Pro:
Einigermaßen unterhaltsamer Serienkillerfilm
Kontra:
Dem es aber eindeutig an Spannung und Gore fehlt, nicht sonderlich schockierend, sondern 08/15 Kost
Empfehlung:
Nein
Wie ich finde ist es schon viel zu lang her, seit ich euch das letze Mal einen Bericht über eine Serienkiller-Verfilmung geliefert habe. Deshalb geht es nun nach "Bundy" und "Dahmer" munter weiter mit "Gacy". Ob der Film halten kann, was das Cover verspricht und natürlich noch das wichtigste zum Echten John Wayne Gacy steht im folgenden Review. Viel Spaß.
John Wayne Gacy
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John Wayne Gacy kam am 17. März 1942 in Chicago, Illinois zur Welt und verbrachte dort auch seine Kindheit. Gacy wuchs in einem Haus auf, in dem man streng auf Disziplin achtete, sein Vater war ein Alkoholiker und schlug ihn oftmals. Nachdem Gacy eine Berufsschule besucht hatte und seine Karriere in einem Bekleidungsunternehmen nur mäßig verlief, heiratete er 1964 und zog nach Waterloo, wo er Manager eines Kentucky-Fried-Chicken-Restaurants wurde. 1968 wurde Gacy aufgrund sexuellen Missbrauchs eines Jugendlichen zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt, kam aber schon nach zwei Jahren durch gute Führung auf Bewährung frei.
Er kehrte nach Chicago zurück, wo er für einen Bauunternehmer arbeitete. 1975 gründete er sein eigenes Heimwerkerunternehmen und zog in den Vorort Des Plaines. Dort wurde er schnell zu einer beliebten Persönlichkeit, er wurde Bezirksleiter der Demokraten, sowie ein Mitglied der Jaycees. Auf Geburtstagsfeiern spielte Gacy zudem den Clown, was er sehr gut konnte.
Die eigentliche Mordserie begann im Jahre 1972. Gacy vergewaltigte, folterte und tötete mindestens 33 Jugendliche in seinem Haus in Des Plaines. Manchmal erhängte er sie und zitierte dazu Bibelverse, andere wiederum brachte er an den Rand des Todes, um sich an ihrem Todeskampf ergötzen zu können. Er vergrub einen Großteil der Leichen in seinem Keller, von dem bald ein widerwärtiger Gestank ausging. Mit der Zeit wurde Gacy aber unachtsam und warf die Toten einfach in einen nahegelegenen Fluß.
Im Dezember 1978 stellte sich Gacy freiwillig der Polizei und gestand seine Taten. Er wurde am 13. März schuldig gesprochen und zur Todesstrafe verurteilt. Am 10. Mai 1994 wurde er im Staatsgefängnis von Illinois durch eine tödliche Injektion hingerichtet.
Der Film
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"Gacy" im Jahre 2003 von Clive Saunders gedreht. Die Rolle des John Wayne Gacy übernimmt hier Mark Holton. Der Streifen hält sich zwar an die Vorlage des Killers, ist aber in einigen Punkten zu ungenau. So konzentrierten sich die Macher zu sehr auf den Gestank, der vom Keller ausgeht und ließen andere Aspekte, wie die Morde außer Acht. Näheres steht in der Kritik.
Schauspieler
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Wie bereits erwähnt, wird John Wayne Gacy von Mark Holton gespielt, dem der ganze große Wurf zwar nie gelungen ist, der einigen Horrorfans aber durchaus bekannt sein dürfte. So war er unter anderem schon in den beiden "Teen Wolf" Streifen, "Rumpelstiltskin" und natürlich "Leprechaun" zu sehen. Da es in Hollywood bekanntlich weniger auf die inneren Werte, sondern vielmehr auf ein tolles Aussehen ankommt, dürfte es auch verständlich sein, dass Mark Holton niemals einen Stern am Hollywood Walk of Fame bekommen wird, denn einem gängigen Schönheitsideal entspricht der korpulente Akteur gewiss nicht. Dies ändert natürlich nichts an seinem Talent als Schauspieler, denn die Rolle des homosexuellen Serienkillers John Wayne Gacy bringt Holton durchaus überzeugend rüber. Inwiefern er dem realen Gacy rein äußerlich ähnelt, kann ich nicht sagen, da ich von diesem bisher nur ein einziges Bild gesehen habe.
Die restlichen Schauspieler sind weitgehend knackige junge Kerle, die natürlich nur Mittel zum Zweck sind und von Gacy nach und nach entweder betatscht oder gleich umgebracht werden. Ganz allgemein betrachtet ist "Gacy" ein Film mit sehr guten Schauspielern, doch natürlich gibt es auch den einen oder anderen negativen Ausfall. Dies fällt aber nicht weiter ins Gewicht.
Daten zum Film
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Originaltitel: Gacy
Alternativtitel: The Crawl Space
Land: USA (2003)
Regie: Clive Saunders
Buch: Clive Saunders, David Birke
Länge: ca. 85 Min.
Freigabe: FSK 18
Indiziert: Nein
@ Realjackass
Die beste Version
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Wie ich schon in meinen anderen beiden Serienkiller-Berichten erwähnt habe, hat das Label E-M-S eine Collection herausgebracht, in der die Filme "Ed Gein", Ted Bundy", "Dahmer", "Gacy" sowie eine Dokumentation über Aileen Wournon (die Killerin aus dem Film "Monster") enthalten sind. Die DVDs entsprechen den Single Discs und sind daher nichts besonderes, wer die Streifen aber auf einen Schlag kaufen möchte, sollte hier zugreifen.
Die normale DVD des Films ist ebenfalls nichts besonderes, Bild und Tonqualität sind mittelmäßig, die Extras eher knapp. Sollte man die Scheibe aber mal für etwa 5 € kaufen können, spricht eigentlich nichts dagegen.
Kritik
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Serialkillerfilme, das gibt es heute schon derart viele, dass es unmöglich wäre, sie alle aufzuzählen. Begonnen hat dies wohl irgendwann Anfang der 90er, als ein kultivierter Kannibale seine Spielchen mit einer FBI Agentin spielte, seitdem boomt das Geschäft und wir werden mit allem möglichen Serienkillermüll nur so überschwemmt. Irgendwann fragte sich dann ein gescheiter Kopf, wieso diese Filme denn unbedingt Fiktion sein müssen und brachte einen Streifen heraus, der das Leben eines wahren Serienmörders darstellte. Fritz Haarmann, Ted Bundy, Charles Manson, Aileen Wournon und wie sie alle heißen, sie alle hatten mittlerweile schon ihren filmischen Auftritt. Da war es klar, dass sich auch irgendwann ein Regisseur der Thematik des John Wayne Gacy annehmen würde, der wohl zu den berühmtesten Mördern der USA zählt. Diesen Job übernahm Clive Saunders, der mit diesem Werk zugleich sein Regiedebut ablieferte.
Von zahlreichen Kritikern zu Unrecht zerissen, ist "Gacy", ohne mit zu viel Erwartungen an das Ganze heranzugehen, im großen und ganzen ein recht passables, filmisches Portrait geworden. Einiges wurde erfunden, vieles komplett gestrichen, aber das Grundgerüst ist klar erkennbar. Besonders ist hierbei, dass der Streifen nicht düster gestaltet wurde, oder man versuchte, Atmosphäre zu erzeugen, sondern der typische "American Dream" gezeigt wird. Gacy ist ein Mann, der von vielen gemocht wird, Gartenpartys feiert, in einem hübschen Vorort wohnt, Geld hat usw. Auch weiß die Tatsache zu gefallen, dass der Regisseur es schafft, der heutigen Gesellschaft gekonnt den Spiegel vors Gesicht zu halten. Rund um Gacys Haus verschwinden immer wieder mal Leute und es strömt ein bestialischer Gestank aus dem Keller, doch dies stört, bis auf wenige Außnahmen, niemanden. Jeder kümmert sich um seinen eigenen Kram.
"Gacy" ist in der Hinsicht ein guter Film geworden, da der Streifen eigentlich eine durchgängige Unterhaltung bietet, langweilig wird es nie. Es ist zu jedem Zeitpunkt etwas los, auch wenn Spannung hier nicht einmal im Ansatz vorhanden ist. Im ersten Drittel des Films konzentriert man sich dabei insbesondere auf den widerwärtigen Gestank, der aus dem Keller strömt und wie Gacy des zu vertuschen versucht. Mit der Zeit erfährt dann auch der Zuschauer, was es mit dem Gestank auf sich hat, wenn nämlich Gacy seinen ersten Mord begeht.
Wo wir aber schon bei der Gewalt sind, habe ich auch Abstriche zu machen, denn diese kommt eindeutig zu kurz, insbesondere wenn man beachtet, dass dieser Streifen ab 18 freigegeben ist. Ich übertreibe sicherlich nicht, wenn ich sage, dass sich auch schon 16 jährige diesen Film absolut ohne Probleme ansehen könnten. Wenn man bedenkt, welche grausamen Details man in mancher Beschreibung zu Gacy zu lesen bekommt, ist der Film geradezu harmlos. Er ertränkt einen Kerl in seiner Badewanne, erschlägt einen anderen mit einem Hammer, aber das war es dann eigentlich auch schon. Alles halb so wild. Das einzig eklige sind die Maden und anderen Krabelviecher, die sich in Gacys Keller zu tausenden Tummeln.
Fazit
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"Gacy" ist kein wirklich schlechter Film, aber das auch nur, weil er recht unterhaltsam inszeniert ist. Man folgt der Handlung meist recht gebannt und möchte wissen, was als nächstes geschieht. Trotzdem hat der Streifen so gut wie keine Spannungszenen zu bieten, von Gore ganz zu schweigen. Diesen gibt es nämlich garnicht. Da man hier aber versucht hat, Gacys Leben recht genau wiederzugeben, möchte ich diesen Streifen allen empfehlen, die sich für Serienkiller interessieren und vergebe
6 von 10 Punkten.
Mfg
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