Pro:
wundervoll, romantisch, lustig, traurig - alles was man braucht für einen schönen Fernsehabend
Kontra:
nix
Empfehlung:
Ja
Anmerkung: Mein Bericht bezieht sich lediglich auf die Video-Version des Films, aber leider hab ich nur diesen einen Eintrag bei Yopi gefunden. Ich kann aber nichts zum Extra-Material der DVD sagen, weil ich die DVD nicht kenne. Bitte berücksichtigt das bei Eurer Bewertung. Danke!
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Titel Deutschland: Frankie & Johnny
Titel USA: Frankie & Johnny
Genre: Lovestory
Farbe, USA, 1991, FSK 12
Kino Deutschland: 1991-12-19
Laufzeit Kino: 118 Minuten
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Darsteller:
Al Pacino (Johnny)
Michelle Pfeiffer (Frankie)
Hector Elizondo (Nick)
Kate Nelligan (Cora)
Nathan Lane (Tim)
Jane Morris
Regie: Garry Marshall
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"Was hat er getan?" - "Er sagt er ist in mich verliebt und will mit mir zusammen sein." - "Dieses Ekel!"
Johnny ist ein frisch aus dem Knast entlassener Betrüger, lebenslustig, einfühlsam und offen auf andere zugehend. Er glaubt noch an die große, wahre Liebe und zitiert auch schon mal Shakespeare, auch wenn er auf den ersten Blick nicht wie der große Romantiker wirken mag...
Frankie ist Bedienung in der Frittenbude, in der er nach seiner Entlassung einen Job als Hilfskoch gefunden hat. Und sie hat schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht. Nach diversen gescheiterten Beziehungen hat sie die Nase voll vom anderen Geschlecht und von der Suche nach der großen Liebe – desillusioniert hat sie sich mit ihrer Einsamkeit abgefunden.
Doch Johnny hat ein Auge auf sie geworfen und läßt nicht locker. Er ist überzeugt, daß Frankie und er füreinander geschaffen sind und daß er in ihr seine große Liebe gefunden hat. Doch nach all den Rückschlägen in der Vergangenheit blockt sie jeden Versuch Johnnys, ihr näher zu kommen, rigide ab.
Doch Johnny läßt nicht locker und schließlich schafft er es, sie zu überreden, ihn zu einer Party zu begleiten. Als sie danach eine gemeinsame Nacht verbringen, glaubt er sich schon am Ziel. Doch die Probleme fangen jetzt erst richtig an...
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"Ich hab Angst vor dem Was ich war, ich hab Angst vor dem Was ich bin, Was ich sein werde und Was ich niemals sein werde."
Eine Komödie? Eine Tragödie? Eine Liebesschnulze oder eine Milieustudie? Irgendwie hat dieser Film von allem etwas.
Die zarte Liebesgeschichte zwischen den beiden Protagonisten hat sehr viel zartes und verletzliches an sich. Es geht um Einsamkeit, um Enttäuschung, um Angst vor Nähe und um Verletzbarkeit. Und letztlich geht es um das eine große Gefühl, dem doch irgendwie alle Menschen hinterherjagen – der wirklichen, wahren, großen Liebe.
Frankie scheint ein rauher Typ zu sein. Betrüger, frisch aus dem Knast, wirkt auf den ersten Blick wie ein Kerl, den das Leben gezeichnet hat. Kann man hinter dieser Fassade wirklich jemanden vermuten, der Shakespeare zitiert und den romantischen Glauben an die große Liebe nicht mit Beginn der Pubertät bereits verloren hat? Eigentlich nicht, und doch ist er so einer. Und Al Pacino zeigt diesen Typ „Rauhe Schale, weicher Kern“ auf eine facettenreiche Art und Weise, die einen schon sehr berühren kann.
Brillant auch Michelle Pfeiffer in einer ihrer stärksten Rollen. Frankie – schüchtern, vom Leben enttäuscht, von Männern verletzt, hat ihre geheimen Wünsche scheinbar abgeschrieben. Die Gefahr, erneut verletzt zu werden, scheint ihr größer als die eventuelle Möglichkeit, bedingungslos geliebt zu werden. Sie spielt die Rolle mit einer solchen Zerbrechlichkeit, daß man ihre Handlungsweise und ihre schroffe Zurückweisung jeglicher Annäherung mehr als nachvollziehen kann.
Man möchte den beiden zeitweise am liebsten den Stoß in die richtige Richtung verpassen, besonders Frankie sagen „nun genieß doch endlich, und zweifel nicht länger!“. Doch gerade ihr Zögern, ihre Angst ist es, die sie so menschlich macht. Hier geht es mal nicht um Glamour und Reichtum, sondern um zwei einfache Menschen, die man getrost auch als „teilweise gescheiterte Existenzen“ bezeichnen kann. Wir finden uns nicht in für unsereins unbezahlbaren Villen mit atemberaubenden Schönheiten wieder, sondern in einer heruntergekommenen Frittenbude mitten in New York, mit Menschen die vom Leben gezeichnet sind – jeder auf seine Weise. Das macht einen Reiz des Films aus. Hier kann man sich in beiden Protagonisten irgendwie wiederfinden, und man lacht und leidet mit beiden bis zum – vielleicht? – Happy End. weiterlesen schließen
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