubhaft aufgeklärt werden können dem sei gesagt, dass dies tatsächlich funktioniert und auch am Ende plausibel geschieht. Es bleibt keine wirkliche Frage offen und das hat mich doch etwas überrascht.
:: Cast & Crew ::
Hauptdarsteller ist mal wieder Weltstar Jean Reno alias Commissaire Niemans und wie schon im ersten Teil schafft es Reno einen gewissen Flair auf die Leinwand zu bringen von dem sich so mancher große Hollywood Star eine Scheibe abschneiden sollte. Dies hat sein Co-Star Benoit Magimel allerdings nicht nötig. Er spielt fast noch besser als Reno und kann entsprechend auch überzeugen. In Deutschland ist das markante Gesicht leider bisher auch eher unbekannt und ich kann nur hoffen, dass sich das ändert. Denn der Mann hat es drauf und man wird sicher noch das eine oder andere von ihm hören.
Wie bei französischen Filmen üblich kommen die wenigstens nach Deutschland oder wenn dann überhaupt nur direkt auf Video/DVD raus (wie Bsp. der famose „Vidocq“ der danach doch noch eine Verwertung auf dem Fantasy Filmfest fand), was eigentlich schade ist, denn viele der französischen Filme sind wirklich gut. Entsprechend kennen wir natürlich auch den Regisseur Olivier Dahan hierzulande nicht – obwohl er schon für recht erfolgreiche Filme verantwortlich war die zumindest international veröffentlich wurden.
Geschrieben wurde der Film übrigens von keinem anderen als Luc Besson den wir dann auch mal wieder kennen. Ganz im Gegenteil zum ersten Teil der ja noch auf einem Buch basierte und vom Autor selbst adaptiert wurde.
:: Und sonst? ::
Im Gegensatz zum ersten Teil hat es Les Riviéres pourpres 2 tatsächlich kurz nach dem französischen Start auch in die deutschen Kinos geschafft. Teil 1 war fast ein Jahr unterwegs bis er in unseren Lichtspielhäusern ankam.
Das Budget betrug 30,000,000 Millionen Euro und allein in Italien hat der Film im ersten Monat ganze 10,000,000 Millionen eingespielt und erst dieses Wochenende wurde der Film sogar in Japan in die Kinos gebracht!
:: Fazit ::
Was mich an Die Purpurnen Flüsse 2 unglaublich fasziniert hat ist das Spiel mit Fakt und Fiktion. So wird gekonnt der Inhalt der Bibel, also unsere christliche Geschichte mit Nazi-Deutschland und erfundener Mystik zu einem unglaublich spannenden und dynamischen, actionreichen Film verbunden. So etwas schafft man selten ohne Abstriche an der Glaubwürdigkeit zu machen. Und auch wenn einige behaupten mögen das Ende wird dem Film nicht gerecht so fand ich die Story schön rund und ganz ohne Ecken und Kanten geht es dann ja doch in keinem Film ;).
Das einzige was ich vielleicht bemängeln könnte ist das der Film zu schnell zu Ende ist. Ein paar Minuten vorher und am Finale hätten dem Gesamteindruck gut getan. Aber auch so macht er Spaß und besser als das Ende des ersten Teils ist dieses allemal.
Ich kann den Film also wirklich nur jedem empfehlen!
:: Datenblatt ::
Titel: Die purpurnen Flüsse 2 - Engel der Apokalypse
Original Titel: Les Riviéres Pourpres 2 - Les anges de l'apocalypse
Regie: Oliver Dahan
Darsteller: Jean Reno, Boniot Magimel
Länge: 100min
Verleih:
FSK: ab 16 Jahren
Copyright t_durden @ ciao / yopi 2004 weiterlesen schließen
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